Entfernung der Korrosionsprodukte
Bei den wissenschaftlichen Voruntersuchungen wurden die Korrosionsprodukte als Kupferoxid, Cuprit und basische Kupferchloride identifiziert.
Bei den Kupferchloriden handelte es sich um aktive Korrosionsprodukte, die langfristig zu einer Zerstörung des Metalls führen. Daraus ergab sich die Notwendigkeit, die Chloride weitestgehend zu entfernen. Hierzu wurde die oben beschriebene Abnahme der Wachs- und Farbschichten beschlossen, um die darunter verborgenen Korrosionsprodukte zu erreichen. Lediglich die unter der Vergoldung liegenden Kupferchloride mussten belassen werden, da eine Entfernung nicht ohne Verlust der Vergoldung möglich war.
Zur Entfernung der Korrosionsprodukte wurden alle potentiell einsetzbaren Methoden untersucht und erprobt. Um die Vergoldung nicht zu gefährden, wurden von vorneherein nur Reinigungsmethoden zugelassen, bei denen ein möglichst geringer Einsatz von Flüssigkeit erforderlich ist. Als grundsätzlich empfehlenswert erwiesen sich damit mechanische Methoden zur Entfernung der Kupferchloride.
Besonders effizient zeigten sich Arbeitsproben mit einem speziell für restauratorische Zwecke modifizierten YAG-Laser. Korrosionsprodukte konnten damit gezielt und schnell entfernt werde, ohne die Vergoldung oder die blanke Kupferoberfläche zu beeinträchtigen: die Laserstrahlen wurden von dem Metall bzw. der Vergoldung reflektiert.

Korrosionsentfernung mit dem Laser
