Markierungen und Signaturen

Markierungen und Signaturen auf diversen Bestandteilen des Leuchters wurden den rekonstruktionsrelevanten Befunden zugeordnet, anhand derer die Veränderungen gegenüber der Bauzeit definiert werden.

Die letzte umfassende Restaurierung des Leuchters wurde in den Jahren 1901/02 durchgeführt. Ziel der Restaurierung war die Reparatur der Schäden am Bestand sowie die Wiederherstellung des bauzeitlichen Erscheinungsbildes.

Hierzu wurden vermutlich alle früheren Ergänzungen entfernt und durch Neuanfertigungen ersetzt. Fehlende Bauteile wurden in Angleichung an den Bestand ebenfalls ergänzt. Die Nachbauten sind durch die eingeschlagene Signatur "GK 1901" oder seltener "Gebrüder Küsthardt Hildesheim 1901" gekennzeichnet.

Signatur auf dem Inschriftstreifen eines Tores

Signatur auf dem Inschriftstreifen eines Tores


Andere Markierungen finden sich sowohl auf den Nachbauten der Jahrhundertwende als auch auf bauzeitlichen Teilen: römische Ziffern, arabische Zahlen, Löcher oder Einkerbungen.

Die Markierungen dienten als Montagehilfen beim Zusammenbau der einzelnen Bauteile. Das Auftreten unterschiedlicher Markierungssysteme ist darauf zurückzuführen, dass der Hezilo-Leuchter mehrfach zerlegt und wieder zusammengebaut wurde. Eine zeitliche Zuordnung der Systeme ist erst nach der Aufnahme aller Markierungen möglich.

Markierungen finden sich auch an dem eisernen Traggestänge. Diese wurden vor Ort in montiertem Zustand kartiert. Dabei ergaben sich Hinweise auf die ursprüngliche Zusammensetzung der Eisenstangen: Bei einer späteren Montage wurden offensichtlich zwei Stangen vertauscht und eine weitere um 180° gestürzt eingesetzt.

Einkerbung auf der Zinne eines Mauersegmentes

Einkerbung auf der Zinne eines Mauersegmentes