Geschäftsbericht 2008
Die letzten Monate des vergangenen Jahres erschüttern die Welt. Die Finanzmärkte gehen in die Knie. Eine Wertvernichtung in gigantischem Ausmaß reißt die Weltwirtschaft zu Boden. Was die Regierungen an Reanimation versuchen, wirkt atemlos und ist doch ohne Alternative. Rettungsschirme werden gespannt, Konjunkturpakte geschnürt, Konsumprämien ausgelobt. Gleichwohl bleiben die Mienen düster: Die Konjunktur stottert nicht nur, sie fährt im Rückwärtsgang. Was bedeutet das für unsere diözesanen Finanzen? Allen Krisen zum Trotz sind wir gut durch das Jahr 2008 gekommen, besser als erwartet sogar. Die wirtschaftliche Konsolidierung, die sich weiterhin am Strategiepapier „Eckpunkte 2020“ orientiert, konnte damit konsequent fortgesetzt werden. Auch der Wert unserer Kapitalanlagen blieb von den schweren Einbrüchen am Finanzmarkt unberührt, sogar ein leichter Ertrag wurde erwirtschaftet.
So gesehen gehen wir gut gerüstet in die kommenden Monate, von denen wir aktuell nur eins verlässlich sagen können: Sie werden schwer. Denn dass die Auswirkungen der Krise uns im laufenden Jahre treffen werden, steht außer Frage. Die Entwicklung der Steuereinnahmen – somit auch die unserer Erträge aus Kirchensteuern – zählt zu den sogenannten „nachlaufenden Indikatoren“. Das heißt: Sie folgen der tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung mit einiger Verzögerung.
Es wird also nicht einfacher werden, die anstehenden pastoralen Projekte der Diözese zu schultern: Beispielsweise die Jugendpastoral mit ihren vielfältigen Aktivitäten und der neuen Aktion „Hotspots“, die vielen Projekte der missionarischen Seelsorge oder aber die mannigfachen Aufgaben der Diözesanstelle Weltkirche und der Fort- und Weiterbildung. Umso herzlicher danken wir heute den Gläubigen, dass sie die diözesane Entwicklung konstruktiv begleiten. Und dass sie bereit sind, das Bistum durch ihre Kirchensteuern und Spenden auch finanziell zu stützen. Ohne dieses verlässliche, solidarische Engagement wäre die Kirche von Hildesheim außerstande, ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen gerecht zu werden.
![]() |
Werner Schreer Bischöflicher Generalvikar |
![]() |
Helmut Müller Hauptabteilung Finanzen/Immobilien |



