Ökumenischer Kreuzweg 2010
"Wie viele Planeten haben wir eigentlich?"
Der jüngste Vorschlag des Bundesamtes für Strahlenschutz, den in der Asse eingelagerten Atom-Müll zu bergen und nach Schacht Konrad zu verbringen, führt bei den einen Betroffenen zu Erleichterung, bei den anderen zu größter Sorge. Als Kirche wollen wir besonders den Menschen nahe sein, die ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder gefährdet sehen.
Aber wir richten in unserer Verantwortung für die gesamte Schöpfung Gottes unseren Blick auch über die eigene Region hinaus. So macht das ungelöste Problem der Endlagerung atomaren Mülls offenbar, wie unbedacht wir in den letzten vier Dekaden gelebt und gewirtschaftet haben. In unbegrenztem Vertrauen auf technische Machbarkeit und quantitatives Wachstum haben wir Gottes Schöpfung an den Rand der Zerstörung gebracht. Der von uns Bewohnern der Industrieländer verursachte Klimawandel fügt zahllosen Menschen in den sog. Entwicklungsländern unsägliches Leid zu und stellt die Zukunft unserer Kinder in Frage. Er ist damit zu einem Problem internationaler und intergenerationeller Gerechtigkeit geworden.
Als Kirche von Hildesheim wollen wir uns dieser unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung stellen. Im Vertrauen darauf, dass Jesus sie mit uns trägt, nehmen wir die Last unserer vergangenen Lebensweise auf uns und tragen sie vor Gott. So laden wir an jedem Sonntag in der Fastenzeit ein, gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern aus anderen Kirchen sowie mit allen Menschen guten Willens einen Kreuzweg der Schöpfung zu gehen.
- 21.02. Asse (Infostelle) – Wittmar, St. Barbara
Die Lasten unseres Lebensstils tragen
Dr. Werner Schreer, Generalvikar des Bistums Hildesheim
Impressionen - 28.02. Wolfenbüttel, Thomas-Kirche – Wolfenbüttel, St. Petrus
Die Erde für folgende Generationen bewahren
Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Wolfenbüttel
Impressionen - 07.03. Salzgitter-Thiede, St. Bernward – Volkswagen-Werk -
Beddingen, Petruskirche
Mit den Folgen des Klimawandels umgehen
Prof. Dr. Friedrich Weber, Bischof der ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig
Impressionen - 14.03. Salzgitter-Lebenstedt, St. Johannes - Bundesamt für Strahlenschutz – St. Michael
Die politische Verantwortung neu bedenken
Prof. Dr. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer von Misereor
Impressionen - 21.03. Salzgitter-Lebenstedt, St. Joseph - Schacht Konrad
Verantwortung in der Region übernehmen
Dipl.-Ing. Wolfram König, Präsident des BA für Strahlenschutz
Impressionen

