Fundación Jubileo
Avenida Mariscal Santa Cruz 2150
La Paz
Tel.: 00591–2–2125177
www.jubileobolivia.org.bo

„Wir bieten unabhängige Informationen“

Juan Carlos Nuñez im Interview über die Fundación Jubileo in Bolivien und die Unterstützung aus dem Bistum

TIPNIS – der Weg in eine illegitime Schuld?
Communiqué der Fundación Jubileo

Fragen an die bolivianische Regierung in Bezug auf den Vertrag über den Bau der Straße zwischen Villa Tunari und San Ignacio de Moxos.

Soziale und wirtschaftliche Bilanz Boliviens (PDF, 544 KB)

Eine Veröffentlichung von der Fundación Jubileo im August 2009

Fundación Jubileo in La Paz

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Die „Fundación Jubileo" wurde im November 2003 von der Bolivianischen Bischofskonferenz und den Diözesen Hildesheim und Trier mit der Absicht gegründet, Befähigungen im sozialen Sektor zu schaffen, insbesondere für die sozial Benachteiligten, die an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen und für die Ärmsten, damit sie ihre zivilen Rechte der Partizipation und der Sozialkontrolle mittels Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten ausgehend von der Soziallehre der Kirche wahrnehmen können und in der Absicht Werte und Respekt für die Anderen zu schaffen, indem im Rahmen des Auftrages Jesu gelebt, geforscht, Dokumentationen und Informationen erstellt werden. Die Fundación Jubileo mit Sitz in La Paz arbeitet eng mit der Stiftung Justitia et Participatio im Bistum Hildesheim zusammen.

 „Wichtiger als die frei werdenden Mittel sind die Fortschritte, die wir bei der Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen Prozess unseres Landes erreicht haben“. Mit diesen Worte würdigte Juan Carlos Núñez, der Geschäftsführer der Fundación Jubileo das gemeinsame Engagement für einen Erlass der Auslandsschulden Boliviens. Was mit politischer Unterstützung der Forderung nach einem Schuldenerlass in Hildesheimer Boliviengruppen und Kirchengemeinden begonnen hatte, weitete sich im Laufe der letzten  Jahren zu einem kontinuierlichen Prozess der Begleitung und Umsetzung des Schuldenerlasses im Partnerland aus.

In Bolivien wurde auf Druck der Erlassjahrkampagne Jubileo 2000 ein Gesetz erlassen, das durch Einrichtung von Kontrollgremien auf den unterschiedlichen politischen Ebenen ermöglicht, die Verwendung der Gelder aus dem Schuldenerlass nachzuvollziehen. Seitdem können Vertreter der Zivilgesellschaft u. a. die Haushaltspläne der Kommunen einsehen. Aber um dabei Korruption und Misswirtschaft entdecken zu können, braucht es ein Mindestmaß an Schulung. Genau hier setzt die Stiftung an. Indem sie Gewerkschafter, Vertreter von Kleinbauern-Organisationen und anderen gesellschaftlichen Institutionen durch gezielte Schulungen in die Lage versetzt, die neu erkämpften Partizipations-Möglichkeiten auch in der Praxis zu nutzen, ermöglicht sie eine vertiefte Beteiligung der Zivilgesellschaft am politischen Prozess ihres Landes.

Das Bistum Hildesheim hat die Fundación Jubileo mit Startkapital in Höhe von 70.000 € aus weltkirchlichen Projektmitteln unterstützt. Weiterhin erhält sie Mittel aus den Erträgen der Stiftung Justitia et Participatio.