Chronik der Katholischen Gemeinde Seevetal

Die Chronik wird zur Zeit neu erstellt. Wir bitten noch um etwas Gedult.

 

Meckelfeld

Wie aus einer Corvey’schen Urkunde von 1114 zu ersehen ist, wurde im Jahre 842 auch MIKELENFELD dem Kloster Corvey bei Höxter an der Weser zusammen mit einer großen Anzahl bäuerlicher Güter im Gau Moswidi geschenkt.

Bereits in der ersten Morgendämmerung der Geschichte unserer Dörfer fällt mit diesen Urkunden ein Lichtstrahl auf das Dorf, das sich sprachlich auf Meckelfeld abrundete. Der Name der menschlichen Ansiedlung Mikelenfeld ist abgeleitet von dem altsächsischen bzw. niederdeutschen Wort mikelen = groß. Im westgermanischen Sprachgebrauch aber gab es schon 500 v. Chr. für die Bezeichnung "groß" das Wort: mekili (gotisch mikils).

Bereits 842 also war am Mikelenfelder Hang ein großer Bereich des ehemaligen Urwaldes gerodet, umgebrochen und als Ackerland genutzt.

Meckelfeld lag an keiner Durchgangsstraße, an denen sich früher der Handel abspielte. Nie war mit schwerer Fracht ein Planwagen der Kaufleute durch das Dorf gerumpelt, und es hatte keinen königlichen – hannoverschen Postillon gesehen, der mit Horn und Trara das Kommen seiner Kutsche ankündigte. Bis in unser Jahrhundert hinein dominierte in Meckelfeld der Bauernstand. Die Straßen zu den Nachbardörfern dienten hauptsächlich als Zufahrten zu den Feldern, Wiesen und Weiden. Die nahe Stadt - die sich als Absatzgebiet für Naturalien anbot war jedoch schnell zu erreichen: auf dem Seevekanal und seinem Damm, auf der Straße nach Rönneburg ("se güng öber Kuhlen un Bargen") und später mit der Bahn. Das von der Land und Viehwirtschaft abhängige Gewerbe in Meckelfeld florierte. Mehrere Kleinbauern betrieben einen Milchhandel und hatten in Harburg einen treuen Kundenkreis. Das Geschäft, das die jährliche Abnahme der Milch zur Folge hatte, wurde jeweils am 1. Mai zwischen Bauern und Händlern abgeschlossen. Mit dem Kahn im Morgennebel auf dem Seevekanal, zu Fuß mit der Schott’schen Karre (Hunn-Bosselmann, mit 2 Bernhardinern davor) oder mit Pferdewagen brachten "de Melkers" die Milch in die Stadt und treppauf, treppab bis an die Haustüren. Erst 1930 hoppelte das erste Automobil von Adolf Jobmann mit Milchkannen über das Meckelfelder Kopfsteinpflaster. Ebenfalls frühmorgens zog eine lange Reihe von Marktleuten die Kiepen mit Gemüse, Obst, Blumen und Eiern an der geschulterten Holztracht zum Harburger Sand: zu Fuß, denn "de Grönhökers" hielten die Pfennige zusammen.

Im Gegensatz zu Hittfeld als Mittelpunkt einer großen Kirchengemeinde, unterlag Meckelfeld (und auch der Kirchort Sinstorf) der Anziehungskraft Harburgs. Auf dem Wege zu den Kunden, zum Sand, zum Doktor, zu den Schulen, Behörden oder zur Bank wurden auch für die Nachbarn Arzneien, Gebrauchsgüter mitgebracht und aus dem reichen Angebot der Bedarf an Hausrat und Bekleidung gedeckt. Ab 1902 fuhr sogar die "Elektrische" von Rönneburg durch Harburg nach Hamburg und bis vor die Schaufenster.

Mit dem Gesicht des Ortes wandelte sich auch seine Struktur, denn Hand in Hand mit dem Bau von Wohnblöcken siedelten sich in Misch- und Gewerbegebieten Lebensmittelläden und –märkte sowieGeschäfte für den allgemeinen Bedarf an, darunter 2 Apotheken.
Ferner wurden mehrere Artzpraxen, Banken Sparkassen und private Geschäftsräume eröffnet. Es kamen Handwerksstätten, Lagerhallen sowie Gewerbe- und Industriebetriebe hinzu, so dass Meckelfeld zu einer gewissen Eigenständigkeit gelangte. Die Kaufkraft seiner Einwohner aber wanderte weiterhin zu einem großen Teil nach Hamburg mit seinem großen Warenangebot ab.

Bedingt durch steigende Einwohnerzahlen wurden Neubauten für öffentliche Einrichtungen erforderlich. Von den 50er/60er Jahren ab entstanden: Gemeindehaus mit Polizeistation (heute Altenbegegnungsstätte), Feuerlöschgerätehaus, Kindergarten, Postamt, Jugendheime (wovon 2 abbrannten), S-Bahnhofsanlage und ein großes Mehrzweckhaus mit Sitz der Ortsverwaltung Meckelfeld. Aber auch um eine weitere Kirche und weitere Schulen wurde der Ort bereichert.

 

Hittfeld

Hittfeld ist eine Gemeinde, die sich aus drei Ortschaften zusammensetzte: Hittfeld in der Mitte, Eddelsen im Westen und Karoxbostel im Osten.

Dieser Umfang des kommunalen Gemeindewesens entstand 
erst durch die sogenannte PreußischeVerwaltungsreform im Jahre 1932.

Das Hittfelder Landschaftsbild entstammt ausschließlich dem Diluvium (Eiszeitalter). Der Ort erstreckte sich am Westrand der breiten Talaue der Seeve. Das alte Dorf Hittfeld liegt am südlichen Nordhang eines Geestrückens oberhalb eines Grundwasserhorizontes auf dem Niveau von 20 bis 30 Meter. Der zentral gelegene Kirchenhügel nördlich des Geestrandes ist ein Härtling.

Für die Entwicklung Hittfelds war begünstigend die Lage an der Kreuzung zweier alter Poststraßen von Stade über Hittfeld nach Lüneburg und von Harburg über Hittfeld nach Celle.

Hittfeld, ein Dorf mit rund 4200 Einwohnern, ist nur ca. drei Kilometer von der Südgrenze des Hamburger Staatsgebietes entfernt. Der Ort nimmt somit im Landkreis Harburg eine Randlage ein. In Hittfeld schneiden sich Nord-Süd verlaufende L 213 Harburg-Jesteburg mit der Autobahn Hamburg-Bremen und der K 11 Tötensen-Karoxbostel. Dadurch wird seine Zentrallage besonders betont.

Das genaue Alter Hittfelds ist unbekannt. Wie urkundliche Erwähnungen und frühgeschichtliche Funde beweisen, dürfte Hittfeld in den ersten Jahrhunderten nach der Zeitwende schon bestanden haben.

Die Siedlungserweiterung bis Anfang des 19. Jahrhunderts ging nur sehr langsam voran. Größere Siedlungsimpulse wurden ausgelöst durch die Lüneburger Gemeinheitsteilungsordnung von 1802, ergänzt durch Verkoppelungsgesetze und Ablösungsrezesse.

Mit dem steigenden Wohlstand erfolgte eine Erschließung weiterer Siedlungsmöglichkeiten im Dorfbild.

Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges lässt sich eine ausgeglichene aber intensive Siedlungsentwicklung beobachten (leichtes Maximum 1880 - 1912). Die Erweiterung des Dorfes von 1914 - 1939 erfolgte gleichmäßig und ohne wesentliche Höhepunkte.

Der Bau der Autobahn von 1937 (Hamburg-Bremen) und die modernen Verkehrsmittel ließen dieAbhängigkeit Hittfelds von Hamburg stärker in Erscheinung treten.

Während des Zweiten Weltkrieges, hauptsächlich ab 1944, kündigte sich der Anfang einer intensiven, ruckartigen Ausweitung des Siedlungsraumes an.

Es vollzog sich im Siedlungsbild Hittfelds ein Strukturwandel: Das bäuerliche Element verlor an Bedeutung zugunsten reiner Wohngebiete und zunehmender gewerblicher Besiedlung.

Zentrale Funktionen innerhalb der Gemeinde Seevetal verleihen Hittfeld immer noch einen besonderen Ausdruck: Die Verwaltung Seevetals hat ihren Sitz in Hittfeld.

Frau Josepha Schulz aus Maschen berichtet von den Anfängen der katholischen Gemeindearbeit:

Als im Juli 1943 die Bomben Hamburg zerstörten, kamen viele Flüchtlinge in die Heide. Eine große Zahl kam aus der Mariengemeinde Hamburg. Kaplan Pohlmann, der mit uns befreundet war, kam per Anhalter aus Schwerin, um zu sehen, ob er uns etwas helfen könne. Er holte sich von Dechant Mock, St. Marien Harburg, Hostien und Gewänder, um uns eine heilige Messe zu zelebrieren mit einem Weinglas war es eine erhabene Feier. Wir machten unter den Kaufleuten bekannt, dass wir im Hause Schulz, Heideweg, eine heilige Messe feiern können. Dechant Wintermann überließ uns einen Kelch und mehrere Gewänder.

Auf Veranlassung von Dechant Mock (Harburg) kam aus Lüneburg Kaplan Reifenrath per Rad über die Dörfer, wo er auch an verschiedenen Orten Gottesdienste halten konnte. Bei uns in Maschen war er entweder abends oder morgens um 6:00 Uhr, weil er hier übernachten konnte. Bei –19°Cels. hat er den Weg 1945 mit dem Fahrrad machen müssen.

Dann stellte sich 1945 Probst Koplin bei uns ein. Wir konnten ihn nicht unterbringen, da auf Reiherhorst auch das Kinderheim aus Heilsberg untergebracht war. Im Anfang kamen die Schwestern zu uns zur heiligen Messe. Später konnte ich ihnen alles Nötige überlassen, so dass sie in einer Baracke Gottesdienst feiern konnten.

Nach dem Krieg mussten wir im Gasthaus "Heidehaus Maschen" Weihnachten die heilige Messe feiern, leider unter unwürdigen Umständen. (Beichtstuhl war eine Rumpelkammer)

Es hatten sich in der Umgebung viele Katholiken zusammengefunden. So durften wir dann auch in der Stiftskirche Ramelsloh katholischen Gottesdienst feiern und sogar die Orgel benutzen.

Viele der Katholiken die aus dem Osten kamen, ließen sich auch in dem heutigen Hittfelder Gemeindegebiet nieder. Damals gehörte Hittfeld noch zur Pfarrgemeinde Buchholz, Pfarrer war Herr Bodenburg. Die räumliche Ausdehnung der Pfarrgemeinde Buchholz betrug ca. 535 qkm.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher, die sich zu dieser Zeit sonntäglich in der Friedhofskapelle Hittfeld, den evangelischen Kirchen Ramelsloh und Jesteburg sowie in der Schule zu Bendestorf einfanden, war noch gering.

In Meckelfeld war die erste heilige Messe im Gasthaus und später in der evangelischen Kirche.

In Hittfeld mussten wir uns mit der Friedhofskapelle zufrieden geben, bis die Kirche gebaut wurde. Nach Maschen war weiterhin Sonntags Probst Koplin per Rad gekommen, und wir konnten die Schule benutzen, bis die evangelische Kirche gebaut wurde, die uns dann auch zur Verfügung stand. In der Zwischenzeit hatten wir viele Geistliche zu Besuch. Da wir noch ein kleines Haus hatten (die Familie Schulz) konnte dort jeden Tag heilige Messe gefeiert werden.

Über Weihnachten 1946-47 war Pater Thadäus Roth von den Dominikanern aus Vechta hier. Wir hatten zusammen mit den Kindern schöne Ferien. Auch ein Salvatorianerpater, der Missionsprediger war, verbrachte ein paar Wochen zur Erholung hier bei uns. Dadurch hatten wir jeden Tag eine heilige Messe. Probst Koplin (Winsen) wollte schon das kleine Haus zu einer Marienkapelle machen, aber er hat ja später selbst in Winsen eine Kirche gebaut

Mit dem Messkoffer fuhren wir auch nach Stelle und hatten guten Kontakt mit den evangelischen Geistlichen. Die Jesuiten aus Hamburg unterstützten uns sehr. Pastor Dohle kam mit einer Jugendgruppe, auch Pater Mende stellte sich ein. Durch Probst Koplin konnten wir eine Zeltmission mit dem Rucksackpater in der Heide halten und Vorträge haben.

Am Fronleichnamstag hatten wir im Maschener „Reiherhorst“ eine schöne Prozession mit einem Kaplan Arnold, der sich als Priester ausgegeben hatte, aber leider keiner war.

Wir hatten auch guten Kontakt zu spanischen Geistlichen, besonders zu den Jesuiten, Pater Alvaran aus Vigo und Pater Sola aus Pamplona

1946

Immer mehr heimatvertriebene treffen ein.  Die Zahl  der Gläubigen, 
die sich sonntags  in der Friedhofskapelle versammeln, steigt von 20 auf 80 Personen. Die Verbundenheit ist groß. Jeder "Neue" wird persönlich angesprochen, herzlich begrüßt und erhält die damals notwendige Orientierungshilfe.
 

 

1950

Im September ist die neue Siedlung Emmelndorf fertiggestellt. Diese wird von etwa 150 eimatvertriebenen aus Oberschlesien bezogen, die bis dahin im ehemaligen Munitionslager Reinsehlen untergebracht waren. Damit hat sich der Gemeindekern gebildet und es entwickeln sich neben den Gottesdiensten andere Initiativen.

Im März wird Pfarrer Bodenburg abberufen und Pfarrer Liesenfeld übernimmt die Seelsorge der Gemeinde Buchholz.

1951

Das erste selbständige Gemeindefest, vom „Kory-Festkomitee" vorbereitet, wird ein großer Erfolg. Die erste Jugendgruppe wird ins Leben gerufen. Die Wahrnehmung sozialer Belange ist in dieser Gemeinschaft eine Selbstverständlichkeit.

1952

Es bildet sich die erste Frauengruppe, die dann 1954 unter dem Motto "Alles zur größeren Ehre Gottes" mit gezielter Paramentenarbeit beginnt. Die ersten Kontakte zur Benediktiner-Abtei Nütschau werden geknüpft. Die dortigen Besinnungstage werden zur beliebten Einrichtung.

1958

Zählungen der Kirchenbesucher zeigen, dass die Friedhofskapelle zu klein ist. Der Wunsch, eine Kirche in Hittfeld zu haben, wird immer stärker und lebhafter erörtert. Ab August werden neben Kollekten in den hl. Messen auch monatliche Haussammlungen bei allen Katholiken des Hittfelder Gebietes durchgeführt mit dem Ziel „Kirchbau in Hittfeld".

1959

Pastor Salm wird im März zum Seelsorger der Gemeinde Buchholz ernannt. Der Gemeindebezirk ist so groß, dass er 133 Ortschaften umfasst. In Luftlinie gemessen hat das Gebiet einen Durchmesser von 40 km.

1963

Die Planung des Kirchbaus begann im Frühjahr 1962 als der damals auch für Hittfeld zuständige Herr Pastor Salm aus Buchholz den Architekten Egon Pauen aus Ramelsloh, einem Mitglied der Gemeinde, welcher auch die Bauleitung inne hatte, mit Entwürfen für die Kirche beauftragte. Aus 3 unterschiedlichen Vorschlägen wählte H.H. Bischof Heinrich Maria Janssen den Entwurf aus, nach dem die Kirche dann auch gebaut wurde.

Die Entwurfs-Idee wurde von 2 zentralen Anliegen bestimmt: Der Baukörper sollte von einem mächtigen, den ganzen Raum überspannenden Dach bestimmt werden, das von 10 freistehenden Stahlsäulen getragen wird. Das in der niedersächsischen Landschaft beheimatet große und steile Dach symbolisiert Schutz und Behütetsein. So sollte es auch für die junge Kirchengemeinde, von der viele die Schrecken der Vertreibung aus dem Osten noch in wacher Erinnerung hatten, Schutz und Geborgenheit geben.

Bei der Formulierung des zweiten Anliegens standen vorkonziliare Gedanken der Liturgie-Reform Pate. Der Altar sollte frei stehen und die kommunizierende Gemeinde sollte ihn umstehen können, das "circumstare" um den eigentlichen Mittelpunkt des Geschehens, den Altar, sollte dadurch betont werden. Der Altar sollte durch seinen auch geometrisch innerhalb der Apsis zentralen Standort sichtbar "die Mitte" sein, umschritten und umstanden werden können.

Auf vielseitigen Wunsch soll dieses neue Hittfelder Gotteshaus den Namen des hl. Ansgar tragen, der als erster Bischof von Hamburg, von den Dänen vertrieben, in Ramelsloh seine Zuflucht fand und von dort aus seine segensreiche Tätigkeit entfaltete.

Die junge Gemeinde verfolgt mit Gebet und steter Opferbereitschaft den Fortgang der Bauarbeiten.

Im Jahr 1963, am 3. November wurde der Grundstein der neuen Kirche in Hittfeld im Auftrag des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Heinrich Maria Janssen von H.H. Dechant Edmund Mock geweiht. Der Grundstein mit der Inschrift: "Ut omnes unum sint" November 1963

"Das alle eins seien" wurde zum Programm für die so weit gestreute Diaspora-Gemeinde. Die Kirche trägt den Namen des heiligen Bischofs Ansgar. Er war ein Wegbereiter. Der Begegnung mit Christus im Gebet, Verkündigung und Sakrament, besonders in der Feier der Eucharistie, soll dieses Haus dienen. Den Menschen soll es eine Stätte des Dankes sein. Sie mögen von hier Kraft und Freude für das Leben in Menschlichkeit und Gottesfurcht empfangen.

Im Jahr der Grundsteinlegung starb am 3.6. Papst Johannes XXIII. Sein vorheriger Name Angelo Giuseppe Roncalli. Papst seit 1958, Seine Enzyklika "Mater et Magistra" mit Forderung nach sozialer Gerechtigkeit und Ausgleich zwischen den Völkern verschiedener Wirtschaftskraft. Am 11.10.1962 wurde das 21. Ökumenische Konzil eröffnet. Nachfolger auf dem Stuhl Petri wurde Papst Paul Vl. (Giovanni Battista Montini).

Präsident der Bundesrepublik Deutschland ist Dr. Heinrich Lübke, Kanzler der Bundesrepublik Professor Dr. Ludwig Erhard, Ministerpräsident des Bundeslandes Niedersachsen ist Dr. Diederichs, Bürgermeister in Hittfeld ist derzeit Hermann Meyer und Gemeindedirektor Rolf Sander.

1964

Herr Pfarrer Heribert Brodmann wird neuer Seelsorger in der Pfarrei St. Petrus in Buchholz.

Am 30.August 1964 ist der Tag der Kirchweihe in Hittfeld gekommen. H.H.Weihbischof Pachowiak vollzieht die Weihe. Ein unvergesslicher Festtag. Wir haben ein eigenes Gotteshaus, die St. Ansgar-Kirche.

Es ist Symbol der "Heiligen Stadt, des neuen Jerusalems", in dem Gott mitten unter seinen Auserwählten wohnt, um ihnen nahe zu sein. "Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen; sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird unter ihnen sein als ihr Gott“. 

Bild 1
Das Kircheninnere hat den Grundriss eines Rechtecks. Cirka 250 Sitzplätze bieten der Gemeinde genügend Raum. Das beidseitige Lichtband, verbunden mit den Fensterelementen im Bereich der Stützen und die verglasten Wabensteine der Giebelflächen spenden dem Innenraum das Licht. Das Baumaterial besteht aus Beton, Stahl, Mauerwerk, Holz und Glas. Im seitlichen Baukörper sind die Sakristei und das Pfarrheim mit separatem Eingang. Der Turm steht als Campanile neben der Kirche.
Nur weinige Gemeindemitglieder wissen, dass der Turm-Hahn die Arbeit des dänischen Malers und Bildhauers Paul Rene Gauguin ist, einem Enkel des berühmten Malers Gauguin. Er hat diese Arbeit 1964 für unsere Kirche angefertigt; sie ist ein Geschenk des Architekten und der größeren am Bau beteiligten Firmen.
Dank gebührt dem Architekten, Herrn Egon Pauen. Dankend erwähnt sei auch die Arbeit der bauausführenden Firmen. Gedankt sei allen Bauhandwerkern, die an diesem Bau beschäftigt waren.
Ausdrücklicher Dank gilt der politischen Gemeinde für die Beschaffung des benötigten Baugeländes.

1965


Im März wird die neue Gemeinde gebildet, die sich zusammensetzt aus dem Hittfelder Gebiet sowie Teilen
der Gemeinden Franz-Josef Harburg und Winsen (Meckelfeld, Maschen etc.) Die neue Gemeinde umfasst
27 Ortschaften auf einer Fläche von 176 qkm. Als Seelsorger dieser neuen Pfarrvikarie Meckelfeld/Hittfeld wird am 16. März 1965 Pastor Görlich bestellt.

„Ankunft von Kaplan Görlich (entnommen der Festschrift zur Weihe von St. Altfried am 3. Okt. 1970)