Bistum strebt Trägerwechsel für die St.-Ursula-Schule an

Schule in Duderstadt hat zu wenig Schülerinnen und Schüler

Das Bistum Hildesheim möchte die Trägerschaft für die St.-Ursula-Schule in Duderstadt an den Landkreis Göttingen abgeben. Dazu hat die Diözese mit der Kommune bereits erste Sondierungsgespräche geführt. Nun sollen konkrete Verhandlungen aufgenommen werden.

Im Zuge einer möglichen Übergabe der Trägerschaft soll ein so genannter „Inklusiver Campus“ geschaffen werden, zu dem das Bistum mit einer Anschubfinanzierung beitragen möchte. Verschiedene Einrichtungen sollen dabei zusammenwirken und -arbeiten. Zu diesen würde u. a. die St.-Ursula-Schule, der heilpädagogische Caritas-Kindergarten St. Raphael und die Kita St. Klaus gehören. Alle Einrichtungen liegen räumlich eng beieinander.

Sollte eine Übergabe der Trägerschaft scheitern, müsste – so die Entscheidung von Bischof Norbert Trelle – die Schule auslaufen und geschlossen werden, weil sie von nicht genügend Schülerinnen und Schülern besucht wird.

Priorität hat in der Entscheidung des Bischofs aber vor allem die Sorge für die Schülerinnen und Schüler, die gegenwärtig die Schule besuchen. Ihre Schullaufbahn soll durch die Entscheidung nicht beeinträchtigt werden. Den Lehrkräften sowie den weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der St. Ursula-Schule sollen Angebote zur Weiterbeschäftigung gemacht werden.

„An der pädagogischen Arbeit der Schule ist überhaupt nichts auszusetzen. Aber die geringen Schülerzahlen sind für das Angebot einer Gesamtschule auf Dauer nicht sinnvoll“, sagt PD Dr. Jörg-Dieter Wächter, Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim.

Die St.-Ursula-Schule in Duderstadt ist eine Integrierte Gesamtschule in freier katholischer Trägerschaft. Das Bistum trägt mehr als ein Drittel der Kosten für den Betrieb der Schule. Dass die Schule von zunehmend weniger Schülerinnen und Schülern besucht wird, führt dazu, dass einerseits die Kosten für die Bewirtschaftung der Schule zu hoch sind, andererseits aber auch die Klassenbildung immer schwieriger wird.