Ein Herz für Familien

Bistum Hildesheim erhält zum zweiten Mal Zertifikat für familienbewusste Personalpolitik

Hildesheim/Berlin (bph) Das Bistum Hildesheim verfolgt eine familienfreundliche Personalpolitik, meint die „berufundfamilie“ gGmbH. Zum zweiten Mal nach Juni 2009 hat diese Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung das Bistum mit einem Zertifikat ausgezeichnet, gemeinsam mit 370 weiteren Arbeitgebern in Deutschland. Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, haben am Montag, 11. Juni, in Berlin die Zertifikate überreicht.

In den vergangenen zwölf Monaten hat das Bistum erfolgreich das audit-Verfahren der „berufundfamilie“ gGmbH durchlaufen. Dabei ist der Diözese zum zweiten Mal der Nachweis gelungen, familienfreundlich zu sein, freut sich Familienbeauftragte Maria von Berg. In den vergangenen Jahren hat die Personalabteilung der Bischöflichen Verwaltung in der Tat vieles auf diesem Gebiet getan und diese Leistungen übersichtlich in der Broschüre „Beruf+Familie“ zusammen gestellt. Neben flexiblen Arbeitszeiten bietet das Bistum als Arbeitgeber zum Beispiel „Sabbaticals“ an. Wer sechs Jahre für ein reduziertes Gehalt arbeitet, kann dann ein Jahr bezahlt frei nehmen. Mütter oder Väter, die nach der Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen, haben Anspruch auf Hilfen und selbst Telearbeitsplätze zuhause sind kein Tabu.

Das Zertifikat gilt für drei Jahre. Danach kann sich das Bistum erneut prüfen lassen und darf das Qualitätssiegel bis zur nächsten Prüfung nach weiteren drei Jahren führen. Unter den heute geehrten 371 Arbeitgebern sind nach Angaben von „berufundfamilie“ 202 Unternehmen, 120 Institutionen und 49 Hochschulen. Zusammen beschäftigen sie rund 575.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Die zertifizierten Hochschulen zählen 465.000 Studierende.

Die berufundfamilie gGmbH wurde 1998 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet und hat sich nach eigenen Angaben bundesweit zu einem Kompetenzträger in Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt. Das audit erfasst in den Betrieben und Einrichtungen zunächst die bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler tragen gemeinsam die Schirmherrschaft für das audit.