Letzter Gottesdienst

Die Kapelle „Hl. Herz Jesu“ in Neuhaus an der Oste wird profaniert

Die Kapelle „Hl. Herz Jesu“ in Neuhaus/Oste wird profaniert und verliert damit ihre Funktion als Ort für Gottesdienste. Das hat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle entschieden. Der Bischof selbst wird den letzten Gottesdienst am Freitag, 28. Juni, um 17 Uhr leiten.

Die Kapelle „Hl. Herz Jesu“ ist eine Filialkirche der Pfarrgemeinde „Heilig Kreuz“ in Otterndorf. Geweiht wurde sie im Jahr 1960. Zuvor war in dem Gebäude eine Strumpffabrik untergebracht. Nach dem Bau des Pfarrhauses 1964 wurden die hinteren Räume als Begegnungsstätte umgebaut, die vor allem von der Jugend genutzt wurde. Seit 2004 war dieser Teil des Gebäudes vermietet und wird als kommunales Jugendzentrum verwendet. Das Pfarrhaus ist ebenfalls vermietet.

Bischof Norbert Trelle hat die Kapelle im September 2009 bei der „Einstufung der Pfarrkirchen und Filialkirchen im Bistum Hildesheim“ nach Anhörung des Priesterrates zur Schließung vorgesehen. Ein Aspekt ist der bauliche Zustand des Gebäudes. Die Finanzmittel des Bistums für Bauten und Reparaturen reichen bei weitem nicht aus, um den Wert aller Immobilien zu erhalten und neue Investitionen zu finanzieren. Eine Untersuchung hat gezeigt, dass der Bauzustand der Kapelle „Hl. Herz Jesu“ mittelmäßig ist. Zur Pfarrgemeinde Heilig Kreuz gehören derzeit knapp 1.300 Mitglieder.

Pfarrer, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Otterndorf haben dem Vorschlag des Bistums zur Schließung der Kapelle „Hl. Herz Jesu“ zugestimmt. Auch der Dekanatspastoralrat des Dekanates Bremerhaven und der Priesterrat haben Bischof Trelle diese Maßnahme empfohlen.

Die Kapelle „Hl. Herz Jesu“ ist Eigentum des Bischöflichen Stuhles. Über die Nachnutzung von Grundstück und Gebäuden wurde noch nicht entschieden.