Letzter Gottesdienst

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu in Cremlingen wird profaniert

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu in Cremlingen wird profaniert und verliert damit ihre Funktion als Ort für Gottesdienste. Das hat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle entschieden. Den letzten Gottesdienst feiert Generalvikar Dr. Werner Schreer mit der Gemeinde am Samstag, 15. Februar, um 18 Uhr.

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu ist eine Filialkirche der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Veltheim. Geweiht wurde sie im Jahr 1953. Zur Pfarrgemeinde gehört noch die 1991 geweihte Kirche St. Bonifatius im Cremlinger Stadtteil Weddel. Zur Pfarrgemeinde Heilig Kreuz gehören derzeit knapp 2.200 Mitglieder.

Bischof Norbert Trelle hat die Kirche im September 2009 bei der „Einstufung der Pfarrkirchen und Filialkirchen im Bistum Hildesheim“ nach Anhörung des Priesterrates zur Schließung vorgesehen. Pfarrer, Kirchenvorstand und der Pfarrgemeinderat der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz in Veltheim haben dem Vorschlag des Bistums zur Schließung der Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu zugestimmt. Auch der Dekanatspastoralrat des Dekanates Braunschweig und der Priesterrat haben Bischof Trelle diese Maßnahme empfohlen. Da der Erhalt der Kirche noch für drei Jahre durch einen Förderverein gesichert war, sollte die Profanierung frühestens im Jahr 2012 erfolgen.

Jetzt wird die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu entwidmet. In Cremlingen verbleiben aber Pfarrhaus und Pfarrheim für die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz. Für alle Gruppen und Aktivitäten der Gemeinde soll dieses Pfarrheim genutzt werden. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass die Finanzmittel des Bistums für Bauten und Reparaturen bei weitem nicht ausreichen, um den Wert aller Immobilien zu erhalten und neue Investitionen zu finanzieren.

Die Kirche St. Theresia vom Kinde Jesu ist Eigentum des Bistums. Das Gebäude wird verkauft. Ein Steinmetz und Bildhauer, der bereits für das Bistum tätig war, möchte darin einen Wohn- und Bürobereich sowie ein Atelier einrichten.