Positive Bilanz

Das Bistum Hildesheim war auf der Bildungsmesse „Didacta“ in Hannover vertreten

Hildesheim/Hannover (bph/pkh) Eine bislang sehr positive Bilanz zieht das Bistum Hildesheim nach dem ökumenischen Auftritt der Kirchen bei der Bildungsmesse „didacta“, die am morgigen Samstag, 18. Februar, auf dem Messegelände von Hannover zu Ende geht. Der gemeinsame Stand „Kirche auf der Bildungsmesse“ und die 30 Veranstaltungen dort hatten zahlreiche Besucher.

Wann ist ein Messestand ein Erfolg? Die mehr als 200 Portionen Kaffee und Tee, die am Messestand der Kirchen täglich ausgeschenkt wurden, mögen ein Hinweis auf das gute Interesse sein. Auch die Vorträge und Veranstaltungen selbst waren recht gut besucht. Es war aber wohl vor allem die Vielfalt der Themen, die bisher so viele Religionslehrer und Studierende an den 110 Quadratmeter großen Stand D36 in Halle 16 führte, der nicht ganz glücklich in einer Ecke der großen Halle platziert war: vom religionspädagogischen Internetportal der Katholischen Kirche über „rhythmische Zugänge zu kirchlichen Liedern“ bis hin zu biblischen Themen wie dem Bibel-Geschichtenbalken oder der „Christologie als Abenteuer“ war die Rede. Nach Einschätzung von Franz Thalmann, dem Standverantwortlichen auf Seiten des Bistums, hat vor allem die Nachfrage nach Themen aus dem Bereich des interreligiösen Dialogs und vor allem der Auseinandersetzung mit dem Islam zugenommen. Mit den Veranstaltungen über den „Islamischen Religionsunterricht in Niedersachsen“ und „Die Frau im Islam“ hat der Kirchenstand dabei Akzente gesetzt.

Am gestrigen Donnerstag, 16. Februar, verfolgten zudem zahlreiche Besucher eine hochrangig besetzte Diskussion zum Thema „Schule neu denken – auf dem Weg zu einer humanen Schule für alle?“, die sich vor allem um Inklusion drehte. Einig waren sich die Diskussionsteilnehmer darin, dass Inklusion nicht nur die Schule, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft. „Der Schule darf nicht der schwarze Peter zugeschoben werden, indem sie die Fehler der Gesellschaft ausgleichen soll“, warnte der Paderborner Erzbischof und ausgebildete Lehrer Hans-Josef Becker. Der evangelische Landesbischof von Hannover, Ralf Meister, äußerte die Hoffnung, dass das gemeinsame Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern langfristig auch den Leistungsdruck in einer erschöpften, vom Burnout bedrohten Gesellschaft mindern könnte. Trotz aller Inklusionsbemühungen sprach sich der niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann für den Erhalt der Förderschulen aus, um Kindern, deren Eltern das wünschen, weiterhin einen geschützten Rahmen zu bieten. Allerdings räumte er ein: „Wir müssen sensibler im Umgang mit den Eltern werden.“

Der Stand „Kirche auf der Bildungsmesse“ in Halle 16, Stand D36 wird in ökumenischer Partnerschaft von den katholischen (Erz)Bistümern in Norddeutschland, der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen, sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland getragen. Das Bistum Hildesheim hat einen Videoclip von diesem Messeauftritt gedreht und lässt darin Verantwortliche und Gäste zu Wort kommen. Außerdem zeigt er bewegte Impressionen von verschiedenen Vorträgen.

Informationen und ausführliches Programm im Internet

Der Videoclip zum Messeauftritt