Coronavirus: Maßnahmen und Informationen

Anordnungen und Handlungsempfehlungen des Generalvikars (Stand: 08.06.2020)

1) Allgemeine Hinweise 

a) Alle kanonischen Pfarrer und alle Führungskräfte sind verpflichtet, sich stets auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen des Bundes und des Landes Niedersachsen auf dem Laufenden zu halten (www.niedersachsen.de/coronavirus).

b) Der Krankheitsverlauf nach einer Infektion verläuft offenbar in der Mehrheit mild und ist daher oftmals nur schwer zu erkennen. Besonders in diesen Tagen gilt daher, dass Mitarbeitende, die die Symptome eines grippalen Infekts zeigen (z.B. Husten, Schnupfen, Fieber, etc.) bis zur Genesung zu Hause bleiben bzw. nach Hause geschickt werden.

c) An dieser Stelle wird auf die allgemeinen Hygiene- und Vorsichtsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Jeder Pfarrer und jede Führungskraft hat die Aufgabe, allen Mitarbeitenden diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

2) Gottesdienste und offene Kirchen

a) Die Kirchen sind für das persönliche Gebet in der Kirche zu den gewohnten Zeiten offen. Die Pfarrgemeinde trägt Sorge, dass die vorgeschriebene Abstandsregel eingehalten wird und hygienische Vorkehrungen getroffen werden.

b) Gottesdienste können gefeiert werden, wenn die diözesanen Hinweise für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten beachtet werden. Die letzten Tage und Wochen haben gezeigt, dass die Wiederaufnahme der Feier der gemeinsamen Gottesdienste mit Bedacht und der nötigen Sorgsamkeit vorgenommen wurden. Daher kann die Anzahl der maximalen Gottesdienstteilnehmenden zukünftig anhand des von der Niedersächsischen Verordnung vorgegebenen, immer einzuhaltenden Mindestabstand von 1,5 m berechnet werden. Die vom Bistum ehemals empfohlene Berechnung, 10qm pro Person einzubeziehen, kann im Zweifel beibehalten werden. Wir bitten um besondere Beachtung der Hinweise des Fachbereichs Liturgie bei der Feier der Sakramente.

c) Mit der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen ist die Anzahl bei der Feier von Beerdigungen (am Grab) auf 50 Personen erhöht worden. Wörtlich steht in der aktuellen Verordnung: „Im Rahmen einer Beerdigung ist nach einem Gottesdienst oder einer ähnlichen Zeremonie die Teilnahme am letzten Gang zur Grab- oder Beisetzungsstelle und der dortige Aufenthalt auf den engsten Familien- und Freundeskreis, der höchstens 50 Personen umfassen darf, beschränkt.“

d) Mit der aktuellen Verordnung des Landes Niedersachsen entfällt die Auflage, Freiluftgottesdienste, die auf einer Fläche gefeiert werden, die zum Kirchengrundstück gehört, bei den zuständigen Behörden anzumelden. Es gilt weiterhin, dass der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird und die einschlägigen Hygieneregeln beachtet werden. Das Tragen einer Mund-Nase-Maske von den Gottesdienstteilnehmenden wird dringend empfohlen.

e) Alle ausgelegten Gebetsbücher und Gesangsbücher sind zu entfernen. Die Weihwasserbecken bleiben leer.

f) Krankenkommunion und Krankensalbung ist unter sorgfältiger Einhaltung der Hygieneregeln möglich. Zuvor ist das Einverständnis der/des behandelnden Arztes/Ärztin einzuholen.

g) Die Entscheidung, ob die Erstkommunion unter der Beachtung des Hygienekonzepts würdig und für die Kinder angemessen gefeiert werden kann, soll vor Ort getroffen werden.

h) Die Spendung der Firmung wird weiterhin bis zu den Sommerferien ausgesetzt, An einem Konzept für die Zeit nach den Sommerferien wird im Moment gearbeitet.

3) Pfarrheime

Die Pfarrheime stehen für das kirchliche Leben wieder zur Verfügung, wenn ein Hygienekonzept für die Öffnung von Pfarrheimen von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand (bzw. Pastoralrat) entwickelt wurde. Ein Musterkonzept dafür liegt vor. Die aktuelle Verordnung des Landes Niedersachsen sieht vor, dass für Zusammenkünfte von Jugendlichen und Kindern sowie für den Vokalunterricht besondere Regelungen gelten. Grundsätzlich ist bei allen Zusammenkünften zu beachten, dass der Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Personen, die nicht aus demselben Haushalt stammen, zu jedem Zeitpunkt einzuhalten ist.

4) Dienstliche Veranstaltungen

a) Sitzungen:

In der aktuellen niedersächsischen Verordnung sind Sitzungen der gewählten Gremien von öffentlich-rechtlichen Körperschaften sowie von Vereinen, Initiativen oder anderen ehrenamtlichen Zusammenschlüssen wieder möglich – sofern der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten wird. (vgl. § 1 Abs. 5a). Analog zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wird darum gebeten, dass alle Sitzungen – soweit dies technisch möglich ist – telefonisch oder auf anderen digitalen Plattformen abzuhalten. Falls dies aus dringenden/berechtigten Gründen nicht möglich sein sollte, müssen die einschlägigen Hygienemaßnahmen gewährleistet werden, der Mindestabstand eingehalten werden und die Möglichkeit zur Desinfektion gegeben sein. Vor und nach der Sitzung ist der entsprechende Raum gründlich zu lüften. Die jeweilige Sitzungsleitung hat die Einhaltung der Maßnahmen zu verantworten. Die Teilnahme ist mit Name, Vorname und Kontaktdaten zu dokumentieren.

b) Fortbildungen:

Die Teilnahme an Fortbildungen in Einrichtungen, die ein genehmigtes Hygienekonzept vorhalten, ist möglich. Zur Zeit werden keine Fortbildungen verpflichtend angeordnet.

5) Dienstreisen

a) Dienstreisen und Dienstfahrten sind bis auf Widerruf untersagt.

b) Ausnahmen – sowohl für den Einzelfall, als auch für die Erteilung einer grundsätzlichen Erlaubnis – sind mit dem direkten Dienstvorgesetzten zu klären. In dem Klärungsverfahren sind die Aspekte zu prüfen, ob diese Dienstreise tatsächlich dringend geboten ist, ob das Risiko einer Infektion erheblich ist (Zusammensetzung der Teilnehmenden/Art der Zusammenkunft) und ob eine mögliche Rückverfolgung von potentiell infizierten Personen gelingt.

c) Alle zugelassenen Dienstfahrten sind, soweit dies möglich ist, mit einem Dienstfahrzeug durchzuführen.

6) Publikumsverkehr

Bischöfliches Generalvikariat:

Das Bischöfliche Generalvikariat Hildesheim ist für wichtige Einzelgespräche und die notwendigen Sitzungen geöffnet. Auf den Verkehrswegen müssen externe Personen einen Mund-Nase-Bedeckung getragen. Eine Dokumentation über Namen, Vorname und Kontaktdaten des Publikumsverkehrs erfolgt an zentraler Stelle in den jeweiligen Hauptabteilungen. Diese Listen sind nach vier Wochen zu vernichten. Diese Regelung gilt ab dem 15. Juni 2020.

Dommuseum, Dombibliothek und Bistumsarchiv sind bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen für den Publikumsverkehr geöffnet.