Coronavirus: Maßnahmen und Informationen

Anordnungen und Handlungsempfehlungen des Generalvikars (Stand: 02.04.2020)

1) Allgemeine Hinweise

a) Das Bistum Hildesheim folgt uneingeschränkt den Erlassen und Verfügungen des Landes Niedersachsen. Wir unterstützen die Behörden im vollem Umfang. Den Anweisungen der Gesundheitsämter (https://tools.rki.de/PLZTool/) und der Polizei ist widerspruchslos zu folgen.  

b) Alle kanonischen Pfarrer und alle Führungskräfte sind verpflichtet, sich stets auf den aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen des Bundes und des Landes Niedersachsen auf dem Laufenden zu halten (www.niedersachsen.de/coronavirus).

c) Der Krankheitsverlauf nach einer Infektion verläuft offenbar in der Mehrheit mild und ist daher oftmals nur schwer zu erkennen. Besonders in diesen Tagen gilt daher, dass Mitarbeitende, die die Symptome eines grippalen Infekts zeigen (z.B. Husten, Schnupfen, Fieber, etc.) bis zur Genesung zu Hause bleiben bzw. nach Hause geschickt werden. 

d) An dieser Stelle wird auf die allgemeinen Hygiene- und Vorsichtsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts hingewiesen. Jeder Pfarrer und jede Führungskraft hat die Aufgabe, allen Mitarbeitenden diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

2) Gottesdienste und offene Kirchen

a) Es ist erlaubt, sich für ein kurzes persönliches Gebet in der Kirche aufzuhalten. Maximal zwei Personen dürfen sich im Kirchenraum aufhalten.

b) Verboten sind Zusammenkünfte und Ansammlungen (Gottesdienste, Andachten etc.) in der Kirche wie auch im Freien.

c) Es ist erlaubt, die Kirchen zu den vor der Pandemiekrise regulären Zeiten zu öffnen.  Verboten sind zusätzliche Öffnungen. Gläubige dürfen nicht zu bestimmten Zeiträumen gezielt eingeladen werden.

d) Der Mindestabstand zwischen den einzelnen Personen von zwei Metern ist immer zu gewährleisten.

e) Es ist untersagt, Gegenstände (z.B. Osterkerzen, Palmzweige) zur Verteilung an die Gläubigen zu hinterlegen – sei es in Räumlichkeiten oder sei es im Freien. Alle ausgelegten Gebetsbücher und Gesangsbücher sind zu entfernen.

f) Verboten sind alle Streaming-Gottesdienste, die eine Beteiligung von Dritten erforderlich machen. Die im Dom vom Bischof bzw. von den beiden Weihbischöfen gefeierten Gottesdienste werden stellvertretend für das Bistum gefeiert. Alle sind eingeladen, über das Internet diese Gottesdienste mitzufeiern. 

g) Es ist erlaubt, einen Gottesdienst in Einzelzelebration zu feiern, weitere liturgische Dienste (z.B. Lektorendienst etc.) sind nicht erlaubt. Alle Gottesdienste werden unter Ausschluss anderer Personen gefeiert.  Die Gemeinde (damit sind auch die Mitarbeitenden vor Ort umfasst) nimmt an diesen Gottesdiensten nicht teil.

h) Krankenkommunion und Krankensalbung ist nur im äußersten Notfall (Sterbefall) erlaubt. Zuvor ist das Einverständnis der/des behandelnden Arztes/Ärztin einzuholen, ihren/seinen Anweisungen ist widerspruchslos Folge zu leisten.

i) Firmungen und Feiern der Erstkommunion müssen bis zu den Sommerferien verschoben werden.

j) Beerdigungen finden ausschließlich auf dem Friedhof im allerkleinsten Familienkreis statt. Dabei sind der Ablauf und die Liturgie entsprechend zu kürzen und anzupassen.

3) Dienstliche Veranstaltungen

a) Analog zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts wird darum gebeten, dass alle Sitzungen – soweit dies technisch möglich ist – telefonisch oder auf anderen digitalen Plattformen abzuhalten.

b) Angeordnete Fortbildungen werden abgesagt. 

4) Dienstreisen

a) Dienstreisen und Dienstfahrten sind bis auf Widerruf untersagt. 

b) Ausnahmen sind mit dem direkten Dienstvorgesetzten zu klären. In dem Klärungsverfahren sind die Aspekte zu prüfen, ob diese Dienstreise tatsächlich dringend geboten ist, ob das Risiko einer Infektion erheblich ist (Zusammensetzung der Teilnehmenden/Art der Zusammenkunft) und ob eine mögliche Rückverfolgung von potentiell infizierten Personen gelingt. 

c) Alle zugelassenen Dienstfahrten sind, soweit dies möglich ist, mit einem Dienstfahrzeug durchzuführen.

5) Publikumsverkehr

Das Bischöfliche Generalvikariat Hildesheim mit seinen Außenstellen, alle weiteren Verwaltungseinrichtungen (z.B. Rendanturen, Pfarrbüros), alle diözesanen Tagungshäuser, alle unselbstständigen Einrichtungen (z.B.: ka.punkt, KIZH), alle Beratungsstellen der Ehe-Familien- und Lebensberatung, das Dommuseum, die Dombibliothek und das Bistumsarchiv für den Publikumsverkehr sind zu schließen. Ausnahmen sind nur im Einzelfall in Rücksprache mit den jeweiligen Dienstvorgesetzten und bei Einhaltung der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts möglich und zu dokumentieren.

Verhaltensregeln

Damit sich Keiner ansteckt- Richtig Husten und Niesen

Händewaschen - 5 Schritte