20.05.2017, 5. Woche der Osterzeit

Bernhardin von Siena, Ordenspriester, Volksprediger (1444)

Tagesevangelium

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.
Das alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Joh 15,18-21

Lesung 1

In jenen Tagen kam Paulus nach Derbe und nach Lystra. Dort war ein Jünger namens Timótheus, der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen.
Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikónion empfohlen worden.
Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen und ließ ihn mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten, beschneiden; denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war.
Als sie nun durch die Städte zogen, überbrachten sie ihnen die von den Aposteln und den Ältesten in Jerusalem gefassten Beschlüsse und trugen ihnen auf, sich daran zu halten.
So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt und wuchsen von Tag zu Tag.
Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde, das Wort in der Provinz Asien zu verkünden, reisten sie durch Phr&yacutegien und das galátische Land.
Sie zogen an M&yacutesien entlang und versuchten, Bith&yacutenien zu erreichen; doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht.
So durchwanderten sie M&yacutesien und kamen nach Tróas hinab.
Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision. Ein Mazedónier stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedónien und hilf uns!
Auf diese Vision hin wollten wir sofort nach Mazedónien abfahren; denn wir waren überzeugt, dass uns Gott dazu berufen hatte, dort das Evangelium zu verkünden.

Apg 16,1-10