Heizungsoptimierung

Die Heizungssysteme in Kirchengemeinden sind vielfältig und teilweise sehr komplex.
Oftmals ergeben sich erstaunliche Probleme:
Die Heizung läuft im Sommer durch, die Heizungspumpen stehen auf Stufe 3, die Absenkzeiten sind nicht korrekt eingestellt, der Außentemperaturfühler hängt falsch oder funktioniert nicht, die Heizkurve ist zu hoch eingestellt, die Wartungsverträge wurden gekündigt, weil man die Wartungskosten einsparen möchte, die Kirchenheizung wird nur mit Handbetrieb gesteuert und die Heizungsanlage wird von ehrenamtlichen Gemeindemitgliedern bedient.
Aber nicht nur der Nutzer spielt eine entscheidende Rolle, auch der Kreislauf zwischen Wärmeerzeuger, Wärmeverteilung und der Wärmeübergabe ist von Bedeutung.

Die Heizung auf die Gebäude der Kirchengemeinde abzustimmen ist daher wichtig.

Wir  vermitteln Ihnen einen Energieberater, der Ihr Heizungungssystem analysiert, optimiert und Sie in die Steuerung einweist.

Gefördert wird die Prüfung, Einstellung, Einweisung und Dokumentation von:

  •  Heizungssystemen im Bestand,
  • nach Einbau eines neuen Wärmeerzeugers und oder Umwälzpumpe und/oder
  • nach einer energetischen Sanierung der Bausubstanz eines Gebäudes.

Antragsverfahren

  • Schritt 1: Antrag an das Bistum (Antragsformular).  Wir vermitteln Ihnen einen vom Bistum geschulten Energieberater.
  • Schritt 2: Vor Ort Termin mit Analyse und Beurteilung des vorhandenen Heizungssystems, Optimierung der Heizungsanlage und der vorhandenen Heizkreise. Einweisung der Verantwortlichen in die Funktion der Heizungsanlagen und Steuerung. Berichterstellung über die durchgeführten Maßnahmen.  Tipps und Tricks für die weitere Bedienung.
  • Schritt 3: Zur Abrechnung st der Bericht beizulegen. Nach Prüfung der Unterlagen werden die Fördermittel ausgezahlt.

Wie sieht die Förderung aus?

  • Das Bistum gewährt einen Zuschuss je Gebäude in Höhe von 250,-€  je förderfähige Prüfung, Einstellung und Einweisung eines Heizungssystems durch einen speziell geschulten Energieberater.

Was benötigen wir von der Gemeinde?

  • KV Beschluss für die Kostenübernahme und die Unterstützung eines Energiebeauftragten.

Fragen & Antworten

Prüfung Witterungsführung

An der zentralen Regelungseinheit am Heizkessel wird in der Abhängigkeit der Außenwitterung  die erforderliche Energiezufuhr eingestellt. Dabei wird die Vorlauftemperatur an die Außentemperatur angepasst.(Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizwassers, das den Kessel verlässt und zu den Heizkörpern fließt.) 

Je kälter es draußen wird, desto heißer soll das Heizungswasser in den Heizkörpern werden. Bei einer wärmeren Außentemperatur soll die Vorlauftemperatur reduziert werden.

Besteht bereits ein Außenfühler, der den Abgleich mit der Regelung vornimmt?

Prüfung der Absenkzeiten

Wenn in der Heizperiode weniger Energie benötigt wird reguliert die Nachtabsenkung der Heizung die Verringerung der Raumtemperatur bei einer längerer Abwesenheit oder nachts. Dabei wird an der Regelung die Vorlauftemperatur abgesenkt (Nachtabsenkung) oder der Heizkessel sogar ganz abgeschaltet (Nachtabschaltung).
Ist die Nachtabsenkung richtig eingestellt?

Heizkurve und Steilheit für alle Heizkreise

Das Verhältnis von Außen- und Vorlauftemperatur kann über eine Verschiebung der Heizkurve verstellt werden.

Pumpeneinstellung

Moderne Regelungen schalten nicht nur ein oder aus, sondern passen die Drehzahl der Pumpen den jeweiligen Anforderungen an (z.B. während der Nachtabsenkung).

Heizungsregelung

Ältere Heizkessel laufen mit einer konstanten Kesseltemperatur und einer einfachen Ein/Aus Regelung des Brenners. Ist die Uhrzeit korrekt eingestellt? Ist eine Umstellung von Winter- auf Sommerzeit vorgesehen, vor allem, wenn die Heizung auch zur Warmwasserbereitung in Betrieb ist? Können Belegzeiten (Gottesdienstzeiten) für die jeweiligen Gebäude programmiert werden? Werden vorgenommene Änderungen wieder bereinigt? (Änderung der Gottesdienstzeiten zu Weihnachten?)

Wer kennt sich aus?

Die modernste Regelung nützt nichts, wenn sie nicht genutzt wird, falsch eingestellt ist oder in Unkenntnis falsch bedient wird. Kennen sich Gemeindemitglieder mit der richtigen Programmierung der Regelung aus?

Wie passt man das Heizverhalten an die optimierte Heizung an?

Vermeiden Sie ein ständiges Auf- und Abdrehen der Thermostate.

  • Wählen Sie die Einstellung am Thermostat, bei der die gewünschte Behaglichkeit in den Räumen erreicht wird und behalten Sie diese bei.
  • Die Heizkörper müssen nicht immer warm sein.
    Es ist eher entscheidend, dass im Raum die gewünschte Temperatur erreicht wird. Da sich die Wärmemenge  – über den Tag gesehen – besser verteilen kann und die Heizung effizienter läuft, ist der Energieverbrauch geringer, obwohl eine ständige Beheizung des Raumes mit einer gewählten Thermostateinstellung stattfindet.
  • Richtig Lüften: Vermeiden Sie ein Auskühlen der Räume durch dauerhaft gekippte Fenster. Lüften Sie die Räume lieber ca. 5 Minuten lang. Wichtig ist, solange zu lüften, dass die verbrauchte Luft ausgetauscht wird, die Wände aber noch nicht auskühlen.
  • Während der Heizperiode schaltet sich manchmal die Heizung aus.
    Dies liegt daran, dass sich jetzt die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der aktuellen Außentemperatur, an den neuen Wärmebedarf des Gebäudes anpasst. Ist eine bestimmte Außentemperatur erreicht, bei der das Gebäude keine Wärme mehr benötigt, schaltet sich der Kessel automatisch ab.