Hydraulischer Abgleich

Klicken Sie sich auf das Bild und erfahren Sie, wie ein Heizungssystem in einem Gebäude funktioniert.  https://ratgeber.co2online.de/hydraulischerabgleich/extern  www.meine-heizung.de

Im Normalbetrieb erwärmt der Heizkessel das Wasser, das von den Heizungspumpen durch die Heizrohre zu den Heizkörpern transportiert wird. Die Heizkörper geben die Wärme an den Raum ab und das abgekühlte Wasser fließt wieder zum Heizkessel zurück. 

In den meisten Gebäuden werden die Räume aber ungleichmäßig beheizt. Zimmer, die vom Heizkessel weiter entfernt sind – z.B. im Dachgeschoss, werden nicht richtig warm und Räume die nah an der Heizzentrale liegen, werden zu warm, so dass man mehr lüften muss.

Größere Heizungspumpen und höhere Vorlauftemperaturen an der Heizung können dieses Problem kurzfristig lösen – allerdings mit einem erhöhten Energieverbrauch und ggf. störenden Fließgeräuschen in den Heizkörpern.

 

Durch einen hydraulischen Abgleich des Heizsystems wird die Wärme im Haus bedarfsgerecht verteilt.

 

Von einem geschulten Energieberater werden dabei alle Komponenten der Heizungsanlage erfasst, berechnet und auf den Energiebedarf des Hauses abgestimmt.  Ggf. müssen Thermostatventile nachgerüstet werden. Nach dem diese auf den richtigen Bedarf eingestellt wurden, wird die Wärme wieder gleichmäßig und effizient im Haus verteilt.

 

Der hydraulische Abgleich der Heizung ist also eine sehr effektive Maßnahme, um mit vergleichsweise geringem Aufwand Heizkosten zu sparen.

Gefördert werden:

  • die Berechnung und
  • die Durchführung des hydraulischen Abgleichs für Heizungssysteme.  

Antragsverfahren

  • Schritt 2: Wir vermitteln Ihnen einen vom Bistum geschulten Energieberater der die benötigte Wärmemenge der einzelnen Räume ermittelt. Dabei werden die Heizkörper, die Verteilleitungen und die Eigenschaften des Gebäudes berücksichtigt. Er berechnet die notwendige Heizwassermenge und die richtige Pumpenleistung.
  • Schritt 3: Angebotseinholung und Beauftragung zum Einbau der Thermostate von Fachfirmen durch die Kirchengemeinde. Die Thermostatventile werden von der Fachfirma eingebaut und nach den Berechnungen eingestellt. Jeder Heizkörper erhält jetzt die Wärme, die er benötigt, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
  • Schritt 4: Der Energieberater überprüft die eingestellten Thermostatventilen und nimmt die Maßnahme ab
  • Schritt 5: Zur Abrechnung ist die Rechnung des Fachbetriebs und die Bestätigung des Energieberaters (VdZ- Formular Einzelmaßnahme) einzureichen. Nach Prüfung der Unterlagen werden die Bistums-Fördermittel ausgezahlt. Die staatlichen Fördermittel werden der Kirchengemeinde von der BAFA überwiesen.

Förderfähige Thermostatventile mit automatischer Durchflussregelung:

Hersteller Ventiltyp / Ventilbezeichnung
  • Heimeier (IMI Hydronic Engineeering)
Eclipse / A-Exakt
  • Danfoss
Dynamic Valve - RA-DV
  • Oventrop

Baureihe „AQ“ mit Standard-Ventileinsatz „QA“ -

Versch. Baureihen (Sonderbauformen) mit Standard-Ventileinsatz „QA“  

  • Weitere Ventile nach Absprache

Wie sieht die Förderung aus?

  • Das Bistum gewährt einen Zuschuss in Höhe von 30% der Nettoinvestitionskosten zur Durchführung des hydraulischen Abgleichs. 
  • Mit staatlichen Fördermitteln duch die BAFA erhöht sich der Zuschuss um weitere 30% der Nettoinvestitionskosten
  • Förderfähige Gesamtkosten sind die Bereschnung durch den Energieberater und die  Thermostatventile mit automatischer Durchflussregelung incl. deren Montage. 

Was benötigen wir von der Gemeinde?

  • KV Beschluss für die Kostenübernahme und die Unterstützung eines Energiebeauftragten.

Fragen & Antworten

Wann ist ein hydraulischen Abgleich notwendig?

  • Obwohl die Heizung voll aufgedreht ist, werden einige Räume warm, andere dagegen können nicht richtig beheizt werden.
  • Man muss die Thermostatventile stärker Öffnen bzw. Schließen um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen.
  • Es  treten Strömungsgeräusche in Heizkörpern, Leitungen und Ventilen auf.
  • Die Rücklauftemperaturen der Heizung sind zu hoch oder zu niedrig.
  • Es wurden Modernisierungsmaßnahmen am Gebäude durchgeführt z.B. die nachträgliche Dämmung der obersten Geschossdecke. Die Heizung wurde jedoch nicht an den neuen Heizwärmebedarf angepasst.
  • Ein neuer Wärmeerzeuger wurde nachträglich eingebaut. Für den einwandfreien Betrieb der Anlage ist dann ein hydraulischer Abgleich erforderlich und nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) vorgeschrieben.

Was ist nach dem hydaulicher Abgleich zu beachten?

  • Vermeiden Sie ein ständiges Auf- und Abdrehen der Thermostate. Wählen Sie die Einstellung am Thermostat, bei der die gewünschte Behaglichkeit in den Räumen erreicht wird und behalten Sie diese bei.
  • Die Heizkörper müssen nicht immer warm sein. Es ist eher entscheidend, dass im Raum die gewünschte Temperatur erreicht wird. Da sich jetzt die Wärmemenge  – über den Tag gesehen – besser verteilen kann und die Heizung effizienter arbeitet, ist der Energieverbrauch geringer, obwohl eine ständige Beheizung des Raumes mit einer gewählten Thermostateinstellung stattfindet.
  • Richtig Lüften: Vermeiden Sie ein Auskühlen der Räume durch dauerhaft gekippte Fenster. Lüften Sie die Räume lieber ca. 5 Minuten lang. Wichtig ist, solange zu lüften, dass die verbrauchte Luft ausgetauscht wird, die Wände aber noch nicht auskühlen.
  • Während der Heizperiode schaltet sich manchmal die Heizung aus. Dies liegt daran, dass sich jetzt die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit der aktuellen Außentemperatur, an den neuen Wärmebedarf des Gebäudes anpasst. Ist eine bestimmte Außentemperatur erreicht, bei der das Gebäude keine Wärme mehr benötigt, schaltet sich der Kessel automatisch ab.

FEST Heildeberg Broschüre: Richtig Lüften