Einbau von Wärmemengenzählern

In vielen Kirchengemeinden wird der Wärmeverbrauch mehrerer Gebäude über nur einen Hauptzähler erfasst und abgerechnet. Dies hat den Nachteil, dass man nicht erkennen kann, wie viel Wärme welches Gebäude verbraucht. Ohne diese Transparenz ist es nicht möglich, gezielt Schwachstellen zu identifizieren.

  • Angesichts steigender Energiepreise ist eine separate Erfassung mit Hilfe von zusätzlich eingebauten Wärmemengenzählern für ein sinnvolles Energiemanagement umso bedeutender geworden.
  • Wärmemengenzähler sind Messgeräte die – ähnlich wie die Heizkostenverteiler – den Wärmeverbrauch ermitteln. Im Gegensatz zu Heizkostenverteilern messen sie aber den Durchfluss von Heizungswasser innerhalb der Heizung.

Antragsverfahren

  • Schritt 1: Angebotseinholung zum Einbau der Wärmemengenzähler von Fachfirmen durch die Kirchengemeinde.
  • Schritt 3: Beauftragung des Fachbetriebs durch die Kirchengemeinde nach einem positiven Bewilligungsbescheid.
  • Schritt 4: Zur Abrechnung ist die Rechnung des Fachbetriebs einzureichen. Nach Prüfung der Unterlagen werden die Bistums-Fördermittel ausgezahlt.

Wie sieht die Förderung aus?

Das Bistum gewährt einen Zuschuss in Höhe von 40% der Nettoinvestitionskosten, maximal jedoch 350,- € je förderfähigem Wärmemengenzähler.

Was muss die Gemeinde tun?

  • KV Beschluss für die Kostenübernahme und die Unterstützung eines Energiebeauftragten.

Fragen & Antworten

Wie funktioniert der Wärmemengenzähler?

Ein Wärmemengenzähler besteht aus einem Rechenwerk, zwei Temperaturfühlern und einem Durchflusssensor. Der erste Fühler misst die Vorlauf-, der zweite die Rücklauftemperatur innerhalb des Heizstranges. Er berechnet aus der Temperaturdifferenz von Vor- und Rücklauf und dem Volumen des Heizungswassers, das über den jeweiligen Heiz-strang gelangt ist, die verbrauchte Wärmeenergie.

Die Menge kann dann tages-, monats- oder jahresweise abgelesen werden. Durch die elektronische Messung können die gewonnenen Daten schnell und einfach auf dem vorhandenen Display abgerufen werden, oder auch kabelgebunden oder kabellos ausgelesen und verwaltet werden.

Welche Bauarten gibt es?

Wärmemengenzähler gibt es in verschiedenen Bauarten. Insbesondere gibt es
Kompaktwärmezähler, die mit einem Rechenwerk und Volumenmessteil innerhalb des Gehäuses ausgestattet sind. Das Volumenmessteil kann mechanisch oder als Ultraschalldurchflussmesser ausgestattet sein. Das Temperaturfühlerpaar wird von außen angeschlossen.

Wärmemengenzähler mit Ultraschalldurchflussmesser bieten gegenüber den mechanischen Wärmezählern folgende Vorteile:

Sie messen genau und  da sie über keine beweglichen Teile im Messrohr verfügen sind so gut wie verschleißfrei.
Desweiteren sparen sie Heizungspumpenenergie, weil sie nur einen geringen Druckverlust im Heizstrang erzeugen.

Welche Hersteller sind zu empfehlen?

Die folgende Aufstellung listet nur ein Teil der empfohlenen Hersteller auf:

Was ist nach dem Einbau zu beachten?

Werden Wärmezähler zur Abrechnung von Heizkosten eingesetzt, müssen sie in Deutschland auf Grund des Eichgesetzes geeicht sein. Die Eichgültigkeit beträgt bei Wärmemengenzählern fünf Jahre.

Was ist bei der Neumontage bzw. Erstmontage zu beachten?

Da Wärmemengenzähler gemäß Eichgesetz alle 5 Jahre getauscht werden müssen oder defekt gehen können, ist die Montage von Kugelhähnen  vor und nach dem Wärmemengenzähler dringend zu empfehlen. So kann das Messgerät zu einem späteren Zeitpunkt problemlos ohne aufwändiges Entleeren des Heizkreises getauscht werden.