Kreuzweg der Schöpfung

Mit dem Kreuzweg der Schöpfung macht das Bistum Hildesheim jedes Jahr auf Orte aufmerksam, an denen Gottes Schöpfungswerk durch uns Menschen zerstört wird. Gorleben, die Asse, Tiermastfabriken aber auch Industriestandorte wie Wolfsburg geben dabei Anlass, über unseren eigenen Lebensstil und seine Auswirkungen auf unsere Umwelt, den Planeten und die künftigen Generationen von Menschen nachzudenken und unsere Schuld vor Gott zu tragen.

Der Kreuzweg der Schöpfung ist eine Initiative des Bistums Hildesheim in Kooperation mit katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden vor Ort. Angesichts fortschreitender Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeiten durch den globalen Klimawandel wollen wir als Christen das Kreuz der Verantwortung auf uns nehmen.

6. Kreuzweg der Schöpfung 2016

Ökumenischer Kreuzweg der Schöpfung zwischen Verden und Salzgitter / Auftakt in Hannover

Sonntag, 21. Februar 2016: Flüchtlinge und Fluchtursachen

15.00 Uhr Katholische Kirche St. Heinrich (Sallstraße 74, 30171 Hannover)

16.30 Uhr Maschsee

Predigt: Stephan Weil, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen

Mitgetragen von der katholischen Region Hannover (anschließend Einladung zur Begegnung am Maschsee)

Gebet

Verantwortung für die Welt

Herr,
unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse,
Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns Mut und Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
damit unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namen Mensch tragen. 

Gebet der Vereinten Nationen

Das bolivianische Schöpfungskreuz

Seit 2014 wird in der Hl.-Kreuz-Kirche in Hildesheim das Schöpfungskreuz aus Bolivien aufbewahrt, das an die Allianz für die Schöpfung erinnert.

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Ein Anlass zum Nachdenken

Die KirchenZeitung berichtet über den 6. Kreuzweg der Schöpfung

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Umweltleitlinien des Bistums Hildesheim

Die Zeit zum Handeln ist JETZT!

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Sonntag, 28. Februar 2016: Erdgasförderung

14.00 Uhr Freilichtbühne Holtebüttel (Zur Freilichtbühne 19, Langwedel)

14.30 Uhr Friedhofskapelle in Schülingen (Schülinger Straße, Langwedel)

15.30 Uhr Evangelische Kapelle in Völkersen (Kapellenweg 10, Langwedel – Völkersen)

Ansprache: Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, Präsident Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Mitgetragen vom Dekanat Verden, dem Ev.-luth. Kirchenkreis Verden und den Bürgerinitiativen (anschließend Einladung zu heißen und kalten Getränken im Gemeindehaus in Völkersen)

Sonntag 6. März 2016: Atommüllendlager Schacht Konrad: Glanz und Elend der Menschen

15.00 Uhr Infostelle Konrad (Chemnitzer Str. 27, 38226 SZ-Lebenstedt: ab 14.00 Uhr geöffnet!)

15.45 Uhr Bundesamt für Strahlenschutz

16.15 Uhr Kath. Kirche St. Michael (Saldersche Straße 1-3, 38226 Salzgitter-Lebenstedt)

Predigt: Domkapitular Propst Reinhard Heine, Braunschweiger Regionaldechant

Mitgetragen vom Dekanat Goslar-Salzgitter und der katholischen Region Braunschweig

Rückblick zum "Kreuzweg der Schöpfung"

Veranstaltungen der vergangenen Jahre

5. Kreuzweg der Schöpfung 2015

8. März 2015, 13.30 Uhr: Zwischenlager in Gorleben

Vom Zwischenlager in Gorleben zu den Gorlebener Kreuzen (Abschluss mit dem sonntäglichen Gorlebener Gebet)

Predigt: Pastor i. R. Kurt Schaefer aus Otterndorf, 1985 Initiator eines Kreuzweges für die Schöpfung von Krümmel nach Gorleben

Mitgetragen von der Pfarrgemeinde St. Agnes in Lüchow und St. Peter und Paul in Dannenberg, dem Dekanat Lüneburg und der evangelischen Propstei Lüchow-Dannenberg (anschließend Einladung zu Kaffee, Tee und Kuchen in das Gasthaus Wiese in Gedelitz).

15. März 2015, 15.00 Uhr: Mittellandkanal Wolfsburg (hinter dem phaeno)

Vom VW-Werk zur E-Mobility-Station

Predigt: Bischof Norbert Trelle, Bistum Hildesheim (Statements von Günter Damme, Leiter Umwelt/VW-Konzernforschung, und Monsignore Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von Misereor)

Mitgetragen von der Diözesanstelle Weltkirche, der Bolivienkommission des Bistums Hildesheim, der Pfarrgemeinde St. Christophorus und dem Dekanat Wolfsburg-Helmstedt (anschließend Einladung zu Kaffee, Tee und Kuchen; ab 17.30 Uhr Rückfahrgelegenheit zum phaeno).

22. März 2015, 16.30 Uhr: Ev. Kirche St. Barbara in Wittmar

Von der evangelischen Kirche St. Barbara zum Asse-Schacht (Abschluss um 18.00 Uhr mit der vierteljährlichen Asse-Andacht)

Predigt: Domkapitular Reinhard Heine, Propst in St. Aegidien und Dechant der Region Braunschweig

Mitgetragen von der evangelischen Kirchengemeinde St. Barbara, der katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus in Wolfenbüttel, der Kolpingfamilie Wolfenbüttel, der Pfarrerin für Frauenarbeit in der Landeskirche Braunschweig, der Pax Christi Gruppe aus Braunschweig und dem Dekanat Braunschweig (anschließend Einladung zu Getränken und kleinem Imbiss in der Asse-Informationsstelle des Bundesamtes für Strahlenschutz; ab 19.00 Uhr Rückfahrgelegenheit nach Wittmar).

Veranstalter: 

Bistum Hildesheim in Zusammenarbeit mit evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort 

ViSdP: Jürgen Selke-Witzel, Diözesanbeauftragter für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, 0170 6152027, umwelt(ät)bistum-hildesheim.de

4. Kreuzweg der Schöpfung 2014

9. März 2014, 14.00 Uhr: Domhof in Hildesheim

Vom Domhof zur St.-Martinus-Schule Himmelsthür

Predigt: Dr. Werner Schreer, Generalvikar des Bistums Hildesheim

(mitgetragen von der Schulgemeinschaft der St.-Martinus-Schule Himmelsthür und der Diözesanstelle Weltkirche/Bolivienkommission; anschließend Einladung zu Getränken und Kuchen, ab 16.30 Uhr Mitfahrgelegenheit zurück zum Domhof)

16. März 2014, 14.00 Uhr: Gorlebener Kreuze (vor dem Erkundungsbergwerk)

Von den Gorlebener Kreuzen zur evangelischen Kirche in Gorleben (Beginn mit dem sonntäglichen Gorleben Gebet)

Statt einer Predigt: Propst Stephan Wichert von Holten im Gespräch mit Prof. Dr. Georg Milbradt, ehemaliger sächsischer Ministerpräsident und für die kath. Kirche Mitglied der Bund- Länder-Kommission zur Endlagersuche

(mitgetragen von der Pfarrgemeinde St. Agnes in Lüchow und St. Peter und Paul in Dannenberg, dem Dekanat Lüneburg und der evangelischen Propstei Lüchow-Dannenberg; anschließend Einladung zu Getränken und Keksen, ab 16.30 Uhr Mitfahrgelegenheit zurück zum Erkundungsbergwerk)

23. März 2014, 16.30 Uhr: Ev. Kirche St. Barbara in Wittmar

Von der evangelischen Kirche St. Barbara zum Asse-Schacht (Abschluss um 18.00 Uhr mit der vierteljährlichen Asse-Andacht)

Predigt: Antje Niemisch-Lennartz, Justizministerin des Landes Niedersachsen

(mitgetragen von der evangelischen Kirchengemeinde St. Barbara, der katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus in Wolfenbüttel, der katholischen Grundschule Harztorwall, der Pfarrerin für Frauenarbeit in der Landeskirche Braunschweig, der Pax Christi Gruppe aus Braunschweig; vorher ist ab 14.00 Uhr die Asse-Informationsstelle des Bundesamtes für Strahlenschutz geöffnet, dort Einladung zu Getränken und Keksen; ab 18.30 Uhr Mitfahrgelegenheit zurück nach Wittmar)

 

Veranstalter:

Bistum Hildesheim in Zusammenarbeit mit evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort

ViSdP: Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim, die Diözesanstelle Weltkirche und die Hauptabteilung Pastoral

Jürgen Selke-Witzel, Diözesanbeauftragter für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, 0170 6152027, umwelt@bistum-hildesheim.de

3. Ökumenischer Kreuzweg der Schöpfung 2012

Über 750 Menschen sind den 3. Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung an vier Fastensonntagen mitgegangen. In Wietze und an der Asse und in Salzgitter nahe bei Schacht Konrad sowie in Dannenberg trugen sie gemeinsam das 4,50 Meter hohe und 2,50 Meter breite Holzkreuz mit sich. Singend und betend brachten sie ihre Sorgen um die Bedrohungen der Schöpfung zum Ausdruck. "Diese Orte symbolisieren Grenzüberschreitungen unseres Konsums", sagte der Landesbischof der ev.-lutherischen Kirche Hannovers, Ralf Meister, in Wietze, "Wir essen zu viel Fleisch wir verbrauchen zu viel Energie. Wir haben es auf die Spitze getrieben: immer mehr, immer billiger und das alles, ohne genügend an die Folgen zu denken."

In Gorleben wurde das Kreuz dauerhaft bei den Gorlebener Kreuzen vor dem Erkundungsbergwerk aufgestellt. 

In Verantwortung für unser Handeln und für unseren Lebensstil sind wir den Ökumenischen Kreuzweg der Schöpfung in der österlichen Bußzeit gemeinsam gegangen.

Wir gehen diesen Weg, weil wir an die Kraft des Gebets glauben.

Wir gehen diesen Weg, weil wir damit Gottes geknechteter Schöpfung eine Stimme geben.

Wir gehen diesen Weg, weil wir mit Gottes Hilfe die Welt verändern können.

Wir danken allen, die diesen Weg gemeinsam mit uns gegangen sind, und allen, die die Stationen vorbereitet haben.

Elisabeth Eicke, Vorsitzende des Diözesanrates der Katholiken

Michael Czech, Diözesanstelle Weltkirche

Jürgen Selke-Witzel, Umweltbeauftragter der Diözese Hildesheim

Martin Wrasmann, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Pastoral 

26. Februar 2012, 15.00 Uhr: Wietze (bei Celle)

Von der Hähnchenschlachtanlage zur kath. Kirche Maria Hilfe der Christen in Wietze

Predigt: Ralf Meister, Bischof der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

4. März 2012, 15.00 Uhr: Asse

Von der ev. Kirche in Remlingen zum Atommülllager Asse II

Predigt: Norbert Trelle, Bischof der Diözese Hildesheim

11. März 2012, 17.00 Uhr: Schacht Konrad

Kath. Kirche St. Bernward in SZ-Thiede

Predigt: Viola von Cramon, MdB

Teilnahme an der Lichterkette von Braunschweig über Asse/Wolfenbüttel nach Schacht Konrad/Salzgitter anlässlich des Fukushima-Jahresgedächtnisses

18. März 2012, 12.00 Uhr: Dannenberg

Vom Verladekran für Castorbehälter in Dannenberg zur kath. Kirche St. Peter und Paul, anschließend Weiterfahrt nach Gorleben

14 Uhr Gorleben-Gebet (beim Erkundungsbergwerk)

Predigt: Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor des "Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (FIPH)"

Aufstellen des Asse-Kreuzes bei den Gorlebener Kreuzen zum dauerhaften Verbleib

2. Ökumenischer Kreuzweg der Schöpfung 2011

"Dein Reich komme, ..."

Der Ökumenische Kreuzweg der Schöpfung 2011 verbindet ganz unterschiedliche Orte in Niedersachsen, die aber alle in der Diözese Hildesheim liegen.

An fünf Sonntagen in der Fastenzeit wird das Asse-Kreuz schweigend und betend durch Hannover, Bremerhaven, Gorleben, Salzgitter und Remlingen getragen. Evangelische und katholische Christen wollen damit auf die akute und massive Bedrohung der Schöpfung weltweit aufmerksam machen. Dabei stehen die geplanten, genehmigten bzw. faktischen Atommüll(end)lager für den Energiehunger unserer Konsumgesellschaft bzw. für die nach wie vor ungeklärte Entsorgungsfrage dieser Energienutzung durch Atomkraft. Die Offshore-Parks in der Nordsee vor Bremerhaven rücken dagegen ein gelungenes Beispiel für eine neue Möglichkeit der regenerativen Energiegewinnung ins Bewusstsein. Entscheidend bleiben politische Entscheidungen, auch auf Landesebene wie in Hannover. Eine demokratisch verfasste Gesellschaft kann sich für nachhaltige Energiegewinnung entscheiden. 25 Jahre nach Tschernobyl ist es an uns, die richtigen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu treffen. Indem wir während des Ökumenischen Kreuzweges der Schöpfungung selbst das Kreuz tragen, bekennen wir uns zu unserer Verantwortung, zu unserer Mitschuld und zu unserem Versagen. Wir selbst tragen durch unseren Lebensstil dazu bei, dass der Raubbau an der Natur wirtschaftlich lukrativ bleibt. Als Christen stellen wir uns dieser Verantwortung.


Der Ökumenische Kreuzweg der Schöpfung 2011 steht unter dem Leitwort "Dein Reich komme, ..." Die Vaterunser-Bitte wird an allen fünf Sonntagen immer wieder auf unterschiedliche Art und Weise aufgegriffen. In Hannover wird Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert seine eigene Übersetzung auslegen: "Dein Reich kommt, wenn Dein Wille geschieht". Der Kreuzweg beginnt am Neuen Rathaus mit Propst Martin Tenge, mit der Leiterin der Diözesanstelle Weltkirche, Dr. Katharina Bosl von Papp und dem Umweltbeauftragten der Diözese Hildesheim, Jürgen Selke-Witzel.

An jedem Sonntag wird am Kreuz mit dem Holz aus der Asse eine Tontafel mit dem jeweiligen Ort befestigt. Damit wird am 10. April 2011 deutlich sein, dass die strahlende Altlast in der Asse, das Versagen der Wissenschaftler und Politiker, die Ängste der Menschen nicht isoliert zu betrachten sind. Der verantwortliche Umgang mit den 140.000 Fässern schwach- und radioaktiven Mülls verbindet uns mit den Menschen in Hannover, Bremerhaven, Gorleben und Salzgitter. Erst das Schweigen, Vertuschen und Wegsehen lässt die Menschen sich allein und isoliert fühlen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit der Natur - bzw. wie wir Christen glauben wollen mit Gottes guter Schöpfung - verbindet uns im 21. Jahrhundert mit allen Menschen auf dieser Erde. Der globale Klimawandel ist nur gemeinsam zu steuern und zu bewältigen. Deshalb lenken wir besonders auch den Blick auf die Menschen in Bolivien, die schon heute von diesem Klimawandel in ihrem Alltag durch Wassermangel bzw. Überschwemmungen betroffen sind. Der Bischof von Aiquile, Jorge Herbas ofm, ist in diesen Tagen in Bremerhaven und Gorleben, um sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen und sich zu solidarisieren. Auch dafür soll dieser Ökumenische Kreuzweg der Schöpfung stehen: Bewusstsein schaffen über die eigene Betroffenheit hinaus hin zu einer globalen Soldarität und Vernetzung.

Veranstaltet von der Diözese Hildesheim (Der Umweltbeauftragte, Bolivienkommission, Diözesanrat der Katholiken, Diözesanstelle Weltkirche, Hauptabteilung Pastoral) mit evangelischen und katholischen Christen und Kirchengemeinden vor Ort. Anfragen beantwortet gern Jürgen Selke-Witzel per E-Mail: umwelt(ät)bistum-hildesheim.de oder telefonisch: 0170 6152027.

Stationen 

Hannover, 13. März um 15.00 Uhr

Verantwortung übernehmen

Trammplatz vor dem Neuen Rathaus - Umweltministerium – Basilika St. Clemens

Ansprache: Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, Thema: "Dein Reich kommt, wenn Dein Wille geschieht" 

Bremerhaven, 20. März um 15.00 Uhr

Globale Gerechtigkeit schaffen

Edith-Stein-Schule – Alfred-Wegener-Institut - Klimahaus – kath. Kirche St. Marien

Ansprache: Prälat Dr. Werner Schreer, Generalvikar der Diözese Hildesheim

Gorleben, 27. März um 14.00 Uhr

Zukunft gewinnen

Gorlebener Kreuze (zwischen Forschungsbergwerk und Zwischenlager an der K2 ) – alter Trebeler Kirchweg – ev. Kirche in Trebel

Ansprache: Rebecca Harms, Mitglied des Europäischen Parlaments

Salzgitter, 3. April um 15.00 Uhr

Lasten tragen

Kath. Kirche St. Joseph – ev. Kirche St. Andreas – Bundesamt für Strahlenschutz – kath. Kirche St. Michael

Ansprache: Elisabeth Eicke, Vorsitzende des Landeskatholikenausschusses Niedersachsen 

Remlingen, 10. April um 15.00 Uhr

Zerrissenheit aushalten

Ev. Kirche in Remlingen (am Bahnhof) – Schulzentrum – Asse-Schacht – Asse-Informationszentrum

Ansprache: Prof. Dr. Friedrich Weber, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig

Texte  - Bildergalerie  -  Pressemitteilungen

 (Stand: 14. April 2011)

1. Ökumenischer Kreuzweg 2010

"Wie viele Planeten haben wir eigentlich?"

Der jüngste Vorschlag des Bundesamtes für Strahlenschutz, den in der Asse eingelagerten Atom-Müll zu bergen und nach Schacht Konrad zu verbringen, führt bei den einen Betroffenen zu Erleichterung, bei den anderen zu größter Sorge. Als Kirche wollen wir besonders den Menschen nahe sein, die ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder gefährdet sehen.

Aber wir richten in unserer Verantwortung für die gesamte Schöpfung Gottes unseren Blick auch über die eigene Region hinaus. So macht das ungelöste Problem der Endlagerung atomaren Mülls offenbar, wie unbedacht wir in den letzten vier Dekaden gelebt und gewirtschaftet haben. In unbegrenztem Vertrauen auf technische Machbarkeit und quantitatives Wachstum haben wir Gottes Schöpfung an den Rand der Zerstörung gebracht. Der von uns Bewohnern der Industrieländer verursachte Klimawandel fügt zahllosen Menschen in den sog. Entwicklungsländern unsägliches Leid zu und stellt die Zukunft unserer Kinder in Frage. Er ist damit zu einem Problem internationaler und intergenerationeller Gerechtigkeit geworden.

Als Kirche von Hildesheim wollen wir uns dieser unserer Verantwortung für Gottes Schöpfung stellen. Im Vertrauen darauf, dass Jesus sie mit uns trägt, nehmen wir die Last unserer vergangenen Lebensweise auf uns und tragen sie vor Gott. So laden wir an jedem Sonntag in der Fastenzeit ein, gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern aus anderen Kirchen sowie mit allen Menschen guten Willens einen Kreuzweg der Schöpfung zu gehen.

21.02. Asse (Infostelle) – Wittmar, St. Barbara

Die Lasten unseres Lebensstils tragen

Dr. Werner Schreer, Generalvikar des Bistums Hildesheim

28.02. Wolfenbüttel, Thomas-Kirche – Wolfenbüttel, St. Petrus

Die Erde für folgende Generationen bewahren

Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis Wolfenbüttel

07.03. Salzgitter-Thiede, St. Bernward – Volkswagen-Werk - 

Beddingen, Petruskirche

Mit den Folgen des Klimawandels umgehen

Prof. Dr. Friedrich Weber, Bischof der ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig

14.03. Salzgitter-Lebenstedt, St. Johannes - Bundesamt für Strahlenschutz – St. Michael

Die politische Verantwortung neu bedenken

Prof. Dr. Josef Sayer, Hauptgeschäftsführer von Misereor

21.03. Salzgitter-Lebenstedt, St. Joseph - Schacht Konrad

Verantwortung in der Region übernehmen

Dipl.-Ing. Wolfram König, Präsident des BA für Strahlenschutz

Misereor Fastenaktion 2009

„Gottes Schöpfung bewahren - damit alle leben können“

Klimawandel und Gerechtigkeit
Das Motto der Misereor Fastenaktion „Gottes Schöpfung bewahren, damit alle leben können“, hört sich gut an und ist schnell dahin gesagt . Aber von „Gottes Schöpfung bewahren“ bis „damit alle leben können“ , ist ein Weg, sogar ein weiter Weg und ein „bewegender“ Weg.

Gehen Sie in dieser Fastenzeit fünf erste Schritte auf diesem Weg, zu mehr Nachhaltigkeit:

  1. Fastensonntag „Schöpfung“ 
    Auf zu großem Fuß? Traumwelten und „ökologischer Fußabdruck“
  2. Fastensonntag „Klimawandel“
    Rastlos durch Raum und Zeit! „Kirchgang“ oder die Gelegenheit zur Entschleunigung
  3. Fastensonntag „Gerechtigkeit“ 
    Kohlenstoffschulden, Energiewende und „grüne Hähne“
  4. Fastensonntag „Hoffnung für die Menschen im Süden?“
    Was kostet die Welt? Konsumrausch und „Ökologischer Rucksack“
  5. Fastensonntag „Zukunft für die nach uns?“
    Wer zahlt die Zeche? Welt und Hoffnung teilen

Umweltbeauftragter für das Bistum Hildesheim

Jürgen Franz Selke-Witzel
Dipl.- Theol., Pastoralreferent
Diözesanreferent für Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 1a
38300 Wolfenbüttel
Tel. 0170/615 20 27
umwelt(ät)bistum-hildesheim.de

Umweltbeauftragter im Interview zu LAUDATO SI´

Jürgen Selke-Witzel äußert sich im Weihnachtspfarrbrief 2015 der Gemeinde St. Josef in Holzminden zur Umweltenzyklika des Papstes (pdf, 652 KB)