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Wenn Wasser außer Kontrolle gerät

Die Wiedergabe dieser beiden gekürzten Meldungen zeigt, wie abhängig die Menschen in Bolivien vom Segen und Fluch des Wassers sind.

Bolivien verhängt Ausnahmezustand wegen Starkregen und Überschwemmungen
Wegen heftiger Regenfälle und Überschwemmungen hat der bolivianische Präsident Evo Morales am Mittwoch den Ausnahmezustand erklärt. Der Ausnahmezustand werde eine bessere Versorgung der von Schlamm- und Gerölllawinen betroffenen Familien ermöglichen, erklärte der Präsident des südamerikanischen Landes in La Paz.

Seit Beginn der Regenzeit im November gab es in Bolivien bereits 14 Tote. Am Dienstagabend hatte ein Bergrutsch mindestens 20 Häuser schwer beschädigt. Der Gouverneur der Region Cochabamba, Iván Reg, beklagte den Tod eines zwölfjährigen Jungen und eines Erwachsenen.

Nach Angaben des Zivilschutzes benötigen etwa 50.000 Menschen Hilfe. Zahlreiche Anbauflächen, vor allem für Reis und Soja, stehen unter Wasser.
(Epoch Times online, 7. Februar 2018)

Schwere Dürre in Bolivien
La Paz (dpa) - Bolivien erlebt die schwerste Dürre seit 25 Jahren. Mehr als 130 000 Familien seien von der seit fünf Monaten anhaltenden Trockenheit betroffen, erklärte die Umweltministerin Alexandra Moreira. Die Regierung habe mit dem Einsatz von 47 Bohrmaschinen ein Programm über 158 Millionen Dollar zum Bau von neuen Grundwasserbrunnen gestartet. Es fehlt an Trinkwasser für Menschen und Tiere, an Viehfutter und an Saatgut. Allein im südöstlichen Departement Santa Cruz de la Sierra errechnet die Landwirtschaft Verluste von umgerechnet 350 Millionen Euro.
(Quelle: Süddeutsche Zeitung, 17. August 2016)