Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Wed, 11 Feb 2026 21:56:15 +0100 Wed, 11 Feb 2026 21:56:15 +0100 TYPO3 EXT:news news-42586 Thu, 29 Jan 2026 14:51:16 +0100 Bischof lädt zum Aschermittwoch der Künste ein https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-laedt-zum-aschermittwoch-der-kuenste-ein/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ lädt zum Aschermittwoch der Künste am Mittwoch, 18. Februar 2026, in die Kultureinrichtungen des Bistums am Domhof in Hildesheim ein. Auf dem Programm stehen ein Vortrag im Dommuseum, ein Gottesdienst im Dom, eine Lesung in der Dombibliothek sowie... Den Auftakt bildet um 14.30 Uhr ein Vortrag des Kölner Architekten Jörg Neubig über einen „internationalen Kunstwettbewerb Kölner Dom – zum christlich-jüdischen Verhältnis heute“. Für den Wettbewerb war der dialogische Charakter zentral. Der Sieger-Entwurf der international renommierten Künstlerin Andrea Büttner reflektiert die Stadtgeschichte Kölns hinsichtlich des belasteten Verhältnisses und zeigt beispielhaft die tiefen Verletzungen. Nach dem Vortrag gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit dem Architekten.

Um 15.30 Uhr wird das Treppenhaus Quartett aus Hannover im Dommuseum das „Quartet for Temperance von Jean Goldenbaum spielen.

Um 18 Uhr feiert Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ dann eine Heilige Messe im Hildesheimer Dom. In der Messe wird das Aschenkreuz ausgeteilt. Das Treppenhaus Quartett spielt im Gottesdienst Musik verfemter Komponisten.

Um 20 Uhr liest Jens Bisky in der Dombibliothek aus seinem Buch „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“.  Der gebürtige Leipziger und langjähriger Journalist im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung leitet seit 2022 die Zeitschrift „Mittelweg 36“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung, und ist Autor zahlreicher, preisgekrönter Bücher.  Sein Buch „Die Entscheidung. Deutschland 1929 bis 1934“ gehörte zu den Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2025 in der Kategorie Sachbuch. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gespräch in den Räumen der Dombibliothek Hildesheim. 

Der Aschermittwoch wird weltweit in vielen Diözesen mit einer Würdigung zeitgenössischer Künstler verbunden. Im Bistum Hildesheim ergriff der verstorbene Bischof Dr. Josef Homeyer 1986 die Initiative zu einer Veranstaltungsreihe, die seitdem in wechselnden Formaten stattfindet und nun neu den Titel „Aschermittwoch der Künste“ trägt.

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news-42565 Tue, 27 Jan 2026 12:11:18 +0100 Kirche St. Michael in Harsefeld wird profaniert https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/kirche-st-michael-in-harsefeld-wird-profaniert/ Die Kirche St. Michael in Harsefeld wird profaniert. Das hat der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ entschieden. Zuvor hatte die Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt (Buxtehude) während des Zukunftsräume-Prozesses beschlossen, sich von dem Gotteshaus zu trennen. Die letzte Heilige Messe feiert Weihbischof em. Heinz-Günter Bongartz mit der Gemeinde am kommenden Samstag, 31. Januar 2026, um 18 Uhr. Mit der Profanierung verliert die Kirche ihre Funktion als Ort für Gottesdienste.

Die Kirche St. Michael in Harsefeld wurde im Jahre 1967 in Fertigteilbauweise errichtet und ist inzwischen stark sanierungsbedürftig. Vor diesem Hintergrund entschied die Pfarrgemeinde, das Gotteshaus nicht weiter zu nutzen. Es soll abgerissen werden. Das kirchliche Leben in Harsefeld wird über Kooperationen in der Ökumene und mit der Zivilgesellschaft aber weitergehen.

Die Nachnutzung ist geklärt: Die diakonische Einrichtung Rotenburger Werke wird auf dem bisherigen Standort der Kirche Wohnungen für Menschen mit Betreuungsbedarf bauen.

 

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news-42408 Wed, 14 Jan 2026 08:30:42 +0100 Wo Glaube auf Freiheitsentzug trifft https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wo-glaube-auf-freiheitsentzug-trifft/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat die JVA Hannover für einen gemeinsamen Gottesdienst und Austausch mit den Gefangenen besucht.  Für viele Menschen ist es selbstverständlich, sonntags in die Kirche zu gehen. Doch wie sieht es aus, wenn dieser Sonntag hinter den Mauern einer Justizvollzugsanstalt stattfindet? In der JVA Hannover wurde diese Frage am vergangenen Sonntag konkret. Bischof Wilmer besuchte die Anstalt feierte gemeinsam mit den Gefangenen den katholischen Gottesdienst, anlässlich des Festes der Taufe des Herrn.

Ein besonderer Sonntag im Vollzug

In einer Umgebung, die von festen Abläufen geprägt ist, eröffnet der Gottesdienst einen seltenen Moment der Unterbrechung des Vollzugsalltags. Bischof Wilmer feierte den Gottesdienst gemeinsam mit den Gefangenen und dem Seelsorgeteam. Inhaltlich geprägt war die Feier von der biblischen Zusage „Du bist mein geliebter Sohn“, die viele Gefangene als Zeichen von Würde und neuer Hoffnung verstanden.

Während der Feier sprach Bischof Wilmer den Gefangenen, die es wünschten, einen persönlichen Segen zu. Dieser individuelle Zuspruch wurde von vielen als besonderer Moment der Ermutigung erlebt. Im Anschluss wurde die Gelegenheit für einen Austausch mit dem Bischof von vielen Gefangenen genutzt.

Seelsorge als Brücke zwischen Alltag und Glauben

Die Seelsorge ist seit vielen Jahren Teil des Angebots der JVA Hannover. Sie schafft einen Raum, der nicht von Kontrolle oder Verfahren, sondern von persönlicher Ansprache und Vertraulichkeit geprägt ist. Gefangene haben hier die Möglichkeit über Schuld, biografische Brüche und Zukunftsfragen zu sprechen.

Zugleich ist die JVA Hannover ein Ort religiöser Vielfalt. Neben der katholischen Seelsorge tun hier auch evangelische und muslimische Seelsorger regelmäßig ihren Dienst. Durch diese Zusammenarbeit wird den unterschiedlichen religiösen Hintergründen der Gefangenen Rechnung getragen und ein respektvolles Miteinander gefördert.

Die enge Abstimmung zwischen Anstalt und Seelsorge stellt sicher, dass diese Angebote verlässlich in den Vollzugsalltag eingebunden sind und von der Anstaltsleitung ausdrücklich unterstützt werden.

Zum Abschluss seines Besuchs brachte Bischof Wilmer seinen Respekt gegenüber den Bediensteten der JVA zum Ausdruck und dankte den Seelsorgern für ihren Einsatz.

Die katholische und evangelische Kirche entsenden insgesamt vier Seelsorgerinnen und Seelsorger in die JVA Hannover. Darüber hinaus ist die muslimische Seelsorge mit zwei Seelsorgern fester Bestandteil des seelsorgerischen Angebots. 

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news-42362 Fri, 09 Jan 2026 08:12:32 +0100 Absage der Sternsingerdankaktion am 10. Januar 2026  https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/absage-der-sternsingerdankaktion-am-10-januar-2026/ Die für Samstag, 10. Januar 2026, geplante Sternsingerdankaktion muss schweren Herzens abgesagt werden. Grund für diese Entscheidung sind die angekündigten Wetterverhältnisse, die eine sichere Anreise der Kinder, Jugendlichen und ihrer Begleitungen aus dem gesamten Bistumsgebiet nicht... „Als Veranstalter tragen wir eine moralische Verantwortung für die Gesundheit und das Wohlergehen aller teilnehmenden Sternsingerinnen und Sternsinger. Die Sicherheit unserer Kinder und Jugendlichen hat für uns oberste Priorität“, betont das Organisationsteam der Sternsingerdankaktion. Die aktuellen Wetterprognosen lassen eine sichere Durchführung der Veranstaltung leider nicht zu. 

Die Organisatoren bedanken sich ausdrücklich bei allen engagierten Ehrenamtlichen, unterstützenden Firmen und treuen Kooperationspartnern für ihr Verständnis und ihren unermüdlichen Einsatz für die Sternsingeraktion. „Euer Engagement und eure Begeisterung haben viel Gutes bewirkt, dafür sind wir sehr dankbar!“, so das Team weiter. 

Alle Beteiligten werden gebeten, die Information an ihre Gruppen und Mitwirkenden vor Ort weiterzugeben. Für Rückfragen steht das Organisationsteam gerne zur Verfügung. 

Der BDKJ-Diözesanverband freut sich darauf, die aktiven Sternsingerinnen und Sternsinger sowie ihre Begleitpersonen im nächsten Jahr persönlich wiederzusehen. Bis dahin wünschen sie allen viel Gesundheit und alles Gute. 

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news-42343 Thu, 08 Jan 2026 09:00:00 +0100 Daniel Rudel erhält neue Aufgabe in der Abteilung Jugendpastoral https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/daniel-rudel-erhaelt-neue-aufgabe-in-der-abteilung-jugendpastoral/ Jugendreferent Daniel Rudel hat zum 1. Januar 2026 die neu geschaffene Position der Geistlichen Leitung in der Abteilung Jugendpastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim übernommen. Die Aufgabe ist nicht identisch mit der bisherigen Funktion des Diözesanjugendseelsorgers, die in der... Der 30 Jahre alte Rudel soll in der neuen Rolle junge Menschen und alle, die in der Jugendarbeit aktiv sind, im Leben, im Glauben und in ihrer jeweiligen Aufgabe befähigen und stärken. Die Rolle soll helfen, geistliche Begleitung und spirituelle Impulse in der Jugendpastoral neu zu denken – losgelöst von bisherigen Bildern und Erwartungen, die mit dem Amt des Diözesanjugendseelsorgers verbunden waren. Im Fokus steht die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Jugendpastoral, mit den Jugendverbänden, anderen Abteilungen sowie Ehren- und Hauptamtlichen im Bistum Hildesheim.

Zu Rudels neuen Arbeitsschwerpunkten zählen die Stärkung und Qualifizierung von Ehren- und Hauptamtlichen (u.a. im Bereich liturgischer Bildung), die Mitwirkung an einer Pastoral der Berufungen für junge Menschen sowie die Konzeption, Begleitung und Evaluation spiritueller und auch experimenteller Angebote. Weiterhin geht es darum, Gruppenformate, in denen junge Menschen Glauben leben und feiern, geistlich zu begleiten.

Daniel Rudel ist studierter Sozial- und Organisationspädagoge und seit 2016 im Bistum Hildesheim tätig: zunächst als Jugendreferent in Bremerhaven, seit 2019 im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim. Er hat in den vergangenen Jahren diverse Großveranstaltungen der Jugendpastoral geplant und mitverantwortet. Außerdem hat er eine Ausbildung zur geistlichen Begleitung von Gruppen junger Menschen absolviert. In den kommenden Jahren wird er zusätzlich ein Studium aufnehmen, das sich praxisnah mit seiner neuen Aufgabe verknüpft.

Ines Wetjen, Leiterin der Abteilung Jugendpastoral, sagt: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit! Wir haben jemanden gefunden, der begeistert ist von der Arbeit mit jungen Menschen und der es bisher immer wieder vermocht hat, andere zu begeistern. Ich bin zuversichtlich, dass ihm das auch in seiner neuen Rolle gelingt!“ Die Geistliche Leitung ist unmittelbar in der Abteilung Jugendpastoral angesiedelt. Dienstsitz bleibt Hildesheim.

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news-42339 Wed, 07 Jan 2026 10:55:30 +0100 108 Sternsingerinnen und Sternsinger im Bundeskanzleramt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/108-sternsingerinnen-und-sternsinger-im-bundeskanzleramt/ Mit großen Sternen, glänzenden Kronen sind am Dienstagnachmittag 108 Sternsingerinnen und Sternsinger ins Bundeskanzleramt eingezogen. Empfangen wurden sie in Vertretung für Bundeskanzler Friedrich Merz von Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts. Für das Bistum Hildesheim waren... „Ganz herzlichen Dank dafür, dass Ihr diesen Dienst tut für andere Kinder auf der Welt und natürlich auch für die Menschen in Euren Pfarreien, die sich freuen, wenn um den Dreikönigstag die Sternsinger vorbei kommen und die Häuser segnen", sagte Frei, der von Bundeskanzler Merz Grüße ausrichtet. Der Bundeskanzler selbst war wegen eines wichtigen politischen Termins in Paris kurzfristig verhindert. 

Minister Frei, der „acht oder neun Jahre selber Sternsinger“ in seiner Jugend war, machte gleich mehrfach in seiner Ansprache deutlich, wie sehr er das Engagement der vielen Königinnen und Könige schätzt, die sich an der Aktion Dreikönigssingen beteiligen. 108 von ihnen waren aus allen Himmelsrichtungen nach Berlin gekommen und mit glänzenden Kronen und großen Sternen ins Bundeskanzleramt eingezogen. Mit dabei, eine wichtige Botschaft: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ heißt das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Überall in Deutschland machen die Sternsingerinnen und Sternsinger in diesen Tagen auf ihrem Weg zu den Menschen deutlich, wie wichtig es weltweit für Mädchen und Jungen ist, dass sie zur Schule gehen können statt arbeiten zu müssen.

„Bildung und die Chance, lernen zu dürfen, ist die Voraussetzung, dass man dann wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen kann“, machte Kanzleramtsminister Thorsten Frei deutlich. Das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger sei wichtig, um genau dies immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. „Ihr seid damit auch ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und Ihr seid auch ein Vorbild für viele Erwachsene, weil Ihr selber etwas tut und auf die Probleme in der Welt hinweist.“

„Kinderrechte brauchen politische Unterstützung“

Im Namen der bundesweiten Aktionsträger bedankte sich Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), bei Minister Thorsten Frei für die Einladung und warb im Sinne der Kinder in aller Welt um die Unterstützung aus der Politik: „Kinderrechte brauchen politische Unterstützung. Sie brauchen klare Entscheidungen in der Entwicklungszusammenarbeit, ein konsequentes Vorgehen gegen Kinderarbeit entlang globaler Lieferketten und das klare Bekenntnis zu Deutschlands internationaler Verantwortung. Wir bitten Sie daher, sich dafür einzusetzen, dass Kinder weltweit geschützt werden, dass sie lernen können, statt zu arbeiten, dass Gewalt gegen sie benannt und verhindert wird, und dass Kinder, die besonders gefährdet sind, gezielt gestärkt werden. Im Namen des BDKJ, des Kindermissionswerks und aller jungen Menschen, die in den kommenden Tagen unterwegs sind, danke ich Ihnen sehr herzlich für Ihre Zeit und Ihre Unterstützung.“ Daniela Hottenbacher hatte die Sternsingerinnen und Sternsinger gemeinsam mit Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, ins Bundeskanzleramt begleitet.

Kinder gehören in die Schule, nicht in die Fabrik

An einer Schultafel stellten die Sternsingerinnen und Sternsinger Liuba (16), Marie (12), Rebecca (11) und Sebastian (9) aus der Pfarrei St. Medardus in Lüdenscheid (Bistum Essen) das diesjährige Aktionsthema vor. Am Beispiel von Tazim und Nour, zwei ehemals arbeitende Kinder aus Bangladesch, machten die Sternsingerinnen und Sternsinger deutlich: „Ein Ausweg aus der Kinderarbeit ist die  Schule. Denn wenn Kinder zur Schule gehen, können sie später einen guten Beruf erlernen, um ihre Familie zu ernähren. Und dann können irgendwann auch ihre Kinder zur Schule gehen.“ Abschließend überreichten die vier Kinder aus Lüdenscheid Minister Thorsten Frei ein symbolträchtiges Geschenk – eine kleine Schultafel mit einer wichtigen Botschaft: „Kinderrechte sind Chefsache!“

Die Sternsingerinnen Klara (13), Marie (13), Amelie (13) und Alisha (14) aus der Pfarrei Schmerzhafte Mutter Gottes in Aufenau (Bistum Fulda) trugen den Segen der Sternsingerinnen und Sternsinger vor. Klara durfte mit ihrer Sammeldose die persönliche Spende von Minister Thorsten Frei entgegennehmen, mit der er ein Sternsinger-Hilfsprojekt für arbeitende Kinder in Bangladesch unterstützt. Alisha schrieb zum Abschluss den Segen „20 * C + M + B + 26 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2026“ im Kanzleramt an.

Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich bundesweit an der Aktion beteiligen. 

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news-42234 Tue, 30 Dec 2025 08:00:00 +0100 Solidarität mit der Kirche in Afrika https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/solidaritaet-mit-der-kirche-in-afrika/ Die Journalistin und Schirmherrin Gundula Gause ruft zur Unterstützung des Afrikatages 2026 auf, den das katholische Hilfswerk missio Aachen organisiert: „In einer Zeit, die vom Rückzug staatlicher Hilfen geprägt ist, ist die christliche Zivilhilfe umso wichtiger“. Mit der Kollekte am 11. Januar... „Die Ordensfrauen sind das Rückgrat der sozialen Arbeit in vielen afrikanischen Ländern. Wo andere aufgeben, spenden sie Hoffnung. Das habe ich selbst bei Reisen zu missio-Projektpartnern in Afrika erlebt“, sagt Gundula Gause. Im Jahr 2025 spendeten katholische Gläubige in Deutschland für den Afrikatag rund 790.000 Euro, im Bistum Hildesheim kamen davon 49.200 Euro zusammen. 

Wie dringend diese Hilfe ist, zeigt der Afrikatag 2026 am Beispiel der katholischen Ordensfrauen „Sacred Heart Sisters“ in Juba, Südsudan. Millionen Menschen sind dort auf der Flucht. Auch die Schwestern haben ihr Zuhause verloren und leben nun in einem baufälligen Konvent. Sie schlafen in Abstellkammern, kochen in einem alten Schuppen und teilen die Not der Menschen um sie herum. Trotz der schwierigen Umstände begleiten sie die Familien. Ihr Einsatz steht stellvertretend für viele Ordensgemeinschaften in Afrika.

„Diese Schwestern leisten Übermenschliches. Sie tragen Bildung, medizinische Hilfe und Trost in Regionen, die von Krieg und Vertreibung gezeichnet sind. Sie stärken und befähigen andere Frauen, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen. Das ist mir ein besonderes Anliegen. Der Glaube dieser Schwestern, ihre Tatkraft, ihre Ausdauer und ihr Mut beeindrucken mich zutiefst“, sagt Gundula Gause.

„Wenn wir die Ausbildung von Ordensfrauen in Afrika unterstützen, investieren wir direkt in Frieden, Versöhnung, Gleichberechtigung der Frauen und Zukunft für viele Menschen“, ist Gundula Gause überzeugt.

Die Afrikatags-Kollekte ist die älteste gesamtkirchliche Solidaritätsinitiative der Welt. Ursprünglich wurde sie 1891 ins Leben gerufen, um Spenden für den Kampf gegen die Sklaverei zu sammeln und die Arbeit der Missionare zu unterstützen. Heute stärkt sie die Eigenständigkeit der Kirche in Afrika – besonders durch die Ausbildung einheimischer Ordensfrauen.

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news-42233 Mon, 29 Dec 2025 14:00:00 +0100 Radiogottesdienst aus Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/radiogottesdienst-aus-hildesheim/ Der Gottesdienst am Neujahrsmorgen im Hildesheimer Dom wird live im Radio zu hören sein. NDR Info überträgt am 1. Januar 2026 ab 10 Uhr live. Zelebrant ist der emeritierte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. In seiner Predigt unter dem Thema „Anfänge sind wunderbar. Sie können Zukunft gestalten!“ nimmt Bongartz das Bild auf von den alten Gleisen, auf denen Menschen in ihrem Leben unterwegs sind. Gleise, die sie auch mitnehmen in jedes neue Jahr, obwohl sie immer wieder darauf hoffen, aus den eingefahrenen Spuren ausbrechen zu können, um selbst ganz Mensch zu werden.   

Musikalisch mit gestaltet wird der Gottesdienst von Dommusikdirektor Thomas Viezens an der 77 Register umfassenden Seifert-Orgel. Als Kantorin ist Silvia Höweling zu hören. 

Wer Fragen oder Anregungen hat, kann dafür im Anschluss an die Übertragung die Telefonnummer 05121 307865 nutzen.

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news-42224 Thu, 25 Dec 2025 11:00:00 +0100 Wilmer: „Unsere Welt braucht die politische Botschaft von Weihnachten“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wilmer-unsere-welt-braucht-die-politische-botschaft-von-weihnachten/ Hildesheimer Bischof betont in seiner Predigt am ersten Weihnachtstag, die Botschaft Jesu sei ein radikaler Widerspruch gegen eine Welt, die Probleme mit Gewalt löse. In seiner Predigt am ersten Weihnachtstag im Hildesheimer Dom hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ die Bedeutung von Weihnachten als „hochpolitisches Fest“ betont. „Unsere Welt braucht die politische Botschaft von Weihnachten – unbedingt“, sagte der Bischof während des feierlichen Gottesdienstes. Weihnachten sei nicht parteipolitisch, aber zutiefst politisch, weil es die Würde jedes Menschen in den Mittelpunkt stelle.

Wilmer erinnerte an die Kriegsrealität in Europa und sprach von der „erschütternden Erfahrung“, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine den Glauben an ein friedliches Europa zerstört habe. Viele Menschen seien „hin- und hergerissen“ zwischen dem Wunsch nach Frieden und der Ohnmacht gegenüber der Gewalt. „Wir sehnen uns nach Schalom“, so der Bischof, und verwies auf die biblische Friedensbotschaft.

Die Botschaft Jesu sei ein radikaler Widerspruch gegen eine Welt, die Probleme mit Gewalt löse. „Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“, zitierte Wilmer aus dem Matthäusevangelium. Er räumte ein, dass diese Forderung „überfordernd“ wirke, verstand sie aber als Ermutigung, „Frieden immer wieder zu versuchen“. Jesu Vision sei die einer Welt des Friedens, der Liebe und des Lichts – und diese Vision werde sich durchsetzen, „denn im Grunde genommen sind wir Menschen gut“.

Mit Blick auf aktuelle antisemitische Anschläge erklärte der Bischof: „Wer Juden angreift, greift die Würde des Menschen und den Frieden unserer Gesellschaft an.“ Christen stünden „fest an der Seite des jüdischen Volkes“ und widersprächen jedem Hass.

Wilmer rief dazu auf, sich nicht entmutigen zu lassen: „Bleiben wir allen Widrigkeiten zum Trotz Visionäre des Friedens!“ Das Licht von Weihnachten solle „durch uns weiterleuchten“. Gewalt müsse man widerstehen, indem man „die Sprache nicht den Schreiern überlässt“ und Worte wählt, „die Leben schützen“. Sein Appell: „Lasst uns glauben. Lasst uns beten. Lasst uns handeln. Denn das Licht ist in der Welt. Und es leuchtet.“

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news-42197 Fri, 19 Dec 2025 12:10:09 +0100 Spraydose statt Spaten: Mit Streetart beginnt das Bauvorhaben am Gymnasium Mariano-Josephinum in Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/spraydose-statt-spaten-mit-streetart-beginnt-das-bauvorhaben-am-gymnasium-mariano-josephinum-in-hildesheim/ Das Bistum Hildesheim beginnt in diesen Tagen mit den ersten Schritten eines umfangreichen Bauvorhabens am katholischen Gymnasium Mariano-Josephinum in Hildesheim. Den offiziellen Start markierte am heutigen Freitagvormittag, 19. Dezember 2025, ein symbolischer Spatenstich in Form einer Kunst-Aktion... Dafür gestaltete der Hildesheimer Graffiti-Künstler Ole Görgens im Streetart-Stil das erste von mehreren Wandbildern, die den Bauprozess thematisieren und während der einzelnen Bauphasen an unterschiedlichen Orten an und innerhalb der Schule zu sehen sein werden. Unterstützt wurde Görgens dabei von den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 d des Mariano-Josephinums.

Auch Generalvikar Martin Wilk, die Schulleiter Stephan Speer (Mariano-Josephinum) und Gerhard Scheithauer (Albertus-Magnus-Schule) sowie die Leiterinnen der beiden beteiligten Fachabteilungen des Bistums Hildesheim, Sabine Klages (Diözesanbaumeisterin und Leiterin der Abteilung Bau) und Katrin Gladen (Leiterin der Abteilung Schule und Hochschule), griffen zur Spraydose, um die letzten Farbtupfer auf das erste Streetart-Bild zu setzen.

„Hier wird Gegenwart und Zukunft des katholischen Schulstandorts Hildesheim gestaltet“, sagte Generalvikar Wilk und verwies damit auf die Tatsache, dass die geplanten Baumaßnahmen zwar zunächst vor allem das Mariano-Josephinum betreffen, sich in weiteren Phasen des Projektes aber auch positiv auf die St. Augustinusschule und die Albertus-Magnus-Schule auswirken werden. Die Schulleiter Stephan Speer und Gerhard Scheithauer betonten die bewährte Kooperation beider Schulen und bekräftigten, dass man auch während des Bauvorhabens eng zusammenarbeiten wolle.

Wie gute Zusammenarbeit aussehen kann, zeigte sich direkt an der Straße Brühl. Viele helfende Hände griffen zu Spraydosen und vollendeten das von Ole Görgens kreierte Wandbild, das einen Architekten, eine Lehrerin sowie eine Schülerin und einen Schüler zeigt, die gemeinsam einen Spaten in die Erde stechen - eine Anspielung auf die ansonsten üblichen Spatenstiche bei großen Bauvorhaben.

Im Hintergrund ist das Bild bunt gestaltet, ähnlich wie Buntglasfenster in Kirchen. Außerdem ist der Hildesheimer Dom zu sehen, da das Bauprojekt alle drei katholischen Schulen in Hildesheim betrifft, die sich in räumlicher Nähe zur Bischofskirche befinden.

Nach seiner Fertigstellung wurde das Bild am Mechthildenheim montiert, dem Gebäudeteil des Mariano-Josephinums, der im Zuge des Bauvorhabens zurückgebaut werden soll. In den kommenden Wochen werden dort auch die weiteren Wandbilder befestigt und direkt an der Straße Brühl sichtbar sein, die Ole Görgens mit den Schülerinnen und Schülern noch gestalten wird. Wenn der Rückbau des Mechthildenheims beginnt, erhalten die Wandbilder neue Plätze in oder an der Schule.

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news-42151 Mon, 15 Dec 2025 09:17:28 +0100 „Tidings of Joy – Weihnachten mit dem Voktett Hannover“ in St. Magdalenen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/tidings-of-joy-weihnachten-mit-dem-voktett-hannover-in-st-magdalenen/ Das preisgekrönte Voktett Hannover präsentiert sein Programm „Tidings of Joy – Weihnachten mit dem Voktett Hannover“ am Freitag, 19. Dezember 2025, um 19.00 Uhr in der Kirche St. Magdalenen (Mühlenstraße 24) in Hildesheim. Zu diesem musikalischen Highlight bei Kerzenschein laden die Pfarrei St. Godehard und das Team Liturgie+Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat ein. Das Vokalensemble stimmt dabei das Publikum auf das bevorstehende Weihnachtsfest ein. Werke u.a. von Schütz, Praetorius, Mendelssohn, Cornelius und Reger, dazu moderne Arrangements und Eigenkompositionen versprechen ein abwechslungsreiches A-cappella-Programm von Barock bis Zeitgenössisch. An einigen Stellen ist auch das Mitsingen ausdrücklich erwünscht! An der Orgel spielt Kirchenmusikreferent Dr. Stefan Mahr.

Im Anschluss sind alle Besucherinnen und Besucher zu einem gemütlichen Ausklang bei warmen Getränken auf dem Vorplatz eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Wichtig zu wissen: Aufgrund der Baustelle in der Mühlenstraße ist kein barrierefreier Zugang gewährleistet.

Weitere Informationen unter: www.kirchenmusik-basilika.de

Über das Voktett Hannover

2012 gegründet, gehört das Ensemble heute zu den führenden A-cappella-Formationen Deutschlands. Die acht Sängerinnen und Sänger gastieren regelmäßig bei renommierten Festivals wie dem Bachfest Leipzig, dem Rheingau Musik Festival oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Ausgezeichnet u. a. mit dem Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb 2015, dem Deutschen Chorwettbewerb 2018 und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, wird das Voktett zudem regelmäßig in Rundfunkproduktionen präsentiert. Als Ensemble in Residence ist es seit vielen Jahren eng mit der Markus- und Apostelkirchengemeinde Hannover verbunden und wird seit 2024 von der Stadt Hannover gefördert.

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news-42087 Wed, 10 Dec 2025 09:53:50 +0100 Mitsingkonzert für Weihnachtslieder https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/mitsingkonzert-fuer-weihnachtslieder/ Am Sonntag, 28. Dezember, lädt die Hildesheimer Dommusik um 18 Uhr zu einem großen Mitsingkonzert in den Hildesheimer Mariendom ein. Gemeinsam werden Weihnachtslieder gesungen und von Oboe und Orgel begleitet. Anke-Christiane Beyer an der Oboe und Domkantor Michael Čulo an der Orgel wollen gemeinsam mit den Anwesenden den Dom zum Klingen bringen. Alle, die gern traditionelle Weihnachtslieder singen, sind zu diesem kostenlosen Mitsingkonzert eingeladen. Spenden werden erbeten.

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news-42066 Mon, 08 Dec 2025 14:01:30 +0100 Unsere Hoffnung: „Nichts fordert so viel Treue wie lebendiger Wandel“. https://www.vgk-hildesheim.de/aktuell/prof-em-dr-dr-helmuth-rolfes-bremen-unsere-hoffnung-nichts-fordert-so-viel-treue-wie-lebendiger-wandel.html In einem Vortrag am Donnerstag, 11. Dezember, um 18.3o Uhr in der Dombibliothek denkt Prof. em. Dr. Dr. Helmuth Rolfes (Bremen) über das Grunddokument und die zentralen Zukunftsideen der „Würzburger Synode“ der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland 1971 – 1975 nach.  news-42000 Tue, 02 Dec 2025 15:15:52 +0100 Familien-Adventskonzert bei Kerzenschein in St. Magdalenen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/familien-adventskonzert-bei-kerzenschein-in-st-magdalenen/ Am Freitag, 5. Dezember 2025, präsentieren die Ökumenische Singschule Hildesheim und die Mädchenkantorei am Hildesheimer Dom in der Kirche St. Magdalenen ein Programm mit adventlich-weihnachtlicher Musik zum Zuhören und Mitsingen. Beginn ist um 17 Uhr. Die Leitung hat Domkantor Michael Čulo. An der Orgel spielt Basilikakantor Tobias Meyer.

Im Anschluss an das ca. einstündige Konzert laden die Pfarrei St. Godehard und das Team Liturgie+Kirchenmusik im Bischöflichen Generalvikariat alle Besucherinnen und Besucher zu einem gemütlichen Ausklang bei warmen Getränken auf dem Vorplatz der St. Magdalenen-Kirche ein.

Der Eintritt ist frei.

Wichtig zu wissen: Aufgrund einer Baustelle in der Mühlenstraße ist kein barrierefreier Zugang gewährleistet.

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news-41941 Fri, 28 Nov 2025 12:08:15 +0100 Papst Leo XIV. hat Martin Marahrens zum Weihbischof ernannt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/papst-leo-vix-hat-martin-marahrens-zum-weihbischof-ernannt/ Papst Leo XIV. hat Domkapitular Dr. Martin Marahrens am 28. November 2025 zum Weihbischof ernannt. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird den 48 Jahre alten Domkapitular am Samstag, 28. Februar 2026, im Hildesheimer Dom zum Bischof weihen. Der Weihegottesdienst beginnt um 10 Uhr. Das Amt war vakant gewesen, nachdem der inzwischen verstorbene Papst Franziskus die Amtsverzichtsgesuche der beiden bislang amtierenden Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger (aus Altersgründen) und Heinz-Günter Bongartz (aus gesundheitlichen Gründen) angenommen hatte.

Mit der nun erfolgten Ernennung von Martin Marahrens wird künftig nur noch ein Weihbischof im Bistum Hildesheim tätig sein; die bisherige Struktur mit zwei Weihbischöfen wird nicht fortgeführt.

„Über die Ernennung von Martin Marahrens zum Weihbischof durch den Heiligen Vater freue ich mich sehr. Martin Marahrens kennt unser Bistum bestens und wird aufgrund seiner besonnenen, ausgleichenden Art als Seelsorger von den Menschen sehr geschätzt. Ich wünsche ihm alles Gute und Gottes reichen Segen für seine neue Aufgabe“, sagt der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer.

Der ernannte Weihbischof Dr. Martin Marahrens sagt: „Ich danke dem Heiligen Vater und unserem Bischof Heiner für ihr großes Vertrauen. In meinem Heimatbistum künftig als Weihbischof wirken zu dürfen, ist eine große Ehre. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe in der Verkündigung des Evangeliums. Dabei weiß ich mich vom Heiligen Geist und vielen wunderbaren Menschen getragen, die sich für unsere Diözese einsetzen.“

Martin Marahrens wurde 1977 in Gehrden bei Hannover geboren. Er wuchs in Seelze auf. Sein Theologie-Studium absolvierte er in der Philosophisch-Theologischen Hochschule St. Georgen in Frankfurt am Main sowie in Rom, wo er im Jahr 2004 durch Bischof Dr. Joachim Wanke zum Priester geweiht wurde.

Als Priester war Martin Marahrens als Jugendseelsorger sowie als Leiter des Dekanatsjugendzentrums Emmaus in Duderstadt tätig. Seit 2014 ist er Regens, also Leiter des Hildesheimer Priesterseminars. Außerdem hat er im Bereich Personal im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim die Aufgabe des Priesterreferenten inne. Seit 2023 ist er als Domkapitular Mitglied des Hildesheimer Domkapitels.

Ein Weihbischof ist ein zum Bischof geweihter Priester, der den Diözesanbischof in dessen Aufgaben unterstützt. Er steht keiner eigenen Diözese vor, sondern übernimmt bischöfliche Dienste wie Firmspendungen, Weihehandlungen oder Visitationen.

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news-41842 Fri, 21 Nov 2025 12:08:31 +0100 „Lux in tenebris“ am 21. und 22. März 2026 im Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/lux-in-tenebris-am-21-und-22-maerz-2026-im-hildesheimer-dom/ In Erinnerung an die Zerstörung Hildesheims vor 81 Jahren findet am Samstag, 21. März 2026, um 20 Uhr und Sonntag, 22. März 2026, um 19 Uhr die Wiederaufführung des Friedensoratoriums „Lux in tenebris“ von Helge Burggrabe statt.  Das zweistündige Oratorium erzählt anhand des Bildprogramms auf den Flügeln der Bernwardtür des Mariendoms von Krieg und Zerstörung und der Sehnsucht nach Frieden. Damit ist es ein Werk über den Fall des Menschen in die Dunkelheit und seine Suche nach dem Licht. Helge Burggrabe hatte 2015 für das 1200-jährige Jubiläum des Bistums Hildesheim das Werk komponiert. Inzwischen haben es Kirchen in ganz Deutschland gesehen: Liebfrauendom München, Kaiserdom Speyer, Dome in Stendal und Bremen, Stiftskirche Tübingen, Sebalduskirche Nürnberg. 

Im Mittelpunkt steht das biblische Drama von Kain und Abel und die heute genauso aktuelle Frage, ob der Mensch im Gegenüber noch Schwester oder Bruder sehen kann. Das Werk macht mit Solisten, Chören, Orchester und Lichtkunst die Stufen von Entfremdung zu Hass bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen erlebbar und entwickelt mit Kernaussagen des Neuen Testaments und lyrischen Texten von Rose Ausländer, Rainer Maria Rilke und Hilde Domin die Vision eines anderen Miteinanders.

Das Libretto hat Helge Burggrabe in Zusammenarbeit mit dem Hildesheimer Theologen Dr. Reinhard Göllner und der Kölner Journalistin Angela Krumpen verfasst. Die Texte erinnern auch an die Zerstörung der Stadt Hildesheim am 22. März 1945 und den anschließenden Wiederaufbau. Ausführende bei den beiden Vorstellungen sind die Filmschauspielerin Julia Jentsch, Solisten und Chöre der Hildesheimer Dommusik und der Michaelismusik unter der Leitung von Dommusikdirektor Thomas Viezens und Domkantor Michael Čulo. 

Kartenvorverkauf

Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 24. November 2025; die Tickets sind erhältlich über www.bistum-hildesheim.de/tickets-dommusik oder im Domfoyer an der Nordseite des Domes.

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news-41743 Thu, 13 Nov 2025 18:41:56 +0100 Papst Leo XIV. empfängt Bischof Wilmer https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/papst-leo-xiv-empfaengt-bischof-wilmer/ Papst Leo XIV. hat Bischof Heiner Wilmer am Donnerstag in einer Audienz empfangen. Bei dem Gespräch ging es insbesondere um die Situation im Bistum Hildesheim und die pastoralen Herausforderungen der norddeutschen Diözese. Der Vatikan machte keine näheren Angaben zu den Gesprächsinhalten.

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news-41661 Thu, 06 Nov 2025 14:46:51 +0100 Gesagt. Gehört. Geholfen. https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/gesagt-gehoert-geholfen/ Das neue ökumenische Projekt „Gesagt. Gehört. Geholfen. Seelische Erste Hilfe in der Arbeitswelt“ ist gestartet. Es nimmt psychische Belastungssituationen in der Arbeitswelt – privat wie beruflich – in den Blick und will die seelische Gesundheit und eine bessere Lebensqualität fördern. „Weil Reden entlastet. Weil Zuhören hilft. Weil Hilfe möglich ist.“ heißt es in der Projektbeschreibung. Das Angebot richtet sich an Mitarbeiter:innen und Arbeitgeber:innen von zukünftig am Projekt teilnehmenden Unternehmen aus der Arbeitswelt und ist interreligiös: Es basiert auf christlicher Nächstenliebe und dem Grundgedanken der Hilfe zur Selbsthilfe und ist offen für alle Menschen – unabhängig von Konfession oder Religion. Projektkoordinatorin ist Katja Wischnewski (Telefon: 0170 2607651, E-Mail: katja.wischnewski(ät)bistum-hildesheim.de, katja.wischnewski(ät)evlka.de).

Das ökumenische Projekt wird getragen von der Evangelischen Agentur (EA), Team Arbeit und Wirtschaft, und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) – Diözesanverband Hildesheim und wird unterstützt durch das Bistum Hildesheim.

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news-41658 Thu, 06 Nov 2025 12:06:35 +0100 Bauvorhaben am katholischen Gymnasium Mariano-Josephinum in Hildesheim startet in Kürze https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bauvorhaben-am-katholischen-gymnasium-mariano-josephinum-in-hildesheim-startet-in-kuerze/ Das Bistum Hildesheim wird in den kommenden Monaten mit einem über mehrere Jahre angelegten Bauvorhaben beginnen, das die drei weiterführenden Schulen in katholischer Trägerschaft in Hildesheim umfasst. Im Fokus steht das Gymnasium Mariano-Josephinum. Zugleich betrifft das Projekt die Oberschule... Die baulichen Maßnahmen sollen vor allem dazu dienen, das vor vier Jahren aus der Marienschule und dem Bischöflichen Gymnasium Josephinum hervorgegangene Mariano-Josephinum baulich so auszustatten, dass dort auch in Zukunft ein qualitativ hochwertiger Unterricht nach den aktuellen pädagogischen Standards angeboten werden kann. Dabei liegt der Schwerpunkt des Bauvorhabens auf der Nachhaltigkeit: Die Bestandsgebäude sollen verstärkt genutzt und der Bedarf an neuer Bausubstanz auf das absolut notwendige Maß begrenzt werden.

Konkret geht es darum, alle sanierungsbedürftigen Räumlichkeiten an den Standorten Brühl und Domhof zu ertüchtigen und möglichst flexibel nutzbare Lernräume für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen. In diesem Zusammenhang ist geplant, die Sporthalle des Gymnasiums am Brühl zu modernisieren. Das rechts von der Turnhalle befindliche Mechthilden-Heim nebst Anbau soll abgerissen und an gleicher Stelle durch einen Neubau für die Jahrgangsstufen ersetzt werden.

Für die Umsetzung der Baumaßnahmen am Standort Brühl wird das Bistum Hildesheim 28,3 Millionen Euro bereitstellen. Zu diesem Zweck hatte die Diözese bereits vor geraumer Zeit eine entsprechende Rücklage im Haushalt gebildet, die nun für das Projekt genutzt werden kann.

Im Zuge eines weiteren Bauabschnitts wird das Kolleggebäude an der Kreuzstraße mittelfristig als Schulort des Mariano-Josephinums aufgegeben. Es wird saniert und zukünftig der St.-Augustinus-Schule und der Albertus-Magnus-Schule für die schulische Nutzung zur Verfügung stehen.

Bei dem Bauvorhaben arbeiten die Abteilungen Bau sowie Schule und Hochschule des Bischöflichen Generalvikariats Hildesheim mit den beteiligten Schulen zusammen. Das Konzept dazu beinhaltet Ergebnisse aus dem Austausch der beteiligten Fachabteilungen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Schulen sowie Fachleuten aus der Schulentwicklung. Eine enge Abstimmung soll es nun auch in den einzelnen Umsetzungsstufen des auf mehrere Jahre angelegten Vorhabens geben. Die Leitung der reinen Baumaßnahmen übernehmen die Fachleute aus der Bauabteilung des Bistums.

Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ freut sich über das von vielen Beteiligten erarbeitete Konzept für das Bauvorhaben: „Ich danke allen sehr herzlich, die daran mitwirken, den katholischen Schulstandort Hildesheim weiter nach vorne zu bringen. Es ist für die Zukunftsfähigkeit unserer Schulen sehr wichtig, dass wir unsere Lernräume auf das digitale Zeitalter ausrichten.“

Martin Wilk, Generalvikar des Bistums Hildesheim, sagt: „Um ein Bauprojekt dieser Größenordnung stemmen zu können, haben wir über viele Jahre Geld zurückgelegt, das wir nun zum Wohle der Schülerinnen und Schüler an unseren Schulen klug investieren möchten.“

Konkret zuständig für das Vorhaben sind die entsprechenden Fachabteilungen im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim. Sabine Klages, Leiterin der Bauabteilung, und Katrin Gladen, Leiterin der Abteilung Schule und Hochschule, erläutern, wie das Bauprojekt nun angegangen werden soll: „Wir werden in den kommenden Wochen bis zum Ende des Jahres mit ersten kleineren Baumaßnahmen am Mariano-Josephinum starten. Anschließend wollen wir sukzessive und wie bisher im guten Dialog mit den Schulen alle weiteren Schritte in der Modernisierung unserer Schulstandorte durchführen. Dabei werden wir ökologisch nachhaltig vorgehen und zugleich die zukünftige Entwicklung von Schule und Bildungsräumen einbeziehen“, so Klages und Gladen.

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news-41635 Mon, 03 Nov 2025 16:43:47 +0100 „Komm den Frieden wecken!“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/komm-den-frieden-wecken/ Die 45. Ökumenische FriedensDekade ruft unter dem Motto „Komm den Frieden wecken!“ in einer Zeit, die von Kriegen, Klimakrise und sozialer Spaltung geprägt ist, dazu auf, Frieden aktiv zu gestalten: durch Dialog, gewaltfreie Lösungen und gelebte Versöhnung. Aktionen dazu gibt es auch im... In Lüneburg greift ein gemeinsamer Gottesdienst im Ökumenischen Gemeindezentrum St. Stephanus am Sonntag, 9. November, um 10.30 Uhr das Motto der Ökumenischen FriedensDekade auf.

Die ACK Hannover beteiligt sich mit einem Ökumenischer Friedensweg durch die Konfessionen. Jeweils um 19 Uhr finden zwischen dem 9. und 19. November dazu Andachten, Gottesdienste und der vom Bistum Hildesheim organisierte Ökumenische Studientag statt: 

  • Sonntag, 9.11. – Eröffnungsgottesdienst, Reformierte Gemeinde (Lavesallee 4, 30169 Hannover)
  • Montag, 10.11. – Friedensgebet, Ev.-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten, Walderseestr. 10, 30177 Hannover)
  • Dienstag, 11.11. – Friedensgebet, Neuapostolische Gemeinde Süd, Wülfel, Garkenburgstr. 3; 30519 Hannover
  • Mittwoch, 12.11. – Friedensgebet, Neuapostolische Gemeinde Herrenhausen und Siebenten-Tags Adventisten (Fischerstr. 19, 30167 Hannover)
  • Donnerstag, 13.11. – Ökumenischer Studientag online per Zoom
  • Freitag 14.11. – Friedensgebet, Selbständig Evangelisch-lutherische Kirche Bethlehemkirche (Große Barlinge 35, 30171 Hannover)
  • Montag 17.11. – Friedensgebet, Freie Evangelische Gemeinde, Bothfeld und St. Philippus, Isernhagen (Langenforther Str. 12, 30657 Hannover)
  • Dienstag 18.11. – Friedensgebet, Evangelisch-methodistische Gemeinde (Johanneskirche, Otto-Brenner-Str. 12, 30159 Hannover)
  • Mittwoch 19.11. – Abschlussgottesdienst, Ev.-luth. Herrenhäuser Kirche (Hegebläch 18, 30419 Hannover)

Auch in Göttingen finden verschiedene Veranstaltungen im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade statt:

  • Sonntag, 9. 11., 10 Uhr – Gottesdienst mit Amnesty International (Evangelisch-Reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11, Göttingen)
  • Mittwoch, 12. 11., 18 Uhr – Friedensgebet der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (Johanniskirche, Johanniskirchhof 2, Göttingen)
  • Donnerstag 13. 11., 19 Uhr – Vortrag: Auf Frieden hoffen - Friedensgruppen in Israel, Referent: Dr. Ulrich Kusche (Corvinusgemeinde, Grotefendstraße 36, Göttingen)
  • Mittwoch, 19. November, 18 Uhr – „Friedensgebete im Göttinger Süden“: Friedensgebet (Stephanusgemeinde, Himmelsruh 17)

Die FriedensDekade hat eine lange Tradition: Seit den 1980er-Jahren verbindet sie Kirchengemeinden, Schulen und Initiativen über die damalige innerdeutsche Grenze hinweg. Besonders in der DDR war sie ein wichtiger Raum, um trotz staatlicher Einschränkungen Friedensfragen sichtbar zu machen und Gemeinschaft zu erleben.

2025 steht das Motto im Zeichen des 80. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs. Es erinnert uns daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist, sondern täglich erkämpft werden muss.

Weitere Informationen zur Ökumenischen FriedensDekade 2025 finden Sie hier.

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news-41604 Thu, 30 Oct 2025 11:07:32 +0100 Sammelband mit einzigartigen Handschriften kehrt nach Hildesheim zurück https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/sammelband-mit-einzigartigen-handschriften-kehrt-nach-hildesheim-zurueck/ Die Dombibliothek Hildesheim erweitert ihre Sammlung um ein einzigartiges Zeugnis niedersächsischer Klosterkultur. Die über fünfzig Texte wurden zwischen der Mitte des 13. und der Mitte des 14. Jahrhunderts im Hildesheimer Kloster St. Godehard angefertigt. Die Kulturstiftung der Länder fördert den... Dazu sagt Prof. Dr. Frank Druffner, kommissarischer Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder: „Mit dem Erwerb dieser Handschrift konnte der Bestand der heute größtenteils in der Dombibliothek Hildesheim befindlichen, ursprünglichen Klosterbibliothek von St. Godehard entscheidend ergänzt werden. Dies ist besonders bedeutsam, da dieser Sammelband teils einzigartige, nur hier überlieferte Texte enthält. Als solcher stellt er ein eindrucksvolles Zeugnis der Bildungs- und Kulturgeschichte der niedersächsischen Klöster im Hoch- und Spätmittelalter dar.“

Dr. Monika Suchan, die Direktorin der Dombibliothek Hildesheim, betont: „Wir sind der Kulturstiftung der Länder sehr dankbar für die Förderung. Von den noch erhaltenen Teilen der einstigen Klosterbibliothek St. Godehard befindet sich die Mehrzahl bei uns in der Dombibliothek Hildesheim. In diese Reihe passt nun dieser Sammelband mit einzigartigen mittelalterlichen Handschriften. Man kann sagen: Der Sammelband kehrt endlich nach Hildesheim zurück.“

Der vermutlich um 1500 im Benediktinerkloster St. Godehard in Hildesheim zusammengestellte Sammelband vereint eine Vielzahl von Handschriften aus dem 13. und 14. Jahr-hundert. Er enthält unter anderem 52 Sonntagspredigten, ein zeitgenössisches Priesterhandbuch, Heiligenlegenden sowie Redensarten und Weisheiten. Es handelt sich dabei auch um ein typisches Beispiel für die bereits im 15. Jahrhundert unternommenen Bemühungen, verstreute Überreste älterer Handschriften thematisch zu ordnen und für die weitere Nutzung zu bewahren.

Der Neuerwerb ermöglicht einen außergewöhnlich tiefen Einblick in die seelsorgerische und spirituelle Praxis der Benediktiner im Kontext der spätmittelalterlichen Klosterreformen. Zugleich zeigt er, wie St. Godehard in Hildesheim mit verstärktem Fokus auf schulische Ausbildung den Herausforderungen seiner Zeit begegnete.

Der Sammelband gelangte im 17. Jahrhundert vermutlich als Geschenk in den Besitz der englischen Benediktiner im nahegelegenen Kloster Lamspringe, die nach der Auflösung der Orden in ihrer Heimat auf den Kontinent geflohen waren. Nach der Säkularisation des Klosters im Jahr 1803 kehrten die Mönche mit einem Großteil ihrer Handschriften nach Großbritannien zurück. Dort war der Sammelband über zwei Jahrhunderte Teil der Klosterbibliothek der Abtei Ampleforth nördlich der Stadt York in England – nun kehrt er an seinen Ursprungsort Hildesheim zurück.

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news-41598 Thu, 30 Oct 2025 08:20:01 +0100 „Jedes Gebet wird gehört“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/jedes-gebet-wird-gehoert-1/ Der Bischof der Diözese Charkiw-Saporischschja im Osten der Ukraine, Pawlo Hontscharuk, ist derzeit zu Gast im Bistum Hildesheim. In Algermissen hat er beim Friedensgebet teilgenommen, in Hildesheim folgte ein Treffen mit Generalvikar Martin Wilk. Über achtzig Gemeindemitglieder folgten der Einladung zum ökumenischen Friedensgebet in Algermissen mit Bischof Pawlo Hontscharuk. Er ist Bischof der Diözese Charkiw-Saporischschja im Osten der Ukraine. Joachim Reisig vom Vorbereitungsteam des Friedensgebetes wies darauf hin, dass das wöchentliche Friedensgebet seit Beginn des russischen Angriffskrieges inzwischen über 170-mal begangen wurde und so zu einem beständigen Ausdruck der Solidarität und des Gedenkens geworden ist. Aber es mache auch deutlich, wie lange dieser Krieg inzwischen schon dauere. Bischof Hontscharuk zeigte sich tief bewegt: „Die Unterstützung im Gebet ist sehr wichtig – jedes Gebet wird gehört.“

Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit zum Austausch mit dem Bischof und seinen Begleitern. Ute Hartmann überreichte Bischof Hontscharuk eine Spende in Höhe von 1000 Euro, die bei den letzten Kollekten des Friedensgebets zusammengekommen waren. Bischof Hontraschuk berichtete von der aktuellen Situation in seiner 196.300 km² großen Diözese. „Wenn ich zu meinen Gemeinden fahre, muss ich für eine Strecke zum Teil 900 Kilometer zurücklegen“, berichtet der Bischof. Geprägt sei der Alltag von der beständigen Bedrohung durch Raketen und vor allem auch Drohnen, die auf alles Jagd machen würden. an der Front: ständige Todesgefahr, zerstörte Existenzen und große Entfernungen zwischen den einzelnen Gemeinden — teils bis zu 900 km.

Mit einer Länge von rund 700 km durchzieht die Frontlinie sein Bistum. Das muss man sich so vorstellen, hinter den 700 Kilometern gibt es eine Art 30 Kilometer breiten Todesstreifen, einen Drohnengürtel, in dem niemand vor den ferngesteuerten Drohnenangriffen sicher sei, auch nicht in der Nacht. Denn sie suchen ihre Ziele mit Infrarot- und Wärmebildkameras. machen. Ein Leben, ein Überleben ist in dieser Zone unmöglich“, betont Hontraschuk.

Sein Bistum versucht den Menschen auch in den umkämpften Gebieten zu helfen und sie mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. „Und wir bieten psychologische Hilfe für die Soldaten an, die von den Kämpfen traumatisiert sind.

Bischof Hontraschuk zeigt Bilder von einst schönen Orten, die heute vollständig zerstört sind. Er zeigt Bilder von seinem Dom, der heute einer der wichtigsten Lagerstätten für Hilfsgüter ist. Zu sehen ist auf den Fotos auch eine Schule, die sieben Meter tief in die Erde gebaut wurde. „Wir wollen den Kindern ermöglichen, ein weitestgehend normales Leben zu führen und zu lernen. Für Kinder, die nicht zur Schule kommen können, weil wieder einmal die Raketen fliegen, besteht die Möglichkeit, auch online am Unterricht teilzunehmen. Auf seinen Bildern zeigte er eine Schule, die sieben Meter unter der Erde gebaut wurde, um Kindern einen normalen sicheren Unterricht zu ermöglichen.

Bischof Pawlo Hontraschuk bedankte sich bei den Besuchern und dem Vorbereitungsteam für ihr Engagement. Das Friedensgebet bleibt ein fortlaufendes ökumenisches Angebot der Gemeinde als Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen in der Ukraine, schließt aber auch alle Gebiete der Welt mit ein, in denen es keinen Frieden gibt.

Bei einem Treffen in Hildesheim zeigte Generalvikar Martin Wilk Bischof Hontraschuk den Dom, speziell den Tausendjährigen Rosenstock. „Denn er ist ein Zeichen der Hoffnung. Nur wenige Monate nach der Zerstörung Hildesheims und des Domes zeigten sich hier erste neue Triebe“, erzählte Wilk und schenkte dem Bischof einen Rosenkranz, in dem Holz des Rosenstocks verarbeitet wurde. „Aber wir verschenken nicht nur einen Rosenkranz, sondern stehen solidarisch mit konkreten Hilfen an der Seite der Menschen in der Ukraine“, so der Generalvikar.

Begleitet wurde Bischof Hontraschuk von Domkapitular Roman Krat aus Odessa, der zur Zeit vor allem ukrainische Flüchtlinge in der Region Wolfsburg betreut, und Diakon Peter Wypich, die bei Unterhaltungen und Vorträgen die Rolle der Dolmetscher übernehmen.

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news-41583 Wed, 29 Oct 2025 10:07:00 +0100 Ausstellung "Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette" ist eröffnet https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/die-zirkulation-von-arbeit-kapital-und-leben-als-lieferkette/ Vom 29. Oktober 2025 bis 6. April 2026 ist im Dommuseum die Ausstellung "Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette. Das Potosí-Prinzip-Archiv erklärt einen Typus ecclesiae catholicae" von Alice Creischer und Andreas Siekmann mit Gastbeiträgen von Sonia Abián und Max... Alice Creischer und Andreas Siekmann thematisieren in einer drei Räume umfassenden Installation im Dommuseum Hildesheim Aspekte von historischer und gegenwärtiger Ökonomie, den Abbau von Silber und ‚seltenen Erden‘, die Verwertung von Nutzerdaten zeitgenössischer Kommunikationstechnologie sowie Kolonialismus und Mission. Mit dem ‚Potosí -Prinzip‘ kontextualisieren und interpretieren die Künstler:innen historische Objekte aus der Sammlung des Dommuseum Hildesheim neu.

Aus dem Silberberg bei der Stadt Potosí in Bolivien wurde im 16. Jahrhundert so viel Silber abgebaut, dass man sagte, man hätte damit eine Brücke über den Atlantik bis nach Spanien bauen können. Mit diesem Kapital wurde eine weltweite Dynamik in Gang gesetzt, die sich bis heute fortsetzt. Ihre Bestandteile sind Industrialisierung, Bankwesen und Handel ebenso wie Vertreibung und Verfügbarmachung von Personen sowohl in Europa als auch in den Kolonien. „Der Begriff Potosí-Prinzip verweist auf das Andauern einer Logik der Ausbeutung von Ressourcen und Menschen, die mit der Eroberung Südamerikas begann und bis jetzt anhält.“ so Creischer / Siekmann. ‚Potosí-Prinzip‘ war zugleich der Titel einer Ausstellung, die sich 2010 kolonialen Barockgemälden in Bolivien widmete. Zehn Jahre später entstand aus den zahlreichen Dokumenten und Quellen des Projektes ein Archiv. Das Projekt und das Archiv verstehen sich als kollektive Praxis eines kontinuierlichen Austauschs zwischen europäischen und südamerikanischen Künstler:innen und Autor:innen.

Diese Ausstellung entwickeln Creischer / Siekmann ausgehend von einem Leuchter aus dem 12. Jahrhundert, der aus dem Maasgebiet stammt und Bestandteil der Sammlung des Museums ist. Auf seinem Fuß sitzen drei Frauenfiguren als Allegorien der drei damals bekannten Kontinente Asien, Afrika und Europa. Europa und Afrika kommentieren die Künstler:innen durch eigene Kunstwerke und ergänzen sie thematisch um den vierten Kontinent, um Amerika. Afrika wird dabei etwa mit der Ausbeutung der Coltan-Minen im Kongo verbunden. Nach Südamerika führt die Installation ‚Druckerei‘ von Creischer / Siekmann. Sie ist gegenüber dem Wrisberg-Epitaph angebracht, einem Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, das die seltene Ikonographie der Sakramente der Kirche zeigt. Diese ‚Druckerei‘ ist eine Bilderzählung. Reproduktionen historischer Bilder zeigen die Motivwanderung der mystischen Weinpresse, Illustrationen der Montanindustrie, Hostien- und Münzpressen aus Potosí sowie indigene Zeugnisse der Missionierung in Bolivien im 16. Jahrhundert.

In ihren Werken nehmen die Künstler:innen Bezug auf die Formensprache der Wiener Methode der Bildstatistik und den Bilderatlas von Aby Warburg. Sie arbeiten mit einfachen Materialien und binden in ihrer Installation Kunstwerke unterschiedlichster Herstellung ein: Videoarbeiten, Gemälde, Zeichnungen, Plastiken aus Tierfell, Grafiken, konzeptuelle Textarbeiten, Keramikfiguren, Textilien sowie Audiospuren. Die den Kontinenten zugeordneten Werke werden durch die drei Räume verbunden mit dem aus dem Wrisberg-Epitaph entlehnten Motiv der ‚Kette‘. „Es scheint in unserer Recherche zu den Lieferketten zunächst um Extraktivismus und Ressourcenkriege zu gehen. Andererseits sagen uns die Bilder, dass diese Kriege verbunden sind mit einer Verwertung des freien Willens, kanalisiert in Einheiten – in Dämonen und in Aussagen – transportiert auf Halbleitern aus seltenen Erden, geplündert und gerafft in neuen Kriegen und der Diplomatie des ‚Geschäfts, das auf Trümmern gedeiht‘.“, so Creischer / Siekmann.

Alice Creischer (* 1960 in Gerolstein) und Andreas Siekmann (* 1961 in Hamm) arbeiten seit Jahrzehnten gemeinsam an künstlerischen Projekten, die sich ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen widmen. Seit den frühen 1990er Jahren werden Creischer / Siekmann international zu Einzelausstellungen eingeladen und sie waren an renommierten Gruppenausstellungen beteiligt, darunter die Documenta 11 (2002) und die Documenta 12 (2007), die Skulptur Projekte Münster 07 (2007) sowie die 13. Istanbul Bienniale (2013). Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen der renommiertesten Museen für Gegenwartskunst wie dem Museum Ludwig, Köln, dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (Spanien) sowie dem MoMA Museum of Modern Art, New York (USA). Für die hier vorgestellte Installation ist insbesondere die große Ausstellung „Das Potosí-Prinzip. Wie können wir das Lied des Herrn in einem fremden Land singen? Koloniale Bildproduktion in der globalen Ökonomie“ (2010/11) grundlegend.

Beteiligt an diesem Projekt war Sonia Abián (* 1966, Posadas, Argentinien), die in ihren Arbeiten Postkolonialismus und Feminismus verbindet. 

Als Autor, Kunstkritiker, Kurator und Künstler ist Dr. Max Jorge Hinderer Cruz (*1980, Heidelberg) tätig und er war Co-Kurator der Ausstellung ‚Das Potosí-Prinzip‘.

Tshibumba Kanda Matulu (* 1947 in Lubumbashi, Demokratische Republik Kongo; verschollen 1981 in Zaire) arbeitete als Maler und ist bekannt für einen Zyklus von 101 Gemälden, welche die Geschichte des Kongo zeigen.

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news-41570 Mon, 27 Oct 2025 16:19:27 +0100 Mit dem BONI-Bus ist Kirche auf dem Weg https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/mit-dem-boni-bus-ist-kirche-auf-dem-weg/ Sie sind gefragte Wegbegleiter – die BONI-Busse des Bonifatiuswerkes. Neun Fahrzeuge – acht BONI-Busse und ein Caddy – sind jetzt in Paderborn an Vertreter von Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen in ganz Deutschland übergeben worden. Gleich zwei Bullis gehen an die katholische Pfarrgemeinde St.... Ein Bulli wird in St. Michael zum Einsatz kommen, der andere in der Filialgemeinde St. Marien. Bislang waren dort zwei alte Bullis im Einsatz, die allerdings in die Jahre gekommen sind. „Wir werden die neuen Bullis vor allem für Freizeiten, aber auch für Fahrdienste einsetzen. Für nicht mehr so mobile Senioren ist es wichtig, dass sie zum Beispiel zu Gottesdiensten gebracht werden können“, sagte Henry Parrer aus der Gemeinde St. Marien.

Bonifatiuswerk-Generalsekretär Monsignore Georg Austen schickte die Fahrzeuge mit einem Reisesegen auf den Weg. Austen: „Mobilität und Begegnung sind zentrale Bausteine für die pastorale Arbeit. Die BONI-Busse sind mehr als nur Fahrzeuge. Sie sind Zeichen lebendiger Kirche, fahrende Wegbereiter und der Motor für Gemeinschaftserfahrungen. Sie bringen Menschen zusammen und ermöglichen, dass Glaube erlebbar, gefeiert und durch karitatives Handeln sichtbar wird – gerade dort, wo Katholikinnen und Katholiken weit verstreut leben.“ Wer mit einem BONI-Bus unterwegs sei, mache deutlich: „Wir sind Kirche auf dem Weg.“

Die neun jetzt übergebenen BONI-Busse werden in den (Erz-)Bistümern Berlin, Hamburg, Dresden-Meißen, Hildesheim, Osnabrück und Rottenburg-Stuttgart unterwegs sein. Die Fahrzeuge kommen in unterschiedlichen Bereichen des kirchlichen Lebens zum Einsatz: in der Kinder- und Jugendarbeit, der Seniorenbegleitung sowie der Bildungs- und Begegnungsarbeit.

Mit der Verkehrshilfe fördert das Bonifatiuswerk das kirchliche Leben in der Diaspora seit mehr als 75 Jahren. Das Hilfswerk unterstützt den Erwerb eines neuen BONI-Busses mit zwei Dritteln der Anschaffungskosten. Das gilt für Pfarrgemeinden und kirchliche Institutionen in deutschen Diaspora-Regionen mit einem Katholikenanteil von bis zu 20 Prozent. Auch in Nordeuropa sowie in Estland und Lettland fahren die Bullis dank der Förderung durch das Bonifatiuswerk. Etwa 600 der „mobilen Glaubenshelfer” sind derzeit in den Fördergebieten des Bonifatiuswerkes unterwegs. Die BONI-Busse haben sich über viele Jahre zum rollenden Markenzeichen des Bonifatiuswerkes entwickelt.

Fragen zu den BONI-Bussen beantwortet Thomas Twents, Leiter Projektverwaltung beim Bonifatiuswerk, unter Tel. 05251/29 96-57 und thomas.twents(ät)bonifatiuswerk.de. Weitere Informationen zur Verkehrshilfe gibt es auf www.bonifatiuswerk.de/de/hilfen/verkehrshilfe/

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news-41519 Thu, 23 Oct 2025 09:34:29 +0200 Ökumenisches Forum lädt ein: „Klima, Schöpfung – Hoffnung?“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/oekumenisches-forum-laedt-ein-klima-schoepfung-hoffnung/ Unter dem Titel „Klima, Schöpfung – Hoffnung? Eine Standortbestimmung.“ lädt das Ökumenische Forum am Donnerstag, 6. November 2025, um 19 Uhr zum Auftakt der UN-Klimakonferenz COP 30 in die Katholische Akademie Hannover ein. Im Fokus stehen auch die ambitionierten Ziele für Schöpfungsverantwortung... Zu den Hauptrednerinnen zählen Prof. Dr. Claudia Kemfert (DIW, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, Leuphana Universität) und Dr. Barbara Hendricks (ehemalige Bundesumweltministerin; Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken). Anschließend diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Kirchen über Wege zu einer nachhaltigen Transformation.

Veranstalter sind der Arbeitskreis Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und das Umweltteam des Bistums Hildesheim.

Weitere Informationen und Anmeldung

 

 

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news-41491 Tue, 21 Oct 2025 09:30:18 +0200 Pilgerfahrt des Bistums nach Rom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/pilgerfahrt-des-bistums-nach-rom/ Papst Franziskus hat das Jahr 2025 als Heiliges Jahr ausgerufen. Rund 440 Pilgerinnen und Pilger aus dem Bistum Hildesheim, davon 280 Jugendliche und junge Erwachsene, haben sich auf den Weg nach Rom gemacht. Unter dem Motto „Was glaubst du denn?“ haben sie sich die Gruppen im Heiligen Jahr 2025 auf den Weg in die Heilige Stadt gemacht, um ihren Glauben zu vertiefen, Gemeinschaft zu erleben, Papst Leo XIV. bei der Audienz auf dem Petersplatz zu begegnen und zusammen mit Bischof Heiner Wilmer SCJ im Petersdom eine heilige Messe zu feiern.

Die Pilgergruppen sind mit Bussen in Bremerhaven, Hannover, Braunschweig, Stade, Seesen, Göttingen und Duderstadt gen Süden gestartet.

Tag 1

Während die Erwachsenen-Gruppe eine Übernachtungspause in Österreich eingelegt hat, sind die Jugendlich in ihren Bussen die Nacht durchgefahren und um 13 Uhr im Camp Fabuolus in der Nähe von Rom eingetroffen. Sie nutzten den Nachmittag und Abend, um das Camp zu erkunden und sich gegenseitig kennenzulernen. Spontan kam auch Bischof Heiner Wilmer ins Camp, der bereits in der Woche zuvor eine Pilgergruppe aus dem Bistum begleitet hatte. Im Laufe des Abends erreichte dann auch die zweite Pilgergruppe das Reiseziel, ihr Hotel in Rom. Mit einem Abendimpuls endete dann jeweils für beide Gruppen dieser Tag des Ankommens.

Tag 2

Mit Hindernissen begann der nächste Pilgertag. Wegen einer großen Technologiemesse kam es in Rom zu einem Verkehrschaos. Der Gottesdienst im Benediktinerkloster begann eine Stunde später. Es war der erste gemeinsame Programmpunkt der beiden Pilgergruppen. Der Gottesdienst stand unter dem Leitwort „Taufe“. Den Rest des Tages verbrachten die Gruppen damit, Rom zu entdecken; die Jugendlichen in Form eines Orientierungslaufes, bei dem unter anderem auch biblischen Wissen gefragt war.

Tag 3

Bereits um 4.30 Uhr gab es im Camp bei den Jugendlichen Frühstück. Und eine Stunde später starteten die Busse in Richtung Petersplatz. Denn nur wer früh kommt, hat die Chance auf einen guten Platz bei der Generalaudienz mit dem Papst. Die Jugendlichen aus dem Bistum Hildesheim waren früh auf dem Petersplatz und hatten dem entsprechend sehr gute Plätze, zum Teil direkt am Fahrweg des Papamobils. Nach langem Warten war es um 10 Uhr so weit. Papst Leo XIV.  fuhr mit dem Papamobil auf den Platz und wurde von den rund 50.000 Menschen auf dem Petersplatz mit Begeisterung empfangen. Als die Pilgerinnen und Pilger begrüßt wurden, zeigten sich die Hildesheimer stimmgewaltig.

Während die Jugendlichen in Kleingruppen die Stadt auf eigene Faust erkunden durften, besuchten die Erwachsenen die Gemeinschaft San Egidio und feierten abends einen Gottesdienst in San Bartholomäo mit dem Hamburger Erzbischof Stefan Heße. Thema waren die „Lübecker Märtyrer“.

Der Abendimpuls bei den Jugendlichen beschäftigte sich mit dem Thema Hoffnung, schließlich, so machte es Marie-Claire Ritter deutlich, sind wir unterwegs als „Pilger der Hoffnung“.

Tag 4

Und als „Pilgerinnen und Pilger der Hoffnung“ machten sich die jungen Leute dann auf die „7-Kirchenwallfahrt“ zu den wichtigsten Kirchen Roms, um dort die jeweilige Heilige Pforte zu durchschreiten. „Dies ist keine Sp0rtveranstaltung, sondern es geht um euch und euren Glauben, darum, wo ihr gerade in eurem Leben steht, wie euer Verhältnis zu Gott, aber auch zu Freunden und Familie aussieht. Darüber wollen wir heute auf unserem Weg nachdenken. Es gibt Impulse, Bibelstellen, über die ihr miteinander ins Gespräch kommen sollt, aber auch Zeiten der Stille, des Schweigens, wo ihr allein mit euch und euren Gedanken seid“, sagte Domkapitular Marcus Scheiermann, der die Jugendlichen auf diesem Weg begleitete. Gestartet wurde in der Kirche „St. Paul vor den Mauern“. Es folgten San Sebastiano, die Lateran Basilika, San Croce, und Santa Maria Maggiore, in der Papst Franziskus begraben ist. Da San Lorenzo geschlossen war, wurde diese Kirche ausgespart.

Insgesamt sind bei dieser Pilgertour fast 130 Jugendliche und Begleiter die Strecke von rund 20 Kilometer durch Rom zu Fuß gelaufen, begleitet von einem großen Holzkreuz, das abwechselnd von den Jugendlichen getragen wurde. Die andere Teil der Jugendgruppe ist mit dem Bus zu den Kirchen gefahren. Beiden Gruppen gemein war, dass sie zum Teil rund eine Stunde in der Warteschlange der Heilig-Jahr-Pilger warten mussten, um durch die Sicherheitskontrollen schließlich in die Kirchen zu gelangen.

Die Erwachsenen-Gruppe besuchte an diesem Tag die Domitilla Katakomben und feierte dort eine heilige Messe mit Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. Anschließend fuhren sie mit Bussen einen Teil der Kirchen an, die auch die Jugendlichen besucht hatten.

Auch wenn die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fußgruppe abends müde und kaputt im Camp ankamen, gab es keine Ausfälle. Alle haben bis zum Schluss durchgehalten. Ihr Fazit reichte von "es war toll" bis "ich habe Gott gespürt".

Die siebte Kirche der Kirchenwallfahrt ist der Petersdom. Hier werden am letzten Tag der Romwallfahrt beide Pilgergruppen gemeinsam von der Engelsburg aus zum Petersdom ziehen, durch die Heilige Pforte gehen, um dann mit Bischof Heiner Wilmer die heilige Messe zu feiern.

Tag 5

Am letzten Tag der Romwallfahrt standen für die Jugendlichen gleich drei Highlights auf dem Programm. Gleich morgens besuchten sie die Domitilla-Catacomben, eine Begräbnisstätte der frühen Christen in Rom. Anschließend trafen sie sich mit der Erwachsenen-Gruppe auf der Piazza Pia vor der Engelsburg. Von hier ging es in einer Prozession die Via della Conciliazione entlang bis zum Petersplatz und nach einer letzten Sicherheitskontrolle weiter durch die Santa Porta, die Heilige Pforte hinein in den Petersdom. Dort feierten die Hildesheimer Pilgerinnen und Pilger zusammen mit Bischof Heiner eine heilige Messe in der Apsis, direkt hinter dem Papstaltar. 

Den Abschluss bildete dann ein Fest in der Casa La Salle, der Unterkunft der Erwachsenen-Gruppe.

Tag 6

Nach einer Woche voller Erlebnisse und Eindrücke hieß es für beide Pilgergruppen am Samstagmorgen dann Abschied nehmen von Rom. Während die Erwachsenen-Gruppe bereits in den Bussen saßen, mussten im Camp der Jugendlichen die Bungalows ausgefegt, die Betten abgezogen und die Koffer in die Busse geladen werden. Nach einem kurzen Impuls und dem Reisesegen starteten dann auch sie in Richtung Norden zurück ins Bistum Hildesheim. Die Jugendlichen fuhren die Nacht wie auf der Hinfahrt durch und kamen – unterstützt durch die Uhrumstellung – bereits am frühen Sonntagmorgen wieder wohlbehalten in der Heimat an. Die Erwachsenen legten für die Nacht einen Stopp ein und erreichten dann erst im Laufe des Abends wieder die Ausgangspunkte ihrer Pilgerfahrt.

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news-41485 Mon, 20 Oct 2025 14:58:53 +0200 Muttersprachliche Gemeinden pilgern zum Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/muttersprachliche-gemeinden-pilgern-zum-dom/ 50 Mitglieder der internationalen Gemeinden des Bistums Hildesheim pilgerten am Samstag zum Mariendom. An der Pilgerwanderung nahmen Gläubige aus den spanisch-, portugiesisch- und italienischsprachigen Gemeinden teil. Die Pilger legten rund 15 Kilometer von Sarstedt nach Hildesheim zurück. Die... Auch Nadine Willke, Koordinatorin der internationalen Gemeinden des Bistums Hildesheim, nahm am Pilgerweg teil. Organisiert wurde das Ereignis von der Spanischsprachigen Katholischen Mission mit Unterstützung von Pfarrer Thiago de Oliveira Raymundo und zahlreichen freiwilligen Helfern.

Die Pilger versammelten sich in der Pfarrei Heilig Geist in Sarstedt, wo sie sich gegenseitig vorstellten, beteten und ihre persönlichen sowie geistlichen Beweggründe für den Pilgerweg teilten. Der Weg führte entlang der sogenannten „Via Scandinavica“, einem Teil des Jakobsweges. Während des Pilgerwegs trugen die Pilger einen Jubiläumsstab als Zeichen des Heiligen Jahres.

Am Ufer der Innerste erlebten die Teilnehmenden Momente des Gebets, der Beichte und des Austauschs – im Geist des Themas „Der Pilgerweg als Erneuerung der Hoffnung auf Gott“. Auf halber Strecke, in Giesen, wurden die Pilger in der Pfarrei St. Vitus herzlich empfangen.

Nach sieben Stunden Fußmarsch erreichten die Pilger Hildesheim. Im Mariendom nahmen sie an einer Führung teil, um die religiösen, historischen und künstlerischen Besonderheiten der Kathedrale kennenzulernen. Anschließend blieb Zeit für Ruhe und persönliches Gebet.

Im Anschluss feierten die Pilger eine Heilige Messe im Dom, die von Generalvikar Martin Wilk zelebriert und von Pfarrer Thiago konzelebriert wurde. In seiner Predigt sprach der Generalvikar über das Gebet und den Glauben, ausgehend vom Evangelium nach Lukas 18,1–8. Während der Feier wurden das Evangelium sowie einige Gebete auch auf Spanisch vorgetragen. Den Abschluss der Messe bildete das Lied „Santa Maria del Camino“, das auf Deutsch und Spanisch gesungen wurde.

Nach der Messe hielten die Pilger das Ereignis mit einem offiziellen Gruppenfoto fest. Anschließend fand in der Heilig-Kreuz-Kirche eine Begegnung mit gemeinsamer Stärkung und der Übergabe der Teilnahmezertifikate mit den Stempeln der besuchten Kirchen statt.

Der Pilgerweg war für die Mitglieder der ausländischen katholischen Gemeinden eine wertvolle Gelegenheit, das Jubiläumsjahr 2025 im Bistum Hildesheim bewusst zu erleben. Zugleich bot er eine Möglichkeit der Begegnung zwischen Menschen aus verschiedenen Städten und zur Vertiefung des Glaubenslebens. Darüber hinaus hatten viele der Teilnehmenden erstmals die Gelegenheit, den Mariendom im Rahmen einer Führung kennenzulernen und mehr über seine Bedeutung für die katholische Kirche in Niedersachsen und in Deutschland sowie als UNESCO-Welterbe zu erfahren.

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news-41475 Mon, 20 Oct 2025 10:53:54 +0200 Weltmissionssonntag am 26.10.: Größte katholische Spendenaktion weltweit https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/weltmissionssonntag-am-2610-groesste-katholische-spendenaktion-weltweit-2/ Das Bistum Hildesheim und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Spenden für die größte weltweite katholische Solidaritätsaktion zum diesjährigen Weltmissionssonntag am 26. Oktober auf. Die Spendenaktion in über 120 Ländern ist für die Sozialarbeit und Seelsorge der Kirche in den ärmsten Regionen Afrikas,... „Das ist in Zeiten von Kriegen, Krisen und ausgrenzender nationalistischer Politik ein großartiges Zeichen des Zusammenhalts und der Nächstenliebe über Kontinente hinweg. Die Solidarität der Christinnen und Christen in Deutschland mit den Ärmsten ist vorbildlich. Sie zeigt, dass unser Land weltoffen ist und bleibt. Dafür sind wir echt dankbar“, sagt Dr. Sina Bierkamp, Referentin für internationale Beziehungen im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim.

In diesem Jahr hat missio Aachen vor dem Weltmissionssonntag Gäste der Kirche aus Myanmar nach Deutschland eingeladen. Seit Anfang Oktober informieren sie auf rund 200 Veranstaltungen bundesweit über ihre Arbeit in einem Land, das von Krieg und Naturkatastrophen gezeichnet ist.  

Zum Hintergrund: Die Kollekte zum Weltmissionssonntag wird in der katholischen Weltkirche im Auftrag des Papstes durchgeführt. Mehr als 120 Päpstliche Missionswerke sammeln dann auf allen Kontinenten für die soziale und pastorale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Bistümern der Welt. Die Kollekte fließt in einen globalen Solidaritätsfonds der Päpstlichen Missionswerke. Einmal im Jahr stimmen die Nationaldirektoren der rund 120 Päpstlichen Missionswerke darüber ab, welche Diözesen der ärmsten Ortskirchen mit der Sammlung unterstützt werden.

In Deutschland organisieren die Internationalen Katholischen Missionswerke missio Aachen und missio München als Mitglieder der rund 120 Päpstlichen Missionswerke die Kollekte zum Weltmissionssonntag. Mehr Infos unter: www.missio-hilft.de/wms

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news-41444 Wed, 15 Oct 2025 15:32:52 +0200 Aufarbeitungsumfrage: Teilnahme an drei Terminen per Telefon möglich https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/studie/ Mitmachen geht noch bis Ende Oktober: Das Forschungskonsortium zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim ruft die Katholikinnen und Katholiken in der Diözese auf, sich möglichst zahlreich an der aktuell laufenden Online-Umfrage der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu... Die Online-Umfrage ist seit dem 8. September 2025 erreichbar. Personen, die keinen Zugang zum Internet haben oder den Fragebogen lieber telefonisch ausfüllen möchten, können dies an den drei folgenden Terminen tun: am 16. Oktober von 12 bis 14 Uhr, am 23. Oktober von 16 bis 18 Uhr sowie am 24. Oktober von 10 bis 12 Uhr, jeweils unter der Telefonnummer (0155) 638 747 30.

Die Befragung richtet sich an alle Menschen ab 16 Jahren, die in der Diözese leben oder gelebt haben, in Einrichtungen, Verbänden, Schulen und Angeboten der katholischen Kirche im Bistum Hildesheim tätig sind oder diese nutzen beziehungsweise in der Vergangenheit genutzt haben. Auch Personen, die sich in anderer Weise dem Bistum zugehörig fühlen oder diesem nahestehen, sind eingeladen, sich an der Online-Umfrage zu beteiligen.

Die Teilnahme ist freiwillig und anonym möglich. Der Fragebogen ist bis zum 26. Oktober 2025 online erreichbar. Die Befragung ist ein Bestandteil der dritten großen Studie zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim, die im April gestartet ist. Mit der Durchführung hat die Diözese gemeinsam mit der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord ein interdisziplinäres Forschungskonsortium beauftragt.

Das aktuelle Vorhaben konzentriert sich nicht auf einzelne Zeiträume oder Personen, sondern untersucht sexualisierte Gewalt im gesamten Zeitraum von 1945 bis heute. Ziel ist es, Taten, Strukturen und Folgen systematisch zu untersuchen und aus den Ergebnissen Konsequenzen für Prävention, Erinnerungskultur und den Schutz vor zukünftiger Gewalt zu ziehen.

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news-41396 Thu, 09 Oct 2025 14:39:00 +0200 Bischof Wilmer: Papst richtet Scheinwerfer der Kirche auf die Armen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-wilmer-papst-richtet-scheinwerfer-der-kirche-auf-die-armen/ Am heutigen Donnerstag, 9. Oktober 2025, ist das Schreiben von Papst Leo XIV. mit dem Titel „Dilexi te – Über die Liebe zu den Armen“ veröffentlicht worden. Dazu äußert sich der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ: „Papst Leo XIV. richtet in seiner Exhortation „Dilexi te - Über die Liebe zu den Armen“ den Schweinwerfer der Kirche auf die Armen, die, so der Papst, eine „Familienangelegenheit“ sind. Ich finde es sehr wichtig, dass der Papst betont, dass die Armen zur Mitte der Kirche gehören. Diejenigen, die am Rande unserer Gesellschaft stehen, müssen wir unbedingt in den Fokus rücken. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Armut kann finanzielle, soziale, psychische oder politische Ursachen haben. Wir dürfen nicht wegschauen. Schauen wir genau hin. Machen wir den Rand zur Mitte.“

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