Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Sun, 29 Nov 2020 23:23:26 +0100 Sun, 29 Nov 2020 23:23:26 +0100 TYPO3 EXT:news news-25718 Sun, 22 Nov 2020 20:20:47 +0100 „Gott wird abwischen alle Tränen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gott-wird-abwischen-alle-traenen-25718/ In einem ökumenischen Gottesdienst haben am Sonntag im Hildesheimer Dom das Bistum Hildesheim und die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers der Menschen gedacht, die in den vergangenen Monaten durch das Corona-Virus gestorben sind. Den Berufsgruppen, die während der Corona-Pandemie... „Wir danken für die Menschen, die sich in ganz besonderer Weise für andere einsetzen, nicht selten bis zum Rand der Erschöpfung und sogar darüber hinaus“, sagte der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer in Richtung der etwa 20 anwesenden Vertreterinnen und Vertreter von Berufsgruppen, die während der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt sind. „Wir haben die Zuversicht, dass Gott uns mit seiner Liebe ganz umfängt, gerade dann, wenn wir traurig sind, wenn wir Angst haben und mutlos werden“, sprach der Bischof den Menschen in der Krise Trost zu.

„Welche Gnade ist es, dass unsere Gesellschaft nicht von Rücksichtslosigkeit, sondern von Barmherzigkeit zusammengehalten wird. Ich sage es Ihnen und damit all denen, für die sie hier stellvertretend sitzen: Sie sind ein Segen!“, dankte Landesbischof Ralf Meister den Helferinnen und Helfern in seiner Predigt. Der Winter werde hart mit seinen Einschränkungen. Aber trösten könnten uns die Worte aus der Bibel: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein.“

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil betonte, wie wichtig in dieser Zeit der Einsatz für andere Menschen ist: „Wie hoch wären die Opferzahlen wohl, hätten sich in den vergangenen Monaten nicht unzählige Menschen in den Dienst des Schutzes ihrer Mitmenschen gestellt?“ Ein Blick über unsere Grenzen zeige, dass Deutschland im internationalen Vergleich sehr gut abschneide. „Ich bin dankbar für eine Gesellschaft, in der es so viel Solidarität gibt“, so Weil. Diejenigen, die das Virus klein reden, seien eine Minderheit. Es gebe die Hoffnung, die Pandemie schrittweise immer besser unter Kontrolle zu bekommen. „Trauer – Dank – Zuversicht. Dieser Dreiklang ist die beste Grundlage dafür, uns auch weiter zusammen einer gemeinsamen Gefahr entgegen zu stemmen.“

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news-25695 Fri, 20 Nov 2020 17:54:41 +0100 Gedenkgottesdienst für Verstorbene aus der Wohnungslosenszene https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/namen-an-der-wand-kerzen-auf-dem-pflaster-25678/ Die Kirchen haben zusammen mit Diakonie und Caritas einen Gedenkgottesdienst für Verstorbene der Wohnungshilfe gefeiert – auf dem Raschplatz am Hannoverschen Hauptbahnhof. news-25676 Thu, 19 Nov 2020 15:50:42 +0100 Betroffeneninitiative erinnert mit Lichter-Aktion auf Domhof an Missbrauchsopfer https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/betroffeneninitiative-erinnert-mit-lichter-aktion-auf-domhof-an-missbrauchsopfer-25676/ Mit einer Lichter-Aktion vor dem Dom machte am Mittwochabend die Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim darauf aufmerksam, dass der bundesweite Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche auch im Bistum Hildesheim Spuren hinterlassen hat. Die Organisatoren um Jens Windel aus Algermissen... Generalvikar Martin Wilk als Vertreter der Bistumsleitung dankte den Organisatoren: „Mit den 154 Kerzen, die hier stehen, erinnern Sie an 154 Menschen, die in unserem Bistum in den letzten Jahrzehnten sexuelle Gewalt erlitten haben. Und die Kerzen stehen sicherlich auch für die, deren Fälle nie öffentlich geworden sind.“

Wilk räumte im Gespräch mit den Organisatoren und Betroffenen ein, dass die katholische Kirche in Hildesheim schuldig geworden sei, dass Verantwortliche nicht nur weggeschaut hätten, sondern durch Versetzungen von Tätern neue Taten ermöglicht hätten. Er betonte allerdings auch, dass man im Bistum Hildesheim ernsthaft dabei sei, diese Vergangenheit aufzuarbeiten und ab Januar, entsprechend den Vorgaben der Bischofskonferenz, intensiv mit der Betroffeneninitiative zusammenarbeiten wolle. „Wir werden Sie beim Aufbau eines Netzwerkes unterstützen“, so Wilk. Er dankte den Organisatoren ausdrücklich auch im Namen von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ für das Engagement und die Erinnerung an die Opfer. Wilk bat darum, dass man der Kirche auch die Zeit lasse, alles gründlich aufzuarbeiten. Er versicherte: „Wir haben das gleiche Anliegen. Auch wir wollen Aufklärung.“

Sowohl der Generalvikar als auch Andrea Fischer, die frühere Bundesgesundheitsministerin und Leiterin des Bischöflichen Beraterstabs zu Fragen sexuellen Missbrauchs im Bistum Hildesheim, führten intensive Gespräche mit den Organisatoren und Betroffenen. Windels Fazit des Abends: „Es war eine gelungene Veranstaltung – auch wenn wir aufgrund der heftigen Windböen unsere Lichter nicht anzünden konnten. Vor allem war es ein gutes Gespräch mit dem Generalvikar, auf das wir weiter aufbauen können.“

Die Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim ist im Internet zu finden unter www.betroffeneninitiative-hildesheim.de, Kontakt per Telefon über Jens Windel unter 0176 47611285.

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news-25664 Wed, 18 Nov 2020 09:54:19 +0100 Neuer Diözesanjugendseelsorger https://www.kirche-untereichsfeld.de/dekanat/aktuelles/artikel/news-title/neuer-dioezesanjugendseelsorger-25663/ Ab Sommer 2021 wechselt der bisherige Dekanatsjugendseelsorger im Untereichsfeld, Kaplan Matthias Rejnowski, als Diözesanjugendseelsorger nach Hildesheim. news-25659 Wed, 18 Nov 2020 08:51:00 +0100 „Niemand bleibt allein“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/niemand-bleibt-allein-25659/ Niemand soll allein bleiben – das ist der Wunsch, der sich mit einer kleinen Broschüre verbindet, die auf Initiative der Kirchen in Niedersachsen im Rahmen des Bündnisses „Niedersachsen hält zusammen“ herausgegeben worden ist. Die kostenfreie Broschüre ist über die Pfarrgemeinden und Einrichtungen... „Viele Menschen sind oder fühlen sich besonders in diesen Wochen allein“, betont Bischof Dr. Heiner Wilmer in einem Schreiben an die Mitglieder der Gemeinden im Bistum. Und das seien nicht nur ältere Menschen: „Auch Frauen und Männer, die jetzt von zu Hause arbeiten, erzählen von ihrer Einsamkeit vor dem Computer. Studierende, deren erstes Semester vor dem Bildschirm und nicht mit einem fröhlichen Studentenleben beginnt. Alleinstehende, denen der erneute Lockdown die Möglichkeiten zum Kontakt nimmt. So viele fühlen sich allein“, schreibt Wilmer. Die Broschüre will ein Zeichen setzen, dass in Niedersachsen keiner allein und einsam sein muss.

Der Bischof bittet darum, die Broschüre großzügig zu verteilen. Mit Gedanken, Bildern, Angebote, Tipps und Gebet soll sie die Menschen durch diesen Herbst und Winter begleiten, in dem erneut Begegnungen reduziert werden müssen.

Doch auch digital soll eine Vernetzung der Einsamkeit vorbeugen: „Machen Sie Jüngere darauf aufmerksam, sich auch digital unter #niemand-bleibt-allein zu vernetzen, Gedanken, Bilder und Ideen zu teilen“, ergänzt Wilmer. Das sei gerade für Jugendliche und insbesondere die Firmbewerberinnen und Firmbewerber eine gute Möglichkeit, sich zu beteiligen.

Einige Exemplare der Broschüre liegen in den Pfarrgemeinden vor. Kostenfrei können sie zudem bis zum 4. Advent bestellt werden unter: https://anmeldung.e-msz.de/content/niemand-bleibt-allein-3261. Die Broschüre bietet Platz für einen Gemeindestempel und eine persönliche Nachricht.

Das Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ ist ein überparteilicher Zusammenschluss von Politik und Zivilgesellschaft mit vielen relevanten Akteurinnen und Akteuren. Es dient der Stärkung des Zusammenhalts unserer Gesellschaft während und infolge der Coronakrise. Dem Bündnis können sich alle anschließen, die für eine freiheitliche, solidarische, tolerante und demokratische Gesellschaft einstehen.

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news-25671 Wed, 18 Nov 2020 08:13:00 +0100 Neue Perspektiven für junge Menschen in der Corona-Krise https://fiph.de/veroeffentlichungen/buecher/INE_2.php Die Initiative Niedersächsischer Ethikrat (INE) fordert in einer neuen Stellungnahme, die Perspektiven und Rechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Corona-Krise besser zu berücksichtigen. "Wir müssen Kinder und Jugendliche als Subjekte eigenen Rechts begreifen und in... news-25657 Tue, 17 Nov 2020 11:01:06 +0100 Balsam für die Seele https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/balsam-fuer-die-seele-25657/ In einem Gottesdienst am Montagabend hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ die Heiligen Öle geweiht, auch Chrisam-Öle genannt. Sie werden für die Sakramentenspendung im gesamten Bistum verwendet. „Manchmal brauchen wir eine Geste, die uns stärkt und aufrichtet, wenn es turbulent oder aussichtslos ist, um sich nach einer langen Anstrengung zu erholen. Jetzt in der Corona-Zeit besonders. Wir leben davon, dass unsere geschundenen Seelen Atmen holen dürfen.“ Mit diesen Worten begleitete der Hildesheimer Bischof die Weihe der drei verschiedenen Chrisam-Öle. Eines davon kommt bei der Krankensalbung zum Einsatz, um Kranke und Geschwächte zu stärken. Mit dem zweiten, dem sogenannten Katechumenenöl, werden Taufbewerber gesalbt und das dritte Öl, das Chrisam, wird bei Taufe, Firmung und Priesterweihe verwendet.

Normalerweise findet die Weihe der Heiligen Öle während eines festlichen Gottesdienstes für Jugendliche statt, die aus dem gesamten Bistum dafür anreisen. Sie wird begleitet von einem Rahmenprogramm mit Begegnung auf dem Domhof. In diesem Jahr konnte beides aufgrund der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie nicht stattfinden.

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news-25652 Tue, 17 Nov 2020 10:00:00 +0100 Kirchen gedenken der Corona-Verstorbenen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirchen-gedenken-der-corona-verstorbenen-25652/ In einem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 22. November, um 19 Uhr im Marien-Dom in Hildesheim gedenken das Bistum Hildesheim und die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers der Menschen, die in den vergangenen Monaten durch das Corona-Virus gestorben sind. Zugleich werden Bischof Dr.... Der Gottesdienst, der in Form einer Lichtfeier gestaltet und als Livestream im Internet übertragen wird, steht unter der Überschrift „Wir ersehnen einen neuen Morgen“. Zentrales Element wird ein Gedenken an all die Menschen sein, die am Corona-Virus verstorben sind.

„Für unsere Gesellschaft wünsche ich mir ein gemeinsames und öffentliches Gedenken. Im Gottesdienst möchten wir an all die Menschen denken, die während der Pandemie am Corona-Virus verstorben sind. In Gedanken und Gebeten werden wir auch bei allen Menschen sein, die um Verstorbene trauern und wegen der Pandemie-Beschränkungen nur im kleinen Kreis oder überhaupt nicht angemessen Abschied nehmen konnten,“ sagt Landesbischof Ralf Meister.

Im Dom werden zum Gedenken um 19 Uhr Kerzen entzündet. „Wir möchten ein Zeichen setzen: kein Mensch ist vergessen. Und vielleicht mögen auch Menschen zu Hause am Sonntagabend eine Kerze als Zeichen der Verbundenheit und des Gedenkens entzünden.“

Zu dem Gottesdienst werden einige wenige Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen eingeladen, die durch die Pandemie vor besonderen Herausforderungen stehen.

„Wir möchten in der Feier am Sonntag alle die Menschen würdigen, die in der Pandemiezeit jeden Tag dafür arbeiten, dass wir als Gesellschaft so gut wie möglich durch diese Zeit kommen. Deshalb haben wir stellvertretend einige Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Berufsgruppen aus Hildesheim und Umgebung eingeladen, um ihnen für ihren Dienst zu danken“, sagt Bischof Heiner Wilmer.

Ministerpräsident Stephan Weil wird zum Ende der Feier ein Grußwort im Namen des Landes Niedersachsen sprechen und die beiden Schwerpunkte des Gottesdienstes aufnehmen.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen ist eine Teilnahme am Gottesdienst nur für geladene Gäste möglich. Die gottesdienstliche Feier findet unter strikter Einhaltung eines Hygienekonzeptes statt, das den Vorgaben des Landes Niedersachsen entspricht.

Weitere Informationen

Der Livestream wird am Sonntag, 22. November 2020, um 19 Uhr über die Internetseiten des Bistums Hildesheim (www.bistum-hildesheim.de) und der Landeskirche Hannovers (www.landeskirche-hannovers.de) sowie über die Seite www.zuhause-gottesdienste.de zu sehen sein. Auch über die Facebook-Seiten des Bistums und der Landeskirche können Interessierte den Gottesdienst verfolgen.

Gedenkaktion #NiemandBleibtAllein am 22.11.2020

Im Gottesdienst im Hildesheimer Dom werden um 19 Uhr Kerzen zum Gedenken an Verstorbene entzündet. Die beiden Bischöfe Heiner Wilmer und Ralf Meister laden die Menschen dazu ein, auch zu Hause eine Kerze anzuzünden, zu fotografieren und die Bilder unter dem Hashtag #NiemandBleibtAllein in den Socialmedia-Kanälen zu teilen.

Hinweis für Medienvertreter*innen

Eine Teilnahme am Gottesdienst oder Interviews mit den beiden Bischöfen sind nur nach Anmeldung im Vorfeld möglich an: Bischöfliche Pressestelle Hildesheim, Dr. Petra Meschede, 05121-307823, petra.meschede(ät)bistum-hildesheim.de. Gerne stellen wir auf Anfrage auch den entsprechenden Link zur Verfügung, um den Livestream in Internetseiten und Socialmedia-Kanäle zu integrieren.

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news-25624 Fri, 13 Nov 2020 10:12:58 +0100 Die Vielfalt der Dombibliothek in einem Buch https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-vielfalt-der-dombibliothek-in-einem-buch-25624/ Die Suche nach dem Stein der Weisen, die Kunst zu sterben oder die Frage, wie der Rattenfänger nach Hildesheim kam – all das findet sich in einem Buch, das die Direktorin der Dombibliothek Hildesheim geschrieben hat. Dr. Monika Suchan stellt besondere Bücher aus dem Bestand der Bibliothek vor und... Dazu passt auch der Titel von Suchans Werk: Buch-Geschichten in Raum und Zeit aus der Dombibliothek Hildesheim. Erschienen ist es im Verlag Schnell + Steiner, Regensburg, in Zusammenarbeit mit der Bernward Medien GmbH, Hildesheim. Es hat 128 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen und kostet 24,95 Euro.

Die in dem Buch in den Mittelpunkt gerückten historischen Werke waren anlässlich des 1200-jährigen Bestehens des Bistums Hildesheim vor fünf Jahren gemeinsam mit weiteren Exponaten Thema einer digitalen und interaktiven Präsentation in der Bibliothek. Über mehr als ein Jahr wurde jede Woche ein Buch oder eine Handschrift aus dem Bestand des Hauses vorgestellt, insgesamt 64 Objekte aus allen Bereichen bzw. Epochen der Sammlung, die das Bistum seit seiner Gründung begleitet.

Aus dem Fundus der Ausstellung „64“ erwuchs die Auswahl der Objekte, die in Suchans Buch präsentiert werden. Sie spiegelt die Bestandsstruktur der Dombibliothek Hildesheim, ohne den Anspruch zu erheben, repräsentativ zu sein.

Diese Werke erzählen von Reisen zu fernen Kontinenten, seltsamen Reglementierungen des Alltagslebens oder der Suche nach dem Stein der Weisen. In neun Kapiteln werden nicht nur interessante oder kuriose Texte vorgestellt, sondern immer auch die Geschichten der Bücher selbst erzählt.

Bekannt ist die Dombibliothek Hildesheim für ihre einzigartigen historischen Buch- und Handschriftenbestände, die bis in die Anfänge des Bistums vor 1200 Jahren zurückreichen. Über diese umfangreichen Bestände aus Theologie, Philosophie, Geschichte, Kunst und Kultur, Jurisprudenz, klassischer Philologie sowie Mathematik und Naturwissenschaften hinaus gibt es in der Dombibliothek viele Bücher, die man dort nicht vermuten würde.

Das Buch (ISBN 978-3-7954-3594-3) kann im Domfoyer (Eingang zum Dommuseum Hildesheim), im Online-Shop des Dom (www.domshop-hildesheim.de), in der Dombibliothek und über den Verlag Schnell + Steiner (www.schnell-und-steiner.de) erworben werden.

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news-25613 Wed, 11 Nov 2020 21:06:40 +0100 Ein Netzwerk der Nächstenliebe https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/fuer-ein-netzwerk-der-naechstenliebe-25610/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ war jetzt erstmals bei der Malteser Migranten Medizin (MMM) in Hannover zu Gast. Die Möglichkeiten der medizinischen Versorgung haben ihn als Schirmherren des Projektes beeindruckt.  news-25595 Wed, 11 Nov 2020 10:30:00 +0100 Bistum Hildesheim ordnet außerschulische Bildungsangebote neu https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-ordnet-ausserschulische-bildungsangebote-neu-25595/ Mit dem Ziel, die diözesane Bildungslandschaft zu entwickeln und zukunftsfest zu machen, strukturiert das Bistum Hildesheim seine außerschulischen Bildungseinrichtungen um. Die Herausforderungen, die der digitale Wandel an alle Bildungsanbieter stellt, werden dabei besonders im Blick sein. Zugleich... Auch unter veränderten Bedingungen will das Bistum den Menschen ein umfangreiches Bildungsangebot machen, das sie darin unterstützt, aus dem Evangelium heraus zu leben und positiv in die Gesellschaft hineinzuwirken. Die Ausrichtung der diözesanen Bildung soll geistlich, identitätsstiftend, regional, lebensnah und stärker als bisher digital sein, etwa durch eine in der Entwicklung befindliche digitale Domschule.

Dazu sagt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ: „Es ist wichtig, dass wir als Gläubige im Sinne einer christlichen Herzensbildung immer wieder miteinander lernen, wie wir die frohe Botschaft leben und auch verkündigen können. Dabei helfen uns vielfältige Bildungsangebote, die nicht nur fundiert sind, sondern auch viele Veranstaltungen vor Ort und digitale Formate beinhalten. Um das zu erreichen, werden wir uns im außerschulischen Bildungsbereich neu aufstellen.“

Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umbrüche und zurückgehender finanzieller Mittel seien nun nachhaltige Veränderungen notwendig, betont der Bischof. „Ich bin mir bewusst, dass die mit der Neuausrichtung verbundene Schließung unserer Bildungshäuser in Goslar, Helmstedt und Germershausen schmerzhaft ist. Wir werden alles tun, um für die Mitarbeitenden der Häuser gute Alternativen zu ihren bisherigen Tätigkeiten zu finden“, so Wilmer.

Der Umbau der diözesanen Bildungslandschaft sieht konkret vor, die bisher im St. Jakobushaus in Goslar angesiedelte Katholische Akademie des Bistums Hildesheim nach Hannover an den Standort Gerberstraße 26 zu verlegen, an dem das Forschungsinstitut für Philosophie, das Katholische Forum Niedersachsen (KFN) und die Landesgeschäftsstelle der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) ihren Sitz haben.

Das KFN wird zum 1. Januar 2022 als eigenständige Institution aufgegeben und mit seinen Aufgaben und Veranstaltungsformaten in die Akademie integriert. Die Akademie wird in die Räumlichkeiten des KFN und der KEB einziehen.

Geplant ist, dass die Akademie als Dialog-Plattform bistumsweit Veranstaltungen zu Gesellschaft, Kirche, Glauben, Philosophie und Kultur anbieten sowie Internet-Nutzerinnen und -Nutzern ein umfangreiches digitales Angebot machen wird. Die Akademie soll ihren Betrieb zum 1. Januar 2022 aufnehmen. Der Name der Akademie steht noch nicht fest.

Mit der Verlagerung der Akademie nach Hannover wird der Bildungsbetrieb im St. Jakobushaus zum 31. Juli 2021 eingestellt. Einige Aufgaben und Angebote der Heimvolkshochschule werden dann von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) übernommen. Die KEB organisiert Bildungsveranstaltungen zu religiösen, ethischen und sozialpolitischen Themen und ist durch ihre dezentrale Organisation in der gesamten Fläche des Bistums und dabei besonders in der Arbeit mit Menschen in schwierigen Lebenslagen präsent.

Die Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg in Holle im Landkreis Hildesheim wird zu einem Zentrum für Jugendpastoral weiterentwickelt. In diesem Zusammenhang wird das Haus Wohldenberg in Zukunft die Tage religiöser Orientierung für Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassenstufe ausrichten, die bisher in der Begegnungsstätte Kloster St. Ludgerus in Helmstedt veranstaltet worden sind. Mit dieser Entscheidung wird auch die Auslastung des Hauses Wohldenberg an Werktagen verbessert.

Das Kloster St. Ludgerus gibt seinen Betrieb als Begegnungsstätte mit Beleghaus zum 31. Dezember 2020 auf. In St. Ludgerus wurden bisher hauptsächlich Tage religiöser Orientierung angeboten. Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie ist das seit Monaten nicht mehr möglich. Die Nutzung des Hauses als Mensa für die katholische Grundschule vor Ort bleibt bestehen. Das Gebäude befindet sich im Besitz der Pfarrgemeinde St. Ludgerus. Das neue pastorale Team der Pfarrgemeinde, das im kommenden Juni seinen Dienst aufnimmt, wird klären, welche Möglichkeiten der Nachnutzung bestehen und weiterverfolgt werden können.

Die Bildungsstätte St. Martin in Germershausen wird ebenfalls zum 31. Dezember 2020 geschlossen. Zu diesem Datum endet der Überlassungsvertrag mit der Ordensgemeinschaft der Augustiner, denen eine Hälfte des Gebäudekomplexes gehört. Die zweite Hälfte gehört dem Bistum. Die Augustiner haben 2019 das Kloster verlassen und bewirtschaften ihren Teil des Gebäudekomplexes nicht mehr. Sie streben einen Verkauf des Gebäudekomplexes gemeinsam mit dem Bistum an.

Für St. Jakobus, St. Ludgerus und St. Martin wäre bei Weiterführung in den kommenden Jahren ein erheblicher Sanierungsbedarf mit entsprechend hohem Kostenaufwand zu erwarten.

Alle Mitarbeitenden werden nach Schließung der Häuser zunächst weiterbeschäftigt. In Zusammenarbeit mit den Mitarbeitervertretungen sondiert die Personalabteilung des Bistums ab sofort alternative Entwicklungs- und Arbeitsmöglichleiten für alle Beschäftigten.  

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news-25591 Tue, 10 Nov 2020 11:09:44 +0100 Braunschweig hält zusammen https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/braunschweig-haelt-zusammen-25590/ Während des Teil-Lockdowns melden sich Braunschweiger Bürgerinnen und Bürger per Video-Botschaft zu Wort, darunter auch Propst Reinhard Heine. Sie alle wollen Mut machen, die Herausforderungen der Pandemie als Stadtgesellschaft zu bewältigen. news-25521 Sat, 31 Oct 2020 17:34:28 +0100 Bischof dankt allen Mitarbeitenden für Nähe und Solidarität https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-dankt-allen-mitarbeitenden-fuer-naehe-und-solidaritaet-25521/ Angesichts der erneuten Beschränkungen aufgrund von Corona dankt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ allen Mitarbeitenden im Bistum für ihre Bemühungen um Nähe und Solidarität mit denen, die sie benötigen. Er bittet darum, diese Menschen auch weiterhin nicht aus dem Blick zu lassen - aber auch auf sich... Die Worte des Bischofs im Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, liebe Mitbrüder,

es wird November, ein Monat, der ohnehin oft dunkel und manchmal sogar trostlos wirkt. In diesem Jahr setzt sich auf diese gedrückte Stimmung auch noch das Corona-Virus.

Die Natur fährt zurück und auch wir sind aufgerufen runterzufahren, Kontakte zu meiden, Verzicht zu üben. Der einen oder dem anderen geht hier schon etwas der Atem aus. Wieder müssen wir uns neu erfinden, Zurückhaltung üben, obwohl wir das Gegenteil bräuchten. Vor kurzem habe ich eine ältere Frau sagen hören: „Ich würde so gern jemanden in den Arm nehmen.“ Ja. Genau.

Dazu kommt, dass viele Menschen wieder um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten. Dies ist alles andere als leicht. Es geht ans Eingemachte.

In dieser wirklich herausfordernden Zeit danke ich Ihnen von Herzen für alle Nähe, die Sie schenken, für alle Solidarität, die Sie mit denen üben, die sie gerade bitter nötig haben. Danke für alle Kreativität, die Sie entwickeln, um Distanzen zu überwinden, um Ängste zu teilen, um Leere zu füllen.

Viele von Ihnen sind mitten in den Weihnachtsvorbereitungen. Sie arbeiten gerade noch härter, um andere zu stützen, zu begleiten, zu trösten. Danke für alles, was Sie tun.

Dieses für andere Dasein - trotz eigener Ängste und Unsicherheiten - kostet Kraft und Durchhaltevermögen. Mir ist daher in diesen Tagen ein Gedicht von Madeleine Delbrêl sehr wichtig. Sie ist davon überzeugt: Wenn wir Gottes Augen in den unseren erwachen lassen, sein Herz sich in unserem Herzen öffnet, „fühlen wir, wie unsere schwächliche Liebe aufblüht, sich weitet wie eine Rose, zärtlich und ohne Grenzen für alle diese Menschen, die hier um uns sind.“

Gott blickt uns liebend an. Lassen wir uns diesen liebenden Blick Gottes schenken, lassen wir uns seine Liebe schenken, die in uns aufblüht. Seine Kraft macht uns kraftvoll, sein Geist macht uns geistreich, sein Leben macht uns lebendig.

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Passen Sie gut auf sich auf. Lassen Sie sich und lassen Sie einander nicht aus dem Blick. Durch Ihre Augen blickt auch ein anderer. Bleiben Sie bitte auch bei denen, die diesen göttlichen Blick besonders brauchen. So können wir den Herausforderungen, vor die wir gestellt sind, besser begegnen und Weihnachten entgegensehnen.

Bleiben Sie behütet!

 

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news-25493 Wed, 28 Oct 2020 12:13:01 +0100 Beschuldigter Geistlicher bleibt weiterhin beurlaubt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/beschuldigter-geistlicher-bleibt-weiterhin-beurlaubt-25493/ Gegen den im Dezember 2019 wegen Vorwürfen der sexualisierten Gewalt beurlaubten Geistlichen gibt es zwei weitere Hinweise auf mögliche Fehlverhalten, die beim Bischöflichen Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt eingegangen sind. Beide Hinweise beziehen sich auf mögliches grenzverletzendes... Aus diesem Grund kann das Bistum Hildesheim zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben machen. Die Diözese wird die Öffentlichkeit informieren, sobald eine Prüfung und Bewertung der Sachlage durch den Bischöflichen Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt vorliegen und das Gremium dem Bischof eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen ausgesprochen hat. Bis zu dieser Klärung hält Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ an der Beurlaubung des Geistlichen fest.

In Bezug auf die im November 2019 mitgeteilten Vorwürfe einer Frau gegen den Priester ist ein Verfahren vor einem Kirchengericht nicht möglich. Das hat die Glaubenskongregation des Vatikans dem Bistum Hildesheim mitgeteilt. Demnach hatte die betroffene Person zum Zeitpunkt des Tatvorwurfs das Ende der kanonischen Schutzaltersgrenze erreicht, war also zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Taten Anfang der 1980er-Jahre mit damals mindestens 16 Jahren aus kirchenrechtlicher Sicht bereits volljährig.

Beurteilungsgrundlage für die Glaubenskongregation war eine kirchenrechtliche Voruntersuchung, mit der ein von der Kirche unabhängiger, pensionierter Berufsrichter beauftragt gewesen war. Der Richter hatte in diesem Zusammenhang den Geistlichen zu den Vorwürfen befragt. Der beschuldigte Priester hatte die Schilderungen der Frau dabei als im Wesentlichen zutreffend eingeräumt.

Das Bistum Hildesheim hat der Betroffenen auf Grundlage einer entsprechenden Empfehlung der zuständigen Zentralen Koordinierungsstelle der Deutschen Bischofskonferenz 3000 Euro in Anerkennung des Leids gezahlt. Außerdem trägt die Diözese die laufenden Kosten für eine therapeutische Behandlung der Frau.

Der Geistliche hat in eigener Entscheidung dem Bistum Hildesheim die Anerkennungszahlung in Höhe von 3000 Euro erstattet und die Summe an die Frau auf 10.000 Euro aufgestockt. Weiterhin hat er der Betroffenen einen Entschuldigungsbrief geschrieben.

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt gibt es im Bistum Hildesheim professionelle Ansprechpersonen, die von der Kirche unabhängig sind. Die Kontaktdaten dieser vier Fachleute sind unter dem folgenden Link zu finden: www.bistum-hildesheim.de/missbrauch.

Der Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt ist telefonisch (05121-17 48 266) und per E-Mail erreichbar (beraterstab(ät)bistum-hildesheim.de).

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news-25486 Mon, 26 Oct 2020 16:23:15 +0100 Niedersächsische Kirchen veröffentlichen Erklärung zur Pandemie https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/niedersaechsische-kirchen-veroeffentlichen-erklaerung-zur-pandemie-25486/ Angesichts des erneut steigenden Infektionsgeschehens der Pandemie haben die leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Niedersachsen und der katholischen Bistümer am Montag eine gemeinsame Erklärung abgegeben. In einer gemeinsamen Pressekonferenz im Leibnizsaal der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover stellten Landesbischof Ralf Meister, zugleich Ratsvorsitzender Konföderation der evangelischen Kirchen in Niedersachsen, und Dr. Heiner Wilmer, Bischof des Bistums Hildesheim, die Erklärung vor. „Die Corona-Pandemie ist eine gesundheitliche, soziale und ökonomische Katastrophe ungeahnten Ausmaßes“, sagte Bischof Wilmer zu Beginn. Die Stärke der Kirchen liege nun in der tatkräftigen Unterstützung von Menschen, die Hilfe benötigten, sowie der seelsorgerlichen Begleitung.

Bischof Wilmer rückte dabei den besonderen Augenmerk auch auf das Sterben. „Alte, kranke und sterbende Menschen“ sollten nicht alleine gelassen werden. Landesbischof Meister sagte: „Wir befinden uns heute in einer anderen Situation als im März: Wir können auf sieben Monate Erfahrung mit der Pandemie zurückgreifen. Wir wissen, welche Schutzmaßnahmen wirkungsvoll sind, es stehen Masken und Schutzkleidung zur Verfügung. Von daher stehen uns Möglichkeiten zur Verfügung, damit Angehörige und Seelsorgerinnen und Seelsorge Kranke und Sterbende auch in dieser Krisensituation begleiten können.“

Meister stellte zudem die besondere Bedeutung der gemeinsamen ökumenischen Erklärung aller Bischöfe in Niedersachsen heraus. „Davon hat es bisher nicht viele gegeben.“ Es sei ein „deutliches Signal“, die Bewältigung der Pandemie sei ein gesamtgesellschaftliches Projekt in dem keine neuen Grenzen gezogen werden dürften. „Die Erklärung der niedersächsischen Bischöfe will keine Interpretation der aktuellen Corona-Verordnung sein. Sie will ein Zeichen des Trostes und der Hoffnung setzen. Unsere Gesellschaft darf nicht in der Furcht gefangen bleiben, denn das ist für eine Demokratie keine Option.  Es muss für uns alle darum gehen, dass in der Pandemie keine Menschen ausgegrenzt werden, sondern dass wir einander aus Liebe helfen.“

Beide Bischöfe plädieren dafür, auch die jungen Menschen in dieser Notlage nicht aus dem Blick zu verlieren. Schulen und Kindertagesstätten könnten auf den Lernerfahrungen der vergangenen Monate auf einer ganz anderen Basis offengehalten werden als noch zu Beginn der Pandemie. Bischof Wilmer nannte die politischen Entscheidungen zur Pandemie weiterhin „schwierig und hochkomplex“. Wer zuviel lockere, gefährde Menschen. „Wer zu wenig lockert, gefährdet wirtschaftliche Existenzen und riskiert soziale Folgeschäden, etwa durch Arbeitslosigkeit, Vereinsamung, Krankheit oder kaum aufzuholende Bildungsdefizite.“

Mit Blick auf die Gottesdienste wiesen die leitenden Geistlichen auf den bereits mitgetragenen Eingriff in die Religionsfreiheit hin. Die im Dienste des Infektionsschutz erteilten Auflagen trügen die Kirchen in Solidarität mit allen Menschen in der Gesellschaft, sagte Wilmer. Die Gemeinden, so Landesbischof Meister, hätten in den vergangenen Monaten mit großer Verantwortung die notwendigen Hygienekonzepte entwickeln und umsetzen können, um die Kirchen weiterhin mit der gebotenen Vorsicht offenzuhalten. Dies gelte weiterhin. Auch und gerade zu Weihnachten, wie beide Bischöfe betonten. „Weihnachten ist das Fest der Hoffnung“, sagte Wilmer, „und der Mensch hat ein Grundrecht auf Hoffnung.“ Auch wenn die Weihnachtsgottesdienste in diesem Jahr aller Voraussicht nach vor allem draußen stattfänden und kürzer ausfielen, „werden wir in diesem Jahr vielfältiger und kreativer feiern als je zuvor“, sagte Meister. 

Die Erklärung der Bischöfe trägt als Titel das Bibelzitat "Tröstet, tröstet mein Volk, spricht euer Gott" (Jesaja 40,1). Sie ist unterzeichnet von den katholischen Bischöfen Franz-Josef Bode (Osnabrück), Heiner Wilmer (Hildesheim) und Wilfried Theising (Offizialat Vechta). Für die evangelische Kirche unterschrieben die Bischöfe Thomas Adomeit (Oldenburg), Ralf Meister (Hannover), Christoph Meyns (Braunschweig), Karl-Hinrich Manzke (Schaumburg-Lippe) sowie der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Martin Heimbucher.

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news-25405 Tue, 13 Oct 2020 09:54:34 +0200 Gemeinsam den Glauben weitertragen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gemeinsam-den-glauben-weitertragen-25405/ Eigentlich sollte zum Tag der muttersprachlichen Gemeinden ein großer internationaler Gottesdienst im Dom gefeiert werden. Stattdessen trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden mit Bischof Dr. Heiner Wilmer online. Bischof Heiner Wilmer begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der verschiedenen katholischen muttersprachlichen Missionen unter anderem auf Spanisch, Italienisch, und Polnisch. „Ich bedauere, dass wir uns nicht direkt, so wie eigentlich geplant im Dom treffen können, aber ich bin dankbar, dass wir nun online in Kontakt treten können“, betonte er. Ziel des Treffens war, miteinander ins Gespräch zu kommen.

Rat Christian Hennecke, der zusammen mit Nadine Willke das Treffen moderierte, machte anhand einer Grafik deutlich, wie hoch der Anteil der Katholiken mit anderen Muttersprachen als Deutsch im Bistum ist. „Das ist ein Drittel aller Gläubigen“, erklärte er und wies dabei auf den Glaubensschatz, auf die kirchlichen Bräuche und Traditionen hin, die sie mitgebracht und so das kirchliche Leben im Bistum bereichert hätten.

Viele Themen wie Inkulturation, Glaubensweitergabe oder die ganz praktische Frage der portugiesischen Mission nach einem Raum, um sich zu treffen und ihre Trachten und Instrumente unterzustellen, wurden angesprochen. Beim Thema Gottesdienste zu Corona-Zeiten warb Hennecke für Hybridformate, wo ein Teil der Gläubigen im Gottesdienst dabei ist und ein anderer Teil ihn am Bildschirm verfolgen kann. Immer wieder wurde die Bedeutung der eigenen Identität, den Wurzeln in der jeweiligen Kultur betont, aber gleichzeitig auch das Bestreben, in den Gemeinden vor Ort Fuß zu fassen und gemeinsam den Glauben zu leben und weiterzutragen zum Beispiel bei großen Glaubensveranstaltungen wie der zentralen Fronleichnamsfeier in Hannover.

Die geäußerte Idee zu einer gemeinsamen Pilgertour griff Bischof Wilmer sofort auf, würde sie gerne als internationale Wallfahrt „wo alle dabei sind“ etablieren. Auch nutzte er das Treffen, um für das Godehardjahr zu werben. „Zwei große Veranstaltungen sind angedacht, eine Wallfahrt 2022 von Niederalteich nach Hildesheim und ein großes Glaubensfest 2023 in Hannover. Ich würde mich freuen, wenn sie dabei sind“, so der Bischof.

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news-25326 Thu, 08 Oct 2020 11:26:05 +0200 Domkapitel führt zweiten Sonntagsgottesdienst im Dom ein https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/domkapitel-fuehrt-zweiten-sonntagsgottesdienst-im-dom-ein-25326/ Im Hildesheimer Dom wird es ab dem 25. Oktober 2020 am Sonntag künftig zwei Gottesdienste geben. Das Domkapitel hatte in den vergangenen Wochen registriert, dass die Anzahl der Anmeldungen für die Heilige Messe um 10 Uhr regelmäßig höher lag als die derzeit maximal mögliche Anzahl an Teilnehmenden. Aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Infektionsschutzregeln ist die Anzahl der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in der Bischofskirche aktuell auf 84 Personen pro Gottesdienst beschränkt. Deshalb wird nun zusätzlich zur Eucharistiefeier um 10 Uhr eine weitere um 12 Uhr angeboten.

Ebenso wird ab Montag, 26. Oktober 2020, wieder täglich um 7.15 Uhr eine Frühmesse angeboten. Diese neue Gottesdienstordnung gilt zunächst bis einschließlich Januar 2021. Eine Gottesdienst-Teilnahme während der derzeitigen Pandemie-Lage ist nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich. Gläubige können sich im Internet anmelden (https:\\dom-hildesheim.secretarius.de). Alternativ ist die Anmeldung telefonisch unter 05121-307 362 (Montag bis Freitag, 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr) oder per E-Mail (dombuero@bistum-hildesheim.de) möglich.

Darüber hinaus können Gläubige ab Freitag, 23. Oktober 2020, im Dom wieder das Beichtsakrament empfangen. Wer dies möchte, wird gebeten, sich jeweils um 17.30 Uhr an der Bernwardsäule einzufinden. Die Beichte kann dann in der Laurentiuskapelle unter Einhaltung der Abstandsregelungen stattfinden. Der die Beichte hörende Priester wird die Gläubigen nacheinander in die Sakramentskapelle bitten. Die Beichte kann aufgrund der Hygienevorschriften nicht in den Beichtstühlen angeboten werden.

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news-25240 Tue, 29 Sep 2020 11:40:23 +0200 Debatte um den Dritten Weg https://www.kath-kirche-hannover.de/presse/news-anzeigen/artikel/debatte-um-den-dritten-weg/ Was ist das Besondere am kirchlichen Arbeitsrecht? Wo liegen die Defizite? Darüber haben kirchliche Mitarbeitervertreter bei ihrer Delegiertenversammlung in Hannover mit Generalvikar Martin Wilk diskutiert. news-22088 Thu, 24 Sep 2020 10:36:31 +0200 „Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs weiter vorantreiben“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/aufarbeitung-sexuellen-missbrauchs-weiter-vorantreiben-22088/ Die drei Bistümer der Metropolie Hamburg, zu der neben dem Erzbistum Hamburg die Bistümer Hildesheim und Osnabrück gehören, wollen die Aufklärung und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch künftig gemeinsam weiter vorantreiben. Dazu wird jetzt die Umsetzung der gemeinsamen „Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ auf den Weg gebracht.

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße erklärte dazu am Donnerstag, 24. September: „Wir haben in der Deutschen Bischofskonferenz festgelegt, dass sich jedes der 27 Bistümer zu den verpflichtenden Standards, die in der Erklärung niedergeschrieben sind, bekennt. Ich bin sehr froh, dass meine Mitbrüder Bischof Franz-Josef Bode und Bischof Heiner Wilmer sofort zugestimmt haben. Wir kommen als Metropolie Hamburg dieser Verpflichtung jetzt nach und werden als drei Bistümer gemeinsam die Standards umsetzen. Da interdözesane Kommissionen laut Erklärung möglich sind, werden wir als Metropolie gemeinsam eine entsprechende Kommission und einen Betroffenenbeirat einrichten“.

Erzbischof Heße und die Bischöfe Bode und Wilmer haben beschlossen, dass das Erzbistums Hamburg die Federführung für die Vorbereitung des Projektes übernimmt. Als verantwortliche Leiterin des Projektes wird Frau Monika Stein, die Präventionsbeauftragte des Erzbistums, eingesetzt. Auf der nächsten Sitzung der Metropolie im November werden nach Worten Heßes weitere Details erörtert. Die Einsetzung einer entsprechenden Kommission könnte dann zur Jahreswende erfolgen, so der Erzbischof.

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode erklärte dazu: „Die umfassende Aufarbeitung von sexueller Gewalt und von Machtmissbrauch in der katholischen Kirche ist unabdingbar. Sie muss die Initiativen und Bemühungen ergänzen und erweitern, die bislang in den Bistümern erfolgt sind, zum Beispiel im Bereich der Prävention, der Hilfen für Betroffene sowie in dem Umgang mit Beschuldigten und in der Sanktionierung von Tätern. Auch die historische Aufarbeitung des Unrechts sind wir den Betroffenen schuldig. Die dafür vorgesehene gemeinsame Kommission unserer drei Bistümer wird sich mit externen Fachleuten in transparenter und unabhängiger Weise dieser notwendigen, aber auch schwierigen Aufgabe widmen.“

Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer sagte: „Unsere Kirche hat durch die Verbrechen des sexuellen Missbrauchs und des Wegschauens eine riesige Schuld auf sich geladen. Eine transparente und möglichst vollumfängliche Aufarbeitung des Unrechts durch externe Fachleute ist alternativlos. Zugleich müssen sich die Betroffenen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Anliegen der Aufarbeitung wiederfinden. Die gemeinsame Kommission mit dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Osnabrück wird dafür Sorge tragen, dass wir im Umgang mit diesem traurigen und zugleich sehr komplexen Thema weiterhin fachlich angemessen und auf einem hohen professionellen Niveau agieren.“

Die Gemeinsame Erklärung wurde vom Unabhängigen Beauftragten für Missbrauch der Bundesregierung sowie der von ihm eingerichteten Arbeitsgruppe „Aufarbeitung Kirchen“ und Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz erarbeitet und im April verabschiedet. Mit der Erklärung setzen die Bischöfe den Kurs der Aufarbeitung des Missbrauchs fort, der durch zahlreiche regionale Aufarbeitungsprojekte sowie die interdisziplinäre Studie "Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" (MHG-Studie) begonnen wurde. Bestehende Aufarbeitungsprojekte sollen weiterverfolgt und deren Ergebnisse können in die Arbeit der neuen Kommission eingebracht werden.

Hinter dem Titel der Erklärung steht die Verpflichtung der Bischöfe, Missbrauch in ihren Bistümern nach festgelegten und transparenten Regeln aufzuarbeiten. Im Zentrum stehen dabei Kommissionen, die nun in allen Bistümern eingesetzt werden und in denen neben Vertretern des Bistums sowie Experten aus Wissenschaft, Justiz und Verwaltung auch Betroffene sitzen sollen.

Die Kommission leistet ihren Beitrag zur umschriebenen Aufarbeitung insbesondere durch die Wahrnehmung folgender Aufgaben: die quantitative Erhebung des sexuellen Missbrauchs in der (Erz-)Diözese, die Untersuchung des administrativen Umgangs mit Täter_innen und Betroffenen und die Identifikation von Strukturen, die sexuellen Missbrauch ermöglicht oder erleichtert oder dessen Aufdeckung erschwert haben.

Die Kommissionen bestehen aus einer ungeraden Anzahl an Mitgliedern. Eine Kommissionsgröße von in der Regel sieben Mitgliedern wird empfohlen. Bei einer Anzahl von sieben Kommissionsmitgliedern sind zwei der Mitglieder aus dem Kreis der Betroffenen auszuwählen, die übrigen Mitglieder sollen Expert_innen aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie Vertreter_innen der (Erz-)Diözesen sein. Sie alle sollen über persönliche und/oder fachliche Erfahrungen mit Prozessen der Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in Institutionen verfügen.

Weniger als 50 Prozent der Mitglieder dürfen dem Kreis der Beschäftigten der katholischen Kirche oder eines diözesanen Laiengremiums angehören. Die jeweiligen diözesanen Ansprechpersonen und die Präventionsbeauftragten bzw. Interventionsbeauftragten oder andere geeignete kirchliche Mitarbeiter sollen ständige Gäste der Kommissionen sein.

Bereits in den Diözesen vorher beauftragte Untersuchungen werden in die Arbeit der Kommission einfließen. Zudem ist in der Erklärung die strukturelle Beteiligung von Betroffenen festgeschrieben, die beispielsweise Betroffenenräte bilden können.

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news-22078 Mon, 21 Sep 2020 14:31:25 +0200 Führungen durch Dom und Dommuseum starten wieder https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/fuehrungen-durch-dom-und-dommuseum-starten-wieder-22078/ Im Hildesheimer Dom und im Dommuseum Hildesheim werden ab sofort wieder Führungen angeboten. Unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln, können sich Besucherinnen und Besucher die Kunstschätze aus nächster Nähe anschauen. Die Anzahl der Teilnehmenden pro Gruppe ist auf zwölf Personen begrenzt. Individuelle Führungen können über die Dom-Information gebucht werden. Die Buchung ist per E-Mail (dom-information(ät)bistum-hildesheim.de) und telefonisch (05121-307 770) möglich.

Öffentliche Domführungen finden Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr statt. Öffentliche Führungen durch das Dommuseum sind samstags, sonntags sowie am ersten Dienstag im Monat möglich, Beginn ist jeweils um 14.30 Uhr.

Am 26. und 27. September 2020 ist der Domhof für das Pflasterzauber-Festival gesperrt. Der Zugang zum Domfoyer, dem Startpunkt der Führungen, ist dann nur über den Durchgang zwischen Landessozialamt und Familienbildungsstätte vom Bohlweg/Hückedahl aus möglich.

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news-22066 Fri, 18 Sep 2020 14:27:50 +0200 Die Zeit läuft davon https://www.kath-kirche-hannover.de/presse/news-anzeigen/artikel/die-zeit-laeuft-davon/ Aktion vor dem Landtag: Jugendwerkstätten hoffen auf Finanzierungszusagen und langfristige Perspektiven. Ihre Arbeit ist ein Erfolgsmodell. news-22015 Tue, 08 Sep 2020 09:07:37 +0200 „Nicht nur geweihte Personen können predigen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/nicht-nur-geweihte-personen-koennen-predigen-22015/ Der Hildesheimer Weihbischof Heinz-Günter Bongartz hat die Regionenkonferenz des Synodalen Wegs am Freitag in Berlin als atmosphärisch positiv bewertet. „Nach meinem Empfinden war ein besseres Miteinander möglich als während der ersten Synodalversammlung in Frankfurt am Main. Es war ein guter Austausch, der nicht vom Gegeneinander geprägt war, sondern vom gemeinsamen Blick“, sagte Bongartz.

In Berlin tagten 50 Teilnehmende des Synondalen Wegs miteinander. Im Fokus standen die Erfahrungen innerhalb der Kirche im Umgang mit der Corona-Pandemie, der kirchliche Umgang mit Fragen der Sexualmoral sowie das Thema Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche.

Bongartz betonte, er habe beeindruckende Beispiele aus der Phase des Lockdowns gehört, die „im Positiven beschrieben haben, wie vielfältig Mitarbeitende der Kirche mit der Herausforderung umgegangen sind“. Viel Zeit sei demnach für die Einzelseelsorge aufgewandt worden.

Unterschiedliche Bewertungen gab es nach den Worten des Weihbischofs zu Streaming-Gottesdiensten im Internet: vom Lob für neu entdeckte digitale Möglichkeiten bis hin zur Kritik etwa an einer gestreamten Osterfeier, die als eher traurig als österlich wahrgenommen worden sei.

In Bezug auf die moraltheologische Beurteilung von Sexualität lagen nach der Beobachtung von Bongartz „manchmal Spannungen drinnen, die deutlich machen, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben“. In diesem Zusammenhang sei es Aufgabe des Synodalen Wegs, „eine kräftige, gut theologisch begründete und der Lebenswelt der Menschen gerechte Positionierung zu beschreiben, die mit den Verantwortlichen in Rom diskutiert werden kann und muss“.

Er persönlich sehe im Synodalen Weg ein Forum, das den Blick weite. Hin zu mehr Partizipation könne man etwas gestalten und Akzente setzen, sagte der Weihbischof. Als Beispiel nannte er die Predigt: „Wir müssen überlegen, was die Predigt ist, was sie soll und welche Kompetenz man für sie benötigt – unabhängig davon, ob jemand ein Mann oder eine Frau ist.“

Nicht nur geweihte Personen hätten die Kompetenz, das Wort Gottes alltagstauglich theologisch auszulegen, so Bongartz. Notwendig dafür sei eine entsprechende Vorbereitung auf den Dienst und eine Beauftragung durch den Bischof, ähnlich wie bei der Begräbnisleitung durch Laien.

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news-21991 Thu, 03 Sep 2020 09:05:49 +0200 „Liberalismus mit Gemeinsinn“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/liberalismus-mit-gemeinsinn-21991/ Das Buch „Liberalismus mit Gemeinsinn. Die politische Philosophie Nassif Nassars im libanesischen Kontext“ des Islamwissenschaftlers Michael Frey wird mit dem Philosophischen Buchpreis 2020 ausgezeichnet. Das Thema des diesjährigen Buchpreises lautet „Erbe und Zukunft politischer Liberalität“. Frey gelinge es mit seinem Buch, so die Jury in ihrer Begründung, die Potenziale arabischer Philosophie offenzulegen und Nassars Denken als Beitrag globalen Philosophieren auszuweisen. 

Nassars „Liberalismus mit Gemeinsinn“ sei „ein Liberalismus, der individuelle Freiheitsrechte ebenso einfordert wie zwischenmenschliche Solidarität“. Nassar geht es um nichts Geringeres als eine „Neubegründung des Liberalismus“. Dabei beziehe er sich auf die Philosophie als „Unruhestifterin“. Nassars Liberalismus ist Ausdruck einer arabischen Philosophie, die sich von der europäischen Moderne inspirieren lässt. Dabei folgt er der Methode der „doppelten Kritik“: Kritik an der eigenen kulturellen Tradition und Kritik an der hegemonialen westlichen Tradition. Diesen Liberalismus entwickelt Nassar vor dem Hintergrund der konfliktreichen gesellschaftlichen Situation des Libanon. 

Das Buch von Dr. Michael Frey sei ein Aufruf an westliche Philosoph*innen, sich endlich mit den Herausforderungen arabischer Philosophie ernsthaft auseinanderzusetzen.

Frey studierte Islamwissenschaften und Geschichte in Bern, Damaskus und Beirut. Er ist wissenschaftlicher Assistent am Forum Islam und Naher Osten der Universität Bern und Redakteur des Ueberweg-Projekts.

Der Preis, der mit 3000 Euro dotiert ist, wird am Freitag, den 11. September 2020, um 19.30 Uhr im St. Clemenshaus in Hannover durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung „Forschungsinstitut für Philosophie Hannover“, Prof. Dr. Ulrich Hemel, in einer öffentlichen Feier überreicht. Die Laudatio wird Prof. Dr. Markus Kotzur, Professor für Europa- und Völkerrecht an der Universität Hamburg und geschäftsführender Direktor des Institute for European Integration, Hamburg, halten. Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung erforderlich. Ein Zusammenschnitt der Veranstaltung wird über h1 am Dienstag, 22. September 2020, 19 Uhr, ausgestrahlt und auf dem Vimeo-Kanal des Forschungsinstituts (https://vimeo.com/channels/fiph) abrufbar sein.

Mitglieder der Jury: Prof. Dr. Ulrich Hemel (Universität Regensburg), Prof. Dr. Markus Kotzur (Universität Hamburg), Prof. Dr. Armin Nassehi (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Dr. Birgit Recki (Universität Hamburg), Prof. Dr. Thomas Schmidt (Universität Frankfurt), PD Dr. Jörg-Dieter Wächter (Universität Hildesheim/Bistum Hildesheim)

Der Philosophische Buchpreis wird alle zwei Jahre vom Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph) vergeben. Damit möchte das fiph die Aufmerksamkeit auf drängende philosophische Gegenwartsfragen lenken. Die Nominierung der Titel erfolgt durch die Buchverlage. Ausgezeichnet wird jeweils die beste Neuerscheinung der letzten drei Jahre zu einem aktuellen Themenbereich der praktischen Philosophie. 

Frühere Preisträger:

  • 2010: Prof. Dr. Andreas Lienkamp (Universität Osnabrück): „Klimawandel und Gerechtigkeit. Eine Ethik der Nachhaltigkeit in christlicher Perspektive“ (Paderborn: Schöningh 2009)
  • 2012: Prof. Dr. Avishai Margalit (Hebrew University/Princeton University): „Über Kompromisse und faule Kompromisse“ (Berlin: Suhrkamp 2011)
  • 2014: Dr. Sascha Dickel (Technische Universität München): „Enhancement-Utopien. Soziologische Analysen zur Konstruktion des Neuen Menschen“ (Baden-Baden: Nomos 2011)
  • 2016: Prof. Dr. Albrecht Koschorke (Universität Konstanz): „Hegel und wir“ (Berlin: Suhrkamp 2015)
  • 2018: Dr. Isolde Charim (Wien): „Ich und die Anderen. Wie die neue Pluralisierung uns alle verändert“ (Paul Zsolnay Verlag 2018)

Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover ist die wissenschaftliche Einrichtung des Bistums Hildesheim. Es setzt sich mit drängenden Gegenwartsfragen auseinander.

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news-21987 Wed, 02 Sep 2020 14:05:27 +0200 Reben-Pacht mit Musik für den Bischof https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/reben-pacht-mit-musik-fuer-den-bischof-21987/ Weinkönigin Pauline Strohmeyer und Mitglieder des Hildesheimer Weinkonvents haben dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ heute Mittag 18 Flaschen Weißwein der Sorte Müller-Thurgau überbracht. Sie sind der Weinzehnt als Pacht für die Überlassung des bischöflichen Weinbergs im Magdalenengarten in Hildesheim. Das Bläserkorps St. Hubertus Hildesheim begleitete die Übergabe musikalisch mit jagdlichen Stücken und ließ mehrere Fanfaren zu Ehren des Bischofs erklingen.

Axel Kusch, der Vorsitzende des Weinkonvents, sagte, in diesem Jahr übergebe man dem Bischof einen Jubiläumsjahrgang: „Seit 25 Jahren besteht der Weinkonvent. Auf das Etikett haben wir deshalb die Geschichte des Weinkonvents und des Weinbergs im Magdalenengarten gedruckt, der vor 1010 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wurde.“ Er überreichte dem Bischof auch einen grünen Mund-Nasen-Schutz für die Corona-Prävention mit dem Schriftzug des Weinkonvents darauf.

Bischof Wilmer dankte den Hobby-Winzern für ihre Arbeit im Weinberg und den Musikern für ihre Darbietung. Er sei stolz darauf, dass es in Hildesheim einen Weinberg gibt, so Wilmer. Schmunzelnd erzählte er: „Ich freue mich immer diebisch, wenn ich den Bischöfen aus dem Süden sagen kann, was für einen hervorragenden Wein wir hier im Norden haben.“

Darauf Bezug nehmend, zitierte Hobby-Winzer Mirco Weiß aus der Gründungsurkunde des Weinkonvents. Dieser sei vor einem Vierteljahrhundert in Hildesheim gegründet worden, „um die Vorherrschaft des südwestdeutschen Weinanbaus zu durchbrechen“.

Die Winzer bewirtschaften seit 1995 das kleine Weingut im Hildesheimer Magdalenengarten. Zu ihnen gehören auch der ehemalige Hildesheimer Oberbürgermeister Kurt Machens und der Entertainer Tony Marshall.

Auf der Anhöhe im hinteren Teil des Gartens wachsen Weinstöcke der kälteunempfindlichen Sorten Müller-Thurgau und Phoenix. Der Weinkonvent lässt den Rebensaft bei einem Winzer im rheinhessischen Alzey professionell keltern und abfüllen.

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news-21973 Mon, 31 Aug 2020 11:12:25 +0200 Anonyme Spende von 4000 Euro an Bistum und Priesterseminar https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/anonyme-spende-von-4000-euro-an-bistum-und-priesterseminar-21973/ Eine unbekannte Person hat 4000 Euro gespendet, die je zur Hälfte dem Bistum Hildesheim und dem Hildesheimer Priesterseminar zugutekommen sollen. Weihbischof Heinz-Günter Bongartz fand das Geld am gestrigen Sonntagmorgen im Briefkasten seines Wohnhauses am Hildesheimer Domhof. Ein Briefumschlag mit 2000 Euro war mit dem Wort Bistum beschriftet, ein weiterer mit ebenfalls 2000 Euro mit dem Wort Priesterseminar. „Das war wirklich eine große Überraschung für mich, als ich das gesehen habe. Ich finde diese außergewöhnliche Unterstützung in diesen Zeiten sehr berührend. Im Namen unserer Diözese möchte ich mich für die anonyme Spende sehr herzlich bedanken. Wir werden darüber beraten, wie wir das Geld in einem guten Sinne einsetzen können“, sagt Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine unbekannte Person für eine Institution des Bistums Hildesheim einen hohen Geldbetrag gespendet hat. Während der Karwoche im April 2018 hatte ein Küster 10.000 Euro, verpackt in zwei Briefumschläge, in einer Spendenstele des Hildesheimer Doms gefunden. Die anonyme Zuwendung hatte dem Erhalt der Bischofskirche gegolten.

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news-21954 Sun, 30 Aug 2020 10:54:40 +0200 "Gott steht auf der Seite der Opfer“ - 100 Jahre Seligsprechung von Oliver Plunkett https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gott-steht-auf-der-seite-der-opfer-100-jahre-seligsprechung-von-oliver-plunkett-21954/ Am 23. Mai 1920 wurde Oliver Plunkett von Papst Benedikt XV. seliggesprochen, 1975 folgte die Heiligsprechung. Der irische Erzbischof war 1681 in England den Märtyrertod gestorben. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ würdigte am Samstag den Heiligen bei der alljährlichen Feier in Lamspringe.

"Er hat sich nicht geschont. Als es sich zuspitzte, hat er sich entschieden, die Menschlichkeit nicht zu verraten und bei Christus zu bleiben“, beschrieb der Hildesheimer Bischof den Mut des irischen Heiligen. Wegen der Verfolgung durch das englische Parlament musste dieser sich verstecken und unterstützte als Erzbischof und Primas von Irland aus dem Untergrund die Katholiken in seinem Heimatland. In seiner Predigt klagte Wilmer die heutigen Machthaber an, die „die Menschen missachten und sich nicht um ihre Gesundheit, ihre Rechte und Lebensbedingungen kümmern. Sie schüren Rassismus, unterdrücken die Rechte von Frauen oder Kindern und Minderheiten.“ 

Gott, „der Gute Hirt“, stehe dagegen immer auf der Seite der Opfer, so der Bischof. Jesus selbst wird am Ende zum Opfer. Aber: „Seine Hingabe dient dem Leben.“ Das Beispiel von Oliver Plunkett zeige, dass man sich im Extremfall entscheiden müsse zwischen dem „ängstlichen Bewahren des eigenen Lebens für die falsche Sache“ und der „vertrauenden Hingabe des Lebens um einer richtigen Sache willen“, unterstrich Wilmer. In abgewandelter Form stellt sich diese Frage auch für die heutige Kirche: Sie müsse wissen, für wen sie einstehen will. Aus der Sicht des Bischofs ist die Antwort klar: „Der Reichtum der Kirche sind unsere Armen.“ 

Aufgrund der Corona-Pandemie musste in diesem Jahr die Prozession entfallen, bei der normalerweise der Schrein mit den Reliquien des Heiligen durch die Straßen von Lamspringe getragen wird. Der Gottesdienst konnte gefeiert werden, mit den vorgeschriebenen Einschränkungen, zu denen auch eine reduzierte Teilnehmerzahl zählt. „Aber“, so Dechant Stefan Lampe bei seiner Einführung, „ein Blick auf Oliver Plunkett relativiert manche Schwierigkeiten der Gegenwart.“

Informationen zu Oliver Plunkett

Oliver Plunkett wurde 1625 im irischen Loughcrew geboren. 1669 wurde er vom Papst zum Erzbischof von Armagh und Primas von Irland ernannt. Die Katholiken standen in seinem Heimatland nach der Abspaltung der englischen Kirche unter schwerer Verfolgung. Bis zu seiner Verhaftung im Jahr 1679 baute der Heilige unter großen Mühen und Entbehrungen die Seelsorge in Irland wieder auf. Er wurde unter dem Vorwand einer Jesuitenverschwörung des Hochverrats angeklagt, zum Tode verurteilt und starb 1681 am Galgen den Märtyrertod.  

Der Benediktinermönch Maurus Corker brachte seinen Leichnam ins Kloster Lamspringe. Dort hatten einige englische Benediktiner eine neue Heimat gefunden. Fast 200 Jahre ruhten die Gebeine des 1975 heiliggesprochenen Erzbischofs in Lamspringe. Einige Reliquien befinden sich bis heute noch dort, der Großteil wurde 1883 nach England und Irland zurückgebracht. 

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news-21916 Fri, 21 Aug 2020 14:09:41 +0200 „Die religiöse Freiheit aller schützen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-religioese-freiheit-aller-schuetzen-21916/ Erzbischof Schick und Bischof Wilmer anlässlich des Internationalen Tages zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens Am 22. August 2020 begeht die internationale Gemeinschaft zum zweiten Mal den im Jahr 2019 von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens“. Der Gedenktag erinnert an die vielen Menschen weltweit, die unter religiöser Verfolgung leiden.

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Bamberg), äußerte sich anlässlich des diesjährigen Gedenktages besorgt: „Aufgrund ihres Glaubens sind auch in unserer Zeit unzählige Menschen Verfolgung, Hass und Beeinträchtigungen ausgesetzt. Sie werden von Nichtgläubigen oder Andersgläubigen bedrängt. Oft ist es die staatliche Macht, die die Religionsfreiheit missachtet. Nicht selten sind es aber auch aggressive, manches Mal terroristische Gruppen, die Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zusetzen. Nachdrücklich appelliere ich an alle Staaten, ihren Verpflichtungen nachzukommen, die religiöse Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Die internationalen Organisationen und nicht zuletzt die westlichen Länder mit ihrer langen Tradition religiöser Toleranz sind ihrerseits gefordert, die Anerkennung der Religionsfreiheit weltweit zu fördern.“

Erzbischof Schick unterstrich zugleich die Verantwortung der Religionen, für ein friedliches Zusammenleben einzutreten. „Auch die Glaubensgemeinschaften stehen in der Pflicht, Verfolgung und Hass gegenüber Anders- oder Nichtgläubigen entgegenzutreten. Ansonsten verraten sie ihre eigene Bestimmung.“ Die Religionen könnten entscheidend daran mitwirken, dass weltanschauliche Toleranz und Dialogbereitschaft schon von früh an in den Schulen und konsequent in allen Bereichen der Gesellschaft kultiviert werden. „Gerade die Bildung ist unverzichtbar“, betonte Erzbischof Schick. „Sie kann ein geistiges Klima des Respekts und der Bereitschaft zum Zuhören erzeugen, sodass sich Feindseligkeit gegen Menschen anderen Glaubens gar nicht erst verbreitet.“

Der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer (Hildesheim), warnte anlässlich des Gedenktages vor der weiteren Verbreitung von religiösem Fundamentalismus: „In allen Religionen brauchen wir die vorurteilsfreie Begegnung mit Andersgläubigen und die Bereitschaft, Fehlentwicklungen in der eigenen Glaubensgemeinschaft kritisch zu befragen. Wir müssen wachsam sein gegenüber fundamentalistischen Tendenzen auch im eigenen Haus. Religiöser Fundamentalismus beginnt oft da, wo sich religiöse Gruppen aus vermeintlichem Selbstschutz von der Mitte der Gesellschaft entfernen und so einen Nährboden für extremistische und feindselige Grundhaltungen bieten.“ Nicht nur seien religiöse Wortführer deshalb zu einem unvoreingenommenen Dialog mit Andersgläubigen aufgerufen. Auch Regierungen in Ländern mit einer stark säkularisierten Kultur müssten darauf achten, dass Religion nicht aus dem öffentlichen Raum zurückdrängt werde, so Bischof Wilmer.

Hintergrund

Auf dem Wege einer Resolution ihrer Vollversammlung haben die Vereinten Nationen den 22. August als „Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion und des Glaubens“ ausgerufen. Er wurde 2019 erstmals begangen. Mit dem Gedenktag sollen die Opfer religionsfeindlicher Gewalt gewürdigt und auf die große Zahl von Menschen, die aktuell unter religiöser Verfolgung leiden, aufmerksam gemacht werden.

Die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Kommission Justitia et Pax legen in ihrer Arbeit seit Jahren einen Schwerpunkt auf die Verteidigung und Förderung der Religionsfreiheit. In diesem Zusammenhang steht u. a. die jährliche Initiative der Deutschen Bischofskonferenz „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, deren neues Schwerpunktthema (ab 25. November 2020) Syrien und Irak sein werden. Weitere Informationen zu dieser Initiative sind unter www.dbk.de/themen/solidaritaet-mit-verfolgtenund-bedraengten-christen zu finden. In unregelmäßigem Abstand veröffentlicht die Deutsche Bischofskonferenz darüber hinaus zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland den „Ökumenischen Bericht zur Religionsfreiheit von Christen weltweit“ (zuletzt Oktober 2017), der einen fundierten Überblick über die Situation verfolgter und bedrängter Christen in verschiedenen Ländern der Erde gibt.

Text: Deutsche Bischofskonferenz

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news-21887 Fri, 14 Aug 2020 11:45:06 +0200 Heiner Wilmer: „Was uns stark macht“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/heiner-wilmer-was-uns-stark-macht-21887/ Was bringt's mir? Was habe ich davon für mein Leben? Über solch essentiellen Fragen des Lebens haben in der Corona-Krise viele nachgedacht. Auch Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ schreibt über diese Fragen und vor allem darüber, was wirklich entscheidend ist im Leben, was ihm persönlich wichtig ist und... Mit Verve und Mut klopft er dabei das ab, was er erfahren und erlernt hat: „Früher schon, aber jetzt vielleicht noch radikaler und tiefer haben wir gespürt: Es ist wichtig, dass mich etwas trägt. Wichtiger ist, dass mich jemand trägt und dass ich jemanden trage. Noch wichtiger ist der, der mich trägt.“ Heiner Wilmer spürt in seinem neuen Buch spirituelle Ressourcen auf, aus denen wir schöpfen können und die stark machen. Er zeigt, was ihm und anderen Menschen Mut und Hoffnung gibt – und wie er aus dem "Alleinstellungsmerkmal" des Christentums konkret für das Leben Kraft zieht, besonders in herausfordernden Zeiten. Ein inspirierendes Buch, manchmal staubig wie die Straße und strahlend wie die Sonne. Und immer: bunt und überraschend wie das Leben.

Mit zahlreichen persönlichen Anekdoten, lebensnah und alltagstauglich, bietet Bischof Wilmer pointierte und überraschende Einblicke zu spirituellen Kernthemen. Ein Buch, das konsequent danach fragt, was trägt – ein Buch, das trägt.

Bischof Heiner Wilmer
Trägt
Die Kunst, Hoffnung und Liebe zu glauben
160 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
16.00 € (DE) / 16.50 € (AT) / 22.90 SFr (CH)
ISBN 978-3-451-39338-9 HERDER 2020

Auch als E-Book erhältlich:
11.99 € (DE) / 11.99 € (AT) / 14.00 SFr (CH)
E-PUB: ISBN 978-3-451-82255-1 HERDER 2020

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news-21869 Thu, 06 Aug 2020 16:12:04 +0200 Inspirationen vom Dom für Notre Dame https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/inspirationen-vom-dom-fuer-notre-dame-21869/ Einen hochkarätigen Besucher konnte Domdechant Weihbischof Heinz-Günter Bongartz durch den Hildesheimer Mariendom führen. Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit machte mit einer Expertengruppe Station in Hildesheim. Als im April 2019 die Pariser Kathedrale Notre Dame in Flammen aufging, war nicht nur ganz Frankreich geschockt. Im Rahmen einer Solidaritätsaktion der Domkirchen läuteten damals auch die Glocken des Hildesheimer Domes als Zeichen der Verbundenheit mit der zerstörten Kathedrale.

Für den Wiederaufbau des Gotteshauses ist der französische Staat zuständig und Staatschef Emmanuel Macron hat das ehrgeizige Ziel ausgegeben, dass Notre Dame zu ihrem großen Jubiläum 2025 wieder vollständig rekonstruiert sein werde. Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit ist daher zur Zeit mit einer kleinen kirchlichen Expertengruppe auf Kathedraltour durch Europa: Trier, Köln, München, Linz, Budapest - und Hildesheim: „Wir schauen uns Kathedralen wie den Mariendom an, um Vorschläge für die Innensanierung von Notre Dame zu machen“, sagt Aupetit. 

So berichtet Dombaumeister Norbert Kesseler über die Sanierung des Doms und erklärt das Lichtkonzept. Claudia Höhl, Direktorin des Dommuseums, nimmt die großen Kunstgegenstände in den Blick und Domdechant Bongartz spricht über das im Dom aufeinander abgestimmte Zusammenspiel von Kunsthistorie und Liturgie. 

Die Delegation aus Paris interessiert in Hildesheim genau dieses Verhältnis von Kunst und Liturgie, lässt sich von der Ausstrahlung und dem Konzept des neuen Doms inspirieren. „Es wurde uns empfohlen, hierher zu kommen, um zu sehen, wie die Verbindung von alten und neuen Elementen gelingen kann“, betont Aupetit. „Denn Ecclesia, Kirche ist die Kontinuität zwischen dem, was heute getan wird und was in der Vergangenheit getan wurde.“ 

Fasziniert ist der Gast aus Paris von der Integration des Dommuseums in das Gesamtensemble des Doms und der Verkündigung. „Das wünschen wir uns auch für Notre Dame, dass der Besuch der Kathedrale für die Menschen mehr ist als nur ein Museumsbesuch“, so der Pariser Erzbischof.

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news-21860 Fri, 31 Jul 2020 09:49:23 +0200 Politisches Ziel ist eine Welt ohne Atomwaffen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/politisches-ziel-ist-eine-welt-ohne-atomwaffen-21860/ 75 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki haben der Vorsitzende der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, und der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, die politisch Verantwortlichen...