Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Sat, 04 Feb 2023 12:41:45 +0100 Sat, 04 Feb 2023 12:41:45 +0100 TYPO3 EXT:news news-32751 Thu, 02 Feb 2023 12:19:00 +0100 Bischof betet mit Sicherheitskräften im Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-betet-mit-sicherheitskraeften-im-dom-32751/ Einen großen Dank an die Frauen und Männer von Bundeswehr, Polizei und Bundespolizei hat der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer heute Vormittag im Hildesheimer Dom ausgesprochen. Wilmer feierte mit rund 300 Sicherheitskräften und weiteren Bürgerinnen und Bürgern zum inzwischen 37. Mal den... In seiner Predigt ging Bischof Wilmer auf den von Bundeskanzler Olaf Scholz im Fokus auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägten Begriff der Zeitenwende ein: „Seit dem 24. Februar 2022 ist unsere Welt eine andere geworden. Diese Beobachtung ist zum einen richtig, zum anderen auch zynisch. Für die Menschen in der Ukraine ist spätestens seit der russischen Annektion der Krim die Welt nicht mehr in Ordnung. Das war weit vor dem 24. Februar 2022. Und was sagen die Menschen in Syrien, in Afghanistan, im Jemen? Und doch: Wir Menschen, die wir hier in Deutschland leben, erlebten vor einem Jahr ein Erwachen: Der Krieg ist vor unserer Haustür angekommen, wir haben viele Geflohene aus der Ukraine hier bei uns.“

Wilmer machte deutlich, wie in der Bibel von einer Zeitenwende gesprochen wird: im Buch Jesaja, sechs Jahrhunderte vor Christi Geburt, als die Babylonier Jerusalem erobert hatten. „Das Land Juda hatte sein Kraftzentrum verloren. Leben, Arbeiten, Religion, alles lag am Boden. Und die Verschleppten, die Kraftvollen? Sie saßen an den Flüssen von Babylon und waren verzweifelt. Fern der Heimat, fern von ihren Familien, fern von ihrem Gott.“ In diese Situation hinein schreibe der Prophet Jesaja von der Zeitenwende und male das alte-neue Land in die Herzen seiner Mitgefangenen – zurück in eine Heimat, in der Friede kein Ende habe. Diese Zeitwende geschehe durch ein Kind, daran glaubten Christinnen und Christen, „dass dieser Fürst des Friedens uns in Jesus Christus begegnet".

Aber was, so fragte der Bischof, solle diese Botschaft angesichts eines Angriffskriegs, der zu nichts anderem als zu Ungerechtigkeit, Verwundung, Zerstörung und Tod führe? Was solle diese Botschaft auch mit Blick auf wachsende Bedrohungen für Sicherheitskräfte? Spätestens seit der Zeit der Pandemie steige der Aggressionspegel. Menschen, die ihren Beruf und ihre Berufung darin fänden, für Recht und Ordnung zu sorgen, würden angefeindet, verbal und körperlich angegriffen.

Nach Wilmers Worten steckt in der christlichen Botschaft eine tiefe Wahrheit und „die realistische Vision, dass Kriege, Bedrohungen und Angriffe enden“. Die Sehnsucht nach Frieden habe eine gewaltige Kraft. Das hätten die Gefangenen in Babylon erlebt, als der Perserkönig Kyros die Verschleppten in ihr Land zurückkehren ließ und die Stadt Jerusalem und der Tempel wieder aufgebaut werden konnten.

An die Sicherheitskräfte im Dom gewandt, formulierte der Bischof, was die Gesellschaft für Soldatinnen und Soldaten, für Polizistinnen und Polizisten tun könne: „Wir alle können unseren Beitrag zur Deeskalation beitragen: Einmal, indem wir als Gesellschaft Ihnen, die Sie uns alle in ihren unterschiedlichen Diensten schützen, den Rücken stärken. Wir nehmen wahr, dass Sie Enormes für die Gesellschaft leisten, dass sogar Ihr Leben bedroht sein kann.“

Das Verbindende der biblischen und der gegenwärtigen Zeitenwende seien die Begriffe Frieden und Gerechtigkeit, betonte der Hildesheimer Bischof und ging dabei auch auf die öffentliche Diskussion um Waffenlieferungen an die Ukraine ein. „Meines Erachtens erleben wir gerade hier in Deutschland eine insgesamt sorgsame Debatte über die Wahl der Mittel. Es wird abgewogen, überlegt. Ja, wir sind uns nicht einig, ob und wenn ja welche Waffen in die Ukraine gesandt werden sollen, welche Ausrüstung die Bundeswehr braucht, welche Befugnisse die Polizei haben müsste.“

Die Debatte werde aber viel breiter geführt, als das noch vor einem Jahr möglich erschienen sei. Er hoffe, so Wilmer, dass die Sicherheitskräfte dies auch als Rückenstärkung erleben können, auch wenn diese aus fachlicher Perspektive bestimmt einiges anders einschätzten als andere, die nicht so unmittelbar betroffen seien. Er schloss seine Predigt mit Worten des Dankes an die anwesenden Vertreterinnen und Vertreter der Sicherheitsorgane.

Zum Gottesdienst eingeladen hatte der Leitende Militärdekan des Katholischen Militärdekanats Kiel, Monsignore Rainer Schadt. Das Heeresmusikkorps Hannover unterstützte den Friedensgottesdienst musikalisch. Im Anschluss traf sich Bischof Wilmer mit den Teilnehmenden vor dem Bischöflichen Generalvikariat zur Begegnung und zum gemeinsamen Mittagessen.

Der Weltfriedenstag in Hildesheim nimmt Bezug zum jährlichen Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Januar und wird traditionell am ersten Donnerstag im Februar gefeiert. Den 56. Welttag des Friedens hatte Papst Franziskus in diesem Jahr unter das Motto gestellt: „Niemand kann sich allein retten. Nach Covid-19 neu beginnen, um gemeinsam Wege des Friedens zu erkunden.“

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news-32709 Thu, 26 Jan 2023 11:41:14 +0100 Segnungsgottesdienst für Trauernde mit Bischof Wilmer https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/segnungsgottesdienst-fuer-trauernde-mit-bischof-wilmer-32709/ Anlässlich des Godehardjahres im Bistum Hildesheim hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ am Samstag im Hildesheimer Dom einen Segnungsgottesdienst für Trauernde gefeiert. „Der Mensch, den ich nicht mehr berühren kann, dem ich nicht mehr von Auge zu Auge begegnen kann, er ist dennoch da“, sagte der Bischof in der Predigt des Gottesdienstes. Im Glauben dürfen wir hoffen, dass der verstorbene Mensch auf uns wartet. „Er geht schon mal voran und bereitet eine Wohnung vor“, formulierte Bischof Wilmer mit Bezug auf das Evangelium des Tages.

Nach dem Auftakt am Samstag wird es drei weitere Segnungsgottesdienste mit dem Hildesheimer Bischof im Godehardjahr geben: am Samstag, 4. März 2023, für Kranke im Hildesheimer Dom, am Sonntag, 23. April 2023, in Salzgitter für junge Menschen und am Sonntag, 6. Mai 2023, im Hildesheimer Dom für Familien. Weitere Informationen dazu sind unter www.godehardjahr.de/ereignisse/ zu finden.

Darüber hinaus findet am Samstag, 25. Februar 2023, um 17 Uhr in der Basilika St. Clemens in Hannover ein Segnungsgottesdienst statt, der ebenfalls die Möglichkeit einer persönlichen Segnung bietet. 

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news-32686 Wed, 25 Jan 2023 11:16:00 +0100 Friedensgottesdienst mit Bischof Wilmer am 2. Februar 2023 https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/friedensgottesdienst-mit-bischof-wilmer-am-2-februar-2023-32686/ Anlässlich des Weltfriedenstages wird der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ am Donnerstag, 2. Februar 2023, mit Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei einen Gottesdienst im Hildesheimer Dom feiern. Der inzwischen 37. Friedensgottesdienst beginnt um 10 Uhr. Erwartet werden mehrere hundert Teilnehmende aus ganz Norddeutschland. Auch Mitarbeitende des Bischöflichen Generalvikariats Hildesheim, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hildesheim und alle Menschen, denen der Frieden ein wichtiges Anliegen ist, sind herzlich willkommen. Einladender ist der Leitende Militärdekan des Katholischen Militärdekanats Kiel, Monsignore Rainer Schadt.

Das Heeresmusikkorps Hannover unterstützt den Friedensgottesdienst musikalisch. Im Anschluss an den Gottesdienst ist ab 11.45 Uhr eine Begegnung mit Bischof Wilmer sowie ein gemeinsames Mittagessen der Teilnehmenden vor dem Bischöflichen Generalvikariat vorgesehen.

Der Weltfriedenstag in Hildesheim nimmt Bezug zum jährlichen Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Januar und wird traditionell am ersten Donnerstag im Februar gefeiert. Den 56. Welttag des Friedens hat Papst Franziskus unter das Motto gestellt: „Niemand kann sich allein retten. Nach Covid-19 neu beginnen, um gemeinsam Wege des Friedens zu erkunden.“ In seiner Botschaft unterstreicht der Papst die Bedeutung von Geschwisterlichkeit und Solidarität als Voraussetzungen einer friedlicheren und gerechteren Welt.

„Nachdem wir die Zerbrechlichkeit, die die menschliche Wirklichkeit und unsere persönliche Existenz kennzeichnet, selbst erfahren haben, können wir sagen, dass die größte Lektion, die uns Covid-19 hinterlässt, die Erkenntnis ist, dass wir alle einander brauchen, dass unser größter, wenn auch zerbrechlichster Schatz die menschliche Geschwisterlichkeit ist, die auf unserer gemeinsamen Gotteskindschaft beruht, und dass sich niemand allein retten kann,“ so Papst Franziskus.

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news-32671 Tue, 24 Jan 2023 15:34:17 +0100 Dennoch: Neues in der Kirche wagen https://www.bonifatiuswerk.de/de/news/2023/dennoch-neues-in-der-kirche-wagen/ Vom 15. bis 17. September findet in Hannover die „dennoch. Konferenz für Neues in Kirche“ statt, zu der unter anderem das Bonifatiuswerk und das Bistum Hildesheim Interessierte einladen. news-32660 Mon, 23 Jan 2023 15:49:25 +0100 Zur Zukunft der Kirche https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/zur-zukunft-der-kirche-32660/ Kirche, wozu? Die Frage ist kurz, hat aber ungemein viele Aspekte – und ist schwer zu beantworten. Beim Neujahrsempfang des Diözesanrates im Kloster Lüne wurde ein Versuch unternommen.

Die Kirchenaustritte auf Rekordniveau, die Zahl der Kirchgänger stark rückläufig, das Vertrauen in die Institution am Tiefpunkt – wozu braucht es da überhaupt noch eine Kirche? Bringen Reformen sie wieder nach oben? Was kann ihre Aufgabe in der Zukunft sein? Wie wird sie von außen wahrgenommen? Die Redner beim Neujahrsempfang des Diözesanrates blickten sehr unterschiedlich auf diese Fragestellungen. Und doch blieben die Antworten –erwartungsgemäß – bruchstückhaft. 

Hiltrud Lotze, ehrenamtliche Bürgermeisterin von Lüneburg, sagte, die Kirchen seien ein „unverzichtbarer Teil der Stadtgesellschaft“. Dies gelte auch heute, wo die Mehrheit der Menschen keiner christlichen Kirche mehr angehöre. „Kirchen und Kommunen drehen sich nie um sich selbst, sondern sind für die Mensch da. Kirchen sind Orte des Miteinanders und der Orientierung – gerade in Krisenzeiten“, sagte sie.

Bernhard Kotsch, per Video zugeschalteter deutscher Botschafter beim Heiligen Stuhl, stellte die katholische Kirche als „besonderen Player“ im internationalen Kontext heraus. Die Kirche habe nicht nur Vertretungen in den Hauptstädten dieser Welt, sondern verfüge mit Pfarreien, Schulen, Universitäten, Krankhäusern und weiteren Einrichtungen über ein einzigartiges Netzwerk – Verbindungen, die auch von anderen Regierungen genutzt würden. Die Beerdigung des emeritierten Papstes Benedikt XVI. habe gezeigt, welchen Stellenwert die Kirche weiterhin habe. Allein aus Deutschland seien der Bundespräsident, der Kanzler sowie die Spitzen von Bundestag, Bundesrat und Bundesverfassungsgericht zur Trauerfeier angereist. 

Weit grundsätzlicher ging Maria Hermann, Referentin im Fachbereich Strategische Innovation im Bischöflichen Generalvikariat die Fragestellung an. Die Theologin sagte, die Situation, in der die Frage nach dem Wozu der Kirche gestellt werde, sei „flüchtig, ungewiss, komplex und ambivalent“. Um mit dieser Lage fertig zu werden brauche es Neugier: „Gott sieht Menschen, ist neugierig auf sie. Und Menschen fragen nach Gott, mindestens nach Sinn. Nach Hoffnung. Nach Zukunft. Und spätestens seit den großen Mystikerinnen und Mystikern ist auch klar: Menschen fragen nach Gott und dem Göttlichen — in der Welt — auch im Gegenüber in anderen Menschen. Und irgendwie auch in sich.“ 

Auf die schwierige Lage der Kirche kam auch Professor Detlef Pollack, Religionssoziologe an der Universität Münster zu sprechen. Er verwies darauf, dass die katholische Kirche nur noch von etwas mehr als zehn Prozent der Deutschen als vertrauenswürdig wahrgenommen werde, Ärzte hingegen zu fast 90 Prozent, das Bundesverfassungsgericht zu über 70 Prozent. In fast allen europäischen Staaten habe der Glaube an einen persönlichen Gott in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger stark abgenommen, gleichzeitig sei aber der Glaube an eine „Geist- oder Lebenskraft“ deutlich gestiegen, berichtete Pollack. Können Reformen die Kirche in dieser Situation retten? Der evangelische Theologe spricht sich für Veränderungen aus, stellt aber die Frage, ob die zurückgehende Kirchenbindung nicht mehr an der zurückgehenden religiösen Nachfrage liege als am Zustand der Kirche.

Ein Faden, den Bischof Heiner Wilmer aufnimmt. Er sei mit der Lehre des Kirchenvaters Tertullian aufgewachsen, nach der der Mensch von Natur aus religiös sei. „Ich bin nicht sicher, ob das stimmt“, sagte der Bischof. Es sei schwierig, Menschen einen Sinn für Transzendenz zu vermitteln. Wie Pollack sieht der Bischof die Notwendigkeit von Reformen. Er sagt aber auch: „Dadurch werden wir diejenigen, die wir in den letzten Jahren verloren haben, nicht wieder zurückholen.“

Für die künftige Rolle der Kirche hat Wilmer eine Vorstellung: „Sie soll den Raum aufhalten für die großen Worte von Gnade, Barmherzigkeit und Nächstenliebe.“ Die Kirche sei die Verbindung zu 4000 Jahre alten Texten, die Menschen immer wieder getragen hätten. Sie sei damit „Hüterin eines Schatzes“. Und sie biete einen öffentlichen Raum, in dem man weinen könne, ohne sich zu schämen. 

Der Vorsitzende des Diözesanrates, Christian Heimann, hat in seiner Begrüßung zu einer anderen Streitkultur in der Kirche aufgerufen: „Innerkirchlich wird es darum gehen, die Ideen und Entscheidungen des Synodalen Wegen bei uns im Bistum und in den Pfarrgemeinden umzusetzen. Das gelingt aber nur, wenn wir nicht nur über Synodalität reden, sondern Synodalität auch bei kontroversen Themen leben. Das bedeutet nicht weniger als eine neue Art der Streitkultur in unserer Kirche.“

Am Neujahrsempfang des Diözesanrates der Katholik*innen im Bistum Hildesheim (so der offizielle Titel des Gremiums) in Lüneburg nahmen rund 100 Personen teil. Der Veranstaltungsort, das Kloster Lüne, war vor der Reformation ein Benediktinerinnenkloster und ist heute ein evangelisches Damenstift, das von der Klosterkammer Hannover verwaltet wird.

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news-32613 Sun, 15 Jan 2023 18:49:54 +0100 Im Geist Jesu Gutes tun und Recht suchen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/im-geist-jesu-gutes-tun-und-recht-suchen-32613/ Anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christen haben der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Bischof Dr. Christoph Meyns von der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig am heutigen Sonntag eine ökumenische Vesper im Hildesheimer Dom gefeiert. In seiner Predigt hat sich Bischof Meyns gegen einen Ungeist ausgesprochen, der Menschen in Gruppen einteilt, die eigene Gruppe auf- und andere Gruppen abwertet und zu Diskriminierung und Ausbeutung führt. „Nach dem Zweiten Weltkrieg schien es, als ob wir gelernt hätten, dem Ungeist der Spaltung den Geist der Versöhnung entgegenzusetzen. Doch die Lehren aus dieser Zeit scheinen allmählich zu verblassen“, sagt Meyns.

Darum gehe es bei der Gebetswoche für die Einheit der Christen nicht um eine gemeinsame Organisationsstruktur, die Übereinstimmung in theologischen Lehrmeinungen oder eine gemeinsame Liturgie: „Wenn wir heute um die Einheit der Christen beten, dann lasst uns darum beten, dass der Geist Christi in uns stark werde: Der Geist des Gottvertrauens, der alle Menschen als Kinder Gottes in gleicher Würde nach seinem Bilde geschaffen versteht; der Geist der Hoffnung, der selbst inmitten größter Dunkelheit daran festhält, dass Liebe, Frieden und Gerechtigkeit am Ende siegen werden; der Geist der Liebe, der daran glaubt, dass sich Gräben überwinden, Frieden, Versöhnung und Gemeinschaft stiften lassen, der davon getragen Gutes tut, das Recht sucht und gegen Unterdrückung protestiert“, betont Meyns. 

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news-32609 Sat, 14 Jan 2023 16:01:08 +0100 „Wir danken Gott für euch Sternsinger“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/wir-danken-gott-fuer-euch-sternsinger-32609/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat am heutigen Samstagnachmittag mit Sternsingerinnen und Sternsingern aus vielen Orten der Diözese den traditionellen Sternsingerdank-Gottesdienst gefeiert. Rund 350 als Heilige Drei Könige festlich verkleidete Kinder und Jugendliche sowie deren... „Es ist großartig, dass ihr da seid“, rief Wilmer den Kindern und Jugendlichen zu, „wir sind heute hier, um Gott für euch zu danken.“ Der Bischof lobte die kleinen Majestäten für ihren Einsatz als Sternsinger, die zu Jahresbeginn in Städten und Dörfern mit Liedern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu Christi verkündet und Spenden für Gleichaltrige in Not gesammelt hatten.

Bischof Wilmer erzählte von einer Begegnung mit älteren Menschen in einem Hildesheimer Krankenhaus, die Tränen in den Augen gehabt hätten, weil Sternsinger zu ihnen gekommen waren und für sie gesungen hatten.

In seiner Ansprache ging der Bischof auf die Lesung aus dem Matthäus-Evangelium ein, in der vom Rangstreit der Jünger berichtet wird (Mt 18,1-5), die Jesus fragen, wer im Himmelreich der Größte sei. Daraufhin antwortet Jesus ihnen: „Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf.“

Wilmer betonte, Jesus habe die Kinder nicht ohne Grund in die Mitte gestellt: „Kinder können unglaublich staunen und fragen: Wieso? Warum?“ Erwachsene hingegen würden manchmal vergessen, sich zu fragen, warum sie etwas tun und ob das Sinn macht. Der Bischof rief die Erwachsenen dazu auf, sich in ihrem Handeln zu hinterfragen, Kindern in Not zu helfen und das Staunen nicht zu verlernen.

Die Heiligen Drei Könige seien wie die Kinder gewesen, als sie den neugeborenen Jesus in der Krippe sahen. „Sie haben darüber gestaunt, dass Gott uns liebt, dass es eine Zukunft gibt, dass wir hoffen dürfen.“ Erwachsene, die so staunen könnten, seien wie die Sterndeuter Bethlehems.

Der Bischof sowie die anwesenden Priester und Diakone spendeten den Sternsingern und allen weiteren Besucherinnen und Besuchern zum Ende des Gottesdienstes auf Wunsch einen persönlichen Segen.

Zu der Sternsingerdank-Aktion hatten der Diözesanverband Hildesheim des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und Bischof Wilmer eingeladen - erstmals wieder nach einer Zwangspause in den Jahren 2021 und 2022 aufgrund der Corona-Pandemie. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Domkantor Michael Čulo und dem Ensemble Alcantara. Nach der Andacht gab es für die Sternsinger und ihre Begleitpersonen einen kleinen Imbiss und heiße Getränke auf dem Domhof.

Die Dankesfeier wird seit 1997 für alle Sternsinger im Bistum Hildesheim im Dom nach Abschluss der Aktion im Januar gefeiert. Zum Gelingen der Veranstaltung trugen mehrere dutzend hauptberufliche und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bei, etwa von katholischen Jugendverbänden und den Maltesern.

Vor der Bischofskirche stand auch das Sternsinger-Mobil des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Die Mitarbeitenden des Kinderhilfswerkes informierten über ihre Arbeit und boten Mitmach-Aktionen an. Weltweit unterstützen die Sternsinger Projekte für arme Kinder, auch in Indonesien, dem Beispielland der diesjährigen Aktion.

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news-32586 Fri, 13 Jan 2023 08:26:35 +0100 Landesbischof Meyns aus Braunschweig predigt im Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/landesbischof-meyns-aus-braunschweig-predigt-im-hildesheimer-dom-32586/ Im Hildesheimer Dom ist am kommenden Sonntagabend, 15. Januar 2023, ein Gastprediger zu hören: Landesbischof Dr. Christoph Meyns von der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig feiert um 18 Uhr mit dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ eine ökumenische Vesper in der... Anlass für den gemeinsamen Gottesdienst ist die Gebetswoche für die Einheit der Christen. Weitere Informationen dazu im Internet unter: https://www.oekumene-ack.de/themen/geistliche-oekumene/gebetswoche/2023/

 

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news-32550 Mon, 09 Jan 2023 10:34:01 +0100 Kirchen wollen Verhandlungen über Einführung des Christlichen Religionsunterrichts starten https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirchen-wollen-verhandlungen-ueber-einfuehrung-des-christlichen-religionsunterrichts-starten-32550/ Die niedersächsischen katholischen Bistümer, das katholische Offizialat Vechta und die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen möchten mit dem Land Niedersachsen in Verhandlungen zur Einführung eines Christlichen Religionsunterrichts eintreten. Einen entsprechenden Beschluss haben die... Ziel der Gespräche mit der Landesregierung ist es, ein Fach Christlicher Religionsunterricht (CRU) in gemeinsamer Verantwortung der Kirchen als ordentliches Unterrichtsfach anstelle des bisherigen katholischen und evangelischen Religionsunterrichts an allen allgemein- und berufsbildenden Schulen einzurichten. Die Verhandlungen sollen nach dem Wunsch der Kirchen zu Beginn des Jahres 2023 aufgenommen werden.

Die Einführung des CRU erfordert umfangreiche Anpassungen der bisherigen Regelungen. Die beteiligten Kirchen haben dafür eine bereits veröffentlichte Roadmap erarbeitet. So müssen etwa das Schulgesetz und die Lehrpläne geändert werden. Da der gemeinsame Religionsunterricht von Lehrkräften für die Fächer Evangelische und Katholische Religion erteilt werden soll, sind die Missio-canonica-Ordnungen der Bistümer sowie die Vokationsgesetze der Kirchen der Konföderation anzupassen.

Erstes Unterrichtsmaterial und Schulbücher sollen zum Start vorliegen. Die beteiligten Kirchen rechnen daher mit einem mehrjährigen Prozess, ehe der CRU flächendeckend zum ordentlichen Unterrichtsfach wird. Eine Einführung ist ab dem Schuljahr 2025/2026 denkbar. Dabei steht für die Kirchen außer Frage, dass die Einführung des CRU kein Grund sein darf, Ausbildungsmöglichkeiten an Universitäten und Studienseminaren abzubauen.

Der Bischof des katholischen Bistums Osnabrück, Dr. Franz-Josef Bode, sagt über die getroffene Entscheidung: „Ich bin froh und dankbar darüber, dass wir das Vorhaben des Christlichen Religionsunterrichts in hervorragender ökumenischer Zusammenarbeit so weit entwickelt und vorangebracht haben, dass wir nun mit der Landesregierung darüber sprechen können, das Fach konkret einzuführen.“

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke (Bückeburg) sagt für die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen: „Der gemeinsam verantwortete Christliche Religionsunterricht wird den bisherigen Religionsunterricht weiterentwickeln und junge Menschen noch besser befähigen, sich in religiösen Fragen begründet zu positionieren. Themen, bei denen die beteiligten Kirchen nicht übereinstimmen, sollen im CRU als verschiedene Wege des Christseins thematisiert werden und so zur Identitätsbildung und Pluralitätsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler beitragen.“

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news-32525 Fri, 06 Jan 2023 09:57:52 +0100 „Benedikt zeigte: Vernunft und Glaube gehören zusammen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/benedikt-zeigte-vernunft-und-glaube-gehoeren-zusammen-32525/ Im Hildesheimer Dom haben knapp 300 Gläubige während eines Requiems am Donnerstagabend des verstorbenen emeritierten Papstes Benedikt XVI. gedacht. Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ würdigte den gebürtigen Oberbayern als einen herausragenden Geistlichen, der mit großem theologischen Verstand gelehrt und mit mitreißenden Bildern gepredigt habe. „Er hat es vermocht, zu zeigen, dass Vernunft und Glaube zusammengehören.“

Dabei hob Wilmer eine Predigt hervor, die Benedikt XVI. während des Festes der Erscheinung des Herrn 2007 im Petersdom gehalten und dabei gefragt hat: „Wer sind … die „`Sterndeuter´ von heute und wie weit sind sie auf ihrer und wir auf unserer `Reise´ gelangt?“

Diese Frage sei hochaktuell und dringlich, so der Hildesheimer Bischof. Wer helfe, die schwierigen Zeichen der Zeit zu lesen? Und wer schlage, wie die Sterndeuter in der Heiligen Schrift, ganz bewusst einen anderen Weg ein, der nicht zu Herodes zurückführe?

Papst Benedikt habe, so Wilmer, damals Regierende, Intellektuelle und Wissenschaftler zum Kreis der Sterndeuter gezählt. „Wir wissen um die Bedeutung der Menschen, die in Politik und Gesellschaft Leitung und Verantwortung übernehmen, die Sachverstand einbringen. Dies sind Menschen, die uns deuten helfen, die Zusammenhänge herstellen, die für uns entscheiden und so das oft sehr komplexe Leben lebbarer machen.“

Zugleich seien Führungspersönlichkeiten Menschen, die manchmal auch falsche Entscheidungen träfen. Leider gebe es Machthaber, die Tod und Zerstörung befehlen würden. Auch Wissenschaftler könnten irren. Aus diesem Grund sei ihm Benedikts Gedanke so wichtig, dass nicht nur wir Menschen uns auf den Weg zu Gott machen, betonte der Bischof. „Gott selbst hat sich“, so Papst Benedikt, „auf den Weg hin zu uns gemacht: Denn wer ist Christus, wenn nicht Gott, der sozusagen aus sich herausgegangen ist, um der Menschheit entgegenzukommen?“

Am vergangenen Samstag war das ehemalige Kirchenoberhaupt im Alter von 95 Jahren im Vatikan gestorben.

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news-32526 Thu, 05 Jan 2023 20:36:00 +0100 Kanzler empfing Sternsinger aus Rotenburg/Wümme https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kanzler-empfing-sternsinger-aus-rotenburgwuemme-32526/ Bundeskanzler Olaf Scholz hat am Donnerstagnachmittag Sternsinger aus allen deutschen Diözesen empfangen. Aus dem Bistum Hildesheim waren Kinder aus Rotenburg/Wümme und Zeven  dabei. „Der Schutz von Kindern, das steht vor allem, und darauf kommt es an. Darauf macht ihr aufmerksam. Das finde ich ganz, ganz wichtig.“ Bundeskanzler Olaf Scholz war am Donnerstag voll des Lobes für die Sternsinger und deren Engagement für den Schutz von Kindern. Olaf Scholz war erstmals Gastgeber für eine große Sternsingerschar im Bundeskanzleramt. 108 Königinnen und Könige, jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern, vertraten in Berlin die engagierten Mädchen und Jungen, die sich um den Jahreswechsel bundesweit an der 65. Aktion Dreikönigssingen beteiligen.

„Der Aufruf, Kinder zu stärken und sie zu schützen, könnte nicht aktueller sein. Überall auf der Welt erleiden Kinder Gewalt. Kinder sind Krieg und all den Zerstörungen, die damit verbunden sind, ausgesetzt. Jeden Abend sehen wir alle im Fernsehen und verfolgen im Internet die schrecklichen Folgen des Krieges, der jetzt in unserer Nähe, in der Ukraine, stattfindet. Immer wieder sind gerade Kinder die Opfer zum Beispiel von Raketenangriffen. Viele Kinder sind deshalb auf der Flucht, ganz allein. Deshalb ist es ganz, ganz wichtig, was ihr tut, und deshalb ist euer Engagement so bedeutend“, so der Bundeskanzler zu den Sternsingern. „Ich wünsche euch, dass ihr viele offene Türen und viele Menschen findet, die euch zuhören und die für euren guten Zweck auch spenden.“

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, bedankte sich bei Bundeskanzler Olaf Scholz für die Einladung der Sternsinger: „Lieber Herr Bundeskanzler, vor Ihnen stehen Könige und Majestäten aus ganz Deutschland. Heute sind die Sternsinger ein Zeichen, ja ein Symbol dafür, wie jedes Kind auf der Welt immer und überall behandelt werden sollte: wie ein König! Mit Respekt und Würde. Setzen auch Sie sich weiter für die Rechte und die Würde der Kinder ein, hier in Deutschland und auch international.“ Pfarrer Bingener hatte gemeinsam mit Domvikar Dr. Stefan Ottersbach, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, die kleinen und großen Könige ins Kanzleramt begleitet.

„Nichts kann und soll wichtiger sein, als Kinder zu schützen“

Die Sternsinger Clara (11), Alina (12), Noel (9) und Anton (10) aus der Pfarrei Erscheinung des Herrn in Altenburg (Bistum Dresden-Meißen) stellten das Thema der aktuellen Aktion Dreikönigssingen vor. Unter dem Motto „Kinder stärken, Kinder schützen“ machen die Sternsinger darauf aufmerksam, dass zahllose Mädchen und Jungen in aller Welt unter Gewalt leiden. „Wer Kindern etwas zutraut, wer sie zu Gutem befähigt, macht sie stark, macht sie fit und nimmt sie an als das, was sie sind: wichtige Teile der Gesellschaft“, machte Anton vor zahlreichen Medienvertretern, die den Empfang im Kanzleramt begleiteten, deutlich, wie wichtig es ist, Kinder zu stärken. Und Noel wies darauf hin, wie bedeutend es ist, sie zu schützen: „Der Schutz von Kindern muss für die Menschen in allen Ländern der Erde das Wichtigste überhaupt sein. Nichts kann und soll wichtiger sein, als Kinder zu schützen.“

Leonard (15), Hannah (14), Michelle (14) und Samuel (14) aus der Pfarrei St. Peter und Paul, Rheingau, in Hattenheim (Bistum Limburg) trugen den traditionellen Segensspruch der Sternsinger vor. Michelle durfte zudem die persönliche Spende des Bundeskanzlers entgegennehmen, mit der Olaf Scholz ein Projekt zum Schutz von Mädchen im afrikanischen Kamerun unterstützt. Hannah schrieb zum Abschluss den Sternsingersegen „20 * C + M + B + 23 – Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus im Jahr 2023“ im Kanzleramt an.

Die Sternsinger Lukas (9), Eleonora (13), Ineke (13) und Matthias (13) sowie Begleiter Michael Hanke aus der Pfarrgemeinde Corpus Christi in Rotenburg/Wümme und der Filialkirche Christ König in Zeven vertraten das Bistum Hildesheim am Donnerstagnachmittag beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz zur 65. Aktion Dreikönigssingen.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. Nur zum Jahresbeginn 2021 war der Empfang wegen der Corona-Schutzbestimmungen ausgefallen. Bei der vergangenen Aktion zum Jahresbeginn 2022 hatte eine vierköpfige Sternsingergruppe aus Wolfsburg (Bistum Hildesheim) den Bundeskanzler mit Maske und Abstand besucht.

Rund 1,27 Milliarden Euro, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen

„Kinder stärken, Kinder schützen – in Indonesien und weltweit“ lautet das Motto der 65. Aktion Dreikönigssingen. Dabei machen die Sternsinger, die in den kommenden Tagen überall in Deutschland unterwegs sein werden, auf den Schutz von Kindern vor Gewalt aufmerksam.

1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Das Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder engagieren. Rund 1,27 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 77.400 Projektmaßnahmen für benachteiligte und Not leidende Mädchen und Jungen in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Gefördert werden Programme in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

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news-32504 Mon, 02 Jan 2023 15:17:05 +0100 Requiem für verstorbenen Papst am Donnerstag im Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/requiem-fuer-verstorbenen-papst-am-donnerstag-im-dom-32504/ Im Hildesheimer Dom findet am kommenden Donnerstag, 5. Januar 2023, ein Requiem für den verstorbenen emeritierten Papst Benedikt XVI. statt. Die Totenmesse mit dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ beginnt um 18.30 Uhr. Bereits um 18 Uhr gibt es ein Rosenkranz-Gebet in der Bischofskirche.

Der emeritierte Papst Benedikt XVI. war am 31. Dezember 2022 im Alter von 95 Jahren verstorben. Der gebürtige Oberbayer galt als einer der bedeutendsten katholischen Theologen seiner Zeit. Bischof Wilmer würdigt ihn in einem Nachruf als Vorbild im Glauben, hervorragenden Repräsentanten seiner Kirche mit enormer Geisteskraft und feinsinnigen Menschen.

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news-32481 Sat, 31 Dec 2022 11:00:00 +0100 Ein Vorbild im Glauben und großartiger Theologe https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/ein-vorbild-im-glauben-und-grossartiger-theologe-32481/ Heute verstarb Papst em. Benedikt XVI. im Alter von 95 Jahren. Dr. Heiner Wilmer, Bischof von Hildesheim, würdigt den Verstorbenen.  „Der Tod von Papst Benedikt XVI. macht mich sehr betroffen. Mit ihm verliert die katholische Kirche in Deutschland und in der ganzen Welt einen hervorragenden Repräsentanten mit enormer Geisteskraft. Wir alle verlieren eine ausgezeichnete Persönlichkeit, ein Vorbild im Glauben, einen großen Theologen und feinsinnigen Menschen. Gleichzeitig dürfen wir dankbar sein, dass unser Herr ihm ein so langes und überaus fruchtbares Leben im Dienst unserer Kirche geschenkt hat.

Ich habe Papst Benedikt XVI. in Rom kennenlernen dürfen, als er bereits emeritiert war. Mir hat sehr imponiert, dass er trotz seines hohen Alters stets hellwach und mit hohem Verstand die Fragen des Glaubens und die Herausforderungen der Kirche in unserer komplexen Welt analysiert und eingeordnet hat.

Mit höchstem Respekt habe ich 2013 seinen Rücktritt vom Amt des Papstes wahrgenommen. Er ist diesen Schritt gegangen, weil er aufgrund seines Alters und aus Krankheitsgründen die eigenen körperlichen Voraussetzungen für das Petrusamt als nicht mehr ausreichend eingestuft hat. Das war nicht nur ungewöhnlich, sondern auch sehr mutig und verantwortungsbewusst. 

Das wissenschaftliche Werk des Verstorbenen ist mehr als beeindruckend. Mit Joseph Ratzinger ist einer der bedeutendsten katholischen Theologen des 20. und frühen 21. Jahrhunderts von uns gegangen. Mir persönlich werden von seinen vielen Schriften die drei Bände seines Buches „Jesus von Nazareth“ und die erste Enzyklika „Deus caritas est“ als großartige Texte besonders im Gedächtnis bleiben.“ Und ganz besonders sein vertrautes Wort: „Wer glaubt, ist nie allein.“

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news-32480 Wed, 28 Dec 2022 09:53:41 +0100 Mit Empathie und Fachkompetenz an der Seite der Betroffenen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/mit-empathie-und-fachkompetenz-an-der-seite-der-betroffenen-32480/ Zwei der vier Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim beenden zum 31. Dezember 2022 ihre ehrenamtliche Tätigkeit: Anna-Maria Muschik und Dr. Helmut Munkel geben ihre Aufgabe aus privaten und beruflichen Gründen ab. Beide waren im Jahr 2019 von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zu Ansprechpersonen ernannt worden, die professionell und unabhängig von der Kirche für Betroffene von sexualisierter Gewalt zur Verfügung standen.

Martin Richter, der Leiter der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, würdigte das hohe Engagement von Anna-Maria Muschik und Dr. Helmut Munkel: „Beide standen an der Seite der Betroffenen, denen sie mit ganz viel Empathie und Fachkompetenz begegnet sind. Sie haben einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim geleistet. Ich bin ihnen sehr dankbar.“

Wer Muschik und Munkel nachfolgt, ist noch nicht klar. Als Ansprechpersonen für Betroffene stehen weiterhin Dr. Angelika Kramer und Michaela Siano zur Verfügung. Ziel ist es, mit dem Caritasverband für die Diözese Hildesheim ein gemeinsames Angebot von Ansprechpersonen aufzubauen.

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news-32454 Sun, 25 Dec 2022 10:30:00 +0100 "Die Hoffnung, dass einmal alles gelingt" https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-hoffnung-dass-einmal-alles-gelingt-32454/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat in seiner Predigt am heutigen ersten Weihnachtstag im Hildesheimer Dom über die Hoffnung und die Sehnsucht gesprochen, die mit Weihnachten verbunden sind. Dabei ging er auf den Krieg in der Ukraine ein. „Auf die Städte der Ukraine werden Raketen abgeschossen. Die Menschen dort sollen ein Weihnachtsfest bei Hunger und Durst, in Kälte und Dunkelheit erleben“, sagte der Bischof. Was für ein Jubel werde ausbrechen, wenn dieser Horror ein Ende habe.

Nach den Worten Wilmers spüren wir die Auswirkungen des Krieges aus der Ferne. „Fast eine Million Menschen, vor allem Frauen und Kinder, haben bei uns Zuflucht gefunden. Wir sparen Energie. Auch die Kirche tut das. Die Politik bemüht sich, die Folgen der Teuerung für den ärmeren Teil der Bevölkerung abzumildern. Die meisten von uns werden trotz allem auch diese Weihnachten bei Licht und Wärme verbringen können."

In Deutschland funktionierten die Heizungen, die Supermarktregale seien voll, die Notaufnahme im Krankenhaus habe geöffnet. „Alle Systeme laufen. Übrigens deshalb, weil es Menschen gibt, die auch an Weihnachten arbeiten, sodass die anderen in Ruhe feiern können. Grund genug, dankbar zu sein“, betonte der Bischof. 

Er beschrieb die Freude in den Familien, die an Weihnachten zusammenkommen und erwähnte zugleich, dass dieses besondere Fest nicht für alle immer mit Freude verbunden ist, sondern zuweilen auch mit Schmerzen.  Aber es gibt auch Menschen hier im Dom, die haben in dieser Nacht geweint, weil sie wider Willen allein feiern mussten. Weil jemand fehlt, der in diesem Jahr gestorben ist. Weil die Tochter, die den Kontakt abgebrochen hat, sich wieder nicht gemeldet hat. Oder weil es am Fest der Familie einen Riesenkrach gegeben hat, obwohl doch alles mit so viel Liebe vorbereitet worden ist."

Vor diesem Hintergrund sprach der Bischof über die Bedeutung von Hoffnung und Sehnsucht: „Die Hoffnung, dass einmal alles gelingt. Dass die Dinge sich fügen. Dass Frieden in unserer Seele einkehrt.“ Das Weihnachtsfest sei voll von Hoffnungszeichen. Diese Hoffnung gründe nicht im Ungefähren, sondern beruhe auf einem tatsächlichen Ereignis, „das sich vor etwas mehr als zweitausend Jahren im Nahen Osten zugetragen hat: eine Geburt“.

In Bethlehem sei ein Kind geboren worden, „das uns die frohe Botschaft gebracht hat: vom Leben in Fülle, vom Sieg über den Tod, von der umfassenden Versöhnung. Er ist selbst die Botschaft: Er ist das Wort, er ist das Leben, er ist das Licht, das in der Finsternis leuchtet (Joh 1,5). Er ist die Hoffnung selbst.“

Bischof Wilmer forderte die Gläubigen auf, dieses Licht weiterzugeben. Wir Christen dürften die Hoffnung nicht für uns behalten, sondern müssten selbst zu Freudensboten werden. „Stiften wir Frieden. Gehen wir den ersten Schritt.  Sie und ich können keine Kriege beenden. Aber wir können großzügig sein. Verzeihen. Nicht zulassen, dass der Hass und die Bitterkeit in uns die Oberhand gewinnen.“ Dann wachse das Gute, während das Böse schwinde.

Unsere Hoffnung sei nicht unbegründet, so Wilmer. Gott stehe hinter uns und halte uns. „Gott wird alle Tränen von unseren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. (Offb 21,4). Das ist die Frohe Botschaft, unser Evangelium.“

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news-32448 Thu, 22 Dec 2022 14:16:28 +0100 Hildesheimer Bischof besucht den Guten Hirten, die Vinzenzpforte und ein Gefängnis https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/hildesheimer-bischof-besucht-den-guten-hirten-die-vinzenzpforte-und-ein-gefaengnis-32448/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ besucht an Weihnachten die katholischen Sozialeinrichtungen Guter Hirt und Vinzenzpforte in Hildesheim. Am Neujahrstag wollte der Bischof einen Gottesdienst mit Inhaftierten der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen feiern, der jedoch bedingt... Wie bereits in den Vorjahren, wird Wilmer an Heiligabend die katholische Sozialeinrichtung Guter Hirt in der Hildesheimer Nordstadt besuchen. Am Samstag, 24. Dezember 2022, ab etwa 15.15 Uhr wird der Bischof Menschen treffen, die für eine Mahlzeit oder andere Formen der Unterstützung in den Guten Hirten kommen. Um 17 Uhr feiert er vor Ort eine Heilige Messe.

Am ersten Weihnachtstag, Sonntag, 25. Dezember 2022, ist Bischof Wilmer ab 12 Uhr in der Vinzenzpforte in der Hildesheimer Innenstadt zu Gast. Sie ist ein Ort für suchende und bedürftige Menschen und wird von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul betrieben.

„Mir ist es ein großes Anliegen, für die Menschen da zu sein, ihnen in die Augen zu schauen, ihnen zuzuhören und ihre Not zu verstehen. Wenn Gott Heil für die Welt hat, dann besonders für Menschen in Not. Gerade in diesem Jahr haben wir durch die Folgen des Ukraine-Krieges, durch die Energiekrise und die Inflation sehr schwierige Bedingungen für alle, die vorher schon wenig hatten“, sagt Wilmer. 

Ihm sei es darüber hinaus wichtig, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden der beiden katholischen Sozialeinrichtungen für ihren Einsatz und ihr Engagement zu danken. „Sie geben dem Evangelium Gesicht und Hände, indem sie da sind, anpacken und helfen. Das ist großartig“, so der Bischof.

Am Neujahrstag, Sonntag, 1. Januar 2023, wird Wilmer Inhaftierte in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen besuchen und am Nachmittag einen Gottesdienst mit ihnen feiern. „Gerade in den Zeiten, in denen viele Menschen ihre Verwandten und Freunde treffen können, möchte ich auch mit Inhaftierten zusammenkommen, denn Weihnachten und der Jahreswechsel sind besonders herausfordernde Tage für Menschen in Haft“, sagt Wilmer. „Es ist mir ein Anliegen, dass die Freude der Weihnacht möglichst viele Menschen erreicht. Vor allem die, die es schwer haben.“

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news-32443 Thu, 22 Dec 2022 09:45:27 +0100 Wilmer über Einsatz gegen Armut: Wir könnten alle deutlich mehr tun https://katholisch.de/artikel/42698-wilmer-ueber-einsatz-gegen-armut-wir-koennten-alle-deutlich-mehr-tun Die gesellschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Monate stimmen Bischof Heiner Wilmer nachdenklich. Im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur spricht er darüber, was Politik und Kirche gegen Armut tun sollten, und erklärt, wie sich sein eigener Alltag verändert hat. news-32415 Wed, 21 Dec 2022 14:00:00 +0100 Meisterwerke aus dem Domschatz auf Reisen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/meisterwerke-aus-dem-domschatz-auf-reisen-32415/ Das Dommuseum Hildesheim hat derzeit mehrere bedeutende Kunstwerke aus dem Domschatz an andere Museen verlieren. Die zu den Hauptwerken des Domschatzes gehörenden Exponate konnten verliehen werden, weil sie während der derzeit laufenden, großen Sonderausstellung „Islam in Europa. 1000-1250“ nicht im... Stattdessen werden die Meisterwerke nun in Köln, Münster und Fritzlar gezeigt. „Damit wird erneut die hohe Qualität der Hildesheimer Schätze, die zum UNESCO-Welterbe gehören, bestätigt“, betont Prof. Dr. Claudia Höhl, die Direktorin des Dommuseums Hildesheim. Der Kurator, der Ausstellung „Islam in Europa. 1000-1250“, Dr. Felix Prinz, sagt: „Die Ausleihen sind nur deshalb möglich, weil unsere große Sonderausstellung die gesamte Fläche des Dommuseums umfasst.“

Im Museum Schnütgen, Köln, wird vom 25. November 2022 bis 19. März 2023 die Ausstellung ‚Magie Bergkristall‘ gezeigt. Aus dem Hildesheimer Domschatz ist dort erstmals außerhalb von Hildesheim das Große Bernwardkreuz (Hildesheim, um 1150, Inv. Nr. DS L 109) zu besichtigen. Unter großen Bergkristallen sind in dieses mit Edelsteinen besetzte Kreuz diejenigen Reliquien vom Kreuz Christi eingefügt, die Bischof Bernward von Kaiser Otto III. erhalten hat. Darüber hinaus werden in der Kölner Ausstellung aus dem Dommuseum Hildesheim ein Scheibenkreuz (Hildesheim, um 1140, Inv. Nr. DS 27 c) sowie das Reliquiar mit Bergkristall (Hildesheim (?), letztes Viertel 12. Jh., Inv. Nr. DS 20) gezeigt. Weitere Informationen unter: https://museum-schnuetgen.de/Magie-Bergkristall

In der Ausstellung ‚Barbarossa. Die Kunst der Herrschaft‘ (28.10.2022 – 5.2.2023) im LWL-Landesmuseum für Kunst und Kultur in Münster werden gleich sieben Meisterwerke aus dem Hildesheimer Domschatz präsentiert. Das Kopfreliquiar des Heiligen Oswald (Hildesheim, um 1185-1189, Inv. Nr. DS 23) gilt als eine Stiftung von Heinrich dem Löwen und seiner Gemahlin Mathilde – Zeitgenossen Kaiser Barbarossas – an den Hildesheimer Dom. Weiterhin sind in Münster das sog. Kreuz Heinrich des Löwen (Hildesheim, um 1180/90, Inv. Nr. DS L 112), das Kreuz auf Provisurpyxis (Hildesheim, um 1160, Inv. Nr. DS 17), das sog. Armreliquiar des Heiligen Gereon (Hildesheim, um 1130/40, Inv. Nr. L 1994-2), die Reliquienmonstranz der Heiligen Drei Könige (Niedersachsen, Mitte 14. Jh., Inv. Nr. DS 43), Pontifikalschuhe (Deutschland, Mitte 12. Jh., Inv. Nr. DS 87) und ein Reliquiar in Form einer Kugeldose (Niedersachsen, 2. Drittel 12. Jh., Inv. Nr. DS 136) zu sehen. Weitere Informationen unter: https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/ausstellungen/barbarossa/

Im soeben neu eröffneten Dommuseum Fritzlar wird noch bis Anfang Februar 2023 das Große Scheibenkreuz (Hildesheim, um 1140, Inv. Nr. DS 27 a) aus den Hildesheimer Beständen präsentiert. Weitere Informationen unter: https://www.katholische-kirche-fritzlar.de/fritzlar/dom/dommuseum/

Das Dommuseum Hildesheim zeigt noch bis zum 12.Februar 2022 die spektakuläre Sonderausstellung ‚Islam in Europa. 1000-1250‘. Im Hildesheimer Domschatz und in den Kirchenschätzen Mitteleuropas haben sich zahlreiche Kunstwerke aus vom Islam geprägten Regionen erhalten. Erstmals werden in dieser Ausstellung ausgehend von einem mitteleuropäischen Kirchenschatz die Gemeinsamkeiten und Verflechtungen der Kulturen. Meisterwerke aus den großen Museen Europas bieten in dieser Ausstellung eine einzigartige Möglichkeit, dieses auch für die Gegenwart relevante Thema zu betrachten. Weitere Informationen unter: www.dommuseum-hildesheim.de

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news-32416 Tue, 20 Dec 2022 16:31:43 +0100 Erfolgreich die Katholische Akademie des Bistums Hildesheim in Hannover neu aufgestellt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/erfolgreich-die-katholische-akademie-des-bistums-hildesheim-in-hannover-neu-aufgestellt-32416/ Seit 2021 schlägt die Katholische Akademie des Bistums Hildesheim Wurzeln in Hannover. Die Frau, die als Direktorin maßgeblich diese Neuaufstellung der Bildungseinrichtung gestaltet hat, verlässt das Haus nun zu Februar 2023. Nach sechseinhalb Jahren Leitung der Akademie wechselt Dr. Ruth Bendels... Generalvikar Domkapitular Martin Wilk nimmt diese Entscheidung der 51-Jährigen mit Bedauern und Respekt zur Kenntnis. „Das Bistum Hildesheim ist Frau Dr. Ruth Bendels zu tiefstem Dank verpflichtet. Sie hat die Bildungs- und Akademiearbeit im Bistum erfolgreich weiterentwickelt und die große Aufgabe bewältigt, die Katholische Akademie nach der Schließung des Jakobushauses in Goslar im gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Leben der Landeshauptstadt zu verankern und den weiteren Aufbau umsichtig und strategisch sehr gut vorzubereiten.“

Dr. Ruth Bendels selbst blickt dankbar auf ihre Zeit an der Akademie zurück. „Ich durfte in Goslar und in Hannover Orte mitgestalten, an denen in besonderer Weise Raum ist für wichtige Gespräche und Begegnungen. Vor und hinter den Kulissen mit so vielen klugen und besonderen Menschen zu diskutieren und Ideen zu entwickeln – das war und ist ein großes Privileg! Ich lasse diesen Ort in guten Händen, bei einem hoch engagierten, großartigen Team und in einem Bistum, dem inspirierende Räume für die Menschen wichtig sind, die dort zu Hause sind.“ Besonders am Herzen liegen der scheidenden Direktorin der engagierte, offene Dialog über die Disziplinen hinweg und die gemeinsame Arbeit an einer verantwortlichen und zukunftsorientierten Gesellschaft und Kirche.

Die Literaturwissenschaftlerin steht mit ihrer Biografie selbst für solche Prinzipien. Nach Forschungs- und Arbeitsaufenthalten in den USA und Mexiko promovierte sie zum Verhältnis von Naturwissenschaft und Literatur. Sie engagierte sich lange in der Exzellenzförderung und im Schnittfeld zwischen Wissenschaft, Bildung und Gesellschaft. Für die Akademie war sie unter anderem Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke und Partnerin des DIALOG-Praxisnetzwerks für Wissenstransfer und Innovation des Leibniz-Zentrums für Lebenslanges Lernen.

Die kommissarische Leitung der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim übernimmt ab Februar 2023 die Historikerin Dr. Annette Schmidt-Klügmann. Sie war bisher als stellvertretende Direktorin in der Akademie tätig. 

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news-32374 Thu, 15 Dec 2022 15:22:57 +0100 Bistum möchte ab 2035 CO2-neutral sein https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-moechte-ab-2035-co2-neutral-sein-32374/ Das Bistum Hildesheim möchte bis zum Jahr 2035 treibhausgasneutral werden. Ziel ist es, den CO2-Ausstoß in allen Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen der Diözese bilanziell auf Null zu senken. In einem mehrmonatigen Projekt hatten Mitarbeitende, Laienvertreter und Umweltexperten verschiedene Szenarien entworfen und Empfehlungen zur Umsetzung erarbeitetet, wie Klima-, Natur- und Umweltschutz im Bistum vorangetrieben werden können. Sie stellten einen Überblick über die benötigten Finanz- sowie Personalressourcen auf und legten einen Zeitplan mit einem konkreten Maßnahmenkatalog vor. Im ersten Quartal 2023 geht das ambitionierte Vorhaben an den Start.

Derzeit produziert das Bistum pro Jahr rund 16.600 Tonnen CO2. Ein wesentlicher Einsparungsbeitrag soll zunächst durch die Reduzierung des sanierungsbedürftigen Gebäudebestandes abgedeckt werden. Die verbleibenden rund 50 Prozent an Immobilien werden in den kommenden Jahren zukunftsfähig energetisch saniert und die Anlagentechnik nachhaltig erneuert, um zukünftig auf fossile Brennstoffe zu verzichten. Doch die technischen Maßnahmen sind allein nicht ausreichend, um die angestrebte CO2-Neutralität zu erreichen: Hier sind vor allem Verhaltensänderungen in der Nutzung und weitergehende Kompensationsmaßnahmen notwendig. 

Die Gemeinden werden dabei vom Bistum nicht nur finanziell unterstützt, sondern von Fachleuten in ihrem Bemühen um umweltschonendes Wirtschaften und einem energiebewussten Verhalten intensiv begleitet. Zusätzliche Projektstellen sollen helfen, die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte wurden und werden bereits verwirklicht. Das Bistum setzt auf ethisch-nachhaltige Investitionen und Ökostrom, installiert Photovoltaikanlagen, beschäftigt einen Referenten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit und arbeitet am Aufbau eines bistumsweiten Energiecontrollings. Außerdem wurde vor kurzem die Verwaltung am Domhof vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) als erster fahrradfreundlicher Arbeitgeber in Hildesheim ausgezeichnet. 

Das Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover, eine Stiftung des Bischofs von Hildesheim, befasst sich seit vielen Jahren pointiert mit umweltethischen Forschungsfragen. Für das Frühjahr strebt das Generalvikariat die EMAS-Umweltmanagement-Zertifizierung an; auch einige Pfarrgemeinden wurden bereits mit dem „Grünen Hahn“ für ihr kirchliches Umweltengagement ausgezeichnet.

„Der fortschreitende Klimawandel, die damit einhergehenden Umweltkatastrophen und der Schwund der Biodiversität werden uns in einem erschreckenden Ausmaß tagtäglich vor Augen geführt. Wir alle stehen in einer globalen Verantwortung, schnell und entschlossen zu handeln,“ erläutert Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ das verstärkte Engagement für Umwelt- und Klimaschutz und betont die Vorbildfunktion der Kirche. „Das Thema Bewahrung der Schöpfung ist aktueller denn je. Wir müssen Nachhaltigkeit in allen Aspekten unseres Denkens und Handelns sowie in unseren Entscheidungen konsequent und systematisch etablieren.“

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news-32363 Tue, 13 Dec 2022 17:08:35 +0100 Bischof setzt neue Grundordnung in Kraft https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-setzt-neue-grundordnung-in-kraft-32363/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird die neue Grundordnung des kirchlichen Dienstes für das Bistum Hildesheim zum 1. Januar 2023 in Kraft setzen. Damit ist verbunden, dass der Kernbereich privater Lebensgestaltung keinen rechtlichen Bewertungen unterliegt und sich dem Zugriff des Dienstgebers... Generalvikar Martin Wilk sagt: „Niemand darf aufgrund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden. Dass Menschen im Dienst unserer Kirche aus Sorge um ihren Arbeitsplatz zu einem Versteckspiel aufgrund ihrer privaten Lebensgestaltung gezwungen werden, ist unhaltbar.“ Er sei froh und dankbar, dass mit der Neufassung der Grundordnung diese Haltung auch normativ verankert sei. „Ich bin überzeugt, dass die neue Grundordnung unsere Dienstgemeinschaft in ihrer Vielfalt und Pluralität stärkt und dazu beiträgt, dass wir das Evangelium authentisch bezeugen“, so Wilk.

Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hatte am 22. November 2022 eine Neufassung des Kirchlichen Arbeitsrechts in Form der „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ als Empfehlung für die deutschen (Erz-)Bistümer beschlossen. Sie löste die Grundordnung vom 27. April 2015 ab, die einer Evaluation unterzogen worden war. Die Artikel der Grundordnung bilden die rechtliche Grundlage der Arbeitsverfassung der katholischen Kirche in Deutschland. Sie gilt für die rund 800.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der katholischen Kirche und ihrer Caritas.

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news-32361 Mon, 12 Dec 2022 14:46:55 +0100 Kirchensteuerrat des Bistums Hildesheim billigt Wirtschaftsplan für das kommende Jahr https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirchensteuerrat-des-bistums-hildesheim-billigt-wirtschaftsplan-fuer-das-kommende-jahr-32361/ Der Diözesankirchensteuerrat hat den Wirtschaftsplan des Bistums Hildesheim für das kommende Jahr gebilligt. Er hat ein Volumen von 217,8 Millionen Euro und soll mit einem Überschuss von 2,7 Millionen Euro abschließen. Die Bilanzsumme steigt voraussichtlich auf 549 Millionen Euro. Haupteinnahmequelle des Bistums bleibt die Kirchensteuer. Sie wird für 2023 mit 169 Millionen Euro kalkuliert, das sind etwa sechs Prozent weniger als im Jahr 2021. „Die vorsichtige Planung ist durch die unsichere Gesamtlage in Deutschland bedingt. Es ist möglich, dass die Wirtschaft in eine Rezession gerät, wir müssen die Energiekrise, die hohe Inflation und den furchtbaren Ukrainekrieg im Blick behalten. All dies macht verlässliche Planungen schwierig“, sagt Finanzdirektorin Anja Terhorst.

Höhere Zuschüsse soll es angesichts von Energiepreisexplosion und allgemeiner Teuerung für die Gemeinden im Bistum geben. Die Schlüsselzuweisung an die Kirchengemeinden soll um 1,5 Millionen Euro gegenüber 2022 steigen. Aus dem gleichen Grund steigt auch der Zuschuss an den Diözesancaritasverband, und zwar um 520.000 Euro. Ebenso werden Mittel für die bereits angekündigte Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum bereitgestellt.

Gute Nachrichten konnte Dorota Steinleitner, Abteilungsleiterin Finanzen, vor dem Kirchensteuerrat für das laufende Jahr verkünden: Der Jahresüberschuss wird voraussichtlich in einem zweistelligen positiven Bereich liegen. Die Kirchensteuereinnahmen liegen zurzeit gut sechs Millionen Euro über den ursprünglichen Annahmen – und dies trotz hoher Kirchenaustritte. „Die meisten Austritte erfolgen in einem Alter zwischen 20 und 35 Jahren so die Statistiken. In dieser Phase werden oft noch keine hohen Einkommen erzielt. Nur so lässt sich erklären, dass Kirchenaustritte in unserem Bistum fiskalisch nicht so stark wirksam werden“, erläuterte Finanzdirektorin Terhorst.

Auf die Höhe der Kirchensteuereinnahmen wirken die herausragende wirtschaftliche Entwicklung nach der Finanzkrise 2010 sowie die kalte Progression bei der Lohn- und Einkommenssteuer positiv. Für die Zukunft dürfte das aber nicht so bleiben. Wenn die Kinder der Babyboomer in Rente gehen, kommt es voraussichtlich zu einem deutlichen Einbruch.

Das an der Katholischen Hochschule Freiburg angesiedelte „Kompetenzzentrum Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuer“ hat berechnet, dass dies spätestens 2035 der Fall sein wird. „Diese Zeit müssen wir nutzen, um uns zukunftsfest zu machen“, sagt Terhorst. Dazu bedürfe es einerseits strategischer Entscheidungen, von denen einige bereits auf den Weg gebracht worden seien. „Andererseits müssen wir uns auch emotional auf die Zukunft vorbereiten“, sagt sie.

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news-32309 Tue, 06 Dec 2022 12:27:12 +0100 Propst und Regionaldechant Christian Wirz gibt seine hannoverschen Ämter zurück https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/veraenderungen-in-der-katholischen-kirche-in-der-region-hannover-32308/ Regionaldechant und Propst Dr. Christian Wirz wird sein Amt Ende Februar 2023 aus persönlichen Gründen zurückgeben. Er bleibt weiter Offizial des Bistums Hildesheim und damit Stellvertreter des Bischofs von Hildesheim als oberster Kirchenrichter. news-32305 Tue, 06 Dec 2022 09:52:52 +0100 Nikolauskonzert begeistert und wärmt die Herzen https://www.kirche-duderstadt.de/news/artikel/news-title/nikolauskonzert-begeistert-und-waermt-die-herzen-32304/ Mehrere Hundert Gäste kamen zum Konzert von MitMachChor, "Ohr and more"-Orchester der Lebenshilfe, Mit-Sing-Kreis Gerblingerode und Singkreis in die Basilika St. Cyriakus in Duderstadt. news-32277 Sat, 03 Dec 2022 11:14:53 +0100 Gläubige feiern „Jahrtausendereignis“ in Göttingen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/glaeubige-feiern-jahrtausendereignis-in-goettingen-32277/ Vor genau tausend Jahren wurde Godehard zum Bischof von Hildesheim geweiht. In Göttingen wurde das besondere Weihejubiläum am Freitagabend groß gefeiert. In der Nähe Göttingens, in der Pfalz Grona, erteilte vor tausend Jahren Bischof Aribo von Mainz Godehard die Bischofsweihe. Diesem wichtigen Moment in der Hildesheimer Bischofsgeschichte haben am Freitagabend während eines feierlichen Gottesdienstes in der Göttinger Kirche St. Godehard rund 200 Gläubige gemeinsam mit dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und dem Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf gedacht.

Wilmer erinnerte zu Beginn des Gottesdienstes daran, dass Godehard zunächst zweifelte und äußerte, lieber weiterhin Abt in Bayern als Bischof im Norden bleiben zu wollen. „Er hat zwei Wochen überlegt, sich dann auf den Weg gemacht und 16 Jahre segensreich gewirkt.“ Als der Hildesheimer Bischof diese lobenden Worte über seinen berühmten Vorgänger, den ersten Hildesheimer Bischofsheiligen, sprach, war sein Mainzer Amtsbruder Kohlgraf noch gar nicht in der Kirche.

Der Gast aus Rheinland-Pfalz hatte mit einer schwierigen Anreise zu kämpfen, nahm das aber mit Humor, als er gerade noch rechtzeitig zu seiner Predigt in St. Godehard erschien: „Bischof Aribo wäre damals wohl mit Pferdekutsche schneller gewesen als ich heute angesichts der Vollsperrung auf der Autobahn.“

In seiner Predigt ging Kohlgraf auf die beiden unterschiedlichen Charaktere von Aribo und Godehard ein: „Zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten begegnen sich, sie sind in ihrer Unterschiedlichkeit Bischöfe der einen Kirche. Der eine rigoros, gebildet, papstkritisch, macht- und selbstbewusst, der andere volksnah, geistlich tief und humorvoll, verehrt von den Menschen mit einer großen liebevoll ausgestalteten Wirkungsgeschichte.“

Von diesen besonderen Persönlichkeiten des Mittelalters ausgehend, fragte Kohlgraf mit Bezug auf die Herausforderungen der Kirche in der Gegenwart: „Können wir uns davon inspirieren lassen, unterschiedliche Bischofs-„Typen“, Kirchenzugänge, Zeitanalysen und Glaubenszugänge auszuhalten, ohne das Ende der Kirche herbeizureden?“ Er würde es sich so sehr wünschen, betonte der Mainzer Bischof. „Aribo würde heute in seinem Machtanspruch sicher stark angefragt, seine Kritik an den Machtansprüchen des Papstes würde wohl gut aufgegriffen. Godehard hätte sicher eine stärkere Nähe zum Papst verkörpert, und seine Nähe zu den Menschen wäre wertgeschätzt worden.“

Auch heute würden verschiedene Charaktere die Kirche ausmachen, so Kohlgraf. Das gelte nicht nur für Bischöfe, sondern für das ganze Gottesvolk. „Es gibt die Leisen und die Lauten, die Ungeduldigen und Zögerlichen, die Mutigen und die Ängstlichen. Es gibt die papsttreuen Gläubigen und die kritischen, die Schaffenden und diejenigen, die das Gebet pflegen. Sie alle gehören zu Kirche.“

Bischof Kohlgraf schloss seine Predigt mit dem Wunsch, dass die beiden Bischöfe Aribo und Godehard uns heute ermutigen und begleiten, „unsere Wege zu suchen und zu finden“.

Neben Kohlgraf und Wilmer nahmen die Hildesheimer Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger und Heinz-Günter Bongartz, zwei Domkapitulare aus Mainz, mehrere Geistliche aus dem Bistum Hildesheim, der evangelisch-lutherische Superintendent Frank Uhlhorn sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der der Göttinger Politik und Stadtgesellschaft an dem Gottesdienst teil.

Die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt lobte die Pfarrgemeinde St. Godehard und deren karitatives Engagement. An den gastgebenden Pfarrer und Stadtdechanten Wigbert Schwarze gewandt, sagte sie: „Was ihr als Pfarrgemeinde für das Quartier hier leistet, verdient einen großen Applaus.“ Der Name des Heiligen Godehards und die gleichnamige Pfarrei seien in der Stadt fest verankert.

Die Pfarrgemeinde präsentierte sich als hervorragende Gastgeberin, sorgte mit Orgel- und Trompetenmusik, einer Schola und einem Mädchenchor für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes und bewirtete während des anschließenden „meet and greet“ im Pfarrsaal alle Gäste, die sich zu dem „Jahrtausendereignis“, wie Bischof Kohlgraf es nicht zu Unrecht nannte, in St. Godehard versammelt hatten.

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news-32249 Thu, 01 Dec 2022 12:20:03 +0100 „Wir brauchen besonnenes, aber entschlossenes Handeln“ https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/positionen-zur-energiekrise Bischof Dr. Heiner Wilmer hat als Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz drei Positionen zur aktuellen Energiekrise veröffentlicht. news-32237 Wed, 30 Nov 2022 14:53:53 +0100 Festgottesdienst zum 1000. Jahrestag der Bischofsweihe des Heiligen Godehard https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/festgottesdienst-zum-1000-jahrestag-der-bischofsweihe-des-heiligen-godehard-32237/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf laden am Freitag, 2. Dezember 2022, um 18 Uhr zu einem Festgottesdienst in die Kirche St. Godehard in Göttingen ein. Anlass ist die Weihe des Heiligen Godehard vor 1000 Jahren. Die Messfeier findet statt im Rahmen des Godehardjahres, welches das Bistum Hildesheim zurzeit feiert. Am 2. Dezember 1022 wurde Godehard auf der Pfalz Grona bei Göttingen von Erzbischof Aribo von Mainz zum 14. Bischof von Hildesheim geweiht. Bischof Godehard war der erste Bistumsheilige.

Im Anschluss an den Gottesdienst wird zu einer Begegnung geladen.

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news-32183 Thu, 24 Nov 2022 20:20:40 +0100 "Bleiben Sie an unserer Seite" https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bleiben-sie-an-unserer-seite-32183/ Rund 100 Personen haben an der ersten Gedenkfeier für Betroffene von sexualisierter Gewalt im Hildesheimer Dom am 24. November 2022 teilgenommen. Unter den Anwesenden waren neben Betroffenen auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums – allen voran Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ. „Ich heiße sie hier willkommen im Raum der Kirche. Ich weiß, viele können nicht hier sein, weil sie nie wieder eine Kirche betreten können. Ich bin heute hier, um zuzuhören, um mich dem Thema der sexualisierten Gewalt in unserer Kirche zu stellen, um eine winzige Ahnung zu haben von den Abgründen der Kirche und von den vielen tiefen Verletzungen“, betonte Wilmer zu Beginn und übergab das Wort an die Betroffenen, die diese Gedenkfeier zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stabsstelle Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim vorbereitet hatten.

150 Kerzen brennen auf den Stufen zum Altarraum: „Sie brennen für die Betroffenen, die im Bistum Missbrauch erlebt haben“ erklärt Norbert Thewes, Mitglied im Betroffenenrat der norddeutschen Bistümer. „Ich stehe heute hier stellvertretend auch für die Opfer und Überlebenden, die nicht oder noch nicht über die an ihnen begangenen Verbrechen sprechen können.“ Er selbst könne seit zwei Jahren nicht mehr in eine Kirche gehen. „Dass ich hier stehe, habe ich seit vier Wochen geübt.“

Eindrücklich machen die Betroffenen im Verlauf der Gedenkfeier ihre Schicksale und die Auswirkungen der sexualisierten Gewalt deutlich. „Es ist und bleibt wichtig, immer wieder hinzuschauen“, sagt Thewes. Er kritisiert auch, dass die finanzielle Unterstützung durch die Kirche nicht ausreiche und es keinen Hilfsfonds oder einen Ombudsmann im Bistum gebe. Doch den Betroffenen gehe es nicht nur um Geld. Sie wollen gesehen werden, die Kirche müsse auf sie zugehen. So begrüßt er die gute Zusammenarbeit mit der Stabstelle, durch die etwas geschaffen wurde, was es sonst in Deutschland noch nicht gebe: „Wir stehen hier im Dom auf einer Stufe, auf Augenhöhe“, sagt Thewes.

Für die Zukunft wünscht sich das Mitglied des Betroffenenrates, dass weiterhin an Brücken zueinander gebaut werden: „Bleiben Sie an unserer Seite“, lautet seine Forderung an den Bischof und alle Anwesenden.

„Ich habe zugehört und mir ist aufgegangen, ein wenig von ihrem riesigen Leid, von den Verletzungen, davon wie ihr Leben beeinträchtigt wurde - manchmal gar zerstört“, sagt der Bischof zum Abschluss der Gedenkfeier.  

Anlass für die Gedenkfeier ist die Anregung von Papst Franziskus, rund um das von der Europäischen Union eingeführte Datum „Europäischer Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ einen Gedenktag für Betroffene von sexualisierter Gewalt zu begehen. 

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news-32146 Tue, 22 Nov 2022 15:55:36 +0100 Lernort, Zeichen und Wohngemeinschaft https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/lernort-zeichen-und-wohngemeinschaft-32138/ Ein Lernort für die Demokratie, ein Zeichen für Toleranz und Respekt, eine Wohngemeinschaft für das friedliche Zusammenleben in Vielfalt – und jede Würdigung gilt dem nun wiedereröffneten Haus der Religionen in Hannover. news-32140 Tue, 22 Nov 2022 10:57:16 +0100 Gedenkfeier mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gedenkfeier-mit-betroffenen-von-sexualisierter-gewalt-im-hildesheimer-dom-32140/ Im Hildesheimer Dom kommen am Donnerstag, 24. November 2022, Betroffene von sexualisierter Gewalt während einer Gedenkfeier zu Wort. Beginn ist um 17 Uhr. Im Anschluss daran sind die Betroffenen ab 18 Uhr im Domfoyer zum Gespräch ansprechbar. Die Gedenkfeier ist öffentlich und wird von den Betroffenen in Zusammenarbeit mit der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim organisiert. Sie bietet den Betroffenen den Raum für ihre persönlichen Schilderungen, Klagen und Gebete. Auch ist geplant, dass Betroffene während der Veranstaltung eine symbolische Klagemauer in der Kirche errichten.

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird ein kurzes Grußwort sprechen und aus dem Evangelium lesen. Darüber hinaus nimmt er im Dom die Rolle eines Zuhörers ein und wird anschließend im Domfoyer anwesend sein. Anlass für die Gedenkfeier ist die Anregung von Papst Franziskus, rund um das von der Europäischen Union eingeführte Datum „Europäischer Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ einen Gedenktag für Betroffene von sexualisierter Gewalt zu begehen.

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