Bistum Hildesheim http://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Sat, 07 Dec 2019 14:30:57 +0100 Sat, 07 Dec 2019 14:30:57 +0100 TYPO3 EXT:news news-19855 Sat, 07 Dec 2019 12:44:22 +0100 Diözesankirchensteuerrat beschließt Wirtschaftsplan 2020 bistum/nachrichten/artikel/news-title/dioezesankirchensteuerrat-beschliesst-wirtschaftsplan-2020-19855/ Der Diözesankirchensteuerrat hat auf seiner heutigen Sitzung den Wirtschaftsplan des Bistums für das kommende Jahr einstimmig gebilligt. Er hat ein Volumen von 217,4 Millionen Euro und liegt damit 3,3 Millionen Euro über dem von 2019. Die Planungen gehen von einem Jahresüberschuss von 16,5 Millionen Euro aus. Haupteinnahmequelle ist die Kirchensteuer, die mit 176 Millionen Euro geplant ist. Laut Finanzdirektor Helmut Müller hat das Bistum Hildesheim seine Risikodeckung in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Gleichwohl müsse in der Etatplanung weiterhin darauf geachtet werden, die finanziellen Verpflichtungen des Bistums abzusichern, insbesondere die Versorgungsverpflichtung gegenüber Priestern und kirchlichen Beamten.

Der im kommenden Februar in den Ruhestand wechselnde Finanzdirektor sprach zum letzten Mal vor den Mitgliedern des Kirchensteuerrates. Er betonte die hohe Bedeutung von Good Governance für den verantwortungsbewussten Umgang der Kirche mit dem ihr anvertrauten Geld. Dabei skizzierte er, wie es um die Regeln guter Unternehmensführung im Bistum Hildesheim bestellt ist.

Müller bewertete es als gut, dass das Bistum bereits seit fast zehn Jahren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften Rechnung legt, seine Jahresabschlüsse seit Jahrzehnten durch externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaften prüfen lässt und seine Geschäftsberichte bereits seit Langem veröffentlicht. Positiv sei ebenso, dass der Diözesanvermögensverwaltungsrat seit gut fünf Jahren mehrheitlich aus externen Mitgliedern gebildet wird. Gleichzeitig regte er eine Beratung darüber an, das Gremium künftig komplett mit vom Bistum unabhängigen Personen zu besetzen.

Verbesserungsbedarf sieht Müller hinsichtlich eines Compliance-Management-Systems als Gesamtheit der Grundsätze und Maßnahmen des Bistums zur Einhaltung bestimmter Regeln und damit zur Vermeidung von Regelverstößen. „Wir haben eine ganze Reihe an Gesetzen und Richtlinien, die angewendet werden, was gut und richtig ist. Es mangelt aber an einer systemischen Gesamtbetrachtung, aus der sich wichtige Konsequenzen für unser wirtschaftliches Handeln ableiten ließen“, sagte der Finanzchef des Bistums.

Er sprach sich erneut für die Einführung einer internen Revision aus und regte an, das Risikomanagementsystem des Bistums, das Erkenntnisse über die finanzielle und wirtschaftliche Situation liefert, weiter zu verbessern. „Wir haben im Laufe der letzten 15 Jahre die Gefahr einer drohenden Insolvenz immer weiter reduziert und nun gebannt. Jetzt geht es darum, dass wir negative Entwicklungen früh genug antizipieren, die dem Bistum wirtschaftlich schaden können“, betonte Helmut Müller. Eine besondere Bedeutung habe dabei eine systemische Good Governance.

Zum Abschluss der Sitzung dankte Generalvikar Martin Wilk dem Finanzdirektor. Müller sei maßgeblich verantwortlich für die gute Entwicklung der Bistumsfinanzen: „Das ist eine große Leistung.“ Müller dankte den Mitgliedern des Diözesanvermögensverwaltungsrates und des Diözesankirchensteuerrates für ihr Vertrauen. Das sei eine wesentliche Grundlage für seine Arbeit gewesen. „Wir sind den Weg immer gemeinsam gegangen“, so der Finanzdirektor, der am 6. März 2020 in den Ruhestand verabschiedet wird. An diesem Tag wird zugleich die Einführung von Müllers Nachfolgerin Anja Terhorst stattfinden.

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news-19839 Thu, 05 Dec 2019 12:36:39 +0100 Geistliches Konzert im Mariendom bistum/nachrichten/artikel/news-title/geistliches-konzert-im-mariendom-19839/ Für ein vorweihnachtliches Konzertereignis mit dem Kammerchor, dem Orchester Sinfonietta Hildesheim und einigen Solisten am 15. Dezember 2019 im Hildesheimer Dom sind noch Karten erhältlich. Am Sonntag, 15. Dezember 2019, führen der Kammerchor der Hildesheimer Dommusik gemeinsam mit dem Orchester Sinfonietta Hildesheim und den Solisten Martina Nawrath (Sopran), Mareike Lennert (Mezzosopran), Ruth Häde (Alt), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Friedemann Gottschlich (Bass) Camille Saint-Saëns‘ Oratorio de Noël (Weihnachtsoratorium) und  John Rutters Magnificat unter der Leitung von Thomas Viezens und Lukas Speer auf. Beginn ist um 18 Uhr. 

Beide Werke verbindet die lateinische Sprache und der vertonte Bibeltext. Während Saint-Saëns die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2, 8-13) erzählt – ergänzt durch Psalmverse und weitere Textabschnitte des Alten und Neuen Testaments – verwendet Rutter im Magnificat den Textabschnitt des Lobgesanges der Maria (Lk 1, 46-55) und ergänzt ihn durch ein altes englisches Gedicht und zwei liturgische Texte.

Im Oratorio de Noël herrscht eine lyrisch-kontemplative Grundstimmung vor – unterstützt durch Streicher, Harfe und Orgel – die nur selten unterbrochen wird. Ein ruhiges Werk, das in einen prächtigen Choral mündet und mit ihm abschließt. Das Magnificat des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter besticht durch seine harmonische und rhythmische Vielseitig- und Vielfarbigkeit. Zu den bereits genannten Instrumenten kommen hier noch Holzbläser, ein Horn und Percussionsinstrumente hinzu.

Karten zu 22, 17, 12 oder 10 Euro (ermäßigt 17, 12, 7 oder 5 Euro) sind im Foyer des Hildesheimer Doms, Domhof 3, 31134 Hildesheim, erhältlich. Außerdem können die Tickets im Internet unter www.tickets.bistum-hildesheim.de geordert werden.

 

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news-19828 Tue, 03 Dec 2019 12:37:42 +0100 Bistum Hildesheim trauert um Johann Baptist Metz bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-trauert-um-johann-baptist-metz-19828/ Er galt als einer der einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts und stand in vielfältigen Beziehungen zum Bistum Hildesheim. Die Diözese trauert um den gestern verstorbenen Johann Baptist Metz. Ende 1967 fand an der Universität Münster eine Podiumsdiskussion statt. Gegen Ende des Gesprächs fragte der tschechische Philosoph Milan Machovec den katholischen Theologen Johann Baptist Metz, wie er denn noch nach Auschwitz beten könne. Die Antwort von Metz: „Wir können nach Auschwitz beten, weil auch in Auschwitz gebetet wurde.“

Für Metz war das Christentum nie eine Idee, sondern eine Praxis, die es zu leben galt. Metz hat zeit seines Lebens an dem Entwurf einer Theologie gearbeitet, die Christinnen und Christen unfähig machen sollte, mit dem Rücken zu den Opfern der Gegenwart und Vergangenheit zu und von Gott zu sprechen. Seine Theologie ist nicht eine Rede über Gott, sondern eine Rede von Gott mit dem Gesicht zur Welt.

Um die Verstrickung in die Welt konkret zum Ausdruck zu bringen, nannte er seine Theologie „politische Theologie“. Diese Theologie hat er als eine Rede von Gott nach Auschwitz ausgearbeitet. Metz warnte unermüdlich vor den Gefahren des Antijudaismus und Antisemitismus in Gesellschaft, Kirche und Theologie.

„Johann Baptist Metz hat immer wieder dem Bistum Hildesheim mit seinem Rat zur Seite gestanden. Dafür sind wir dem großen Theologen sehr dankbar“, sagt der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ über Metz, der am 2. Dezember im Alter von 91 Jahren in Münster starb.

Johann Baptist Metz wurde am 5.8.1928 in Auerbach/Oberpfalz geboren. Er war Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Der Priester, Theologe und Religionsphilosoph war Begründer der neuen Politischen Theologie.

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news-19815 Mon, 02 Dec 2019 13:35:24 +0100 Spätmittelalterliche Einbände erhalten bistum/nachrichten/artikel/news-title/spaetmittelalterliche-einbaende-erhalten-19815/ In der Hildesheimer Dombibliothek gibt es einen sehr großen Anteil von Büchern, die noch ihren originalen Einband besitzen. Teilweise sind diese mehrere hundert Jahre alt – und nicht immer sachgerecht aufbewahrt worden. Entsprechend groß ist auch der Konservierungsbedarf. Gemeinsam mit der... Als älteste Bibliothek Norddeutschlands, die seit der Gründung des Bistums vor rund 1200 Jahren besteht, bewahrt die Dombibliothek einzigartige Bestände mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften sowie bedeutende Sammlungen historischer Druckwerke auf. Vor allem jene Bestände, die während der Kriegszeiten und darüber hinaus über Jahrzehnte nicht immer sachgerecht aufbewahrt wurden, haben dies nicht unbeschadet überstanden: „Die gealterten Einbandmaterialien sind insbesondere im Bereich des Buchrückens und der Gelenke stark beschädigt“, erläutert die Leiterin der Dombibliothek, PD Dr. Monika Suchan.

Bereits 2018 haben Dombibliothek Hildesheim und die HAWK mit der Planung und Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen vor allem für die zahlreichen, gefährdeten Ledereinbände begonnen. Die konservatorischen Maßnahmen, die zum Einsatz kommen sollen, wurden im Sommersemester 2019 entwickelt. Die Masterabsolventin Juliane Girndt erarbeitete sie in ihrer Abschlussarbeit „Entwicklung eines Konzepts für die stabilisierende Konservierung alaungegerbter mittelalterlicher Ledereinbände der Dombibliothek Hildesheim.“ Mit der Umsetzung des Konzepts wird jetzt begonnen: „Studierende werden die neuen Maßnahmen erlernen und anschließend durchführen“, berichtet Suchan.

„Zu Beginn jeder konservatorischer und restauratorischer Arbeit erfolgt die Dokumentation des vorgefundenen Erhaltungszustands“, erklärt Professorin Ulrike Hähner, Leiterin der Studienrichtung Schriftgut, Buch und Grafik der HAWK. Die Studierenden sollen bei dieser Tätigkeit die unterschiedlichen äußeren mechanischen und atmosphärischen Einwirkungen auf die historischen Materialien und die Bindung der Bücher erkennen, aufzeichnen und interpretieren können. Sie müssen diese Veränderungen bei den Konservierungsarbeiten später berücksichtigen.

Doch digitale Aufnahmen machen diese Spuren für die Studierenden nur zu oberflächlich erfahrbar. Aus diesem Grund haben Hähner und Suchan beschlossen, eine traditionelle Hilfstechnik der Wissenschaft, die Zeichnung, einzubeziehen. Dafür konnten sie den Künstler Hannes Möller gewinnen, der für seine detailgenauen Darstellungen von Buchrücken und -schnitten bekannt ist. Zu seinen großen Projekten gehören beispielsweise „Die verlorene Bibliothek“ (von Kloster Eberbach) und die „Brand- und Aschebücher“ der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Drei Tage hat Hannes Möller mit den Studentinnen Details der originalen Einbände gezeichnet und Zeichentechniken erklärt. „Das sind jene Bücher, die in den kommenden Wochen behandelt werden sollen“, sagt Suchan. Die Aufgabenstellung beinhaltet das Erfassen von Materialzuständen anhand äußerer charakteristischer Merkmale. Die Zeichnungen und daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen die Studierenden bei den praktischen Arbeiten an den Büchern unterstützen und sie werden somit gleichzeitig den Vorzustand dokumentieren.

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news-19796 Fri, 29 Nov 2019 12:20:31 +0100 ZDF überträgt Gottesdienst am 25. Dezember live aus dem Hildesheimer Dom bistum/nachrichten/artikel/news-title/zdf-uebertraegt-gottesdienst-am-25-dezember-live-aus-dem-hildesheimer-dom-19796/ Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen für einen ganz besonderen Gottesdienst im Hildesheimer Mariendom: Am 25. Dezember 2019 um 10.45 Uhr wird das ZDF den Weihnachtsgottesdienst mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ live aus dem Hildesheimer Dom übertragen.  Besucher, die den Gottesdienst mitfeiern möchten, sind eingeladen, am 25. Dezember ab 9.30 Uhr in den Dom zu kommen.

Für die Vorbereitungen müssen der Domhof und der Bereich vor der Dombibliothek in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember fast durchgängig gesperrt werden. Auch der Dom selbst ist für das Publikum vom 21. Dezember bis zum Abend des 24. Dezember geschlossen.

Der Besuch der Christmette am 24. Dezember um 22 Uhr ist aber ungehindert möglich, Parkplätze stehen auf dem Domhof in dieser Zeit allerdings nicht zur Verfügung. Zur Pontifikalvesper am 25. Dezember um 18 Uhr sind alle Sperrungen wieder aufgehoben.

Autos, die in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember auf dem Domhof und in dem Bereich vor der Dombibliothek parken, werden abgeschleppt, damit die großen Übertragungswagen des ZDF auf den Domhof gelangen können.

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news-19792 Thu, 28 Nov 2019 14:01:34 +0100 Zukunft der Kirche in starker ökumenischer Verbundenheit bistum/nachrichten/artikel/news-title/zukunft-der-kirche-in-starker-oekumenischer-verbundenheit-19792/ In einem gemeinsamen Statement bekennen sich Landesbischof Ralf Meister und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zur weiteren ökumenischen Zusammenarbeit und Kirchenentwicklung zwischen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Bistum Hildesheim. Am Montag, den 25.11.2019, haben sich Landesbischof Ralf Meister und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Bistums Hildesheim zu einem Austausch über Kirchehoch2 getroffen. Beide Bischöfe betonen die Bedeutung dieses ökumenischen Missionsmodells für ihre Kirche und vereinbaren die Weiterentwicklung von Kirchehoch2 zu einer „Ökumene der Sendung“.

Übereinstimmend sehen sie die Zukunft der Kirche in starker ökumenischer Verbundenheit, wie sie vielfach bereits jetzt in geistlicher Nachbarschaft zwischen den evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen gelebt wird. Die Hoffnung auf eine weitere konfessionelle Annäherung sollte in ökumenischen, langfristig gesicherten Projekten beispielhaft verstärkt werden. Dazu wird eine ökumenisch besetzte Arbeitsgruppe beauftragt, weitere Schritte zur Entwicklung von konkreten ökumenischen Vorhaben zu entwickeln.

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news-19784 Wed, 27 Nov 2019 09:56:51 +0100 Sonderführung durch das Dommuseum Hildesheim am 4. Dezember bistum/nachrichten/artikel/news-title/sonderfuehrung-durch-das-dommuseum-hildesheim-am-4-dezember-19784/ Die „Hildesheimer KulturSpitzen“ gestalten Sonderführungen durch das Dommuseum Hildesheim. Die erste Führung findet am Mittwoch, 4. Dezember 2019, um 14 Uhr statt und wird von der Museumspädagogin des Stadtmuseums Hildesheim, Stefanie Bölke, und dem Kurator des Stadtmuseums Hildesheim, Dr. Stefan... Präsentiert werden die Objekte aus der Stadtgeschichtlichen Sammlung des Roemer und Pelizaeus-Museums Hildesheim, die in die Sonderausstellung „Zeitenwende 1400. Hildesheim als europäische Metropole“ Eingang gefunden haben. Die Führung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, der Museumseintritt von 6 Euro wird erhoben.

Die laufende Sonderausstellung des Dommuseums wäre neben den Werken aus international bedeutenden Sammlungen ohne die zahlreichen Leihgaben von Mitgliedern der "KulturSpitzen" nicht denkbar gewesen. Weitere Termine in der Reihe sind am 11. Dezember 2019 (Dr. Michael Schütz, Direktor des Stadtarchivs Hildesheim), am 7. Januar 2020 (Dr. Thomas Scharf-Wrede, Direktor des Bistumsarchivs Hildesheim) und am 28. Januar 2020 (PD Dr. Monika Suchan, Direktorin der Dombibliothek Hildesheim). Beginn ist jeweils um 16 Uhr.

Die „Hildesheimer KulturSpitzen“ bestehen aus sieben Hildesheimer Institutionen, die sich anlässlich des Stadt- und Bistumsjubiläums 2014/15 zusammengefunden haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als Kern ihrer Aufgabe die ihnen anvertrauten Kulturobjekte wissenschaftlich erforschen, erhalten und ihre Ergebnisse nach außen vielfältig kommunizieren. Geografisch liegen sie eng beieinander und verbinden die mittelalterliche Domburg mit dem mittelalterlichen Rathaus. Da sie auf dem Stadtplan ein Dreieck umschreiben, kamen sie zu ihrem Namen. Die „KulturSpitzen“ unterstützen die Bewerbung von Stadt und Landkreis Hildesheim um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025".

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news-19775 Tue, 26 Nov 2019 13:21:58 +0100 Anja Terhorst wird neue Finanzdirektorin des Bistums bistum/nachrichten/artikel/news-title/anja-terhorst-wird-neue-finanzdirektorin-des-bistums-19775/ Die Nachfolgerin für den scheidenden Finanzdirektor Helmut Müller steht fest. Zum 1. März 2020 wird Anja Terhorst ihren Dienst als neue Leiterin der Hauptabteilung Finanzen im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim antreten. Ihre Amtseinführung sowie die gleichzeitige Verabschiedung Müllers, der nach 37 Jahren im Dienst des Bistums Hildesheim in den Ruhestand wechselt, ist für den 6. März 2020 vorgesehen.

Die 49-Jährige ist gegenwärtig Leiterin des Grundsatzreferates des Landesliegenschaftsfonds im niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften. Davor war sie ab 2009 in verschiedenen leitenden Funktionen in der Oberfinanzdirektion Hannover, dem niedersächsischen Finanzministerium und der Oberfinanzdirektion Niedersachsen tätig.

In den Jahren 2002 bis 2008 arbeitete Anja Terhorst für das Staatliche Baumanagement Lingen und das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland, in beiden Einrichtungen als Leiterin der Geschäftsstelle. Ihre erste Erfahrung als Führungskraft machte sie im Staatshochbauamt Hannover I, für das sie in den Jahren 1996 bis 2002 aktiv war. In diese Zeit fallen Aufgaben als Sachgebietsleiterin im Fachbereich Betriebstechnik und als Controllerin.

Anja Terhorst wuchs im Emsland auf und absolvierte ab 1995 ein Maschinenbaustudium an der Fachhochschule Hannover, ehe sie sich als Bauinspektor-Anwärterin in der Fachrichtung Maschinen- und Elektrotechnik bei der Oberfinanzdirektion Hannover für den gehobenen Dienst ausbilden ließ.

„Für uns war es sehr wichtig, die Leitung der Hauptabteilung Finanzen wieder mit einer erfahrenen Führungskraft zu besetzen. Anja Terhorst hat in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn in unterschiedlichen Positionen Leitungsverantwortung wahrgenommen und tut das auch jetzt als Referatsleiterin. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, sagt Generalvikar Martin Wilk.

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news-19757 Fri, 22 Nov 2019 11:20:58 +0100 KAB für sozialpolitischeres Auftreten der Kirche bistum/nachrichten/artikel/news-title/kab-fuer-sozialpolitischeres-auftreten-der-kirche-19757/ Der Hildesheimer Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat heute Vormittag eine Erklärung an Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ übergeben, die dessen Mitglieder gemeinsam mit dem KAB-Verband im österreichischen St. Pölten verfasst hatten. Die Erwartung der KAB ist, dass die Kirche noch sozialpolitischer auftreten möge als bisher. "Das ist unser Anliegen, deswegen haben wir es Bischof Heiner vorgetragen", sagte Rüdiger Wala, der gemeinsam mit Silvia Scharfenberg dem Hildesheimer Diözesanverband vorsteht. An dem Termin im Bischofshaus nahm auch KAB-Diözesansekretär Dr. Timo Freudenberger teil.

Die gemeinsame Erklärung ist das Ergebnis eines Treffens der Hildesheimer Arbeitnehmer-Bewegung mit dem österreichen KAB-Diözesanverband St. Pölten vom 27. bis 29. September 2019 in Zell am Main. Beide Verbände verbindet eine 30-jährige Partnerschaft. Auch der Bischof von St. Pölten, Alois Schwarz, soll die gemeinsame Erklärung erhalten.

Die gemeinsame Erklärung im Wortlaut:

Menschenwürde darf nicht von der Kaufkraft abhängen Die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Populismus und Fremdenfeindlichkeit, demographi-scher Wandel und die Angst abgehängt zu werden: Diese Anzeichen zeigen, dass wir täglich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt ringen müssen. Nüchtern müssen wir feststellen, dass Religion allein nicht automatisch zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt führt.

Nächstenliebe, Versöhnung und Beteiligung sind aus dem Glauben geprägte Werte, die es immer wieder neu zu gestalten gilt. Für uns als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist klar, dass soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht voneinander zu trennen sind. Sie hängen in entscheidender Weise voneinander ab.

Soziale Gerechtigkeit berührt aus unserer Sicht mindestens zwei Aspekte:

1. Die Idee einer Bedingungslosigkeit. Unser Engagement schöpft aus der Überzeugung, dass Gott sich uns bedingungslos schenkt. Seine Zusicherung, bei uns zu sein bis ans Ende aller Tage, ist nicht an Voraussetzungen geknüpft. Aus dieser Grundüberzeugung ergibt sich für uns die Frage: Wie können aus dem Zusichern der Bedingungslosigkeit Gottes politische Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erwachsen? Wir brauchen Initiativen, die es Menschen ermöglichen, ihre Lebensverhältnisse selbst in die Hand zu nehmen und die ihnen notwendige Solidarität der Gemeinschaft zukommen zu lassen.

2. Der Ausgleich untereinander, der finanziell und beteiligend zu sehen ist. Wir lassen uns von der Idee leiten, dass Gemeinwohl und Einzelwohl, die Aufgaben und Grenzen sowohl staatlicher Einrichtungen als auch wirtschaftlicher Unternehmen, in einen Ausgleich gebracht werden können. Hier gilt es über Initiativen nachzudenken, die für uns unerlässlichen Prinzipien des Gemeinwohls und der Nachhaltigkeit zu stärken. Genauso wie der Staat sich nicht dem Markt unterwerfen darf und Sozialpolitik immer mehr sein muss als ein Anhängsel der Gesetzgebung, bedarf es auch einer Perspektive, die über die eigene Generation hinausgeht.

In einer Gemeinschaft, die sich als christlich geprägt versteht, darf die Menschenwürde nicht von der Kaufkraft abhängen. Ein gutes Leben für alle ist möglich und darf nicht vom Konsum vereinnahmt werden, es ist mehr als materieller Reichtum. Eine dem Gemeinwohl verpflichtete Politik sorgt für Ausgleich und Mitbestimmung. Gerade Beschäftigte und ihre Familien, junge und alte Menschen sind auf ein „gerechtes Regieren“ angewiesen.

Für uns liegt ein erster Schritt zum sozialen Ausgleich, zu mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem gerechteren Steuersystem. Steuerschlupflöcher müssen gestopft, Steueroasen beseitigt werden. Nach wie vor erachten wir eine Finanztransaktionssteuer für unverzichtbar. Doch diese Schritte allein werden nicht ausreichen.

Ein umfassender sozialer Ausgleich wird für uns durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen möglich. Wie nötig es ist, zeigt sich derzeit an zwei elementaren Schnittstellen des Lebens – am Anfang und im Alter. Das Bündeln der zersplitterten Unterstützungsleistungen für Kinder zu einer Grundsicherung, die Hilfen unbürokratisch und diskriminierungsfrei ermöglicht, ist genauso ein Gebot der Stunde wie eine Grundrente. Auch die Absicherung in Alter muss aus unserer Sicht ohne Bedürftigkeitsprüfung erfolgen – mithin bedingungslos.

Gesellschaft und Arbeitswelt wandeln sich durch Phänomene wie Globalisierung und Digitalisierung deutlich. Spätestens wenn durch die Folgen der Digitalisierung Erwerbsarbeit weniger wird, ist mit einer Vertiefung der sozialen Unterschiede zu rechnen. Die KAB strebt seit vielen Jahren das Ideal der Tätigkeitsgesellschaft an, in der jegliche Form menschlicher Arbeit als gleichwertig betrachtet wird.

Im Hinblick darauf und als Unterstützung muss eine andere Form der Besteuerung von Arbeit realisiert werden. Eine Wertschöpfungsabgabe ist nicht nur Alternative, sondern ermöglicht weiter Schritte in Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Wohlstand ist für uns etwas anderes als die bloße Anhäufung von Reichtümern.

Unter den Stichworten Bildung und Beteiligung steht die Mitbestimmung und die Befähigung dazu im Mittelpunkt. Die Teilhabe an den politischen Prozessen in Kommunen, Land und Bund sowie die Mitbestimmung in den Betrieben lassen die Demokratie erst lebendig werden. Das Ringen um gerechte Löhne, faire menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie vernünftige soziale Absicherungen stehen an oberster Stelle. Über seine Zeit frei verfügen zu können ist ebenso Wohlstand, wie eine Arbeit, die Sinn ergibt und Freude macht.

Für uns ist daher unerlässlich, dass Mitbestimmung auf allen Ebenen gewährleistet wird. Wohlstand, Beteiligung und Zuversicht sind untrennbar mit gesellschaftlichem Zusammenhalt verbunden. Während kleine Gemeinschaften Geborgenheit geben, drohen größere Zusammenhänge aufgrund vermeintlicher Ängste vor dem Fremden auseinanderzudriften.

Zudem ist die Wahrnehmung zwischen den Generationen, was gesellschaftlicher Zusammenhalt sein sollte, verschieden und spiegelt sich in differenzierten Ängsten und Vorbehalten wieder. Wir erwarten, dass die Kirche deutliche Impulse setzt. Impulse für eine von Nächstenliebe, Vernunft, Versöhnung und Bedingungslosigkeit – um nur einige zu nennen – geprägte Gesellschaft.

Wir können diese Ideale nur dann erlangen, wenn wir sie selbst leben. Das Evangelium liefert die passenden Erzählungen dazu; sie müssen aber auch überzeugend umgesetzt und weitergegeben werden. Eine Übersetzung der frohen Botschaft in den Alltag in Gottesdiensten, Andachten und Gesprächen sehen wir als Mitgestaltung an der Zukunft – hin zu mehr sozialem Ausgleich und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Wir fordern unsere Bischöfe auf, soziale Gerechtigkeit zur Bedingung des Zusammenlebens zu machen und stärker in die Gesellschaft zu tragen. Die Kirche muss sozialpolitischer auftreten und die Anliegen der Katholischen Soziallehre verkünden, leben und vor allem von Politik und Wirtschaft einfordern. Wir sind aufgefordert, stärker auf die Sorgen der Menschen zu hören. Gemeinsam gilt es, Initiativen zu schaffen, die durch die Motive der Soziallehre und caritativer Aspekte dazu verpflichten, dass Menschen die Möglichkeit gegeben wird, ihr Leben selbst zu gestalten und dass sie durch die Gemeinschaft in Solidarität unterstützt werden. Gemeinwohl und Nachhaltigkeit müssen als leitende Prinzipien vorangestellt werden.

Wir betrachten aufmerksam die derzeit stark und vor allem durch Jugendliche vorangetriebene Diskussion um den Klimaschutz und stellen nicht nur fest, dass sich die junge Generation Sorgen um ihre Zukunft macht, sondern auch, dass im Sinne Papst Franziskus‘ das Thema Umweltschutz zugleich immer auch ein soziales Thema ist. Unsere Handlungen und Gewohnheiten haben Konsequenzen für Menschen in anderen Teilen der Welt. Eine Globalisierung der Gerechtigkeit bedeutet dabei, darauf hinzuwirken, dass ein sozialer Ausgleich auch in größerem Maßstab stattfinden muss. Die KAB ist dabei nicht nur prophetisch, sondern auch in vielen Bereichen politisch aktiv.

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news-19752 Thu, 21 Nov 2019 16:05:51 +0100 Bischof Wilmer betont Solidarität mit den Menschen in Bolivien bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-betont-solidaritaet-mit-den-menschen-in-bolivien-19752/ Angesichts der dramatischen politischen Lage in Bolivien hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ seine Solidarität mit den Menschen in dem südamerikanischen Partnerland des Bistums Hildesheim bekundet. Er äußerte sich in einem Brief an die Bischöfe der Partnerschaftskommission in Bolivien. Wilmer schrieb, im Bistum Hildesheim verfolge man die zunehmenden Spannungen nach dem Wahlbetrug und dem Rücktritt der bisherigen Regierung mit großer Sorge. „Dabei schmerzt es uns zu sehen, wie Bolivianer gegen Bolivianer aufstehen und sich die Spirale der Gewalt im Land immer schneller zu drehen beginnt.“

Trotz der großen Entfernung fühle er sich seinen bischöflichen Amtsbrüdern und dem gesamten bolivianischen Volk verbunden, so Wilmer. Viele Menschen im Bistum Hildesheim, die sich für die Partnerschaft engagieren, beteten gemeinsam mit ihm für das Wohlergehen und den Frieden in Bolivien: „Sie sollen wissen, dass Sie nicht alleine sind!“

Der Hildesheimer Bischof konstatierte, er schaue mit Bewunderung auf das Engagement der bolivianischen Bischofskonferenz und ihr Bemühen, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, in der Hoffnung, dass auf diese Weise der Frieden und die Demokratie in dem Land bewahrt werden können.

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news-19743 Wed, 20 Nov 2019 12:55:00 +0100 Kirchehoch2 - Blick zurück nach vorn bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirchehoch2-blick-zurueck-nach-vorn-19743/ Das Büro der Projektstelle Kirchehoch2 in Hannover-Linden wurde im Oktober 2019 geschlossen. Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, nimmt zu Gründen und Perspektiven Stellung:  „Seit November 2018 zeichnet sich das Ende des bisherigen Projektes Kirchehoch2 ab. Mit dem Sommer 2019 wurde dies auch strukturell klar. Die Projektbeauftragung von Pastorin Prof. Dr. min. Sandra Bils wurde vom Haus Kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers nicht verlängert und seit dem 1. Oktober 2019 ist Pastorin Sandra Bils nicht mehr für die ökumenische Projektstelle Kirchehoch2 tätig. Mitte Oktober ist das Büro in Hannover Linden, dass ohne diese ökumenische Besetzung keinen Sinn mehr machte, auch aufgelöst worden.

Damit endet eine Phase der ökumenischen Bewegung Kirchehoch2. Und eine neue beginnt, von der wir noch nicht wissen, welche Verheißungen und Entwicklungen sich ergeben.

Die Geschichte von Kirchehoch2 hat vor über 15 Jahren begonnen – mit einer gemeinsamen Entdeckung: Wir – katholische wie evangelische Engagierte für die zukünftigen kirchlichen Entwicklungen – teilen dieselben Fragen, teilen dieselben Anliegen. Wir erfuhren uns auf der Suche nach den neuen Wegen verbunden in einer gemeinsamen Verwurzelung im Glauben, in der Schrift, in der Christusgegenwart. Das führte uns auf einem gemeinsamen Weg, der immer mehr Dynamik bekam: gemeinsame Reisen führten zu gemeinsamen Entdeckungen eines Zukunftsweges, vor allem im Kontext der anglikanischen Erneuerung. Immer mehr wurde Hannover/Hildesheim zu einem Ort und einer Plattform für innovative Erfahrungen – und das führte zur wagemutigen Idee des ökumenischen Kongresses Kirchehoch2 im Jahr 2013.

Der Kongress, die überwältigende Erfahrung seiner Resonanz und die großartige Aufbruchsdynamik, die sich aus ihm ergab, führte uns in eine neue Phase des Miteinanders: Es entstand eine ökumenische Bewegung, deren Mittelpunkt das Büro in Hannover-Linden war – ein „dritter Ort“, der immer mehr zur Plattform eines wachsenden Netzwerkes von Kircheninnovation und Gemeindegründung wurde: Ein Ort des „Wanderns und Wunderns“. Weiterhin war der Kern dieser Bewegung ein ökumenisches Team aus der Landeskirche und dem Bistum, das ergänzt wurde von Brüdern und Schwestern aus den freien Kirchen.

Immer mehr spürten wir aber in den letzten Jahren, dass ein nächster Schritt vor uns liegt – aber es brauchte Zeit, und viele spannende und auch zuweilen spannungsvoller Gespräche, sich dessen gemeinsam zu vergewissern. Mit dem unvermittelten und schmerzlichen Ende der bisherigen Konstellation ist aber dieses Anliegen im Bistum keineswegs schwächer geworden. Es liegt in der Luft und wartet auf Verwirklichung.

Viele ökumenische Kontakte mit der Landeskirche Hannovers, viele ökumenische Kontakte im weiterem ökumenischen Feld bis hin zu einer europäischen Vernetzung und vor allem die Erfahrungen der vergangenen Jahre führen uns dazu, die Idee von Kirchehoch2 und die „Ökumene der Sendung“ in einem nächsten Schritt zugleich breiter und tiefer zu entfalten.

Im Bistum Hildesheim wird weiterhin ein Team mit Christian Hennecke, Maria Herrmann, Matthias Kaune, Johannes Ebbersmeyer und anderen für eine innovative und ökumenisch ausgerichtete Kirchenentwicklung im Sinne von Kirchehoch2 stehen. In diesem Rahmen werden in den kommenden Jahren – in Kooperation mit Landeskirchen und anderen Partnern – die Ansätze weitergeführt und intensiviert. Neue Formate werden hinzukommen. Entscheidend ist für uns, dass wir das „heilige Experiment“, das 2013 begonnen hat, mit vielen Gesichtern weitergehen – als eine ökumenische Bewegung.

Wir freuen uns auf diese neue Phase, die sicherlich neue Netzwerke und Perspektiven ermöglicht und die viele Menschen im Bistum und Landeskirchen ergreifen wird, aber auch in bundesweiten und europäischen Netzwerken weiter ein wichtiger Akteur sein will und kann.“

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news-19738 Tue, 19 Nov 2019 11:46:49 +0100 Preisverleihung mit Gänsehautgefühl https://www.katholische-kirche-goettingen.de/ueber-uns/nachrichten/artikel/news-title/preisverleihung-mit-gaensehautgefuehl-19734/ Für seinen unermüdlichen, engagierten Kampf um die Würde des Menschen erhielt der Jurist und KZ-Überlebende Prof. Dr. Thomas Buergenthal in Göttingen den Edith-Stein-Preis. Den Preis für den früheren Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat dessen Sohn Dr. Robert Buergenthal... news-19726 Mon, 18 Nov 2019 11:55:55 +0100 Waschen, schneiden, schlemmen https://www.malteser-hannover.de/presse/pressestelle/alle-news/news-detailansicht/news/waschen-schneiden-schlemmen.html Mit einem reichhaltigen Angebot für Körper und Seele präsentierte sich der vierte „Hildesheimer Wohlfühlmorgen“ der Malteser den Wohnungslosen und Armen der Stadt. Rund 120 Gäste nahmen daran in der Marienschule teil.  news-19688 Fri, 15 Nov 2019 14:56:55 +0100 Drei neue BONI-Busse im Bistum Hildesheim bistum/nachrichten/artikel/news-title/drei-neue-boni-busse-im-bistum-hildesheim-19688/ Die katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus in Braunschweig, die italienische Mission in der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus in Wolfsburg und die Begegnungsstätte Kloster St. Ludgerus in Helmstedt haben einen neuen BONI-Bus vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken erhalten. Zum... Für das Tagungshaus nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist der BONI-Bus ein Alltagsheld, darum heißt sein KFZ-Kennzeichen HE LD 686. Die Ziffer 686 verweist auf das Gründungsdatum im Juni 1968 hin. Die geschichtliche Bildung und die Fahrten zur Gedenkstätte Marienborn sind der Schwerpunkt der Arbeit der Begegnungsstätte, dafür braucht es Mobilität.

Der Braunschweiger Bulli wird eingesetzt für Fahrten zu Gottesdiensten und unterschiedlichen Veranstaltungen. Auch das Blasorchester, die Senioren und Frauengruppen profitieren von dem neuen Fahrzeug.

Auch die italienische Mission in Wolfsburg nutzt ihren BONI-Bus vielfältig: Kinder werden zur Katechese in ihrer Muttersprache abgeholt, Senioren werden zum Gottesdienst gefahren, Fahrten zur Nikolausfeier mit Basar und zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen stehen auf dem Programm des Fahrzeugs. Bei mehr als 6.000 Italienern in Wolfsburgs ist Mobilität eine wichtige Hilfe zur Gemeinschaftsbildung. Aber auch an die deutschen Nachbarn in der Gemeinde wird der BONI-Bus bei Bedarf gerne ausgeliehen.

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, erzählte bei der Übergabe der Fahrzeuge in Paderborn vom 170. Geburtstag des Bonifatiuswerkes und dem 70. Geburtstag der MIVA Deutschland (Motorisierende innerdeutsche Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft). „Unsere zwei Wurzeln sind die Weitergabe des Glaubens und die Solidarität. Sie und Ihre BONI-Busse sind mögliche Botschafter des Glaubens und der Solidarität mit denen, die unsere Freundschaft und Unterstützung brauchen“, erklärt Austen. „Und Sie zeigen, wohin das Geld der Spender fließt. Denn als Bonifatiuswerk können wir Gutes tun mit den finanziellen Mitteln, die wir von unseren Mitgliedern und Spendern bekommen. Ihren Dank gebe ich gerne an unsere Unterstützer weiter.“

Das Bonifatiuswerk vergibt alljährlich zwischen 30 und 45 BONI-Busse an katholische Gemeinden und Einrichtungen in Diaspora-Gebieten, das heißt in Regionen, in denen katholische Christen in einer Minderheit leben. Es übernimmt dabei zwei Drittel der Anschaffungskosten. Die Busse werden eingesetzt für Fahrten mit Kindern, Jugendlichen und Senioren, für Fahrten zur Grundschule oder zu Gottesdiensten, für Ausflüge, Freizeiten und vieles mehr.

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news-19689 Fri, 15 Nov 2019 14:06:00 +0100 Mittelalterliche Musik zur Adventszeit https://www.dommuseum-hildesheim.de/de/content/mittelalterliche-musik-zur-adventszeit-0 Vielfältige Lieder in unterschiedlichen Sprachen des Mittelalters präsentiert das Duo Scivias beim Konzert am Freitag, 13. Dezember im Dommuseum Hildesheim. news-19625 Wed, 06 Nov 2019 10:57:46 +0100 Aufsichtsrat des Bonifatiuswerkes neu gewählt https://www.bonifatiuswerk.de/de/news/2019/nov/mitgliederversammlung-waehlt-aufsichtsratsgremium/ Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Bonifatiuswerkes wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Neu in dem Gremium ist unter anderem der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk, der Hamburger Bernd Duhn wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt. news-19622 Tue, 05 Nov 2019 14:31:52 +0100 Grundlegende Reformen der Kirche sind existenziell bistum/nachrichten/artikel/news-title/grundlegende-reformen-der-kirche-sind-existenziell-19622/ Zehn Generalvikare, darunter auch der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk, haben in einem gemeinsamen Schreiben ausdrücklich Position für den Reformprozess in der katholischen Kirche bezogen.  "Im 'Weiter-so'-Modus werden wir unserem Auftrag nicht mehr gerecht werden können", schreiben sie in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und den Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg. Eine grundlegende Reform der Kirche halten sie demnach für "dringend notwendig, ja für existenziell".

Dazu wollen sie den am ersten Advent beginnenden Synodalen Weg "mit Nachdruck" unterstützen und setzen auf verbindliche Entscheidungen. Die Unterzeichner rufen alle am Reformprozess Beteiligten zu Offenheit auf und werben für einen respektvollen Dialog. "Wir bitten darum, auf gegenseitige Unterstellungen oder gar den Vorwurf mangelnder 'Rechtgläubigkeit' zu verzichten", erklärten sie.

Als wichtige Aspekte nennen die Verfasser des Briefes den Verlust an Vertrauen und die Frage nach der Handlungsfähigkeit der Kirche. In dem Brief heißt es: "Wir erleben schon seit längerer Zeit eine Kirche, die durch allgemeine gesellschaftliche Entwicklungen zunehmend ins Abseits gerät, aber die auch - und das ist für uns schwerwiegender - durch vielfaches, eigenes Verschulden an Glaubwürdigkeit verliert." Steigende Kirchenaustrittszahlen, eine "innere Zerstrittenheit unter Bischöfen, Priestern und Gläubigen", weniger Interesse bei jungen Menschen und sinkende Gelder lösten eine "große Betroffenheit und Ratlosigkeit" aus.

Zu den Unterzeichnern gehört auch der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk, der im Interview mit der KirchenZeitung die Beweggründe für diesen Brief erläutert. 

Herr Generalvikar, was soll dieser Brief bewirken?

In der katholischen Kirche gibt es gegenwärtig eine Vielzahl von Themen, die mit hohem Engagement diskutiert werden. Als Beispiele weise ich nur auf die Diskussionen im Kontext der Amazonas-Synode in Rom oder auf die Bewegung „Maria 2.0“ hin. Gleichzeitig nehmen wir schon seit längerem wahr, dass unsere Kirche in gesellschaftlichen Debatten eher randständig erscheint, oder sogar durch vielfaches, eigenes Verschulden an Glaubwürdigkeit verliert. Die Folgen sind dramatisch: Eine steigende Zahl von Gläubigen, die aus der Kirche austreten, eine innere Zerstrittenheit unter Bischöfen, Priestern und Gläubigen, eine zurückgehende Zahl von jungen Menschen, die bereit sind, sich in den Dienst der Kirche zu stellen, schwindende Ressourcen auch im Bereich der Finanzen.

Wir wünschen uns ein offenes Gespräch darüber, ob und wie sich die Gestalt von Kirche verändern soll. Mit diesem Brief wollen wir ermutigen, den Weg des Dialogs zu gehen und die Nöte und Ängste, aber auch die Freude und die Hoffnung der Menschen unserer Zeit ernst zu nehmen. Gleichzeitig wollen wir deutlich machen, dass wir nicht in der Analyse der Situation verharren wollen, sondern auch den Willen und die Bereitschaft haben, bei Veränderungen mitwirken zu wollen.

 Warum haben Sie sich persönlich dieser Initiative angeschlossen?

Der Brief ist im Kontext einer kollegialen Beratung entstanden. Kollegiale Beratung ist eine Methode, die in unterschiedlichen Gebieten, wie zum Beispiel der Medizin, der Pädagogik oder der Sozialarbeit angewendet wird und mit deren Hilfe sich Kollegen gegenseitig lösungsorientiert beraten können. Kurz nach meiner Ernennung zum Generalvikar wurde ich angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, an einem solchen Kreis teilnehmen zu wollen. Da ich diese Methode schon in meiner vorherigen dienstlichen Erfahrung geschätzt habe, war ich für dieses Angebot dankbar. Im Verlauf dieser kollegialen Beratung sind wir bei den vielen Themen immer wieder auch auf das Thema des Synodalen Weges gekommen. Daher gab es den Impuls, einen Brief zu verfassen, um unsere Unterstützung für diesen Prozess deutlich zu markieren.

Wie kommt es zum Kreis dieser zehn Unterzeichner? Warum machen die übrigen nicht mit?

Der Entstehungsort dieses Briefes ist die konkrete kollegiale Beratung von 10 Personen, die miteinander auf dem Weg sind. Die Größe solcher Gruppen ist immer begrenzt. Die  Zusammensetzung der Gruppe ist auch durch die regionalen Gegebenheiten bestimmt worden. Ich bin mir sicher, dass es weitere Ausdrucksformen und Wege gibt, die Unterstützung des Synodalen Weges deutlich zu machen. Als Gruppe haben wir nun die Form des Briefes gewählt, um deutlich zu machen, dass wir uns für diesen Weg in den Dienst stellen wollen.

Sie und die anderen Generalvikare mahnen eine „grundlegende Reform“ der deutschen Kirche an.  Welche konkreten Maßnahmen sind darunter zu verstehen?

Es gibt eine Vielzahl an Themen, über die wir in unserer Kirche sprechen müssen. Im ersten Schritt geht es um die Offenheit und die Bereitschaft, auch schwere Themen anzusprechen und zu diskutieren. Als Generalvikar ist mir persönlich die Frage des Umgangs mit Macht von zentraler Bedeutung. Mir ist bewusst, dass ich in meinem Dienst auch Macht ausübe. Umso  wichtiger ist es mir, meine Rolle und mein Handeln unter diesem Aspekt in den Dialog einzubringen und mich hinterfragen zu lassen. Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse des Synodalen Weges unsere Praxis wesentlich verändern werden.

Wir wollen das und sind offen für solche Veränderungen. Mehr noch: Gemeinsam mit unseren Bischöfen stehen wir als Verwaltungsverantwortliche in unseren Bistümern für die  Umsetzung von Beschlüssen des Synodalen Weges bereit.

 

 

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news-19601 Fri, 01 Nov 2019 14:25:38 +0100 Kirche demokratischer gestalten bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirche-demokratischer-gestalten-19601/ Wie beeinflussen Hierarchie und Macht die Kommunikation in der katholischen Kirche? Darüber sprachen am 30. Oktober Prof. Dr. Julia Knop, Erfurt, und Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Berlin, in der Akademie St. Jakobushaus in Goslar. „Laien reden im Vorprogramm.“ Julia Knop gab eine ernüchternde Bilanz der kommunikativen Praxis in der katholischen Kirche, bei Entscheidungsprozessen und in der Liturgie. „Macht – Entscheidungsmacht, Deutungsmacht, Urteilsmacht, Gestaltungsmacht“ sei „katholisch immer amtliche Macht“. Auf unterschiedlichsten Ebenen werde über Jahrzehnte kommunikativ eingeübt, wo man seinen Platz habe. Man müsse daher stärker über Autorität und Kompetenz sprechen, statt über Amt und Charisma. Es gebe legitime Macht – eine wichtige Frage sei aber, wie sie sich legitimiert.

Ähnlich äußerte sich Ulrich Engel: Gerade im kirchlichen Bereich können Wahrheitsdiskurse hierarchische Machtdiskurse werden, so seine Diagnose. Er plädierte für eine Theologie, die um ihre Begrenztheit weiß und insofern mehr Fragen stellt als Antworten liefert. Eindringlich appellierte Engel, die Kirche demokratischer zu gestalten, wie dies seit vielen Jahrhunderten im Dominikanerorden bereits gute Übung sei. Es gelte Strukturen zu entwickeln, wie Macht gleichermaßen ausgeübt und transparent kontrolliert werden könne.

Sowohl Engel als auch Knop konstatierten, dass Hierarchien nur dann funktionierten, wenn sie von allen akzeptiert würden. Bei den Gläubigen schwinde die Bereitschaft, sich ohne nachvollziehbare Argumente von einer amtlichen Erlaubnis abhängig zu machen. Der Synodale Weg sei ein Hoffnungszeichen für eine Veränderung der Kirche. Hier sei auf Seiten aller ein Umdenken notwendig: Jede und jeder müsse die Beobachterrolle verlassen und sich einbringen, Amtsträger müssten mehr Veränderung wagen. Denn klar sei auch: So viel Hoffnung man berechtigterweise auf den Synodalen Weg setze, so wichtig sei es, dass alle ihr Möglichstes dafür gäben, diesen Weg erfolgreich, sichtbar und nachdrücklich werden zu lassen.

Nur eine Kirche, die nach innen kommunikationsfähig werde, könne nach außen kommunikationsfähig sein und als Akteur die Gesellschaft mitgestalten – so der ermutigende wie mahnende Abschluss des Diskussionsabends. Er wurde moderiert von Birgit Kolkmann, auch Moderatorin im Rahmen der Frühjahrskonferenz der deutschen Bischöfe in Lingen, auf der der Synodale Weg seinen Ursprung nahm.

Die Veranstaltung stand im Themenzusammenhang mit der Initiative der Katholischen Akademien in Deutschland: „Strukturen des Missbrauchs überwinden“.

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news-19593 Thu, 31 Oct 2019 18:41:31 +0100 Verschiedenheit als Bereicherung erleben bistum/nachrichten/artikel/news-title/verschiedenheit-als-bereicherung-erleben-19593/ Das hatte es bisher noch nie gegeben: Ein Hildesheimer Bischof zu Gast am Reformationstag in der evangelischen St.-Andreas-Kirche in Hildesheim. Heiner Wilmer sprach zum Thema "Wahrheit - worauf wir uns verlassen können!" „Die Wahrheitsfrage wurde im Laufe der Geschichte in der Kirche immer mehr zu einer Machtfrage“, beklagte Wilmer in seiner Predigt. Dabei sei es Jesus nie um Glaubenssätze für ein Lehrgebäude gegangen, vielmehr habe er sich gegen die Ideologen seiner Zeit gewehrt. „Nicht Glaubenswahrheiten machen frei, sondern das Vertrauen in eine verlässliche personale Beziehung zu einem göttliches ‚Du‘“, betonte der Bischof.

Superintendent Mirko Peisert hatte Wilmer als Zeichen für die ökumenische Verbundenheit zwischen den beiden Konfessionen eingeladen. Vor einer bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Kirche pries Wilmer die unterschiedlichen Traditionen als Bereicherung und fragte in die Zukunft blickend: „Wie bezeugen wir gemeinsam die Botschaft Jesu Christi? Wie bringen wir die Strahlkraft des Evangeliums in die Gesellschaft?“ In der katholischen Kirche der Gegenwart werde zurzeit heftig gestritten, ob Frauen geweiht werden dürfen. „Aber“, so Wilmer, „geht es dabei überhaupt um eine grundlegende Wahrheitsfrage?“

Der Festgottesdienst wurde von der Mädchenkantorei der Hildesheimer Dommusik unter Leitung von Stefan Mahr sowie der St.-Andreas-Kantorei Hildesheim musikalisch umrahmt.

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news-19546 Fri, 25 Oct 2019 10:28:28 +0200 Schritte gegen moderne Sklaverei https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/schritte-gegen-moderne-sklaverei-19538/ 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am vergangenen Samstag beim „Walk For Freedom“, einem „Lauf für Freiheit“, in Braunschweig ein Zeichen gegen Menschenhandel gesetzt. news-19510 Fri, 18 Oct 2019 16:18:32 +0200 Indischer Bischof berichtet in Duderstadt und Göttingen über seine Arbeit bistum/nachrichten/artikel/news-title/indischer-bischof-berichtet-in-duderstadt-und-goettingen-ueber-seine-arbeit-19510/ Der indische Bischof John Thomas Kattrukudiyil ist auf Einladung des katholischen Hilfswerkes Missio in den kommenden Tagen im Bistum Hildesheim unterwegs, um in kirchlichen Einrichtungen über die Seelsorge und die soziale Arbeit seiner Diözese in Nordostindien zu berichten. Dabei kommt der Bischof... In Duderstadt predigt Bischof Kattrukadiyil am kommenden Sonntag, 20. Oktober 2019, während des Gottesdienstes um 10.30 Uhr in der Basilika St. Cyriakus (Bei der Oberkirche). Dabei wird er aus seinem 2005 gegründeten Bistum berichten, von Missionaren und Ordensfrauen, die oft mehrere Wochen in entlegenen Dörfern verbringen und dort das Leben der Menschen teilen. Weitere Themen sind die Evangelisierungsarbeit und die Bewahrung der indigenen Traditionen, sowie die Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation mit indigenen Kulturen.

Am kommenden Montag, 21. Oktober 2019, wird Bischof Kattrukadiyil mit den Katholikinnen und Katholiken in der Göttinger Kirche St. Michael (Turmstraße 6) die übliche Abendmesse um 18.30 Uhr mitfeiern. Anschließend hält er im Gemeindehaus einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Das andere Gesicht Indiens: soziale, politische und kirchliche Herausforderungen in Nordostindien“.

Viele Menschen in Nordostindien leiden an Malaria, Tuberkulose und weiteren Infektionskrankheiten. Die Sterblichkeit von Kindern und Müttern ist hoch. Auch der Alkoholismus ist ein großes Problem. Polygamie gehört im Nordosten Indiens noch zur traditionellen Lebensweise: Männer haben mehrere Frauen, um damit zu zeigen, dass sie wohlhabend sind. Kinder werden zur Ehe verkauft.

Der Besuch von Bischof Kattrukudiyil in Deutschland steht im Zusammenhang mit dem Weltmissionssonntag am 27. Oktober, der größten Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Mehr als 100 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1.100 ärmsten Diözesen. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien. Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Nordostindien. Mehr dazu unter: www.missio-hilft.de

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news-19496 Wed, 16 Oct 2019 11:26:10 +0200 „Heilsame Unterbrechungen“ https://www.hanns-lilje-stiftung.de/aktuell/news/2019/2019_09_10 Bischof Dr. Heiner Wilmer und Landesbischof Ralf Meister im Gespräch beim Hanns-Lilje-Forum am 22.10.2019 news-19485 Mon, 14 Oct 2019 15:48:05 +0200 Bischof Wilmer verurteilt türkischen Angriff auf Kurden scharf bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-verurteilt-tuerkischen-angriff-auf-kurden-scharf-19485/ Der neue Vorsitzenden der Deutschen Kommission Justitia et Pax, Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ,  bezeichnet die türkische Invasion in Nordostsyrien als klaren Bruch des Völkerrechts. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, verurteilt im Lichte der Beratungen der Kommission Justitia et Pax die türkische Invasion in Syrien:

„Die türkische Invasion in Nordostsyrien stellt einen klaren Bruch des Völkerrechts dar. Auch wenn die türkische Regierung sich auf eine vermutete ,terroristische Bedrohung‘ durch kurdische Kräfte bezieht und erklärt, eine ,Sicherheitszone‘ einrichten zu wollen, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Türkei eine systematische Politik gegen die kurdische Bevölkerung betreibt. Die Berufung auf das Selbstverteidigungsrecht nach Art. 51 ist fadenscheinig und hält einer näheren Betrachtung nicht stand. Diese gravierende Verletzung des Völkerrechts ist kein Kavaliersdelikt, sondern untergräbt die Fundamente der internationalen Rechtsordnung und damit die Menschenrechte selbst. Sie trägt damit zur Verschärfung der Situation bei.

Die erste Auswirkung dieser Invasion ist eine massive humanitäre Krise in den betroffenen Gebieten. Ca. 100.000 Menschen haben sich auf die Flucht begeben. Es werden gewiss mehr werden. Die türkischen Angriffe auf städtische Räume zielen wesentlich auf die Zivilbevölkerung. Nimmt man die Ankündigung der Türkei, in der ,Sicherheitszone‘ syrische Flüchtlinge ansiedeln zu wollen, hinzu, zeichnet sich der Versuch ab, die kurdische Bevölkerung aus diesen Gebieten zu vertreiben. Es droht eine ,ethnische Säuberung‘. Wir wissen aus der Geschichte, gerade auch des Nahen und Mittleren Ostens, dass ,ethnische Säuberungen‘ massenhaftes Leiden und Unrecht schaffen und auf lange Sicht verheerend sind.

Es ist daher gut, dass der VN-Sicherheitsrat eine Sondersitzung einberufen hat, um auf die Lage zu reagieren. Wir fordern die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den NATO-Partnern entschieden auf die Türkei einzuwirken, diese Invasion umgehend zu stoppen und der betroffenen Bevölkerung sofort Zugang zu humanitärer Hilfe zu ermöglichen. Dieser Forderung an die Türkei ist mit entsprechenden Sanktionen Nachdruck zu verleihen. Dies schließt auch einen Stopp der Rüstungsexporte an die Türkei ein. Es kann nicht angehen, dass ein Bündnispartner eine systematische Vertreibungspolitik ins Werk setzt und das Bündnis dies in zynischem sicherheitspolitischem Kalkül geschehen ließe."

Text: Pressemitteilung der Deutschen Kommission Justitia et Pax

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news-19479 Sat, 12 Oct 2019 13:21:03 +0200 Bischof Wilmer ist neuer Vorsitzender von "Justitia et Pax" bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-ist-neuer-vorsitzender-von-justitia-et-pax-19479/ Die Deutsche Kommission Justitia et Pax beschließt mit neuer personeller Besetzung die inhaltlichen Schwerpunkte der kommenden Arbeitsperiode. Vom 11. bis 12. Oktober 2019 kam die Deutsche Kommission Justitia et Pax zu ihrer Herbstversammlung in Berlin zusammen. Sowohl personell als auch inhaltlich wurden dabei wegweisende Entscheidungen für die künftige Arbeit der Kommission gestellt.

Eine wichtige personelle Veränderung betrifft den Vorstand der Kommission. Der langjährige Vorsitzende der Kommission, Bischof Dr. Stephan Ackermann (Trier), stand aufgrund anderer Verpflichtungen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Zum neuen Vorsitzenden wählte die Kommission Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim).

Neben dem neuen Vorsitzenden gehören dem Vorstand nun an: Karin Kortmann (Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken), Monsignore Pirmin Spiegel (Hauptgeschäftsführer von MISEREOR), Ulrich Pöner (Leiter des Bereichs Weltkirche und Migration im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz), Dr. Claudia Lücking-Michel (Geschäftsführerin der AGEH), Pf. Dirk Bingener (Präsident von Missio).

Einen weiteren Schwerpunkt der Kommissionssitzung bildete die inhaltliche Planung der kommenden Arbeitsphase. Hierbei wurde insbesondere Wert daraufgelegt, sowohl Bewährtes fortzuführen als auch innovative und zukunftsträchtige Themenfelder und Arbeitsweisen zu erschließen.

Der Sachbereich Menschenrechte wird sich künftig u. a. mit dem Menschenrecht auf angemessenen Umgang mit den Toten/Recht auf Wahrheit beschäftigen. Menschenwürdige Arbeit, nachhaltige Entwicklung und Klimagerechtigkeit markieren die Eckpunkte des Bereichs Entwicklung.

Der Sachbereich Frieden wird sich China zuwenden und insbesondere die europäischen strategischen Perspektiven hierzu kritisch begleiten und reflektieren. Ein neues Element in der Arbeit der Deutschen Kommission Justitia et Pax bildet die Bearbeitung sachbereichsübergreifender Themen. Ergänzend zu den genannten Themen beschloss die Kommission, dass hierbei die Schwerpunkte „Organisierte Kriminalität“ und „Aufarbeitung des kolonialen Erbes“ bearbeitet werden sollen.

Die Deutsche Kommission Justitia et Pax (Gerechtigkeit und Frieden) wurde 1967 gegründet und versteht sich als „Runder Tisch“ der katholischen Einrichtungen und Organisationen, die im Bereich der internationalen Verantwortung der Kirche in Deutschland tätig sind. Justitia et Pax ist deren gemeinsame Stimme in Gesellschaft und Politik. Wir erarbeiten kirchliche Beiträge zur Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik Deutschlands und entwickeln Konzepte für die internationale Arbeit der katholischen Kirche.

Text: Pressemitteilung der Deutschen Kommission Justitia et Pax

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news-19420 Mon, 30 Sep 2019 12:00:09 +0200 Kolloquium befasst sich mit wichtigen Weichenstellungen für die Kirche von Hildesheim bistum/nachrichten/artikel/news-title/kolloquium-befasst-sich-mit-wichtigen-weichenstellungen-fuer-die-kirche-von-hildesheim-19420/ Unter dem Titel „Weichenstellungen“ beschäftigt sich ein öffentliches Kolloquium am Samstag, 19. Oktober 2019, mit synodalen Prozessen im Bistum Hildesheim. Die Veranstaltung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim dauert von 10 bis 17 Uhr. Sie wird ausgerichtet vom Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim sowie dem Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim.

Der Verein und die Vertretung der Laien möchten den Rückblick auf die Hildesheimer Diözesansynoden des 20. Jahrhunderts mit einem Ausblick verbinden und sich mit der Frage beschäftigen, welche Erfahrungen und Erkenntnisse sich für die Weiterentwicklung und synodalen Prozesse der Kirche von Hildesheim nutzen lassen.

Wer an dem Kolloquium teilnehmen möchte, kann sich bis zum 9. Oktober 2019 per E-Mail (bistumsarchiv@bistum-hildesheim.de oder dioezesanrat@bistum-hildesheim.de) anmelden. Die Teilnahmegebühr von 15 Euro (einschl. Mittags-Imbiss) ist vor Ort zu entrichten.

Das Programm beginnt mit einem Grußwort von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ. Anschließend folgen mehrere Fachvorträge von Expertinnen und Experten, ehe Mitglieder des Diözesanrates und der Hauptabteilung Pastoral mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein offenes Gespräch zum Morgen der Kirche von Hildesheim führen werden. Das Kolloquium endet mit einem Gottesdienst mit Bischof Wilmer um 17 Uhr im Hildesheimer Dom.

Eine Synode (griechisch synodos, also Zusammenkunft bzw. auch gemeinsamer Weg) ist ein Organ der Bistümer. Aufgabe einer Synode ist es, das Bistum betreffende Fragen zu beraten und zu beschließen. An der Spitze einer Synode steht jeweils der Bischof.

Die Fachvorträge im Überblick

Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff (Hannover): Das Synodalwesen in der Geschichte der Kirche und die Hildesheimer Diözesansynoden der frühen Neuzeit

Dr. Thomas Scharf-Wrede (Hildesheim): Kernfragen zeitnaher Seelsorge. Die Diözesansynode von 1937

Jürgen Selke-Witzel (Wolfenbüttel): Diözesansynode in Duderstadt 1948: Kontinuität oder Wandel?

Benedikt Steenberg (Hildesheim): Aufgabe und Funktion von Diözesansynoden aus kirchenrechtlicher Sicht

Claus-Dieter Paschek (Hildesheim): Zwischenruf

Heinz-Wilhelm Brockmann (Osnabrück): Die synodale Kirche. Erbe des Zweiten Vatikanischen Konzils und Aufgabe

Dr. Melanie Kolm (Coesfeld): Die Hildesheimer Diözesansynode von 1968/69. Organisation, Durchführung, Themen, Neuerungen

Prof. Dr. Gottfried Leder (Hildesheim); Felizitas Teske (Hannover) und Dr. Melanie Kolm (Coesfeld): Die Hildesheimer Diözesansynode 1989/90

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news-19380 Wed, 25 Sep 2019 14:21:52 +0200 Diözesan-Kirchenmusiktag in Hildesheim bistum/nachrichten/artikel/news-title/dioezesan-kirchenmusiktag-in-hildesheim-19380/ Nach 2003, 2007, 2011 und 2015 lud der Diözesan-Cäcilien-Verband für den 28. September alle Sängerinnen und Sänger der Kirchenchöre zu einem diözesanen Kirchenmusiktag ein. Im Mittelpunkt des Treffens stand Felix Mendelssohns Oratorium PAULUS. Teile dieses Werkes der Romantik wurden von allen... Ein klanggewaltiger Chor aus 400 Chorsängerinnen und Chorsängern aus dem gesamten Bistum führte im Mariendom Mendelssohns Oratorium „Paulus“ op. 36 auf. Es spielte das Orchester „Sinfonietta Hildesheim“, es sangen hochkarätige Solisten.

Zuvor hatte Bischof Dr. Heiner Wilmer am Morgen die Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker im Dom begrüßt, der durch eine halbkreisförmige Bestuhlung eigens für diesen Tag vorbereitet war. Anschließend probten die Chorsängerinnen und -sänger in vier Räumen unter dem Dirigat von Dommusikdirektor Thomas Viezens, und den drei Regionalkantoren Nico Miller (Hannover), Paul Heggemann (Duderstadt) und Bernhard Schneider (Braunschweig).  Seit Monaten hatten die Teilnehmer aus dem gesamten Bistum immer wieder dafür geübt.

Am Nachmittag fand schließlich das große Konzert mit den Solisten Martina Nawrath (Sopran), Michaela Ische (Alt), Tobias Meyer (Tenor) und Albrecht Pöhl (Bass) statt. Alle Mitwirkenden spendeten sich am Ende gegenseitig lang anhaltenden, begeisterten Applaus. Pfarrer Hans-Joachim Leciejewski, Präses des Diözesan-Cäcilien-Verbandes und Organisator des Kirchenmusiktages, dankte alle Mitwirkenden und Organisatoren, die zum Gelingen des Tages beigetragen haben.

 

Im Interview äußerte sich Nico Miller, Regionalkantor an der Basilika St. Clemens für die Region Hannover, im Vorfeld über das Treffen der Kirchenmusiker.

Über 350 Sängerinnen und Sänger im Dom beim 5. Diözesanen Kirchenmusiktag. Ein Oratorium wird aufgeführt mit Solistinnen, Solisten und Orchester – aber ohne Publikum. Musik unter Ausschluss der Öffentlichkeit – ist das nicht etwas absurd?

Betrachten wir es vielleicht besser als „Service“ für unsere Chorsängerinnen und Chorsänger im gesamten Bistum. Der Kirchenmusiktag soll ja gerade für diese Sängerinnen und Sänger ein besonderes Angebot sein. Viele unserer Kirchenchöre leisten tolle Arbeit in der Liturgie, wünschen sich aber vielleicht auch einmal bei einer großen Oratorienaufführung, die sie aus finanziellen oder anderen Gründen in der eigenen Gemeinde nicht realisieren können, dabei zu sein. Dieses Angebot möchten wir mit dem Kirchenmusiktag machen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kirchenmusiktages erwartet ein intensives Programm: Vom Morgenimpuls mit Bischof Heiner Wilmer über Probenarbeit in Stimmgruppen und mit dem Orchester bis zur Aufführung. Organisiert wird das ganze vom Diözesancäcilienverband. Wer steckt dahinter?

Der Diözesancäcilienverband ist der Verband unter dem alle katholischen musikalischen Gruppierungen organisiert sind. Jeder Kirchenchor und jede Kirchenband sind also automatisch Teil dieses Verbandes. Es gibt einen Diözesanvorstand, der auch diesen Kirchenmusiktag organisiert hat, und in einigen Regionen unseres Bistums Regionalvorstände. Einmal im Jahr finden Chorsängerseminare statt, bei denen an einem Wochenende Chorliteratur erarbeitet und gemeinsam aufgeführt wird.

Aufgeführt wird das Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy? Warum dieses Werk?

In der Kirchenmusikgeschichte gibt es gewisse Meilensteine, wie zum Beispiel das Weihnachtsoratorium oder die Passionen von Johann Sebastian Bach, die es als Evergreens bis in unsere Zeit geschafft haben. Der Paulus und auch das Oratorium Elias von Mendelssohn gehören beide sicher ebenfalls in diese Kategorie. Für mich ist es faszinierend zu sehen und zu hören, mit welch enormer kompositorischer Qualität Mendelssohn arbeitet – ohne dabei das Gefühl und die Emotion in der Musik zu vergessen. Der Paulus bietet einige wahre Gänsehautmomente. Das haben wir auch beim Abschlusskonzert des 300-jährigen Jubiläums der Basilika St. Clemens in Hannover und im Juni im Hildesheimer Dom gespürt. Der Domchor, der Kammerchors der Dommusik und der Propsteichors St. Clemens haben mit dem Orchester Sinfonietta diese beiden Aufführungen gestaltet. Jedes Mal ein für Publikum und Künstler gleichermaßen beeindruckendes Erlebnis.

Worum geht es bei Paulus? Was macht den Stoff aus? Die Geschichte des Apostels ist ja von mehreren Komponisten vertont worden.

Der Apostel Paulus ist eine zentrale Figur der frühen Christenheit. Sein Handeln verstehen wir auch noch in der heutigen Zeit. Die Wandlung vom Saulus zum Paulus wird ja in unserer Zeit auch als geflügeltes Wort für eine Abwendung vom Bösen und die Hinwendung zum Guten verstanden. Dies und die Hartnäckigkeit und Überzeugung des Paulus, seinen neu gewonnenen Glauben gegen zahlreiche Widerstände zu verteidigen, lassen ihn mir als großen und starken Menschen erscheinen.

Was ist das Besondere, das Charakteristische an einem Oratorium? Was macht diese Musikform für einen Chor, für ein Orchester so interessant?

Das Oratorium ist im Prinzip die Oper der Kirche, um es mal etwas frei zu interpretieren. Sie enthält viele dramatische Elemente. Nur die Szene, also das Schauspiel fehlt bei einer Oratorienaufführung. Die Musiker in Chor und Orchester können für die Zuhörer mittels der Musik eine Geschichte erzählen, die in den Rezitativen, also denen am Sprechen angelegten Gesang weitergeführt und in den großen Chören, Arien und Chorälen ausgedeutet wird.

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news-19350 Thu, 19 Sep 2019 15:15:17 +0200 Wertvolle Stücke des Hildesheimer Domschatzes werden in Basel ausgestellt bistum/nachrichten/artikel/news-title/wertvolle-stuecke-des-hildesheimer-domschatzes-werden-in-basel-ausgestellt-19350/ Das Dommuseum Hildesheim verleiht mehrere herausragende Exponate aus dem Domschatz an das Historische Museum Basel. Die wertvollen Stücke gehören zum Kern des Hildesheimer Domschatzes aus der Zeit Bischof Bernwards, der Teil des UNESCO-Welterbes ist. Dass sie dennoch bald in der Schweiz zu sehen... Für die am 1. Oktober 2019 beginnende „Zeitenwende 1400“-Ausstellung werden die Museumsräume am Hildesheimer Domhof gegenwärtig komplett umgestaltet. „Die Anfrage aus Basel kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, da die meisten eigenen Objekte für einige Wochen ins Magazin wandern müssen, um der Sonderausstellung Platz zu machen“, sagt Prof. Dr. Claudia Höhl, die Direktorin des Dommuseums Hildesheim. Einer Ausleihe in die Schweiz stand deshalb nichts im Wege.

Fünf Hildesheimer Kunstwerke werden vom 11. Oktober 2019 bis zum 19. Januar 2020 im Historischen Museum Basel zu sehen sein: das Kostbare Evangeliar des hl. Bernward, die Silbernen Bernwardleuchter, die Erkanbaldkrümme, das Silberne Bernwardkreuz und die Bernwardkasel.

Die Stücke werden in der Ausstellung „Gold & Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“ gezeigt, die anlässlich des 1000-jährigen Jubiläums der Weihe des Basler Münsters ausgerichtet wird. Bei diesem Ereignis im Herbst 1019 war Kaiser Heinrich II. anwesend. Die Schau in Basel möchte die Herrschaft und Kultur des letzten ottonischen Kaisers für die Museumsgäste erschließen.

Die Ausstellung „Zeitenwende 1400. Hildesheim als europäische Metropole“ im Dommuseum Hildesheim zeigt vom 1. Oktober 2019 bis zum 2. Februar 2020 herausragende Kunstwerke aus der Zeit um 1400 und stellt sie zugleich in den kulturgeschichtlichen Kontext einer von Umbrüchen geprägten Zeit. Zeitgleich wird im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover als zweiter Ausstellungsteil unter dem Titel „Zeitenwende 1400. Die Goldene Tafel als europäisches Meisterwerk“ gezeigt.

Unter der Internetadresse https://www.zeitenwende1400.de informieren das Dommuseum Hildesheim und das Niedersächsische Landesmuseum Hannover über die gemeinsame, am 1. Oktober 2019 beginnende Ausstellung „Zeitenwende 1400“. Das Portal eignet sich besonders für Smartphone-Nutzerinnen und -Nutzer.

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news-19349 Thu, 19 Sep 2019 14:08:40 +0200 Ehrenamtliche sollen Kirche vor Ort eigenverantwortlich gestalten https://www.bistum-essen.de/pressemenue/artikel/denkbar-ehrenamtliche-sollen-kirche-vor-ort-eigenverantwortlich-gestalten/ Anstelle neuer Wege für die Zusammenarbeit von Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen in den bisherigen Kirchenstrukturen warb Generalvikariatsrat Christian Hennecke beim „Denkbar“-Abend des Bistums Essen in Wattenscheid für ganz neue Formen des Kircheseins. news-19331 Tue, 17 Sep 2019 11:38:39 +0200 Bistum ruft am 20. September zum Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung auf bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-ruft-am-20-september-zum-einsatz-fuer-die-bewahrung-der-schoepfung-auf-19331/ Am kommenden Freitag, 20. September 2019, ruft die Fridays-for-Future-Bewegung zum globalen Klimastreik auf. Das Bistum Hildesheim unterstützt das Anliegen der jungen Menschen. In einem Brief ermuntert Generalvikar Martin Wilk alle 119 Pfarrgemeinden in der Diözese, sich im Gebet und mit eigenen... In dem Schreiben lädt Wilk die Pfarrgemeinden auch dazu ein, die Kirchenglocken zu läuten. Damit solle die Forderung der Fridays-for-Future-Bewegung nach einer „radikalen Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweise“ unterstützt werden, schreibt Wilk. „Die Idee ist, um 11.55 Uhr für fünf Minuten die Glocken zu läuten, um darauf aufmerksam zu machen, dass es in Sachen Engagement für das Klima in der Tat fünf vor zwölf ist.“

Die katholischen Laien und mehrere katholische Verbände im Bistum Hildesheim begrüßten den Brief des Generalvikars und den darin enthaltenen Aufruf, die Glocken zu läuten.

„Auf diese Weise kann man als Gemeinde die Stimme erheben und ein hörbares Zeichen für die Unterstützung der Klima-Proteste setzen“, heißt es in einem Schreiben des Diözesanrates der Katholik*innen. Als unabhängiges Gremium der im Bistum Hildesheim ehrenamtlich engagierten Menschen unterstütze man die Ziele von Fridays for Future ausdrücklich.

Der Diözesanverband Hildesheim des Kolpingwerkes forderte seine Mitglieder schriftlich dazu auf, sich aktiv für das Glockengeläut einzusetzen: „Abzukehren von der Zerstörung der Lebensgrundlagen von Natur und Mensch ist auch ein Anliegen des Kolpingwerkes.“

Der Diözesanverband Hildesheim des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) betonte, die Bewahrung der Schöpfung sei ein Gebot der Stunde. „Wir rufen daher alle Menschen, insbesondere alle Katholikinnen und Katholiken, dazu auf, am 20. September auf die Straße zu gehen, um ein starkes Zeichen für den Klimaschutz zu setzen“, sagt Birte Pritzel, die Vorsitzende des BDKJ-Diözesanverbandes.

Konkrete Aktionen von Pfarreien sind bisher unter anderem aus den Dekanaten Unterelbe, Lüneburg und Untereichsfeld bekannt. So gehört die Pfarrgemeinde Heilig Geist in Stade mit zahlreichen weiteren gesellschaftlichen Akteuren zu den Veranstaltern der „Climate Action Week“ im Landkreis Stade (klimawoche-std.org).

Während dieser Klimawoche vom 20. bis 27. September 2019 wird es am Kirchort St. Josef in Stade mehrere Vorträge zum Thema Klimawandel und Umweltschutz geben. Auch ein ökumenischer Gottesdienst ist geplant.

In Lüneburg wollen Mitglieder der Pfarrgemeinde ein Transparent mit der Aufschrift „churches for future" an der Kirche St. Marien anbringen und sich außerdem mit einem solchen Transparent an der geplanten Klimaschutz-Demonstration am 20. September in Lüneburg beteiligen.

Im Dekanat Untereichsfeld beteiligt sich die katholische Kirche in Duderstadt mit einer ökumenischen Aktion am weltweiten Klimastreik. Während am kommenden Freitag ab 11.55 Uhr alle elf Glocken von St. Servatius und St. Cyriakus läuten, werden die Menschen auf der Markstraße zu einer Andacht eingeladen. Sie beginnt um 12.15 Uhr in der Basilika St. Cyriakus in Duderstadt.

 

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Anliegen der Kirche. Das Bistum Hildesheim engagiert sich seit vielen Jahren im Umwelt- und Klimaschutz.

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news-19321 Mon, 16 Sep 2019 14:09:15 +0200 „Es hat sich für uns Priester viel verändert und nicht alles ist gut!“ https://www.kiz-online.de/%E2%80%9Ees-hat-sich-f%C3%BCr-uns-priester-viel-ver%C3%A4ndert-und-nicht-alles-ist-gut%E2%80%9C Domkapitular i.R. Wolfgang Osthaus, Pfarrer Benno Wessels, Prälat Heinz Voges und Pfarrer Norbert Joachim wurden vor 50 oder mehr Jahren Priester. Vier kritische Rückblicke auf die Entwicklungen seit ihrer Weihe.