Bistum Hildesheim http://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Fri, 10 Apr 2020 01:27:32 +0200 Fri, 10 Apr 2020 01:27:32 +0200 TYPO3 EXT:news news-21031 Tue, 07 Apr 2020 12:38:40 +0200 Am Karfreitag schweigen die Glocken /bistum/nachrichten/artikel/news-title/am-karfreitag-schweigen-die-glocken-21031/ Das tägliche Glockengeläut um 21 Uhr setzt am Karfreitag aus. An diesem stillen Feiertag schweigen die Glocken im Bistum. Kein Glockengeläut am Karfreitag: Im März hatte Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ die Pfarrgemeinden im Bistum Hildesheim eingeladen, jeden Abend um 21 Uhr fünf Minuten lang die Kirchenglocken läuten zu lassen – und zwar bis einschließlich Gründonnerstag. Das Läuten soll ein Zeichen des Dankes an Gott und an die Menschen sein, die sich während der Corona-Pandemie ganz besonders um andere kümmern.

Eine Ausnahme davon bildet der Karfreitag: An diesem stillen Feiertag werden die Glocken in der Diözese nicht geläutet.

Zu hören sind sie erst wieder am Karsamstag um 21 Uhr, wenn der Beginn der Osternacht angekündigt wird. Am Ostersonntag sollen dann um 12 Uhr alle Glocken der evangelisch-lutherischen und katholischen Kirchen für 15 Minuten gemeinsam erklingen, um in ökumenischer Verbundenheit die Osterfreude zu verkünden.

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news-21024 Mon, 06 Apr 2020 13:04:04 +0200 Hinweise zur Dienstanweisung /bistum/nachrichten/artikel/news-title/hinweise-zur-dienstanweisung-21024/ Generalvikar Martin Wilk erläutert die Anweisung vom 2. April 2020 in einem Schreiben an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bittet darum, den Vorgaben und Regelungen der zuständigen Behörden uneingeschränkt Folge zu leisten. Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,  liebe Mitbrüder,  

nach dem Mailversand der Dienstanweisung vom 2.4.2020 haben uns Rückmeldungen und Fragen erreicht, die deutlich machen, dass einige der dort genannten Anweisungen einer weiteren Erläuterung bedürfen.

In der Dienstanweisung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Bistum Hildesheim die Vorgaben klar und deutlich benannt, die sich aus der Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben.

Laut dieser Verordnung gilt:

  • Jede Person hat physische Kontakte zu anderen Menschen, die nicht zu Angehörigen des eigenen Haushaltes gehören, auf ein absolutes Minimum zu reduzieren §1 (1).
  • Kontakte einer Person außerhalb der eigenen Wohnung sind nur erlaubt, wenn ein Mindestabstand zwischen den Personen eingehalten wird §2 (2).
  • Zusammenkünfte und Ansammlungen sind höchstens auf zwei Personen beschränkt §2 (3).

Diese Regelungen sind nicht optional. Sie sind gesetzlich vorgegeben und gelten darum für alle. Das Bistum Hildesheim sieht sich in der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, in der derzeitigen Situation mit dazu beizutragen, die Infektionsrate zu verlangsamen und so die Kapazitäten des öffentlichen Gesundheitswesens, vor allem die Intensivmedizin, zu schonen. Darum gilt es, die Kontakte im öffentlichen Leben auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. 

Nur durch die strikte Reduktion der sozialen Kontakte kann das Gesundheitswesen und die Intensivmedizin jenen Menschen mit schweren Krankheitsverläufen angemessen helfen. Bei einer Überbelastung des Gesundheitswesens können Patienten nicht mehr fachgerecht behandelt werden. Uns erreichen Bilder aus Frankreich, Italien und den USA, die uns deutlich vor Augen führen, was eine solche Überbelastung ganz real bedeutet: Die Bilder von der Aneinanderreihung von Holzsärgen, die zur besseren Zuordnung mit Nummern versehen sind, machen die ganze Dramatik, in der wir uns befinden, deutlich.

Nur die Kontaktreduktion rettet Leben. Die gänzliche Vermeidung von direkten Begegnungen im öffentlichen Raum ist daher geboten, soweit es irgendwie möglich ist.  Nur so werden Menschenleben gerettet.  

In der aktuellen Situation sind unsere bisher gewohnten Formen von Seelsorge schwierig, ja, wenn sie unbedacht gelebt werden, lebensgefährlich geworden. Hier gilt es, neue Formen mit der uns eigenen Kreativität zu gestalten.  In den vergangenen Wochen sind viele gelungene seelsorgliche Initiativen bekannt geworden, die Menschen helfen und ihnen Halt und Orientierung geben. Gerade in einer Krise, wie wir sie in diesen Tagen erleben, bedarf es einer pastoralen Kreativität, die sich nicht ausschließlich auf gemeindliche Gottesdienste beschränkt.

Auf der Bistumshomepage finden Sie Berichte und Zeugnisse von gelungenen pastoralen Ideen und Konzepten, die das „social distancing“ berücksichtigen und sich dennoch mit den Menschen vor Ort verbunden zeigen.

Das Thema des Streamings von Gottesdiensten bewegt viele Menschen. Nach der Dienstanweisung vom 2. April 2020 sind diese in den Pfarreien nicht grundsätzlich verboten. 

Zentraler Gedanke bei unserer Abwägung zur Durchführung von Streaming-Gottesdiensten sind die Vorschriften, die sich aus der Niedersächsischen Verordnung über die Beschränkung sozialer Kontakte zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergeben.

Das heißt, es ist unsere gemeinsame absolute Verantwortung, alle möglichen Infizierungen auf ein Minimum zu reduzieren. Streaming-Gottesdienste, die für die Durchführung die Hilfe von Dritten (d.h. Personen, die nicht in einem Dienstverhältnis zum Bistum oder zur Pfarrei stehen,  Messdiener*innen, Lektor*innen und andere Ehrenamtliche) benötigen, entsprechen nicht den Vorgaben der staatlichen Vorschriften zur Reduktion der Ausbreitung des Coronavirus.  Das haben erneut die Abstimmungen mit den Verantwortlichen auf der niedersächsischen Landesebene deutlich gemacht. Nur Personen, die in einem arbeitsrechtlichen Dienstverhältnis zur Kirche stehen (Personal) und ohnehin ihren Dienst auch in diesen Tagen verrichten, können bei der Ausführung des Streaming-Gottesdienstes mitwirken. Dabei gilt immer: die Anzahl der beteiligten Personen ist auf das absolut Notwendige zu reduzieren.

In der jetzigen Situation bedarf es eines deutlichen Zeichens, dass wir in der Verantwortung der Seelsorge in unserem Bistum zusammenstehen. In der katholischen Kirche ist es vor allem der Bischof, der diese Einheit in der Sorge um die Menschen im Bistum symbolisiert. Darum wird jeden Tag ein Gottesdienst im Dom für das ganze Bistum gefeiert und per Streaming im Internet abrufbar sein. Diese Gottesdienste feiern jeweils der Bischof oder die Weihbischöfe abwechselnd.  

Unter diesem Verständnis muss in der jeweiligen Pfarrei überlegt werden, ob ein eigener Streaming-Gottesdienst notwendig ist. 

Somit gibt es im Bistum Hildesheim  zwei geistliche Zeichen, die für alle deutlich machen,  wie wir in der Nachfolge Jesu als Gläubige zusammenstehen wollen: Es ist der tägliche Gottesdienst im Dom, der jeden Tag im Internet übertragen wird, und es ist das tägliche Glockengeläut um 21 Uhr. 

Pastorale und seelsorgliche Initiativen vor Ort sind gewollt und notwendig. Aber von Herzen bitte ich Sie: Bei allen pastoralen Angeboten ist den Vorgaben und Regelungen der zuständigen Behörden uneingeschränkt Folge zu leisten. 

Mit freundlichen Grüßen

Martin Wilk
Bischöflicher Generalvikar

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news-20993 Fri, 03 Apr 2020 16:42:32 +0200 Die Apokalypse und die Klimakrise /bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-apokalypse-und-die-klimakrise-20993/ In seiner für Palmsonntag geplanten Fastenpredigt über die "Apokalypse und die Klimakrise" kritisiert Professor Jürgen Manemann, dass die Menschen unfähig sind, die Katastrophe als echte Katastrophe zu erkennen.  "Die Hoffnung stirbt … und es geschieht nichts. Wir sehen die Katastrophe und sehen sie doch nicht", sagt der Direktor des Forschungsinstitutes für Philosophie Hannover. Dabei sei die Katastrophe, von der zu reden wäre, nicht etwas, das uns erst in der Zukunft drohe: "Wir leben bereits in der Katastrophe."

Mit Blick auf die vielen Jahre, in denen die Kirche von der Bewahrung der Schöfpung gesprochen habe, fordert Manemann endlich Taten: "Die Kirche muss die Gelegenheit ergreifen, die kulturelle Revolution, die Franziskus in „Laudato si“ einfordert, endlich in Politik, Gesellschaft und Kirche voranzutreiben. Ein Anfang wäre die Ausrufung des Klimanotstandes in der Kirche unter der Maßgabe, dass die Kirche in Deutschland bis 2025 CO2- negativ sein will."

Aufgrund der Corona-Epidemie konnten nur zwei von fünf Fastenpredigten im Hildesheimer Dom gehalten werden.

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news-20984 Fri, 03 Apr 2020 14:32:57 +0200 Bistum Hildesheim überträgt Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-uebertraegt-gottesdienste-in-der-karwoche-und-zu-ostern-20984/ Aufgrund der Corona-Pandemie finden erstmals keine öffentlichen Gottesdienste in der Karwoche und zu Ostern statt. Als Ersatz-Angebot für die Gläubigen überträgt das Bistum Hildesheim auf seiner Website www.bistum-hildesheim.de Gottesdienste ohne Öffentlichkeit als Audio-Livestream. Zwei... Folgende Gottesdienste aus dem Hildesheimer Dom können von den Nutzerinnen und Nutzern am PC, Tablet oder Smartphone auf der Bistums-Website verfolgt werden:

Am Mittwoch, 8. April 2020, um 18.30 Uhr feiern Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Andreas Braun einen Wortgottesdienst für junge Menschen. Er ist eine Alternative für die auf unbestimmte Zeit verlegte Chrisam-Messe, die größte Jugendmesse im Bistum Hildesheim.

Die Messe vom Letzten Abendmahl am Gründonnerstag, 9. April 2020, um 18.30 Uhr feiern Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, der die Predigt halten wird.

Zelebrant der Karfreitagsliturgie am 10. April 2020 um 15 Uhr ist Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ. Die Osternacht am Samstag, 11. April 2020, um 21 Uhr feiern Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, der predigen wird.

Die Bischofsmesse am Ostermontag, 13. April 2020, um 10 Uhr feiert Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

NDR Info überträgt zwei Gottesdienste mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ aus der Seminarkirche in Hildesheim: am Palmsonntag, 5. April 2020, sowie am Ostersonntag, 12. April 2020. Beginn ist jeweils um 10 Uhr. Beide Übertragungen des Senders können auch über die Bistums-Website verfolgt werden.

Auch nach Ostern feiern Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sowie die Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger und Heinz-Günter Bongartz im Wechsel werktags um 18.30 Uhr und sonntags um 10 Uhr die Eucharistie im Hildesheimer Dom. Samstags wird jeweils um 18.30 Uhr die Vesper gefeiert. Diese Gottesdienste sind zunächst bis zum 3. Mai 2020 als Audio-Livestream unter www.bistum-hildesheim.de zu hören.

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news-20981 Fri, 03 Apr 2020 13:52:13 +0200 Ehe- Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim weiter geöffnet /bistum/nachrichten/artikel/news-title/ehe-familien-und-lebensberatung-im-bistum-hildesheim-weiter-geoeffnet-20981/ Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) im Bistum Hildesheim hält ihr Beratungsangebot trotz der Corona-Krise aufrecht. Zwar müssen wegen der Pandemie die Türen zu den Beratungsstellen für Ratsuchende verschlossen gehalten werden. Das Beratungsangebot der EFL kann aber weiterhin genutzt werden. Die Expertinnen und Experten aus den Beratungsstellen in der Diözese helfen per Videochat, am Telefon oder auch über eine geschützte Onlineberatungsplattform per Mail oder Chat weiter.

Ratsuchende können sich zu ganz unterschiedlichen Themen an die EFL wenden, etwa wenn die Paarbeziehung aus der Balance geraten ist, jemand persönliche Nöte hat oder weil ganz aktuell die Corona-Krise und die damit verbundenen Unsicherheiten und Alltagseinschränkungen aufs Gemüt drücken und beispielsweise zu Streitigkeiten oder Einsamkeit führen.

Die Fachleute aus den Beratungsstellen hören zu, schauen gemeinsam mit den Ratsuchenden auf das, was sie bewegt, und suchen mit ihnen gemeinsam nach neuen Wegen und Lösungen. Dabei unterliegen alle Beraterinnen und Berater der Schweigepflicht. Auch die Onlineangebote der EFL sind datengeschützt.

Die psychologische Beratung steht allen Menschen offen, unabhängig von Religion und Weltanschauung, Alter, Lebensform und Familienstand. Kosten entstehen den Ratsuchenden nicht. Über Spenden ist die EFL dankbar.

Ratsuchende können die Beraterinnen und Berater über die Telefonnummern der örtlichen EFL-Beratungsstellen erreichen. Die Telefonnummern, der Zugang zur Onlineberatung und weitere Informationen finden sich auf der Internetseite www.efl-bistum-hildesheim.de.

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news-20933 Thu, 02 Apr 2020 09:45:00 +0200 Bischof Wilmer erneut am Leser-Telefon der KirchenZeitung /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-erneut-am-leser-telefon-der-kirchenzeitung-20933/ Am 6. April können Gläubige Bischof Dr. Heiner Wilmer wieder direkt am Telefon erreichen. Bereits am 30. März hatte er am Hörer Rede und Antwort gestanden. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sucht in der Corona-Krise den Kontakt zu den Gläubigen im Bistum Hildesheim. Am Montag, 6. April 2020, sitzt der Bischof wieder für zwei Stunden am Lesertelefon der KirchenZeitung der Diözese und steht für Gespräche mit den Anruferinnen und Anrufern zur Verfügung. Er ist erreichbar in der Zeit von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer (05121) 307 820.

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news-20895 Fri, 27 Mar 2020 10:37:47 +0100 Bischof Wilmer spricht über sein Moses-Buch und die Corona-Krise /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-spricht-ueber-sein-moses-buch-und-die-corona-krise-20895/ Bischof Dr. Heiner Wilmer hat sich in einem Literaturgespräch mit dem Sender Radio Horeb über sein Buch „Hunger nach Freiheit“ geäußert. Dabei ging er auch auf die Corona-Krise ein. Eine Kurzfassung des Interviews hat der Sender am Donnerstag, 26. März 2020, ausgestrahlt. Das komplette Gespräch wird am kommenden Sonntag, 29. März 2020, um 11.15 Uhr im Programm von Radio Horeb zu hören sein. Außerdem kann es als Podcast nachgehört werden. 

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news-20874 Thu, 26 Mar 2020 12:47:11 +0100 Papst-Gebet als Video-Livestream /bistum/nachrichten/artikel/news-title/papst-gebet-als-video-livestream-20874/ Papst Franziskus hat für Freitag, 27. März 2020, um 18 Uhr zu einem weltweiten Gebet im Zeichen der Corona-Pandemie aufgerufen. Das Gebet wird live übertragen. Das Bistum Hildesheim wird das Gebet auf seiner Startseite als Video-Livestream übertragen, ebenso den Segen „Urbi et Orbi“, den Papst Franziskus im Anschluss an das Gebet auf dem Petersplatz spenden wird. An den Video-Livestream aus Rom schließt sich für die Nutzerinnen und Nutzer der Audio-Livestream mit dem Gottesdienst aus dem Hildesheimer Dom an, der um 18.30 Uhr beginnt. Zelebrant ist Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger.

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news-20823 Thu, 19 Mar 2020 16:32:00 +0100 Bistum überträgt heilige Messen aus dem Hildesheimer Dom als Audio-Livestream /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-uebertraegt-heilige-messen-aus-dem-hildesheimer-dom-als-audio-livestream-20823/ Da wegen der Corona-Epidemie derzeit keine öffentlichen Gottesdienste möglich sind, überträgt das Bistum Hildesheim im Internet ab 19. März Gottesdienste ohne Öffentlichkeit als Audio-Livestream aus dem Hildesheimer Dom. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sowie die Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger und Heinz-Günter Bongartz feiern ab sofort im Wechsel werktags um 18.30 Uhr und sonntags um 10 Uhr die Eucharistie. Samstags wird jeweils um 18.30 Uhr die Vesper gefeiert. Die Gläubigen im Bistum Hildesheim sind eingeladen, die Gottesdienste am PC, Tablet oder Smartphone mitzuhören.

Darüber hinaus lädt Bischof Wilmer die Pfarrgemeinden in der Diözese ein, jeden Abend um 21 Uhr fünf Minuten lang die Kirchenglocken läuten zu lassen. In einigen Pfarrgemeinden werde dies bereits getan, wie der Bischof in einem heute veröffentlichten Brief an die Gläubigen schreibt.

„In unserem Bistum gibt es Orte, an denen abends um 21 Uhr fünf Minuten lang die Glocken läuten. Sie läuten als Zeichen des Dankes an Gott, für seine Nähe auch in schwieriger Zeit. Sie läuten als Zeichen des Dankes an die Menschen, die sich jetzt ganz besonders um andere kümmern, zum Beispiel Ärzte und Pflegekräfte“, so Wilmer.

In dem Schreiben betont der Bischof, dass die Ausbreitung des Coronavirus die Gesellschaft vor eine der größten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte stelle. „Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst. Das ist sehr verständlich. Doch diese Angst soll uns nicht lähmen, sondern im Guten herausfordern. Momentan sind wir zwar gezwungen, äußerlich auseinander zu rücken. Mir kommt es aber so vor, als rückten wir in diesen Tagen innerlich zusammen.“

An vielen Orten entstünden derzeit Initiativen, beieinander zu bleiben, „auch wenn wir uns leibhaftig nicht begegnen können“, stellt Wilmer fest: „Wir telefonieren häufiger, schreiben E-Mails und nutzen die Möglichkeiten des Internets.“

Abschließend rief der Bischof dazu auf, im Gebet und in der Sorge für die Älteren und Kranken beieinander zu bleiben: „Ja, wir müssen momentan äußerlich Abstand halten. Innerlich aber rücken wir mit Gottes Hilfe zusammen.“

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news-20724 Mon, 16 Mar 2020 14:38:29 +0100 Dommuseum Hildesheim schließt bis zum 30. April wegen der Corona-Epidemie /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dommuseum-hildesheim-schliesst-bis-zum-30-april-wegen-der-corona-epidemie-20724/ Die Schließung des Dommuseums Hildesheim wegen der Corona-Epidemie hat auch Folgen für die Veranstaltungen im Museum. So entfallen die für den April terminierten Konzerte vor dem Lettner. Alle weiteren Veranstaltungen (Künstlergespräch, Finissage, Kinderferienprogramm) finden ebenso wie die... Bereits erworbene Tickets für die Lettner-Konzerte werden erstattet. Bei Online-Tickets erfolgt die Stornierung und Rückbuchung automatisch. Tickets, die im Domfoyer erworben wurden, können dort zurückgegeben werden. Das Domfoyer bleibt weiterhin geöffnet. Trotzdem wird empfohlen, sich vor einer geplanten Ticket-Rückgabe telefonisch anzumelden (Telefon 05121-307 780), da gegenwärtig nicht absehbar ist, wie lange die regulären Öffnungszeiten aufrecht erhalten bleiben können.

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news-20666 Sat, 14 Mar 2020 13:32:00 +0100 Bistum Hildesheim ergreift Maßnahmen gegen Corona-Epidemie /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-ergreift-massnahmen-gegen-corona-epidemie-20666/ Das Bistum Hildesheim hat mehrere Maßnahmen getroffen und Handlungsempfehlungen an Pfarrgemeinden und weitere kirchliche Einrichtungen ausgesprochen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verringern und um vermeidbare Risiken für kirchliche Mitarbeitende und Gläubige möglichst... Das Bistum Hildesheim sagt alle öffentlichen Veranstaltungen der Diözese bis zum 15. Mai 2020 ab. Darunter fällt insbesondere die Chrisam-Messe am 8. April 2020 im Dom, zu der jährlich mehrere tausend Kinder, Jugendliche und deren Begleitpersonen nach Hildesheim kommen.

Im Hildesheimer Dom entfallen die sonntäglichen Fastenpredigten, sowie auch vorerst die Sonntagsgottesdienste und Domführungen. Der Dom bleibt aber für Betende und Besucher geöffnet. Die Hildesheimer Dommusik sagt das für den 22. März angesetzte geistliche Konzert im Dom ab. Das Dommuseum Hildesheim, die Dombibliothek Hildesheim und das Hildesheimer Bistumsarchiv bleiben ab der kommenden Woche bis auf Weiteres geschlossen. 

Firmungen und Feiern der Erstkommunion bis zu den Sommerferien müssen verschoben werden. Alle Gottesdienste und Veranstaltungen in den Pfarrgemeinden sollen bis auf Widerruf ausgesetzt werden. In einem Brief erteilt der Bischof den Gläubigen aufgrund der Situation für diese Zeit eine Dispens von der Sonntagspflicht.

Ebenso sollen die anstehenden Sitzungstermine in allen kirchlichen Einrichtungen sowie Dienstreisen auf ihre absolute Notwendigkeit hin überprüft und nach Möglichkeit abgesagt oder verschoben werden. Abstimmungsverfahren ohne Anwesenheit, beispielsweise Telefonkonferenzen, sind vorzuziehen. Dienstliche Fortbildungen werden abgesagt.

„Die von uns getroffenen Entscheidungen dienen dem Schutz der Menschen, die in unserem Bistum am kirchlichen Leben teilnehmen. Durch die Absage von Veranstaltungen verringern wir die Ansteckungsgefahr. Es sind Vorsichtsmaßnahmen, für die ich um Verständnis bitte“, sagt Generalvikar Martin Wilk.

Weiterhin in Kraft bleiben die Empfehlungen, die das Bistum am 27. Februar 2020 zum Schutz vor der Infektionskrankheit an Mitarbeitende, Pfarrgemeinden und weitere kirchliche Einrichtungen herausgegeben hatte. In dem Informationsschreiben von Generalvikar Martin Wilk wird den Katholikinnen und Katholiken nahegelegt, auf das Händereichen als Friedenszeichen zu verzichten, die Weihwasserbecken zu leeren sowie auf die Mund- und Kelchkommunion zu verzichten.

Das Bistum Hildesheim orientiert sich in seinem Handeln an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der zuständigen Behörden zur Eindämmung der Corona-Epidemie. Ein Krisenstab unter Leitung von Generalvikar Martin Wilk beurteilt regelmäßig die aktuelle Lage in Bezug auf die Ausbreitung des Krankheitserregers und entscheidet im Bedarfsfall über weitere Schritte.

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news-20619 Fri, 06 Mar 2020 14:09:10 +0100 Bischof Wilmer: Miteinander unterwegs sein und vorangehen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-miteinander-unterwegs-sein-und-vorangehen-20619/ „Der Synodale Weg, den wir jetzt im Bistum und in Deutschland gehen, wird schwierige und ermutigende Wegabschnitte haben. Lassen Sie uns miteinander unterwegs sein und vorangehen.“ Das schreibt Bischof Heiner Wilmer in seinem Hirtenwort zur Österlichen Bußzeit. Der Brief wird am 2. Fastensonntag, 8.... In seinem Wort an die Gemeinden vergleicht der Bischof die aktuelle Lage der Kirche mit den Erfahrungen der Emmaus-Jünger, die nach dem Tod Jesu Verzweiflung und Zerbrochenheit erfahren.

„Auch heute erleben wir beängstigende Situationen: Vielerorts werden Gemeinden schwächer, sie bluten aus, wenige scheinen zu glauben. Die Leidenschaft weicht der Erschöpfung. Wir fühlen uns leer und ausgebrannt. Und Gott scheint angesichts der Erfahrungen des Scheiterns und der Verluste nicht da zu sein. Auch das, was uns von Neuem erzählt wird, von kleinen Anfängen, wirkt merkwürdig fern. Wir stecken fest in Trauer und Klage“, schreibt Wilmer.

Die Jünger hätten in dieser Situation gemeinsam getrauert und ihre Ratlosigkeit geteilt. „Überall da, wo dies geschieht, öffnet sich eine neue Dimension“, so der Bischof. „Wir sind eine Erzählgemeinschaft, wir brauchen Räume, in denen wir unsere Erfahrungen teilen und so gemeinsam auf dem Weg sind. Und wir brauchen „Dritte“, die Fragen stellen, die uns ermöglichen, mit ihren Fragen aus den bekannten Mustern auszubrechen.“

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news-20618 Fri, 06 Mar 2020 13:22:57 +0100 Wechsel an der Spitze der Hauptabteilung Finanzen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/wechsel-an-der-spitze-der-hauptabteilung-finanzen-20618/ Generalvikar Martin Wilk hat heute während eines Gottesdienstes im Hildesheimer Dom den bisherigen Finanzdirektor Helmut Müller in den Ruhestand verabschiedet und dessen Nachfolgerin Anja Terhorst in ihr neues Amt eingeführt. An die Heilige Messe in der Bischofskirche schloss sich ein Empfang im Bischöflichen Generalvikariat mit mehr als 200 Gästen an. Darunter waren viele Mitarbeitende des Bistums und Weggefährten Müllers, der nach 37 Jahren im Dienst der Diözese Ende Februar in den Ruhestand gewechselt ist.

Generalvikar Martin Wilk hob in seiner Würdigung des langjährigen Finanzchefs dessen Transparenz, Klarheit und Nähe zu den Menschen hervor. Er sei ihm dankbar dafür, dass er den Mut gehabt habe, schwierige, aber notwendige Entscheidungen zu treffen. An Müller gewandt, sagte Wilk: „Sie haben Standards gesetzt, hinter die das Bistum Hildesheim nicht mehr zurückkann.“

Müller hat in Umsetzung des Ende 2003 von Bischof Dr. Josef Homeyer in Kraft gesetzten Sparplans „Eckpunkte 2020“ maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Finanzlage des Bistums Hildesheim in den letzten beiden Jahrzehnten deutlich verbessert hat, so dass die Diözese heute eine geordnete Vermögens - und Ertragslage vorweist.

Der studierte Volkswirt war ab 1996 zunächst Leiter der Hauptabteilung Personal/Verwaltung und damit Personalchef der nicht seelsorglich tätigen Angestellten des Bistums gewesen, eher er ab 2002 der Hauptabteilung Finanzen vorstand und als Finanzdirektor sowie ab 2014 auch als Ökonom des Bistums agierte.

In der Nachfolge von Müller steht seit Anfang März mit Anja Terhorst (50) erstmals eine Frau an der Spitze der Hauptabteilung Finanzen. Generalvikar Wilk wünschte ihr einen guten Start und Gottes Segen für ihre neue Aufgabe. Die aus dem Emsland stammende Terhorst sammelte nach einem Maschinenbau-Studium vielfältige Leitungserfahrungen in niedersächsischen Landesbehörden, unter anderem im niedersächsischen Finanzministerium.

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news-20602 Wed, 04 Mar 2020 13:43:03 +0100 "In guten Zeiten Gedanken um das Sterben machen" https://www.kath-kirche-hannover.de/presse/news-anzeigen/artikel/in-guten-zeiten-gedanken-um-das-sterben-machen/ Das 2015 eingeführte Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verstößt gegen das Grundgesetz, hat das Bundesverfassungsgericht geurteilt. Was sagt die Hozpizbewegung dazu? Fragen an Kurt Bliefernicht, Leiter vom Hospiz Luise in Hannover. news-20599 Tue, 03 Mar 2020 14:49:37 +0100 Wilmer wünscht Bätzing Weitsicht und Gottes Segen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/wilmer-wuenscht-baetzing-weitsicht-und-gottes-segen-20599/ Der Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing ist heute zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ gratuliert seinem Mitbruder im bischöflichen Amt: „Herzlich gratuliere ich dem Limburger Bischof Dr. Georg Bätzing zu seiner Wahl zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Bereitschaft, dieses wichtige Amt auszufüllen, und wünsche ihm dabei viel Geschick und Weitsicht im Umgang mit Herausforderungen wie dem Synodalen Weg, die unsere deutsche katholische Kirche jetzt und in Zukunft zu bewältigen hat.

Ich erbitte Gottes Segen für den Dienst von Bischof Bätzing an der Spitze unseres Gremiums, der damit verbunden ist, unserer katholischen Kirche in Deutschland eine Stimme und ein Gesicht zu geben und sie in unserer Gesellschaft, in der Ökumene mit unseren evangelischen und orthodoxen Schwestern und Brüdern sowie im interreligiösen Dialog kraftvoll zu vertreten.“

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news-20559 Thu, 27 Feb 2020 11:41:13 +0100 Bischof Wilmer: Bleibe ruhig, faste, mach keine Show /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-bleibe-ruhig-faste-mach-keine-show-20559/ Zu Beginn der Fastenzeit am gestrigen Aschermittwoch hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ im Hildesheimer Dom mit mehreren hundert Menschen einen Gottesdienst gefeiert. Dabei segnete er die Asche und zeichnete das Aschekreuz als Symbol der Buße und des Neubeginns auf die Stirn der Gläubigen. Zu Beginn der Heiligen Messe ging der Bischof auf die hohe Symbolkraft der Zahl 40 im Christentum ein, die auf das 40-tägige Fasten Jesu, auf die 40 Tage von Moses auf dem Berg Sinai, auf die 40-tägige Sintflut, die Noah überstehen musste, oder die 40 Jahre währende Wanderung des Volkes Israel nach dem Auszug aus Ägypten verweist. „Die Zahl 40 ist uns heilig, um uns neu auszurichten“, sagte Wilmer: „Wer bin ich – mir selbst, den anderen und Gott gegenüber?“

Auch die Predigt des Bischofs nahm die Frage in den Blick, wer man selbst ist und in welcher Haltung man leben kann, um sich während der Fastenzeit „neu auszuloten und neu zu justieren“. Mit Blick auf die Gesellschaft, in der der Wind rauer werde, sagte Wilmer: „Wir sind eher darauf aus, uns zu verlieren – jeder macht sein Ding – statt zu integrieren.“

Der Bischof rief die Gläubigen dazu auf, sich neu auf Gott und auf den anderen auszurichten, und empfahl: „Bleib ruhig, faste, mach keine Show, salbe dein Haupt, nimm dir Zeit und Muße, um wieder zu deiner eigenen Identität zu finden.“

Im Anschluss an den Gottesdienst fand auf Einladung Wilmers der erste Teil des Aschermittwochs der Künstler statt: Vor rund 200 Zuhörerinnen und Zuhörern las die Autorin Marion Poschmann aus ihrem Roman „Die Kieferninseln“ und erntete viel Beifall.

Der zweite Teil des Aschermittwochs der Künstler startet am kommenden Samstag, 29. Februar 2020, mit einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Dommuseum Hildesheim: Dann sind bis zum 5. April 2020 Fotografien von Anna Ullrich zu sehen.

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news-20542 Mon, 24 Feb 2020 15:43:22 +0100 Solidarität - Zur Zukunft einer großen Idee /bistum/veranstaltungen/details/event-title/solidaritaet-150148/ Prof. Dr. Heinz Bude vom Lehrstuhl für Makrosoziologie in Kassel spricht am Donnerstag, 26. März, in Hannover mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ über Solidarität als ein Grundprinzip der katholischen Soziallehre. news-20533 Sun, 23 Feb 2020 12:16:34 +0100 Bischof Heiner Wilmer empfängt Reisesegen von Maria 2.0 und fordert Mut zum Wandel /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-heiner-wilmer-empfaengt-reisesegen-von-maria-20-und-fordert-mut-zum-wandel-20533/ In einer Demonstration mit der Forderung nach Gleichberechtigung für Frauen in der katholischen Kirche waren am Samstagmittag rund 300 Gläubige von der Hildesheimer Fußgängerzone aus zum Bischofshaus am Domhof marschiert. Bischof Wilmer erhielt einen Reisesegen für die bevorstehende... Die Männer und Frauen folgten dem Aufruf der Initiative Maria 2.0 und vieler anderer katholischer Verbände und Gruppen, um deutlich zu machen, dass es in der katholischen Kirche bereits „5 nach 12“ sei und um Änderungen einzufordern. Auf Transparenten und Schildern sowie in Reden machten sie ihrem Ärger Luft. Sie forderten Gleichberechtigung für Frauen in der katholischen Kirche.

Konzentriert hörte Bischof Wilmer den Rednerinnen und Rednern zu und betonte: „Die Kirche muss sich verändern. Für mich persönlich wäre ein ‚Nur weiter so‘ Verrat am Evangelium." Wilmer zeigte sich sicher, dass der Mut der Menschen in der Initiative Maria 2.0 und in anderen Gruppen „den Wandel einleiten wird“. Mit Blick auf den Synodalen Weg betonte der Bischof die Wichtigkeit von Gemeinschaft und Mut zur Veränderung: „Gemeinsam nachzusinnen und gemeinsam zu beten und nicht so bange zu sein, Dinge anzudenken, die früher nicht so waren, weil Zeiten, Kulturen und die ganz konkrete Inkulturation des Evangeliums sich verändern.“

Für den Synodalen Weg wünschte er Allen Geduld und Durchhaltevermögen. „Wir werden weiter voran gehen, munter bleiben und uns nicht unterkriegen lassen“, versicherte Bischof Wilmer.

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news-20515 Fri, 21 Feb 2020 15:17:59 +0100 Lesung in der Dombibliothek und Ausstellung im Dommuseum /bistum/nachrichten/artikel/news-title/lesung-in-der-dombibliothek-und-ausstellung-im-dommuseum-20515/ Literatur und Fotografie stehen im Fokus des diesjährigen Aschermittwochs der Künstler im Bistum Hildesheim, zu dem Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ einlädt. Die Schriftstellerin Marion Poschmann ist am Aschermittwoch, 26. Februar 2020, in der Hildesheimer Dombibliothek zu Gast. Die Fotografien von... Die Lesung von Marion Poschmann am Aschermittwoch beginnt um 20 Uhr in der Dombibliothek. Zuvor feiert Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ um 18.30 Uhr im Dom einen Gottesdienst mit Austeilung des Aschekreuzes. Wer die Lesung hören möchte, wird aufgrund des begrenzten Platzangebots gebeten, sich per E-Mail unter dombibliothek@bistum-hildesheim.de anzumelden.

Die 1969 in Essen geborene und heute in Berlin lebende Autorin Marion Poschmann wurde für ihre Lyrik und Prosa mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Klopstock-Preis 2018 für ihren Roman „Die Kieferninseln“, der auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Man Booker International Prize stand.

Die 1979 in Hamburg geborene bildende Künstlerin Anna Ullrich lebt und arbeitet in Hildesheim. Ihre Fotoarbeiten, die im Dommuseum Hildesheim ausgestellt werden, stehen unter dem Serientitel „Täglich Brot“. Die Fotografien zeigen Spuren und Objekte alltäglicher Arbeit, menschengemachte Arrangements in Form von Hinterlassenschaften, Räume und agrarische Produktionshalden, Natur- und Landschaftsaufnahmen. Viele der gezeigten Bilder sind in der Region Hildesheim entstanden. Ein Hauptmotiv der Ausstellung ist der Getreidespeicher, welcher als Ort und Bildgegenstand etwas so Universelles hat, dass er stellvertretend für ein Schon-immer-so und Allerorts steht.

Mit ihrer genauen Beobachtung, dem gewählten Zeitpunkt und der präzisen Auswahl der Motive schafft Anna Ullrich Ansichten, welche die Einfachheit des Bildthemas mit einer atmosphärischen Verdichtung verbindet. Insofern wird den im Serientitel angedeuteten Lebensgrundlagen eine angemessene Würde gegeben.

Der Aschermittwoch der Künstler im Bistum Hildesheim geht auf eine Initiative des verstorbenen Hildesheimer Bischofs Dr. Josef Homeyer zurück und besteht aus einer Lesung moderner Literatur in der Dombibliothek am Aschermittwoch selbst und einer Ausstellung mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler im Dommuseum. Die Veranstaltungsreihe gibt es seit 1986. Kuratorinnen sind Professorin Claudia Höhl, Direktorin des Dommuseums Hildesheim, und PD Dr. Monika Suchan, Direktorin der Dombibliothek Hildesheim. Kurator ist der Künstler Professor Gerd Winner.

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news-20502 Thu, 20 Feb 2020 13:43:29 +0100 Dr. Gerhard Lutz arbeitet künftig für das Cleveland Museum of Art /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dr-gerhard-lutz-arbeitet-kuenftig-fuer-das-cleveland-museum-of-art-20502/ Dr. Gerhard Lutz wechselt vom Dommuseum Hildesheim in die USA. Der stellvertretende Leiter des Dommuseums wird Anfang Mai 2020 Kurator für mittelalterliche Kunst am Cleveland Museum of Art in Ohio, das zu den renommiertesten Museen in Nordamerika gehört. „Das Angebot ist eine hohe Auszeichnung für mich. Ich habe länger gezögert, es anzunehmen, denn uns ist Hildesheim zur zweiten Heimat geworden und ich habe sehr gerne fürs Dommuseum gearbeitet. Aber in Cleveland kann ich vieles dazu lernen und es eröffnen sich völlig neue Horizonte,“ sagt Gerhard Lutz.

Die Sammlung mittelalterlicher Kunst im Cleveland Museum of Art ist mit rund 1.600 Objekten zwar eher klein, zählt aber durch ihre Qualität zu den hochrangigsten weltweit. Darunter sind auch berühmte Kunstwerke aus dem Welfenschatz, wie etwa die Bernwardpatene, die eng mit der Kunst des mittelalterlichen Hildesheims verbunden sind.

Als Robert P. Bergman Curator of Medieval Art wird Lutz die Pflege und Entwicklung der Sammlung beaufsichtigen. Er wird Sonderausstellungen und Programme zu allen Aspekten der mittelalterlichen Kunst leiten und beim Erwerb von Kunstwerken zur Erweiterung der Sammlung mitarbeiten. Zudem wird er in der kunsthistorischen Lehre der Universität Case Western Reserve University in Cleveland eingebunden sein.

Der Spezialist für mittelalterliche Kunst ist seit 2001 am Dommuseum Hildesheim tätig gewesen, seit 2016 als dessen stellvertretender Leiter. Am Dommuseum war er als Kurator an zahlreichen Ausstellungen beteiligt, darunter zuletzt „Zeitenwende 1400: Hildesheim als europäisches Zentrum“ (2019), „Triumph und Tod: Frühe Kruzifixe“ (2017) und „Bild und Bestie: Hildesheimer Bronzen der Stauferzeit“ (2008). Ein Höhepunkt war im Jahr 2013 die große Ausstellung "Medieval Treasures from Hildesheim", die im Metropolitan Museum of Art in New York präsentiert wurde.

Lutz hat an der Technischen Universität Berlin bei Robert Suckale promoviert, nachdem er an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Wien und Bamberg Kunstgeschichte, mittelalterliche Geschichte und Archäologie studiert hatte. Als Student hatte er bei verschiedenen Ausstellungsprojekten der Staatlichen Museen zu Berlin mitgewirkt. In Hildesheim war zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Roemer- und Pelizaeus-Museum tätig.

Der Wissenschaftler hat zahlreiche Publikationen in deutscher und englischer Sprache verfasst und verfügt über breite Lehrerfahrung. Zuletzt unterrichtete er an der Universität Bern im Master-Studiengang Curatorial Studies. Zuvor war er unter anderem 2013 Gastprofessor am Institute of Fine Arts der New York University, wo er anhand der damals ausgestellten Hildesheimer Schatzkunst über das mittelalterliche Hildesheim lehrte.

Sein Interesse an einer Annäherung von Hochschulwissenschaftlern und Museumsspezialisten veranlasste Lutz, das Forum Kunst des Mittelalters ins Leben zu rufen, eine regelmäßige Konferenz für Mittelalterkunsthistoriker, die er 2015 auch nach Hildesheim holte. Außerdem koordiniert er internationale Mittelalterstudientage im Zusammenhang mit Sonderausstellungen oder Konservierungsprojekten.

Die Direktorin des Dommuseums Hildesheim, Prof. Dr. Claudia Höhl, bedauert sein Ausscheiden sehr: „Gerhard Lutz ist ein beeindruckender, sehr breit aufgestellter, national wie international sehr gut vernetzter Wissenschaftler mit einem außerordentlichen Engagement für die Museumarbeit. Das Dommuseum verdankt ihm sehr viel. Er kennt die Hildesheimer Kunstwerke wie kaum ein anderer.“

Beide haben verabredet, weiter eng zusammenzuarbeiten. So wird Gerhard Lutz auch in Cleveland am ehrgeizigen Ausstellungsprojekt „Islam und der christliche Westen, 1000-1250“ weiterarbeiten, das 2022 im Dommuseum eröffnet wird und später möglicherweise noch in Cleveland gezeigt werden kann.

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news-20497 Wed, 19 Feb 2020 11:01:27 +0100 Vatikanexperte Marco Politi zu Gast in Hannover und Hildesheim /bistum/nachrichten/artikel/news-title/vatikanexperte-marco-politi-zu-gast-in-hannover-und-hildesheim-20497/ Papst Franziskus steht im Fokus eines Vortrages des deutsch-italienischen Vatikan-Journalisten Marco Politi am Montag, 24. Februar,um 19 Uhr im Tagungshaus St. Clemens in Hannover und am Dienstag, 25. Februar 2020, um 18.15 Uhr in der Dombibliothek Hildesheim. Der Eintritt beträgt fünf Euro, eine... Marco Politi ist einer der bekanntesten Vatikan-Journalisten, die sich mit der Politik der letzten Päpste kritisch auseinandergesetzt haben. Er schrieb 20 Jahre für die italienische Tageszeitung La Repubblica und war für das Blatt Berichterstatter aus dem Vatikan. Später wechselte er zum Il Fatto Quotidiano. Als Gastautor schrieb er zudem für DIE ZEIT und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine Bücher „Seine Heiligkeit. Johannes Paul II.“ und „Die Geheimdiplomatie des Vatikans“ (1997), „Benedikt. Krise eines Pontifikats“ (2012) und „Franziskus unter Wölfen. Der Papst und seine Feinde“ (2015) gehören zu den wichtigsten Analysen päpstlicher Politik der vergangenen Jahrzehnte.

Der Titel von Politis Vortrag in der Dombibliothek lautet „Papst Franziskus: Prophet in Zeiten der Krise“. Darin wird der Vatikan-Kenner die Politik des Papstes sowie die Kritik an ihm analysieren und ein erstes Fazit seines Pontifikates ziehen. Die Veranstaltung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Katholischen Erwachsenenbildung und der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Hildesheim in Kooperation mit dem Museumsverein, den „Europagesprächen“ des Instituts für Geschichte, dem Institut für Katholische Theologie der Universität und dem Verein für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim.

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news-20475 Tue, 18 Feb 2020 09:53:27 +0100 Fastenpredigten im Hildesheimer Dom /bistum/nachrichten/artikel/news-title/fastenpredigten-im-hildesheimer-dom-20475/ Im Fokus der diesjährigen Fastenpredigten im Hildesheimer Dom steht „Die Sorge um das gemeinsame Haus“. Das Leitthema der Predigtreihe bezieht sich auf die Enzyklika „Laudato si“, in der Papst Franziskus eine ganzheitliche, humane Ökologie entwickelt, die über den Klimaschutz hinausgeht. In fünf Fastenpredigten zur Umkehr nehmen verschiedene Predigende an den Fastensonntagen und am Palmsonntag jeweils um 18 Uhr die Schönheit der Schöpfung und die Schönheit des Menschen unter verschiedenen Aspekten in den Blick. Den Anfang macht am 1. März 2020 Egbert Ballhorn, Professor für Exegese und Theologie des Alten Testaments an der Universität Dortmund. Seine Predigt trägt den Titel „Die Schönheit der Schöpfung sehen“.

Am 8. März predigt die Theologin Vera Krause, Leiterin der Diözesanstelle für den pastoralen Zukunftsweg im Erzbistum Köln, darüber, die Würde des Menschen zu achten. Die Titel der Predigt von Pater Michael Heinz SVD, Adveniat-Hauptgeschäftsführer aus Essen, am 15. März 2020 lautet „Die Gerechtigkeit den Armen zurückgeben“.

Am vierten Fastensonntag, 22. März 2020, steht mit dem „Stabat mater“ von Giovanni Battista Pergolesi sowie einer Variation von Franz Liszt („Weinen, Klagen“) die Musik im Mittelpunkt. Zu hören sind die Mädchenkantorei unter der Leitung von Dr. Stefan Mahr, das Kammerorchester „Suon di Corda", die Solistinnen Martina Nawrath (Sporan) und Michaela Ische (Alt) sowie Dommusikdirektor Thomas Viezens an der Orgel. Der Eintritt ist frei.

Pfarrer Dr. Matthias Leineweber von der Gemeinschaft Sant'Egidio aus Würzburg hat seine Predigt am 29. März 2020 überschrieben mit „Den Frieden unter den Völkern bahnen“. Am Palmsonntag, 5. April 2020, predigt Prof. Dr. Jürgen Manemann, Direktor des Forschungsinstituts für Philosophie aus Hannover unter dem Titel „Den neuen Himmel und die neue Erde erwarten“.

Alle Predigten werden im Ton aufgezeichnet und können anschließend als Podcast nachgehört werden unter www.bistum-hildesheim.de

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news-20460 Fri, 14 Feb 2020 12:04:43 +0100 Schmieden für den Frieden /bistum/nachrichten/artikel/news-title/schmieden-fuer-den-frieden-20460/ Zugunsten des Sozialdienstes katholischer Frauen in Hildesheim wird der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zusammen mit Schmiedemeister Alfred Bullermann und Kollegen am Sonntag, 10. Mai 2020, auf dem Domhof in Hildesheim aktiv. Bei der Aktion „Schmieden für den Frieden“ werden sie... Bischof Dr. Heiner Wilmer war jetzt zu Gast beim SkF in der Hildesheimer Nordstadt und hat sich von der ersten Vorsitzenden Rita Rühmes und Geschäftsführerin Andrea Franke über deren Arbeit informieren lassen. „Seit über 100 Jahren ist der Sozialdienst katholischer Frauen in Hildesheim speziell für Frauen und Familien in schwierigen Lebenssituationen da“, berichtet Franke. Vor allem die Beratung von Schwangeren stehe dabei im Mittelpunkt. Rund 350 Frauen sind jährlich der Beratung. „Sie stehen finanziell meist schlecht da und benötigen Hilfe, um ihre Ansprüche bei Ämtern geltend machen zu können“, erläutert Franke. Aktuell kommen die Frauen aus 34 Nationen, darunter vor allem viele aus Syrien, dem Irak und dem Iran. Mit Angeboten wie einem Geburtsvorbereitungskurs oder einer Krabbelgruppe für Einjährige möchte der SkF den Frauen und Familien mehr als nur Beratung bieten. „Sie sollen uns als Anker erleben und Vertrauen zu uns aufbauen“, sagt Franke. Für solche Angebote benötigt der Verein finanzielle Unterstützung. „Wir freuen uns, dass Sie uns mit der Aktion ‚Schmieden für den Frieden‘ unterstützen“, dankt Rühmes dem Bischof.

Die Aktion „Schmieden für den Frieden“ hat Schmiedemeister Alfred Bullermann, der 2018 den Bischofsstab für Bischof Wilmer geschmiedet hat, zusammen mit seinem Kollegen Tom Carstens sowie Schauspieler Heinz Hoenig vor einigen Jahren ins Leben gerufenen. Handgeschmiedete Friedensnägel sollen dabei zugunsten hilfsbedürftiger Menschen oder gemeinnütziger Gesellschaften vor Ort gegen eine Spende von 100 Euro abgegeben werden und so zu mehr Frieden beitragen. Für den Schmied wird die Aktion eine Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte, hat er doch an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim studiert.  

Am Sonntag, 10. Mai, werden der Bischof und die Schmiedemeister zwischen 11 und 17.30 Uhr vor dem Dom mit Feuer, Hammer und Amboss Friedensnägel aus glühendem Eisen formen. Jeder Friedensnagel wird ein Unikat sein, mit der Prägung einer Friedenstaube versehen und mit einem Zertifikat ausgestattet. Die Nägel sollen den Zusammenhalt zwischen den Schmieden untereinander und zwischen allen Menschen symbolisieren.

Schon heute können sich Interessierte mit Ihrer Spende ab 100 Euro Ihren Nagel vormerken lassen, der dann am 10. Mai 2020 extra für sie geschmiedet wird. Wer mag, kann dann auch selbst Hand bzw. Hammer anlegen.

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news-20285 Thu, 06 Feb 2020 12:31:11 +0100 „Ehrt mein Verhalten Gott und dient es dem Nächsten?“ /bistum/nachrichten/artikel/news-title/ehrt-mein-verhalten-gott-und-dient-es-dem-naechsten-20285/ Anlässlich des Weltfriedenstages hat der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ heute Morgen mit Angehörigen der Bundeswehr, der Polizei und der Bundespolizei eine Heilige Messe im Hildesheimer Dom gefeiert. Zum inzwischen 36. Friedensgottesdienst waren mehrere hundert Teilnehmende aus ganz... Bischof Wilmer dankte den Soldatinnen und Soldaten sowie den Polizistinnen und Polizisten für ihren wichtigen Dienst an der Gesellschaft. In seiner Predigt nannte Wilmer als einen Grund für Unfrieden „die teuflische Lust am Unruhestiften, die Freude am Zerstören - nicht nur im körperlichen, sondern auch im geistigen Sinne“. Hinter der Hetze im Internet gegen Politiker und Andersdenkende sowie hinter der Gewalt gegen Polizeibeamte, Feuerwehrleute oder Sanitätskräfte stecke der Drang, „Vertretern des sogenannten Systems“ Schaden zuzufügen, auch um den Preis, damit jede Menschlichkeit zu verlieren, so der Bischof.

Ihn irritiere, dass viele Hetzer und Schläger sich für Gerechte hielten. „Sie geben vor, mit ihrem Hass einer angeblich guten Sache zu dienen. Manche Schläger behaupten gar, sie würden sich nur gegen Provokationen des Staates wehren und das sei ihr gutes Recht. Plötzlich stehen sich Menschen unversöhnlich gegenüber, die alle glauben, im Recht zu sein“, sagte Wilmer.

Um die Gerechten des Herrn von den Selbstgerechten zu unterscheiden, habe Jesus den Menschen ein mächtiges Werk zur Selbstprüfung an die Hand gegeben, betonte der Bischof und verwies auf das Doppelgebot von Gottesliebe und Nächstenliebe: „Wer sich vor wichtigen Entscheidungen fragt: Ehrt mein Verhalten Gott und dient es meinem Nächsten? – der wird selten falsch entscheiden.“ Er ermutige die Sicherheitskräfte, den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens weiterzugehen.

Im Anschluss an den Gottesdienst fand ein Gespräch mit Bischof Wilmer sowie dem Leitenden Militärdekan, Monsignore Rainer Schadt, und dem Landespolizeiseelsorger, Pastoralreferent Torsten Thiel statt. Dr. Dietmar Müßig, Dr. Dirk Preuß und Martin Spatz, die im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim in unterschiedlichen Funktionen mit ökologischen Themen befasst sind, griffen in einem gemeinsam vorgetragenen Impulsreferat das Motto des diesjährigen Hildesheimer Weltfriedenstages („Der Friede als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr“) auf.

Müßig skizzierte, ausgehend von der päpstlichen Enzyklika Laudato si’, die Ungerechtigkeiten, die durch das wirtschaftliche Handeln der Industrienationen des Nordens in den Ländern des Südens angerichtet werden. Preuß beschrieb den Einsatz der deutschen Bischöfe und Bistümer, sich in Kirche und Gesellschaft für eine Umkehr hin zu einer ressourcenschonenderen Wirtschafts- und Lebensweise einzusetzen und zu einem höheren ökologischen Bewusstsein beizutragen.

Spatz beschrieb, dass der Wärmebedarf der rund 1300 Gebäude in den 119 Pfarrgemeinden der Diözese für 84 Prozent aller Kohlenstoffdioxid-Emissionen des Bistums Hildesheims verantwortlich sei. Das Gebäudemanagement des Bistums arbeite deshalb an einer deutlichen Reduzierung der Emissionen. Als Beispiel für umweltbewusstes Gebäudemanagement hob Spatz den Hildesheimer Dom hervor, der seit 2015 aufgrund des Einsatzes von Ökostrom und Biofernwärme CO2-neutral sei.

Bischof Wilmer äußerte sich zu mehreren Fragen aus dem Plenum, unter anderem zum Synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, der Ende Januar 230 Katholikinnen und Katholiken zu einer mehrtägigen Versammlung in Frankfurt am Main zusammengeführt hatte. Er sei ganz zufrieden über den ersten Aufschlag in sehr dichter Atmosphäre, sagte Wilmer: „Keine Gruppe ist aufgestanden und hat gesagt: Blödsinn, wir gehen nach Hause. Mit Blick auf die Zukunft bin ich zuversichtlich.“

Er glaube, dass eine Teilkirche innerhalb der Weltkirche, strukturelle Dinge anstoßen könne, die auch andere zum Nachdenken bringe, so der Hildesheimer Bischof: „Auf den ersten Blick geht es in den vier Foren um strukturelle Fragen, es geht aber auch um unser Bild von Kirche, und im Letzten geht es um das Eigentliche: um Gott, um unseren Glauben. Das sind die Schlüsselfragen.“

Mit einem gemeinsamen Mittagessen aller Teilnehmenden endete der Weltfriedenstag in Hildesheim. Er nimmt Bezug zum jährlichen Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Januar und wird traditionell am ersten Donnerstag im Februar gefeiert. Dazu eingeladen hatte der Leitende Militärdekan des Katholischen Militärdekanats Kiel, Monsignore Rainer Schadt.

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news-20281 Wed, 05 Feb 2020 16:32:48 +0100 Ministerpräsident Stephan Weil besucht die Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg /bistum/nachrichten/artikel/news-title/ministerpraesident-stephan-weil-besucht-die-jugendbildungsstaette-haus-wohldenberg-20281/ In der katholischen Jugendbildungsstätte Haus Wohldenberg hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) den Fragen von Jugendlichen und Jugendleitern aus dem Bistum gestellt. Organisiert hatte das Treffen der SPD-Landtagsabgeordnete Markus Brinkmann. Zu Beginn der Veranstaltung bekam der Ministerpräsident von Hausherr Holger Brox und Diözesanjugendseelsorger Andreas Braun eine Führung durch die Jugendbildungsstätte. „Vor rund 45 Jahren war ich schon einmal hier. Seitdem hat sich aber eine Menge verändert“, lobte Weil. Interessiert erkundigte er sich nach Belegungszahlen, sprach mit Mitarbeitern der Bildungsstätte und stellte sich einer Studentengruppe für ein Selfie zur Verfügung.

Im Anschluss an die Führung ging es dann ins Kaminzimmer zum Treffen mit Vertretern der katholischen Jugendverbände. In einem kleinen Quiz musste Stephan Weil zu BDKJ, CAJ, DPSG, KSJ, der Malteser- und KolpingJugend sowie den Ministranten Fragen beantworten und sich selbst Informationen über die einzelnen Verbände und Gruppen erarbeiten. So ging es darum, was in der Kategorie Malteserjugend das Kürzel „SSD“ heißt. „Da es um die Malteser geht, tippe ich einmal auf Schulsanitätsdienst“, beantwortete Weil die Frage und lag genau richtig. Auf spielerische Art erfuhr er zudem, wie viel Förderung die Jugendverbände in Niedersachsen bekommen und wie viel sie eigentlich benötigen würden.

Beim Gespräch war das Hauptthema der Klimaschutz, was die Politik dafür tut beziehungsweise eben nicht. Weil wies daraufhin, dass auch in Niedersachsen immer noch zu wenig im Hinblick auf den Klimawandel getan werde, betonte allerdings, dass Niedersachsen im deutschlandweiten Ranking auf Platz zwei bei den erneuerbaren Energien liege. Weitere Themen waren E-Mobilität, Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, die Zukunft des Autos mit Verbrennungsmotors bis hin zum Einsatz von Lastenfahrrädern. Der Politiker ist sich sicher, dass Autos mit Verbrennungsmotor mit Blick auf die CO2-Steuer zukünftig teurer werden. „Ich glaube, dass die Bewohner in den großen Städten immer weniger Autos haben werden, da man auch ohne sie sehr gut zu recht kommt. Im ländlichen Raum sieht das aber ganz anders aus“, machte Weil deutlich.

Beim Abschied bedankte sich der Ministerpräsident bei den Jugendlichen für das sehr intensive Gespräch: „Es hat mir richtig Spaß gemacht“. Der 19-jährige Jonas, der sich auch bei „Fridays for Future“ engagiert, sagte: „Er ist auf jede Frage fair eingegangen, was nicht selbstverständlich fu?r einen Politiker ist.“ Auch Steffen (32) von der DPSG war positiv u?berrascht: „Stephan Weil schien offen und interessiert und hat sich viel Zeit fu?r unsere Anliegen genommen.“

Diözesanjugendseelsorger Andreas Braun war mit dem Abend sehr zufrieden. „Weil war nahbar, aber auch streitbar und hat nicht versucht, den Fragen der Jugendlichen auszuweichen“, betonte er.

Weil selbst war begeistert davon, wie politisch interessiert die Jugendlichen waren. „Eine politisch engagierte Jugend ist ein wichtiger Teil von Demokratie. Ich würde mir wünschen, dass einige von euch auch bereit sind, einmal selbst politische Verantwortung zu übernehmen. Denn wer etwas bewegen will, muss sich engagieren“, so der Politiker.

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news-20244 Thu, 30 Jan 2020 09:42:53 +0100 Diözesanrat der Katholik*innen ruft zum „Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit“ auf /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dioezesanrat-der-katholikinnen-ruft-zum-fasten-fuer-klimaschutz-und-klimagerechtigkeit-auf-20244/ Die Aktion „Klimafasten“ startet am Aschermittwoch, 26. Februar 2020, zum siebten Mal. Unter dem Leitsatz „So viel du brauchst… (2. Mose 16)“ lädt der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim gemeinsam mit weiteren katholischen Bistümern und evangelischen Landeskirchen dazu ein, den... Jede und jeder kann sich daran beteiligen, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren und gemeinsam etwas zu verändern.

Die Bewahrung der Schöpfung als elementare Lebensgrundlage für alle Menschen ist ein zentrales Anliegen des Diözesanrates der Katholik*innen im Bistum Hildesheim. In einer Fastenbroschüre geben die Initiatoren Anregungen und Ideen für eigene Schwerpunkte in den sieben Fastenwochen. Jede Woche steht dabei unter einem anderen Thema: von „Lebensmittelretten“ und „ein plastikfreies Leben“ bis zur Woche „für gemeinsame Veränderungen“. Es geht dabei nicht um moralische Appelle oder um Verzicht. Es geht darum, das eigene Leben zu entrümpeln, wie den Keller oder die Garage.

Weitere Informationen und einen Überblick der gedruckten Materialien bietet die gemeinsame Webseite: www.klimafasten.de. Bestellmöglichkeiten und Informationen gibt es auch unter www.bistum-hildesheim.de/klimafasten. Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen können die Materialien kostenfrei bestellen oder herunterladen. 

Die Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit ist eine gemeinsame Initiative von:

Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, Bremische Evangelische Kirche, Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannover, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Evangelische Kirche von Westfalen, Lippische Landeskirche, Evangelische Kirche im Rheinland, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Evangelische Landeskirche in Baden, Evangelische Landeskirche in Württemberg, Bistum Eichstätt, Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie dem jeweiligen Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim und im Erzbistum Berlin.

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news-20229 Tue, 28 Jan 2020 15:54:14 +0100 Gemeinsam an der Kirche bauen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/gemeinsam-an-der-kirche-bauen-20229/ Der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim setzt mit seiner Forderung für die Gleichberechtigung in der Kirche ein deutliches Zeichen – bei seinem Neujahrsempfang in Wolfenbüttel am Anfang des Synodalen Weges. „Ich wollte schon mit 18 Priester werden. Doch was wäre ich als Katholikin geworden?“, fragt Pfarrer Matthias Eggers nachdenklich. Dabei ist er mit seiner Gemeinde St. Petrus in Wolfenbüttel schon einen großen Schritt in Richtung Gleichberechtigung gegangen. Die rund 150 Gäste des Neujahrsempfangs werden von der neuen Doppelspitze der Pfarrgemeinde St. Petrus begrüßt von Pfarrer Eggers und der Juristin Christiane Kreiß.

„Gleichberechtigung in der Kirche auf allen Ebenen und allen Ämtern ist ein Thema, welches viele Menschen bewegt und das außerhalb und innerhalb der Kirche kontrovers diskutiert wird“, betont der Vorsitzende des Diözesanrates Dr. Christian Heimann. „Ziel ist es, mehr Sachlichkeit in die Diskussion zu bringen und neue Denkperspektiven zu eröffnen.“ Heimann plädiert dafür, auch gegenteilige Meinungen nebeneinander stehen zu lassen. Es gehe darum zu erkennen, „dass alle gleichermaßen darum ringen, an ihrer Kirche mitzubauen und dabei wertzuschätzen, dass viele Ideen und Meinungen ein Wert an sich sind.“

Für Pfarrer Eggers hat jede Frau eine priesterliche Würde. „Jedem Jungen und jedem Mädchen, sage ich bei der Taufe: Du bist getauft zum König, Priester und Propheten“, erklärt er.

Dr. Christian Hennecke, geistlicher Begleiter des Diözesanrates, überbringt Grüße von Bischof Dr. Heiner Wilmer. Dem Bischöflichen Beauftragten ist es wichtig, Dienstamt und Ordination neu zu denken. Er will alle Getauften ins Spiel bringen. „Wir sind auf dem Weg – synodal und partizipativ –, aber wir sind erst am Anfang. Legen wir doch einfach los“, sagt Hennecke unter lautem Beifall.

Krankheitsbedingt konnte Referent Professor Hubert Wolf nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Doch der Priester und Kirchenhistoriker aus Münster stellte seine Thesen dem Publikum per Audiobotschaft vor. Aus seiner Sicht werde die Geschichte zu oft als Kronzeuge dafür angeführt, „dass man in der Kirche nichts verändern kann“. Wolf lässt dieses Argument der Reformgegner nicht gelten: „Die Geschichte ist ein Schatz für Reformen. Und sie bewegt sich doch – unsere katholische Kirche!“

Mit Birgit Mock, Geschäftsführerin vom Hildegardis-Verein, bezieht auch eine Frau Stellung zur innerkirchlichen Diskussion über den Stand der Gleichberechtigung aus weiblicher Sicht (sh. Interview unten). 

Neben der Auftaktveranstaltung des Synodalen Weges in Frankfurt ist Heimann besonders ein Treffen in Hildesheim wichtig: „Wir wollen am 2. Mai am Domhof einen synodalen Tag unter dem Leitwort ‚frauenfragen‘ gestalten.“ 600 Synodale werden an diesem Tag teilnehmen, das ist jeder 1000. Katholik im Bistum. „Mit dieser Veranstaltung wollen wir an die Tradition der Hildesheimer Synoden anknüpfen. Und ich bin überzeugt, dass wir damit ein starkes Signal in Richtung des Synodalen Weges senden“, so Heimann.

 

Nachgefragt

Es ist eine einzigartige Chance

Gast beim Neujahrsempfang des Diözesanrates war Birgit Mock. Sie ist Geschäftsführerin des Hildegardis-Vereins, Vizevorsitzende des Frauenbundes und familienpolitische Sprecherin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. Sie sprach über Gleichberechtigung, Maria 2.0 und den Synodalen Weg.

Was hat sich in den letzten Jahren in der Kirche verändert?

Veranstaltungen wie diese, mit der klaren Zielperspektive „Für Gleichberechtigung in der Kirche auf allen Ebenen und in allen Ämtern“, wären vor einigen Jahren sicher so nicht denkbar gewesen. Ich finde es sensationell, dass der Diözesanrat sich dieses Thema gewünscht hat. Es berührt uns in unserem Glauben an die Gottesebenbildlichkeit: ‚Als Mann und Frau erschuf er sie‘. Daraus erwächst eine gleiche Würde – unsere Menschenwürde. Auf gesellschaftlicher Ebene erlebten wir mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte 1948 ein geniales Meisterstück. An den Grundsatz der absolut gleichen Würde und der gleichen Rechte muss ich denken, wenn ich mich frage, was wir im Sinne der Gottesebenbildlichkeit und der Abkehr jeglicher Diskriminierung als Kirche zu sagen haben. 

Wie kann der Hildegardis-Verein kulturell zu diesen Veränderungen beigetragen?

Im Hildegardis-Verein nehmen wir die Stärken von Frauen in den Blick. Wir sind ein kleiner, sehr alter Verein – gegründet 1907, um Frauen den Zugang zu Hochschulbildung zu erkämpfen. Wenn wir bei drängenden Fragen konkreten Handlungsbedarf sehen,  handeln wir. Und so war es 2013, als die Deutsche Bischofskonferenz mit der Erhebung von Andrea Qualbrink feststellte, dass der Anteil von Frauen in kirchlichen Führungspositionen mit 13 Prozent auf der obersten Leitungsebene noch ausbaufähig ist. Wir haben angeboten, hierfür ein Mentoring-Programm zu entwickeln, stießen bei der Bischofskonferenz und dem Bonifatiuswerk auf offene Türen und hatten die Vision, die Bistümer deutschlandweit zusammenführen zu können. Das ist uns tatsächlich gelungen. Das Bistum Hildesheim ist eines von 17 Bistü­mern, das sich am Programm beteiligt. Inzwischen haben sich über 100 Frauen als Nachwuchskräfte am Programm auf Führung vorbereitet.

Inwieweit hat das Programm die Kirche verändert?

Wir sehen im Mentoring, dass Frauen ihren Standpunkt finden und ihn festigen. So erleben wir Frauen als Gemeindeleiterinnen und Seelsorgeamtsleiterinnen, die Personalgespräche mit Priestern führen. Sie alle definieren das Verhältnis zwischen Priestern und Laien neu. Frauen in Führung sichtbar zu machen, führt zu neuen Bildern in unseren Köpfen und bricht alte Stereotypen auf.

Welche Rolle haben die Frauenverbände und die Initiative Maria 2.0 hin zu einer geschlechtergerechten Kirche?

Sie tragen entschieden dazu bei, dass wir als Kirche weiter ins Handeln kommen. Seit dem Frühjahr 2019 gibt es die Initiative Maria 2.0. Sie greift das auf, was katholische Frauenverbände seit über 100 Jahren tun: Wir treten für gleiche Rechte von Männern und Frauen in Gesellschaft und Kirche ein, denn Berufung und Charisma sind keine Frage des Geschlechts. Nicht der Zugang von Frauen zu kirchlichen Ämtern und Diensten ist begründungspflichtig, sondern deren Ausschluss. Diese These des Osnabrücker Kongresses von 2017 ist eine zentrale Grundlage, mit der wir in den Synodalen Weg gehen. 

Welche Chancen sehen Sie im Synodalen Weg persönlich?

Ich erhoffe mir, dass wir diesen Weg als Chance für unsere Kirche als Institution und für uns als Gemeinschaft der Glaubenden nutzen. Denn es ist weltweit einzigartig, was in Deutschland passiert. Laien, Bischöfe und Priester übernehmen gemeinsam Verantwortung für die Kirche.

Fragen: Sabine Moser

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news-20204 Thu, 23 Jan 2020 12:50:13 +0100 Peru-Mäuse aus Hildesheim für Papst Franziskus https://www.kiz-online.de/peru-m%C3%A4use-f%C3%BCr-papst-franziskus Durch den Verkauf von Peru-Mäusen und anderen kleinen Aktionen  hat die Hildesheimer Albertus-Magnus-Schule über 30 000 Euro für ihre Peru-Partnerschaft erwirtschaftet. Jetzt durfte eine Delegation das Projekt auch im Vatikan vorstellen.  news-20136 Tue, 14 Jan 2020 13:45:01 +0100 Bonifatiuswerk fördert Projekte im Bistum /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bonifatiuswerk-foerdert-projekte-im-bistum-20136/ Mit 13,5 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk im Jahr 2020 Projekte in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora. Das Bistum Hildesheim erhält davon Fördergelder in Höhe von 146.500 Euro. Mit 18.000 Euro werden religiösen Bildungsmaßnahmen im Bistum unterstützt. Für die Erweiterung der St. Franziskus-Schule zum inklusiven CO2-neutralen Quartier der Heimstatt Röderhoff in Diekholzen stehen 128.500 Euro zur Verfügung. Weitere Projekthilfen – insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe – werden vom Bonifatiuswerk unterjährig bewilligt, so dass die Gesamtförderung im Bistum noch höher ausfallen kann.

Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit des Diaspora-Hilfswerkes bilden die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Glaubenshilfe. Mit Blick auf den synodalen Weg der katholischen Kirche, sieht es das Hilfswerk als seine Aufgabe an, in bewährter und innovativer Weise solidarisch den Katholiken in der Diaspora zur Seite zu stehen und dem Evangelium in der Gesellschaft ein einladendes Gesicht zu geben.

„Als ‚Hilfswerk für den Glauben‘ möchten wir uns in der Gesellschaft einmischen und die Frohe Botschaft durch die Menschen an viele Orte tragen. Dazu müssen wir neue Wege in der Pastoral suchen und gehen, bewährte Traditionen lebendig halten und als Kirche sympathisch, einladend und auskunftsfähig auf die Menschen zugehen. Daher fördern wir gezielt Projekte, die zeitgerecht Menschen mit der Frohen Botschaft in Berührung bringen und die Erfahrung einer Glaubensgemeinschaft ermöglichen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

„In unserer Zeit, in der Traditionen und Formen unserer Kirche infrage gestellt werden, fördern wir aktiv missionarische Initiativen, die andere Zugänge zur Kirche ermöglichen und sowohl Gläubige als auch Glaubensferne einladen. Doch dieser Einsatz wäre ohne die Großzügigkeit unserer Förderer und Spender nicht denkbar, denen ich von Herzen danke“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

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news-20120 Sun, 12 Jan 2020 11:27:21 +0100 Bischof Wilmer dankt Sternsingern für ihr Friedensengagement /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-dankt-sternsingern-fuer-ihr-friedensengagement-20120/ Mädchen und Jungen aus dem Bistum Hildesheim feiern zusammen die Sternsingerdankmesse im Hildesheimer Dom. Das diesjährige Thema lautete: „Frieden – Im Libanon und weltweit“. „Ihr seht fantastisch aus in euren königlichen Gewändern“, begrüßte Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ rund 900 Sternsinger mit ihren Begleiterinnen und Begleitern im Dom zum Sternsingerdankgottesdienst. Die „Caspers, Melchiors und Balthasars“ hätten Großartiges geleistet, sagte der Bischof. Sie hätten die Friedensbotschaft der Krippe und den Segen Gottes zu den Menschen gebracht. „So seid ihr selbst zum Segen geworden“, betonte der Bischof.

In seiner Predigt ging Wilmer auf das Motto der aktuellen Sternsingeraktion ein: „Frieden – Im Libanon und weltweit“. In drastischen Bildern führte er den Kindern und Jugendlichen vor Augen, was Kriege anrichten können und wie sehr Menschen darunter zu leiden hätten. Dagegen hätten wir es, die wir hier in Niedersachsen in Frieden leben, ziemlich gut. „Durch euren Einsatz, durch das Geld, das ihr gesammelt habt, helft ihr Menschen, besonders Kindern, denen es nicht so gut geht, wie zum Beispiel Flüchtlingen im Libanon, etwas von diesem Frieden zu spüren“, so Wilmer.

Zusammen mit Bischof Franjo Komarica aus Banja Luka und anderen Priestern und Diakonen spendete Bischof Heiner den Sternsingern und ihren Begleiterinnen und Begleitern einen persönlichen Segen. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem kleinen Imbiss vor dem Generalvikariat eingeladen.

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