Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Fri, 05 Mar 2021 17:41:24 +0100 Fri, 05 Mar 2021 17:41:24 +0100 TYPO3 EXT:news news-26805 Fri, 05 Mar 2021 09:05:21 +0100 Wenn die Beziehung kriselt – Die EFL berät und unterstützt Paare https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/wenn-die-beziehung-kriselt-die-efl-beraet-und-unterstuetzt-paare-26795/ Die katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Braunschweig berät während des Lockdowns telefonisch oder auch online. news-26705 Mon, 01 Mar 2021 09:12:07 +0100 Wie können Christen Glauben bezeugen? https://www.domradio.de/themen/bistuemer/2021-02-26/wie-koennen-christen-glauben-bezeugen-kritik-fokus-der-kirche-auf-kirchenaustrittszahlen Dreht sich die Debatte um Kirchenaustrittszahlen nur um die Sorge, dass die Institution Kirche in Gefahr sein könnte? Der Leiter der Pastoral des Bistums Hildesheim, Dr. Christian Hennecke befürchtet genau das. Doch eine Frage dahinter sei viel wichtiger. news-26674 Fri, 26 Feb 2021 08:20:00 +0100 „Wir sehnen uns danach, nicht allein zu sein“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/wir-sehnen-uns-danach-nicht-allein-zu-sein-26674/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat den Gläubigen im Bistum Hildesheim zur österlichen Bußzeit ein Hirtenwort geschrieben. Darin geht der Bischof auf die Corona-Pandemie ein und empfiehlt zwei Formen des Gebets, um in der derzeitig stark herausfordernden Lage Halt zu finden. „Immer mehr Menschen, auch ich selbst, werden angesichts der großen Herausforderungen, die uns die Corona-Pandemie auferlegt, unruhiger. Bei allem dringend gebotenen Rückzug, der für einige auch zu viel Ruhe bedeutet, fühlen viele sich innerlich getrieben, manche werden ängstlicher, andere wütend, wieder andere bangen um ihre Existenz“, schreibt Wilmer.

Vor diesem Hintergrund stelle sich die Frage, wie beten gehe, „allein zu Hause in den vier Wänden oder mit mehreren in einer Kirche oder einer Kapelle“. Wilmer schlägt zwei Gebetsweisen vor: das innere Gebet im Sinne der Kirchenlehrerin Teresa von Avilà und die Anbetung.

Laut Teresa von Ávila ist inneres Beten „nichts anderes als Verweilen bei einem Freund, mit dem wir oft zusammenkommen, einfach um bei ihm zu sein, weil wir sicher wissen, dass er uns liebt“. Dies sei, so der Bischof, gerade in der jetzigen Zeit ein wunderbarer Gedanke. „Wir sehnen uns danach, nicht allein zu sein. Wir sehnen uns danach, bei und mit jemandem zu sein, der uns mag und hält.“ 

Beim inneren Beten könne es hilfreich sein, täglich feste Zeiten für das innere Gebet zu reservieren: „Während der Kaffeepause im Büro. Bei der Heimfahrt im Bus. Vor den Hausaufgaben. Nach dem Einräumen der Spülmaschine. Fünf Minuten. Ganz bewusst. Auszeiten zum Runter-kommen.“

Als weitere Gebetsform legt Bischof Wilmer den Gläubigen die Anbetung nahe „Ich bitte Sie herzlich, über die Form der eucharistischen Anbetung nachzudenken, über die stille Anbetung oder auch über eine Form von Anbetung, ähnlich wie in Taizé, in der während des Lobpreises die Beterinnen und Beter geistliche Lieder singen oder einen kurzen biblischen oder spirituellen Text betrachten oder in Gemeinschaft schweigen.“

Gerade in dieser herausfordernden Zeit könne uns „die Erfahrung, dass Gott in uns und mit uns unterwegs ist, Kraft, Hoffnung und Zuversicht geben“, so Wilmer, der das Hirtenwort mit Segenswünschen an die Gläubigen beendet.

Um eine Möglichkeit zu eröffnen, über die persönliche Verbindung zu Gott in Zeiten der Corona-Pandemie ins Gespräch zu kommen, begleitet das Bistum Hildesheim das Hirtenwort mit einer Videoaktion. Was ist dem Einzelnen momentan besonders heilig? Wie gelingt es, in unsicheren Zeit Kraft und Ruhe im Gespräch mit Gott zu finden? Unter www.bistum-hildesheim.de/hirtenwort-fastenzeit sind die Gläubigen eingeladen, ihre Erfahrungen in einem kurzen Video-Clip mit anderen zu teilen. Unter diesem Link ist auch das Hirtenwort im Volltext zu finden.

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news-26665 Wed, 24 Feb 2021 10:42:13 +0100 „Es fehlen die Bonbons des Lebens“ https://caritas-suedniedersachsen.de/aktuelles/%E2%80%9Ees-fehlen-die-bonbons-des-lebens%E2%80%9C Jugendliche leiden unter der Corona-Pandemie und entwickeln zunehmend depressive Verstimmungen, beobachtet die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern im Caritasverband Südniedersachsen e.V. Im Interview spricht Beratungsstellen-Leiterin und Diplom-Psychologin Dr. Rebekka Martinez Méndez... news-26664 Wed, 24 Feb 2021 10:23:38 +0100 Zurück zu den Wurzeln https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/zurueck-zu-den-wurzeln-26664/ Die Malteser im Süden und Osten Niedersachsens haben nach langer Vakanz wieder einen Diözesanseelsorger: Mit Wirkung zum 1. Dezember 2020 hat der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ den früheren Bischof von Aliwal North in Südafrika, Dr. Michael Wüstenberg (66), zum Diözesanseelsorger der...

Sein Name mag den meisten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diözesangliederung noch neu sein – tatsächlich aber ist Michael Wüstenberg seit einem halben Jahrhundert Malteser! Geboren in Dortmund wuchs der Bischof in Hamburg-Harburg auf, das früher zur Diözese Hildesheim gehörte. Dort absolvierte er auch seine Malteser-Grundausbildung – laut Malteser-Ausweis vom 16. September bis 14. Oktober 1970. Im Frühjahr 1971 kamen ein Kurs in Häuslicher Krankenpflege und die Sanitätsausbildung dazu. Weitere Stationen bei den Maltesern waren Rettungssanitäter, Zugführer, Stadtbeauftragter in Hamburg-Harburg und der Zivildienst.

Michael Wüstenberg studierte Theologie und Philosophie an der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt und in Freiburg i.Br. Nach der Priesterweihe 1982 ging der junge Kaplan nach Uelzen, später nach Bremen-Nord und schließlich als Pfarrer nach Südafrika, „weil ich neugierig auf afrikanische Wege in der Gemeindearbeit war“. Interessiert hatten ihn die so genannten „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“, also Nachbarschaftsgruppen als Grundbaustein von Gemeindeaufbau.

Wüstenberg engagierte sich dort in zahlreichen Projekten: „Der Herausforderung der HIV/AIDS Situation in Südafrika begegneten wir mit, denke ich, guten Programmen in häuslicher Pflege, Sorge um Waisen und gefährdete Kinder, und Nahrungsmittelhilfe“, erzählt der Bischof und nennt darüber hinaus ein Projekt der Gefängnisseelsorger unter der Überschrift „Wiederherstellende Gerechtigkeit“, das sich um Versöhnung zwischen Täter und Opfer bemüht. Ein weiteres Projekt in der Suchtproblematik, besonders Alkoholmissbrauch, sei derzeit gefährdet, so Wüstenberg, weil der Pfarrer, der es wesentlich stützte, gerade an Corona gestorben sei. „Diese Projekte im sozialen Bereich sind das feste Standbein, um das sich das Spielbein der christlichen Lebensdeutung und Motivation entfalten kann“, glaubt Wüstenberg, der 2001 an der südafrikanischen Fernuniversität UNISA in Missionswissenschaften promovierte.

Am 24. Februar 2008 wurde der engagierte Priester in Südafrika zum Bischof von Aliwal North geweiht. Sein bischöflicher Wahlspruch lautet „Scarlet – white as snow“ und bezieht sich auf Jesaja 1,18: „Sind Eure Sünden auch rot wie Scharlach, sie sollen weiß werden wie Schnee.“ Aus gesundheitlichen Gründen musste Michael Wüstenberg 2017 als Bischof von Aliwal North zurücktreten und kehrte nach Deutschland zurück. Derzeit lebt er in Hildesheim und freut sich sehr über seine neue Aufgabe bei den Maltesern. Dass Corona da einiges ausbremst, gefällt ihm nicht, dennoch. „Ich bin neugierig darauf, die Malteser in ihren vielen Aktivitäten kennen zu lernen, auch in denen, die sich über die vielen Jahre hinweg neu entwickelt haben.“

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news-26648 Tue, 23 Feb 2021 14:31:30 +0100 Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gottesdienst-zum-gedenken-an-die-opfer-der-corona-pandemie-26648/ In zahlreichen Gottesdiensten und Gebeten wird in deutschen Bistümern am Samstag, 27. Februar, der Toten der Corona-Pandemie gedacht. Im Hildesheimer Dom findet an diesem Tag um 17 Uhr eine Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ statt. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) hat dazu aufgerufen, an jedem Tag der Fastenzeit in einem europäischen Land an die Opfer der Corona-Pandemie zu erinnern. Nachdem am 17. Februar 2021 in Albanien begonnen wurde, folgt Deutschland der Initiative am 27. Februar 2021.

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news-26643 Tue, 23 Feb 2021 08:13:18 +0100 Weltweite Gebete https://www.katholische-kirche-goettingen.de/ueber-uns/nachrichten/artikel/news-title/weltweite-gebete-26637/ „Worauf bauen wir?“ lautet das Motto des Weltgebtstags am 5. März 2021. Texte, Lieder und Gebete wurden von Frauen in Vanuatu vorbereitet. Ohne Corona-Pandemie hätte Konstanze Schiedeck aus Göttingen die Inseln im Pazifik besucht, denn seit 2009 war sie in allen Länder, in denen der Gottesdienst... news-26631 Sun, 21 Feb 2021 13:44:07 +0100 MISEREOR-Fastenaktion in Hildesheim eröffnet https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/misereor-fastenaktion-in-hildesheim-eroeffnet-26631/ Mit einem festlichen Gottesdienst ist heute im Hildesheimer Dom die Fastenaktion 2021 von MISEREOR eröffnet worden.

Unter dem Motto „Es geht! Anders.“ lädt das katholische Werk für Entwicklungszusammenarbeit dazu ein, Zusammenhänge zwischen unserem Lebensstil und Formen des Konsums und den Missständen im Globalen Süden zu reflektieren. Die Botschaft: Veränderung ist möglich und geschieht bereits. Der Blick der bundesweiten Aktion richtet sich dieses Jahr auf das bolivianische Amazonas-Gebiet. Dort werden die Folgen von nicht nachhaltigem Wirtschaften besonders deutlich. MISEREOR-Partnerorganisationen setzen sich entschieden mit der indigenen Bevölkerung für den Erhalt ihres Lebensraums und der Natur ein. MISEREOR bittet daher um Spenden und Solidarität mit den Menschen in Bolivien und weltweit. 

Die Fastenaktion findet bereits zum zweiten Mal unter anhaltenden Pandemie-Bedingungen statt. Vieles habe sich während der Coronazeit grundlegend geändert, machte Bischof Heiner Wilmer in seiner Predigt deutlich: „Das Virus deckt auf, wo es bei uns brennt. Gleichzeitig aber geschehen Dinge, die wir vorher nicht zu träumen wagten: Flugzeuge bleiben am Boden. Der CO2 Ausstoß ist so gering wie seit langem nicht mehr. An vielen Orten rücken die Menschen näher zusammen, helfen einander.“ Diese Erfahrungen sieht der Bischof von Hildesheim als Chance, um zu erkennen, dass es anders geht: „Eine andere Welt ist möglich. Es liegt in unserer Hand, sie zu gestalten. Es liegt an uns, einen Lebensstil einzuüben, der gerechter ist. Nachhaltiger. Der den Kindern und Enkeln die Luft zum Atmen lässt.“

Einladung zur Neuausrichtung unserer Lebensweise

MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel betonte in den Eröffnungsworten der Fastenaktion, dass die Bewahrung der Schöpfung und die Einheit der Menschen gemeinsame Weltaufgaben sind. „Die Corona-Pandemie unterbricht unser Leben, indem wir unsere eigene Verletzlichkeit erkennen und uns der Zerbrechlichkeit der anderen bewusst werden. Sie drängt uns zu Antworten auf Fragen nach dem morgen.“ Das Leitwort der 63. MISEREOR-Fastenaktion „Es geht! Anders.“ sei daher eine Einladung, unsere Lebensweise neu auszurichten. 

Die beiden MISEREOR-Partnerorganisationen, die im Zentrum der bundesweiten Aktion stehen, arbeiten im Amazonas-Tiefland mit indigenen Bevölkerungsgruppen zusammen. Agrarindustrie sowie Neusiedler und Holzfäller dringen immer weiter in die Territorien der indigenen Bevölkerungs-Gruppen vor. Sie stehen vor der Gefahr des Verlusts ihres Lebensraums und ihrer kulturellen Wurzeln. Die MISEREOR-Partnerorganisationen unterstützen indigene Gruppen bei der Verteidigung ihrer Rechte und Territorien und bei der Umsetzung von neuen, naturschonenden Anbaumethoden. Damit leisten sie einen aktiven Beitrag zum Erhalt des Regenwaldes und damit auch unseres Ökosystems.

Zweite Fastenaktion unter Pandemie-Bedingungen

In diesem Jahr muss die MISEREOR-Fastenaktion erneut ungewohnte Wege gehen: Aufgrund der anhaltenden Pandemie-Situation können Aktivitäten und Spendenaktionen nur digital gestaltet werden. Im Anschluss an den ARD-Gottesdienst wurde ein digitaler „Fasten-Talk“ aus dem Dommuseum Hildesheim u.a. mit Ministerpräsident Stephan Weil, dem Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer und Bischof Wilmer live auf YouTube ausgestrahlt. Die Moderation erfolge durch die aus ZDF-Sendungen bekannte Andrea Ballschuh.

Der niedersächsische Ministerpräsident sagte, im Hinblick auf eine sozial-ökologische Gesellschaft sei in Niedersachsen „noch Luft nach oben", wies aber gleichzeitig darauf hin, dass etwa das Tariftreue- und Vergabegesetz den Kommunen bereits die Möglichkeit gebe, sozial-ökologische Kriterien vorzusehen. Weil kritisierte die Abholzung von Regenwald in der Amazonas-Region für die Sojaproduktion: „Wir brauchen mehr Klasse statt Masse“, so der niedersächsische Regierungschef. Er regte an, die heimische Landwirtschaft zu stärken, „damit wir auf Einfuhren verzichten und dazu beitragen können, dass weniger abgeholzt wird“.

Bischof Wilmer führte während des „Fasten-Talks“ den Gedanken seiner Predigt weiter aus, dass jede und jeder sein Bewusstsein ändern und eine neue Haltung leben könne: „Wenn ein T-Shirt kaum etwas kostet oder Fleisch sehr billig ist, dann stimmt etwas nicht. Darauf können wir achten.“

Am 21. März, dem fünften Fastensonntag, an dem die Gemeinden traditionell für MISEREOR sammeln, wird es weniger Gottesdienstbesucher und Besucherinnen geben. Dies wird Auswirkungen auf die Kollekte haben. MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Spiegel bat daher besonders in diesen Zeiten um Solidarität: „Bleiben Sie kreativ und tatkräftig, unterstützen Sie Misereor, die Menschen in Bolivien und weltweit in dieser Fastenzeit mit Ihrer großherzigen Spende, mit ihren Aktionen und lassen Sie andere daran teilhaben!“

SPENDENKONTO: Pax Bank Aachen, IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10, BIC GENODED1PAX

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news-26623 Fri, 19 Feb 2021 09:32:13 +0100 Leid und Tod einen Raum geben https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/leid-und-tod-einen-raum-geben-26623/ Pünktlich zur Fastenzeit hat der Hildesheimer Dom wieder einen Kreuzweg. Angefertigt hat ihn der Rottweiler Künstler Tobias Kammerer aus Stahlguss.

Der Kreuzweg in Form des Abgehens von verschiedenen Stationen des Leidens Jesu hat eine lange Tradition und reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass er seinen Ursprung in Jerusalem hatte. Franziskaner führten fromme Pilger zu den Punkten, die Jesus auf seinem letzten Weg bis nach Golgotha zurückgelegt hat. An einigen Stellen erinnerten schon früh Kirchen oder Kapellen an den Leidensweg des Herrn.

Ins Abendland kam der Kreuzweg im 15. Jahrhundert mit sieben Stationen, angelehnt an die sieben Stationskirchen in Rom. Im 18. Jahrhundert gab die Kongregation für Ablässe und Reliquien eine Anleitung zum Beten des Kreuzwegs jetzt bereits mit 14 Stationen heraus.

Begegnung mit dem Kreuz gehört zum Leben

Nun hat auch der Hildesheimer Dom wieder einen Kreuzweg. „Das war dem Domkapitel und mir ein wichtiges Anliegen. Viele Menschen hatten mich darauf angesprochen, dass ihnen der Kreuzweg in unserem Dom fehle“, sagt Domdechant Weihbischof Heinz-Günter Bongartz. „Denn wir brauchen die Begegnung mit dem Kreuz, weil es fundamental zu unserem Leben gehört. Das Leid ist Bestandteil unseres Lebens.“

Für Bongartz hat der Kreuzweg eine besondere Bedeutung: „Er hebt die Würde des Menschen in seinem Leid ins Bild und gibt Tod und Leid einen Raum.“

So schrieb das Domkapitel 2018 den Kreuzweg aus. „Dabei war es uns ein Anliegen, dass er nicht so abstrakt sein sollte, dass er nicht mehr verstanden wird, aber er sollte auch nicht zu realistisch sein, dass er keinen Raum für Deutung zulässt. Und er sollte sich in das Gesamtbild des Domes einfügen“, beschreibt Bongartz die Vorgaben. Mehrere Vorschläge wurden eingereicht.

Den Zuschlag bekam Tobias Kammerer, ein zeitgenössischer Künstler aus Rottweil. Er hat Erfahrung in religiöser Kunst, sowohl im malerischen als auch im figürlichen Bereich. „Um sich nicht zu sehr an die bestehenden Kunstgegenstände optisch anzugleichen, wählte man bewusst keinen Bronzeguss, denn die Bernwardsäule und die Bernwardsür sind einst im Bronzegussverfahren hergestellt worden. So fiel die Wahl auf einen Stahlguss, der dann durch Korrosion seine rötliche Farbigkeit bekam“, erklärt Tobias Kammerer. Gerade dem Rost kommt eine besondere Deutung zu. „Die Verrostung ist ein Zeichen der Vergänglichkeit, des Weltlichen, des Verletzlichen, des Zeitlichen“, deutet Bongartz.

Doch der Kreuzweg ist nicht nur eine Geschichte, die zur Zeit Jesu spielt. Für Tobias Kammerer ist er sehr aktuell. Ausgehend von der Verurteilung durch Pilatus sagt er: „Allzu oft werden Menschen durch üble Nachrede, falsche Behauptungen oder mediale Hetze vorverurteilt. Genauso wie vor 2000 Jahren nehmen die meisten Menschen, ohne den Sachverhalt auf Richtigkeit zu kontrollieren oder selber die Wahrheit zu recherchieren, die Verleumdungen an und verurteilen die beschuldigten Personen, zeigen mit dem Finger auf sie und stürzen sie ins Unglück. Zu oft reicht die eigene Zivilcourage nicht aus, dagegen aufzustehen.“

Ein Leid, das einfach nur zum Schreien ist

Dabei geht es auch um die Würde des Menschen. „Der Kreuzweg gewährt einen Einblick in die Tiefe des Lebens. Im Leiden Jesu und auch der Personen, die am Wege stehen, können wir das menschliche Leid wiedererkennen. Es ist ein Blick in die Tiefe des Lebens. Und der Kreuzweg will darauf aufmerksam machen, dass der Mensch auch im Leid ein Anrecht auf seine Würde hat“, so Bongartz.

Wenn Kammerer seinen Kreuzweg betrachtet, merkt man, dass er sich intensiv mit den einzelnen Stationen auseinandergesetzt hat. „In den einzelnen Reliefs sind die Verzweiflung, die Tat der Peiniger, aber auch die Trauer wie zum Beispiel bei der Begegnung mit den weinenden Frauen ausdrucksvoll zu sehen. Bilder, die in Erinnerung bleiben und uns ermahnen sollen und uns daran erinnern sollen, was Jesus erlitten hat. Eine Aufopferung für uns und unsere Schuld, gleichsam ein Beweis seiner Liebe zu uns Menschen“, beschreibt der Künstler.

Beeindruckt ist der Weihbischof von der Darstellung der Todesstunde. „Jesus stirbt, in dieser Station ist viel vom Markus-Evangelium eingefangen. Der Schrei Jesu – es gibt ein Leid, das einfach nur zum Schreien ist. Und der Hauptmann erlebt dieses Sterben mit und kommt dadurch zum Glauben. Eigentlich unvorstellbar, da kommt jemand durch den Tod zum Glauben.“

Und: Mit dem Tod ist nicht Schluss. „Das wird deutlich in der sehr gelungenen letzten Station, der Grablegung. Die Darstellung ist minimalistisch gehalten. Hinter dem Leichentuch kommt eine Hand hervor. Ein Hinweis, eine Andeutung hin auf die Auferstehung. Der Kreuzweg macht deutlich, Gott ist immer bei uns, auch in unseren dunkelsten Stunden. Der Tod ist nicht das Letzte, er kann das Leben nicht aufhalten. Im Tod und in der Auferstehung ist Gott immer zugegen“, betont Bongartz.

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news-26604 Wed, 17 Feb 2021 14:46:11 +0100 Stellungnahme der Initiative Niedersächsischer Ethikrat https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/stellungnahme-der-initiative-niedersaechsischer-ethikrat-26604/ Die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Beeinträchtigungen werden bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht ausreichend wahrgenommen. Das stellt die Initiative Niedersächsischer Ethikrat (INE) in ihrer heutigen Stellungnahme fest. Sie fordert eine deutlichere... Problematisch sei es zum Beispiel, wenn allein Ort und Art der Unterbringung als Unterscheidungskriterium angeführt werden, um über die Sicherung des passiven und aktiven Schutzes zu bestimmen. Personen mit Beeinträchtigungen, die allein wohnen oder sich in ambulanten Settings finden, würden dadurch schon aus strukturellen Gründen weniger bedacht. Dasselbe gelte für Eltern von beeinträchtigten Angehörigen, die teilweise mit spürbaren materiellen Folgen die eigene Berufstätigkeit einschränken müssten, um ihre ins Haus gewiesenen Kinder zu betreuen bzw. sie keinem erhöhten Risiko auszusetzen.

„Dieses undifferenzierte Vorgehen weist darauf hin, wie wenig belastbar die bisher erzielten Erfolge im Umgang mit Menschen mit Beeinträchtigungen sind“, so die INE in ihrer Stellungnahme.

Die INE bemängelt zudem, dass sich Menschen mit Beeinträchtigungen im öffentlichen Pandemiediskurs als nicht gesehen und nicht geachtet erleben. Sie regt dazu an, bei der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen die Möglichkeiten zu verbessern, damit Betroffene wirksam ihre Anliegen vorbringen können. Wichtig sei auch die barrierefreie Kommunikation als Regel einzuführen.

„Gesetze, Anordnungen, Verordnungen und Erlasse, die für Menschen mit Beeinträchtigungen relevant werden können, sollten in Niedersachsen so verfasst sein, dass die Menschen, die davon betroffen sein könnten, sie auch barrierefrei verstehen und sich damit auseinandersetzen können.“, so die INE in ihrer Stellungnahme.

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news-26546 Fri, 12 Feb 2021 15:11:06 +0100 Willkommenskultur im Pfarrhaus https://www.sankt-sebastian-rhumspringe.de/pfarrei-st-sebastian/berichte-aus-der-pfarrei/artikel/news-title/willkommenskultur-im-pfarrhaus-26541/ Der Beruf der Pfarrhaushälterin stirbt aus. Zum Jahreswechsel hat sich deren Hildesheimer Diözesangemeinschaft aufgelöst, berichtet als ehemalige Vorsitzende Theresia Lütke aus Fuhrbach. news-26545 Fri, 12 Feb 2021 14:39:29 +0100 Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf umfassende Bildung https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kinder-und-jugendliche-haben-ein-recht-auf-umfassende-bildung-26545/ Gemeinsame Stellungnahme der evangelisch-lutherischen und katholischen Bildungsverantwortlichen der Kirchen in Niedersachsen zum gestern veröffentlichten 10-Punkte-Plan des niedersächsischen Kultusministeriums: „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf umfassende Bildung. Dazu gehören Sport, Kunst, Musik und Religion ebenso wie soziales Lernen und ethische Orientierung.

Als evangelische und katholische Bildungsverantwortlichen der Kirchen in Niedersachsen begrüßen wir, dass das Land Niedersachsen Bildung und Zukunftschancen für junge Menschen sichern will. Aber wir sehen in dem vorgestellten 10-Punkte-Plan des Kultusministeriums eine Verengung schulischen Lernens, die den berechtigten Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen nicht entspricht. Kinder brauchen mehr als die Kompetenzen der sogenannten Hauptfächer.

Untersuchungen zeigen, dass viele Kinder und Jugendliche in der Pandemie hohe psychische Belastungen und starke Verunsicherung erleben. Ihnen fehlt die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und der schulische Lebensrhythmus. Wichtig sind daher gerade die Fächer, die existentielle Fragen aufnehmen, das leibliche und seelische Gleichgewicht stärken und Orientierung geben.

In der Pandemie zeigt sich, dass unser Bildungssystem die herkunftsbedingte Ungleichheit verstärkt. Kinder und Jugendliche aus schwierigen Lebensverhältnissen haben die schlechteren Chancen und drohen zurückzubleiben. Hier ist es von besonderer Bedeutung, Resilienz zu fördern und die Lernfähigkeit der Kinder und Jugendlichen vielseitig zu stärken. Darauf haben alle Kinder und Jugendlichen Anspruch, insbesondere auch diejenigen, die auf eine vielfältige Teilhabe und Förderung über das Elternhaus hinaus angewiesen sind. Deshalb dürfen die Fächer der Schule, in denen es um Gesundheit, Bewegung, Kreativität, Verletzlichkeit und Hoffnung geht, nicht reduziert werden. Ein umfassender Bildungsansatz ist die Voraussetzung für die erfolgreiche Aneignung von Kernkompetenzen. Wir sprechen uns nachdrücklich dafür aus, dass eine Stärkung der sog. Kernfächer nicht auf Kosten der anderen Fächer geschieht.

Um versäumten Unterrichtsstoff nachzuholen, eignen sich aus unserer Sicht gerade Angebote wie die LernRäume, die im vergangenen Jahr auf unsere kirchliche Initiative hin entstanden sind. Es erscheint uns entscheidend, solche Programme auch über das aktuelle Schuljahr hinaus weiter zu fördern und auszubauen. Als Kirchen sind wir gerne bereit, hier auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen.“

Für das Bistum Hildesheim: Dr. Jörg-Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim.

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news-26522 Thu, 11 Feb 2021 12:11:51 +0100 Kirche St. Hedwig wird geschlossen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirche-st-hedwig-wird-geschlossen-26522/ Die Kirche St. Hedwig in Großenwieden wird profaniert. Das hat der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ entschieden. Die letzte heilige Messe feiert Bischof Wilmer am Freitag, 12. Februar 2021, um 17.30 Uhr. Mit der Profanierung verliert die Kirche ihre Funktion als Ort für Gottesdienste.

Die Kirche St. Hedwig wurde als Filialkirche der St. Bonifatius-Gemeinde Hessisch Oldendorf erbaut und am 22. Juni 1974 eingeweiht. Seit 2012 gehört das als Holzfertigteilkirche errichtete Gotteshaus zur Pfarrei St. Sturmius in Rinteln.

Die Kirche St. Hedwig ist in den vergangenen Jahren kaum noch für Gottesdienste genutzt worden und darüber hinaus renovierungsbedürftig. Deshalb hatte der Kirchenvorstand der Pfarrei den Bischof um die Profanierung gebeten. Nach der Profanierung soll das Gebäude verkauft und anschließend zum Wohnhaus umgebaut werden.

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news-26474 Sun, 07 Feb 2021 14:00:32 +0100 Katholische Kirche in Hannover öffnet Wärmestube und Tagestreffpunkt rund um die Uhr https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/katholische-kirche-oeffnet-waermestube-und-tagestreffpunkt-rund-um-die-uhr-26473/ Angesichts der drohenden Kältewelle öffnet die Katholische Kirche in der Region Hannover ab 7. Februar die neue Wärmestube und den Tagestreff des Caritasverbandes rund um die Uhr. news-26471 Sat, 06 Feb 2021 14:11:09 +0100 „Hoffnung auf Veränderung gespürt“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/hoffnung-auf-veraenderung-gespuert-26471/ Am gestrigen Freitagabend ist die zweitägige Online-Konferenz des Synodalen Weges zu Ende gegangen. Zur Gruppe der Teilnehmenden aus dem Bistum Hildesheim gehörte Domkapitular Wolfgang Voges. Er zog ein positives Fazit. „Die Hoffnung auf Veränderung habe ich durchgehend gespürt. Das ist keine blinde Hoffnung, sondern gewachsen aus den guten Erfahrungen miteinander. Die Kraft, dass gemeinsam etwas geschaffen werden kann, ist gewachsen. Die Diskussionen in den einzelnen Gruppen, die Workshops und Hearings waren geprägt von Offenheit und Respekt vor der Meinung der anderen“, sagte der Hildesheimer Stadtdechant über die aufgrund der Corona-Pandemie komplett online abgehaltene Veranstaltung.

Sie war nach der ersten Synodalversammlung vor einem Jahr in Frankfurt am Main und den Regionenkonferenzen im vergangenen Herbst eine weitere Etappe des Synodalen Weges der katholischen Kirche in Deutschland. Teilgenommen haben die Mitglieder der Synodalversammlung, die weiteren Mitglieder der vier Synodalforen, Beobachterinnen und Beobachter aus der Ökumene und dem benachbarten Ausland sowie die diözesanen Ansprechpartner.

Zu den beobachtenden Gästen gehörten die Belgierin Josian Caproens als Vertreterin des Laienrats flämischer Bistümer, Bischof Czeslaw Kozon (Bistum Kopenhagen, Dänemark) als Vertreter der Nordischen Bischofskonferenz und der griechisch-orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron als Vorsitzender der ACK Deutschland. „Ich denke, sie konnten als Beobachtende sehen, dass wir als deutsche katholische Kirche nicht allein unseren Weg gehen und uns abschotten, sondern immer verknüpft mit der ganzen Kirche. Vielleicht lassen sich auch Vertreterinnen und Vertreter aus anderen Teilen der Weltkirche hineinnehmen in unseren Prozess, um zu beobachten und Impulse zu geben“, so Voges.

Als sehr wichtig empfand der Domkapitular die Debatte um den sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche, die von den Plädoyers des Betroffenenbeirats der Deutschen Bischofskonferenz mit Johanna Beck, Kai Christian Moritz und Johannes Norpoth geprägt wurde. „Alle drei Mitglieder des Betroffenenbeirats haben deutlich gesagt, dass sie bereit sind mit allen als Kirche nach vorne zu blicken“, sagte Voges.

Als entscheidend für die Betroffenen sowie für die Glaubwürdigkeit und Reputation der Kirche sieht der Betroffenenbeirat an, wie mit den Ergebnissen von Aufarbeitungsprozessen auf der Leitungsebene der Bistümer umgegangen werde. Sexualisierte Gewalt und geistlicher Missbrauch an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stelle eine unfassbare Pervertierung des Evangeliums dar. Es müsse alles darangesetzt werden, diese Pervertierung zu beenden.

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news-26450 Thu, 04 Feb 2021 12:27:58 +0100 Website zum Godehardjahr ist online https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/website-zum-godehardjahr-ist-online-26450/ Das Bistum Hildesheim hat eine Website publiziert, die das 2022 beginnende Godehardjahr zum Thema hat. Unter www.godehardjahr.de können sich die Menschen in der Diözese über das vom Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ausgerufene Veranstaltungsjahr informieren. Es ist benannt nach dem Heiligen Godehard, der einer der berühmtesten und einflussreichsten Hildesheimer Bischöfe war und viele Generationen von Gläubigen inspiriert hat. Das Godehardjahr wird 1000 Jahre nach der Amtseinführung von Godehard begangen: vom 5. Mai 2022 bis zum 6. Mai 2023. Am 5. Mai wird jeweils das Fest des Heiligen Godehard gefeiert.

Gemeinsam mit den Gläubigen und Mitarbeitenden im Bistum Hildesheim möchte sich Bischof Wilmer von Godehard leiten und begleiten lassen. Im Fokus des Festjahres wird ein vor allem spirituelles Programm stehen, das gegenwärtig entwickelt wird.

„Godehards Weihejubiläum 2022 nehmen wir zum Anlass, als Kirche von Hildesheim mutig aufzubrechen, ausgetretene Pfade zu verlassen, ganz neue Routen zu wagen“, schreibt der Bischof auf der neuen Website. Dort können sich die Internet-Nutzerinnen und -Nutzer über den Stand der Planungen informieren, Berichte über die Vorbereitungen zum Veranstaltungsjahr lesen oder sich mit der Biografie des Heiligen Godehard vertraut machen.

In einem Videoclip auf der Homepage ruft Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, die Gläubigen dazu auf, sich mit eigenen Ideen in die pastoralen Aufbrüche einzubringen, die im Bistum Hildesheim begonnen haben und im Godehardjahr gebündelt werden sollen.

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news-26420 Mon, 01 Feb 2021 08:39:21 +0100 Sachschäden durch Bombenentschärfung https://www.st-godehard-goettingen.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/sachschaeden-durch-bombenentschaerfung-26409/ Aufatmen bei Kirchengemeinde und Caritas: die Schäden an den Gebäuden rund um die Kirche St. Godehard halten sich nach den Entschärfungen von vier Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg in Grenzen. news-26361 Thu, 28 Jan 2021 08:49:24 +0100 Medizinische Masken im Gottesdienst Pflicht https://www.katholische-kirche-goettingen.de/ueber-uns/nachrichten/artikel/news-title/medizinische-masken-im-gottesdienst-pflicht-26356/ Dechant Wigbert Schwarze verweist mit Propst Thomas Berkefeld auf die überarbeiteten Hygienekonzepte der Kirchorte – regelmäßiger Livestream aus der Basilika St. Cyriakus für die Mitfeier zu Hause. news-26359 Thu, 28 Jan 2021 08:47:14 +0100 Valentinstag online https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/valentinstag-online-26345/ Kinos, Restaurants und Konzerthallen sind geschlossen. Wer als Paar trotzdem einen anregenden Abend erleben möchte, ist beim Online-Valentinstag der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) in Braunschweig und Peine genau richtig. news-26347 Tue, 26 Jan 2021 15:57:21 +0100 Es geht! Anders. MISEREOR-Fastenaktionseröffnung 2021 in Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/es-geht-anders-misereor-fastenaktionseroeffnung-2021-in-hildesheim-26347/ Unter dem Leitwort „Es geht! Anders.“ wird die Fastenaktion des katholischen Werks für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR am 21. Februar bundesweit mit einem Festgottesdienst im Hildesheimer Dom eröffnet. Mit der diesjährigen Fastenaktion lädt MISEREOR in Deutschland zu einer Reflexion über Lebensstile und Konsum, die Zusammenhänge von Alltagsgewohnheiten in Deutschland und Missständen im Globalen Süden, einen notwendigen sozialen und ökologischen Wandel und Potentiale zur Veränderung ein. Zum zweiten Mal in Folge wird die bundesweite Aktion in die Zeit der Corona-Pandemie fallen und kann nicht wie üblich stattfinden. Viele Aktivitäten und Spendenaktionen werden daher digital veranstaltet.

Beispielland der Fastenaktion 2021 ist Bolivien. Dort ist gut sichtbar, welche Folgen nicht nachhaltiges Wirtschaften für Umwelt und Bevölkerung haben können. In den vergangenen Jahren wurden im Amazonas-Gebiet riesige Flächen Regenwald abgeholzt und brandgerodet. Agrar-Unternehmen eignen sich große Landflächen für die Fleischproduktion an. Bergbau und Gasförderung belasten die Umwelt, die Auswirkungen des Klimawandels verschlechtern die Lebensgrundlage vieler Menschen. Durch die starke Nachfrage nach billigen Rohstoffen und Produkten aus Monokulturen trägt auch Deutschland zur Zerstörung von Natur und Lebensräumen in Amazonien bei.

Mit der Unterstützung von MISEREOR-Partnerorganisationen wehrt sich die Bevölkerung im Amazonas-Tiefland erfolgreich gegen die Zerstörung ihres Lebensraums und praktiziert eine andere Art des Wirtschaftens und Lebens näher im Einklang mit Natur und Mitmenschen. Das Zentrum für juristische Studien und Sozialforschung CEJIS und die Sozialpastoral Caritas Reyes beraten indigene Gemeinschaften, wie sie ihre Rechte auf Territorien und Autonomie gegenüber dem Staat vertreten können. Darüber hinaus werden Techniken der Agroforstwirtschaft vermittelt, um natürliche Vielfalt zu bewahren und gleichzeitig Ernteerträge zu erhöhen. Indem die Menschen auf nachhaltige Weise im und vom Wald leben, schützen sie ihn.

Bundesweite Eröffnung live in der ARD und digitale Fastenkollekte

Am 21. Februar wird die ARD den Eröffnungsgottesdienst der Fastenaktion live um 10.00 Uhr aus dem Hildesheimer Dom übertragen. Anschließend ist auch die digitale Talkrunde u.a. mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und Bischof Heiner Wilmer live auf der MISEREOR Website mitzuverfolgen. Ein wichtiger Tag der Fastenaktionszeit ist wie jedes Jahr der MISEREOR-Sonntag am 21. März an dem die Gottesdienst-Kollekte in den mehr als 10.000 Pfarrgemeinden in Deutschland für die Arbeit von MISEREOR bestimmt ist.

Da Gottesdienstbesuche wegen der Corona-Auflagen voraussichtlich weiterhin nur sehr eingeschränkt möglich sind, bietet MISEREOR verschiedene Möglichkeiten an, auf anderen Wegen Zeichen der Solidarität und Unterstützung zu geben. Zahlreiche Informationen zu Themen, Spenden-Aktionen und Veranstaltungen stellt MISEREOR über die Social-Media Kanäle und die Website www.fastenaktion.misereror.de zur Verfügung.

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news-26346 Tue, 26 Jan 2021 13:51:28 +0100 Hoffnungsbriefe für Alleinlebende https://www.khg-goettingen.de/nachrichten/artikel/news-title/hoffnungsbriefe-fuer-alleinlebende-26342/ Die Aktion "Hoffnungsbriefe für Alleinlebende" von der katholischen Hochschulgemeinde in Göttingen zeigt erneut eine sehr gute Resonanz news-26341 Mon, 25 Jan 2021 11:45:55 +0100 Bistum setzt Arbeitsgruppe ein, um Hinweisen auf sexualisierte Gewalt nachzugehen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-setzt-arbeitsgruppe-ein-um-hinweisen-auf-sexualisierte-gewalt-nachzugehen-26341/ Das Bistum Hildesheim geht Hinweisen auf sexualisierte Gewalt durch einen mittlerweile verstorbenen Geistlichen nach. Dafür hat die Diözese den Vorsitzenden Richter am Landgericht a. D. Wolfgang Rosenbusch beauftragt, gemeinsam mit weiteren Fachleuten in den Pfarrgemeinden, in denen der Priester... Anlass für die Bildung der Arbeitsgruppe sind Angaben von Zeugen, die der Pfarrer der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel, Matthias Eggers, erhalten hat. Demnach soll der Ruhestandsgeistliche vermutlich im Jahr 2015 sexualisierte Gewalt gegen einen Jungen ausgeübt haben. Ebenso gibt es Anzeichen dafür, dass der im Jahr 2019 verstorbene Priester eine pädosexuelle Veranlagung hatte.

Die Arbeitsgruppe wird die gesamte Priesterlaufbahn von Georg M. untersuchen. Der Geistliche war nach seiner Weihe zum Priester im Jahr 1969 als Kaplan in den Pfarrgemeinden bzw. Kirchorten in Bad Gandersheim (St. Maria Himmelfahrt), Groß Ilsede (St. Bernward), Salzgitter-Gebhardshagen (St. Gabriel) und Uelzen (Zum göttlichen Erlöser) tätig.

Ebenso im Blick sind Ronnenberg (St. Thomas Morus), Lehre (St. Martin), Salzgitter (Christ König) und Cuxhaven (St. Marien), wo der Beschuldigte als Pastor oder Pfarrer gearbeitet hat, ehe er 2005 in den Ruhestand versetzt wurde. Als Ruhestandsgeistlicher war Georg M. ab 2009 in Wolfenbüttel (St. Petrus) eingesetzt.

Die Rechercheergebnisse werden durch das Bistum Hildesheim veröffentlicht und außerdem der Gruppe externer Fachleute um Obfrau Antje Niewisch-Lennartz zur Verfügung gestellt, die seit April 2019 tätig ist, um sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch während der Amtszeit des verstorbenen Hildesheimer Bischofs Heinrich Maria Janssen von 1957 bis 1982 aufzuarbeiten.

„Die Recherche wird sicher nicht einfach, weil sie die mehr als 40-jährige Priesterlaufbahn des beschuldigten Geistlichen betrifft. Aber es ist absolut notwendig, um Licht ins Dunkel zu bringen. Ich möchte mögliche Betroffene ausdrücklich ermutigen, sich an unsere kompetenten und unabhängigen Ansprechpersonen zu wenden“, sagt der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk.

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt gibt es im Bistum Hildesheim professionelle Ansprechpersonen, die von der Kirche unabhängig sind. Die Kontaktdaten dieser vier Fachleute sind unter dem folgenden Link zu finden: www.bistum-hildesheim.de/missbrauch. Der Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt ist telefonisch (05121-17 48 266) und per E-Mail erreichbar (beraterstab(ät)bistum-hildesheim.de). Zeitzeugen, die Hinweise an Wolfgang Rosenbusch geben möchten, können dazu folgende Mobilfunknummer nutzen: (0151) 66058051.

Die Pfarrer der Pfarrgemeinden, in denen Georg M. tätig gewesen ist, sind über die bisher bekannten Hinweise informiert worden. Die Pfarreien werden bei Bedarf durch Fachleute des Bistums unterstützt, die in der Krisenintervention und in der Begleitung irritierter Systeme geschult sind.

Dies könnte etwa dann notwendig werden, falls im Zuge der Aufklärungsbemühungen durch die beauftragte Arbeitsgruppe weitere Hinweise oder Verdachtsfälle bekannt werden, die im Zusammenhang mit den pastoralen Tätigkeiten von Georg M. in den jeweiligen Pfarreien stehen.

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news-26340 Mon, 25 Jan 2021 09:26:44 +0100 Maskenpflicht in Gottesdiensten https://www.bistum-hildesheim.de/corona-krise/massnahmen-und-informationen/ Alle am Gottesdienst Teilnehmenden sind verpflichtet, durchgehend eine medizinische Maske zu tragen. Dazu zählen sowohl OP-Masken, FFP2- und FFP3-Masken sowie Einwegmasken mit den Kennzeichnungen KN95 und N95. news-26323 Fri, 22 Jan 2021 13:49:37 +0100 Alltagsexerzitien online https://www.bistum-hildesheim.de/service/angebote/theologie-und-spiritualitaet/exerzitien/exerzitien-im-alltag/ Still werden, wahrnehmen, aufmerksam sein für sich und Gott. Der vierwöchige kontemplative Übungsweg in  der Fastenzeit lädt dazu ein, täglich eine halbe Stunde zu meditieren. news-26291 Sat, 16 Jan 2021 19:29:04 +0100 Keine Patentlösungen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/keine-patentloesungen-26291/ Mehr Differenzierung statt extremer Positionen – dafür plädiert Bischof Heiner Wilmer in der Frage der Neuregelung der Suizidbeihilfe bei einer im Internet übertragenen Podiumsdiskussion der Bischöflichen Stiftung für das Leben. Wilmer sagte, er respektiere die Entscheidung eines sterbewilligen Menschen. „Ich würde versuchen, ihm Hoffnung zu machen, aber ihn auf jeden Fall, wenn gewünscht, bis zum Ende begleiten.“ Bei der Verabreichung eines tödlichen Medikaments werde er aber nicht dabei sein wollen, das könne er vor seinem Gewissen nicht verantworten. Beim Schutz des Lebens von Beginn bis zum Ende gebe es keine Patentlösungen, sagte Wilmer. In Zeiten der Corona-Pandemie sei vielen bewusst geworden, dass der Mensch zerbrechlich ist. „Jetzt ist die Zeit zu überlegen, welche Gesellschaft wir wollen, welche Visionen wir haben“, so der Bischof.

Der Göttinger Rechtswissenschaftler Gunnar Duttge setzte sich für eine straffreie Suizidbegleitung ein. „Das heißt nicht, jeder kann machen was er will“, sagte er. Das Leben sei zu wertvoll, um es dem freien Spiel der Kräfte freizugeben. „Aber wenn ein Mensch nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss kommt, dass er aus für ihn guten Gründen sterben will, muss das respektiert werden. Das gilt auch, wenn seelsorgliche Begleitung und medizinische Therapie abgelehnt werden.“ Im Übrigen, stellte er klar, mache sich das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil nicht die Argumente von Befürwortern der Sterbehilfe zu eigen. Vielmehr habe es deutlich gemacht, dass eine Bestrafung der Hilfe nicht rechtmäßig sei.

Kurt Bliefernicht vom hannoverschen Hospiz Luise sagte, dass er das Urteil skeptisch sehe. Es könne zum „Dammbruch“ kommen könnte, weil Menschen aus dem Leben scheiden wollen, um anderen nicht zur Last zu fallen. Dringend warb er dafür, den Hospizgedanken und die Möglichkeiten der schmerzlindernden medizinischen Möglichkeiten stärker in den Vordergrund zu stellen. „Sollte sich trotz aller Alternativen dann doch jemand für den Suizid entscheiden, würde ich ihn nicht verurteilen sondern begleiten“, so Bliefernicht.

Martina Wetzel, Chefärztin am Hildesheimer Sankt-Bernward-Krankenhaus, berichtete von ihrer Erfahrung: „Menschen, denen die Angst vor Schmerzen, Einsamkeit und Hilflosigkeit genommen wird, ziehen ihren Wunsch zu Sterben häufig zurück.“ Für Ärztinnen und Ärzte, die sich der Heilung verpflichtet sehen, sei es zudem eine völlig neue Situation, sollten sie Patienten beim Sterben assistieren.

Alexander Merkl, Moraltheologe am Institut für Katholische Theologe in Hildesheim, lehnte einen assistierten Suizid in kirchlichen Einrichtungen ab und warnte davor, dass sich alte und schwerkranke Menschen rechtfertigen müssten, sollten sie ihn nicht in Anspruch nehmen. Zugleich mahnte er, Autonomie dürfe nicht zu einem absoluten Wert gemacht werden. Merkl: „Es kann nicht darum gehen, den verzweifelten Menschen abzuschaffen sondern die Verzweiflung.“

Stefan Branahl

 

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news-26274 Fri, 15 Jan 2021 11:19:58 +0100 Begegnungstag mit Bischof Heiner Wilmer für Taufbewerberinnen und Taufbewerber https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/veranstaltungen/details/event-title/begegnungstag-mit-dem-bischof-digital-195340/ Digitaler Begegnungstag am 7. Februar mit dem Bischof für Taufbewerberinnen und Taufbewerber und deren Begleiterinnen und Begleiter sowie für alle, die auf dem Weg sind zum Glauben an Gott news-26249 Mon, 11 Jan 2021 09:52:17 +0100 Bischof Wilmer schlägt Einrichtung eines Diözesanpastoralrates vor https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-schlaegt-einrichtung-eines-dioezesanpastoralrates-vor-26249/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ will sich von einem neuen Gremium beraten lassen. Das Bistum beabsichtige, einen Diözesanpastoralrat einzurichten, verkündigte Wilmer am Wochenende beim digitalen Neujahrsempfang, der vom Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim ausgerichtet... Schon seit längerer Zeit beschäftige ihn die Frage, wie im Bistum die Mitbestimmung und Beteiligung möglichst vieler Gruppen, Gremien und Repräsentanzen der Gläubigen intensiviert werden könne, so Wilmer. Bereits bei der Klausurtagung des Bischöflichen Rates im August 2019 wurde daher die Errichtung eines Diözesanpastoralrates ins Auge gefasst. Ende letzten Jahres hatte der Bischof Generalvikar Martin Wilk mit der Bildung einer Arbeitsgruppe beauftragt, um die Bildung eines solchen Gremiums vorzubereiten.

Eine erste Aufgabe der Arbeitsgruppe wird es sein, die notwendige Konsultation der diözesanen Gremien, dazu gehören der Priesterrat, der Bischöfliche Rat, der Vermögensverwaltungsrat und der Diözesanrat der Katholiken und Katholikinnen vorzubereiten und zu begleiten. 

Darüber hinaus wird zu klären sein, wer im neu zu errichtenden Diözesanpastoralrat vertreten sein wird: Bereits jetzt ist davon auszugehen, dass neben den oben genannten Gremien auch Vertretungen junger Menschen sowie Vertretungen der Caritas zu finden sein werden.

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news-26233 Thu, 07 Jan 2021 17:47:32 +0100 #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/beziehungsweise-juedisch-und-christlich-naeher-als-du-denkst-26233/ Seit 1700 Jahren leben Jüdinnen und Juden in Deutschland. Im Festjahr 2021 wird es deswegen bundesweit Veranstaltungen und Projekte geben, die jüdisches Leben feiern.

Was feiern Juden und Jüdinnen im Dezember? Wie hängen das Osterfest und Pessach zusammen? Warum beginnt das Jahr 5782 im September? Diese und ähnliche Fragen zur Beziehung von Juden und Christen werden auf den 13 Monatsplakaten aufgegriffen, die das Herzstück der Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ sind. Die Idee entstand in der Evangelischen Kirche Berlin – Brandenburg – schlesische Oberlausitz (EKBO) und ist von vielen Bistümern und Landeskirchen aufgegriffen worden. Sie ist ein ökumenischer Beitrag der Kirchen zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland, der von der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt wird.

In Niedersachsen beteiligen sich daran alle katholischen Bistümer (Hildesheim, Osnabrück sowie der Offizialatsbezirk Vechta), alle evangelischen Kirchen der Konföderation sowie alle weiteren Kirchen und Gemeinden der ACKN. Die Kampagne wird unterstützt vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden und dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Niedersachen.

„Wir wollen mit der Kampagne dazu ermutigen, Vielfalt grundsätzlich als Bereicherung anzusehen. Es geht um einen respektvollen und würdigen Umgang der beiden Religionen miteinander. Als Christen haben wir hier noch viel nachzuholen“, so der evangelische Landesbischof Ralf Meister von Hannover und der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. „Ich freue mich, dass auch wir vom Bistum Hildesheim mit dieser ökumenischen Kampagne einen Beitrag zum Jubiläumsjahr 2021 leisten, indem wir mit den jüdischen Schwestern und Brüdern 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland feiern wollen“, betont der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ. 

Wenn von Januar 2021 bis Januar 2022 die entsprechenden monatlichen Kampagnenplakate aufgehängt werden, wünscht sich Bischof Heiner, dass viele mitmachen: „Ich lade die Kirchengemeinden, die Schulen und Einrichtungen in unserem Bistum ein, dabei zu sein. Macht mit! Es wäre wunderbar, die Kampagnenplakate möglichst zahlreich an den vielen Orten in Niedersachsen zu sehen und somit zu zeigen: Judentum und Christentum sind sich nah, und zwar näher als du denkst“, so Bischof Heiner.

Auch auf Internetseiten und in den sozialen Medien sollen die Plakate verbreitet werden. Sie sollen zeigen, dass gerade bei den kirchlichen Festen die Verwurzelung des Christentums im Judentum deutlich wird. Jesus und seine Jünger waren Juden. Zudem regt die Kampagne an, die Beziehungen zwischen beiden Religionen im Alltag wahrzunehmen und lenkt den Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis.

Gleichzeitig ist es das Ziel, einen Beitrag zur Bekämpfung des Antisemitismus zu leisten. Denn Hetze und Verschwörungsmythen und Übergriffe gegen jüdische Menschen nehmen weiter zu, auch in Niedersachsen. 

Die begleitende Homepage (www.jüdisch-beziehungsweise-christlich.de) bietet darüber hinaus vertiefende Texte und religionspädagogische Materialien an und weist auf begleitende Veranstaltungen hin. Auf der Seite www.bistum-hildesheim.de/beziehungsweise findet man die Monatsplakate für das Bistum Hildesheim.

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news-26211 Thu, 07 Jan 2021 08:00:00 +0100 Mein Leben! Mein Tod? https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/mein-leben-mein-tod-26211/ Unter dem Titel „Mein Leben! Mein Tod? Uneingeschränktes Recht auf selbstbestimmtes Sterben?“ lädt die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben am Freitag, 15. Januar 2021, zu einer Podiumsdiskussion, die ab 18 Uhr live gestreamt wird. Auch die Zuschauer können sich an der Debatte beteiligen. ... Diskutiert werden Anlass und Folgen des nun fast ein Jahr zurückliegenden Verfassungsgerichtsur-teils, das das seit 2015 geltende Verbot organisierter Hilfe zum Suizid für nichtig erklärt. Leitend für die Aufhebung der bislang im Strafrechtsparagraphen 217 festgeschriebenen Regelung, die die „geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung“ unter Strafe stellte, war die Überzeugung des Gerichts, das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasse auch das Recht auf selbstbestimmtes Sterben.

„Durch Corona ist dieses schwerwiegende Urteil in der öffentlichen Wahrnehmung völlig untergegangen“, sagt Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl, die Vorsitzende der Bischöflichen Stiftung. Dabei sei dieses Urteil eine Umkehr des bisher geltenden Rechtsverständnisses, das einen unbedingten Schutz allen Lebens einfordere. „Wir müssen diese Entwicklung daher auf breiter Basis und mit allem Ernst debattieren.“

Mit dem Podium will die Bischöfliche Stiftung die medizinischen, rechtlichen, theologischen und sozialen Aspekte des Urteils beleuchten. Es diskutieren:

  • Dr. Heiner Wilmer SCJ, Bischof von Hildesheim
  • Prof. Dr. Gunnar Duttge, Inhaber des Lehrstuhls für strafrechtliches Medizin- und Biorecht der Georg-August-Universität Göttingen
  • Martina Wetzel, Chefärztin für Geriatrie und Neurogeriatrie am St. Bernward Krankenhaus Hildesheim
  • Prof. Dr. Alexander Merkl, Juniorprofessor für theologische Ethik am Institut für Katholische Theologie der Stiftung Universität Hildesheim
  • Kurt Bliefernicht, Gesamtleitung des Hospiz Luise, Hannover mit seinen angeschlossenen ambulanten Diensten Vorstand Hospiz Luise Stiftung & Horst Brise Stiftung

Moderation: Jan Fuhrhop

Ab sofort können Interessierte per E-Mail Fragen an die Teilnehmer richten: frage(ät)gemeinsam-fuer-das-leben.de

Die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben, 2001 gegründet vom damaligen Hildesheimer Bischof Dr. Josef Homeyer, unterstützt Initiativen und Projekte, die sich für den Schutz und die Würde menschlichen Lebens in all seinen Phasen engagieren. Das beginnt beim Schutz ungeborenen Lebens, umfasst die Förderung Benachteiligter und Schutzloser und reicht bis zur Sorge um alte und sterbende Menschen.

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news-26209 Tue, 05 Jan 2021 09:08:20 +0100 Unabhängige Kommission für Anerkennungsleistungen bei sexuellem Missbrauch https://www.dbk.de/themen/unabhaengige-kommission-fuer-anerkennungsleistungen Zum 1. Januar 2021 wurde das erweiterte Verfahren zu Leistungen in Anerkennung des Leids, das Betroffenen sexuellen Missbrauchs zugefügt wurde, im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtet. Es löst das bisherige Verfahren und die Zentrale Koordinierungsstelle ab.