Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Sun, 14 Jul 2024 10:58:12 +0200 Sun, 14 Jul 2024 10:58:12 +0200 TYPO3 EXT:news news-37122 Fri, 05 Jul 2024 13:42:36 +0200 48. Werkwoche für Liturgie und Kirchenmusik im Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/48-werkwoche-fuer-liturgie-und-kirchenmusik-im-bistum-hildesheim/ Knapp 30 ehren- und nebenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker kamen vom 22. bis 28. Juni in Hildesheim zusammen, um sich eine Woche ganz der Liturgie und der Kirchenmusik zu widmen. Hochsommer wie aus dem Bilderbuch und wunderbar laue Sommerabende mit guten Gesprächen im Garten des Hildesheimer Lüchtenhofs sind mittlerweile schon so etwas wie ein Markenzeichen der Werkwoche für Liturgie und Kirchenmusik im Bistum Hildesheim geworden. Und so konnte der Leiter der Werkwoche, Kirchenmusikreferent Dr. Stefan Mahr, auch dieses Jahr alle Teilnehmenden und Dozierenden bei bestem Wetter zur Eröffnungsvesper in der Seminarkirche in Hildesheim begrüßen.

Im Mittelpunkt stand dieses Jahr - neben der Möglichkeit aus fast 40 verschiedenen Workshops zu wählen - die Arbeit an der Messe solenelle von Louis Vierne. Konzentriert und mit großem Engagement gingen die Teilnehmenden das Werk an und führten es am Ende beim Werkstattkonzert in der Hildesheimer Basilika St. Godehard den Zuhörenden überzeugend und klanggewaltig auf.

Alle Teilnehmenden konnten bei den Workshops zu Chorleitung, Kantorendienst, Orgelspiel, Gregorianik und einigen kirchenmusikalischen Sonderthemen vielfältige Anregungen und auch Motivation für die eigene Arbeit in ihren Gemeinden mitnehmen. Tägliche Gottesdienste in unterschiedlichen Formen, viele davon unter der Leitung von Teilnehmenden, das Angebot zur Einzelstimmbildung und ein Vortrag von Dommusikdirektor Thomas Viezens zu „10-Jahre neues Gotteslob“ rundeten das Angebot der Werkwoche ab.

Save the date: Im kommenden Jahr findet die 49. Werkwoche für Liturgie und Kirchenmusik vom 3. bis 9. Juli 2025 statt.

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news-37083 Wed, 26 Jun 2024 16:03:04 +0200 Bistum Hildesheim verliert mehr als 15.000 Mitglieder https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bistum-hildesheim-verliert-mehr-als-15000-mitglieder/ Die Zahl der Katholiken im Bistum Hildesheim hat sich spürbar verringert. Sie lag zum Ende des Jahres 2023 bei 523.039 Menschen. Das waren 15.243 weniger als im Jahr zuvor. Dies geht aus der kirchlichen Statistik hervor. Die Zahl der Bestattungen betrug im vorigen Jahr 5.223 (2022: 5.401). Die Taufen sanken von 2.921 im Jahr 2022 auf 2.588 im Vorjahr. Die Übertritte und Wiederaufnahmen lagen bei 218 (2022: 209). Die Zahl der Kirchenaustritte ging von 13.674 im Jahr 2022 auf 10.242 im Vorjahr zurück.

Die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden im Bistum Hildesheim im Jahr 2023 lag bei 5,5 Prozent (2022: 4 Prozent). 491 Paare wurden im Jahr 2023 kirchlich getraut, 166 weniger als ein Jahr zuvor.

2.072 junge Menschen empfingen im vergangenen Jahr das Sakrament der Firmung, 171 mehr als 2022. Es gab 3.187 Erstkommunionen im Jahr 2023, das ist ein Rückgang um 397 Erstkommunionen gegenüber 2022.

Zu den statistischen Daten des vergangenen Jahres sagt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ:

„Die kirchliche Statistik macht auch in diesem Jahr die Herausforderung deutlich, vor der wir stehen: Die katholische Kirche im Bistum Hildesheim wird kleiner. Wir gestalten diesen Wandel mit dem Ziel, eine zahlenmäßig geringere, aber weiterhin vitale und anpackende Glaubensgemeinschaft zu sein, die für die Katholikinnen und Katholiken ein fester Anker in ihrer Beziehung zu Gott ist und zugleich tatkräftig die Zivilgesellschaft in Niedersachsen und Bremen mitprägt. Wir mit euch und für euch – das ist unser Auftrag. Diese Mission hat uns das Evangelium aufgetragen."

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news-37078 Wed, 26 Jun 2024 09:52:17 +0200 Vier Hildesheimer „Diözesane“ ins Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gewählt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/verbaendewahl-vier-hildesheimer-dioezesane-ins-zentralkomitee-der-deutschen-katholiken-zdk-gewaehlt/ Sie sind eine der Säulen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK): die in der Arbeitsgemeinschaft der Katholischen Organisationen Deutschlands (AGKOD) zusammengeschlossenen 126 Personal- und Sachverbände sowie die Geistlichen Gemeinschaften. Sie wählen alle vier Jahre aus ihren Reihen 97... Jetzt sind bei der Vollversammlung der AGKOD in Ludwigshafen vier Personen für das ZdK gewählt worden, die im Bistum Hildesheim zu Hause sind: Bei den Geistlichen Gemeinschaften konnten sich Winfried Quecke aus Laatzen und Alfred Zschau aus Hannover durchsetzen. Quecke wurde von der Gemeinschaft Christlichen Lebens (GCL), Zschau von der Cursillo Arbeitsgemeinschaft Deutschland (CAD) vorgeschlagen. Beide gehörten bereits dem ZdK an. Auch die dritte „Hildesheimerin“, Monika von Palubicki aus Nordstemmen, wirkt bereits im ZdK mit. Sie wurde von der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) nominiert. Neu im ZdK ist dagegen Rüdiger Wala aus Ilsede – auf Vorschlag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB).

Im inhaltlichen Studienteil der Vollversammlung widmeten sich die Delegierten der jüngsten Kirchenmitgliedschaftsstudie und ihrer Bedeutung für die Zukunft der katholischen Verbände. Der Freiburger Religionssoziologe Michael Ebertz verwies insbesondere auf die "Fenster der Möglichkeiten". Sie können sich öffnen, wenn die kirchlichen Organisationen die Lebenswirklichkeiten der heutigen Menschen für ihre Tätigkeit aktiv annehmen.

Neben den 97 Vertreterinnen und Vertretern aus den Verbänden gehören dem ZdK noch 87 von den Diözesanräten entsandte Mitglieder an (drei pro Bistum) sowie 45 gewählte Einzelpersönlichkeiten.

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news-37053 Fri, 21 Jun 2024 11:43:15 +0200 Einmal per Rad das Bistum umrundet https://aussicht.online/artikel/unterwegs-mit-reiner-muskelkraft Rund ums Bistum Hildesheim, 1200 Kilometer mit dem Fahrrad in nur 54 Stunden, ohne Schlaf und größere Pausen: Pastor Pawel Nowak aus Bremen-Grohn ist gestrampelt, um Spenden für kranke Kinder zu sammeln. news-37030 Wed, 19 Jun 2024 16:06:26 +0200 Bistum Hildesheim sendet Freiwillige nach Bolivien und Peru https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bistum-hildesheim-sendet-freiwillige-nach-bolivien-und-peru/ Das Bistum Hildesheim hat im Rahmen seines Programms „Freiwilligendienst“ wieder junge Erwachsene nach Südamerika ausgesandt. Die sechs jungen Leute sind zwischen 18 und 19 Jahre alt, haben gerade die Schule beendet und werden in Bolivien und Peru in verschiedenen Sozial- und auch Umwelt-Projekten... Vor Ort werden sie vom Partnerschaftsbüro des Bistums begleitet und betreut. Die Aufgabenbereiche sind ganz unterschiedlich: Der Mann in der Runde, Lukas Hengstler, geht als Einziger nach Peru und wird in einer Schule und einem Kindergarten unterstützen. Sein Dienst findet in Kooperation mit der langjährigen Peru-Partnerschaft der Hildesheimer Vinzentinerinnen statt. Die anderen fünf gehen alle ins Partnerland des Bistums Hildesheim, nach Bolivien: Annika Ludwig wird in einem Umweltbildungsprojekt in Ujuni arbeiten, Saria Geiert in einem Kinderinternat in Aiquile. Johanna Range wird in einem Seniorenzentrum in Oruro eingesetzt, Anna Deichmann in einer Kindertagesstätte in La Paz. Amaya Huerta unterstützt in einer Musikschule in Concepción. Alle Freiwilligen werden ihren Dienst für 12 Monate leisten.

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news-37021 Tue, 18 Jun 2024 16:06:26 +0200 Gleichstellungsbeauftragte zu Gast im Bistum Mainz https://bistummainz.de/pressemedien/pressestelle/nachrichten/nachricht/Gleichstellungsbeauftragte-zu-Gast-im-Bistum/ Die Gleichstellungsbeauftragten treffen sich derzeit in Mainz, um sich miteinander zu beraten, auszutauschen, und mit den Bistumsverantwortlichen aus Mainz ins Gespräch zu kommen. news-36971 Thu, 13 Jun 2024 09:30:00 +0200 Erneut schwere Vorwürfe gegen verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/erneut-schwere-vorwuerfe-gegen-verstorbenen-bischof-heinrich-maria-janssen/ Gegen den 1988 verstorbenen ehemaligen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen gibt es weitere schwere Anschuldigungen: Drei Betroffene werfen ihm schweren sexuellen Missbrauch über einen Zeitraum von mehreren Jahren vor. Demnach waren die betroffenen Personen zu den jeweiligen Tatzeitpunkten... Die geschilderten Taten haben sich nach Angaben der Betroffenen im Bistum Hildesheim und außerhalb des Bistums ereignet. Genauere Angaben zu den Betroffenen sowie den Taten und Tatzeitpunkten kann das Bistum Hildesheim aus Gründen des Betroffenenschutzes derzeit nicht machen.

Die betroffenen Personen hatten sich mit ihren Schilderungen an unabhängige Expertinnen und Experten für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt in ihrem Bistum gewandt. Der Bischöfliche Beraterstab zu Fragen sexualisierter Gewalt des Bistums Hildesheim, ein mehrheitlich aus unabhängigen Mitgliedern bestehendes Gremium, hat am 6. Juni 2024 in einer Sitzung die Plausibilität der Vorwürfe festgestellt.  An dieser Sitzung hat auch der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ teilgenommen.

„Ich bin schockiert und fassungslos angesichts der neuen Vorwürfe gegen Bischof Janssen sowie der Schwere der geschilderten Taten. Meine Gedanken sind bei den Menschen, die von diesen Verbrechen betroffen sind“, so Bischof Wilmer. Umgehend wandte er sich damit an zwei ihn beratende Gremien: Am 7. Juni 2024 rief Wilmer das Domkapitel zusammen und setzte die Domkapitulare von den Ereignissen in Kenntnis. Einen weiteren Tag später teilte er die neuen Erkenntnisse dem Diözesanpastoralrat mit. In beiden Gremien wurden erste Konsequenzen angesichts der neuen Meldungen beraten.

Weihbischof und Domdechant Heinz-Günter Bongartz sagt: „Wir werden seitens des Domkapitels unverzüglich prüfen, inwieweit eine Umbettung von Heinrich Maria Janssen aus der Bischofsgruft im Dom möglich ist.“ Die Gruft ist ab sofort blickdicht verschlossen. Davor gibt es einen Aufsteller mit erläuterndem Text, der über die Vorwürfe gegen Janssen informiert.

Das Bistum Hildesheim hat in enger Abstimmung mit der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord, dem Betroffenenrat Nord und der Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim eine neue Studie zur Aufdeckung sexualisierter Gewalt und anderer Formen physischer und psychischer Gewalt in der Diözese für den Zeitraum von 1945 bis 2024 ausgeschrieben.

Bereits in den Jahren 2015 und 2018 wurden Missbrauchsvorwürfe zweier Betroffener gegen Janssen bekannt. Eine Gruppe von Fachleuten hatte 2021 bei der Studie „Wissen teilen“ keine weiteren Hinweise für durch Bischof Janssen selbst verübte sexualisierte Gewalt gefunden. Dies hat sich nun geändert. Sofern die drei weiteren Betroffenen damit einverstanden sind, wird das Bistum Hildesheim die neuen Meldungen in Bezug auf Bischof Janssen den Fachleuten vorlegen, die mit der aktuell ausgeschriebenen Aufarbeitungsstudie beauftragt werden.

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt gibt es im Bistum Hildesheim professionelle Ansprechpersonen, die von der Kirche unabhängig sind. Die Kontaktdaten dieser drei Fachleute sind unter dem folgenden Link zu finden: https://www.praevention.bistum-hildesheim.de/hilfe/ansprechpersonen-fuer-verdachtsfaelle/

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news-36940 Mon, 10 Jun 2024 08:40:00 +0200 Wieder acht Domkapitulare im Bistum https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wieder-acht-domkapitulare-im-bistum/ In einer feierlichen Vesper im Hildesheimer Mariendom ist am Sonntagabend, 9. Juni 2024, Propst Wolfgang Semmet in das Hildesheimer Domkapitel aufgenommen worden. Der 67-Jährige ist Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover. Mit Semmet erhöht sich die Zahl der Domkapitulare im... Für Semmet ist die Ernennung zum Domkapitular durch Bischof Heiner Wilmer auch eine Auszeichnung für die große Katholische Kirche in der Region Hannover, in der mittlerweile fast ein Drittel der Katholikinnen und Katholiken des Bistums Hildesheim leben: „Dazu zählen viele Gläubige anderer Muttersprache, die zeigen, wie sehr wir in der Region Hannover eine Weltkirche im Kleinen sind.“

Gleichzeitig gibt ihm die Aufnahme des Domkapitels die Möglichkeit, die soziale und gesellschaftliche Wirklichkeit einer Großstadt wie Hannover in die wichtigsten Beratungsgremien des Bischofs einzubringen: „Als Kirche sind wir dazu berufen, uns für die Menschen einzusetzen, denen es nicht gut geht.“ Einsamkeit und Obdachlosigkeit, Ausgrenzung und Armut gehören zu den alltäglichen Erfahrungen in einer Großstadt, zu deren Überwindung die Kirche beitragen kann: „Dafür engagieren sich Katholikinnen und Katholiken immer wieder aufs Neue – aus ihrem Glauben heraus.“ 

Semmet ist 1957 in Zweibrücken an der französischen Grenze geboren. Als Jugendlicher nach Niedersachsen gezogen, studiert er Philosophie und Theologie in Frankfurt/Main und München. Nach seiner Priesterweihe 1984, Kaplansjahren in Celle und Hannover, führen ihn seine Aufgaben als Priester zunächst in den Harz und nach Braunschweig. Seit 2016 ist er wieder in Hannover tätig, seit dem 1. Januar 2024 ist Semmet Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region und Propst an der Basilika St. Clemens.

Das Domkapitel ist eine Gemeinschaft von Priestern, deren erste Aufgabe es ist, die feierlichen Gottesdienste in der Kathedralkirche durchzuführen. Außerdem berät und unterstützt das Domkapitel den Bischof. Die Deutsche Bischofskonferenz hat dem Domkapitel darüber hinaus die Aufgaben des kirchenrechtlich vorgeschriebenen Collegium Consultorum übertragen. 

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news-36937 Sun, 09 Jun 2024 13:30:34 +0200 Gemeinsam nach Wegen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt suchen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/gemeinsam-nach-wegen-zur-aufarbeitung-sexualisierter-gewalt-suchen/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat am Sonntag die Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel besucht, um nach gemeinsamen Wegen bei der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt zu suchen. In den vergangenen Wochen war es nach einem Zeitungsinterview mit Pfarrer Matthias Eggers, in dem er... Bischof Wilmer wandte sich in der Kirche an die Gemeinde und betonte, dass er in seinem Bemühen, sexualisierte Gewalt aufzuklären, in keiner Weise nachgelassen habe. Es sei ihm ein Anliegen, „persönlich mit betroffenen Menschen zu sprechen, für umfassende Aufarbeitung zu sorgen und unsere kirchliche Struktur entsprechend zu verändern“. Er sei sehr dankbar, dass erste Schritte auf einem künftigen gemeinsamen Weg gegangen worden seien, weitere sollen folgen.

„Meine Kritik war hart und so etwas ist auch immer verletzend“, gestand Eggers ein. Und er fügte hinzu: „Ich bitte den Bischof um Verzeihung und bin sehr froh, dass er den Raum geöffnet hat, dass wir gemeinsam beieinanderbleiben und doch auch streiten und reden können."

„Es ist gut und mutig, dass Sie zu uns nach Wolfenbüttel gekommen sind“, begrüßte auch Maria Kröger den Bischof im Namen der Pfarrgremien und der gesamten Pfarrei Sankt Petrus. Kröger ist Vorsitzende des Kirchortsrates St. Petrus und Mitvorsitzende im Pfarreirat. „Sie haben die Bitte an Pfarrer Eggers, auf sein Amt als Pfarrer zu verzichten, zurückgenommen“, sagte Kröger unter großem Applaus der Pfarrei und lobte das gemeinsame Statement von Bischof Wilmer und Pfarrer Eggers zum aktuellen Konflikt vom vergangenen Wochenende. „Die Gremien nehmen das Angebot zum Dialog stellvertretend für die Pfarrei sehr gerne an“, so Kröger zum Bischof.

Das Bistum Hildesheim wird in den kommenden Wochen und Monaten gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Petrus, Wolfenbüttel, Themen bearbeiten, die insbesondere die zu Tage getretenen Unterschiede zwischen Pfarrer Eggers und Bischof Wilmer im Kontext der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Diözese betreffen. Dazu wird es Arbeitsgruppen mit Mitgliedern der Pfarrgemeinde sowie Mitarbeitenden des Bistums geben. Die entsprechenden Absprachen dazu wurden am heutigen Sonntag im Anschluss an den Gottesdienst im Gespräch von Bischof Wilmer, Pfarrer Eggers und den Gremien der Pfarrgemeinde getroffen.

Zum einen wird es in der gemeinsamen Arbeit um die Frage gehen, warum sowohl in der Diözese wie auch in der Pfarrgemeinde nicht bekannt war, dass der mittlerweile verstorbene Ruhestandsgeistliche Georg M. ein Sexualstraftäter war. Aus dem Rosenbusch-Bericht von 2021 ist bekannt, dass Georg M. sexualisierte Gewalt begangen hat. Gab es schon vorher Hinweise darauf, die möglicherweise nicht erkannt worden sind? Dies soll geklärt werden. Dazu wird voraussichtlich eine externe Juristin oder ein externer Jurist hinzugezogen.

Auch alle weiteren Hinweise und kritischen Anmerkungen, die aus der Pfarrgemeinde in Wolfenbüttel zur Aufarbeitung geäußert worden sind, sollen von den gemeinsamen Arbeitsgruppen bearbeitet werden. Ein weiteres Thema wird sein, wie eine Mediation zwischen Pfarrer Eggers und Weihbischof Bongartz aussehen kann. Der Weihbischof wird in Bezug auf den Fall Georg M. von Pfarrer Eggers kritisiert. Um zur Deeskalation beizutragen, hat Bischof Wilmer entschieden, dass er selbst anstelle des Weihbischofs die Visitation und die Firmung in Wolfenbüttel übernehmen wird.

Darüber hinaus möchten Bischof Wilmer sowie die entsprechenden Fachleute des Bistums Hildesheim mit den Wolfenbütteler Ministrantinnen und Ministranten ins Gespräch gehen, um sie darüber zu informieren, wo die Diözese in der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt steht und was noch alles getan werden muss. Die jungen Menschen haben sehr deutlich gemacht, wie wichtig es ihnen ist, dass das Bistum Hildesheim die Fälle der sexualisierten Gewalt aufklärt.

An die Messdienerinnen und Messdiener gewandt, sagte der Bischof im Gottesdienst: „Wenn ihr Impulse oder Fragen zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt oder zu anderen Themen habt, dann sprecht uns bitte an, gerne auch mich persönlich. Eure Anregungen und Fragen sind wichtig. Und ihr habt Anspruch darauf, dass wir alle euch zuhören und dass ihr umfassende Antworten bekommt. Ihr werdet sie erhalten.“ „Wir haben einen Wunsch an Sie, Herr Bischof: Kehren Sie zu Ihrem Versprechen zurück, jeden Stein umzudrehen und schonungslos aufzuarbeiten“, bat Ministrantin Aika Bischof Wilmer und betonte, wie wichtig es ihnen war, den Button „Es hätten auch wir sein können“ überall in der Kirche zu verteilen. Sie überreichte ihm gemeinsam mit Vanessa Treder eine Kerze mit der Aufschrift „Licht ins Dunkel bringen“.

„Ich muss gestehen, ich habe eben in der Predigt von eurem Pfarrer Matthias Eggers eine Menge über die Bernwardtür in Hildesheim gelernt“, sagte Willmer augenzwinkernd und von Applaus begleitet. Er sei mit Bammel nach Wolfenbüttel gekommen und erfreut über die positive Reaktion der Gemeinde. Wilmer lud alle Firmlinge sowie alle Ministrantinnen und Ministranten zu sich nach Hildesheim ein, um die bronzene Bernwardtür im Dom zu sehen und sich die einzelnen Bilder von Pfarrer Eggers am Original erklären zu lassen. Bei dieser Gelegenheit möchte Wilmer den jungen Leuten auch die Stabsabteilung für die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt vorstellen.

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news-36924 Fri, 07 Jun 2024 14:41:09 +0200 Dombibliothek Hildesheim erwirbt Sammelband mit seltenen Inkunabeln und Handschriften https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/dombibliothek-hildesheim-erwirbt-sammelband-mit-seltenen-inkunabeln-und-handschriften/ Der kostbare Sammelband aus dem frühen 16. Jahrhundert setzt sich aus Inkunabeln (Dokumente des frühen Buchdrucks im 15. Jahrhundert), Postinkunabeln (nach 1500 entstandene Drucke) sowie Handschriften zusammen. Er gehörte einst zum Bestand des Hildesheimer Klosters St. Godehard, die Kosten für den... „Wir sind dankbar und sehr glücklich, dass uns die beiden Förderer diesen Ankauf ermöglicht haben. Der Band bildet ein neues Prunkstück unserer Sammlung“, sagt die Direktorin der Dombibliothek, Dr. Monika Suchan. Die Dombibliothek bewahrt den Buchbestand des ehemaligen Klosters von St. Godehard auf, eine der besterhaltenen bekannten Klosterbibliotheken aus dem Mittelalter. Der Buchbestand trägt in vielen Fällen noch die originalen Signaturschilder. Der zugehörige Katalog ist aufgemalt an einer Wand in der sogenannten Schatzkammer, einem Nebenraum der Basilika St. Godehard, zu sehen. So lässt sich noch heute der alte Standort der von der Dombibliothek aufbewahrten Bücher nachvollziehen.

Darüber ist auch Prof. Dr. Markus Hilgert, Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, froh: „Ich freue mich sehr, dass der Sammelband mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder nach Hildesheim zurückkehren konnte und nun in seinem ursprünglichen Kontext der Bibliothek St. Godehard von Forschenden wie der Öffentlichkeit rezipiert werden kann. Die darin enthaltenen Schriften ermöglichen Erkenntnisse über den frühen Buchdruck ebenso wie über die Kirchengeschichte.“

Der Sammelband trägt noch seinen ursprünglichen Einband und enthält folgende Schriften: Eine um 1484 in Straßburg gedruckte Inkunabel der Schrift „De vinis“ (deutsch: „über den Wein“) des Gelehrten Arnold von Villanova, eine in Pforzheim gedruckte Postinkunabel von 1503, die Figurengedichte (Gedichte mit grafisch gestaltetem Textkörper) des Mönchs Hrabanus Maurus enthält und Handschriften mit Bezug zu dem Abt Henning Kalberg, der auch als Besitzer des Sammelbandes eingetragen ist. Diese geben auch Aufschluss über seine Reformtätigkeit.

Es ist zu vermuten, dass der Band im 17. Jahrhundert als Geschenk an das Kloster Lamspringe übergeben wurde, in dem englische Benediktiner lebten. Nach der Säkularisierung des Klosters durch den Preußischen Staat im Jahr 1803 gingen die Mönche zurück nach England und nahmen Drucke sowie Manuskripte mit. Der Sammelband wurde schließlich 2023 im Rahmen einer Auktion bei Sotheby’s in London angeboten.

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news-36923 Fri, 07 Jun 2024 13:25:24 +0200 Die Vorfreude steigt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/die-vorfreude-steigt/ Ende Juli treffen sich rund 35.000 junge Menschen bei der internationale Ministrantenwallfahrt in Rom – und auch aus dem Bistum Hildesheim machen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit ihren Gruppenleitungen auf den Weg. In Buxtehude, Hildesheim und Hannover trafen sie sich in den vergangenen... „Uns ist es wichtig, dass wir uns alle vorher schon ein wenig kennenlernen und die Chance besteht, alle Fragen, die es zu der Fahrt gibt, so gut wie möglich zu klären“, erklärt Diözesanjugendseelsorger Matthias Rejnowski bei dem Vortreffen in Hildesheim. „Und natürlich haben wir auch das Mottolied ‚Mit dir‘ fleißig geübt. Spätestens auf dem Petersplatz wollen wir schließlich lautstark mitsingen können.“

Die Papstaudienz und das Abendgebet vor dem Petersdom sind für viele Ministrantinnen und Ministranten Höhepunkte bei der Wallfahrt. Aber auch auf die Erkundungstouren durch Rom, die Zeit mit anderen Ministrantinnen und Ministranten sowie die Pausen bei Eis und Pizza freuen sich die jungen Menschen schon. „Viele fahren das erste Mal nach Rom“, sagt Ines Wetjen, Leiterin der Abteilung Jugendpastoral. „Da ist schon ein wenig Aufregung spürbar angesichts der Aussichten auf eine trubelige Zeit im sommerlichen Rom.“ Neben Angeboten in kleinen Gruppen gibt es auch gemeinsame Veranstaltungen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Bistum. Dazu gehört z.B. der Besuch der Domitilla Katakombe und der Bistumsgottesdienst in S. Stefano Rotondo gemeinsam mit Bischof Dr. Heiner Willmer SCJ, der die Wallfahrtsgruppe drei Tage lang begleiten wird.

Vom 29. Juli bis zum 3. August 2024 findet die internationale Ministrantenwallfahrt des Internationalen Ministrantenbundes Coetus Internationalis Ministrantium (CIM) nach Rom statt. Sie steht unter dem Motto "Mit Dir / with you". Weitere Informationen sind auch auf der Internetseite ministranten.de/romwallfahrt-2024 verfügbar.

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news-36886 Mon, 03 Jun 2024 11:35:04 +0200 „Chinas Hochkultur schätzen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/chinas-hochkultur-schaetzen/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ plädiert dafür, China nicht konfrontativ, sondern dialogorientiert zu begegnen. Daher müssten im Schulunterricht Wege gefunden werden, den Schülerinnen und Schülern „die Schönheit und Größe Chinas“ nahezubringen, sagte der Bischof am Freitag, 31. Mai... Wilmer erinnerte in der vollbesetzten Kirche vor mehr als 250 Gästen an den italienischen Jesuiten Matteo Ricci, der um die Wende zum 17. Jahrhundert in China wirkte, dort dessen Sprache lernte und sich ganz den chinesischen Sitten und Gebräuchen anpasste, wodurch er das Vertrauen der Chinesen gewann. So habe Ricci gezeigt, dass er deren Hochkultur schätze und könne uns heute darin ein Vorbild sein.

In Bezug auf den Krieg Russlands gegen die Ukraine zeigte sich Wilmer überzeugt, dass Europa und insbesondere auch Deutschland noch solidarischer sein könnten mit dem überfallenen Land. Der Ukraine einen ungerechten Frieden aufzuzwingen, lehnt der Hildesheimer Bischof entschieden ab. Friede ohne Gerechtigkeit sei zu wenig. Die viel kritisierte Aussage des Papstes, die Ukraine solle die weiße Flagge zeigen, hält Wilmer für „unglücklich“. Papst Franziskus habe vielmehr empfohlen, mehr dafür zu tun, dass es zu fairen Verhandlungen kommt.

Gesprächspartner des Bischofs waren Dr. Sarah Kirchberger, Direktorin des Instituts für Sicherheitspolitik an der Universität Kiel, sowie der Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter vom Auswärtigen Ausschuss in Berlin. Landesbischof Friedrich Kramer von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hielt ein Impulsreferat. Vorbereitet worden war die Diskussion von der Deutschen Kommission Justitia et Pax, deren Vorsitzender Dr. Heiner Wilmer ist. Es moderierte Dr. Markus Parenge aus Berlin.

Der 103. Deutsche Katholikentag fand vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2024 unter dem Motto „Zukunft hat der Mensch des Friedens“ in Erfurt statt. Veranstalter war das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK), das Bistum Erfurt der Gastgeber. Die über 500 Veranstaltungen wurden nach Auskunft der Veranstalter von 20.000 angemeldeten Dauerteilnehmerinnen und -teilnehmern besucht.

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news-36879 Sun, 02 Jun 2024 18:42:57 +0200 Fronleichnam: spirituell und politisch https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/konstruktiver-dialog-soll-loesungswege-aufzeigen/ In einem Gottesdienst zum Fronleichnamsfest sprach der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer am Sonntagvormittag auch über seine Differenzen mit Pfarrer Matthias Eggers aus Wolfenbüttel und die angestrebte Deeskalation der aufgeheizten Situation. In einem dreistündigen Gespräch am Samstag hatte der Bischof seine gegenüber Eggers geäußerte Rücktrittsbitte zurückgezogen. Im weiteren Dialog sollen gemeinsam langfristige Lösungen für die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt gefunden werden. Zu Beginn des Gottesdienstes verlas Wilmer eine von ihm und Eggers verfasste Stellungnahme, welche am Samstag nach dem Gespräch erstellt worden war. Eine Verlesung des Statements durch Pfarrer Eggers in Wolfenbüttel erfolgte ebenfalls im Sonntagsgottesdienst.

„Das Fest Fronleichnam ist beides zugleich: spirituell und politisch“, sagte Wilmer in seiner Predigt. Es sei auch eine Demonstration für den eigenen Glauben: „Wohin schauen wir, wovon ist unser Herz voll?“ Wir feiern die Gegenwart Gottes in dieser Welt, so Wilmer, „er ist da.“ Er zitierte dazu den englischen Autor C. S. Lewis mit den Worten: „Ich glaube an Christus, wie ich an die Sonne glaube, nicht weil ich sie sehe, sondern weil ich dadurch und durch sie alles andere sehe.“

Im Anschluss an den Festgottesdienst führte eine Prozession vom Dom über die Stationen Kreuzkirche, Mutterhaus der Vinzentinerinnen und Seminarkirche am Lüchtenhof bis zur Kirche St. Godehard. Im Garten von St. Godehard waren die Teilnehmenden der Prozession anschließend zur Begegnung eingeladen.

Der Name Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: vron – was den Herrn betrifft, lichnam – Leib. Der Leib Christi wird an diesem Tag in Gestalt einer Hostie in einer Monstranz, einem Zeigegerät, von einem Priester durch die Straßen getragen. Das Fronleichnamsfest wird 60 Tage nach Ostern gefeiert – immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, den Gründonnerstag, an.

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news-36877 Sat, 01 Jun 2024 20:50:10 +0200 Wilmer und Eggers sprechen über Differenzen und Lösungswege https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wilmer-und-eggers-sprechen-ueber-differenzen-und-loesungswege/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und der Wolfenbütteler Pfarrer Matthias Eggers haben sich heute Abend im Bischofshaus getroffen, um offen über ihre Differenzen und mögliche Lösungswege zu sprechen. Im Anschluss gaben sie eine gemeinsame Stellungnahme ab. Gemeinsames Statement von Bischof Dr. Heiner Wilmer und Pfarrer Matthias Eggers:

Wir, Pfarrer Matthias Eggers und Bischof Dr. Heiner Wilmer, haben uns heute getroffen und einen offenen und konstruktiven Dialog geführt. Unterstützt wurden wir dabei durch Frau Christiane Kreiß (Mitleitung der Pfarrgemeinde St. Petrus, Wolfenbüttel) und Herrn Stephan Garhammer (Leitung Bereich Organisation im Bischöflichen Generalvikariat). Dort wurden ehrlich und konstruktiv bestehende Differenzen angesprochen und Wege zur Deeskalation gesucht. Uns war es ein außerordentliches Anliegen, eine gemeinsame Lösung zum Wohle der gesamten kirchlichen Gemeinschaft zu finden. Dabei nahm ich, Bischof Heiner, meine Bitte an Pfarrer Eggers zurück, freiwillig auf sein Leitungsamt als Pfarrer zu verzichten.

Im Verlauf des dreistündigen Gesprächs im Bischofshaus, das von einer sachlichen und geschwisterlichen Atmosphäre geprägt war, haben wir unsere jeweiligen Positionen, Sorgen und Ziele offen ausgetauscht. Es wurde deutlich, dass wir gemeinsame Ziele verfolgen, nämlich die Aufarbeitung von Fällen sexualisierter Gewalt konsequent voranzutreiben und das Vertrauen der Gemeinde in Wolfenbüttel in diese Arbeit wiederherzustellen. Aus diesem Grund wollen wir gemeinsam am 9. Juni 2024 um 11 Uhr in der Kirche St. Petrus, Wolfenbüttel, zusammen mit der Gemeinde den Sonntagsgottesdienst feiern. Im Anschluss wollen wir mit Vertretungen der dortigen Gremien und Ministrantinnen und Ministranten ins Gespräch kommen.

Wir verständigten uns auf weitere Gespräche, die von Arbeitsgruppen vorbereitet werden und in einem geordneten und transparenten Prozess erfolgen. Die Gespräche werden ab dem nächsten Treffen von einer noch zu bestimmenden externen Person moderiert. Zu diesem Prozess zählen:

1. Weiterführung des Dialogs: In den kommenden Wochen werden weitere Gespräche geführt, um die Gemeinsamkeiten zu identifizieren und die bestehenden Unterschiede zu benennen.

2. Arbeitsgruppen: Es werden Arbeitsgruppen gebildet, die aus Vertretungen der Pfarrei und des Generalvikariats bestehen und Maßnahmen erörtern, wie in einem konstruktiven Dialog die gemeinsamen Positionen gestärkt und die Arbeiten gewürdigt werden.

3. Transparente Kommunikation: Über den Fortschritt der Gespräche und die umgesetzten Maßnahmen werden wir regelmäßig informieren.

Wir sind uns der Herausforderungen bewusst und entschlossen, gemeinsam konstruktive und langfristige Lösungen für die zu Tage getretenen Differenzen zu finden. Diesen Weg gehen wir mit Zuversicht an.

Hildesheim, 1. Juni 2024

Bischof Dr. Heiner Wilmer       Pfarrer Matthias Eggers

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news-36858 Fri, 31 May 2024 14:00:01 +0200 Gänsehaut-Momente für das Klima https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/gaensehaut-momente-fuer-das-klima/ Stimmgewaltig sind die rund 630 Schülerinnen und Schüler von katholischen Grundschulen in Hildesheim beim Konzert „Earth-Choir-Kids – unserer Stimmen für das Klima“ an diesem Freitag, 31. Mai, in der Basilika St. Godehard in Hildesheim, wo sie mit dem bekannten Kinderliedermacher und Komponisten... Generalvikar Martin Wilk kennt die Basilika seit vielen Jahren: „Aber so etwas habe ich hier noch nicht erlebt.“ Allein das Bild der Kinder in ihren farbenfrohen T-Shirts in dem vollbesetzten Gotteshaus ist beindruckend. „Ich freue mich riesig, Teil dieses großartigen Konzertes zu sein. Es ist ein Ansporn für Erwachsene, wie ihr euch für das Klima einsetzt“, dankt Wilk den Kindern.

Und dann wird es auch laut und stimmungsvoll, wenn Reinhard Horn die Lieder anstimmt – und die Schülerinnen und Schüler einstimmen. 11 Lieder haben sie mit ihren Lehrerinnen und Lehrern in den letzten 4 Monaten eingeübt - alle Gesangstücke erzählen von der Bewahrung der Schöpfung und einer klimagerechten Welt. „Ich habe die Lieder in Zusammenarbeit mit Musikern aus aller Welt geschrieben“, erzählt Horn den Kindern. Über eingespielte Videos kommen beim Konzert einige dieser Musiker zu Wort. Grönland und Kamerun liegen so plötzlich ganz nah beieinander. Beim Einüben der Lieder haben sich die Schülerinnen und Schüler daher nicht nur auf eine musikalische Weltreise begeben: „Dabei stießen sie immer wieder auf die großen Fragen zur Bewahrung der Schöpfung und einer klimagerechten Welt“, sagt Dr. Jessica Griese, Referentin für Religionspädagogik und Organisatorin des Musik-Projektes im Bistum Hildesheim.

„Der einzige Planet, auf dem wir so leben können, ist unsere Mutter Erde. Es gibt keinen Planeten B, auf den wir einfach auswandern können“, erklärt der Musiker und kündigt damit den Song „No Planet B“ an. Etliche der Lieder singt Horn mit Solokindern, die inbrünstig mitmachen. Das bewegende Konzert ist durch die Stimmen, Bewegungen und die Leidenschaft der Sechs- bis Zehnjährigen sehr mitreißend und sorgt bei vielen Anwesenden für Gänsehaut-Momente. Dabei sind die etwa ein Dutzend Lieder sehr unterschiedlich: Neben getragenen stehen fetzige Lieder, deutsch- und englischsprachige Songs auf dem Programm. In „Mutter Erde, blauer Planet“ oder „What a Wonderful World“ wird besungen, wie schön die Erde ist. In den Evergreen stimmen auch alle Gäste mit ein.

Das Musikprojekt Earth-Choir-Kids möchte das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit über die Musik schärfen. Sie sollen sich als Teil der Weltgemeinschaft verstehen und aktiv Zeichen für Klimaschutz sowie die Bewahrung der Schöpfung setzen. Der Musiker Reinhard Horn hat dieses Konzert schon an zahlreichen Orten in Deutschland gemeinsam mit Kindern aufgeführt. In Hildesheim waren fünf katholische Grundschulen beteiligt:  Elisabethschule, Mauritiusschule, St. Martinus, Johannesschule und St. Nikolaus. Das Projekt hat zahlreiche Unterstützer, beispielsweise Brot für die Welt, die Deutsche Chorjugend, die Kindernothilfe oder Greenpeace.

Weitere Infos zum Projekt unter: www.earth-choir-kids.com

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news-36852 Thu, 30 May 2024 10:03:54 +0200 Welterbe erleben und entdecken https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/welterbe-erleben-und-entdecken/ Unter dem Motto „Vielfalt entdecken und erleben“ steht der bundesweite UNESCO-Welterbetag am 2. Juni 2024. Erleben und entdecken kann man diese Vielfalt rund um das Welterbe an diesem Tag auch rund um den Hildesheimer Dom. Dazu bieten Dommuseum, Dombibliothek, Bistumsarchiv und die Dommusik ein vielfältiges Programm mit Führungen, Konzert, Mitmachaktionen und besonderen Einblicken ein. Alle Angebote sind kostenfrei.

Im Dom beginnt der Tag mit dem Fronleichnams-Gottesdienst um 10 Uhr mit anschließender Prozession. Zwischen 13 und 15 Uhr bieten die Domführerinnen und -führer „Sprechstunden“ am, in denen es um die berühmten Schätze und unbekannte Details des Welterbes geht. Um 15.30 Uhr lädt die Dommusik zu einem Konzert des Ensembles "C2O – cello x cello x orgel" ein. Das Konzert der beiden Cellistinnen Verena Spies und Nora Matthies sowie des Hildesheimer Domorganisten Michael Čulo dauert etwa eine Stunde.

Im Dommuseum geht es bei einer Führung um 11 Uhr um die „Gemeinsame Geschichte“. Die etwa 45-minütige Führung eröffnet einen neuen Blick auf die Kunstwerke des Domschatzes und zeigt an ihnen vielfache kulturelle Verflechtungen auf.                                   

Zwischen 13 und 16.30 Uhr laden die Museumsführerinnen und -führer zur „Sprechstunde“ im Dommuseum und lüften im Gespräch mit den Besuchern die Geheimnisse rund um die Schätze des Hildesheimer Welterbes.                                    

Beim „Zeichnen im Dommuseum“ von 14 bis 16 Uhr findet mit kleinen Übungen eine achtsame Annäherung an ausgewählte Kunstwerke der Sammlung statt. Hier können unterschiedliche zeichnerische Zugangsweisen an ein Kunstwerk kennengelernt und erprobt werden. Das Zeichnen eröffnet neue Sichtweisen auf die Kunstwerke und lädt zu einer detaillierten Rezeption ein.

Zeichnerische Grundkenntnisse sind von Vorteil, jedoch keine Voraussetzung für eine Teilnahme. Papier und Stifte stehen vor Ort zur Verfügung. Ein Museumsplan navigiert zu den drei Zeichen-Standorten. Das „Zeichnen im Dommuseum“ vom Dommuseum und dem Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaft der Stiftung Universität Hildesheim angeboten.

Die „Druckwerkstatt“ von 15 bis 16 Uhr ist ein Angebot für Kinder. Bei diesem Workshop werden inspiriert von den Kunstwerken aus dem Dommuseum Stempel hergestellt und Stoffbeutel gestaltet.

In der Dombibliothek dreht sich alles von 10 bis 16 Uhr alles um die Vielfalt des Schreibens. Zusammen mit der HAWK werden Interessierte aller Altersgruppen in die Geheimnisse der Tintenherstellung eingewiesen. Rosentinte und weitere können bei Schreibübungen erprobt und ihre Rezepte zum Nachkochen mitgenommen werden. Besondere Schriftbeispiele aus alten Büchern zeigen, wer wie womit zu unterschiedlichen Zeiten geschrieben hat.

Der „Blick zu den Schätzen in den Magazinen“ führt Interessierte um 11 Uhr in das Magazin. Dort können sie einige der wertvollen Schätze der Dombibliothek erleben und gleichzeitig einen Einblick hinter die Kulissen bekommen.

Eine zweite Führung um 14.30 Uhr beschäftigt sich mit der „Vielfalt des Schreibens und der Schreibenden“. Wer hat eigentlich geschrieben? Was würde (auf-) geschrieben? Womit wurde geschrieben? Diese Fragen werden anhand von Originalen erläutert, die aus konservatorischen Gründen nicht während des offenen Angebots im Foyer gezeigt werden können.

Das Bistumsarchiv öffnet von 11 bis 16 Uhr seine Tür und gibt spannende Einblicke in seine vielfältige Arbeit und den Bestand. Hier gibt es ganz verschiedene „Formen“ historischer Überlieferung: Urkunden, Amtsbücher, Akten, Pläne und vieles, vieles mehr. Wer würde wohl Fotos von der Ölförderung bei Wietze/Celle im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts oder Werbeprospekte für Autos der 1920er Jahre hier erwarten? Es gibt so manches zu entdecken – und am Welterbetag darf im Bistumsarchiv auch in so manchen Unterlagen wie Kirchenbüchern gestöbert werden.

„Vielfältig“ waren im Jahr 1824 – also vor genau 200 Jahren – auch die Herausforderungen für das Bistum Hildesheim infolge seiner „Neuaufstellung“ im Nachgang zur Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Was in diesem Jahr neu begann und wie sich das Bistum Hildesheim dann bis in die Gegenwart hinein veränderte, zeigt eine kleine Ausstellung. Und wer mag, kann das Bistum in seiner heutigen territorialen Struktur auch selbst puzzeln.

Der Hildesheimer Dom mit den zugehörigen Kunstschätzen gehört seit 1985 zum UNESCO Welterbe und so kann im kommenden Jahr bereits das 40-jährige Jubiläum als Welterbe gefeiert werden. Für Ende Mai/Anfang Juni 2025 ist daher ein großes Fest in Planung. 

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news-36849 Wed, 29 May 2024 12:02:07 +0200 Festgottesdienst mit Bischof Wilmer am 2. Juni um 10 Uhr im Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/festgottesdienst-mit-bischof-wilmer-am-2-juni-um-10-uhr-im-hildesheimer-dom/ Am kommenden Sonntag, 2. Juni 2024, feiert Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ eine Heilige Messe im Hildesheimer Dom. Beginn ist um 10 Uhr. Anlass ist das bereits am morgigen Donnerstag stattfindende Fronleichnamsfest. Im Anschluss an den Festgottesdienst führt eine Prozession am späten Sonntagvormittag vom Dom über die Stationen Kreuzkirche, Mutterhaus der Vinzentinerinnen und Lüchtenhof bis zur Kirche St. Godehard. Im Garten von St. Godehard sind die Teilnehmenden der Prozession zur Begegnung eingeladen.

Der Name Fronleichnam stammt aus dem Mittelhochdeutschen: vron – was den Herrn betrifft, lichnam – Leib. Der Leib Christi wird an diesem Tag in Gestalt einer Hostie in einer Monstranz, einem Zeigegerät, von einem Priester durch die Straßen getragen. Das Fronleichnamsfest wird 60 Tage nach Ostern gefeiert – immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Der Donnerstag als Festtermin knüpft an den eigentlichen Gedenktag des letzten Abendmahles, den Gründonnerstag, an.

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news-36844 Wed, 29 May 2024 09:33:28 +0200 Bischof nimmt Stellung zur öffentlichen Debatte um Pfarrer und Missbrauchs-Aufarbeitung. https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-nimmt-stellung-zur-oeffentlichen-debatte-um-pfarrer-und-missbrauchs-aufarbeitung/ Die Stellungnahme von Bischof Dr. Heiner Wilmer zur öffentlichen Debatte um Pfarrer Matthias Eggers und zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim: „In den vergangenen Tagen ist eine öffentliche Debatte um den Wolfenbütteler Pfarrer Matthias Eggers und die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim entstanden, die emotional und aufgeheizt geführt wird. Es ist mir ein sehr großes Anliegen, dass sich diese Situation beruhigt. Ich werde mich stark dafür einsetzen, dass es zu einer Deeskalation kommt. Wir werden mit Pfarrer Eggers im Gespräch bleiben, um Wege zu finden, den Konflikt zu befrieden.

Zunächst möchte ich jedoch auf einige Aspekte eingehen, die in diesem Kontext wichtig sind:

Die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt und die Veröffentlichung damit zusammenhängender Untersuchungsergebnisse haben für das Bistum Hildesheim und für mich als Bischof eine sehr hohe Priorität. Das Bistum Hildesheim hat in den Jahren 2017 und 2021 zwei umfangreiche Aufarbeitungsstudien veröffentlicht, die externe Fachleute im Auftrag der Diözese erstellt hatten. Zudem gab es in Bezug auf den Fall Georg M. einen Untersuchungsbericht durch einen Berufsrichter im Ruhestand, der 2021 veröffentlicht worden ist. Pfarrer Eggers hatte seinerzeit den ersten Hinweis auf den inzwischen verstorbenen Georg M. gegeben, der als Ruhestandsgeistlicher im Kreis Wolfenbüttel gelebt hatte. Diesem Hinweis ist das Bistum Hildesheim unverzüglich gefolgt, um die Aufklärung in Gang zu bringen.

Gegenwärtig ist die dritte große Aufarbeitungsstudie ausgeschrieben, die sich mit sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich des Bistums Hildesheim befassen und die Veröffentlichung von Zwischenberichten vorsehen wird. Darüber hinaus hat das Bistum Hildesheim die personellen Ressourcen für die Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt seit 2012 von einer auf insgesamt neun Stellen aufgestockt (fünf Vollzeit- und vier Teilzeitstellen). Es gibt eine eigene Stabsabteilung, die sich mit der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt befasst. Es würde zur Versachlichung der Debatte sehr beitragen, wenn diese Fakten berücksichtigt werden würden.

Zugleich ist allen Menschen klar, die sich im Bistum Hildesheim für die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt einsetzen, dass es noch viel Arbeit zu tun gibt. Das bestreitet niemand. Die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt ist ein umfangreicher Prozess, der längst nicht am Ende ist. Konstruktive Kritik am eingeschlagenen Weg der Aufarbeitung ist jederzeit durch jede Person – selbstverständlich auch durch Pfarrer Eggers – nicht nur möglich, sondern auch explizit erwünscht.

In den Medien dominiert der Eindruck, es handele sich in erster Linie um einen Dissens zwischen Pfarrer Eggers und mir. Das ist falsch. Grund des Konfliktes waren Anschuldigungen, die Pfarrer Eggers gegen Weihbischof Heinz-Günter Bongartz erhoben hat. Deshalb gab es mehrere persönliche Gespräche sowie schriftliche Korrespondenz mit Pfarrer Eggers in den zurückliegenden Wochen und Monaten.

Pfarrer Eggers hat den Weihbischof an der im Zusammenhang mit der Visitation vorgesehenen Firmung junger Menschen in Wolfenbüttel gehindert. Damit behindert er den Weihbischof an der Ausübung einer Aufgabe, die ich ihm übertragen hatte. Das geht nicht, zumal Pfarrer Eggers keine Belege für seine Anschuldigungen vorgebracht hat. Der Pfarrer tritt hier zugleich als Ankläger und als Richter auf, was ich nicht hinnehmen kann. Hier genau liegt der eigentliche Grund für den Konflikt. Es ist nicht das am 18. Mai 2024 erschiene Interview von Pfarrer Eggers mit der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.

Um zu deeskalieren, habe ich entschieden, dass nicht Weihbischof Bongartz nach Wolfenbüttel kommt, um jungen Menschen das Sakrament der Firmung zu spenden, sondern ein anderer Geistlicher. Außerdem wird auch die Visitation der Pfarrgemeinde von einer anderen Person übernommen. Darüber ist Pfarrer Eggers bereits informiert worden.

In dieser Gemengelage war es kontraproduktiv, dass sich Pfarrer Eggers in dem Interview sehr pauschal, zuspitzend und undifferenziert geäußert hat. Ich bitte Pfarrer Eggers daher eindringlich um eine verbale Mäßigung. Man kann in der Sache hart miteinander ringen, aber auf der persönlichen Ebene sollte man anständig miteinander umgehen. Das hat auch mit Vertrauen zu tun. Ohne Vertrauen ist eine sinnvolle Zusammenarbeit nur schwer möglich.

Pfarrer Eggers engagiert sich stark für die Aufklärung von sexualisierter Gewalt in unserer Kirche und für Menschen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. In diesem Anliegen hat er meine volle Unterstützung. Ich weiß, dass er als Pfarrer in Wolfenbüttel sehr geschätzt und respektiert wird. Deshalb verstehe ich gut, dass sich viele Menschen, insbesondere in seiner Pfarrgemeinde St. Petrus, mit ihm solidarisieren.

Ich möchte betonen: Pfarrer Eggers und ich verfolgen mit der konsequenten Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt das gleiche Ziel. Da das Thema hochkomplex ist, kann es immer wieder unterschiedliche Auffassungen darüber geben, wie man am besten vorgeht. Das zeigt sich auch in der aktuellen Situation. Gleichwohl hoffe ich sehr, dass wir eine gute Lösung finden werden.“

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news-36836 Tue, 28 May 2024 14:09:33 +0200 „Wir machen Kirche – schöpfungsgerecht“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wir-machen-kirche-schoepfungsgerecht-1/ Unter dem Motto „Wir machen Kirche – schöpfungsgerecht“ stellt das Bistum Hildesheim seinen Nachhaltigkeitsprozess Schöpfungsgerecht 2035 und sein interdisziplinäres Umweltteam auf dem Katholikentag in Erfurt vor. Der gemeinsame Stand des Bistums Hildesheim und des Diözesanrates der Katholik*innen... Was hat das energetische Sanieren der bistumseigenen Gebäude mit dem Ziel der CO2-Neutralität zu tun? Wie unterstützt der Biodiversitätsmanager im Umweltteam des Bistums Hildesheim, damit es in den Pfarrgärten und Dächern bald grünt und blüht? Welche Angebote bietet das Bistum in Sachen Schöpfungsspiritualität und was bedeutet überhaupt schöpfungsgerecht? An einer großen dreidimensionalen Puzzlewand können Besucherinnen und Besucher all diesen Fragen nachgehen und entdecken, welche Angebote es jetzt im Bistum gibt, um die Gemeinden dabei zu unterstützen bis 2035 CO2-neutral und schöpfungsgerecht zu werden.

Der Stand des Bistums hat mit Baustellenbarke, Umbau-Schild und Schutzhelmen die Anmutung einer Baustelle und nimmt damit die Transformationsprozesse im Bistum Hildesheim auf, die sich auch im Nachhaltigkeitsprozess zeigen: „Kirche befindet sich in einem großen Umbauprozess. Die Art und Weise, wie wir als Christinnen und Christen gemeinsam unterwegs sind und unseren Glauben leben, wird vermutlich in 20 Jahren deutlich anders aussehen als vor 20 Jahren. Welche Gestalt Kirche dann auch immer haben wird, für uns als Bistum ist klar: Die Kirche der Zukunft kann nur eine schöpfungsgerechte Kirche sein“, sagt der Biologe und Theologe Dr. Dr. Dirk Preuß, Leiter des Umweltteams und Projektleiter Schöpfungsgerecht 2035.

Den Nachhaltigkeitsprozess hat auch der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim von Anfang an unterstützt und begleitet. Mit acht Ehrenamtlichen unterstützen sie am Stand. Dr. Christian Heimann, Vorsitzender des Diözesanrates und Mitglied im Steuerungskreis des Nachhaltigkeitsprozesses, lädt alle Besucherinnen und Besucher des Katholikentags aus dem Bistum Hildesheim am Samstag, 1. Juni, zwischen 15 und 16 Uhr zu einem Treffen am Bistumsstand ein: „Ich freue mich auf viele Gespräche. Und die ersten 50 Gäste, die in dieser Zeit am Stand vorbeischauen, können sich zudem über eine kleine Überraschung freuen.“

Der 103. Deutsche Katholikentag findet von Mittwoch, 29. Mai bis Sonntag, 2. Juni 2024 im thüringischen Erfurt statt.

Informationen zum Nachhaltigkeitsprozess des Bistums gibt es unter www.schoepfungsgerecht2035.de.

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news-36841 Tue, 28 May 2024 13:29:00 +0200 Bischof Wilmer gratuliert dem künftigen Osnabrücker Bischof https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-wilmer-gratuliert-dem-kuenftigen-osnabruecker-bischof/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ gratuliert Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zur Ernennung zum neuen Bischof im Bistum Osnabrück: „Ich freue mich sehr, dass Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB zum Bischof von Osnabrück gewählt wurde. Ich kenne Pater Dominicus schon lange. Wir haben in der Zeit, als wir beide in unseren Orden Leitungsverantwortung hatten, viel zusammen gearbeitet. Diese Zusammenarbeit habe ich immer sehr geschätzt. Auch in jüngster Zeit haben wir immer wieder im Austausch gestanden. Ich freue mich sehr , dass wir diese Zusammenarbeit nun vertiefen und uns gemeinsam für die katholische Kirche in Niedersachsen einsetzen können.

Dem Bistum Osnabrück gratuliere ich herzlich zu einem fähigen und kompetenten künftigen Bischof, der auf vielfältige Leitungserfahrungen im Orden und im Erzbistum Paderborn zurückgreifen kann.“

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news-36856 Sat, 25 May 2024 15:35:45 +0200 Earth Choir Kids: Bewegendes Konzert in St. Aegidien https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/earth-choir-kids/ Über 200 Grundschulkinder waren mit ihren Lehrerinnen und Lehrern, Familien und Freunden in die Kirche St. Aegidien nach Braunschweig gekommen, um mit dem bekannten Kinderliedermacher und Komponisten Reinhard Horn Lieder für eine klimagerechte Welt zu singen. Am vergangenen Freitag wimmelte es in der katholischen Kirche St. Aegidien nur so von Mädchen und Jungen in türkisfarbenen, orangenen und grünen T-Shirts. Jede der drei Farben stand für eine der drei katholischen Grundschulen Edith Stein, Hinter der Masch und St. Josef der Stadt Braunschweig. Die Kinder haben beim Konzert begeistert ihre Stimme für das Klima gegeben.

Veranstalter des Earth-Choir-Kids-Konzertes war das Bistum Hildesheim. „Ich finde es klasse, dass alle drei Schulen zusammenarbeiten, in den vergangenen vier Monaten tüchtig die Lieder geübt und gemeinsam ein so tolles Projekt auf die Beine gestellt haben“, freut sich Jessica Griese, Referentin für Religionspädagogik im Bistum, in der vollbesetzten Kirche. „Es ist toll, dass ihr eure Stimmen erhebt auch für uns Erwachsene, damit wir mehr nachdenken über das Klima in der Welt“, sagt Propst Martin Tenge bei seiner Begrüßung zu den Kindern. Tenge ist Pfarrer der Innenstadtgemeinde St. Aegidien.

Horn möchte mit seinen Liedern zu Themen rund um das Klima und Bewahrung der Schöpfung die Herzen der Menschen erreichen. Denn die bloße Kenntnis der Umweltprobleme reiche seiner Meinung nach nicht aus: „Wir wissen so viel an Zahlen und Fakten, aber irgendwie kommen wir nicht in Tritt.“

In seinen Songs geht es um Artenvielfalt, Klimagerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung weltweit. Über eingespielte Videos kommen beim Konzert Musiker aus Afrika, Südamerika und Europa bis zum Inselstaat Tuvalu zu Wort. So erleben die Kinder auch die weltweite Klimaproblematik. Ganz passend dazu trägt ein Stück dann auch den Titel: „Alles hängt mit allem zusammen“.

„Der einzige blaue Planet in unserem Sonnensystem ist die Erde und nur die Erde ermöglicht unser Leben und deshalb gibt es keinen Planeten B“, erklärt der Kindermusiker und kündigt damit den Song „No Planet B“ an. Etliche der Lieder singt Horn mit Solokindern, die inbrünstig mitmachen. Das bewegende Konzert ist durch die Stimmen und Bewegungen der Sechs- bis Zehnjährigen sehr mitreißend. Dabei sind die etwa ein Dutzend Lieder sehr unterschiedlich: Neben getragenen stehen fetzige Lieder, deutsch- und englischsprachige Songs auf dem Programm. In „Mutter Erde, blauer Planet“ oder „What a Wonderful World“ wird besungen, wie schön die Erde ist. In den Evergreen stimmen auch alle Gäste mit ein.

Horn hat dieses Konzert mit seinen engagierten Liedern zur Bewahrung der Schöpfung schon an zahlreichen Orten in Deutschland mit Mädchen und Jungen aufgeführt. Denn dieses Konzert in der Löwenstadt ist Teil des mehrfach ausgezeichneten Projektes „Earth Choir Kids – Unsere Stimmen für das Klima“. Er will mit seinen großen Aufführungen das Thema Klima musikalisch ins Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen rücken. „Kreativ, kraftvoll und engagiert!“, so Reinhard Horn. Das Projekt hat zahlreiche Unterstützer, beispielsweise Brot für die Welt, die Deutsche Chorjugend, die Kindernothilfe oder Greenpeace.

Weitere Infos zum Projekt unter: www.earth-choir-kids.com

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news-36786 Thu, 23 May 2024 16:32:21 +0200 Wolfgang Semmet wird neuer Domkapitular https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wolfgang-semmet-wird-neuer-domkapitular/ Der Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover und Propst an der Basilika St. Clemens, Wolfgang Semmet, wird Mitglied des Hildesheimer Domkapitels. Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ernennt den 66-jährigen Seelsorger zum neuen Domkapitular. Die Einführung Semmets in... Damit gehören dem Domkapitel künftig acht Domkapitulare an. Semmet ist seit 2016 als Pfarrer in Hannover tätig, seit Januar 2024 ist er Regionaldechant in der Landeshauptstadt. Mit der Ernennung zum Domkapitular ist auch verbunden, dass Semmet künftig dem Diözesanpastoralrat angehört, dem wichtigsten Beratungsgremium des Bischofs. Dazu sagt Domdechant Bongartz: „Ich finde das sehr wichtig, denn damit repräsentiert Wolfgang Semmet mit anderen Mitgliedern des Gremiums aus Hannover rund ein Drittel der Katholikinnen und Katholiken des Bistums Hildesheim, die in der Region Hannover leben. Viele von ihnen sind Gläubige anderer Muttersprachen.“

Das Domkapitel ist eine Gemeinschaft von Priestern, deren erste Aufgabe es ist, die feierlichen Gottesdienste in der Kathedralkirche durchzuführen. Außerdem berät und unterstützt das Domkapitel den Bischof. Die Deutsche Bischofskonferenz hat dem Domkapitel darüber hinaus die Aufgaben des kirchenrechtlich vorgeschriebenen Collegium Consultorum übertragen. Das Hildesheimer Domkapitel besteht aus acht Domkapitularen. Die Domkapitulare werden vom Bischof ernannt.

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news-36783 Thu, 23 May 2024 13:04:18 +0200 Über katholische Weite https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/ueber-katholische-weite/ Am 1. Januar hat die Katholische Akademie des Bistums das Tagungshaus am Platz an der Basilika in Hannover übernommen. Das wurde nun mit einem großen Fest gefeiert. „Dialoge anzetteln, Räume eröffnen, Haltung einbringen“, so fasst Direktor Thomas Harling in drei Stichworten die Idee der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim zusammen. Jetzt an einem neuen Ort: Ganz offiziell hat die Akademie das Tagungshaus St. Clemens im Herzen von Hannover übernommen.  

Feierlich war es bei der Übernahme: ein Festvortrag von Claudia Nothelle, Professorin für Fernseh-Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal und Vizepräsidentin des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, Vertreter*innen aus Politik, Gesellschaft und natürlich Bischof Heiner Wilmer. Kurze Talks, Kultur, Musik, verbunden mit Einblicken in die Arbeit einer Akademie. Der Anlass: Formal mit dem 1. Januar war das renommierte Tagungshaus St. Clemens von der Katholischen Kirche in der Region Hannover in die Trägerschaft der Katholischen Akademie des Bistums Hildesheim übergangen. Nun das große Fest. Einhellige Meinung: Eine Akademie braucht ein Tagungshaus und das Bistum eine Akademie. 

Aber warum eigentlich? In Talkshows im Fernsehen wird täglich über die Probleme der Welt geredet, Podcasts im Stream lassen keine Antwort und soziale Medien keine Meinung aus. Für Harling dagegen schafft die einen Raum, in dem Menschen im direkten Kontakt zusammenkommen und Perspektiven austauschen: „Das schafft Brücken.“ Wichtig sei, dass nicht wie in Talkshows überwiegend Meinungen zu Wort kommen, sondern Fachwissen auf der Höhe der Zeit – sowohl aus der Wissenschaft als auch von Sachkundigen aus der Praxis.

Wissen ist dabei das eine, die Haltung das andere: Katholisch ist für Harling nicht nur ein Adjektiv im Namen: „Wir verstehen katholisch im ursprünglichen Wortsinn als allumfassenden Zugang zu Themen, Fragestellungen und Menschen.“ Realitäten, die sich immer nur als Ausschnitt zeigen, werden in einen größeren Zusammenhang gestellt. „Wir wissen, dass es Wirklichkeiten gibt, die sich der Beschreibung entziehen und trotzdem beschrieben werden müssen“, erläutert Harling. Katholisch bedeutet daher, eine Haltung einzunehmen der Verbundenheit und Empathie mit allem, was lebt. 

Die Haltung, die christlich-jüdische Tradition, der Glaubensschatz, die Grundlage des christlichen Menschenbildes – all das bringe die Katholische Akademie in das Konzert der Bildungslandschaft und in die Debatten einer Landeshauptstadt ein. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Fragen auch in die Kirche zurückgetragen. „Das entspricht dem Charakter unserer Katholischen Akademien: Wir sind Orte, an denen freies Denken und offene Worte möglich sein.“ Das war nach der Erfahrung der menschenverachtenden NS-Diktatur eine Antwort der Kirchen – offenes Nachdenken und Reden. Damit könne eine katholische Akademie anders als andere Bildungsorte Themen setzen, die als vermeintlich weniger wichtig gehalten werden. Fragen, die es nicht in die Talkshows schaffen.

Die Weite des Katholischen nimmt Harling ganz wörtlich, sowohl räumlich als auch virtuell: Mit Online-Angeboten im Internet können Interessenten von zu Hause aus an Bildungsveranstaltungen teilnehmen: „Damit können wir Barrieren, was Zeit und Mobilität betrifft, abbauen.“ Einzelne Veranstaltungen wie große Podiumsdiskussionen werden im Internet als Stream live übertragen. 

Gleichzeitig ist die Akademie räumlich nicht nur an Hannover oder dem benachbarten Hildesheim gebunden: „Wir Satellitenakademien in den Universitätsstädten im Bereich des Bistums einzurichten.“ Zudem zeigt sich Harling für Kooperationen offen: „Mit mindestens zwei lokalen Akteur*innen führen wir Veranstaltungen durch, die für den Ort, aber auch das ganze Bistum von Bedeutung sind.“ Ein Beispiel: die kürzlich erfolgte Podiumsdiskussion „Zuversicht in schweren Zeiten – Was gibt gesellschaftlich Engagierten Hoffnung?“. Hier hat die Akademie unter anderem mit der Pfarrgemeinde St. Bernward in Lehrte zusammengearbeitet. Solche Formate würde Harling gerne ausbauen, um als Akademie auch in der großen Fläche des Bistums zwischen Nordsee, Harz und Weser präsent zu sein.

Katholisch weit sind zudem die Dialoge, die Harling mit dem Team der Akademie und Kooperationspartnern anzetteln möchte: Da ist die Veranstaltungsreihe „Kirche und Theologie que(e)r gelesen“ in Zusammenarbeit mit dem „NetzWerk ChancenGleich“ weitergeführt wird, verbunden mit flankierenden Veranstaltungen zum Thema Gender. „Ende des Gemeinwohls? – Freier Markt und demokratische Zivilgesellschaft“ ist ein mehrtägiges Seminar im November überschrieben. Angedacht ist eine Veranstaltung zu Künstlicher Intelligenz und Kirche. „Natürlich beschäftigt uns der Rechtsruck in der Gesellschaft und wir befassen uns mit Wegen, die Demokratie zu stärken und verfassungsfeindlichen Kräften entgegenzutreten.“ Für das kommende Jahr plant die Akademie die von Hugo von Hofmannsthal stammende Tragödie „Jedermann“ als Open-Air-Theater vor der Basilika St. Clemens aufzuführen. 

Dieses „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“, in dem unter anderem Gott, der Teufel und der Mammon auftreten ist zugleich ein Projekt, mit dem die Akademie in die Nachbarschaft zur Basilika St. Clemens einrückt: „Wir möchten helfen, diesen sehr katholischen Ort in Hannover weiter so profilieren“, betont Harling. 

Aber warum braucht eine Akademie nun doch ein eigenes Tagungshaus? „Wir haben dadurch einen festen Ort, an dem wir Gastgeberin sein können“, unterstreicht Harling. Das stärkt und ermutigt zu Dialogen und Begegnungen. Es betont den offenen Raum für ebenso offene Debatten. Doch diese Offenheit kann und soll weitergetragen werden: „Wir werden weiterhin an andere Orte in Hannover und im ganzen Bistum gehen, wenn das Thema einen anderen Rahmen als den des Tagungshauses verlangt.“ Katholische Weite.

Die Akademie des Bistums Hildesheim besteht im Kern seit 1958 und war bis 2021 in Goslar mit dem Namen „St. Jakobushaus“ angesiedelt. Mit dem Umzug nach Hannover soll sich die Akademie nicht nur in den gesellschaftlichen Diskurs der Landeshauptstadt einbringen, sondern auch bistumsweit „katholische Positionen in gesellschaftsrelevante Themen eintragen“, wie es Bischof Heiner Wilmer umschreibt. Thomas Harling ist seit Oktober 2023 Direktor der Akademie. Zusammen mit einem Team aus fünf Referent*innen und sechs weiteren Mitarbeiterinnen in Tagungsmanagement, Verwaltung, Haustechnik und Hauswirtschaft will er die Leitidee der Akademie umsetzen: „Das Gespräch, weiterführend, streitbar, konstruktiv.“

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news-36733 Fri, 17 May 2024 15:13:27 +0200 Deutschlandfunk sendet an Pfingsten Gespräch mit Wilmer https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/deutschlandfunk-sendet-an-pfingsten-gespraech-mit-wilmer/ Hildesheimer Bischof ist im „Interview der Woche“ am 19. Mai von 11:05 Uhr bis 11:30 Uhr zu hören. Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ist zu Pfingsten im Format „Interview der Woche“ im Deutschlandfunk zu hören. Am Sonntag, 19. Mai, spricht Deutschlandfunk-Redakteur Andreas Main von 11:05 bis 11:30 Uhr mit Bischof Wilmer unter anderem über Solidarität mit der Ukraine, seinen Besuch im Heiligen Land, Herausforderungen für die Kirche und natürlich die Bedeutung von Pfingsten.

Das Interview ist zum Nachlesen bereits jetzt online verfügbar: https://bilder.deutschlandfunk.de/51/52/92/d9/515292d9-c9ee-4963-a30d-ce15692890f9/interview-der-woche-wilmer-24-05-19-100.pdf

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news-36731 Fri, 17 May 2024 09:00:25 +0200 Mädchenchor der Kathedrale von St. Albans zu Gast in Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/maedchenchor-der-kathedrale-von-st-albans-zu-gast-in-hildesheim/ Am Sonntag, 26. Mai 2024, ist der St. Albans Cathedral Girls Choir in Hildesheim zu Gast. Die 22 Mädchen werden im Gottesdienst am 10 Uhr im Hildesheimer Dom sowie bei der Abendmusik in St. Michaelis um 18 Uhr singen. Im Hildesheimer Mariendom wird der Chor Werke von Hildegard von Bingen, Jean Langlais und Felix Mendelssohn Bartholdy singen. Beim abendlichen Auftritt in St. Michaelis wird das Programm unter anderem um Stücke der englischen Komponistinnen Roxanna Panufnik, Judith Weir und Lesely-Jane Rogers ergänzt. Die Mädchen werden vom Organisten Oliver Morrell begleitet, die Leitung hat Tom Winpenny.

Der Besuch der Mädchen bei der Hildesheimer Ökumenischen Singschule knüpft an einen Besuch der Chöre aus St. Albans zum Bistumsjubiläum an. Die bekannteste Verbindung beider Orte ist der Albani-Psalter, der in der Diözesanbibliothek aufbewahrt wird.

Der Mädchenchor der Kathedrale von St. Albans wurde 1996 gegründet. Er besteht aus bis zu 26 Mädchen im Alter von 8 bis 14 Jahren und wird von Tom Winpenny, dem stellvertretenden Dommusikdirektor, geleitet. Die Sängerinnen kommen aus verschiedenen örtlichen Schulen und proben dreimal die Woche, vor oder nach dem Unterricht und singen darüber hinaus bestimmte Wochenendgottesdienste gemeinsam mit den Männerstimmen des Kathedralchors. Der Chor gilt als eines der besten Ensembles seiner Art im Vereinigten Königreich und hat mehrere CD-Einspielungen veröffentlicht. In den vergangenen Jahren unternahm er Tourneen nach Dänemark, Schweden und Paris und hat Werke von Judith Weir, Carl Rütti, Alec Roth und Cecilia McDowall uraufgeführt. Der Chor trat bereits in der Royal Albert Hall, in St. Paul´s Cathedral, der Royal Festival Hall sowie der Symphony Hall Birmingham auf und hat Liveübertragungen des Choral Evensongs, einer gesungenen Form des traditionellen Abendlobes, auf BBC Radio 3 gesungen.

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news-36711 Wed, 15 May 2024 15:08:12 +0200 Stimme der Laien hörbar machen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/stimme-der-laien-hoerbar-machen/ Mit neuem Schwung und vielen neuen Gesichtern ist der Landeskatholikenausschuss in Niedersachsen in die neue Amtsperiode gestartet. Zum neuen Vorsitzenden wurde Egbert Biermann aus Hannover gewählt. Egbert Biermann ist seit langem Mitglied der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und wirkt im Diözesanausschuss der KAB im Bistum Hildesheim mit. Als Vertreter der Verbände gehört er aktuell auch dem Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim an, der ihn zusammen mit Christiane Hülsbusch als Vertretung in den Landeskatholikenausschuss gewählt hat. Das Ziel des neuen Vorsitzenden mit seinem Team ist es, den Landeskatholikenausschuss als Stimme der katholischen Laien in der niedersächsischen Öffentlichkeit hörbar zu gestalten.

Im Mittelpunkt sollen dabei die sozialen Vorstellungen zur Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft stehen. „Die sozial-ökologische Transformation wird die Beschäftigten in Niedersachsen weiterhin vor große Herausforderungen stellen, die auch der Aufmerksamkeit katholischer Laien bedürfen“ betont Biermann. So will der Landeskatholikenausschuss verstärkt den Dialog Kirche und Arbeitswelt in den Blick zu nehmen und Kontakte sowohl zu Gewerkschaften, Arbeitgeber- sowie Industrieverbänden, Einrichtungen der Wirtschaft als auch zu weiteren Organisationen der Zivilgesellschaft entwickeln.

Der Landes-Katholiken-Ausschuss (LKA) ist ein Gremium der katholischen Laien in den Bistümern Hildesheim und Osnabrück und im Offizialatsbezirk OIdenburg. Es will zur Meinungs- und Willensbildung in politischen und gesellschaftlichen Fragen beitragen und die Anliegen katholischer Laien öffentlich vertreten. Mitglieder sind die in Niedersachsen vertretenen katholischen Verbände und Delegierte der Laienräte.

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news-36704 Tue, 14 May 2024 16:26:09 +0200 19 Flaschen Wein für Bischof Wilmer https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/19-flaschen-wein-fuer-bischof-wilmer/ Der Hildesheimer Weinkonvent hat heute seine Pacht für den Weinberg im Magdalenengarten im Beisein der Hildesheimer Weinkönigin Laura Wulfes an Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ gezahlt. 19 Flaschen Wein konnte Präses Axel Kusch an den Bischof übergeben. „Wir hatten eine gute Ernte“, sagt Kusch. Er macht dem Bischof gleichzeitig Hoffnung auf einen noch größeren Ertrag im kommenden Jahr, wenn der Weinkonvent 30-jähriges Jubiläum feiern kann: „Die von ihnen im letzten Jahr gesegneten Reben sind alle angegangen“. Seit 1995 bewirtschaften die Winzer den kleinen Weinberg im Hildesheimer Magdalenengarten.

Auch der Bischof freut sich über den reichen Ertrag, weiß er doch um die Abhängigkeit bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen von Wind und Wetter: „Wir können nur unseren Teil tun, der Rest ist ein Geschenk Gottes“, betont Bischof Heiner.

Musikalisch untermalt wurde die Übergabe im Garten des Bischofshauses vom Bläserkorps St.  Hubertus Hildesheim.

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news-36668 Fri, 10 May 2024 10:10:18 +0200 Kirchen in Niedersachsen und Bremen rufen zur Stärkung der Demokratie auf https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/kirchen-in-niedersachsen-und-bremen-rufen-zur-staerkung-der-demokratie-auf/ Die Bischöfe und Leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen rufen in einer ökumenischen Erklärung anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Grundgesetzes dazu auf, die Demokratie zu stärken und Extremismus entgegenzutreten. „Die Demokratie ist nach unserer tiefen Überzeugung diejenige Staatsform, die die unantastbare Würde der Person am besten anerkennt und achtet sowie ein Leben in Freiheit schützt“, schreiben die Geistlichen der evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen und Bremen.

Die Kirchen steigerten gegenwärtig ihren Einsatz für die Stärkung der Demokratie „um Gottes und der Menschen willen“. Mit dem Grundgesetz sei am 23. Mai 1949 die Grundlage für die Demokratie, in der wir heute leben, geschaffen worden. Die Präambel betone, dass dies „im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen“ geschehen sei. „Wir wollen, dass Menschen hier in Recht und Freiheit leben können“, heißt es in dem Brief der Bischöfe und leitenden Geistlichen. „Dabei unterscheiden wir nicht zwischen Menschen nach ihrer Herkunft, sondern sehen alle Menschen als Geschöpfe Gottes an, denen die Menschenwürde gleichwertig zukommt.“

Mit Sorge sehen die Kirchen Bestrebungen, die Demokratie auszuhöhlen. „Wir erteilen deshalb allen extremistischen Bestrebungen eine klare Absage. Gegenwärtig beunruhigt uns besonders der wachsende Rechtsextremismus. Wir halten völkischen Nationalismus und Christentum für unvereinbar. Deshalb sind rechtsextreme Parteien für Christinnen und Christen nicht wählbar.“

Die evangelischen und katholischen Geistlichen bitten alle Wahlberechtigten, bei der Europawahl am 9. Juni 2024 die Demokratie in Europa zu stärken und Parteien, die extremistische Positionen und eine „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ vertreten, eine Absage zu erteilen. Dazu gehörten neben Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Antiziganismus, Sexismus, Homophobie oder Queerfeindlichkeit auch die Abwertung von Menschen mit Behinderungen oder von wohnungslosen Menschen. „Dies lehnen wir mit aller Deutlichkeit ab. Es widerspricht unserem christlichen Verständnis von der Würde aller von Gott geschaffenen Menschen.“
Als demokratischer Staat brauche die Bundesrepublik Deutschland eine demokratiebewusste Gesellschaft und Menschen, die sich die demokratischen Grundentscheidungen zu eigen machen. „Es ist unser Ziel, daran als christliche Kirchen in Niedersachsen und Bremen mitzuwirken.“

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news-36659 Wed, 08 May 2024 16:06:46 +0200 Uraufführung des Godehard-Oratorium von Johannes Berndt in St. Godehard, Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/urauffuehrung-des-godehard-oratorium-von-johannes-berndt-in-st-godehard-hildesheim/ Als musikalischen Schluss- und Höhepunkt des Godehardjahres im Bistum Hildesheim hat die Hildesheimer Kirchengemeinde St. Godehard bei dem jungen Komponisten Johannes Berndt (Jg.98) ein groß besetztes Oratorium über das Leben und Wirken des Hl. Godehard beauftragt. Umständehalber musste die... Am Ende des beeindruckenden 90minütigen Werkes herrschte in der Basilika lange eine ergriffene Stille, bevor das Publikum den Musizierenden des Abends mit Standing Ovations dankte. Zu Recht, denn diese Uraufführung hatte alles, was man sich von einem Konzert wünschen kann: Johannes Berndt leitete präzise und mitreisend, das Orchester musizierte hörbar gut aufeinander eingespielt, die Chöre und die Solisten sangen textverständlich und intonationssicher. Selbst das schwierige Zusammen- und Wechselspiel des Orchesters mit der weit entfernten Hauptorgel der Basilika war bei dieser Uraufführung wie selbstverständlich.

Der Komponist Johannes Berndt stammt aus der Kirchengemeinde St. Godehard und begann seine kompositorische Ausbildung schon mit 12 Jahren als Jungstudent an der Musikhochschule Hannover, wo er u.a. bei Prof. Frank Löhr im Master Orchesterleitung studierte. An der Staatsoper Hannover ist er Assistenzdirigent und Korrepetitor des Opernchores. Für seine kompositorische Tätigkeit wurde er mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Das zweiteilige Godehard-Oratorium ist klassisch angelegt: mit Chören, Chorälen, Arien, aber auch einem Chronisten, der an die Stelle des Evangelisten tritt, ist es formal an den großen Oratorien des Barocks orientiert. Auf Basis eines Librettos des Komponisten (der dazu fachlich vom Hildesheimer Theologen Prof. DDr. Bölling beraten wurde) erzählt es Stationen aus dem Leben des heiligen Bischofs: von der Berufung und seinen damit verbundenen Zweifeln, über ihm zugeschriebene Wundertaten bis hin zu seinem Tod im Jahr 1038. Musikalisch bindet der Komponist neben dem gemischten Chor und einem farbenreich besetzten Orchester zusätzlich auch noch einen Jugendchor, die große Orgel und die Kirchenglocken der Basilika mit ein. In freier, gemäßigt moderner Tonsprache entstand so ein Bild des Lebens, aber auch des theologischen Denkens des Heiligen. Als roter Faden zogen sich die sechs Strophen des Godehard-Liedes (im Gotteslob unter der Nummer 913 zu finden) durch das Oratorium, für das der Komponist eigens eine neue Melodie komponiert hat.

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news-36657 Wed, 08 May 2024 12:05:05 +0200 200. Geburtstag des ‚neuen‘ Bistums Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/200-geburtstag-des-neuen-bistums-hildesheim/ Mit der Bulle „Impensa Romanorum Pontificum“ von 1824 wurden die Diözesangrenzen der Bistümer Hildesheim und Osnabrück neu festlegt. Anlässlich des "200. Geburtstages des neuen Bistums Hildesheim“ laden das Bistumsarchiv und der Verein für Geschichte und Kunst im Bistum zu einer Feierstunde am... Mit der Bulle „Impensa Romanorum Pontificum“ von 1824 wurden die Diözesangrenzen der Bistümer neu festlegt. Anlässlich des 200. „Geburtstages des neuen Bistums Hildesheim“ lädt das Bistumsarchiv und der Verein für Geschichte und Kunst im Bistum zu einer Feierstunde am Dienstag, 14. Mai 2024, um 18 Uhr in die Dombibliothek ein.

Bistumsarchivar Dr. Thomas Scharf-Wrede wird dabei einen Vortrag über die Zirkumskriptionsbulle von 1824 und den Umbruch, Aufbruch und das Neuwerden der Kirche von Hildesheim halten. Das Schlusswort ist Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ vorbehalten, bevor es Gelegenheit für Gespräche gibt.

Um eine Anmeldung an [email protected] oder per Telefon: 05121/ 307-932 wird gebeten.

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