Bistum Hildesheim http://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Fri, 24 Jan 2020 13:45:05 +0100 Fri, 24 Jan 2020 13:45:05 +0100 TYPO3 EXT:news news-20204 Thu, 23 Jan 2020 12:50:13 +0100 Peru-Mäuse aus Hildesheim für Papst Franziskus https://www.kiz-online.de/peru-m%C3%A4use-f%C3%BCr-papst-franziskus Durch den Verkauf von Peru-Mäusen und anderen kleinen Aktionen  hat die Hildesheimer Albertus-Magnus-Schule über 30 000 Euro für ihre Peru-Partnerschaft erwirtschaftet. Jetzt durfte eine Delegation das Projekt auch im Vatikan vorstellen.  news-20136 Tue, 14 Jan 2020 13:45:01 +0100 Bonifatiuswerk fördert Projekte im Bistum bistum/nachrichten/artikel/news-title/bonifatiuswerk-foerdert-projekte-im-bistum-20136/ Mit 13,5 Millionen Euro unterstützt das Bonifatiuswerk im Jahr 2020 Projekte in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora. Das Bistum Hildesheim erhält davon Fördergelder in Höhe von 146.500 Euro. Mit 18.000 Euro werden religiösen Bildungsmaßnahmen im Bistum unterstützt. Für die Erweiterung der St. Franziskus-Schule zum inklusiven CO2-neutralen Quartier der Heimstatt Röderhoff in Diekholzen stehen 128.500 Euro zur Verfügung. Weitere Projekthilfen – insbesondere im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe – werden vom Bonifatiuswerk unterjährig bewilligt, so dass die Gesamtförderung im Bistum noch höher ausfallen kann.

Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit des Diaspora-Hilfswerkes bilden die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Glaubenshilfe. Mit Blick auf den synodalen Weg der katholischen Kirche, sieht es das Hilfswerk als seine Aufgabe an, in bewährter und innovativer Weise solidarisch den Katholiken in der Diaspora zur Seite zu stehen und dem Evangelium in der Gesellschaft ein einladendes Gesicht zu geben.

„Als ‚Hilfswerk für den Glauben‘ möchten wir uns in der Gesellschaft einmischen und die Frohe Botschaft durch die Menschen an viele Orte tragen. Dazu müssen wir neue Wege in der Pastoral suchen und gehen, bewährte Traditionen lebendig halten und als Kirche sympathisch, einladend und auskunftsfähig auf die Menschen zugehen. Daher fördern wir gezielt Projekte, die zeitgerecht Menschen mit der Frohen Botschaft in Berührung bringen und die Erfahrung einer Glaubensgemeinschaft ermöglichen“, sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen.

„In unserer Zeit, in der Traditionen und Formen unserer Kirche infrage gestellt werden, fördern wir aktiv missionarische Initiativen, die andere Zugänge zur Kirche ermöglichen und sowohl Gläubige als auch Glaubensferne einladen. Doch dieser Einsatz wäre ohne die Großzügigkeit unserer Förderer und Spender nicht denkbar, denen ich von Herzen danke“, sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

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news-20120 Sun, 12 Jan 2020 11:27:21 +0100 Bischof Wilmer dankt Sternsingern für ihr Friedensengagement bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-dankt-sternsingern-fuer-ihr-friedensengagement-20120/ Mädchen und Jungen aus dem Bistum Hildesheim feiern zusammen die Sternsingerdankmesse im Hildesheimer Dom. Das diesjährige Thema lautete: „Frieden – Im Libanon und weltweit“. „Ihr seht fantastisch aus in euren königlichen Gewändern“, begrüßte Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ rund 900 Sternsinger mit ihren Begleiterinnen und Begleitern im Dom zum Sternsingerdankgottesdienst. Die „Caspers, Melchiors und Balthasars“ hätten Großartiges geleistet, sagte der Bischof. Sie hätten die Friedensbotschaft der Krippe und den Segen Gottes zu den Menschen gebracht. „So seid ihr selbst zum Segen geworden“, betonte der Bischof.

In seiner Predigt ging Wilmer auf das Motto der aktuellen Sternsingeraktion ein: „Frieden – Im Libanon und weltweit“. In drastischen Bildern führte er den Kindern und Jugendlichen vor Augen, was Kriege anrichten können und wie sehr Menschen darunter zu leiden hätten. Dagegen hätten wir es, die wir hier in Niedersachsen in Frieden leben, ziemlich gut. „Durch euren Einsatz, durch das Geld, das ihr gesammelt habt, helft ihr Menschen, besonders Kindern, denen es nicht so gut geht, wie zum Beispiel Flüchtlingen im Libanon, etwas von diesem Frieden zu spüren“, so Wilmer.

Zusammen mit Bischof Franjo Komarica aus Banja Luka und anderen Priestern und Diakonen spendete Bischof Heiner den Sternsingern und ihren Begleiterinnen und Begleitern einen persönlichen Segen. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem kleinen Imbiss vor dem Generalvikariat eingeladen.

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news-20138 Sat, 11 Jan 2020 11:24:00 +0100 Hilde unterwegs mit Heiliger Fracht in Hildesheim bistum/nachrichten/artikel/news-title/hilde-unterwegs-mit-heiliger-fracht-in-hildesheim-20138/ Zwei Mädchen, zwei Jungs, zwei Väter, zwei Cargo-Bikes und schon saust die Heilige Truppe los. Den Stern vorneweg sind Casper, Melchior und Balthasar per Lastenräder auf dem Weg zu Hausbesuchen.

Da einer der jungen Könige morgens zunächst aus Itzum abgeholt wurde, war Matthias Thume, einer der Väter, froh über das E-Bike Irmhilde. „Die heilige Fracht hatte es ordentlich in sich durch die Steigung an der Scharfen Ecke, doch mit dem Elektroantrieb kein Problem.“, schmunzelt Thume.

Am Nachmittag öffnet sich für die Sternsinger bei ihrer Segenstour die Tür einer hohen Altbauwohnung. Dort stehen Marijke, Johanna (beide 5 Jahre), Andreas (8) und Manoel (10) erst einmal staunend vor einem gewaltigen Tannenbaum, der bis an die Zimmerdecke reicht. „Wie ist bloß so ein großer Baum ins Wohnzimmer gelangt?“, ist die Frage bevor dann ihr Lied und der Segenstext wie gewohnt flott und beschwingt über die Lippen gehen. „Seht ihr unsern Stern dort stehen“, singt die königliche Crew. Der begleitende Vater schreibt den Segen für das neue Jahr auf den hohen Türrahmen: 20*C+M+B*20 Christus segne dies Haus, das wünschen die Dreikönige Caspar, Melchior und Balthasar den Hausbewohnern.

Bei einem nächsten Besuch konnten die Sternsinger neben dem Haussegen auch gleich noch einen Geburtstagsglückwunsch loswerden. Die königlichen Glückwünsche kommen bei der Bewohnerin natürlich super an. Hier wird der Haussegen im Jahr 2020 sicher ganz besonders gerade hängen. 

Bei ihren Hausbesuchen sammeln die Sternsinger eine ganze Reihe Spenden. „Mit dem, was wir sammeln, werden weltweit Kinder unterstützt, die deutlich schlechter dran sind als wir hier in Deutschland.“, lässt sich der Dreikönigstrupp vernehmen. „Das Engagement der Sternsinger ermöglicht über 1.600 Hilfsprojekte in 107 Ländern. Die Welt soll gerechter und menschlicher werden, damit Frieden einkehrt und zwar für alle.“, informiert der Vater beim Anschreiben des Haussegens und verweist auf das diesjährigen Motto der Sternsinger: Frieden! Im Libanon und weltweit. „Frieden ist bitter nötig wie die Nachrichten der letzten Tage akut zeigen.“

Auf dem Rückweg macht sich das Cargo-Bike mit Elektroantrieb auch wegen des Transports der schweren Spendendose „bezahlt“. Gemeinsam haben die Sternsinger der Gemeinde St. Joseph gerundet 1.800,- Euro gesammelt, die nun zum Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ nach Aachen überwiesen werden.

Tinka Dittrich, Projektleiterin des kostenfreien Lastenradverleihs ‚Hilde‘, freut sich über den Spaß, den der königliche Trupp hat. Die königliche Nutzung bringt ganz nebenbei viel Aufmerksamkeit für den Fuhrpark von ‚Hilde Lastenradverleih für Hildesheim‘. 

Fünf Gefährte mit unterschiedlicher Ausstattung, zum Teil mit Kindersitzen und mit E-Antrieb, erfreuen sich wachsender Beliebtheit und können nach Registrierung unter www.hilde-lastenrad.de kostenfrei entliehen werden. Matthias Thume kennt dieses verlockende Angebot, weil eins der Räder bereits für die kostenlose Nutzung bei seinem Arbeitsgeber am Domhof zur Verfügung stand. 

„Super, dass die Lastenräder der dreiköniglichen Segens- und Friedensmission in Hildesheim dienten. Frieden ist natürlich weltweit nötig. Aber international wird er leider nicht so emissionsfrei zu erreichen sein wie bei uns mit Clothilde und Irmhilde.“, schmunzelt Tinka Dittrich verschmitzt.

Zum Dank für die kostenlose Nutzung der Lastenräder verewigen sich die Dreikönige mit ihrem Segen bei Clothilde und Irmhilde. Sie kleben jeweils ein Segensschildchen auf die Transportkiste, das macht diese zu besonderen Fahrzeugen. 20*C+M+B*20 ist zu lesen. Segensreich werden die Lastenräder in Hildesheim nun im Jahr 2020 unterwegs sein. 

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news-20103 Fri, 10 Jan 2020 10:10:01 +0100 Bischof Wilmer erhebt schwere Vorwürfe gegen USA und Iran https://www.katholisch.de/artikel/24150-bischof-wilmer-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-usa-und-iran Im aktuellen Konflikt klagt Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, beide Seiten an. news-20083 Tue, 07 Jan 2020 15:19:46 +0100 „Ihr bringt eine Botschaft der Nächstenliebe“ bistum/nachrichten/artikel/news-title/ihr-bringt-eine-botschaft-der-naechstenliebe-20083/ „Wenn ihr überall in Deutschland von Haus zu Haus zieht, dann pflegt ihr einen wunderbaren Brauch“, begrüßte und lobte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstag ihre 108 königlichen Gäste. Auch aus dem Bistum Hildesheim waren Sternsinger nach Berlin zum traditionellen Empfang im Bundeskanzleramt... Die Sternsinger Sara (15), Ida (12), Fabian (11) und Emanuel (12) sowie Begleiterin Karin Bierkamp aus der Gemeinde St. Raphael in Garbsen vertraten das Bistum Hildesheim beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur 62. Aktion Dreikönigssingen. 

„Es ist eben nicht nur der Brauch als solcher, sondern ihr bewegt damit natürlich noch sehr viel mehr. Ihr engagiert euch politisch und ihr macht auf ganz wichtige Themen aufmerksam. Und ihr als Kinder helft anderen Kindern auf der Welt“, sagte die Bundeskanzlerin in ihrer Ansprache an die kleinen und großen Könige. „Ihr bringt damit eine Botschaft zu den Menschen, wenn ihr durch die Städte und Dörfer zieht, die sagt: hier kann jeder etwas tun, wir brauchen Nächstenliebe, damit die Welt friedlicher wird und damit die Welt zusammenhält.“

„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Leitwort der aktuellen, 62. Aktion Dreikönigssingen. Die Sternsinger Eva (13), Oyana (13), Benedikt (14) und Tobias (13) aus der Gemeinde St. Johannes Baptist in Jena (Bistum Erfurt) zeigten mit einem kurzen Szenenspiel, warum sie und rund 300.000 weitere Sternsinger überall in Deutschland sich diesmal besonders dem Thema „Frieden“ verschrieben haben. Ein großes Bild einer Hauswand in einem Kriegsgebiet, voller Einschusslöcher, verwandelten sie in 27 Friedensbotschaften der Sternsinger. Ein Buch mit zahlreichen dieser farbenfrohen Botschaften überreichten sie im Anschluss der Bundeskanzlerin, verbunden mit einer großen Bitte: „Wir bitten Sie, dass Sie sich gemeinsam mit vielen anderen dafür einsetzen, dass immer mehr Kinder in Frieden leben können.“

 Frieden – leicht und schwer zugleich

„In diesem Jahr ist unser Thema ‚Frieden! Im Libanon und weltweit‘ leicht und schwer zugleich“, machte Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘ in seinem Grußwort deutlich. „Leicht, weil jeder Mensch doch verstehen kann, wie notwendig für das Aufwachsen von Kindern eine friedliche Umgebung ist. Sich zu entwickeln, zu lernen, seine Träume zu verwirklichen, zu wachsen braucht Frieden. Schwer aber, weil wir alle wissen, dass Kinder zu allererst und am schlimmsten unter den Kriegen und gewaltsamen Konflikten dieser Tage leiden“, so Pfarrer Bingener, der gemeinsam mit Lisi Maier, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die 27 königlichen Delegationen ins Bundeskanzleramt begleitet hatte. In Richtung der Kanzlerin sagte Pfarrer Bingener: „Sie werden in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten Politikerinnen und Politiker treffen, die entscheidend dazu beitragen, ob Frieden werden kann oder sich die Spirale der Gewalt weiterdreht. Ihr Regierungshandeln wird weiter dazu beitragen können, dass weltweit immer mehr Kinder in Frieden und Gerechtigkeit aufwachsen können.“

Kinder sollen in Frieden und Freiheit leben können

Eine ganz besondere Aufgabe übernahmen die Sternsinger Johanna (10), Theresa (10), Armin (10) und Justus (10) aus der Gemeinde Zum Guten Hirten in Cottbus (Bistum Görlitz). Zunächst nahmen sie die Spende der Bundeskanzlerin entgegen, mit der Angela Merkel ein Bildungsprojekt für Kinder im Libanon unterstützt. Im Anschluss schrieben sie den Segen „20*C+M+B+20 – Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus im Jahr 2020“ im Kanzleramt an. Ein Segen mit wahrlich großer Symbolkraft: „Fast auf den Tag genau vor 30 Jahren waren die ersten Sternsinger aus der ehemaligen DDR, aus dem Bistum Görlitz, Besucher des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl“, erklärten die Königinnen und Könige aus Cottbus vor der großen Journalistenschar. „Wenn es die friedliche Revolution in unserem Land nicht gegeben hätte, gäbe es noch heute in Ostdeutschland keine Sternsinger. Wir wollen dazu beitragen, dass hier und in allen Ländern Kinder in Frieden und Freiheit leben können.“

Jeweils vier Sternsinger aus allen 27 deutschen Bistümern vertraten in Berlin die 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die sich rund um das Dreikönigsfest bundesweit an der 62. Aktion Dreikönigssingen beteiligen. Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die kleinen und großen Könige bereits zum 15. Mal.

Rund 1,14 Milliarden Euro, mehr als 74.400 Projekte Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung und soziale Integration.

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news-20067 Mon, 06 Jan 2020 16:07:42 +0100 Dreikönigssingen im Braunschweiger Rathaus http://dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/dreikoenigssingen-im-rathaus-braunschweig-20019/ Zu Gast bei Oberbürgermeister Urich Markurth waren am heutigen Freitagvormittag, 3. Januar 2018, mehr als 30 Sternsinger aus den katholischen Gemeinden Braunschweigs. Die als Heilige Drei Könige festlich verkleideten Mädchen und Jungen verkündeten mit Liedern die frohe Botschaft von der Geburt Jesu... Begleitet wurden sie von Propst Reinhard Heine, Pfarrer der Innenstadtgemeinde St. Aegidien, und erwachsenen Helfern aus den Pfarrgemeinden der Stadt. "Danke, dass wir kommen durften", sagt Propst Heine und erklärt, dass die Kinder in diesem Jahr für den Frieden im Libanon und in der Welt Geld sammeln: „Wir sehnen uns nach Frieden in der Stadt, in unserern Gemeinden und in der Welt."

Im Rathaus begrüßt Oberbürgermeister Ulrich Markurth die Mädchen und Jungen mit ihren Begleitern und stimmt in den Gesang der farbenfroh gekleideten Könige und Sternenträger mit ein. Er hatte für den Empfang der Sternsinger eigens seinen Urlaub unterbrochen. Als die 15-jährige Letizia den Haussegen mit Kreide auf die Tür im Rathaus schreibt, betont Markurth: "Wir können diesen Segen gut gebrauchen." Im Anschluss freuen sie sich die Kinder über eine Stärkung mit Kinderpunsch und Süßigkeiten.

Wer die Sternsinger zu sich einladen möchte, kann sich im Pfarrbüro seiner Gemeinde anmelden oder in die Listen, die in den Kirchen ausliegen, eintragen. Die Gemeinde St. Aegidien ist unter (0531) 2 44 90-0 erreichbar, Rufnummern weiterer Gemeinden finden sich unter: www.dekanat-braunschweig.de.

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news-20065 Mon, 06 Jan 2020 14:28:33 +0100 Bischof feiert Fest Erscheinung des Herrn mit Mitarbeitenden bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-feiert-fest-erscheinung-des-herrn-mit-mitarbeitenden-20065/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat heute den Festtag Erscheinung des Herrn mit den Mitarbeitenden des Bistums Hildesheim gefeiert. Während eines Gottesdienstes im Dom und einem anschließenden Neujahrsempfang im Bischöflichen Generalvikariat kündigte der Bischof zwei wichtige Veranstaltungen an. Während seiner Predigt ging Wilmer auf die drei Könige ein, die einem Stern folgten und Gottes Sohn in einem Stall in Bethlehem fanden. An die Gottesdienstgemeinde gewandt, sagte er: „Wie die Sterndeuter aus dem Osten suchen wir nach Zeichen, wie sie machen wir uns gemeinsam auf den Weg.“

Der Bischof bezog sich dabei auf den am ersten Advent begonnenen synodalen Weg der katholischen Kirche in Deutschland, der sich mit wichtigen Fragen von Kirche und Gesellschaft beschäftigt. In Hildesheim wolle er dies mit den Gläubigen ebenfalls tun - und zwar mit einem Veranstaltungstag über „frauenfragen“ am 2. Mai 2020. Der Titel ist eine Anspielung auf das gleichlautende Gedicht des Priesters und Lyrikers Andreas Knapp aus Leipzig, in dem die Rolle der Frau in der Kirche thematisiert wird.

Vom synodalen Weg schlug Wilmer einen Bogen zu einem seiner berühmtesten Amtsvorgänger, dem Heiligen Godehard, der 1022 Bischof von Hildesheim wurde. Godehard sei viel in seinem Bistum unterwegs gewesen, um die Menschen zu stärken „Außerdem hat er, darin war er hochaktuell, Synoden abgehalten“, so Bischof Wilmer. „Generationen von Christen haben im Heiligen Godehard eine Orientierung gefunden, der sie gefolgt sind.“

Der Bischof kündigte ein Godehardjahr an, das 1000 Jahre nach der Amtseinführung von Godehard stattfinden soll: vom 5. Mai 2022 bis zum 5. Mai 2023. Am 5. Mai wird jeweils das Fest des Heiligen Godehard gefeiert.

Gemeinsam mit den Menschen im Bistum Hildesheim wolle er sich von Godehard leiten und begleiten lassen, sagte Wilmer. Im Fokus des Festjahres solle ein vor allem spirituelles Programm stehen, das nun entwickelt werde. Ideen der Mitarbeitenden dazu seien herzlich willkommen.

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news-20010 Thu, 02 Jan 2020 10:50:16 +0100 Bischöfe feierten Gottesdienst im Regenwald-Panorama bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischoefe-feierten-gottesdienst-im-regenwald-panorama-20010/ Unter dem Leitmotiv "Unsere wertvolle Erde" haben der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover und der katholische Bischof Heiner Wilmer aus Hildesheim an Silvester einen ökumenischen Fernseh-Gottesdienst mit Jugendlichen im Regenwald-Panorama am hannoverschen Zoo gefeiert. Vor dem 360-Grad-Rundumbild "Amazonien" des Künstlers Yadegar Asisi begann die von der ARD übertragene Feier mit einem multimedial inszenierten Sonnenaufgang über dem Regenwald. Der Schauspieler Ben Becker hatte eigens zu diesem Anlass eine Meditation eingesprochen.

Meister und Wilmer sprachen und beteten während des Gottesdienstes in dem 32 Meter hohen Gebäude mit in der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" engagierten Jugendlichen über die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Umrahmt wurden sie dabei von den Bildern riesiger Bäume, die weit in den Himmel ragten, mächtiger Wurzeln und Lianen, die scheinbar aus der Luft herabhingen, farbenfroher Schmetterlinge, Nasenbären, Gürteltieren und exotischen Vögeln sowie zeitweise der Original-Geräusch-Kulisse des Regenwalds.

Der evangelische Landesbischof erinnerte dabei an das Motto aus seinen Pfadfinderzeiten "Wir lassen nichts zurück, außer unserem Dank". So seien die Lagerplätze damals bis auf das kleinste Bonbonpapier sauber hinterlassen worden. Dagegen lasse der Blick auf die Anwesenheit der Menschen auf der Erde leider zu viel zurück: "Wenig Dank, viel Undankbarkeit", sagte Meister. Dennoch sei es Gottes Wille, dass die Menschen die Erde bevölkerten: "Gott lebt und will Liebe und Anbetung. Diese Liebe haben wir vernachlässigt, weil wir seine Werke missachtet und sein Tun ignoriert haben."

Bischof Wilmer, der als Oberer des Ordens der Herz-Jesu-Priester die bedrohliche Lage in den Regenwäldern Afrikas und Brasiliens selbst kennengelernt hat, forderte mehr Einsatz für die Schöpfung: "Wir wissen um unsere Verantwortung für unseren Planeten, der heute schon stärker ausgebeutet wird, als er es ertragen kann." Dazu gehöre auch die Frage nach sauberem Trinkwasser für alle. "Wir haben die Geflohenen im Blick, die ihre Heimat verlassen, weil Kriege ein Leben in ihrem Zuhause unmöglich machen, weil Klimakatastrophen ihnen den Mutterboden weggerissen haben."

In den Fürbitten baten die Bischöfe gemeinsam mit den Jugendlichen, um die Kraft dafür, dass sich die Menschen den Herausforderungen durch den Klimawandel auch im eigenen Leben stellen mögen: "Herr schenke uns Hoffnung auf eine Zukunft für uns und unseren Planeten. Schaffe Zusammenhalt, dort wo Spaltung ist. Zwischen Nord und Süd, Ost und West, Arm und Reich."

Text: epd

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news-20009 Thu, 02 Jan 2020 10:33:11 +0100 Wilmer hat Andacht mit Gefangenen gefeiert bistum/nachrichten/artikel/news-title/wilmer-hat-andacht-mit-gefangenen-gefeiert-20009/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat am gestrigen Neujahrstag die Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel besucht. Gemeinsam mit Gefangenen sowie dem evangelischen Gefängnisseelsorger Konstantin Dedekind und dem katholischen Gefängnisseelsorger Joachim Hoffknecht feierte Bischof Wilmer am Nachmittag eine Andacht. Der derzeitige Kirchenraum in der JVA ist ein Provisorium, weil der eigentliche Kirchenraum aufgrund von Umbauarbeiten seit Längerem geschlossen ist.

Im Anschluss an die Andacht saß der Bischof mit den Gefangenen bei Kaffee und Keksen eine Dreiviertelstunde zum Gespräch zusammen. Beim Betreten der Anstalt war Wilmer von der stellvertretenden Anstaltsleiterin Dr. Tanja Köhler begrüßt worden, die ihm auch die gegenwärtigen Umbauarbeiten im Haus I der JVA erläuterte.

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news-19982 Mon, 23 Dec 2019 10:05:00 +0100 „Das ist Weihnachten: Gott sagt ‚Ja‘ zu Dir“ bistum/nachrichten/artikel/news-title/das-ist-weihnachten-gott-sagt-ja-zu-dir-19982/ An Weihnachten werde die Geborgenheit in Gott gefeiert, betont Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ in seiner Weihnachtspredigt am 25. Dezember: „Es spielt überhaupt keine Rolle, ob du dich mit Gott schwertust und dich von ihm abwendest. Gott hält dich trotzdem“. Bischof Wilmer geht in seiner Botschaft auf das zuvor gehörte Evangelium ein: „Gott erschafft durch das Wort.“ Mit Jesus komme das Wort Gottes in die Welt, um die Menschen zu retten. Und Gott lasse sie nicht allein – auch wenn das Leben sie besonders prüfe: „Er gibt auch den Gestrandeten, den Flüchtlingen, den Obdachlosen und den seelisch Unbehausten eine Heimat. Er sagt jedem von Ihnen: Gut, dass es Dich gibt.“

Die Zusage Gottes gilt jedem und das macht diesen Tag so besonders, sagt Wilmer: „In der Tat, das ist Weihnachten: Gottes Wort sagt ‚Ja‘ zu Dir“.

Der Gottesdienst am 1. Weihnachtstag im Hildesheimer Dom wurde auch live im ZDF ausgestrahlt. 

 

Die Predigt im Wortlaut:

Liebe Geschwister im Glauben von nah und fern,

großartig, Weihnachten ist großartig. Lehnen Sie sich zurück, entspannen Sie sich, es gibt eine wunderbare Nachricht, von der will ich Ihnen erzählen: Werfen Sie doch einmal einen Blick auf diese schöne sogenannte Tintenfassmadonna in unserem Hildesheimer Dom. Schauen Sie sich die mal in Ruhe an. 

Sie sehen Maria, eine junge, strahlende Mutter. Sie hält auf dem linken Arm ihren Sohn Jesus. Speziell ist: Maria trägt in der rechten Hand ein kleines Tintenfass. Jesus hält einen Federkiel. Offensichtlich ist Maria hier nicht nur die Mutter, die ihren Jungen stillt und umsorgt. Sie ist auch seine Lehrerin: Jesus soll schreiben lernen, daher der Federkiel.

Wenn Sie nochmal hinschauen, entdecken Sie vielleicht folgende Dynamik: Es ist so, als würde die Mutter ihrem Sohn sagen: „Junge, du wirst jetzt groß. Du musst lesen und schreiben lernen, du brauchst das!“ Der Junge aber, er dreht den Kopf zur Seite, wendet sich ab und sagt: „Nein, Mama, nicht schon wieder, nicht schon wieder. Ich will nicht.“ Und die Mutter denkt: „Junge, aus der Nummer kommst du nicht raus. Aber: Du schaffst das schon. Ich bleib bei Dir!“

Liebe Geschwister im Glauben, für mich ist diese Tintenfassmadonna mit ihrem Sohn ein Bild für das Geheimnis von Weihnachten. Warum?

Wir haben vorhin das Johannesevangelium gehört: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott. Und Gott war das Wort. Durch das Wort ist alles geworden.“ Ein Schlüsseltext. Auch zu Beginn der Bibel heißt es: „Gott erschafft durch das Wort.“

Anders formuliert: Die Welt lebt vom Wort. Auch wir leben von Wörtern, vom Gespräch, von der Kommunikation. Auch ich lebe vom Wort. Jeder von uns lebt vom richtigen Wort zur rechten Zeit. Jeder von uns lebt vom goldenen Wort.

Wenn wir in die Bibel schauen, entdecken wir weitere Tiefenschichten des „Wortes“: Das hebräische Original meint im Deutschen nicht nur „Wort“, sondern auch die „Arche“, in welcher Noah sich und seine Umwelt rettete. „Wort“ im Hebräischen bedeutet auch Bastkörbchen, also jenes Körbchen, in dem der junge Mose auf dem Nil vor den Totschlägern gerettet wurde. Kurzum: „Wort“ meint Rettung. Nichts anderes sagt das Johannesevangelium. Das Wort, „Jesus“, kommt in die Welt, um uns zu retten.

Und was heißt das jetzt für uns?

Insgeheim mögen Sie sich fragen: Was mache ich hier? Was mache ich eigentlich in dieser Welt? Dann sagt an Weihnachten der menschgewordene Gott Ihnen ganz ähnlich wie Maria ihrem Kind: „Diese Welt ist für Dich. Sie ist eine Schule für Dich. In dieser Schule wirst Du reifen. Du wirst lernen, Verantwortung für Dich selbst zu übernehmen. Darüber hinaus wirst du lernen, Verantwortung zu übernehmen für die Welt, die Menschen, das Klima, das Wasser und für eine gerechte und friedliche Gesellschaft.“

Vielleicht hat das Leben Sie in diesem Jahr besonders geprüft. Vielleicht vermissen Sie heute, an diesem Weihnachtstag, einen lieben Menschen, der im letzten Jahr noch da war. Dann schaut Gott Ihnen heute besonders tief in die Augen, wie mit mütterlichem Blick und sagt: „Du fällst nicht aus meinem Arm. Ich gebe Dir mein Wort. Du bist gerettet. Du bist nicht allein. Wer glaubt, ist nie allein.“ 

An Weihnachten feiern wir die Geborgenheit in Gott. Gott gibt auch den Gestrandeten, den Flüchtlingen, den Obdachlosen und den seelisch Unbehausten eine Heimat. Gott sagt jedem von Ihnen: „Gut, dass es Dich gibt. Deine Wärme strahlt aus, auch hinein in die Kälte der Gesellschaft. Dein Licht leuchtet in dieser Welt. Deine Gegenwart ist schön. Gäbe es Dich nicht, wäre es so, als würde sich die Sonne von der Erde losketten, und es würde auf der Erde kälter werden.

In der Tat, das ist Weihnachten: Gottes Wort sagt „Ja“ zu dir. Auch und gerade dann, wenn alles nur noch schwer ist. Wenn du denkst, du ertrinkst in den Fluten der Wasser, im Toben des Meeres. Wenn du denkst: Ich schaffe das nicht, ich gehe unter, wie Petrus. Wenn du um Hilfe schreist: „Herr rette mich!“ Ja, in all diesen dramatischen Situationen hält Gott dich. Gott beschützt und beschirmt dich, ganz so wie die Tintenfassmadonna ihren Sohn. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob du dich mit Gott schwertust und dich von ihm abgewandt hast. Gott hält dich trotzdem. So wie Maria ihren Sohn auch in all jenen Momenten seines Lebens hält, in denen er sich von ihr abgewandt hat.

Genau das aber sagt Gott heute jedem von uns: „Was für ein Tag! Was für ein Wort! Ich halte dich, egal, wie Du zu mir stehst. Auch du bist meine Tochter. Auch Du bist mein Sohn. Auch Dich habe ich hineingelegt in die Krippe dieser Welt.“

Amen

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news-19934 Wed, 18 Dec 2019 16:15:20 +0100 Sternsinger aus St. Raphael in Garbsen vertreten das Bistum Hildesheim im Kanzleramt bistum/nachrichten/artikel/news-title/sternsinger-aus-st-raphael-in-garbsen-vertreten-das-bistum-hildesheim-im-kanzleramt-19934/ Vier Kinder aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Raphael in Garbsen vertreten am Dienstag, 7. Januar, um 11 Uhr das Bistum Hildesheim beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. 

Die Mädchen und Jungen aus Garbsen hatten sich am Sternsinger-Wettbewerb der 62. Aktion Dreikönigssingen beteiligt und beim Preisrätsel mit dem Begriff „Friedenstaube“ die richtige Lösung gefunden. Bei der anschließenden Ziehung der diözesanen Gewinner hatten sie zudem das nötige Losglück.

Zwei Mädchen und zwei Jungen werden in die Bundeshauptstadt fahren. Alles erfahrene Sternsinger: Sara Bujan, 15 Jahre alt, macht seit sieben Jahren mit, Emanuel Gladis (12) seit sechs. Ida Warmbold-Görges, ebenfalls zwölf Jahre alt, geht in die fünfte Saison und Fabian Kreinacker ist das dritte Mal dabei.

Was ist für die in diesem Fall vier Weisen aus Garbsen das Besondere an der Aktion Sternsingen? „Dass wir anderen Kindern helfen können“, ist für Emanuel wichtig. Alle vier haben sich mit den um die 60 weiteren Sternsingern von St. Raphael über die Situation im Libanon, dem diesjährigen Beispielland der Aktion, informiert: „Das liegt im Nahen Osten, da gibt es viele Religionen und viele Flüchtlinge“, sagt Emanuel. Und häufig Gewalt und Krieg, ergänzt Sara. Da wollen alle Sternsinger helfen.

Aber nicht nur in die Ferne geht ihr Blick. Fabian zieht gern von Haus zu Haus: „Da freuen sich die Leute, wenn man sie besucht und den Segen anschreibt.“ Für Ida sind  vor allem um alte und einsame Menschen wichtig: „Wir gehen zu ihnen nach Hause oder in das Altenheim.“

Das Singen ist für Sara ein weiterer Grund: „Auch in einer fremden Sprache.“ Das hat Tradition in Garbsen. Bei den Hausbesuchen wird auch immer ein Lied gesungen, das zum Beispielland passt. In diesem Jahr ist es „Salamu alaikum“ (Friede sei mit dir).

Mit St. Maria Regina und Corpus Christi gehören noch zwei weitere Kirchorte zu St. Raphael, insgesamt sind 13 Stadtteile abzudecken. Da geht bei zahlreichen Hausbesuchen nichts ohne Eltern: „Wir müssen viel fahren“, sagt Karin Bierkamp. Die 59-Jährige wird als Betreuerin ebenfalls mit nach berlin fahren. Sie ist allen Eltern dankbar: „Ohne sie können wir das Pensum nicht durchhalten.“ Nach der Aussendung der Sternsinger zu Neujahr sind die Gruppen vom 2. bis zum 5. Januar unterwegs

Bei der vergangenen Aktion haben 60 Mädchen und Jungen in Garbsen exakt 11.602,23 Euro gesammelt. Insgesamt ersangen die Sternsingergruppen in 137 Gemeinden und Gruppierungen im Bistum Hildesheim die Summe von 976.639,74 Euro.

Seit 1984 bringen die Sternsinger jedes Jahr ihren Segen „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ ins Bundeskanzleramt. Aus allen Himmelsrichtungen reisen sie in ihren prächtigen Gewändern, mit ihren goldenen Sternen und glänzenden Kronen in die Bundeshauptstadt. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt die kleinen und großen Könige bereits zum 15. Mal.

Hintergrund Aktion Sternsingen

„Segen bringen, Segen sein. Frieden! Im Libanon und weltweit“ heißt das Motto der kommenden Aktion, bei der sich die Sternsinger besonders für Frieden in aller Welt einsetzen werden. Das Beispielland ist der Libanon. Bundesweit eröffnet wird die Aktion Dreikönigssingen am Samstag, 28. Dezember, in Osnabrück.

Träger der Aktion Dreikönigssingen sind das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Seit ihrem Start 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Rund 1,14 Milliarden Euro wurden seither gesammelt, mehr als 74.400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt. Bei der 61. Aktion zum Jahresbeginn 2019 hatten die Mädchen und Jungen aus  bundesweit 10.226 Pfarrgemeinden, Schulen und Kindergärten rund 50,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

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news-19922 Tue, 17 Dec 2019 15:09:20 +0100 Ökumenischer TV-Gottesdienst mit Bischof Wilmer und Landesbischof Meister bistum/nachrichten/artikel/news-title/oekumenischer-tv-gottesdienst-mit-bischof-wilmer-und-landesbischof-meister-19922/ Am Silvesternachmittag überträgt DAS ERSTE von 16.00-16.45 live einen ökumenischen Gottesdienst aus dem Panorama am Zoo in Hannover. Vor dem 360-Grad-Rundumbild „Amazonien“ des Künstlers Yadegar Asisi werden der evangelische Landesbischof Ralf Meister (Hannover) und der katholische Bischof Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim) einen Gottesdienst feiern, zusammen mit Jugendlichen beider Kirchen, die sich auch bei „Fridays for Future“ engagieren.

Beginnen wird der Gottesdienst mit einem multimedial inszenierten Sonnenaufgang über dem Amazonasregenwald, für die der Schauspieler Ben Becker exklusiv eine Meditation eingesprochen hat.

Jugendliche beider Kirchen werden dann mit den Bischöfen über die gemeinsame Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung sprechen. Die Bischöfe leiten die Liturgie und predigen. Popkantor Til von Dombois und seine Band begleiten den Gottesdienst musikalisch.

Zoo-Geschäftsführer Andreas Michael Casdorff zur Kooperation mit den Kirchen: “Wir freuen uns, dass wir mit den Kirchen am letzten Tag des Jahres - umgeben vom Regenwald und dem ausdrucksstarken Rundbild von Asisi - weiten Raum für einen Gottesdienst geben können. Das emotionale Erfahren der Artenvielfalt und Schönheit der Natur sowie das Aufzeigen möglicher Folgen durch das Eingreifen der Menschen ist eine Kernaufgabe von Asisis Naturpanoramen und der Zoos.“

Der evangelische Landesbischof Ralf Meister sieht am Ende des turbulenten Jahres 2019 auch die Christinnen und Christen in der Pflicht: „Greta Thunberg und viele junge Menschen - auch gerade hier in Niedersachsen - haben uns, der Elterngeneration, einen Spiegel vorgehalten. Sie stellen berechtigte und ultimative Forderungen, damit es wirklich schnell anders wird. Wir als Christinnen und Christen müssen diese Stimmen hören und kritisch unser Verhalten befragen und verändern.   Wir bitten Gott in dem Gottesdienst mit Gebet und Gesang um seine Kraft und die Einsicht, dass Umkehr lebenswichtig ist.“

Der katholische Bischof Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim) hat als Ordensoberer der Herz-Jesu Priester die bedrohliche Situation in den Regenwäldern Afrikas und Brasiliens kennengelernt. Sein Appell: „Wir müssen uns vielmehr als bisher für die Schönheit der göttlichen Schöpfung einsetzen. Jetzt entscheidet sich, ob auch künftige Generationen eine bewohnbare und liebeswerte Schöpfung vorfinden können. Das, was wir als Einzelne tun können, wissen wir meist ganz gut. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir alle das Geschenk der Schöpfung erkennen und bewahren“.

Der Gottesdienst findet statt im Panorama am Zoo in Hannover, Adenauerallee 1, 30175 Hannover. Kostenlose Einlasskarten sind über die Homepage des Zoos Hannover (www.erlebnis-zoo.de) erhältlich.

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news-19891 Fri, 13 Dec 2019 09:30:00 +0100 Bischof lässt Missbrauchsvorwürfe gegen Priester untersuchen bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-laesst-missbrauchsvorwuerfe-gegen-priester-untersuchen-19891/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat einen Geistlichen des Bistums Hildesheim beurlaubt, dem sexualisierte Gewalt vorgeworfen wird. Zugleich hat das Bistum eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Die mutmaßlichen Taten sollen sich Anfang der 1980er-Jahre ereignet haben. Sie sind im November von einer betroffenen Frau gemeldet worden.

Das Bistum hat die Mitarbeitenden sowie die Gremien der Pfarrgemeinden, in denen der Pfarrer tätig ist, gestern über die im Raum stehenden Vorwürfe und die Beurlaubung des Pfarrers informiert. Der Beschuldigte hatte den Bischof vorab selbst um seine Beurlaubung gebeten.

Die Diözese hat einen pensionierten Berufsrichter, der von der Kirche unabhängig ist, mit einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung beauftragt. Der Richter wird den Geistlichen in Kürze zu den Vorwürfen befragen. Für die Dauer der kirchenrechtlichen Voruntersuchung bleibt der beschuldigte Priester beurlaubt.

Der Vorwurf gegen den Priester ist in der ersten Novemberwoche bei einer der Ansprechpersonen für Verdachtsfälle des sexuellen Missbrauchs eingegangen. Die Ansprechperson hat Ende November ein persönliches Gespräch mit der Betroffenen geführt, die angibt, ab dem Alter von 15 Jahren bis zum 18. Lebensjahr sexualisierte Gewalt erlitten zu haben.

Nach dem Gespräch der Ansprechperson mit der Betroffenen hat der Bischöfliche Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt über diesen Fall beraten und dem Bischof empfohlen, den geäußerten Vorwürfen nachzugehen und den beschuldigen Geistlichen für die Dauer der Untersuchung zu beurlauben.

Mit der nun begonnenen kirchenrechtlichen Voruntersuchung soll festgestellt werden, ob aufgrund der vorliegenden mutmaßlichen Tatbestandsmerkmale ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet werden kann.

Das Bistum Hildesheim wird die Öffentlichkeit über das Ergebnis der kirchenrechtlichen Voruntersuchung informieren. Um die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Person und des beschuldigten Priesters zu schützen, wird die Diözese derzeit über die oben gemachten Angaben hinaus keine weiteren Einzelheiten über den Fall bekanntgeben.

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news-19855 Sat, 07 Dec 2019 12:44:22 +0100 Diözesankirchensteuerrat beschließt Wirtschaftsplan 2020 bistum/nachrichten/artikel/news-title/dioezesankirchensteuerrat-beschliesst-wirtschaftsplan-2020-19855/ Der Diözesankirchensteuerrat hat auf seiner heutigen Sitzung den Wirtschaftsplan des Bistums für das kommende Jahr einstimmig gebilligt. Er hat ein Volumen von 217,4 Millionen Euro und liegt damit 3,3 Millionen Euro über dem von 2019. Die Planungen gehen von einem Jahresüberschuss von 16,5 Millionen Euro aus. Haupteinnahmequelle ist die Kirchensteuer, die mit 176 Millionen Euro geplant ist. Laut Finanzdirektor Helmut Müller hat das Bistum Hildesheim seine Risikodeckung in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Gleichwohl müsse in der Etatplanung weiterhin darauf geachtet werden, die finanziellen Verpflichtungen des Bistums abzusichern, insbesondere die Versorgungsverpflichtung gegenüber Priestern und kirchlichen Beamten.

Der im kommenden Februar in den Ruhestand wechselnde Finanzdirektor sprach zum letzten Mal vor den Mitgliedern des Kirchensteuerrates. Er betonte die hohe Bedeutung von Good Governance für den verantwortungsbewussten Umgang der Kirche mit dem ihr anvertrauten Geld. Dabei skizzierte er, wie es um die Regeln guter Unternehmensführung im Bistum Hildesheim bestellt ist.

Müller bewertete es als gut, dass das Bistum bereits seit fast zehn Jahren nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften Rechnung legt, seine Jahresabschlüsse seit Jahrzehnten durch externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaften prüfen lässt und seine Geschäftsberichte bereits seit Langem veröffentlicht. Positiv sei ebenso, dass der Diözesanvermögensverwaltungsrat seit gut fünf Jahren mehrheitlich aus externen Mitgliedern gebildet wird. Gleichzeitig regte er eine Beratung darüber an, das Gremium künftig komplett mit vom Bistum unabhängigen Personen zu besetzen.

Verbesserungsbedarf sieht Müller hinsichtlich eines Compliance-Management-Systems als Gesamtheit der Grundsätze und Maßnahmen des Bistums zur Einhaltung bestimmter Regeln und damit zur Vermeidung von Regelverstößen. „Wir haben eine ganze Reihe an Gesetzen und Richtlinien, die angewendet werden, was gut und richtig ist. Es mangelt aber an einer systemischen Gesamtbetrachtung, aus der sich wichtige Konsequenzen für unser wirtschaftliches Handeln ableiten ließen“, sagte der Finanzchef des Bistums.

Er sprach sich erneut für die Einführung einer internen Revision aus und regte an, das Risikomanagementsystem des Bistums, das Erkenntnisse über die finanzielle und wirtschaftliche Situation liefert, weiter zu verbessern. „Wir haben im Laufe der letzten 15 Jahre die Gefahr einer drohenden Insolvenz immer weiter reduziert und nun gebannt. Jetzt geht es darum, dass wir negative Entwicklungen früh genug antizipieren, die dem Bistum wirtschaftlich schaden können“, betonte Helmut Müller. Eine besondere Bedeutung habe dabei eine systemische Good Governance.

Zum Abschluss der Sitzung dankte Generalvikar Martin Wilk dem Finanzdirektor. Müller sei maßgeblich verantwortlich für die gute Entwicklung der Bistumsfinanzen: „Das ist eine große Leistung.“ Müller dankte den Mitgliedern des Diözesanvermögensverwaltungsrates und des Diözesankirchensteuerrates für ihr Vertrauen. Das sei eine wesentliche Grundlage für seine Arbeit gewesen. „Wir sind den Weg immer gemeinsam gegangen“, so der Finanzdirektor, der am 6. März 2020 in den Ruhestand verabschiedet wird. An diesem Tag wird zugleich die Einführung von Müllers Nachfolgerin Anja Terhorst stattfinden.

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news-19839 Thu, 05 Dec 2019 12:36:39 +0100 Geistliches Konzert im Mariendom bistum/nachrichten/artikel/news-title/geistliches-konzert-im-mariendom-19839/ Für ein vorweihnachtliches Konzertereignis mit dem Kammerchor, dem Orchester Sinfonietta Hildesheim und einigen Solisten am 15. Dezember 2019 im Hildesheimer Dom sind noch Karten erhältlich. Am Sonntag, 15. Dezember 2019, führen der Kammerchor der Hildesheimer Dommusik gemeinsam mit dem Orchester Sinfonietta Hildesheim und den Solisten Martina Nawrath (Sopran), Mareike Lennert (Mezzosopran), Ruth Häde (Alt), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Friedemann Gottschlich (Bass) Camille Saint-Saëns‘ Oratorio de Noël (Weihnachtsoratorium) und  John Rutters Magnificat unter der Leitung von Thomas Viezens und Lukas Speer auf. Beginn ist um 18 Uhr. 

Beide Werke verbindet die lateinische Sprache und der vertonte Bibeltext. Während Saint-Saëns die Weihnachtsgeschichte nach dem Evangelisten Lukas (Lk 2, 8-13) erzählt – ergänzt durch Psalmverse und weitere Textabschnitte des Alten und Neuen Testaments – verwendet Rutter im Magnificat den Textabschnitt des Lobgesanges der Maria (Lk 1, 46-55) und ergänzt ihn durch ein altes englisches Gedicht und zwei liturgische Texte.

Im Oratorio de Noël herrscht eine lyrisch-kontemplative Grundstimmung vor – unterstützt durch Streicher, Harfe und Orgel – die nur selten unterbrochen wird. Ein ruhiges Werk, das in einen prächtigen Choral mündet und mit ihm abschließt. Das Magnificat des englischen zeitgenössischen Komponisten John Rutter besticht durch seine harmonische und rhythmische Vielseitig- und Vielfarbigkeit. Zu den bereits genannten Instrumenten kommen hier noch Holzbläser, ein Horn und Percussionsinstrumente hinzu.

Karten zu 22, 17, 12 oder 10 Euro (ermäßigt 17, 12, 7 oder 5 Euro) sind im Foyer des Hildesheimer Doms, Domhof 3, 31134 Hildesheim, erhältlich. Außerdem können die Tickets im Internet unter www.tickets.bistum-hildesheim.de geordert werden.

 

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news-19828 Tue, 03 Dec 2019 12:37:42 +0100 Bistum Hildesheim trauert um Johann Baptist Metz bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-trauert-um-johann-baptist-metz-19828/ Er galt als einer der einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts und stand in vielfältigen Beziehungen zum Bistum Hildesheim. Die Diözese trauert um den gestern verstorbenen Johann Baptist Metz. Ende 1967 fand an der Universität Münster eine Podiumsdiskussion statt. Gegen Ende des Gesprächs fragte der tschechische Philosoph Milan Machovec den katholischen Theologen Johann Baptist Metz, wie er denn noch nach Auschwitz beten könne. Die Antwort von Metz: „Wir können nach Auschwitz beten, weil auch in Auschwitz gebetet wurde.“

Für Metz war das Christentum nie eine Idee, sondern eine Praxis, die es zu leben galt. Metz hat zeit seines Lebens an dem Entwurf einer Theologie gearbeitet, die Christinnen und Christen unfähig machen sollte, mit dem Rücken zu den Opfern der Gegenwart und Vergangenheit zu und von Gott zu sprechen. Seine Theologie ist nicht eine Rede über Gott, sondern eine Rede von Gott mit dem Gesicht zur Welt.

Um die Verstrickung in die Welt konkret zum Ausdruck zu bringen, nannte er seine Theologie „politische Theologie“. Diese Theologie hat er als eine Rede von Gott nach Auschwitz ausgearbeitet. Metz warnte unermüdlich vor den Gefahren des Antijudaismus und Antisemitismus in Gesellschaft, Kirche und Theologie.

„Johann Baptist Metz hat immer wieder dem Bistum Hildesheim mit seinem Rat zur Seite gestanden. Dafür sind wir dem großen Theologen sehr dankbar“, sagt der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ über Metz, der am 2. Dezember im Alter von 91 Jahren in Münster starb.

Johann Baptist Metz wurde am 5.8.1928 in Auerbach/Oberpfalz geboren. Er war Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Der Priester, Theologe und Religionsphilosoph war Begründer der neuen Politischen Theologie.

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news-19815 Mon, 02 Dec 2019 13:35:24 +0100 Spätmittelalterliche Einbände erhalten bistum/nachrichten/artikel/news-title/spaetmittelalterliche-einbaende-erhalten-19815/ In der Hildesheimer Dombibliothek gibt es einen sehr großen Anteil von Büchern, die noch ihren originalen Einband besitzen. Teilweise sind diese mehrere hundert Jahre alt – und nicht immer sachgerecht aufbewahrt worden. Entsprechend groß ist auch der Konservierungsbedarf. Gemeinsam mit der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hat die Dombibliothek Erhaltungsmaßnahmen geplant, die nun mit Studierenden der HAWK in die Tat umgesetzt werden.

Als älteste Bibliothek Norddeutschlands, die seit der Gründung des Bistums vor rund 1200 Jahren besteht, bewahrt die Dombibliothek einzigartige Bestände mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Handschriften sowie bedeutende Sammlungen historischer Druckwerke auf. Vor allem jene Bestände, die während der Kriegszeiten und darüber hinaus über Jahrzehnte nicht immer sachgerecht aufbewahrt wurden, haben dies nicht unbeschadet überstanden: „Die gealterten Einbandmaterialien sind insbesondere im Bereich des Buchrückens und der Gelenke stark beschädigt“, erläutert die Leiterin der Dombibliothek, PD Dr. Monika Suchan.

Bereits 2018 haben Dombibliothek Hildesheim und die HAWK mit der Planung und Durchführung von Erhaltungsmaßnahmen vor allem für die zahlreichen, gefährdeten Ledereinbände begonnen. Die konservatorischen Maßnahmen, die zum Einsatz kommen sollen, wurden im Sommersemester 2019 entwickelt. Die Masterabsolventin Juliane Girndt erarbeitete sie in ihrer Abschlussarbeit „Entwicklung eines Konzepts für die stabilisierende Konservierung alaungegerbter mittelalterlicher Ledereinbände der Dombibliothek Hildesheim.“ Mit der Umsetzung des Konzepts wird jetzt begonnen: „Studierende werden die neuen Maßnahmen erlernen und anschließend durchführen“, berichtet Suchan.

„Zu Beginn jeder konservatorischer und restauratorischer Arbeit erfolgt die Dokumentation des vorgefundenen Erhaltungszustands“, erklärt Professorin Ulrike Hähner, Leiterin der Studienrichtung Schriftgut, Buch und Grafik der HAWK. Die Studierenden sollen bei dieser Tätigkeit die unterschiedlichen äußeren mechanischen und atmosphärischen Einwirkungen auf die historischen Materialien und die Bindung der Bücher erkennen, aufzeichnen und interpretieren können. Sie müssen diese Veränderungen bei den Konservierungsarbeiten später berücksichtigen.

Doch digitale Aufnahmen machen diese Spuren für die Studierenden nur zu oberflächlich erfahrbar. Aus diesem Grund haben Hähner und Suchan beschlossen, eine traditionelle Hilfstechnik der Wissenschaft, die Zeichnung, einzubeziehen. Dafür konnten sie den Künstler Hannes Möller gewinnen, der für seine detailgenauen Darstellungen von Buchrücken und -schnitten bekannt ist. Zu seinen großen Projekten gehören beispielsweise „Die verlorene Bibliothek“ (von Kloster Eberbach) und die „Brand- und Aschebücher“ der Herzogin Anna Amalia Bibliothek.

Drei Tage hat Hannes Möller mit den Studentinnen Details der originalen Einbände gezeichnet und Zeichentechniken erklärt. „Das sind jene Bücher, die in den kommenden Wochen behandelt werden sollen“, sagt Suchan. Die Aufgabenstellung beinhaltet das Erfassen von Materialzuständen anhand äußerer charakteristischer Merkmale. Die Zeichnungen und daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen die Studierenden bei den praktischen Arbeiten an den Büchern unterstützen und sie werden somit gleichzeitig den Vorzustand dokumentieren.

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news-19796 Fri, 29 Nov 2019 12:20:31 +0100 ZDF überträgt Gottesdienst am 25. Dezember live aus dem Hildesheimer Dom bistum/nachrichten/artikel/news-title/zdf-uebertraegt-gottesdienst-am-25-dezember-live-aus-dem-hildesheimer-dom-19796/ Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen für einen ganz besonderen Gottesdienst im Hildesheimer Mariendom: Am 25. Dezember 2019 um 10.45 Uhr wird das ZDF den Weihnachtsgottesdienst mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ live aus dem Hildesheimer Dom übertragen.  Besucher, die den Gottesdienst mitfeiern möchten, sind eingeladen, am 25. Dezember ab 9.30 Uhr in den Dom zu kommen.

Für die Vorbereitungen müssen der Domhof und der Bereich vor der Dombibliothek in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember fast durchgängig gesperrt werden. Auch der Dom selbst ist für das Publikum vom 21. Dezember bis zum Abend des 24. Dezember geschlossen.

Der Besuch der Christmette am 24. Dezember um 22 Uhr ist aber ungehindert möglich, Parkplätze stehen auf dem Domhof in dieser Zeit allerdings nicht zur Verfügung. Zur Pontifikalvesper am 25. Dezember um 18 Uhr sind alle Sperrungen wieder aufgehoben.

Autos, die in der Zeit vom 21. bis 25. Dezember auf dem Domhof und in dem Bereich vor der Dombibliothek parken, werden abgeschleppt, damit die großen Übertragungswagen des ZDF auf den Domhof gelangen können.

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news-19792 Thu, 28 Nov 2019 14:01:34 +0100 Zukunft der Kirche in starker ökumenischer Verbundenheit bistum/nachrichten/artikel/news-title/zukunft-der-kirche-in-starker-oekumenischer-verbundenheit-19792/ In einem gemeinsamen Statement bekennen sich Landesbischof Ralf Meister und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zur weiteren ökumenischen Zusammenarbeit und Kirchenentwicklung zwischen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und dem Bistum Hildesheim. Am Montag, den 25.11.2019, haben sich Landesbischof Ralf Meister und Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Bistums Hildesheim zu einem Austausch über Kirchehoch2 getroffen. Beide Bischöfe betonen die Bedeutung dieses ökumenischen Missionsmodells für ihre Kirche und vereinbaren die Weiterentwicklung von Kirchehoch2 zu einer „Ökumene der Sendung“.

Übereinstimmend sehen sie die Zukunft der Kirche in starker ökumenischer Verbundenheit, wie sie vielfach bereits jetzt in geistlicher Nachbarschaft zwischen den evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen gelebt wird. Die Hoffnung auf eine weitere konfessionelle Annäherung sollte in ökumenischen, langfristig gesicherten Projekten beispielhaft verstärkt werden. Dazu wird eine ökumenisch besetzte Arbeitsgruppe beauftragt, weitere Schritte zur Entwicklung von konkreten ökumenischen Vorhaben zu entwickeln.

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news-19784 Wed, 27 Nov 2019 09:56:51 +0100 Sonderführung durch das Dommuseum Hildesheim am 4. Dezember bistum/nachrichten/artikel/news-title/sonderfuehrung-durch-das-dommuseum-hildesheim-am-4-dezember-19784/ Die „Hildesheimer KulturSpitzen“ gestalten Sonderführungen durch das Dommuseum Hildesheim. Die erste Führung findet am Mittwoch, 4. Dezember 2019, um 14 Uhr statt und wird von der Museumspädagogin des Stadtmuseums Hildesheim, Stefanie Bölke, und dem Kurator des Stadtmuseums Hildesheim, Dr. Stefan... Präsentiert werden die Objekte aus der Stadtgeschichtlichen Sammlung des Roemer und Pelizaeus-Museums Hildesheim, die in die Sonderausstellung „Zeitenwende 1400. Hildesheim als europäische Metropole“ Eingang gefunden haben. Die Führung dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos, der Museumseintritt von 6 Euro wird erhoben.

Die laufende Sonderausstellung des Dommuseums wäre neben den Werken aus international bedeutenden Sammlungen ohne die zahlreichen Leihgaben von Mitgliedern der "KulturSpitzen" nicht denkbar gewesen. Weitere Termine in der Reihe sind am 11. Dezember 2019 (Dr. Michael Schütz, Direktor des Stadtarchivs Hildesheim), am 7. Januar 2020 (Dr. Thomas Scharf-Wrede, Direktor des Bistumsarchivs Hildesheim) und am 28. Januar 2020 (PD Dr. Monika Suchan, Direktorin der Dombibliothek Hildesheim). Beginn ist jeweils um 16 Uhr.

Die „Hildesheimer KulturSpitzen“ bestehen aus sieben Hildesheimer Institutionen, die sich anlässlich des Stadt- und Bistumsjubiläums 2014/15 zusammengefunden haben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie als Kern ihrer Aufgabe die ihnen anvertrauten Kulturobjekte wissenschaftlich erforschen, erhalten und ihre Ergebnisse nach außen vielfältig kommunizieren. Geografisch liegen sie eng beieinander und verbinden die mittelalterliche Domburg mit dem mittelalterlichen Rathaus. Da sie auf dem Stadtplan ein Dreieck umschreiben, kamen sie zu ihrem Namen. Die „KulturSpitzen“ unterstützen die Bewerbung von Stadt und Landkreis Hildesheim um den Titel "Europäische Kulturhauptstadt 2025".

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news-19775 Tue, 26 Nov 2019 13:21:58 +0100 Anja Terhorst wird neue Finanzdirektorin des Bistums bistum/nachrichten/artikel/news-title/anja-terhorst-wird-neue-finanzdirektorin-des-bistums-19775/ Die Nachfolgerin für den scheidenden Finanzdirektor Helmut Müller steht fest. Zum 1. März 2020 wird Anja Terhorst ihren Dienst als neue Leiterin der Hauptabteilung Finanzen im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim antreten. Ihre Amtseinführung sowie die gleichzeitige Verabschiedung Müllers, der nach 37 Jahren im Dienst des Bistums Hildesheim in den Ruhestand wechselt, ist für den 6. März 2020 vorgesehen.

Die 49-Jährige ist gegenwärtig Leiterin des Grundsatzreferates des Landesliegenschaftsfonds im niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften. Davor war sie ab 2009 in verschiedenen leitenden Funktionen in der Oberfinanzdirektion Hannover, dem niedersächsischen Finanzministerium und der Oberfinanzdirektion Niedersachsen tätig.

In den Jahren 2002 bis 2008 arbeitete Anja Terhorst für das Staatliche Baumanagement Lingen und das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland, in beiden Einrichtungen als Leiterin der Geschäftsstelle. Ihre erste Erfahrung als Führungskraft machte sie im Staatshochbauamt Hannover I, für das sie in den Jahren 1996 bis 2002 aktiv war. In diese Zeit fallen Aufgaben als Sachgebietsleiterin im Fachbereich Betriebstechnik und als Controllerin.

Anja Terhorst wuchs im Emsland auf und absolvierte ab 1995 ein Maschinenbaustudium an der Fachhochschule Hannover, ehe sie sich als Bauinspektor-Anwärterin in der Fachrichtung Maschinen- und Elektrotechnik bei der Oberfinanzdirektion Hannover für den gehobenen Dienst ausbilden ließ.

„Für uns war es sehr wichtig, die Leitung der Hauptabteilung Finanzen wieder mit einer erfahrenen Führungskraft zu besetzen. Anja Terhorst hat in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn in unterschiedlichen Positionen Leitungsverantwortung wahrgenommen und tut das auch jetzt als Referatsleiterin. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit ihr“, sagt Generalvikar Martin Wilk.

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news-19757 Fri, 22 Nov 2019 11:20:58 +0100 KAB für sozialpolitischeres Auftreten der Kirche bistum/nachrichten/artikel/news-title/kab-fuer-sozialpolitischeres-auftreten-der-kirche-19757/ Der Hildesheimer Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat heute Vormittag eine Erklärung an Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ übergeben, die dessen Mitglieder gemeinsam mit dem KAB-Verband im österreichischen St. Pölten verfasst hatten. Die Erwartung der KAB ist, dass die Kirche noch sozialpolitischer auftreten möge als bisher. "Das ist unser Anliegen, deswegen haben wir es Bischof Heiner vorgetragen", sagte Rüdiger Wala, der gemeinsam mit Silvia Scharfenberg dem Hildesheimer Diözesanverband vorsteht. An dem Termin im Bischofshaus nahm auch KAB-Diözesansekretär Dr. Timo Freudenberger teil.

Die gemeinsame Erklärung ist das Ergebnis eines Treffens der Hildesheimer Arbeitnehmer-Bewegung mit dem österreichen KAB-Diözesanverband St. Pölten vom 27. bis 29. September 2019 in Zell am Main. Beide Verbände verbindet eine 30-jährige Partnerschaft. Auch der Bischof von St. Pölten, Alois Schwarz, soll die gemeinsame Erklärung erhalten.

Die gemeinsame Erklärung im Wortlaut:

Menschenwürde darf nicht von der Kaufkraft abhängen Die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Populismus und Fremdenfeindlichkeit, demographi-scher Wandel und die Angst abgehängt zu werden: Diese Anzeichen zeigen, dass wir täglich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt ringen müssen. Nüchtern müssen wir feststellen, dass Religion allein nicht automatisch zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt führt.

Nächstenliebe, Versöhnung und Beteiligung sind aus dem Glauben geprägte Werte, die es immer wieder neu zu gestalten gilt. Für uns als Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) ist klar, dass soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht voneinander zu trennen sind. Sie hängen in entscheidender Weise voneinander ab.

Soziale Gerechtigkeit berührt aus unserer Sicht mindestens zwei Aspekte:

1. Die Idee einer Bedingungslosigkeit. Unser Engagement schöpft aus der Überzeugung, dass Gott sich uns bedingungslos schenkt. Seine Zusicherung, bei uns zu sein bis ans Ende aller Tage, ist nicht an Voraussetzungen geknüpft. Aus dieser Grundüberzeugung ergibt sich für uns die Frage: Wie können aus dem Zusichern der Bedingungslosigkeit Gottes politische Impulse für den gesellschaftlichen Zusammenhalt erwachsen? Wir brauchen Initiativen, die es Menschen ermöglichen, ihre Lebensverhältnisse selbst in die Hand zu nehmen und die ihnen notwendige Solidarität der Gemeinschaft zukommen zu lassen.

2. Der Ausgleich untereinander, der finanziell und beteiligend zu sehen ist. Wir lassen uns von der Idee leiten, dass Gemeinwohl und Einzelwohl, die Aufgaben und Grenzen sowohl staatlicher Einrichtungen als auch wirtschaftlicher Unternehmen, in einen Ausgleich gebracht werden können. Hier gilt es über Initiativen nachzudenken, die für uns unerlässlichen Prinzipien des Gemeinwohls und der Nachhaltigkeit zu stärken. Genauso wie der Staat sich nicht dem Markt unterwerfen darf und Sozialpolitik immer mehr sein muss als ein Anhängsel der Gesetzgebung, bedarf es auch einer Perspektive, die über die eigene Generation hinausgeht.

In einer Gemeinschaft, die sich als christlich geprägt versteht, darf die Menschenwürde nicht von der Kaufkraft abhängen. Ein gutes Leben für alle ist möglich und darf nicht vom Konsum vereinnahmt werden, es ist mehr als materieller Reichtum. Eine dem Gemeinwohl verpflichtete Politik sorgt für Ausgleich und Mitbestimmung. Gerade Beschäftigte und ihre Familien, junge und alte Menschen sind auf ein „gerechtes Regieren“ angewiesen.

Für uns liegt ein erster Schritt zum sozialen Ausgleich, zu mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt in einem gerechteren Steuersystem. Steuerschlupflöcher müssen gestopft, Steueroasen beseitigt werden. Nach wie vor erachten wir eine Finanztransaktionssteuer für unverzichtbar. Doch diese Schritte allein werden nicht ausreichen.

Ein umfassender sozialer Ausgleich wird für uns durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen möglich. Wie nötig es ist, zeigt sich derzeit an zwei elementaren Schnittstellen des Lebens – am Anfang und im Alter. Das Bündeln der zersplitterten Unterstützungsleistungen für Kinder zu einer Grundsicherung, die Hilfen unbürokratisch und diskriminierungsfrei ermöglicht, ist genauso ein Gebot der Stunde wie eine Grundrente. Auch die Absicherung in Alter muss aus unserer Sicht ohne Bedürftigkeitsprüfung erfolgen – mithin bedingungslos.

Gesellschaft und Arbeitswelt wandeln sich durch Phänomene wie Globalisierung und Digitalisierung deutlich. Spätestens wenn durch die Folgen der Digitalisierung Erwerbsarbeit weniger wird, ist mit einer Vertiefung der sozialen Unterschiede zu rechnen. Die KAB strebt seit vielen Jahren das Ideal der Tätigkeitsgesellschaft an, in der jegliche Form menschlicher Arbeit als gleichwertig betrachtet wird.

Im Hinblick darauf und als Unterstützung muss eine andere Form der Besteuerung von Arbeit realisiert werden. Eine Wertschöpfungsabgabe ist nicht nur Alternative, sondern ermöglicht weiter Schritte in Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Wohlstand ist für uns etwas anderes als die bloße Anhäufung von Reichtümern.

Unter den Stichworten Bildung und Beteiligung steht die Mitbestimmung und die Befähigung dazu im Mittelpunkt. Die Teilhabe an den politischen Prozessen in Kommunen, Land und Bund sowie die Mitbestimmung in den Betrieben lassen die Demokratie erst lebendig werden. Das Ringen um gerechte Löhne, faire menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie vernünftige soziale Absicherungen stehen an oberster Stelle. Über seine Zeit frei verfügen zu können ist ebenso Wohlstand, wie eine Arbeit, die Sinn ergibt und Freude macht.

Für uns ist daher unerlässlich, dass Mitbestimmung auf allen Ebenen gewährleistet wird. Wohlstand, Beteiligung und Zuversicht sind untrennbar mit gesellschaftlichem Zusammenhalt verbunden. Während kleine Gemeinschaften Geborgenheit geben, drohen größere Zusammenhänge aufgrund vermeintlicher Ängste vor dem Fremden auseinanderzudriften.

Zudem ist die Wahrnehmung zwischen den Generationen, was gesellschaftlicher Zusammenhalt sein sollte, verschieden und spiegelt sich in differenzierten Ängsten und Vorbehalten wieder. Wir erwarten, dass die Kirche deutliche Impulse setzt. Impulse für eine von Nächstenliebe, Vernunft, Versöhnung und Bedingungslosigkeit – um nur einige zu nennen – geprägte Gesellschaft.

Wir können diese Ideale nur dann erlangen, wenn wir sie selbst leben. Das Evangelium liefert die passenden Erzählungen dazu; sie müssen aber auch überzeugend umgesetzt und weitergegeben werden. Eine Übersetzung der frohen Botschaft in den Alltag in Gottesdiensten, Andachten und Gesprächen sehen wir als Mitgestaltung an der Zukunft – hin zu mehr sozialem Ausgleich und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Wir fordern unsere Bischöfe auf, soziale Gerechtigkeit zur Bedingung des Zusammenlebens zu machen und stärker in die Gesellschaft zu tragen. Die Kirche muss sozialpolitischer auftreten und die Anliegen der Katholischen Soziallehre verkünden, leben und vor allem von Politik und Wirtschaft einfordern. Wir sind aufgefordert, stärker auf die Sorgen der Menschen zu hören. Gemeinsam gilt es, Initiativen zu schaffen, die durch die Motive der Soziallehre und caritativer Aspekte dazu verpflichten, dass Menschen die Möglichkeit gegeben wird, ihr Leben selbst zu gestalten und dass sie durch die Gemeinschaft in Solidarität unterstützt werden. Gemeinwohl und Nachhaltigkeit müssen als leitende Prinzipien vorangestellt werden.

Wir betrachten aufmerksam die derzeit stark und vor allem durch Jugendliche vorangetriebene Diskussion um den Klimaschutz und stellen nicht nur fest, dass sich die junge Generation Sorgen um ihre Zukunft macht, sondern auch, dass im Sinne Papst Franziskus‘ das Thema Umweltschutz zugleich immer auch ein soziales Thema ist. Unsere Handlungen und Gewohnheiten haben Konsequenzen für Menschen in anderen Teilen der Welt. Eine Globalisierung der Gerechtigkeit bedeutet dabei, darauf hinzuwirken, dass ein sozialer Ausgleich auch in größerem Maßstab stattfinden muss. Die KAB ist dabei nicht nur prophetisch, sondern auch in vielen Bereichen politisch aktiv.

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news-19752 Thu, 21 Nov 2019 16:05:51 +0100 Bischof Wilmer betont Solidarität mit den Menschen in Bolivien bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-betont-solidaritaet-mit-den-menschen-in-bolivien-19752/ Angesichts der dramatischen politischen Lage in Bolivien hat Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ seine Solidarität mit den Menschen in dem südamerikanischen Partnerland des Bistums Hildesheim bekundet. Er äußerte sich in einem Brief an die Bischöfe der Partnerschaftskommission in Bolivien. Wilmer schrieb, im Bistum Hildesheim verfolge man die zunehmenden Spannungen nach dem Wahlbetrug und dem Rücktritt der bisherigen Regierung mit großer Sorge. „Dabei schmerzt es uns zu sehen, wie Bolivianer gegen Bolivianer aufstehen und sich die Spirale der Gewalt im Land immer schneller zu drehen beginnt.“

Trotz der großen Entfernung fühle er sich seinen bischöflichen Amtsbrüdern und dem gesamten bolivianischen Volk verbunden, so Wilmer. Viele Menschen im Bistum Hildesheim, die sich für die Partnerschaft engagieren, beteten gemeinsam mit ihm für das Wohlergehen und den Frieden in Bolivien: „Sie sollen wissen, dass Sie nicht alleine sind!“

Der Hildesheimer Bischof konstatierte, er schaue mit Bewunderung auf das Engagement der bolivianischen Bischofskonferenz und ihr Bemühen, zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln, in der Hoffnung, dass auf diese Weise der Frieden und die Demokratie in dem Land bewahrt werden können.

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news-19743 Wed, 20 Nov 2019 12:55:00 +0100 Kirchehoch2 - Blick zurück nach vorn bistum/nachrichten/artikel/news-title/kirchehoch2-blick-zurueck-nach-vorn-19743/ Das Büro der Projektstelle Kirchehoch2 in Hannover-Linden wurde im Oktober 2019 geschlossen. Generalvikariatsrat Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, nimmt zu Gründen und Perspektiven Stellung:  „Seit November 2018 zeichnet sich das Ende des bisherigen Projektes Kirchehoch2 ab. Mit dem Sommer 2019 wurde dies auch strukturell klar. Die Projektbeauftragung von Pastorin Prof. Dr. min. Sandra Bils wurde vom Haus Kirchlicher Dienste der Landeskirche Hannovers nicht verlängert und seit dem 1. Oktober 2019 ist Pastorin Sandra Bils nicht mehr für die ökumenische Projektstelle Kirchehoch2 tätig. Mitte Oktober ist das Büro in Hannover Linden, dass ohne diese ökumenische Besetzung keinen Sinn mehr machte, auch aufgelöst worden.

Damit endet eine Phase der ökumenischen Bewegung Kirchehoch2. Und eine neue beginnt, von der wir noch nicht wissen, welche Verheißungen und Entwicklungen sich ergeben.

Die Geschichte von Kirchehoch2 hat vor über 15 Jahren begonnen – mit einer gemeinsamen Entdeckung: Wir – katholische wie evangelische Engagierte für die zukünftigen kirchlichen Entwicklungen – teilen dieselben Fragen, teilen dieselben Anliegen. Wir erfuhren uns auf der Suche nach den neuen Wegen verbunden in einer gemeinsamen Verwurzelung im Glauben, in der Schrift, in der Christusgegenwart. Das führte uns auf einem gemeinsamen Weg, der immer mehr Dynamik bekam: gemeinsame Reisen führten zu gemeinsamen Entdeckungen eines Zukunftsweges, vor allem im Kontext der anglikanischen Erneuerung. Immer mehr wurde Hannover/Hildesheim zu einem Ort und einer Plattform für innovative Erfahrungen – und das führte zur wagemutigen Idee des ökumenischen Kongresses Kirchehoch2 im Jahr 2013.

Der Kongress, die überwältigende Erfahrung seiner Resonanz und die großartige Aufbruchsdynamik, die sich aus ihm ergab, führte uns in eine neue Phase des Miteinanders: Es entstand eine ökumenische Bewegung, deren Mittelpunkt das Büro in Hannover-Linden war – ein „dritter Ort“, der immer mehr zur Plattform eines wachsenden Netzwerkes von Kircheninnovation und Gemeindegründung wurde: Ein Ort des „Wanderns und Wunderns“. Weiterhin war der Kern dieser Bewegung ein ökumenisches Team aus der Landeskirche und dem Bistum, das ergänzt wurde von Brüdern und Schwestern aus den freien Kirchen.

Immer mehr spürten wir aber in den letzten Jahren, dass ein nächster Schritt vor uns liegt – aber es brauchte Zeit, und viele spannende und auch zuweilen spannungsvoller Gespräche, sich dessen gemeinsam zu vergewissern. Mit dem unvermittelten und schmerzlichen Ende der bisherigen Konstellation ist aber dieses Anliegen im Bistum keineswegs schwächer geworden. Es liegt in der Luft und wartet auf Verwirklichung.

Viele ökumenische Kontakte mit der Landeskirche Hannovers, viele ökumenische Kontakte im weiterem ökumenischen Feld bis hin zu einer europäischen Vernetzung und vor allem die Erfahrungen der vergangenen Jahre führen uns dazu, die Idee von Kirchehoch2 und die „Ökumene der Sendung“ in einem nächsten Schritt zugleich breiter und tiefer zu entfalten.

Im Bistum Hildesheim wird weiterhin ein Team mit Christian Hennecke, Maria Herrmann, Matthias Kaune, Johannes Ebbersmeyer und anderen für eine innovative und ökumenisch ausgerichtete Kirchenentwicklung im Sinne von Kirchehoch2 stehen. In diesem Rahmen werden in den kommenden Jahren – in Kooperation mit Landeskirchen und anderen Partnern – die Ansätze weitergeführt und intensiviert. Neue Formate werden hinzukommen. Entscheidend ist für uns, dass wir das „heilige Experiment“, das 2013 begonnen hat, mit vielen Gesichtern weitergehen – als eine ökumenische Bewegung.

Wir freuen uns auf diese neue Phase, die sicherlich neue Netzwerke und Perspektiven ermöglicht und die viele Menschen im Bistum und Landeskirchen ergreifen wird, aber auch in bundesweiten und europäischen Netzwerken weiter ein wichtiger Akteur sein will und kann.“

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news-19738 Tue, 19 Nov 2019 11:46:49 +0100 Preisverleihung mit Gänsehautgefühl https://www.katholische-kirche-goettingen.de/ueber-uns/nachrichten/artikel/news-title/preisverleihung-mit-gaensehautgefuehl-19734/ Für seinen unermüdlichen, engagierten Kampf um die Würde des Menschen erhielt der Jurist und KZ-Überlebende Prof. Dr. Thomas Buergenthal in Göttingen den Edith-Stein-Preis. Den Preis für den früheren Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag hat dessen Sohn Dr. Robert Buergenthal... news-19726 Mon, 18 Nov 2019 11:55:55 +0100 Waschen, schneiden, schlemmen https://www.malteser-hannover.de/presse/pressestelle/alle-news/news-detailansicht/news/waschen-schneiden-schlemmen.html Mit einem reichhaltigen Angebot für Körper und Seele präsentierte sich der vierte „Hildesheimer Wohlfühlmorgen“ der Malteser den Wohnungslosen und Armen der Stadt. Rund 120 Gäste nahmen daran in der Marienschule teil.  news-19688 Fri, 15 Nov 2019 14:56:55 +0100 Drei neue BONI-Busse im Bistum Hildesheim bistum/nachrichten/artikel/news-title/drei-neue-boni-busse-im-bistum-hildesheim-19688/ Die katholische Kirchengemeinde St. Cyriakus in Braunschweig, die italienische Mission in der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus in Wolfsburg und die Begegnungsstätte Kloster St. Ludgerus in Helmstedt haben einen neuen BONI-Bus vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken erhalten. Zum... Für das Tagungshaus nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze ist der BONI-Bus ein Alltagsheld, darum heißt sein KFZ-Kennzeichen HE LD 686. Die Ziffer 686 verweist auf das Gründungsdatum im Juni 1968 hin. Die geschichtliche Bildung und die Fahrten zur Gedenkstätte Marienborn sind der Schwerpunkt der Arbeit der Begegnungsstätte, dafür braucht es Mobilität.

Der Braunschweiger Bulli wird eingesetzt für Fahrten zu Gottesdiensten und unterschiedlichen Veranstaltungen. Auch das Blasorchester, die Senioren und Frauengruppen profitieren von dem neuen Fahrzeug.

Auch die italienische Mission in Wolfsburg nutzt ihren BONI-Bus vielfältig: Kinder werden zur Katechese in ihrer Muttersprache abgeholt, Senioren werden zum Gottesdienst gefahren, Fahrten zur Nikolausfeier mit Basar und zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen stehen auf dem Programm des Fahrzeugs. Bei mehr als 6.000 Italienern in Wolfsburgs ist Mobilität eine wichtige Hilfe zur Gemeinschaftsbildung. Aber auch an die deutschen Nachbarn in der Gemeinde wird der BONI-Bus bei Bedarf gerne ausgeliehen.

Monsignore Georg Austen, Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, erzählte bei der Übergabe der Fahrzeuge in Paderborn vom 170. Geburtstag des Bonifatiuswerkes und dem 70. Geburtstag der MIVA Deutschland (Motorisierende innerdeutsche Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft). „Unsere zwei Wurzeln sind die Weitergabe des Glaubens und die Solidarität. Sie und Ihre BONI-Busse sind mögliche Botschafter des Glaubens und der Solidarität mit denen, die unsere Freundschaft und Unterstützung brauchen“, erklärt Austen. „Und Sie zeigen, wohin das Geld der Spender fließt. Denn als Bonifatiuswerk können wir Gutes tun mit den finanziellen Mitteln, die wir von unseren Mitgliedern und Spendern bekommen. Ihren Dank gebe ich gerne an unsere Unterstützer weiter.“

Das Bonifatiuswerk vergibt alljährlich zwischen 30 und 45 BONI-Busse an katholische Gemeinden und Einrichtungen in Diaspora-Gebieten, das heißt in Regionen, in denen katholische Christen in einer Minderheit leben. Es übernimmt dabei zwei Drittel der Anschaffungskosten. Die Busse werden eingesetzt für Fahrten mit Kindern, Jugendlichen und Senioren, für Fahrten zur Grundschule oder zu Gottesdiensten, für Ausflüge, Freizeiten und vieles mehr.

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news-19689 Fri, 15 Nov 2019 14:06:00 +0100 Mittelalterliche Musik zur Adventszeit https://www.dommuseum-hildesheim.de/de/content/mittelalterliche-musik-zur-adventszeit-0 Vielfältige Lieder in unterschiedlichen Sprachen des Mittelalters präsentiert das Duo Scivias beim Konzert am Freitag, 13. Dezember im Dommuseum Hildesheim. news-19625 Wed, 06 Nov 2019 10:57:46 +0100 Aufsichtsrat des Bonifatiuswerkes neu gewählt https://www.bonifatiuswerk.de/de/news/2019/nov/mitgliederversammlung-waehlt-aufsichtsratsgremium/ Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Bonifatiuswerkes wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt. Neu in dem Gremium ist unter anderem der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk, der Hamburger Bernd Duhn wurde zum neuen Vizepräsidenten gewählt.