Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Thu, 16 Sep 2021 17:35:10 +0200 Thu, 16 Sep 2021 17:35:10 +0200 TYPO3 EXT:news news-28312 Thu, 16 Sep 2021 11:56:59 +0200 Wilmer ruft zu Teilnahme am globalen Klimastreik auf https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/wilmer-ruft-zu-teilnahme-am-globalen-klimastreik-auf-28312/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat heute Vormittag einen Forderungskatalog der ökumenischen Initiative Christians For Future entgegengenommen. Bei der Übergabe vor dem Bischofshaus waren sechs Christ*innen aus dem Bistum Hildesheim dabei. Wilmer rief dabei auch zur Teilnahme am... Christians For Future verstehen sich als Teil der Fridays-For-Future-Bewegung und setzen sich für Klimaschutz, Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ein. In ihrem Forderungskatalog appelieren Sie an Bistümer und Landeskirchen, offensiv für den Umwelt- und Klimaschutz einzutreten sowie ein an ökologischen Kriterien orientiertes Handeln in kirchlichen Einrichtungen weiter zu befördern.

„Wir sehen, dass die Kirchen schon viel machen, aber es reicht noch nicht, nötig ist ein echter Sprung nach vorne. Wir wünschen uns Kirchenleitungen, die laut und unbequem sind, ganz in der prophetischen Tradition der Kirche“, sagte Claudia Schweegmann von den Christians For Future.

„Was die Christians For Future fordern, gehört zum gesellschaftlichen Auftrag der Kirche. Wir sehen im Bistum Hildesheim eine Verpflichtung, uns für den Klimaschutz und für Klimagerechtigkeit einzusetzen. Über unseren Umweltbeauftragten und den Projektleiter unserer Klimaschutzinitiative verankern wir das Thema fest in unseren Pfarrgemeinden und kirchlichen Einrichtungen. Das reicht von Brutplätzen für die Dom-Uhus bis hin zu effizientem Energiemanagement in Gebäuden“, sagte der Bischof.

Wilmer appellierte im Beisein der Vertreter*innen von Christians For Future an die Gläubigen des Bistums Hildesheim, am globalen Klimastreik am 24. September 2021 teilzunehmen. Zur Teilnahme rufen die bolivianischen Bischöfe sowie die Diözesen Hildesheim und Trier, deren Partnerland Bolivien ist, gemeinsam auf.

In dem Aufruf der beteiligten Bischöfe heißt es: „Als Kirche begrüßen wir alle Initiativen wie die Jugendbewegung Fridays for Future, die versuchen, das Bewusstsein für Menschlichkeit zu schärfen und wirksame Maßnahmen von der Politik zu fordern. Wir bitten unsere Gläubigen, Aktionen zu unterstützen, die sich ohne parteipolitische Interessen für Klimagerechtigkeit einsetzen. Wir freuen uns über jede Beteiligung am globalen Klimastreik, der von den jungen Menschen initiiert wird, deren Zukunft durch unsere Art zu leben, zu konsumieren und zu produzieren, bedroht ist. Schließlich rufen wir alle Gläubigen auf, unablässig dafür zu beten, dass Gott uns hilft, das Leben auf dem Planeten Erde zu retten und Sorge zu tragen für das gemeinsame Haus, das er selbst uns geschenkt hat.“

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news-28297 Tue, 14 Sep 2021 11:00:00 +0200 Eklatante Missstände im Umgang mit Missbrauch während der Amtszeit von Bischof Janssen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/eklatante-missstaende-im-umgang-mit-missbrauch-waehrend-der-amtszeit-von-bischof-janssen-28297/ Eine Gruppe externer Fachleute um die ehemalige niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz hat heute eine zweibändige, mehr als 400 Seiten umfassende Studie zu sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim veröffentlicht. Der Untersuchungszeitraum umfasste die Amtszeit des verstorbenen... Der Bericht ist auf der Website www.bistum-hildesheim.de/aufarbeitung-missbrauch  veröffentlicht und benennt eklatante Missstände im Umgang mit sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch während der Amtszeit von Bischof Janssen. Demnach gab es von kirchlicher Seite Zuwendung und Schutz für die Täter, während die Betroffenen keinerlei Hilfsangebote erhielten und mit ihrem Leid allein gelassen worden sind.

Die Experten haben festgestellt, dass unter der Verantwortung Janssens keine Schutzmaßnahmen getroffen wurden, um nach bekannt gewordenen Missbrauchsvorwürfen gegen Geistliche weitere Straftaten durch diese Priester zu verhindern. Die Taten wurden verschwiegen und vertuscht. Die Studie zeigt auch, dass während der Amtszeit Bischof Janssens die Personalakten ohne inhaltliche Ordnung geführt wurden und gravierende Mängel aufweisen.

In den Jahren 2015 und 2018 wurden Missbrauchsvorwürfe zweier Betroffener gegen den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen dokumentiert. Die Gruppe der Fachleute hat keine weiteren, zusätzlichen Hinweise für durch Bischof Janssen selbst verübte sexualisierte Gewalt gefunden. Ebenso fanden die Expertinnen und Experten keine Hinweise auf Kooperationen mutmaßlicher Missbrauchstäter.

Die Untersuchung macht sichtbar, dass es offenkundig massives Unrecht gegenüber Minderjährigen in katholischen Heim-Einrichtungen im Bistum Hildesheim gab. Insbesondere in Bezug auf den Bernwardshof in Hildesheim-Himmelsthür gibt es Berichte über physische, psychische und sexualisierte Gewalt. Bischof Janssen hat diese „erzieherische Verantwortungslosigkeit“ über viele Jahre geduldet und mitgetragen.

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sagte während der Vorstellung der Studie, der Bericht konfrontiere das Bistum und ihn „mit einem Systemversagen, mit Mängeln in der Leitung, der Personalführung, der theologischen Reflexion und der Zusammenarbeit mit einem Rechtsstaat“.

„Der Bericht zeigt auf, wie die damalige Bistumsleitung bei diesen in den Heimen verübten Verbrechen, aber auch bei denen, die in den Pfarrhäusern und Pfarreien geschahen, wegschaute. Es ging vor allem um den Schutz der Institution und der Priester. Die Geschädigten tauchten nicht auf. Priester als Täter wurden verschont“, so Wilmer.

Der Bischof machte deutlich, dass nun eine umfassende Lektüre und Auswertung der Studie bevorstehe, um anschließend Konsequenzen aus den Berichtsergebnissen zu ziehen. Fest steht aber bereits, dass es weitere Aufarbeitungsvorhaben geben wird und dass das Bistum Hildesheim den Bereich der Aufarbeitung, Intervention und Prävention umbauen und personell aufstocken wird.

Die Diözese richtet für die Aufarbeitung und Vorbeugung sexualisierter Gewalt eine neue Stabsstelle für Prävention, Intervention und Aufarbeitung ein. Darin wird die bisherige Fachstelle Prävention eingegliedert. Auch die Referentin des Bischöflichen Beraterstabes in Fragen sexualisierter Gewalt wird in den neuen Bereich integriert.

Damit arbeiten die Fachleute der Diözese für den professionellen Umgang und für die Vermeidung von Missbrauchsfällen künftig gemeinsam in einer Abteilung. Als qualifizierte Ansprechpersonen der Kirche werden sie bei zukünftigen Aufarbeitungsvorhaben die Arbeit der jeweils tätigen unabhängigen Expert*innen durch die Bereitstellung von Informationen unterstützen.

Darüber hinaus ist eine Verzahnung der neuen Stabsstelle mit der Präventionsarbeit im Diözesan-Caritasverband geplant. Derzeit sucht das Bistum nach einer Leitung für die Stabsstelle. Die Leitung der neuen Stabsstelle soll die Strategie des Bistums im Umgang mit Fragen sexualisierter Gewalt weiterentwickeln und auch als Ansprechpartner*in für Betroffene und Betroffenen-Initiativen zur Verfügung stehen.

Die neue Stabsstelle wird eng mit der Aufarbeitungskommission und dem Betroffenenrat kooperieren, die das Bistum Hildesheim auf Ebene der norddeutschen Metropolie gemeinsam mit dem Erzbistum Hamburg und dem Bistum Osnabrück etablieren wird.

Die Deutsche Bischofskonferenz erarbeitet derzeit eine Rahmenordnung für die Führung der Personalakten von Klerikern. Das Bistum Hildesheim wird diese Ordnung, die wahrscheinlich auf der Vollversammlung der deutschen Bischöfe Ende September beschlossen wird, übernehmen und zeitnah in Kraft setzen.

Die Personalaktenordnung definiert verbindliche Regeln zur Führung der Personalakten, die vollständig und fälschungssicher zu führen sind. Die bisherigen Personalakten werden im Rahmen eines Sonderprojekts paginiert und in ihrer bisherigen Form geschlossen.

Kontakte für Betroffene:

Für Betroffene von sexualisierter Gewalt gibt es im Bistum Hildesheim professionelle Ansprechpersonen, die von der Kirche unabhängig sind. Die Kontaktdaten dieser vier Fachleute sind unter dem folgenden Link zu finden: www.bistum-hildesheim.de/missbrauch.

Der Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt ist telefonisch (05121-17 48 266) und per E-Mail erreichbar (beraterstab(ät)bistum-hildesheim.de).

Informationen zur Betroffeneninitiative im Bistum Hildesheim gibt es auf deren Webseite: http://betroffeneninitiative-hildesheim.de

Weitere Informationen zur Studie:

Die externe Untersuchung war interdisziplinär, d.h. historisch, forensisch, kriminologisch und psychologisch angelegt. Leiterin (Obfrau) der externen Untersuchung ist die Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht a. D. und ehemalige niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) gewesen. Mit ihr zusammen arbeiteten der Leitende Oberstaatsanwalt a. D. Kurt Schrimm aus Stuttgart, der 15 Jahre lang Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg gewesen ist, sowie Fachleute des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) aus München: Gerhard Hackenschmied, Dr. Peter Caspari, Dr. Florian Straus und Dr. Christa Paul.

Das IPP ist ein sozialwissenschaftliches Forschungsinstitut, das in der Vergangenheit bereits mehrere unabhängige Studien zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch in kirchlichen Institutionen vorgelegt hat, so auch im Bistum Hildesheim.

Bischof Wilmer hatte die Fachleute im April 2019 mit dem Gutachten beauftragt. Den Ausgangspunkt für das Vorhaben bildeten die in den Jahren 2015 und 2018 dokumentierten Missbrauchsvorwürfe zweier Betroffener gegen den verstorbenen Bischof Heinrich Maria Janssen. Der Auftrag an die Forschungsgruppe ging aber deutlich darüber hinaus und sollte insbesondere auch die institutionellen Bedingungen zum Entstehen von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Bistum Hildesheim kritisch in den Blick nehmen.

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news-28292 Sat, 11 Sep 2021 11:02:31 +0200 „Ihr unterschiedliches Profil bereichert uns im Bistum“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/ihr-unterschiedliches-profil-bereichert-uns-im-bistum-28292/ Bischof Dr. Heiner Wilmer hat am heutigen Samstag, 11. September 2021, in einer Feier im Hildesheimer Dom zwölf Personen in den Pastoralen Dienst des Bistums Hildesheim gesandt. „Verschiedene Lebenswege haben Sie hierhergeführt“, sagt Bischof Dr. Heiner Wilmer. Einige der Gesendeten stehen schon seit längerem im Dienst des Bistums, andere haben erst jüngst ihre Tätigkeit aufgenommen. „Ihr unterschiedliches Profil bereichert uns im Bistum“, betont Wilmer. Durch Taufe und Firmung sind sie schon längst unterwegs im Auftrag des Herrn, erklärt der Bischof:  „Diese Sendung ist nur eine Bestätigung dessen. Ich danke Ihnen, mit welcher Energie, mit welchem Elan und welcher Hoffnung Sie unterwegs sind.“  

Die Sendung in den Pastoralen Dienst erfolgte dann durch Handauflegung und Segnung durch den Bischof.

Mehr als zehn Jahre liegt die letzte Sendungsfeier im Bistum zurück. Während damals nur Angehörige der pastoralen Berufsgruppen Gemeinde- und Pastoralreferent*innen ausgesandt wurden, gehören zum Kreis der Gesendeten nun auch weitere Pastorale Mitarbeiter*innen. Diese müssen nicht über ein theologisches oder religionspädagogisches Studium verfügen oder eine diözesane Berufseinführung absolviert haben. Dafür bringen sie andere berufliche Qualifikationen und Erfahrungen mit. „Die pastoralen Teams werden dadurch vielfältiger und multiprofessioneller“, betont Domkapitular Martin Tenge, Leiter der zuständigen Hauptabteilung Pastoral/Seelsorge.

Zu den Gesendeten gehören mit Ines Klepka und Linda Menniger auch zwei Pastoralreferentinnen, die erstmals die „Vernetzten Ausbildung“ im Bistum Hildesheim abgeschlossen haben. Im Rahmen der Vernetzten Ausbildung absolvieren zukünftige Pastoral- und Gemeindereferent*innen ihre Berufseinführung gemeinsam mit Priesterkandidaten und Diakonatsanwärtern.

Die Sendungsfeier wird künftig jährlich stattfinden.

 

Gesendet wurden:

  • Anne Liese Barzilay ist Pastorale Mitarbeiterin im Schulpastoralen Zentrum Hildesheim
  • Dr. Christian Berkenkopf leitet als Pastoraler Mitarbeiter die Katholische Hochschulseelsorge und das Mentorat an der Universität Hildesheim
  • Monika Effertz ist als Dekanatspastoralreferentin im Dekanat Nörten-Osterode tätig
  • Ines Klepka ist Pastoralreferentin und leitet die Katholischen Hochschulseelsorge Hannover
  • Christiane Kreiß ist Pastorale Mitarbeiterin und bildet mit Pfarrer Eggers die „Doppelspitze“ in der Pfarrei St. Petrus in Wolfenbüttel
  • Linda Menniger ist Pastoralreferentin und als Klinikseelsorgerin im Nordstadt Klinikum in Hannover tätig
  • Gisbert Nolte ist Pastoraler Mitarbeiter und Klinikseelsorger im Fachklinikum Asklepios (Psychatrie) in Göttingen
  • Sigrid Nolte ist Pastorale Mitarbeiterin und hälftig als Dekanatsreferentin im Dekanat Untereichsfeld sowie als Bibliothekarin in der Katechetischen Arbeits- und Medienstelle in Hannover beschäftigt
  • Antonia Przybilski ist Pastorale Mitarbeiterin und Dekanatsreferentin im Dekanat Wolfsburg-Helmstedt
  • Silvia Wahl ist als Gemeindereferentin im Überpfarrlichen Personaleinsatz (ÜPE) in Salzgitter eingesetzt
  • Ricardo Wickert ist Dekanatspastoralreferent im Dekanat Göttingen
  • Dr. Ute Zeilmann ist Dekanatspastoralreferentin im Dekanat Bremen-Nord
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news-28273 Thu, 09 Sep 2021 13:06:52 +0200 Begegnung der Niedersächsischen Landesregierung mit der Katholischen Kirche Niedersachsen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/begegnung-der-niedersaechsischen-landesregierung-mit-der-katholischen-kirche-niedersachsen-28273/ Seit 1965 kommen in regelmäßigen Abständen die Mitglieder der Niedersächsischen Landesregierung mit Vertretern der Katholischen Kirche in Niedersachsen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen im Bundesland auszutauschen. Bei der Zusammenkunft im Tagungshaus St. Clemens in Hannover wurde der... Für den Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode ist die Pandemie ein doppeldeutiges Geschehen: „Wir haben erlebt, dass digital vieles möglich geworden ist – doch wir brauchen weiterhin die persönliche Begegnung für unser Gemeinwesen.“ Vor allem sei die Pandemie aber eine Herausforderung für die Bindekraft der Gesellschaft: „Wir erleben, auch in den Kirchen, viel Solidarität, doch wir sehen auch den Verlust an Bindung.“

Ein Eindruck, den Ministerpräsident Stephan Weil unterstreicht: „Corona ist ein Stresstest für Kirchen, Politik und die Gesellschaft.“ Die Pandemie zeige sowohl die Bereiche auf, in denen es gut laufe, als auch die, in denen es Schwierigkeiten gebe. Einbrüche am Arbeitsmarkt habe man durch das Instrument der Kurzarbeit auffangen können. Vor allem habe sich aber das Gesundheitssystem im Umgang mit der Pandemie als belastbar und flexibel erwiesen.  Leider sei es aber nicht immer gelungen, allen hochbetagten Menschen den notwendigen Schutz zu bieten. Und die Kinder und Jugendlichen hätten unter starken Einschränkungen in Kita und Schule und in ihrem Freizeitbereich gelitten: „Das alles müssen wir gut aufarbeiten, für Verbesserungen in Alten- und Pflegeeinrichtungen sorgen und jungen Menschen jetzt verstärkt Angebote machen.“

Auch Ministerpräsident Weil sieht Spaltungstendenzen in der Gesellschaft: „Sorge bereiten mir diejenigen, die sich nicht impfen lassen wollen und dabei leider mitunter eine unverhohlene verbale Aggressivität an den Tag legen.“ Die überwiegende Zahl der Menschen in Niedersachsen aber zeige Verständnis für die jetzt notwendigen Maßnahmen. Sie ließen sich impfen und nähmen weiter Rücksicht aufeinander. Der Ministerpräsident würdigt ausdrücklich, dass die Kirchen in jeder Phase der Pandemie mit großem Engagement an der Seite der Landesregierung gestanden hätten.  

„Für uns als Kirche ist die Frage relevant, wie wir in unserer Welt leben wollen, welche Werte und Ideale für uns gelten, welche Hoffnung uns trägt“, erläutert der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer. Gerade im Hinblick auf notwendige Angebote für junge Menschen nennt Wilmer den Religionsunterricht und die katholischen Schulen in freier Trägerschaft als Beispiele. Für den Hildesheimer Bischof ist es geboten, den bisher in konfessionell getrennten Unterricht zu einer gemeinsamen Form religiöser Bildung weiterzuentwickeln: „Unsere Gesellschaft braucht religiöse Bildung vielleicht mehr denn je, die Auseinandersetzung mit Werten und mit der Hoffnung, die uns trägt.“ Auch das sei eine Erfahrung der Pandemie.

Auf mehr Gemeinsamkeit setzt Wilmer auch im Blick auf die sogenannten Konkordatsschulen. Diese ehemals staatlichen Schulen werden mit großer finanzieller Unterstützung durch das Land Niedersachsen von der katholischen Kirche getragen. Jedoch ist diese Unterstützung bislang an das Einhalten einer Quote von mindestens 70 Prozent katholischer Schülerinnen und Schüler gebunden: „Wir können heute niemandem mehr erklären, dass die katholische Taufe die Voraussetzung für den Besuch einer Konkordatsschule darstellt“, betont Wilmer. Er wirbt dafür, die Konfessionsquote fallen zu lassen: „Alle Heranwachsenden hätten dann die Möglichkeit, diese Schulen zu besuchen.“ Mit ihren Bildungskonzepten seien die Konkordatsschulen eine wertvolle Bereicherung der niedersächsischen Schullandschaft. 

Für die Landesregierung sagt Kultusminister Grant Hendrik Tonne eine sorgfältige Prüfung des Vorschlages zu: „Wir werden gemeinsam eine Lösung erarbeiten, die sowohl die Belange der Schulen als auch das Verfassungsrecht berücksichtigt.“ Niedersachsen setze auf ein vielfältiges Bildungssystem. Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wertvoll der Schulbesuch für Kinder und Jugendliche sei: „Die Bedeutung einer guten Schule geht weit über reine Bildung hinaus.“ Zahlreiche Onlinekonferenzen mit Schülerinnen und Schülern aller Schulformen und Jahrgänge hätten ihm gezeigt, wie sehr viele junge Menschen das Miteinander in Schule vermisst hätten. „Der Hauptgrund für unser dichtes Sicherheitsnetz aus Masken, Testungen und Lüften ist der Schutz der Schülerinnen und Schüler und damit des Präsenzunterrichtes.“

Die Landesregierung ermögliche es den Schulen derzeit, die persönlichen wie sozialen Folgen der Pandemie durch eine andere Gestaltung des Unterrichts aufzuarbeiten. „Der Religionsunterricht hat dabei eine besondere Bedeutung“, hebt Tonne hervor: „Er bietet für viele Schülerinnen und Schüler Zeit und Raum, sich über ihre Wertvorstellungen bewusst zu werden.“

Natürlich ging es bei dem Austausch auch über die Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der Katholischen Kirche. So berichteten die Bischöfe Bode und Wilmer sehr offen über den Stand der Aufarbeitungsprozesse. 

Das Treffen fand in gewohnt guter und vertrauensvoller Atmosphäre statt. Alle Beteiligten freuten sich, sich wieder persönlich auszutauschen – wenn auch mit dem gebotenen räumlichen Abstand. 

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news-28266 Wed, 08 Sep 2021 13:37:20 +0200 „Wir können immer noch viel von Godehard lernen“ https://www.kiz-online.de/%E2%80%9Ewir-k%C3%B6nnen-immer-noch-viel-von-godehard-lernen%E2%80%9C Vor 1000 Jahren wurde der heilige Godehard zum Bischof von Hildesheim geweiht. Am 5. Mai 2022 startet aus diesem Anlass ein Godehardjahr. Was ist das Ziel? Worum geht es dabei? Bischof Heiner Wilmer gibt darüber im Interview mit der KirchenZeitung Auskunft. news-28262 Tue, 07 Sep 2021 09:31:43 +0200 Bischof sendet zwölf Personen in den pastoralen Dienst https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-sendet-zwoelf-personen-in-den-pastoralen-dienst-28262/ Am Samstag, 11. September 2021 wird Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ um 10 Uhr im Dom zu Hildesheim zwölf Personen in den Pastoralen Dienst des Bistums Hildesheim senden. Mehr als zehn Jahre liegt die letzte Sendungsfeier im Bistum zurück. Während damals nur Angehörige der pastoralen Berufsgruppen Gemeinde- und Pastoralreferent*innen ausgesandt wurden, gehören zum Kreis der Gesendeten nun auch weitere pastorale Mitarbeiter*innen. Diese müssen nicht über ein theologisches oder religionspädagogisches Studium verfügen oder eine diözesane Berufseinführung absolviert haben. Dafür bringen sie andere berufliche Qualifikationen und Erfahrungen mit und bereichern dadurch die professionelle Vielfalt der pastoralen Teams.

Die Sendungsfeier ist zudem die erste nach dem Start der „Vernetzten Ausbildung“, in der zukünftige Pastoral- und Gemeindereferent*innen eine gemeinsame Berufseinführung mit Priesterkandidaten und Diakonatsanwärtern absolvieren. Erstmals werden nun zwei Pastoralreferentinnen in den Dienst gesandt, die diese Vernetzte Ausbildung im Bistum Hildesheim abgeschlossen haben.

Die Sendungsfeier ist am 11. September als Livestream sowohl im Youtube-Kanal des Bistums (www.youtube.com/bistumhildesheim) als auch auf der Webseite des Bistums (www.bistum-hildesheim.de) zu sehen.

Gesendet werden: Anne Lise Barzilay, Dr. Christian Berkenkopf, Monika Effertz, Ines Klepka, Christiane Kreiß, Linda Menniger, Gisbert Nolte, Sigrid Nolte, Antonia Przybilski, Silvia Wahl, Ricardo Wickert, Dr. Ute Zeilmann

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news-28259 Mon, 06 Sep 2021 15:19:26 +0200 Danken für die „Nachspielzeit" https://www.wallfahrten-eichsfeld.de/aktuelles/artikel/news-title/danken-fuer-die-nachspielzeit-28258/ „Glauben kann begeistern und ein Segen sein“: Unter diesem Motto stand die diesjährige Diözesan-Wallfahrt der Männer. Mehr als 200 Christen pilgerten in den kleinen Eichsfeldort Germershausen. news-28256 Mon, 06 Sep 2021 10:12:46 +0200 „Schanah tova! - Ein gutes Jahr“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/schanah-tova-ein-gutes-jahr-28256/ Gesegnete Tage der Erinnerung und der Umkehr wünschen die katholischen Bischöfe in Niedersachsen und Bremen den jüdischen Schwestern und Brüdern zum Fest Rosch Haschana. Dieses Neujahrsfest ist der Beginn des  jüdischen Jahres 5782.   Die Grußbotschaft im Wortlaut:

Liebe jüdische Schwestern und Brüder,

zu Beginn des jüdischen Jahres 5782 und vor den Hohen Feiertagen senden wir Ihnen unsere herzlichen Grüße. Sie beginnen das neue Jahr mit Rosch Haschana mit der Erinnerung an den Bund, den der Ewige mit Israel geschlossen hat. Wir wünschen Ihnen gesegnete Tage der Erinnerung und der Umkehr!

Ihr Glaubenszeugnis ermutigt auch uns Christen immer wieder neu den Weg der Versöhnung mit G‘tt und den Menschen zu suchen.

Und so fragen wir uns angesichts des erstarkenden Antisemitismus in unserer Gesellschaft: Haben wir gegen antisemitische Einstellungen in unseren Kirchen, aber auch allgemein in der Gesellschaft genug getan? Ja, uns schockiert, wie sich solcher Antisemitismus auf so manchen Demonstrationen gegen Coronamaßnahmen oder auch auf antiisraelischen Demonstrationen ungeniert zeigt.

Und wir fragen uns: Haben wir uns hinreichend eingesetzt, dass jüdisches Leben in Deutschland in seiner Vielfalt wahrgenommen wird? Eine offene Wunde hat uns hier Frau Marina Weisband durch ihre Rede zum Holocaustgedenken im Bundestag bewusst gemacht: Jüdinnen und Juden in unserem Land vermissen in vielen Situationen des Alltags das Gefühl „einfach nur Mensch sein“ zu können. Wir wollen hier wachsamer werden.

Wir hoffen, dass die Veranstaltungen des Festjahres anlässlich von 1700 Jahre jüdischen Lebens in Deutschland  einen wirksamen Gegenakzent dazu setzen. Wir sind dankbar, dass dieses Festjahr nun bis zum Sommer 2022 verlängert wird. So können nach all den Corona-Beschränkungen doch noch viele gute gemeinsame Initiativen umgesetzt werden, viele Begegnungen, die die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland erfahrbar machen. Mit dem Projekt #beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst konnte bereits einiges bewirkt werden. Es wird weitergehen.

Von Herzen möchten wir Ihnen danken für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Durch Ihr vielfältiges Engagement ist das Judentum an vielen Orten in Niedersachsen präsent. Wenn auch wegen Corona im vergangenen Jahr manches in den digitalen Raum verlegt werden musste bzw. gar nicht möglich war, so wissen wir doch um Ihre Bereitschaft, Gruppen in Ihren Gemeindezentren zu empfangen und ihnen dabei Ihr Leben aus dem Glauben sowie die Synagoge als Ort der Gemeinschaft zu erschließen. Sie bringen sich in den Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit wie auch in weiteren interreligiösen Zusammenschlüssen ein. Wir sind dankbar für diese guten und freundschaftlichen christlich-jüdischen Beziehungen.

Möge G‘tt Ihnen und Ihren Familien ein glückliches Jahr in Frieden und Sicherheit schenken.

Dr. Franz-Josef Bode

Wilfried Theising

Dr. Heiner Wilmer SCJ

Bischof von Osnabrück

Bischöflicher Offizial und
Weihbischof im Offizialatsbezirk Oldenburg

Bischof von Hildesheim

 

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news-28224 Wed, 01 Sep 2021 11:07:34 +0200 Einladung zum Gespräch mit LGBTQIA+ https://www.samiki.de/unsere-gemeinde/aktuelles/artikel/news-title/einladung-zum-gespraech-mit-lgbtqia-28213/ Die Organisatoren des diesjährigen Christopher Street Day luden die Göttinger Religionsgemeinschaften ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Pfarrer und Mitarbeiter aus allen katholischen Pfarreien der Stadt sind der Einladung gefolgt. news-28223 Tue, 31 Aug 2021 14:32:15 +0200 Neuer Kantor für den Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/neuer-kantor-fuer-den-hildesheimer-dom-28223/ Im Hildesheimer Dom musiziert ab September ein neuer Domkantor. Michael Čulo folgt auf Dr. Stefan Mahr, der künftig als Referent für Kirchenmusik bistumsweit für die Begleitung und Fortbildung der haupt- und ehrenamtlichen Kantoren sowie für die Stärkung der Chormusik in der Diözese zuständig sein... Michael Čulo war bisher Kirchenmusiker an der evangelisch-lutherischen Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover. Der 40-Jährige wird mit einem Stellenumfang von 60 Prozent tätig sein. Neben den Orgel- und Kantorendiensten im Dom übernimmt er dabei auch die Leitung der Mädchenkantorei der Hildesheimer Dommusik.

„Ich freue mich auf die Begegnung mit den vielen Menschen jeden Alters, auf die Arbeit mit den verschiedenen Chören und die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in diesem beeindruckenden Dom“, sagt Michael Čulo, der zusammen mit seiner Frau in Hildesheim eine neue Heimat gefunden hat. Angelika Rau-Čulo ist nämlich bereits seit 2019 Kirchenmusikdirektorin in der benachbarten evangelischen St.-Michaelis-Gemeinde. „Die Musik ist nicht nur Beiwerk für die Gottesdienste, sondern ein wesentlicher Bestandteil von Liturgie“, betont Weihbischof Heinz-Günter Bongartz, der als Domdechant auch Hausherr im Hildesheimer Dom ist.

Mit der Neubesetzung ist auch eine weitere Veränderung verbunden. Bisher waren Stefan Mahr und Dommusikdirektor Thomas Viezens neben ihren Aufgaben in der Dommusik mit einem Umfang von 30 bzw. 20 Prozent im Fachbereich Liturgie für die Kirchenmusik im Bistum Hildesheim zuständig. Dieses Aufgabenfeld wird nun mit einem 100-prozentigen Stellenumfang von Mahr übernommen. Dies umfasst die Strukturplanung, Fortbildung, Vernetzung und Beratung der Kirchenmusik und der Kirchenmusiker und -musikerinnen in der weiten Fläche des Bistums. Zugleich wird Viezens sich nicht mehr um die Kirchenmusik im Bistum kümmern, sondern ausschließlich in der Dommusik tätig sein.

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news-28215 Mon, 30 Aug 2021 11:25:47 +0200 Wir haben die Wahl! https://www.dioezesanrat-hildesheim.de/themen/themen-einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=343&cHash=dfced5945b653398ba01d9a63da41dc1 Der Bund der Deutschen katholischen Jugend und der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim rufen dazu auf, sich an den kommenden Kommunalwahlen und der Bundestagswahl zu beteiligen - um ein christliches Zeichen für eine plurale und demokratische Gesellschaft zu setzen. news-28197 Wed, 25 Aug 2021 08:05:48 +0200 Bischof Wilmer unterstützt Initiative zum Kindesschutz im Internet https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-unterstuetzt-initiative-zum-kindesschutz-im-internet-28197/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat eine Petition von missio gegen sexuellen Online-Missbrauch unterschrieben, die von der Bundesregierung eine klare Priorität für den Kindesschutz auf Internet-Plattformen fordert. Moderne Sklaverei hat viele Gesichter, die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen im Internet ist eine der perfidesten Formen. Vor laufender Kamera müssen Mädchen und Jungen aus armen Familien, zum Beispiel in den Philippinen, die Wünsche der Täter aus Deutschland und anderen westlichen Ländern erfüllen.

Um Täter zu identifizieren und Kinder zu retten, verlangt missio in der Petition von der Bundesregierung eine klare Priorität für den Kindesschutz auf den Internetplattformen. Die geforderten Maßnahmen sind eine Schutzpflicht der Plattformen (z.B. Facebook), eine sinnvolle Datenspeicherung und eine Verstärkung der Strafverfolgung.

Eine Unterschrift der sogenannte "Schutzengel-Petition" ist online für alle möglich. Die Stimmen aller Unterzeichnerinnen und Unterzeichner sollen im Juni 2022 der Bundesregierung übergeben werden.

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news-28180 Thu, 19 Aug 2021 14:07:54 +0200 Ein ganzes Jahr lang steht der heilige Godehard im Mittelpunkt https://www.kiz-online.de/ein-ganzes-jahr-lang-steht-der-heilige-godehard-im-mittelpunkt Unter dem Motto „Glauben geht. GO!“ feiert das Bistum Hildesheim vom 5. Mai 2022 bis zum 6. Mai 2023 ein Jubiläumsjahr zu Ehren des Heiligen Godehard. Anlass ist die Bischofsweihe des Heiligen vor 1000 Jahren. Diverse Veranstaltungen sind in Vorbereitung. news-28174 Wed, 18 Aug 2021 12:01:22 +0200 Gemeinsame Erklärung zur akuten Notlage der afghanischen Bevölkerung https://www.justitia-et-pax.de/jp/aktuelles/20210818_pm_afghanistan.php Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche rufen die Bundesregierung zur schnellen und unbürokratischen Hilfe auf news-28172 Tue, 17 Aug 2021 11:39:13 +0200 Entdeckerlust im Gepäck https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/entdeckerlust-im-gepaeck-28172/ Glaube bewegt – zwei Abiturientinnen aus dem Bistum Hildesheim absolvieren mit dem Bonifatiuswerk ein Praktikum in Nordeuropa und dem Baltikum. Auf zu neuen Abenteuern heißt es für 22 junge Menschen aus 13 deutschen Bistümern. In den nächsten Wochen geht es für sie mit dem „Praktikum im Norden“ des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken nach Schweden, Dänemark, Norwegen, Lettland, Estland oder Island. Dort lernen sie für einige Monate die katholische Diaspora-Kirche kennen und werden in einer kirchlichen Einrichtung mitarbeiten.

Bevor die Reise nach Nordeuropa und ins Baltikum startet, sind die Praktikanten zu einem Vorbereitungsseminar in Paderborn zusammengekommen. Von der Verantwortlichen des Praktikantenprogramms, Laura Maring und der Projektkoordinatorin, Ricarda Clasen, haben sie wichtige Tipps und Hinweise für ihren Auslandsaufenthalt in diesen immer noch herausfordernden Zeiten der Pandemie erhalten. Eine enge Betreuung durch das Bonifatiuswerk und die jeweiligen Mentoren vor Ort sei in dieser Zeit entscheidend.

Aus dem Bistum Hildesheim zieht es Emily Walsh und Sophia Moews nach Schweden und Estland. Emily Walsh wird in den nächsten Monaten im St. Birgittenkloster im schwedischen Vadstena tätig sein. An das Kloster ist ein Gästehaus mit rund 20 Betten angegliedert, in dem Gäste aus aller Welt übernachten. Zu ihren Aufgaben werden die Betreuung der Gäste und die Unterstützung der Schwestern bei ihrer täglichen Arbeit gehören. „Ich bin in unserer Gemeinde aufgewachsen und habe das familiäre Umfeld und die vielfältigen kirchlichen Aktivitäten sehr genossen. Allerdings habe ich außerhalb meiner Taufgemeinde nicht viele Erfahrungen machen können. Daher freue ich mich, durch das ‚Praktikum im Norden‘ neue Menschen und andere Formen des Gemeindelebens kennenzulernen. Auch die Arbeit mit Menschen und die Möglichkeit zum sozialen Engagement scheinen mir für die unmittelbare Zeit nach dem Abitur genau das Richtige zu sein, um ein bisschen was von dem, was mir die Kirche gegeben hat, zurückzugeben“, erklärt die Abiturientin ihre Motivation für das Praktikantenprogramm.

Für Sophia Moews geht es am 19. August nach Tartu, in die zweitgrößte Stadt Estlands. Dort wird sie die katholische Schule unterstützen, zu der neben einem Kindergarten, einer Grundschule und einer Gesamtschule auch ein Kulturhaus für diverse AGs und Sprachkurse gehören. Die 19-Jährige hilft unter anderem bei der Tagesgestaltung im Kindergarten oder als Assistenzlehrer im Deutsch- und Englischunterricht. „Durch das Praktikum kann ich eine andere Kultur kennenlernen, neue Bekanntschaften knüpfen und neue Eindrücke für meinen Lebensweg nach dem Abitur sammeln“, sagt die Abiturientin, die zukünftig ihre Erfahrungen an Jugendliche weitergeben möchte.

„Einfach aufbrechen und das Abenteuer wagen. Die jungen Menschen, die sich für unser ‚Praktikum im Norden‘ entscheiden, reisen mit vielen Erwartungen im Gepäck in ihre Einsatzstellen. Die Zeit in Nordeuropa und dem Baltikum bietet ihnen vielfältige Einblicke in die Diaspora-Kirchen, aber auch in die verschiedensten Kulturen vor Ort. Neue Begegnungen und Perspektiven lassen nicht selten Brücken für die Zukunft bauen. Immer wieder merken wir, wie sich ein nachhaltiges Netzwerk bildet, nicht nur unter den ehemaligen Praktikanten, sondern auch zu ihren jeweiligen Einsatzorten: Glaube bewegt einfach und stiftet Gemeinschaft“, sagt der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monsignore Georg Austen, über das Programm.

Das "Praktikum im Norden"

Das "Praktikum im Norden" ermöglicht jährlich rund 20 jungen Menschen einen Aufenthalt in Nordeuropa und dem Baltikum, um ihnen unmittelbare Einblicke in das kirchliche Leben in der Diaspora zu bieten. Es ist ein Kooperationsprogramm zwischen dem Bonifatiuswerk und dem Newman Institut im schwedischen Uppsala. Finanzielle Unterstützung erhält es vom Erzbistum Paderborn.

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news-28166 Fri, 13 Aug 2021 13:11:45 +0200 Die Uhus vom Hildesheimer Dom https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-uhus-vom-hildesheimer-dom-28166/ Zwölf beeindruckende Fotos der „Uhus vom Hildesheimer Mariendom“ sind im neuen Monatskalender für das Jahr 2022 enthalten. Zu jedem der zwölf Motive gibt es ein passendes Bibelzitat. Seit 2014 brüten Uhus am Hildesheimer Dom, seit 2017 in einem Nistkasten am Kreuzgang. Sechs Wochen nach dem Schlüpfen springen die noch flugunfähigen Jungtiere aus dem Nistkasten und sind zunächst als „Infanteristen“ zu Fuß unterwegs. Der Kreuzgang am Hildesheimer Mariendom bietet ihnen in dieser Phase einen besonderen Schutz. Mit der Entwicklung der Konturfedern werden die Jungen flügge. Sie erobern nach und nach fliegend den Dom und seine Umgebung und verlassen schließlich das elterliche Revier.

Alle veröffentlichten Bilder stammen von Joachim Achtzehn, einem Oberstudiendirektor im Ruhestand, der sich seit Jahrzehnten der Landschafts- und Tierfotografie widmet. Die sehr unterschiedlichen Aufnahmen entstanden in den Jahren 2018 bis 2021.

Der Kalender im Format 29,7 cm x 21 cm kann zum Preis von 10 Euro im Domfoyer erworben werden. Es befindet sich an der Nordseite des Hildesheimer Doms und ist der Eingang zum Dommuseum Hildesheim. Geöffnet ist es täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Kalender kann außerdem online bezogen werden: www.domshop-hildesheim.de 

 

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news-28163 Thu, 12 Aug 2021 10:04:38 +0200 Schluss nach über 60 Jahren https://www.kiz-online.de/schluss-nach-%C3%BCber-60-jahren Über 60 Jahre war das St. Jakobushaus in Goslar die Akademie des Bistums Hildesheim, viele Jahre diente es zudem als Heimvolkshochschule. Seit Anfang August ist das Geschichte. Das Haus wurde geschlossen, im Januar kommenden Jahres soll die neu aufgestellte Akademie der Diözese ihre Arbeit in... news-28157 Tue, 10 Aug 2021 10:58:49 +0200 Corona-kreativ-Preis https://www.dioezesanrat-hildesheim.de/home/news-einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=342&cHash=0403794f803bdc962ea1223ba1bd9f0f Der Diözesanrat der Katholik*innen hat jetzt einen Preis für Projekte im Bistum ausgeschrieben, die einen kreativen, den christlichen Glauben verbreitenden und Gemeinschaft bildenden Beitrag im Rahmen der Corona-Krise leisten. news-28151 Fri, 06 Aug 2021 14:46:01 +0200 Er war einst der Schnellste https://www.katholische-kirche-hildesheim.de/aktuelles/detail/news-title/er-war-einst-der-schnellste-28150/ Die Olympiade in Tokio weckt Erinnerungen: Der Hildesheimer Stadtdechant Wolfgang Voges hat als Schüler bundesweit Karriere als Geher gemacht - und durch den Sport einiges für das Leben gelernt.  news-28124 Tue, 03 Aug 2021 08:37:22 +0200 Eine dynamische Lage https://www.malteser-hildesheim.de/news-listenansicht/news-detailansicht/news/eine-dynamische-lage.html Rund 120 Malteser aus Niedersachsen befinden sich aktuell im Einsatz bei Ahrweiler in Rheinland-Pfalz und werden dort den vom Hochwasser betroffenen Menschen beistehen und Hilfe leisten. news-28122 Mon, 02 Aug 2021 14:50:34 +0200 Bistum spendet 20.000 Euro für Trierer Hilfsfonds https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-spendet-20000-euro-fuer-trierer-hilfsfonds-28122/ Das Bistum Hildesheim spendet 20.000 Euro für einen Hilfsfonds, mit dem das Bistum Trier die vom Hochwasser betroffenen Menschen entlang der Ahr unterstützt. Gleichzeitig sind die Gemeinden im Bistum Hildesheim dazu aufgerufen, an einem der nächsten Sonntage die Kollekte zu Gunsten des Hilfsfonds zu... Mit Sorge wurden auch im Bistum Hildesheim die Nachrichten und Bilder aus den Hochwassergebieten entlang des Flusses Ahr in Rheinland-Pfalz verfolgt. „Diese Gebiete gehören zum Bistum Trier. Mit diesem Bistum sind wir vor allem durch die Bolivienpartnerschaft eng verbunden“, erklärt Generalvikar Martin Wilk. Darum habe er seinem dortigen Amtskollegen, Ulrich Graf von Plettenberg, zugesagt, dass das Bistum Hildesheim 20.000 Euro für den vom Bistum Trier eröffneten Hilfsfonds spenden wird.

Auch die Gelder, die durch die Sonderkollekten in den Gemeinden zusammenkommen, werden direkt der Hilfe für die Hochwasseropfer zur Verfügung gestellt.

 

 

Spendenkonto des Bistums 

IBAN: DE43 3706 0193 3000 6661 21
Pax-Bank
BIC: GENODED1PAX
Stichwort: „Hochwasser 2021“

 

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news-28113 Fri, 30 Jul 2021 16:19:50 +0200 Weltkirche im Kleinen https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/weltkirche-im-kleinen-28052/ Ein Vierteljahrhundert hat Felizitas Teske die katholische Bonifatiusschule im Hannoverschen Stadtteil List geleitet. Zum Ruhestand blickt sie auch zurück auf das "Katholische" an einer staatlichen Schule.  news-28112 Fri, 30 Jul 2021 16:13:29 +0200 Ferienabenteuer mit dem Homeschooling-Projekt https://www.emmaus-jugendzentrum.de/wir-sind-emmaus/news/artikel/news-title/ferienabenteuer-mit-dem-homeschooling-projekt-28081/ Viel Spaß hatten bereits die ersten Kinder und Jugendlichen in Göttingen beim Ferienprogramm, das von NDR und Landkreis Göttingen finanziert wird.  news-28051 Wed, 28 Jul 2021 13:57:35 +0200 BDKJ und CAJ bieten Treffpunkt für Jugendliche in Braunschweig https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/bdkj-und-caj-bieten-treffpunkt-fuer-jugendliche-im-braunschweiger-buergerpark-28050/ Seit Sommerferienbeginn öffnet "Summer4you" jeweils Dienstag bis Samstag von 15-20 Uhr im Bürgerpark. Jugendliche finden dort entspannte Sitzmöglichkeiten, Musik sowie ein kleines Getränke- und Snackangebot zum Selbstkostenpreis vor. news-28039 Mon, 26 Jul 2021 16:53:53 +0200 Motorradwallfahrt ist ein Highlight der Wallfahrten https://www.wallfahrten-eichsfeld.de/aktuelles/artikel/news-title/motorradwallfahrt-ist-ein-highlight-der-wallfahrten-28037/ Zum 7. Mal fuhren Wallfahrende auf zwei Rädern von der Wallfahrtskapelle auf dem Höherberg über einen Rundkurs durchs Eichsfeld in den Wallfahrtsort Maria in der Wiese in Germershausen. news-28016 Fri, 23 Jul 2021 09:57:54 +0200 Es bleibt noch ein Koffer im Eichsfeld https://www.emmaus-jugendzentrum.de/wir-sind-emmaus/news/artikel/news-title/es-bleibt-noch-ein-koffer-im-eichsfeld-28005/ Neue Aufgaben warten auf Kaplan Matthias Rejnowski. Der bisherige Jugendseelsorger im Dekanat Untereichsfeld arbeitet künftig als Diözesanjugendseelsorger in Hildesheim. Mit einem Gottesdienst wurde er in Duderstadt verabschiedet. news-28006 Thu, 22 Jul 2021 13:04:14 +0200 Schule der Solidarität - Neuer Partnerschaftsvertrag mit Bolivien https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/schule-der-solidaritaet-neuer-partnerschaftsvertrag-mit-bolivien-28006/ Mehr Einsatz für Klimagerechtigkeit und eine stärkere Beteiligung von jungen Menschen: Diese Impulse gehen von der digitalen Zukunftskonferenz der Katholischen Kirche in Bolivien mit den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim aus. Vom 18. bis 20. Juli hatten über 50 Engagierte und Verantwortliche... Hintergrund dieser Zukunftswerkstatt: Im Oktober dieses Jahres werden der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann und der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zusammen mit dem Vorsitzenden der Bolivianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Centellas, einen neuen Partnerschaftsvertrag unterzeichnen. Die Konferenz diente der Vorbereitung und Konkretisierung der neuen Vereinbarung, nachdem in einem dreijährigen Prozess der Verlauf der Partnerschaft von allen Beteiligten umfassend begutachtet wurde.

Eines der wesentlichsten Ergebnisse: Die Partnerschaft soll noch mehr als bisher junge Menschen beteiligen. Dazu könnte zum einen der bestehende Freiwilligendienst gestärkt werden. Seit 1990 gehen regelmäßig junge Deutsche für ein soziales Jahr nach Bolivien, seit 2003 engagieren sich junge Bolivianerinnen und Bolivianer in den deutschen Partnerbistümern. Zum anderen werden weitere Angebote und Formate jungen Menschen umfassendere Möglichkeiten bieten, sich in die Partnerschaft einzubringen.

Zweiter Schwerpunkt der Zukunftswerkstatt: Fragen der Bewahrung der Schöpfung, der Klimagerechtigkeit und der Überwindung von Ungleichheit und Armut. Leitgedanke ist dabei die „Sorge um das gemeinsame Haus“, den Papst Franziskus in seiner Umweltenzyklika „Laudato Si“ entfaltetet: Ökologische und soziale Fragen müssen gemeinsam bedacht und auch vor dem Hintergrund des eigenen Lebensstils beantwortet werden. Die Partnerkirchen sind sich dabei ihrer eigenen Verantwortung bewusst, die sowohl das öffentliche Eintreten für die Klimagerechtigkeit als auch das eigene konkrete Handeln betrifft. Eine weitere Idee ist das Einrichten einer von allen drei Partnern getragenen Umweltkommission, in der politisches Engagement, ökologische Schulungsprogramme sowie spirituelle und somit bewusstseinsbildende Fragen konkreter gemeinsam verabredet werden.

Für Erzbischof Ricardo Centellas ist die Partnerschaft ein besonderer Hoffnungsschimmer: „Sie ist eine Schule der Solidarität.“ Dabei geht es nicht allein um die gegenseitige Hilfe und Unterstützung: „Die Partnerschaft bereichert unsere christliche Verpflichtung, sich für eine bessere Welt einzubringen.“

„Gerade in diesem Tagen ist uns schmerzlich bewusst geworden, wie verletzlich wir auch im 21. Jahrhundert sind – das hat uns die verheerende Hochwasser-Katastrophe gezeigt“, betont der Trierer Bischof Stephan Ackermann. Große Teile des Hochwassergebiets gehören zum Bistum Trier: „Unsere Gedanken sind bei den Menschen, die umgekommen sind, bei ihren Angehörigen, bei denen, die alles verloren haben, aber auch bei den ungezählten Helferinnen und Helfern.“ Auch im Partnerland Bolivien kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Dürren, die Todesopfer fordern und Menschen obdachlos machen: „All das zeigt, wie wichtig engagierte politische und gesellschaftliche Schritte gegen den menschengemachten Klimawandel sind – auch durch unsere Partnerschaft.“

Der Einsatz gegen den Klimawandel ist für den Hildesheimer Bischof eine Schnittstelle zu mehr Beteiligung von jungen Menschen in der Partnerschaft: „Die Klimabewegung ist eine Jugendbewegung – und das weltumspannend.“ Daher sei es unerlässlich, jungen Menschen noch größere Freiräume und Möglichkeiten im Gestalten der Partnerschaft einzuräumen: „Ich erlebe da ein beeindruckendes Engagement, das uns auf neue Wege führen wird.“

Zum Hintergrund: 18 bolivianische Diözesen sind mit den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim in einer Partnerschaft eng verbunden. Was vor über 60 Jahren mit der „Gemeinschaft gegenseitiger brüderlicher Hilfe“ zwischen dem bolivianischen Bistum Sucre und dem Bistum Trier begann, hat sich seit 1987 zu einer besonderen Form von „Hermandad“, von „Geschwisterlichkeit“, ausgeweitet, als auch die Kirche von Bolivien und das Bistum Hildesheim eine umfassende Zusammenarbeit vereinbart haben.

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news-27991 Wed, 21 Jul 2021 08:14:19 +0200 Sie fühlt sich berufen https://www.kirche-untereichsfeld.de/dekanat/aktuelles/artikel/news-title/sie-fuehlt-sich-berufen-27981/ Sie arbeitete als Gemeindereferentin, Leiterin der Familienbildungsstätte in Duderstadt, als Altenheimseelsorgerin in Göttingen und als Frauenseelsorgerin im Untereichsfeld. Würde die Kirche ihre Berufung anerkennen, hätte sich Beatrix Michels längst zur Priesterin weihen lassen. news-27948 Fri, 16 Jul 2021 16:24:14 +0200 Weichen stellen für die Bolivienpartnerschaft https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/weichen-stellen-fuer-die-bolivienpartnerschaft-27948/ Verantwortliche aus Bolivien und den Bistümern Trier und Hildesheim treffen sich vom 18. bis 20. Juli digital zu einer Zukunftskonferenz, um einen neuen Partnerschaftsvertrag vorzubereiten. Der Abschlussgottesdienst am 20. Juli um 19.30 Uhr wird live übertragen. Diese Partnerschaft hat etwas Einmaliges: 18 bolivianische Diözesen sind mit den deutschen Bistümern Trier und Hildesheim eng verbunden. Was vor über 60 Jahren mit der „Gemeinschaft gegenseitiger brüderlicher Hilfe“ zwischen dem bolivianischen Bistum Sucre und dem Bistum Trier begann, hat sich seit 1987 zu einer besonderen Form von „Hermandad“, von „Geschwisterlichkeit“, ausgeweitet: Die Kirche von Bolivien und das Bistum Hildesheim vereinbarten eine Partnerschaft.

In diesem Jahrzehnten hat sich die Partnerschaft immer wieder durch kirchliche wie gesellschaftliche Entwicklungen verändert. Wie kann sie nun zukünftig gestaltet werden? Darüber beraten Engagierte und Verantwortliche der Partnerschaft aus Bolivien, Trier und Hildesheim bei einer digitalen Zukunftskonferenz vom 18. bis 20. Juli.

Stets war das Ziel der „Hermandad“ eine Freundschaft auf Augenhöhe. Gemeinden und Verbände suchten und fanden Kontakte, Begegnungsreisen brachten Menschen dies- und jenseits des großen Teiches zueinander. Seit 1990 gehen regelmäßig junge Deutsche für ein soziales Jahr nach Bolivien, seit 2003 engagieren sich auch junge Bolivianerinnen und Bolivianer im Bistum Hildesheim. Aus den ersten Kontakten und Hilfsprojekten wurden schnell gemeinsame Kampagnen: für die Rechte von Indigenen, für die Entschuldung von Bolivien, schließlich gegen die fortschreitende Umweltzerstörung, die auch ihre Ursachen im Lebensstil von Industrieländern wie Deutschland hat – die Allianz der Schöpfung wurde gegründet.

Daher werden Initiativen der Partnerbistümer zur Klimagerechtigkeit, zur Bewahrung der Schöpfung und zur Überwindung von Ungleichheit und Armut einen Schwerpunkt der Konferenz bilden. Breiten Raum wird auch die Frage einnehmen, wie junge Menschen stärker und verantwortlicher in die Partnerschaft eingebunden werden können.

Beraten werden diese Fragen unter anderem von den deutschen Diözesanbischöfen Dr. Stephan Ackermann (Trier) und Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim) sowie dem Vorsitzenden der bolivianischen Bischofskonferenz, Erzbischof Ricardo Centellas. Die Diözese Hildesheim wird darüber hinaus von einer 14-köpfigen Delegation um die Vorsitzende der Bolivienkommission des Bistums, Bettina Stümpel, vertreten. Ziel der Konferenz ist die Vorbereitung eines neuen Partnerschaftsvertrages, der für die kommenden Jahre für die Weiterentwicklung der „Hermandad“ maßgeblich ist.

Gottesdienste werden übertragen

Während der Tagung finden zwei Gottesdienste statt, die beide live gestreamt werden (jeweils deutsche Zeit):

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news-27878 Wed, 14 Jul 2021 12:01:00 +0200 Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim sinkt erneut https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/zahl-der-katholikinnen-und-katholiken-im-bistum-hildesheim-sinkt-erneut-27878/ Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim hat sich verringert. Sie lag zum Ende des Jahres 2020 bei 569.785 Menschen. Das waren 11.675 weniger als im Jahr zuvor. Dies geht aus der kirchlichen Statistik hervor. Die Zahlen dokumentieren deutliche Rückgänge bei der Spendung der Sakramente und beim Gottesdienstbesuch im Jahr 2020, die eine Folge der Corona-Pandemie darstellen. Aufgrund der monatelangen Kontaktbeschränkungen konnten viele Taufen, Trauungen, Firmungen und Erstkommunionen nicht stattfinden. Gottesdienste konnten nur mit deutlicher verringerter Personenanzahl gefeiert werden.

Die Zahl der Bestattungen betrug im vorigen Jahr 5283 (2019: 5276). Die Taufen sanken von 3114 im Jahr 2019 auf 1729 im vergangenen Jahr. Die Eintritte und Wiederaufnahmen lagen bei 195 (2019: 317). Die Zahl der Kirchenaustritte sank von 8048 im Jahr 2019 auf 7019 im Vorjahr.

Die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden im Bistum Hildesheim im Jahr 2020 lang bei 4,1 Prozent gegenüber 7,1 Prozent im Jahr 2019. 158 Paare wurden im Jahr 2020 kirchlich getraut, 603 weniger als ein Jahr zuvor.

1393 junge Menschen empfingen im vergangenen Jahr das Sakrament der Firmung, 892 weniger als 2019. Es gab 2802 Erstkommunionen im Jahr 2020, das ist ein Rückgang um 766 Erstkommunionen gegenüber 2019.

Zu den statistischen Daten des vergangenen Jahres sagt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ:

„Die Corona-Pandemie ist auch am Bistum Hildesheim nicht vorbeigegangen. Sie hat sich im vergangenen Jahr negativ auf die Anzahl der Taufen, Trauungen, Erstkommunionen und Firmungen ausgewirkt. Das war zu erwarten, weil all diese feierlichen Anlässe in unseren Kirchen nicht oder nur sehr eingeschränkt begangen werden konnten. Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr möglichst viele verschobene sakramentale Feiern nachholen können. Für alle segensreichen Initiativen unserer Pfarrgemeinden bin ich sehr dankbar. Sie haben geholfen, Leid und Einsamkeit während der Corona-Zeit zu lindern. Das zeigt mir, welch eine glaubensstarke Gemeinschaft wir in unserem Bistum haben, auch wenn wir weniger werden.“

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