Bistum Hildesheim http://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Sat, 11 Jul 2020 17:03:29 +0200 Sat, 11 Jul 2020 17:03:29 +0200 TYPO3 EXT:news news-21733 Thu, 09 Jul 2020 16:21:12 +0200 Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Bistum Hildesheim überarbeitet Website /bistum/nachrichten/artikel/news-title/ehe-familien-und-lebensberatung-im-bistum-hildesheim-ueberarbeitet-website-21733/ Die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) als psychologischer Fachdienst im Bistum Hildesheim bietet qualifizierte Beratung in sozialen Konflikten und Krisen: Eheberatung, Paarberatung, Familienberatung und Lebensberatung. Der überarbeitete Internetauftritt ist erreichbar unter... Die Website der EFL bündelt die Angebote der 18 Beratungsstellen, vom nördlichen Punkt in Stade bis zum südlichsten in Duderstadt. Man kann sich gezielt und online für Gesprächstermine und Veranstaltungen an den einzelnen Orten anmelden. Über die verschiedenen Formen der Beratung und Kontaktaufnahme wird ausführlich informiert. Erklärfilme und Audio-Beiträge informieren zusätzlich über die Arbeit der EFL.

Die Beratungsstellen sind - gerade in Zeiten von Corona besonders wichtig - auch per Telefon, im Videochat und auf anderen Wegen der Onlineberatung zu erreichen. Als weiterer Service liegen die Online-Informationen nun auch zusätzlich in Leichter Sprache vor, damit Menschen mit Einschränkungen beim Leseverständnis ebenfalls von den Angeboten profitieren können.

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news-21719 Tue, 07 Jul 2020 09:16:50 +0200 Bischöfe fordern weltweit Unternehmensvorgaben https://www.misereor.de/presse/pressemeldungen-misereor/bischoefe-fordern-weltweit-unternehmensvorgaben In einer gemeinsamen Erklärung fordert Bischof Dr. Heiner Wilmer zusammen mit mehr als 110 Bischöfen aus aller Welt die Regierungen auf, Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards zu verpflichten. news-21683 Wed, 01 Jul 2020 14:01:28 +0200 Neues Angebot des Dommuseums Hildesheim /bistum/nachrichten/artikel/news-title/neues-angebot-des-dommuseums-hildesheim-21683/ Das Dommuseum Hildesheim bietet aufgrund der Corona-Pandemie eine Alternative zu den klassischen Museumsführungen an. Start der „EinFührungen“ ist am kommenden Samstag, 4. Juli 2020. Die „EinFührung“ zum Hildesheimer Dom stellt die Bischofskirche von außen vor und gibt mit einem bebilderten Vortrag Einblick in die Baugeschichte und aktuelle Gestaltung des Gotteshauses. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten so einen Überblick, um sich den Dom anschließend eigenständig anzuschauen.

Die „EinFührung“ zum Dommuseum Hildesheim stellt das Ausstellungskonzept, übergeordnete Themen und großformatige Kunstwerke vor. Auch hier wird die Grundlage zur anschließenden individuellen Erkundung des Dommuseums gelegt.

Das alternative Angebot zu den klassischen Führungen ist auf jeweils 10 Personen begrenzt. Das Museum stellt sicher, dass gemeinsame Stationen nur im Freien oder in ausreichend großen Räumen stattfinden. Die teilnehmenden Personen müssen beim Ticketkauf ihre Kontaktdaten angeben, während der „EinFührung“ eine Maske tragen, die Abstandsregeln befolgen und in den Innenräumen einen Sitzplatz während der Erläuterungen einnehmen.

Die „Einführung“ zum Dom findet jeweils samstags und sonntags um 15 Uhr statt und kostet vier Euro pro Person. Die „Einführung“ ins Museum ist samstags und sonntags um 14 Uhr kostet vier Euro pro Person, zuzüglich ermäßigter Eintritt.

Tickets sind online unter www.dommuseum-hildesheim.deoder im Foyer des Hildesheimer Doms erhältlich. Gruppen können einen individuellen Termin über die Dom-Information vereinbaren (dom-information(ät)bistum-hildeheim.de, Telefon 05121-307 770).

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news-21644 Fri, 26 Jun 2020 14:56:27 +0200 Thomas Berkefeld wird neuer Propst in Duderstadt https://www.kirche-untereichsfeld.de/dekanat/aktuelles/artikel/news-title/thomas-berkefeld-wird-neuer-propst-und-dechant-21642/ Zum 1. November verlässt der Seelsorger dafür den Pastoralbereich Hannover-Süd / Nachfolger dort wird im April 2021 Pfarrer Dr. Thomas Kellner / Amtseinführung in Duderstadt am 29. November (1. Advent) news-21640 Fri, 26 Jun 2020 11:23:46 +0200 Bistum Hildesheim verliert 11.900 Katholiken /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-verliert-11900-katholiken-21640/ Die Zahl der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim ist erneut zurückgegangen. Sie lag zum Ende des Jahres 2019 bei 581.460 Menschen. Das waren 11.900 weniger als im Jahr zuvor. Dies geht aus der kirchlichen Statistik hervor. Die Zahl der Bestattungen betrug im vorigen Jahr 5276 (2018: 5516). Die Taufen sanken von 3420 im Jahr 2018 auf 3114 im vergangenen Jahr. Die Eintritte und Wiederaufnahmen lagen bei 317 (2018: 367). Die Zahl der Kirchenaustritte stieg von 7018 im Jahr 2018 auf 8048 im Vorjahr.

Die Zahl der Gottesdienstteilnehmenden im Bistum Hildesheim im Jahr 2019 lag bei 7,1 Prozent (2018: 7,5 Prozent). 761 Paare wurden im Jahr 2019 kirchlich getraut, 53 weniger als ein Jahr zuvor.

2285 junge Menschen empfingen im vergangenen Jahr das Sakrament der Firmung, 207 weniger als 2018. Es gab 3568 Erstkommunionen im Jahr 2019, das ist ein Rückgang um 192 Erstkommunionen gegenüber 2018.

Zu den 8048 Austritten im vergangenen Jahr sagt der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ:

„Mich betrüben die Austritte sehr. Sie signalisieren, wie sehr sich getaufte Menschen von unserer Kirche entfremdet haben. Wir wissen nicht mit Sicherheit, warum ein Mensch aus der Kirche austritt, weil niemand seine Gründe erklären muss.

Bei manchen mögen finanzielle Aspekte ausschlaggebend sein; andere praktizieren ihren katholischen Glauben kaum noch und haben die Bindung zum kirchlichen Leben verloren oder hadern damit, dass innerkirchliche Reformen aus ihrer Sicht nicht schnell genug passieren. Außerdem hat unsere Kirche durch die zahlreichen Fälle von sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch das Vertrauen vieler Menschen zutiefst enttäuscht, was sicher auch zu Austritten geführt hat.

Generell gilt: Wir müssen all unser Handeln als Kirche auf die Menschen ausrichten. Wir leben in einer Zeit, in der sich die Menschen aktiv für etwas entscheiden, auch für den Glauben. Die Glaubensweitergabe lebt entscheidend von der persönlichen Begegnung. Wer als Christin oder Christ den Glauben mit Überzeugung, Begeisterung und Freude lebt, kann andere neugierig machen und vielleicht sogar dazu inspirieren, sich die frohe und befreiende Botschaft des Christentums neu zu erschließen.“

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news-21626 Thu, 25 Jun 2020 12:00:25 +0200 Bistum Hildesheim veröffentlicht Jahresabschluss für 2019 /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-veroeffentlicht-jahresabschluss-fuer-2019-21626/ Der Kirchensteuerrat der Diözese hat dem Jahresabschluss 2019 einstimmig zugestimmt. Angesichts der Corona-Pandemie kamen die Mitglieder des Gremiums erstmals nicht zu einer Sitzung zusammen, sondern billigten den Abschluss im Umlaufverfahren. Bischof Heiner Wilmer hatte dafür zuvor eigens die... Das Bilanzvolumen des Bistumshaushaltes ist gegenüber dem Vorjahr kräftig gestiegen, von 387,8 Millionen Euro auf 438,3 Millionen Euro. Größter Einnahmeposten war mit 180,8 Millionen Euro die Kirchensteuer. Sie lag damit höher als je zuvor. Größter Ausgabeposten war der Bereich Bildung, Schule, Wissenschaft und Kunst, gefolgt von der Allgemeinen Seelsorge. Um 38,6 Millionen Euro wurden die Rücklagen und Rückstellungen für die Pensionsverpflichtungen von Priestern und kirchlichen Beamten aufgestockt. Hintergrund für diese erheblichen Aufwendungen sind weiter zurückgehende Zinsen sowie die Begründung 14 neuer Beamtenverhältnisse von Lehrkräften. „Die Pensionsverpflichtungen sind ein Dauerthema, das viele Ressourcen bindet. Wir müssen da immer wieder nachjustieren“, sagt Dorota Steinleitner, Leiterin der Abteilung Finanzen im Bischöflichen Generalvikariat.

Der im Herbst 2019 aufgestellte Haushaltsplan für das laufende Jahr sah bislang einen Überschuss vor – angesichts der Corona-Pandemie und damit spürbar sinkender Steuereinnahmen wird dieses Ergebnis allerdings ein eindeutig negatives werden. „Wir können heute keine seriösen Prognosen über die tatsächlichen Einnahmen im Jahr 2020 abgeben“ erklärt Finanzdirektorin Anja Terhorst. „Wir befürchten, dass die Kirchensteuer im zweistelligen Prozentbereich zurückgeht, hoffen aber, dass es nicht ganz so schlimm kommt.“ Klar sei lediglich, dass die Einnahmen zurückgehen werden.

Unsicherheit gibt es auch bei den Einrichtungen im Bistum wie Altenheimen oder Bildungshäusern. Sie leiden voraussichtlich ebenfalls angesichts von Corona unter Einnahmeausfällen. Terhorst: „Wir müssen alle zusammen diese Unsicherheit aushalten. Dass wir dies können, ohne in Panik zu verfallen, verdanken wir auch meinem Vorgänger, Finanzdirektor Helmut Müller. Er hat dafür gesorgt, dass die Rücklagen in den vergangenen Jahren erheblich aufgestockt wurden und das Bistum somit für bereits bestehende Verpflichtungen in der Zukunft auf einem soliden Fundament steht. Das ist in dieser Krisenzeit Gold wert.“

Geschäftsbericht informiert

Über die Finanzlage des Bistums gibt der Geschäftsbericht 2019 detailliert Auskunft. Darin finden sich der Jahresabschluss, die Gewinn- und Verlustrechnung und das Testat der Wirtschaftsprüfer. Der Geschäftsbericht des Bistums ist online verfügbar. Außerdem kann er bezogen werden bei der Hauptabteilung Finanzen, Domhof 18–21, 31134 Hildesheim, Tel. (05121) 307-401, finanzen(ät)bistum-hildesheim.de

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news-21620 Wed, 24 Jun 2020 10:06:52 +0200 Neuer Foto-Kalender für 2021 mit Pflanzen, Insekten und Vögeln vom Kreuzgang am Hildesheimer Dom /bistum/nachrichten/artikel/news-title/neuer-foto-kalender-fuer-2021-mit-pflanzen-insekten-und-voegeln-vom-kreuzgang-am-hildesheimer-dom-216/ Gelber Lerchensporn, Honigbiene, Hausrotschwanz oder Uhu sind nicht nur in der freien Natur zu Hause, sondern auch auf dem Annenfriedhof des Hildesheimer Doms. Eingefasst von der Apsis und den Kreuzgängen der Bischofskirche, existiert ein kleines Biotop, das ganz unterschiedliche Pflanzen und... Zu jedem der zwölf Motive gesellt sich ein passendes Bibelzitat. So steht neben einer Aufnahme des Hausrotschwanzes die aus der Schöpfungsgeschichte stammenden Zeilen: „Und Gott erschuf (…) alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war.“ Alle veröffentlichten Bilder stammen von Joachim Achtzehn, einem Oberstudiendirektor im Ruhestand, der sich seit Jahrzehnten der Landschafts- und Tierfotografie widmet. Naturaufnahmen am Hildesheimer Dom macht er seit 2014.

Der Umweltbeauftragte des Bistums Hildesheim, Dr. Dr. Dirk Preuß, hat Erläuterungen zu allen zwölf Bildern geschrieben und einen Begleittext für den Kalender verfasst. Darin heißt es unter anderem, der Kalender wolle dazu ermutigen, „die biologische Vielfalt an unseren Kirchen und auf unseren Friedhöfen zu fördern, um so aktiv zum Naturschutz beizutragen“.

Der Kalender kann im Domfoyer erworben werden. Es befindet sich an der Nordseite des Hildesheimer Doms und ist der Eingang zum Dommuseum Hildesheim. Geöffnet ist es täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Kalender kann außerdem online bezogen werden: www.domshop-hildesheim.de

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news-21611 Mon, 22 Jun 2020 13:20:50 +0200 Felix Prinz ist neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dommuseum Hildesheim /bistum/nachrichten/artikel/news-title/felix-prinz-ist-neuer-wissenschaftlicher-mitarbeiter-am-dommuseum-hildesheim-21611/ Dr. Felix Prinz wird für das Dommuseum Hildesheim künftig als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. Der 43-jährige Kunsthistoriker arbeitet seit 2015 projektbezogen für das Museum und nimmt nun nach dem Wechsel von Dr. Gerhard Lutz zum Cleveland Museum of Art in Ohio/USA dessen Stelle in Hildesheim... In seiner bisherigen Tätigkeit für das Dommuseum hat Prinz die Ausstellung „Transfer Bernwardsäule“ (2018) konzipiert und war einer der Kuratoren der Ausstellung „Zeitenwende 1400. Hildesheim als europäische Metropole“ (2019).

Geboren in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart, hat Prinz in München, Amsterdam und Berlin studiert und wurde an der Freien Universität Berlin von Klaus Krüger und Horst Bredekamp mit einer Arbeit zur Tafelmalerei des 15. Jahrhunderts promoviert. Ehe er nach Hildesheim kam, hatte er an der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München gearbeitet, wo er mehrere Ausstellungen realisierte. In Forschungsprojekten war er an den Staatlichen Museen zu Berlin und an der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Schriften zur Kunst des Mittelalters und der Gegenwart. An der Humboldt-Universität zu Berlin und an der Stiftung Universität Hildesheim lehrte er zur Kunst des Mittelalters.

Für das Dommuseum Hildesheim bereitet Prinz derzeit das auf seiner Idee basierende Ausstellungsvorhaben „Der Islam in Europa. 1000–1250“ für das vom Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ausgerufene Godehard-Jahr 2022 vor.

Über seine Aufgabe im Dommuseum Hildesheim sagt Prinz: „Das Dommuseum Hildesheim ist das schönste Museum für hochmittelalterliche Kunst. Seine Sammlung hat eine einzigartig hohe Qualität. Daher freue ich mich außerordentlich, hier arbeiten und forschen zu können.“

Prof. Dr. Claudia Höhl, Direktorin des Dommuseums: „Mit seiner kunsthistorischen Kompetenz und seinem leidenschaftlichen Engagement für das Museum ist Herr Dr. Prinz ein großer Gewinn für unser Haus. Vor allem seine Begeisterung und Sachkenntnis in Bezug auf die zeitgenössische Kunst passt hervorragend zu unserem Profil und ist bei Mittelalterspezialisten keineswegs selbstverständlich. Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Arbeit an zukünftigen Projekten und der Weiterentwicklung des Dommuseums als einem kommunikativen Kulturort.“

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news-21586 Fri, 19 Jun 2020 09:48:57 +0200 Die Corona-Pandemie als kulturelle Herausforderung /bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-corona-pandemie-als-kulturelle-herausforderung-21586/ Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover hat Antworten auf die kulturelle Herausforderung formuliert, die mit der Corona-Pandemie einhergeht. Im Auftrag des Bistums Hildesheim hat das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover (fiph) ein Papier zur Corona-Krise erarbeitet, in dem zentrale Aspekte der Pandemie als kulturelle Herausforderung in den Blick genommen werden: Fragen nach dem Umgang mit Nichtwissen, Verwundbarkeit, Schuld und einer Haltung angesichts einer Situation, die wesentlich von Unsicherheit geprägt ist.

Das Papier steht als kostenloser Download auf der Website des fiph zur Verfügung.

 

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news-21506 Thu, 04 Jun 2020 10:04:15 +0200 Dommuseum Hildesheim lädt zum UNESCO-Welterbetag ein /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dommuseum-hildesheim-laedt-zum-unesco-welterbetag-ein-21506/ Das Dommuseum Hildesheim beteiligt sich am Welterbetag der UNESCO am kommenden Sonntag, 7. Juni 2020. Besucherinnen und Besucher erhalten freien Eintritt ins Museum, das von 11 bis 17 Uhr geöffnet hat. Außerdem ist es mit seinen Angeboten auf den neuen Internetseiten www.unesco-welterbetag.de und www.welterbe-niedersachsen.de zu finden.

Der Welterbetag findet aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr vor allem digital statt, da besondere Führungen und Aktionen aus Gesundheitsschutzgründen nicht möglich sind. Die deutschen Welterbestätten laden auf Initiative der Deutschen UNESCO-Kommission und des Vereins UNESCO-Welterbestätten Deutschland dezidiert dazu ein, eine virtuelle Entdeckungstour durch das vielfältige Kultur- und Naturerbe Deutschlands zu machen. Die digitalen Angebote des Hildesheimer Mariendoms, des Dommuseums und der übrigen Hildesheimer Partner sind hier zu finden.

Die Fotoaktion #WelterbeVerbindet gibt Interessierten die Möglichkeit, den UNESCO-Welterbetag selbst mitzugestalten. In einer digitalen Ausstellung werden ab dem 7. Juni 2020 alle eingereichten Fotos präsentiert.

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news-21505 Thu, 04 Jun 2020 10:00:53 +0200 Neue Technik trifft alte Kunst /bistum/nachrichten/artikel/news-title/neue-technik-trifft-alte-kunst-21505/ Es ist zu schön, um nicht gesehen zu werden. Aber auch zu wertvoll, um es öffentlich auszustellen: Das Dommuseum hat ein Drachenaquamanile für 1,3 Millionen Euro ersteigert. Um das mittelalterliche Bronzegefäß, das nicht mit bloßen Händen berührt werden darf, ausstellen zu können, fertigte Jonas... In seiner Bachelorthesis untersuchte er, wie im Fall einer Kopie mit den Schäden am Original umzugehen ist und inwieweit es darüber hinaus Sinn ergibt, weitere Duplikate zu anderen Zwecken zu erstellen.

Das knapp 20 Zentimeter hohe Drachenaquamanile aus der Sammlung des Hildesheimer Dommuseums stammt aus dem 12. Jahrhundert. Ursprünglich war es vergoldet und poliert. Im Laufe der Zeit sind leider an dem Objekt Schäden entstanden. Das Aquamanile hat kleine Beulen, Fehlstellen und Schrammen. Feys Ansatz war es, in seiner Bachelorthesis zu prüfen, ob die Drachenaquamanile kopiert werden kann. Gleichzeitig wollte er testen, ob und inwieweit die Beschädigungen korrigiert werden können, um das Gefäß möglichst in den ursprünglichen Zustand zurück zu versetzen. Außerdem setzte er sich damit auseinander, wie man das wertvolle Stück neben der Ausstellung der Replik für die Öffentlichkeit zugänglich kann.

Eine einzigartige Kopie

Dafür gliederte Fey seine Forschungsarbeit in zwei Teile. In der Theorie befasste er sich mit Aquamanilen als solche und prüfte die bekannten Möglichkeiten einer Reproduktion von vergleichbaren Kunstgegenständen. Im zweiten Teil untersuchte der Student digitale Methoden, um die originale Drachenaquamanile zu reproduzieren – mit dem Ziel, eine Replik herzustellen. Dafür erarbeitete er verschiedene Designvarianten, wie die Schäden zu korrigieren sein könnten, um dann die Qualität zu bewerten.

Insgesamt dreimal scannte der Student die Drachenaquamanile, bis er ein zufriedenstellendes Ergebnis in den Händen hielt. Bei der daraus entwickelten Replik handelt es sich um eine einzigartige Kopie, die rein zu Anschauungszwecken im Museum verwendet werden soll, um das wertvolle Original zu schützen und trotzdem ausstellen zu können. „Die exakte fotografische Erfassung und das Erstellen der Eins-zu-Eins-Kopie ist zunächst wissenschaftlich wichtig, denn es ermöglicht das praktische Ausprobieren des Aquamanile als Wassergießgefäß, was beim Original nicht machbar ist. Die jetzt hergestellte galvanisierte Kopie kann zum Betrachten ohne Vitrinenglas und zum Betasten eingesetzt werden. Außerdem gibt es ganz unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten für Produkte in verschiedenen Größen, um das „Lieblingstier“ des Dommuseums noch populärer zu machen“, freut sich Prof. Dr. Claudia Höhl, Direktorin des Dommuseums Hildesheim.

Vorschläge zur Demokratisierung

Doch in dieser Arbeit sollten noch weitere Ideen entwickelt werden. Unter der engen Begleitung seines Prüfers Prof. Hartwig Gerbracht, Koordinator im Kompetenzfeld Metallgestaltung der Fakultät Gestaltung, und des HAWK-Kunststoffexperten Honorarprofessor Bernward Horn entwickelte Fey Vorschläge für Lösungen, wie man das wertvolle Objekt demokratisieren kann. So entwarf Fey neben dem Replikat als weitere Vorschläge einen Anhänger als Schmuck, der sich vor allem an das weibliche Publikum richten könnte. Ein dreidimensionales Scheibenpuzzle, das räumliches Denken fördert, dürfte vor allem Eltern mit Kindern ansprechen. Auch könnte es das Drachenaquamanile als Weingummi geben und für geschäftliche Beziehungen und Sponsorengeschenke ein streng limitiertes Replikat produziert werden. Ob und welche dieser Ideen umgesetzt werden, ist noch nicht entschieden. Fest steht: „Das Projekt zeigt einmal mehr die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten zwischen den Hildesheimer Kultur- und Bildungseinrichtungen“, erklärt Prof. Dr. Höhl.

 

Info Aquamanile

Aquamanilien sind Gefäße zur rituellen Handwaschung und gehören zu den besonders preziösen Metallarbeiten aus dem Mittelalter, die in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus großer Kunstauktionen gerückt sind. Äußerst selten sind dabei jene Arbeiten, die man in die Anfangszeit der nach 1100 aufblühenden Produktion datieren kann. Im Jahr 2014 hat das Dommuseum aus Hildesheim die Drachenaquamanile in einer Auktion bei Christie´s ersteigert. Die Drachenaquamanile stammt aus dem zweiten Drittel des 12. Jahrhundert und nimmt eine besondere Stellung ein, da es zumal bis 2010 unbekannt geblieben ist. In Süddeutschland tauchte es damals als osmanische Öllampe in einer Auktion auf. Als möglicherweise Hildesheimer Arbeit des 12. Jahrhunderts erkannt und bei Christie´s angeboten, haben die Kulturstiftung der Länder, die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Stiftung Niedersachsen und die Klosterkammer Hannover die siebenstellige Ankaufssumme bereitgestellt. Im Mittelalter galt Hildesheim als Zentrum der Bronzekunst und war von europäischer Bedeutung. Die Drachenaquamanile bildet nicht nur einen Glanzpunkt der Sammlung aus dem Dommuseum, sondern fügt sich auch in die jahrelange Forschungstätigkeit, bei der die mittelalterlichen Bronzen aus Hildesheim einen Schwerpunkt bilden.

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news-21503 Thu, 04 Jun 2020 09:33:38 +0200 Wilmer: Wir benötigen eine spirituelle Revolution /bistum/nachrichten/artikel/news-title/wilmer-wir-benoetigen-eine-spirituelle-revolution-21503/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ meldet sich mit einem am heutigen Donnerstag erschienenen Essay in der Wochenzeitung DIE ZEIT zu Wort. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie stellt der Bischof die Frage: Wozu brauchen wir Christinnen und Christen? Bischof Wilmer sieht im Corona-Virus eine Herausforderung für alle Menschen, die auch die Frage aufwerfe nach der Bedeutung der Christinnen und Christen. „Wozu braucht man uns Christen überhaupt?“

Die mit der Corona-Pandemie verbundene Unsicherheit kehrt nach der Auffassung des Bischofs „die Ur-Weisheit des Christentums“ hervor: „Das perfekte Leben, auch das perfekte religiöse Leben, gibt es nicht. Gelingen und Zweifel gehören immer zusammen – das war schon bei Jesus so. Es gibt keine Biografie ohne Risse, kein Leben ohne harte Entscheidungen.“ Da es den perfekten Lauf der Dinge niemals geben werde, müsse die Umkehr als christliche Lebenshaltung auch auf die Kirche selbst angewendet werden.

„Wir müssen ausbrechen aus dem Gefängnis einer perfekten Kirche“, so Wilmer. „Manchmal ist unsere kirchliche Professionalität wie ein Gefängnis, das uns abhält von dem eigentlichen Weg, den wir uns vorgenommen haben.“

In diesem Zusammenhang erwähnt Bischof Wilmer die Kritik an ihm, die auf ein Hörfunk-Interview zu Ostern folgte: „Ich sprach von einer Fixierung auf die Eucharistie angesichts der Gottesdienst-Streaming-Flut. Aber nicht etwa, weil mir die Eucharistie und der gemeinsame Gottesdienst nicht am Herzen lägen! Sondern weil der Krisen-Perfektionismus nicht blind machen darf für die wirkliche Not.“

Darunter verortet Wilmer etwa die schwierige Situation einsamer Menschen und schildert ein Telefonat, das er mit einem älteren Mann geführt habe. Dieser habe sich nach 50 Jahren Ehe nicht von seiner sterbenden Frau verabschieden können, weil er nicht ins Krankenhaus gelassen worden sei. „Es gibt ganz unterschiedliche Opfer der Pandemie. Wir werden noch viele davon kennenlernen.“

Der Bischof appelliert daher, „die verwundeten Herzen von heute“ in den Blick zu nehmen, ebenso „die Risse in der Existenz der anderen, die Brüche in unserem eigenen Leben“. Wo immer die Kirche perfekt sein wolle und auf Leistung setze, „vergessen wir die Gnade Gottes“. Die Suche nach diesem gnädigen Gott sei die bleibende Aufgabe für Christinnen und Christen.

Ihm liege nicht daran, die institutionelle Gestalt der Kirche abzuschaffen, aber er glaube, sie allein sei nicht so übermäßig bedeutsam. „Wenn wir die Kirche wirklich verändern wollen, dann müssen wir nach dem Eigentlichen fragen. Warum machen wir das alles überhaupt? Warum Kirche, warum Glaube?“

Der Bischof konstatiert, Europa verändere sich in Glaubensfragen „so dramatisch wie vielleicht seit 1000 Jahren nicht mehr“. Notwendig sei eine spirituelle Revolution: „Wir müssen zu Suchenden werden. Erst wenn wir uns eingestehen, wie radikal sich die Welt verändert hat, werden wir eine radikale Veränderung unserer Kirche wagen.“

Die römisch-katholische Kirche habe in ihrer Geschichte mehrfach Krisen erlebt. „Die Erinnerung daran kann uns helfen, die Institution so zu verändern, dass sie wieder handlungsfähig wird“, argumentiert Wilmer. Vertrauensverlust, Legitimationsverlust und Wirklichkeitsferne seien Krisenphänomene, die die Kirche heute erschütterten und sich insbesondere im Missbrauchsskandal zeigten. „Indem wir uns die Tiefe unserer Krise eingestehen, können wir sie als Chance nutzen: wieder unseren Weg zu gehen und für andere da zu sein.“

Das Ziel einer Erneuerung sei keine perfekte Kirche, sondern eine vielstimmige Gemeinschaft, die etwas zu bewahren habe und zugleich dynamisch bleibe. Glaube sei ja geradezu der Gegenentwurf zum Perfektionismus, so der Hildesheimer Bischof. Der jüdische Songwriter Leonard Cohen drücke das so aus: „Forget your perfect offering. There is a crack in everything. That’s how the light gets in.“ (Vergiss deine wohlfeilen Gaben. Es ist ein Riss in allem. Durch diesen Riss fällt Licht.)

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news-21501 Wed, 03 Jun 2020 16:28:09 +0200 Neue Website präsentiert alle vier niedersächsischen Welterbe-Stätten auf einen Blick /bistum/nachrichten/artikel/news-title/neue-website-praesentiert-alle-vier-niedersaechsischen-welterbe-staetten-auf-einen-blick-21501/ In Niedersachsen gibt es vier herausragende Kulturgüter und Naturdenkmäler, die zum UNESCO-Welterbe in Deutschland gehören: in Hildesheim, in Goslar und dem Harz, in Alfeld sowie im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Eine neu gestaltete Internetseite bietet nun erstmals auf einen Blick... Die Adresse lautet www.welterbe-niedersachsen.de. Nutzerinnen und Nutzer der neuen Website können sich mit Texten und zahlreichen Bildern ausführlich über die vier Welterbestätten informieren. Außerdem gibt es eine Karte mit Highlights der verschiedenen Orte, einen Veranstaltungskalender und Kontaktdaten zu Ansprechpersonen für Medien.

Freigeschaltet wird die Internetseite zum 7. Juni 2020, dem diesjährigen UNESCO-Welterbetag. Die Initiative zur Neugestaltung sowie die Koordination lagen bei der Öffentlichkeitsarbeit des Bistums Hildesheim, dessen Hauptkirche der Hildesheimer Dom ist. In enger Kooperation erarbeiteten die beteiligten Welterbestätten zusammen mit Hildesheim Marketing Gestaltung und Inhalt für die neue Website. Das Design und die technische Umsetzung der Website übernahmen die Hannoveraner Agentur Drive.

Der Online-Auftritt ersetzt eine Website, die seit 2013 über Welterbestätten informierte, allerdings inzwischen gestalterisch und technisch veraltet ist und außerdem nicht alle niedersächsischen Kulturgüter und Naturdenkmäler aus der Reihe des UNESCO-Welterbe in Deutschland umfasste. Das Wattenmeer fehlte bisher.

Zu den Welterbe-Stätten, die auf der Internetseite präsentiert werden, gehören die Hildesheimer St. Michaeliskirche und der Mariendom als Beispiele frühromanischer Baukunst, die bereits 1985 gemeinsam von der UNESCO in ihre Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler aufgenommen wurden. Sie beherbergen die herausragende bemalte Holzdecke in der Michaeliskirche sowie den Hildesheimer Domschatz, einen der großen Kirchenschätze Europas.

1992 wurden das Bergwerk Rammelsberg als erstes deutsches Industriedenkmal sowie die zu den bedeutendsten geschlossen erhaltenen historischen Städten der Welt gehörende Altstadt von Goslar in die Liste aufgenommen. Seit 2010 zählt zu dieser Welterbestätte auch die Oberharzer Wasserwirtschaft, deren Teich- und Grabenverbundsystem dem Bergbau einst als Energiespeicher diente.

2009 fand das Wattenmeer aufgrund seiner global herausragenden geologischen und ökologischen Bedeutung Eingang in die UNESCO-Liste des Welterbes der Menschheit. Es erstreckt sich über eine Länge von rund 500 Kilometern entlang der niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste und ist damit das größte Wattsystem der Welt, in dem dynamische Prozesse weitgehend ungestört ablaufen.

Jüngstes Mitglied der niedersächsischen UNESCO-Kulturdenkmäler in Niedersachsen ist seit 2011 das Alfelder Fagus-Werk, das als Ursprungsbau der modernen Industriearchitektur gilt. Der junge Architekt Walter Gropius, Begründer des Bauhauses, hat mit der Schuhleistenfabrik einen seiner ersten Entwürfe realisiert. Noch heute wird in der über 100 Jahre alten Fabrik gearbeitet.

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news-21472 Fri, 29 May 2020 14:31:18 +0200 286.500 Euro für Katholiken im Bistum Hildesheim /bistum/nachrichten/artikel/news-title/286500-euro-fuer-katholiken-im-bistum-hildesheim-21472/ Mit 14 Millionen Euro hat das Bonifatiuswerk im Geschäftsjahr 2019 Katholiken in der deutschen, nordeuropäischen und baltischen Diaspora unterstützt. Das im Jahr 1849 gegründete Spendenhilfswerk konnte im 170. Jahr seines Bestehens 1.203 Projekte fördern. Die Spenden und Kollekten seien erfreulicherweise stabil geblieben, aufgrund der Corona-Pandemie zeigten sich jedoch bereits in diesem Jahr erste Rückgänge bei den Einnahmen. Zukünftig müsse sogar von einem erheblichen Rückgang ausgegangen werden.

Zentrale Aufgabe des „Hilfswerkes für den Glauben“ ist die Solidarität mit den Glaubensschwestern und -brüdern in der Diaspora sowie die Glaubensweitergabe in einer zunehmend säkularen und pluralistisch geprägten Gesellschaft. Vorgestellt wurde der Jahresbericht am heutigen Freitag im Bistum Hildesheim.

Die katholischen Christen im Bistum Hildesheim erhielten für ihre Arbeit 286.500 Euro. Das Bonifatiuswerk unterstützte Bauprojekte mit 129.000 Euro, die Kinder- und Jugendseelsorge mit 32.000 und die Anschaffung von sechs BONI-Bussen mit 124.000 Euro. Im Bereich der Glaubenshilfe wurden missionarische Projekte mit 1.500 Euro gefördert.

Die Katholiken des Bistums spendeten im Gegenzug 170.000 Euro in Kollekten und Einzelspenden für die Diasporahilfe. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden im Bistum Hildesheim 71.000 Euro und bundesweit 2,2 Millionen Euro gesammelt. Erstkommunionkinder und Firmbewerber sammelten 33.000 Euro und 9.000 Euro für Kinder und Jugendliche in der Diaspora. Für die Verkehrshilfe wurden 35.000 Euro gesammelt.

„Wir sind dankbar für ein gutes Geschäftsjahr 2019. Somit können wir in dieser belastenden Zeit – mit vielen Um- und Abbrüchen sowie Unwägbarkeiten – weiterhin unseren Projektpartnern helfend und verlässlich zur Seite stehen. Wie alle gesellschaftlichen und kirchlichen Bereiche ist auch das Bonifatiuswerk von der Corona-Krise betroffen. Wir bedauern die Absagen der Erstkommunion- und Firmfeiern sowie anderer Veranstaltungen und Aktionen, die aus verständlichen Gründen zum Schutz der Menschen getroffen wurden und hoffen, dass diese bald nachgeholt werden können. Zugleich befürchten wir einen erheblichen Rückgang unserer Einnahmen. Doch bei allen Betrachtungen sollten wir zuerst die Menschen mit ihren Sorgen, Hoffnungen und Existenzängsten sehen. Unsere Solidarität ist gerade jetzt gefordert und notwendig. Grundlage unserer Arbeit und Hilfe sind stets die Menschen, die auf der Suche nach Lebensperspektiven, Orientierung und nach Halt in unserer Glaubensgemeinschaft sind“, sagte Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

In den Diasporagebieten Deutschlands, Nordeuropas und in den baltischen Staaten Estland und Lettland wurden 72 Bauprojekte mit 2,9 Millionen Euro, 1.017 Projekte der Kinder- und Jugendhilfe mit 1,8 Millionen Euro und 74 Projekte der Glaubenshilfe mit 569.000 Euro unterstützt. Durch die Verkehrshilfe konnten 40 BONI-Busse mit 745.000 Euro für die Gemeindearbeit gefördert werden. In missionarische Initiativen sowie in die religiöse Bildungsarbeit flossen 1,9 Millionen Euro, in die Projektbegleitung 430.000 Euro, in die Unterstützung der Seelsorge 150.000 Euro und in die zweckgebundene Förderung 1,1 Millionen Euro. Aus zweckgebundenen Mitteln des Diaspora-Kommissariats wurden 4,5 Millionen Euro an Projekte in Nordeuropa weitergeleitet.

„Das Bonifatiuswerk ist ein ausgesprochen wichtiger Partner für uns in der Diaspora: immer wieder hilfsbereit, verlässlich und großzügig“, sagte der Bischof von Hildesheim, Heiner Wilmer, der an der Vorstellung des Jahresberichts in Hildesheim teilnahm. Ohne diese kontinuierliche und unverzichtbare Förderung wäre Glaubensleben in vielen Regionen unseres Bistums nur sehr eingeschränkt möglich. Bischof Wilmer dankte dem Bonifatiuswerk dafür, „dass es uns dabei unterstützt, die ‚Frohe Botschaft‘ in die Gesellschaft zu tragen.“

Die Förderung der Projekte finanziert das Bonifatiuswerk durch Einnahmen aus Kollekten (4,9 Millionen Euro), Spenden/Beiträgen/Vermächtnissen und Schenkungen (5,8 Millionen Euro) und aus Mitteln des Diaspora-Kommissariats. Die Kollekten sind im Vergleich zum Vorjahr um 63.680 Euro (+ 1,3 Prozent) gestiegen. Die Kollekte zum Diaspora-Sonntag erbrachte 2,2 Millionen Euro. Die Erstkommunionkinder gaben 1,86 Millionen Euro und die Firmbewerber 804.000 Euro für Kinder- und Jugendhilfe-Projekte.

„Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, gehen wir natürlich mit Sorgen, aber auch mit Hoffnung in die Zukunft, da wir auf die Solidargemeinschaft unser Spender bauen. Negative Schwankungen können wir aufgrund einer stabilen Vermögens- und Liquiditätslage in einem begrenzten Zeitraum abfedern. Daher ist es derzeit notwendig die ganze Straße im Blick zu haben und verantwortungsvoll auf Sicht zu fahren. Damit steht und fällt auch die Möglichkeit der Förderung von wertvollen Projekten“, sagte Geschäftsführer Ingo Imenkämper.

Valide Prognosen seien jedoch nur sehr schwer zu treffen, fügte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus hinzu und dankte allen Spenderinnen und Spendern für das geschenkte Vertrauen und die konkrete finanzielle Unterstützung der Katholiken in der Diaspora.

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news-21458 Wed, 27 May 2020 15:39:28 +0200 Gottesdienst-Livestreams aus dem Dom enden nach Pfingsten /bistum/nachrichten/artikel/news-title/gottesdienst-livestreams-aus-dem-dom-enden-nach-pfingsten-21458/ Das Bistum Hildesheim beendet nach Pfingsten die Live-Übertragungen von Gottesdiensten aus dem Hildesheimer Dom. Das Angebot läuft aus, da Gottesdienste mit der Beteiligung von Gläubigen in Kirchen unter der Wahrung von Gesundheitsschutz-Auflagen eingeschränkt wieder möglich sind. Da aufgrund der Corona-Pandemie wochenlang keine Gottesdienste mit der Anwesenheit von Gläubigen in den Kirchen möglich waren, konnten Gläubige werktags und samstags als Audio-Livestream und sonntags mit Bild Gottesdienste aus dem Hildesheimer Dom auf der Website der Diözese mitfeiern.

Dies ist nun noch möglich bis einschließlich Pfingsten. Die feierliche Messe am Pfingstsonntag, 31. Mai 2020, um 10 Uhr mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und die Bischofsmesse am Pfingstmontag, 1. Juni 2020, um 10 Uhr mit Weihbischof Heinz-Günter Bongartz werden die beiden letzten Internet-Übertragungen sein.

Der Hildesheimer Dom hat am 16. Mai erstmals wieder seine Pforten für Gottesdienstbesucherinnen und -besucher geöffnet, allerdings mit Einschränkungen. Aus Gesundheitsschutzgründen sind derzeit maximal 80 Personen im Gottesdienst zugelassen.

Wer einen Gottesdienst im Dom mitfeiern möchte, muss sich vorab anmelden: per Mail an dombuero@bistum-hildesheim.de oder werktags telefonisch in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter 05121/307-362.

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news-21456 Wed, 27 May 2020 10:57:05 +0200 Firmbewerberinnen und -bewerber erhalten Bischofsbrief /bistum/nachrichten/artikel/news-title/firmbewerberinnen-und-bewerber-erhalten-bischofsbrief-21456/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat zu Pfingsten ein Hirtenwort an Firmbewerberinnen und Firmbewerber im Bistum Hildesheim geschrieben, deren Firmungen aufgrund der Corona-Pandemie auf unbestimmte Zeit verschoben werden mussten. Der Bischof schreibt in seinem Brief, er sei in Gedanken bei den Jugendlichen, die in diesen Wochen mit Schul- oder Ausbildungssituationen zu tun hätten, die äußerst herausfordernd seien: „Es ist schwierig bis unmöglich, Freundinnen und Freunde zu treffen, auch die Großeltern können nicht ohne Weiteres besucht werden. Freizeitaktivitäten sind erheblich eingeschränkt. Das ganze Leben ist irgendwie heruntergefahren.“

Wilmer lobt in dem Schreiben das Engagement der jungen Menschen während der Corona-Pandemie: „Es sind tolle Initiativen entstanden: Einkaufshilfen für ältere Menschen, Minikonzerte vor Pflegeheimen, Gottesdienst-Chats, gegenseitige Unterstützung bei Prüfungsvorbereitungen, Hausgottesdienste sowie spontane Gebetsgruppen und vieles mehr. Offensichtlich lebt Ihr den Geist der Stärke.“

Im Moment, so der Bischof, sei noch nicht absehbar, wie und wann sich die Lage so entspanne, dass die Firmungen gefeiert werden können: „Ich möchte Euch aber sagen, dass wir hier sorgfältig überlegen, wie wir vorgehen können. Eure Gesundheit wie die Eurer Verwandten spielt bei unseren Überlegungen eine sehr große Rolle. Wir alle brauchen hier wohl noch etwas Geduld.“

Der Brief endet mit Segenswünschen an die Jugendlichen, deren Eltern sowie die Katechetinnen und Katecheten.

Hier kann der Text im Volltext nachgelesen werden:

„Liebe Firmbewerberinnen und Firmbewerber,

zum Pfingstfest grüße ich Euch von Herzen! Wenn ich an das große Fest des Heiligen Geistes denke, bin ich in meinen Gedanken immer wieder bei Euch.

Das Jahr ist völlig anders verlaufen, als wir es uns alle erwartet hatten. Viele von Euch haben in diesen Wochen mit Schul- oder Ausbildungssituationen zu tun, die äußerst herausfordernd sind. Es ist schwierig bis unmöglich, Freundinnen und Freunde zu treffen, auch die Großeltern können nicht ohne Weiteres besucht werden. Freizeitaktivitäten sind erheblich eingeschränkt. Das ganze Leben ist irgendwie heruntergefahren. Von jemandem unter Euch habe ich gelesen: „Noch nie habe ich mich so ohnmächtig gefühlt.“ Manche von Euch spüren etwas wie eine Lähmung, haben Angst vor der Zukunft, Schulfrust und leiden unter der Einsamkeit.

Auch ich selbst erlebe diese Monate als Herausforderung. Viele Treffen können nicht oder nur als Videokonferenz stattfinden. Begegnungen, auch private, sind für mich auf ein Mindestmaß beschränkt und finden nur mit viel Abstand statt. Für Euch kommt zu den für viele geltenden Einschränkungen eine hinzu: Eure Firmung konnte oder kann nicht in der angedachten Weise gefeiert werden, denn wir mussten die Entscheidung treffen, die Firmtermine bis auf Weiteres auszusetzen.

Im Moment ist noch nicht absehbar, wie und wann sich die Lage so entspannt, dass wir die Firmungen werden feiern können. Ich möchte Euch aber sagen, dass wir hier sorgfältig überlegen, wie wir vorgehen können. Eure Gesundheit wie die Eurer Verwandten spielt bei unseren Überlegungen eine sehr große Rolle. Wir alle brauchen hier wohl noch etwas Geduld. Gut, wie Ihr Euch nicht am Bequemen und Einfachen orientiert. In Euch erlebe ich dabei den Geist der Einsicht und der Weisheit.

Beeindruckt bin ich über die Art und Weise, wie viele von Euch die jetzige Situation gestalten: Es sind tolle Initiativen entstanden: Einkaufshilfen für ältere Menschen, Minikonzerte vor Pflegeheimen, Gottesdienst-Chats, gegenseitige Unterstützung bei Prüfungsvorbereitungen, Hausgottesdienste sowie spontane Gebetsgruppen und vieles mehr. Offensichtlich lebt Ihr den Geist der Stärke.

Es berührt mich sehr, von diesen Dingen zu hören und zu lesen: Ihr gebt dem Evangelium ein Gesicht, in kleinen und in größeren Dingen: Sei es, wenn Ihr gerade jetzt Euren Opa anruft oder mit ihm chattet, aushaltet, wenn Eure kleineren Geschwister nerven, weil sie auch ihre Freundinnen und Freunde vermissen, die ältere Nachbarin beim Einkaufen unterstützt. Ihr habt Respekt vor dem Leben, vor der Schönheit der Schöpfung und dem Schöpfer selbst. Anders gesagt, Ihr atmet den Geist der Gottesfurcht.

Von Herzen bin ich Euch dankbar, wie Ihr kreativ seid, die Situation meistert und dabeibleibt. Das ist großartig. Ihr seid einfach stark! Ihr seid firm! Zum Pfingstfest wünsche ich Euch alle sieben Gaben des Heiligen Geistes.

Euch, Euren Familien sowie den Firmkatechetinnen und Firmkatecheten schicke ich ganz herzliche Grüße und wünsche Euch Gottes Segen. Bleibt firm! Ich bete für Euch.

Euer + Heiner

Dr. Heiner Wilmer SCJ

Bischof von Hildesheim“

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news-21434 Sat, 23 May 2020 19:29:15 +0200 Bischof Wilmer gratuliert Musliminnen und Muslimen zum Fastenbrechen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-gratuliert-musliminnen-und-muslimen-zum-fastenbrechen-21434/ In einem gemeinsamen Brief mit den beiden anderen niedersächsischen Bischöfen, Dr. Franz-Josef Bode aus Osnabrück und Wilfried Theising aus Oldenburg, gratuliert Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ  Musliminnen und Muslimen zum Fest des Fastenbrechens am 24. Mai. In dem Schreiben betonen die Bischöfe die Gemeinsamkeiten im Glauben und die Parallelität der Feiern von Sterben und Auferstehung Jesu Christi, des jüdischen Pessachfestes und des Fastenmonats Ramadan: "Gemeinsam bezeugen wir so in unserer je eigenen Weise die heilbringende Gegenwart Gottes in der Welt. Mögen wir alle angesichts der gegenwärtigen Krise Trost und Ermutigung im Glauben erfahren."

Der Brief im vollen Wortlaut:

"Sehr geehrte muslimische Schwestern und Brüder,

im Fastenmonat Ramadan senden wir Ihnen herzliche Grüße. Gott, der Barmherzige, möge Ihr Fasten gütig annehmen und Ihre Gebete erhören!

Die Welt befindet sich in einem Ausnahmezustand. Es muss sehr schwer sein, gerade im Ramadan auf das gemeinsame Gebet und auf die abendlichen Treffen zum Fastenbrechen in den Moscheegemeinden zu verzichten. Das Fest des Fastenbrechens – eine Zeit der Gemeinschaft und der Gastfreundschaft – kann in diesem Jahr nur im engsten Familienkreis gefeiert werden. Eine große Herausforderung, die wir angesichts ähnlicher Beschränkungen mit Blick auf die Feier des christlichen Osterfestes nachempfinden können. Und dennoch: Durch Ihr Fasten und Beten legen Sie ein weithin sichtbares Zeichen für Ihren Glauben an den barmherzigen Schöpfer ab. Und gerade in dieser schwierigen Zeit braucht die Welt, brauchen unsere Mitmenschen solche Zeichen der Ermutigung.

Dieses Wort, das wir an Sie richten, soll auch ein Wort des Dankes sein. Wir danken Ihnen von Herzen für die Gastfreundschaft in den Moscheegemeinden und für die vielen Begegnungen, die im Rahmen von Führungen oder Festen und nicht zuletzt am Tag der offenen Moschee ermöglicht werden. Nur in der Begegnung können Vorurteile überwunden und abgebaut werden. Durch Ihre Offenheit tragen Sie maßgeblich dazu bei.

In Zeiten, in denen die persönliche Begegnung nicht möglich ist, wissen wir uns auf andere Weise mit Ihnen verbunden. So haben wir in diesem Jahr als Christen die heiligen Tage vom Leiden, vom Sterben und der Auferstehung Jesu Christi im Wissen darum gefeiert, dass Juden und Jüdinnen zeitgleich Pessach feiern und Muslime und Musliminnen in der christlichen Osterzeit den Fastenmonat begehen. Gemeinsam bezeugen wir so in unserer je eigenen Weise die heilbringende Gegenwart Gottes in der Welt. Mögen wir alle angesichts der gegenwärtigen Krise Trost und Ermutigung im Glauben erfahren.

In Verbundenheit übermitteln wir Ihnen und Ihren Familien zum Fest des Fastenbrechens unsere besten Segenswünsche. Für uns alle und für die Welt erbitten wir den Frieden Gottes."

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news-21432 Fri, 22 May 2020 10:24:16 +0200 Dombibliothek erzählt Geschichten hinter Büchern /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dombibliothek-erzaehlt-geschichten-hinter-buechern-21432/ Unter dem Ausstellungstitel „Seitenblicke“ stellt die Dombibliothek Hildesheim einzelne Bücher aus dem Bestand und ihre individuellen Geschichten vor. Die Schau ist sowohl als klassische Ausstellung mit den Originalobjekten und einem interaktiven Erklärungstool in der Dombibliothek erlebbar als auch in digitaler und textbasierter Form auf der Website www.dombibliothek-hildesheim.de.

Aufgrund der Corona-Pandemie gibt es gegenwärtig reduzierte Öffnungszeiten, an denen die „Seitenblicke“-Schau im Ausstellungsraum der Bibliothek zu sehen ist: Die Dombibliothek teilt die Öffnungszeit von Dienstag bis Freitag in einen Vormittagsblock von 9 bis 12 Uhr sowie einen Nachmittags-Block von 14 bis 16 Uhr. Die maximale Aufenthaltsdauer in der Dombibliothek beträgt eine Stunde, ein Mundschutz ist Pflicht.

Die Ausstellung ist auf Dauer mit zeitlich jeweils wechselnden Themen konzipiert. Den Auftakt bilden Schenkungen. Alle gezeigten Bücher gelangten in irgendeiner Weise als Geschenke, zum Teil über mehrere Hände in die Dombibliothek. Die jeweils vorgestellten zwei bis vier Exemplare stammen aus den drei größeren historischen Sammlungen der Dombibliothek: der sogenannten Beverina, der Bibliothek des Bischöflichen Gymnasiums Josephinum und der Bibliothek des Priesterseminars.

Die Direktorin der Dombibliothek Hildesheim, PD Dr. Monika Suchan, sagt:

„Seitenblicke ist ein Ausstellungsformat, das den Fokus auf einzelne Bücher und ihre individuellen Geschichten legt. Denn die Dombibliothek ist – wie so viele andere historische Sammlungen auch – aus vielen Einzelbänden und kleineren Bibliotheksbeständen der Stadt und des Bistums hervorgegangen. Insofern spiegeln die hier vorgestellten Objekte den Charakter des Hauses als kulturhistorische Sammlung. Sie zeigen dabei nicht nur die tiefe Verwurzelung der Dombibliothek Hildesheim in der Region, sondern die zwischenmenschlichen Beziehungsgeflechte in ihrer jeweiligen Epoche.“

Wer die Dombibliothek Hildesheim derzeit für die wissenschaftliche Recherche aufsuchen möchte, sollte beachten, dass die Personenzahl im Lesesaal aus Gesundheitsschutzgründen derzeit auf drei Personen begrenzt ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem der drei Einzelräume der Bibliothek zu arbeiten, hier kann der Mundschutz abgenommen werden.

Die Recherche von Büchern sollte online über den Katalog der Dombibliothek erfolgen, der über die Website unter www.dombibliothek-hildesheim.de erreichbar ist. Bestellungen für die Ausleihe werden möglichst per E-Mail an dombib.lesesaal@bistum-hildesheim.de geschickt. In der Regel können die Bücher noch am selben Nachmittag oder am folgenden Vormittag zu den aktuellen Öffnungszeiten im Lesesaal abgeholt werden. Weitere Hinweise zur Bestellung und Ausleihe von Büchern finden sich ebenfalls auf der Website der Dombibliothek.

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news-21431 Fri, 22 May 2020 09:51:12 +0200 Gloria – Tatütata! /bistum/nachrichten/artikel/news-title/gloria-tatuetata-21431/ Was ein katholischer Hilfsdienst alles kann! Beim zweiten Autogottesdienst auf dem Hildesheimer Festplatz an Christi Himmelfahrt, 21. Mai, sorgten die Hildesheimer Malteser nicht nur für den Sanitätsdienst, sondern assistierten auch bei der Gabenbereitung und untermalten das Gloria mit Blaulicht und... Malteser und Ministrantendienst – das passt nicht nur sprachlich gut zusammen. So ließen sich Marvin Bellgardt und Stefanie Windel von den Hildesheimer Maltesern nicht lange bitten, als Pfarrer Hans-Günter Sorge ihnen vor dem „Drive-In-Gottesdienst“ seinen Kelch in den Rettungswagen reichte. Während des Gottesdienstes brachten die beiden jungen Ehrenamtlichen den Kelch dann mit dem Wagen zum Altar, stellvertretend für das Volk Gottes. Auch akustisch war der katholische Hilfsdienst bei diesem besonderen Gottesdienst kaum zu überhören. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Technischen Hilfswerk (THW) ließen sie beim „Gloria“ das Blaulicht aufleuchten und ihre Martinhörner erklingen – im Chor mit Hunderten von Autohupen.

Zum zweiten Mal nach Ostern hatte das Kolpingwerk Hildesheim zu einem Autogottesdienst auf den Hildesheimer Festplatz eingeladen, um in Zeiten strikter Abstandsregeln trotzdem gemeinsam Messe feiern zu können. Nach Angaben der Veranstalter kamen 152 Autos zum Festplatz. Rund 350 Personen dürften den Gottesdienst damit live verfolgt haben, viele andere am Radio zuhause, denn der Hildesheimer Bürgersender „Radio Tonkuhle“ übertrug die Feier live.

Während des Gottesdienstes bat Pfarrer Sorge nicht nur um Regen und günstiges Wetter für das Land, sondern dankte den anwesenden Hilfsdiensten und allen medizinischen und pflegenden Kräften für ihren Dienst an den Kranken, wofür die Ehrenamtlichen von Maltesern und THW ein freundliches Hupkonzert ernteten. Bei der Ausfahrt segnete der Geistliche schließlich jeden einzelnen Wagen mit Weihwasser und entließ seine ungewöhnliche Gottesdienstgemeinde damit nach Hause. Auch diesmal konnten die Malteser danach vermelden: keine besonderen Vorkommnisse!

Text und Foto: Malteser-Pressestelle in der Diözese Hildesheim

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news-21413 Wed, 20 May 2020 14:17:36 +0200 Die berühmteste Rose Hildesheims blüht wieder /bistum/nachrichten/artikel/news-title/die-beruehmteste-rose-hildesheims-blueht-wieder-21413/ Zartrosa schimmern sie in der Sonne: Die ersten Blüten des Jahres zeigen sich am 1000-jährigen Rosenstock an der Apsis des Hildesheimer Doms. Die Hauptblüte ist in den kommenden Tagen zu erwarten und wird etwa drei bis fünf Tage dauern. Die Legende vom Rosenstock, einer wilden Heckenrose, geht bis in die Gründungsgeschichte des Bistums Hildesheim um das Jahr 815 zurück. Schriftlich bezeugt ist er seit über 400 Jahren. Acht Wochen nach der völligen Zerstörung des Hildesheimer Domes im März 1945, bei der auch der Rosenstock verbrannte, sprossen aus seiner von Trümmern verschütteten Wurzel 25 neue Triebe hervor.

Das Wahrzeichen des Bistums und der Stadt Hildesheim ist über einen zentralen Zugang, das Domfoyer, zu erreichen. Der 1000-jährige Rosenstock gehört botanisch zur heimischen Wildart Rosa canina L. Er wird von einer niedrigen Buchsbaum-Hecke eingefasst.

Das Domfoyer ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In dieser Zeit sind Besichtigungen des Rosenstocks in eingeschränkter Form möglich. Während der Corona-Pandemie gelten im Foyer und im Kreuzgang des Doms die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sowie eine Begrenzung der maximalen Personenzahl. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, auf die entsprechenden Hinweise der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu achten.

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news-21412 Wed, 20 May 2020 13:47:53 +0200 Renovabis-Pfingstnovene als Livestream im Internet /bistum/nachrichten/artikel/news-title/renovabis-pfingstnovene-als-livestream-im-internet-21412/ Schon zum 25. Mal lädt Renovabis zum gemeinsamen Gebet der Pfingstnovene in den Freisinger Mariendom ein - neun Tage lang, von Christi Himmelfahrt bis Pfingsten. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung: Die Novene kann nicht nur persönlich mitgebetet werden, sondern läuft als Livestream im Internet. Renovabis, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, lädt in den neun Tagen zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten bereits zum 25. Mal zum gemeinsamen Gebet einer Novene ein. Die Novene ist bereits seit der Apostelgeschichte und den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte verbürgt.

Die Renovabis-Novene wird traditionell von Autorinnen oder Autoren aus einem der 29 Partnerländern des katholischen Hilfswerks gestaltet – in diesem Jahr aus der Ukraine. Renovabis bietet an, die Novene entweder persönlich im Freisinger Mariendom mitzubeten oder erstmals im Internet über einen Livestream, den man über den Link Pfingstnovene beten erreichen kann.

Gebetszeiten: Werktags immer um 12 Uhr und Sonn- und feiertags bereits um 11.30 Uhr

Die Novenengebete dauern etwa eine Viertelstunde und stehen im Kontext mit der bundesweiten Pfingstkampagne des Osteuropa-Hilfswerks Renovabis, das seinen Sitz in Freising hat. Die Novene eignet sich auch für das Hausgebet, das in diesen Wochen von vielen Menschen wiederentdeckt und geschätzt wird.

Die diesjährige Novene lädt ein, sich mit den Menschen in der Ukraine im Gebet zu verbinden. Das Oberhaupt der mit Rom verbundenen Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche, Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, hat für die Texte der Novene gewissermaßen Pate gestanden, denn von seinen Gedanken hat sich die Autorin der Novene, Anna Tomashek-Dobra, zur Formulierung der täglichen Impulse anregen lassen.

Aus den Texten wird deutlich, dass ein dauerhafter Frieden nur erreicht werden kann, wenn die Menschen aus der Kraft des Heiligen Geistes zur Versöhnung bereit sind, mag der Weg dazu auch noch so beschwerlich sein. Die Illustrationen von Margret Russer unterstreichen die Texte und ermöglichen ihrerseits einen eigenen meditativen Zugang. Mit zumeist goldenen Hintergründen erinnert sie mit ihrer Gestaltung an die ostkirchliche Ikonografie. Dort steht der Goldgrund stets für das Göttliche. Auf diesem Gold platziert Margret Russer jeweils Symbole, die sie häufig mit Fragmenten aus Zeitungspapier arrangiert.

Die Novene wird im Freisinger Mariendom ab dem Fest Christi Himmelfahrt, Donnerstag 21. Mai, gebetet und per Livestream übertragen. An diesem Festtag ist das nach der ebenfalls gestreamten 10.30-Uhr-Messe um ca. 11.30 Uhr der Fall. Am Freitag, 22. Mai, und am Samstag, 23. Mai, beginnt das Novenengebet um 12 Uhr. Am Sonntag, 24. Mai, wird wieder nach der Messe, bereits um 11.30 Uhr gebetet. An den Wochentagen der Folgewoche von Montag bis Samstag, 25. bis 30. Mai, wird jeweils um 12 Uhr gebetet und gestreamt.

An Pfingsten findet in allen katholischen Kirchen in Deutschland die Renovabis-Kollekte statt. Sie ist eine wichtige Säule zur Unterstützung der Partner in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, deren Arbeit unter erheblich erschwerten Bedingungen weitergeht.

Jetzt setzt das Osteuropa-Hilfswerk stark auf online-Spenden über: www.renovabis.de/pfingstspende oder per Banküberweisung an die Bank für Kirche und Caritas eG, Stichwort: „Pfingstspende“, IBAN: DE94 4726 0307 0000 0094 00, BIC: GENODEM1BKC

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news-21389 Mon, 18 May 2020 15:29:34 +0200 Bischof Wilmer schreibt Erstkommunionkindern /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-schreibt-erstkommunionkindern-21389/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat ein Hirtenwort an die Kinder im Bistum Hildesheim geschrieben, deren Erstkommunionfeiern in diesem Frühling aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten. Der Bischof schildert in seinem Brief an die Jungen und Mädchen, dass er für sie im Wallfahrtsort Ottbergen gebetet habe. Er wünsche den Erstkommunionkindern, dass die Vorfreude auf die Erstkommunion noch anhalte – „und dass Ihr dann, wenn der große Tag gekommen ist, diesen richtig feiern könnt, mit allen, die dazugehören“, schreibt Wilmer.

Der Brief endet mit Segenswünschen an die Kinder, deren Eltern sowie die Katechetinnen und Katecheten.

Hier kann der Text im Volltext nachgelesen werden:

„Liebe Erstkommunionkinder, liebe Mädchen und Jungen,

am 16. Mai bin ich mit dem Fahrrad zum Wallfahrtsort Ottbergen gefahren, nur zehn Kilometer von Hildesheim entfernt. Das ist ein ganz alter Ort auf dem Berg, wo Menschen schon seit Jahrhunderten hinaufgehen, wenn sie in Sorgen sind und Angst haben. Beim Fahrradfahren und beim letzten Weg hoch zur Kreuzkapelle, den ich zu Fuß gegangen bin, musste ich dabei immer wieder an Euch, die Erstkommunionkinder, denken, an Eure Geschwister, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern.

Ich habe mich gefragt, wie es Euch wohl geht. Wie kommt Ihr klar mit dem Virus, mit Corona, damit, dass Ihr so lange nicht in die Schule gehen konntet, dass Ihr Eure Großeltern nicht besuchen durftet? Wie war es, so lange nicht Eure Freundinnen und Freunde und Schulkameraden gesehen zu haben? Ich weiß, dass manche von Euch ganz gut mit dem Internet klarkommen, das cool finden. Ich weiß auch, dass andere von Euch diese Zeit gar nicht gut finden, jetzt leiden und traurig sind, weil sie nicht in die Schule durften, weil einfach zu Hause sein auch nicht nur toll ist.

Auf dem Berg in Ottbergen gibt es eine kleine Lourdes Kapelle. Die sieht aus wie eine große Höhle, mit alten dunklen Steinen, die von den vielen abgebrannten Kerzen fast schwarz sind. In der Höhle sieht man eine schöne Statue von Maria, der Mutter Jesu. Maria trägt ein weiß-blaues Kleid und auf dem Kopf einen langen Schleier, der auf ihre Schultern fällt. Ihre Hände hat sie so aneinandergelegt, dass die Fingerspit-zen fast ihr Kinn berühren. An ihrem Arm hängt ein Rosenkranz. Ihren Kopf hat sie leicht angehoben. Es sieht aus, als schaut sie in den Himmel und betet.

Am Kerzenstand habe ich für Euch eine Kerze angezündet und für Euch und Eure Familien gebetet. Ihr alle hattet Euch ja so auf Eure Erste Heilige Kommunion gefreut, Euch auf diesen Tag vorbereitet, auf die ganz persönliche Begegnung mit Jesus. Jetzt musste wegen Corona alles verschoben werden. Übrigens habe ich gesehen, dass einige von Euch auch in Ottbergen gebetet haben.

Sie haben Jesus erzählt, wie es ihnen geht, was ihnen schwerfällt und um was sie ihn bitten. So schreibt Maxi in das Fürbittbuch: „Lieber Gott, ich will gesund bleiben und alle anderen (sollen es) auch. Das Kerzenlicht spendet Licht. Schöner Ort hier. Willst du meine Telefonnummer wissen, Gott?“ Dann schreiben Eltern: „Wir möchten all unsere Lieben endlich wieder in den Arm nehmen dürfen!!! Und dass unsere Töchter ihre Urgroßeltern endlich wieder besuchen dürfen. Bleibt alle gesund.“ – Gut, dass wir überall beten und bitten können, in der Kirche, aber auch zu Hause.

Liebe Erstkommunionkinder, ich wünsche Euch und Euren Familien, Euren Katechetinnen und Katecheten sowie Lehrerinnen und Lehrern, dass die Vorfreude auf die Erstkommunion noch anhält, Ihr Euch mit Euren Freundinnen und Freunden weiterhin darauf vorbereitet, dass Euch diese Vorbereitung Spaß macht und Euch auch gut tut und dass Ihr dann, wenn der große Tag gekommen ist, diesen richtig feiern könnt, mit allen, die dazugehören.

Euch, Euren Familien sowie den Katechetinnen und Katecheten schicke ich ganz herzliche Grüße und wünsche Euch Gottes Segen. Ich bete für Euch.

Euer + Heiner

Dr. Heiner Wilmer SCJ

Bischof von Hildesheim"

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news-21382 Mon, 18 May 2020 10:25:14 +0200 Im Jahr 2020 keine Wallfahrten oder Prozessionen im Untereichsfeld https://www.kirche-untereichsfeld.de/dekanat/aktuelles/artikel/news-title/im-jahr-2020-keine-wallfahrten-oder-prozessionen-im-untereichsfeld-21361/ Alle Wallfahrten zu „Maria in der Wiese“ in Germershausen und auf dem Höherberg sowie die Vierzehnheiligen-Wallfahrt ins Erzbistum Bamberg werden aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. news-21342 Wed, 13 May 2020 13:54:47 +0200 Freier Eintritt ins Dommuseum Hildesheim am Sonntag /bistum/nachrichten/artikel/news-title/freier-eintritt-ins-dommuseum-hildesheim-am-sonntag-21342/ Das Dommuseum Hildesheim gewährt Besucherinnen und Besuchern während des internationalen Museumstages am kommenden Sonntag, 17. Mai 2020, freien Eintritt. Auf Veranstaltungen, besondere Aktionen und Führungen zum Museumstag verzichtet das Museum aufgrund der Corona-Pandemie. Geöffnet hat das Dommuseum am Sonntag in der Zeit von 13 bis 17 Uhr.

Der Internationale Museumstag am 17. Mai findet in diesem Jahr digital statt. Die Angebote dazu finden sich auf www.museumstag.de und unter dem Hashtag #Museen-Entdecken. Die Besucherinnen und Besucher der digitalen oder realen Museen sind eingeladen, ihre Eindrücke und Erlebnisse unter dem entsprechenden Hashtag zu posten.

Das Dommuseum Hildesheim zeigt dazu Videos zu Lieblingstücken aus der Sammlung auf seiner Homepage und bietet spielerische und kreative Möglichkeiten, die Schätze über Auszüge aus dem eigenen Zeichenbuch kennenzulernen. Weitere Informationen unter www.dommuseum-hildesheim.de und www.instagram.com/dommuseum_hildesheim/

 

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news-21310 Sat, 09 May 2020 11:46:11 +0200 Bischof Wilmer dankt Gläubigen für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-dankt-glaeubigen-fuer-zusammenhalt-und-gegenseitige-unterstuetzung-21310/ In einem Brief an die Gläubigen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Hildesheim zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten dankt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ allen für die Geduld, die gegenseitige Unterstützung und das Gebet in den Zeiten der Corona-Pandemie.  Im Hinblick auf die bevorstehende Wiederaufnahme von Gottesdienste ab 16. Mai betont er die Wichtigkeit von Sorgfalt und großer Umsicht bei der Planung und Vorbereitung. Dafür hat das Bistum die Handreichung „Hinweise für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten im Bistum Hildesheim“ veröffentlicht.

Der Text des Bischofsbriefes im Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder, 
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im pastoralen Dienst,
liebe Mitbrüder, 

mitten in dieser schweren Zeit, die durch das Corina-Virus geprägt ist, grüße ich Sie sehr herzlich. Es ist mir ein großes Bedürfnis, mit Ihnen in engem Kontakt und Austausch zu bleiben. Ich weiß, wie schmerzlich diese Zeit für viele von Ihnen und für viele Menschen, die Ihnen lieb und teuer sind, ist. Unter Ihnen sind Menschen, die großes Leid durchleben und die hart geprüft werden.

Mit Dank erfüllt mich, wie Sie alle, liebe Schwestern und Brüder, in diesen schweren und uns alle her-ausfordernden Zeiten nicht nur zusammenhalten, sondern sich auch gegenseitig unterstützen und tragen und dabei Verständnis haben für Maßnahmen, die zum Schutz besonders der Kranken und Älteren getroffen wurden, von denen wir uns zu Beginn dieses Jahres nicht vorstellen konnten, sie jemals treffen zu müssen.

Bevor ich zu einigen Vorschlägen und Empfehlungen komme, will ich Ihnen sagen, dass ich von Ihnen zahlreiche Rückmeldungen erhalte. Für diese Reaktionen, die konstruktiven und auch die kritischen, bin ich Ihnen sehr dankbar. 

Dankbar bin ich Ihnen auch für Ihr Gebet und Ihre Geduld. Umgekehrt versichere ich Ihnen, dass Sie und Ihre Lieben täglich in meine Gebete eingeschlossen sind. Mich persönlich trägt in diesen Wochen ein Wort aus dem 2. Timotheusbrief: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, son-dern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (1,7)

Noch ist das Ende der Corona-Krise nicht in Sicht. Weiterhin gilt es Abstand zu halten, Hygienemaßnahmen zu beachten, aufeinander Acht zu geben.

Gleichzeitig trägt die Selbstdisziplin, die wir in der letzten Zeit geübt haben, Früchte. Die Infektionszahlen sinken, die kleiner werdende Reproduktionsrate lässt hoffen. Das führt auch dazu, dass wir in den Kirchen und Religionsgemeinschaften über das Feiern von öffentlichen Gottesdiensten nachdenken kön-nen.

Mich haben in den letzten Wochen viele Nachrichten erreicht, die ganz unterschiedlich geprägt waren: Die einen sehnen sich nach der vertrauten Normalität und bitten darum, möglichst bald die Feier der Gottesdienste wieder zuzulassen. Andere aber stellten gerade eine vorschnelle Rückkehr zum Bisherigen deutlich in Frage und warnen vor übereiltem Vorgehen.

Wenn ich Ihnen heute nun die „Hinweise für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten im Bistum Hildesheim“ zukommen lasse, bitte ich Sie sehr herzlich, bei allem, was vor Ort geschieht, mit aller Sorgfalt und großer Umsicht zu planen und zu agieren. Noch immer besteht überall die Gefahr, dass wir einander anstecken. Bitte haben Sie besonders die Menschen im Blick, die zu den Risikogruppen gehören. Passen Sie gut aufeinander und auch auf sich selbst auf. 

Ausdrücklich bitte ich alle Priester, Diakone, Mitarbeiter*innen in den pastoralen Diensten und alle Ehrenamtlichen, die zu den Risikogruppen gehören, gut zu überlegen, ob Sie Gottesdienste leiten bzw. einen liturgischen Dienst übernehmen können oder wollen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass Sie gut auf sich Acht geben und hier im Zweifelsfall lieber Zurückhaltung üben. Alle bitte ich herzlich um ihren Respekt für jene, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation entscheiden müssen, keine Dienste zu übernehmen. 

Gleichzeitig empfehle ich, zunächst mit Wortgottesfeiern zu beginnen. In diesen Zeiten sind kleine und kurze Gottesdienste in jedem Fall angebrachter als lange Zusammenkünfte, bei denen sich viele treffen. Langsam und mit Bedacht kann dann, je nach Ermessen, auch wieder die Eucharistie gefeiert werden. Wir werden neue Erfahrungen mit neuen und mit schon bekannten Formen des gemeinsamen Betens machen. Die neuen und die vertrauten Formen werden uns stärken und tragen, dessen bin ich gewiss, zumal wir genau diese Erfahrungen in den letzten Wochen dank Ihnen schon machen durften.

Da sicherlich gerade ältere und erkrankte Menschen zögern werden, einen öffentlichen Gottesdienst zu besuchen, werden wir die Messfeiern aus dem Dom weiterhin streamen. So geschieht es auch an anderen Orten in unserem Bistum. Dies ist auch deshalb sinnvoll, weil es an vielen Orten der Diözese noch nicht möglich sein wird, die Eucharistie zu feiern. Ebenso werden wir Ihnen auch Modelle für häusliche Gottesdienste weiter zur Verfügung stellen.

Ihnen allen bin ich für Ihr bedachtes, umsichtiges Handeln in diesen anstrengenden Zeiten sehr, sehr dankbar. Sie haben dem Evangelium durch Ihre Kreativität, Ihr Engagement, Ihre Zuwendung gerade zu den Einsamen, den Familien und den Älteren ein Gesicht gegeben. Ihre geübte Geduld, mit der Sie diese Zeit beleben, ist ein bleibendes Zeichen mitmenschlicher Solidarität und Fürsorge. 

Bleiben wir einander und füreinander im Gebet verbunden,

Dr. Heiner Wilmer SCJ
Bischof von Hildesheim

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news-21301 Fri, 08 May 2020 17:26:16 +0200 Dom öffnet ab 16. Mai wieder für Gottesdienste /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dom-oeffnet-ab-16-mai-wieder-fuer-gottesdienste-21301/ Ab Samstag, 16. Mai, öffnet der Hildesheimer Dom wieder seine Pforten für Gottesdienstbesuche. Maximal 80 Personen sind zugelassen. Es gelten die vom Bistum veröffentlichten strengen Vorschriften für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten. Mit der Vorabend-Messe am 16. Mai um 17 Uhr öffnet der Hildesheimer Dom wieder seine Pforten für Gottesdienstbesucher. In der Folge finden immer sonntags um 10 Uhr, werktags um 18.30 Uhr und samstags um 17 Uhr Messfeiern statt. Diese werden bis einschließlich Pfingsten auch weiter im Internet per Live-Stream übertragen, am Sonntag immer mit Bild. Zelebranten sind im Wechsel Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sowie die Weihbischöfe Dr. Nikolaus Schwerdtfeger und Heinz-Günter Bongartz. Zusätzlich finden am Montag, Mittwoch und Freitag um 7.15 Uhr Gottesdienste statt, ebenfalls im Dom selbst und nicht in der Laurentiuskapelle, wie vor der Schließung.

An jedem Gottesdienst können bis zu 80 Personen teilnehmen. Eine Anmeldung im Dombüro ist erforderlich und kann per Mail an dombuero(ät)bistum-hildesheim.de erfolgen oder telefonisch in der Zeit von 9 bis 12 Uhr unter 05121/307-362. Die für die Wiederaufnahme von Gottesdiensten geltenden Vorschriften aus der Handreichung des Bistums sind zu beachten.

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news-21300 Fri, 08 May 2020 13:22:22 +0200 Bistum Hildesheim veröffentlicht Handreichung zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-veroeffentlicht-handreichung-zur-wiederaufnahme-von-gottesdiensten-21300/ Das Bistum Hildesheim hat heute eine Handreichung zur Wiederaufnahme von Gottesdiensten an die Pfarrgemeinden herausgegeben. Demnach können ab Samstag, 16. Mai 2020, in Kirchen des Bistums Hildesheim eingeschränkt wieder gemeinsame Gottesdienste stattfinden. Die Handreichung enthält genaue Regeln... Dazu gehört eine Zugangsbeschränkung: So richtet sich die Anzahl der Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer nach der Größe des Kirchenraums. Eine Mindestfläche von zehn Quadratmetern pro Person soll vorhanden sein. Auch sollen die Gläubigen einen Abstand von eineinhalb Metern nach allen Seiten wahren. Die Sitzordnung wird so gestaltet, dass der Mindestabstand nie unterschritten wird. Unter Wahrung des Sicherheitsabstandes zu anderen Gottesdienstteilnehmern können Familien und Personen, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, zusammensitzen.

Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen. Personen mit akuten Atemwegserkrankungen oder grippeähnlichen Symptomen erhalten keinen Zugang. Die Kirchentüren bleiben für das Eintreten und Verlassen der Kirche geöffnet, damit die Türklinken nicht angefasst werden müssen. Türklinken und Geländer müssen regelmäßig gereinigt werden.

Wo es möglich ist, sollen getrennte Eingänge und Ausgänge markiert werden. Insbesondere vor Beginn und nach dem Ende des Gottesdienstes ist darauf zu achten, dass es nicht zu Grüppchenbildungen kommt. Vor und nach dem Gottesdienst muss der Kirchenraum gründlich gelüftet werden.

Um sowohl dem Wunsch der Gläubigen als auch der aktuellen Gefährdungssituation gerecht zu werden, sollten zunächst solche Gottesdienstformen gefeiert werden, bei denen sich die Ansteckungsgefahr durch ihre Gestaltung besonders gering darstellt. Dies ist insbesondere bei kurzen Wort-Gottes-Feiern von etwa 25 Minuten, Andachten und einfachen Gebetsformen gegeben.

Auf das gemeinsame Singen während des Gottesdienstes soll verzichtet werden.

Freiluftgottesdienste können unter Beachtung der Abstandsregeln und mit geeigneten hygienischen Maßnahmen stattfinden. Bislang ist hierfür weiterhin die behördliche Genehmigung nötig. Wallfahrten und Wallfahrtsgottesdienste bleiben bis auf weiteres ausgesetzt.

Das Bistum Hildesheim weist explizit darauf hin, dass die Teilnahme an öffentlichen Gottesdiensten insbesondere für gefährdete Personengruppen mit einem Risiko verbunden ist. Wörtlich heißt es in der Handreichung: „Eine Wiederaufnahme der Gottesdienste wird mit großer Vorsicht und Umsicht zu gestalten sein. Vorrangiges Ziel bleibt es weiterhin, Infektionen zu vermeiden und die Ansteckungsrate weiter zu reduzieren.“

Die Gläubigen und die Pfarrgemeinden sind daher aufgerufen, sowohl die häuslichen Gottesdienstformen als auch die Livestream-Angebote von Gottesdiensten fortzusetzen.

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news-21288 Thu, 07 May 2020 09:15:29 +0200 Bonifatiuswerk-Praktikantin aus Hannover über ihre Corona-Erfahrungen in Schweden https://www.bonifatiuswerk.de/de/presse/pressemitteilungen/2020/06052020-3/ Amelie Tepper aus Hannover hilft im Birgittenkloster im schwedischen Vadstena normalerweise im Gästehaus. Doch zurzeit ist alles anders. Die Bonifatiuswerk-Praktikantin berichtet über ihre Corona-Erfahrungen.  news-21286 Wed, 06 May 2020 14:45:52 +0200 Bistum Hildesheim stockt Bernward-Hilfsfonds während der Corona-Krise um 70.000 Euro auf /bistum/nachrichten/artikel/news-title/bistum-hildesheim-stockt-bernward-hilfsfonds-waehrend-der-corona-krise-um-70000-euro-auf-21286/ Einzelfallhilfe für Menschen, die in der Corona-Krise unverschuldet in Not geraten sind. Fonds hilft unbürokratisch und direkt. Anträge über Caritas-Beratungsstellen, Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) und alle Pfarrbüros im Bistum Hildesheim. Das Bistum Hildesheim stockt während der Corona-Krise den Bernward-Hilfsfonds auf, mit dem Menschen unbürokratisch Einzelfallhilfe erhalten können, die unverschuldet in Not geraten sind. Das finanzielle Volumen des Fonds wird von derzeit 91.000 Euro auf 161.000 Euro erhöht. Das hat Generalvikar Martin Wilk, der Verwaltungschef des Bistums Hildesheim, entschieden.

Der Bernward-Hilfsfonds hilft Familien und Einzelpersonen im Bistum Hildesheim bei unverschuldeten Notlagen wie Überschuldung, Arbeitslosigkeit, übermäßigen Energiekosten oder anderen Notlagen. Auch zur Bewältigung von Krankheits- oder Pflegekosten oder für die Kosten der Eigenbeteiligung bei Mutter-Kind-Kuren werden Mittel aus dem Fonds beantragt. Die finanzielle Ausstattung des Fonds gründet auf dem Gehaltsverzicht von Priestern sowie Unterstützung durch Spenderinnen und Spendern. Anträge sind über die Caritas-Beratungsstellen und den Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) sowie alle Pfarrbüros im Bistum Hildesheim möglich.

Generalvikar Wilk ruft mit Blick auf die besonderen aktuellen Herausforderungen und Notlagen noch einmal explizit zur Unterstützung des Bernward-Hilfsfonds auf.

Darüber hinaus werden die sechs katholischen Hochschulgemeinden im Bistum Hildesheim ihre Veranstaltungsetats umwidmen, die aufgrund der derzeitigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens nicht genutzt werden. Damit soll Studierenden finanziell geholfen werden, die von sozialen oder wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise besonders betroffen sind.

Generalvikar Wilk wendet sich auch an die Pfarrgemeinden der Diözese. Er bittet diese, zu prüfen, ob sie aus der vom Bischof vorgeschriebenen Caritas-Kasse Geld bereitstellen können. Es soll jeweils vor Ort der unbürokratischen Einzelfallhilfe für Bedürftige dienen.

„Die Corona-Pandemie führt zu immensen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen, unter denen besonders die Menschen zu leiden haben, denen es bereits vor der Krise nicht gut ging. Mit der Aufstockung des Bernward-Hilfsfonds und den weiteren Unterstützungsangeboten möchten wir den besonders betroffenen Menschen unkompliziert und schnell helfen“, sagt Generalvikar Wilk.

Bernward-Hilfsfonds:

Gegründet 1994 durch Bischof Dr. Josef Homeyer. Die Mehrzahl der Hilfesuchenden hat zwei oder drei Kinder, die Eltern oder die alleinerziehenden Mütter leben von Grundsicherung oder geringem Einkommen plus ergänzender staatlicher Leistung. Der Fonds gewährt Einzelfallhilfe, um Notsituationen wie drohenden Wohnungsverlust, Stromsperren oder fehlende Lernmittel für Kinder abzuwenden. Spenden-IBAN beim Caritasverband für die Diözese Hildesheim: DE32 2594 0033 0232 3400 00 www.bernward-hilfsfonds.de

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news-21283 Wed, 06 May 2020 10:36:24 +0200 Dommuseum, Dombibliothek und Bistumsarchiv öffnen mit Einschränkungen /bistum/nachrichten/artikel/news-title/dommuseum-dombibliothek-und-bistumsarchiv-oeffnen-mit-einschraenkungen-21283/ Die Bildungs- und Kultureinrichtungen rund um den Hildesheimer Dom öffnen mit Einschränkungen wieder für den Publikumsverkehr. Den Beginn machen am morgigen Donnerstag, 7. Mai 2020, das Dommuseum Hildesheim und die Dombibliothek Hildesheim. Das Bistumsarchiv Hildesheim folgt am kommenden Dienstag,...

Für das Dommuseum Hildesheim gilt ab Donnerstag zunächst eine Öffnungszeit von 13 bis 17 Uhr. Am 1. Juni 2020 möchte das Museum zur normalen Öffnungszeit von 11 bis 17 Uhr zurückkehren. Die Sonderausstellung „Täglich Brot“ wird bis zum 7. Juni 2020 verlängert. Weitere Informationen gibt es online unter www.dommuseum-hildesheim.de.

Die Dombibliothek Hildesheim teilt die Öffnungszeit von Dienstag bis Freitag zunächst in einen Vormittagsblock von 9 bis 12 Uhr sowie einen Nachmittags-Block von 14 bis 16 Uhr. Die maximale Aufenthaltsdauer in der Dombibliothek beträgt eine Stunde, ein Mundschutz ist Pflicht. Die Personenzahl im Lesesaal ist auf drei Personen begrenzt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, in einem der drei Einzelräume der Bibliothek zu arbeiten, hier kann der Mundschutz abgenommen werden.

Die Recherche von Büchern sollte online über den Katalog der Dombibliothek erfolgen, der über die Website unter www.dombibliothek-hildesheim.de erreichbar ist. Bestellungen für die Ausleihe werden möglichst per E-Mail an dombib.lesesaal@bistum-hildesheim.de geschickt. In der Regel können die Bücher noch am selben Nachmittag oder am folgenden Vormittag zu den aktuellen Öffnungszeiten im Lesesaal abgeholt werden. Weitere Hinweise zur Bestellung und Ausleihe von Büchern finden sich ebenfalls auf der Website der Dombibliothek.

Das Bistumsarchiv Hildesheim öffnet seinen Lesesaal dienstags und donnerstags für Benutzerinnen und Benutzer im Zeitraum von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, die sich vorab telefonisch (05121 – 307 930) oder per E-Mail (bistumsarchiv@bistum-hildesheim.de) angemeldet haben. Diese Möglichkeit besteht ausschließlich für wissenschaftliche Zwecke, die Familienforschung im Bistumsarchiv ist derzeit nicht möglich.

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