Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Wed, 21 Feb 2024 21:42:28 +0100 Wed, 21 Feb 2024 21:42:28 +0100 TYPO3 EXT:news news-35940 Mon, 19 Feb 2024 14:32:34 +0100 Gerd Finkel. Werke https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/gerd-finkel-werke/ Das Dommuseum Hildesheim widmet dem Künstler Gerd Finkel mit ausgewählten Werken die diesjährige Ausstellung im Rahmen des Aschermittwochs der Künstler vom 27. Februar bis 12. Mai 2024. Die Ausstellung zeigt die vielfältigen künstlerischen Auseinandersetzungen Finkels mit großen Erzählungen der Menschen wie den Schriften des Alten Testaments oder der antiken Mythologie und Geschichte. Seine Arbeiten vermitteln eindrucksvoll, dass deren Themen und Fragestellungen nichts an Aktualität verloren haben.

Gerd Jos. Finkel (1941-2021) war für große Unternehmen im Bereich Industriedesign tätig und wirkte viele Jahre als Professor für Grafik-Design an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Hildesheim. Sein besonderes Interesse galt dem künstlerischen Medium Schrift, das er in beeindruckend reduzierter Form einzusetzen wusste. Seine Graphiken und Bilder gehen dabei über den geläufigen Zeichencharakter der Schriftsysteme hinaus und verbinden eine puristische Gestaltung mit Elementen, die dem Betrachter unterschiedliche Interpretationsmöglichkeiten eröffnen.

Mit seinem Triptychon „Engel der Zeit“ ist er im umgestalteten Dommuseum seit 2015 an zentraler Stelle präsent. Die Arbeit entstand im Auftrag des Museums als Gegenüber für das ebenfalls dreiteilige Wrisbergepitaph. Dessen monumentaler Bildinszenierung der Kirche als der einzigen Mittlerin zwischen Gott und den Menschen stellte der Künstler ausgehend vom Text des althochdeutschen Wessobrunner Gebets ein Bild der Schöpfung aus dem Nichts entgegen, das Bild des Anfangs, einer unbestimmten, gestaltbaren Zukunft.

Der Aschermittwoch wird weltweit in vielen Diözesen mit einer Würdigung zeitgenössischer Künstler verbunden. Im Bistum Hildesheim ergriff der verstorbene Bischof Dr. Josef Homeyer 1986 die Initiative zum „Aschermittwoch der Künstler“, der eine Lesung moderner Literatur in der Dombibliothek am Aschermittwoch selbst und eine Ausstellung zeitgenössischer bildender Künstler im Dommuseum beinhaltet.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 7 Euro (ermäßigt 5 Euro für Studierende sowie Inhaber:innen von Schwerbehinderten- oder Sozialausweis). Besucher:innen bis 25 Jahren haben freien Eintritt. An Samstagen, Sonntagen und feiertags gibt es um 14 Uhr allgemeine öffentliche Führungen, die zusätzlich zum Eintritt 5 Euro kosten.

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news-35935 Mon, 19 Feb 2024 10:17:57 +0100 Katholisch frei sein https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/katholisch-frei-sein/ „Freier und katholischer denn je“ lautet der Titel des Buches, in dem Dr. Christian Hennecke, katholischer Priester und Leiter des Bereichs Sendung im Bistum Hildesheim, über seinen Glaubensweg berichtet. Schonungslos deckt er auf, woran die Kirche derzeit krankt. An vielen Beispielen verdeutlicht Hennecke, wo er sich fremd fühlt in der aktuellen katholischen Kirche. Das betrifft auch viele Kirchengemeinden, in denen er „neben einem engen Kern eine weitgehende Beziehungslosigkeit“ empfindet. Eine bestimmte Kirchengestalt befinde sich im Auflösungsprozess und Strukturveränderungen versprächen nur wenig Aussicht auf Erfolg. Hingegen gäbe es aber auch einen echten Aufbruchswillen vieler Gläubigen.

Welche Wege schlägt der Buchautor für diese sich wandelnde Kirche vor? Er berichtet über Grunderfahrungen, die ihn geprägt haben und bis heute sein Leben bestimmen. Er schreibt über die Unzufriedenheit, die er in seiner Göttinger Heimatgemeinde erlebte, wie er außerhalb dieser Gemeinschaft zum ersten Mal die Präsenz Gottes spürte. In der Fokolar-Bewegung, einer ökumenischen geistlichen Gemeinschaft, erfuhr er ein neues Gottesbild und erlebte ein neues Gefühl von Freiheit, für ihn eine „Dornbuscherfahrung“.

Selbst im Priesterseminar vermisste er diese Grunderfahrung als Thema in den Seminaren und Vorlesungen. Wie sollte so eine Vermittlung und Weitergabe in die Gemeinden erfolgen? Man könne „die erlebte Sozialform der Kirche durchaus mit einem Verein verwechseln, bei dem persönliche Glaubenserfahrungen kaum eine Rolle spielen“. Voraussetzung für lebendiges Gemeindeleben seien mystische Erlebnisse, schreibt Hennecke: „Mystik ist nichts Kompliziertes, sondern eine Erfahrung, die grundlegend die Horizonte verschiebt, Wirklichkeit neu sehen lässt.“

Wie kann man dem im eigenen Leben Raum und Möglichkeit zur Entfaltung geben? Hennecke beschreibt, wie er durch die tägliche Lektüre in der Bibel das Hören auf die Gegenwart Gottes gelernt hat – auch wenn er zugibt, zu vielen alttestamentlichen Stellen keinen Zugang zu finden. „Unglaublich – ich habe mich noch nie gelangweilt, immer scheint das, was ich lese, anders zu mir zu sprechen. Und natürlich lerne ich“, so der Autor. Das habe ihn in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend umdenken lassen, wichtige Wegmarken waren auch seine zahlreichen Taizé-Aufenthalte. Besonders die Worte Jesu haben ihn beeindruckt und in ihren Bann gezogen: „Denn auf einmal wird Jesus Christus nicht mehr eine göttliche Person, meilenweit entfernt, sondern ich stehe in derselben Wirklichkeit wie er, ich bin – die Schrift behauptet es auch – selbst ein ‚Sohn Gottes‘.“ Damit habe er Anteil an Gott und Gott an ihm.

Was heißt es denn eigentlich, katholisch zu sein? Offenbarung meine nicht, dass Gott seine Wahrheiten als Inhalte bekannt gegeben habe, damit die Menschen sie dann glauben sollten. Auch Dogmen und Konzepte dürften nicht der Mittelpunkt des Glaubens sein. Glaube sei ein Beziehungsgeschehen, zwischen Gott und den Menschen und unter den Menschen. „Das spricht nicht unbedingt gegen Glaubenskurse und Jahrgangskatechesen. Aber es würde ein anderer Fokus gelegt, der von einer zentralen Grunderfahrung ausgeht“, schreibt Hennecke.

Wenn man als Katholik:in oder einfach als Christ:in auf der Suche nach einem erweiterten Horizont ist, dann kann dieses Buch neue Ausblicke eröffnen. Dabei werden die alten Traditionen nicht schlecht geredet, aber auf den Prüfstand gestellt: „Solche Traditionen sind noch an vielen Orten lebendig – problematisch wird es, wenn in diesen traditionellen Vollzügen nicht mehr erfahrbar wird, dass sie etwas mit unserem Leben zu tun haben. Das ist das Risiko, da werden die Formen schlagartig nicht mehr zu Zugangswegen, sondern zum Selbstzweck. Sie verstopfen die Zugänge – sie werden sterben.“

Das Taschenbuch ist erschienen im Verlag Neue Stadt. Es hat 120 Seiten, kostet 16,00 Euro und trägt die ISBN 978-3-7346-1331-9.

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news-35887 Tue, 13 Feb 2024 12:35:41 +0100 „Wir wollen eine fundierte religiöse Bildung ermöglichen“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wir-wollen-eine-fundierte-religioese-bildung-ermoeglichen/ Startschuss für die Erstellung neuer curricularer Vorgaben: In Hannover haben sich knapp 50 Vertreter*innen aus verschiedenen Schulen, evangelischer und katholischer Kirche und dem Kultusministerium zu einem Fachtag getroffen, um mit den Vorgaben auch den Rahmen für den zukünftigen Unterricht... Was hier passiert, gleicht einer „Revolution“ – da waren sich die Beteiligten aus Kultusministerium und den beiden großen Kirchen in Niedersachsen einig. Immerhin geht es um die Einführung eines neuen Unterrichtsfachs: Zukünftig sollen Schüler*innen nicht mehr nach Konfessionen getrennt unterrichtet werden, sondern gemeinsam. Dafür wollen evangelische und katholische Kirche zusammen Verantwortung für einen Christlichen Religionsunterricht (CRU) übernehmen. 

Dieses Vorhaben eines gemeinsam verantworteten christlichen Religionsunterrichts ist bundesweit einzigartig. Ministerialrat Peter Reinert vom Niedersächsischen Kultusministerium betonte, dass das Land Niedersachsen bereits vor 25 Jahren hinsichtlich des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts „Vorreiter“ gewesen sei; dabei handelt es sich um eine Art Vorstufe des CRU, bei dem evangelische und katholische Schüler*innen gemeinsam unterrichtet werden können. Nun gehe das Land den nächsten Schritt. Künftig wird es ein einziges  „Kerncurriculum“ für die bisher getrennten Fächer Evangelische und Katholische Religion geben, von dem her der Unterricht gestaltet wird. Dieses soll in den Klassen 5 – 10 zudem erstmals für alle Schulformen zugleich gelten. Dazu werden nun zunächst zwei Kommissionen für den Bereich Grundschule und Sekundarbereich I ihre Arbeit aufnehmen.

Für viele Menschen spielten Konfessionen kaum noch eine Rolle, unterstrich Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Bevollmächtigte der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Das habe nicht zuletzt die jüngste Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung gezeigt. „Der CRU kann darauf reagieren und bietet einen Raum für Austausch und Begegnung mit christlichem Denken und Handeln ebenso wie für den Dialog mit Schüler*innen anderer Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen.“

Dr. Jörg-Dieter Wächter, Leiter des Bereiches Sendung im Bistum Hildesheim, ergänzte: „Unsere Welt ist vielfältig. Der CRU bringt unterschiedliche Perspektiven ins Gespräch und ermöglicht so den Schülerinnen und Schülern, mit verschiedenen Perspektiven umgehen zu können.“ Er sei dankbar für die Bereitschaft des Landes, den Weg der Kirchen mitzugehen. „Es geht uns nicht darum, den Einfluss der Kirchen in der Schule zu sichern, sondern darum, jungen Menschen eine fundierte religiöse Bildung zu ermöglichen.“

Professor Bernd Schröder von der Universität Göttingen und Professor Jan Woppowa von der Universität Paderborn nahmen die Anwesenden mit hinein in ihre Überlegungen, wie solche religiöse Bildung zukünftig gelingen kann. Dafür gelte es, die Balance zwischen der Orientierung an den Schüler*innen und der Vermittlung theologischer Inhalte zu wahren. „Wir haben die Riesenchance, unser Fach so zu konzipieren, dass es sowohl der heterogenen Schüler*innenschaft gerecht wird als auch den Reichtum christlicher Tradition fruchtbar machen kann“, sagte Schröder. „An erster Stelle stehen für uns nicht die Wahrheitsbestände der Kirchen, sondern die Adressaten“, beschrieb Woppowa diese Akzentverschiebung.

Mit Interesse verfolgten Tanja Voss von der Grundschule Atter in Osnabrück und Sarah Hansing von der evangelischen Grundschule Eichelkamp bei Wolfsburg die Diskussion; beide werden in der Kommission Grundschule mitarbeiten. Sarah Hansing freut sich auf die Aufgabe, den Religionsunterricht neu zu gestalten: „Dieser Tag heute hat mir gezeigt, wie viel kreatives Potenzial wir haben, wenn wir als evangelische und katholische Lehrkräfte Hand in Hand für die Umsetzung dieser Ideen arbeiten.“ Auch Tanja Voss hat große Erwartungen an das Fach CRU: „Auf diese Weise können wir den Religionsunterricht wieder attraktiver machen!“

Ein Jahr Arbeit liegt nun vor den beiden Kommissionen, bevor möglichst im Sommer 2025 die erste Stunde Gemeinsam verantworteter christlicher Religionsunterricht erteilt werden soll. Für diesen Weg wollen die Kirchen den Lehrkräften den Rücken stärken. Kerstin Gäfgen-Track machte den Kommissionmitgliedern Mut: „Sie alle sind Expert*innen. Sie wissen, wie man schwierige theologische Themen in die Gegenwart überträgt. Sie geben ein klasse Bild von Kirche ab!“

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news-35900 Mon, 12 Feb 2024 12:10:00 +0100 Ein Buch des Schreckens https://aussicht.online/artikel/ein-buch-des-schreckens Von wegen nur Geschichte des frühen Christentums! Nie gab es mehr Märtyrer als im 20. Jahrhundert. Der Kölner Prälat Helmut Moll gibt den bisher meist unbekannten Glaubenszeugen auch im Bistum Hildesheim eine Stimme. news-35821 Fri, 09 Feb 2024 08:00:00 +0100 „Ich glaub’s (nicht)!“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/ich-glaubs-nicht/ Mit der Frage „Was trägt uns im Glauben“ beschäftigt sich die erste Episode eines neuen Podcasts, der vor allem Religionslehrerinnen und -lehrern Impulse rund um die Themen Glaube und Spiritualität geben will. Der Podcast „Ich glaub’s (nicht)!“ erscheint einmal im Monat in Zusammenarbeit der... Spiritualität ist ein Thema, das das Leben herausfordert, bereichert und berührt. Die Verbundenheit zu Gott, zur Natur, zu den Mitmenschen und zu sich selbst zu denken und zu erfahren, ist jedoch nicht einfach und schon gar nicht alltäglich. Um über Spiritualität nachzudenken und neue Formen auszuprobieren, braucht es Muße, Orte und den gemeinsamen Austausch. Hier setzt der neue Podcast an und will Anstöße geben.

Die Zuhörenden werden gedanklich mit auf eine Piermauer an der See genommen, um den Blick in die Weite zu richten und Bilder im Kopf enstehen zu lassen. „Wir besprechen Glaubensfragen und Erfahrungen, während wir auf der Mauer die Beine baumeln und die Worte laufen lassen. Wir kommen an kein erklärendes Ende, aber bieten verschiedene Perspektiven auf mögliche Antworten an und lassen im Gespräch gemeinsam die Gedanken groß und hörbar werden“ erklärt Dr. Anne-Elisabeth Roßa, Referentin für Religionspädagogik im Bistum Hildesheim.

Sie verantwortet den Podcast gemeinsam mit Michael Schneider (ebenfalls aus dem Bistum Hildesheim), Claudia Bütow (Erzbistum Berlin), Daniel Meyer zu Gellenbeck und Heiko Overmeyer (Bistum Münster) sowie Johanna Dransmann und Patrick Schoden (Bistum Osnabrück).

Unter dem Titel „Ich glaub´s (nicht)!“ ist der Podcast auf allen gängigen Streaming-Plattformen zu finden.

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news-35818 Thu, 08 Feb 2024 10:08:29 +0100 In den Fastenpredigten geht es um Orientierung und Verständigung in einer herausfordernden Zeit https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/in-den-fastenpredigten-geht-es-um-orientierung-und-verstaendigung-in-einer-herausfordernden-zeit/ Die diesjährigen Fastenpredigten im Hildesheimer Dom möchten aus christlichen Denktraditionen heraus Orientierung und Verständigung in der herausfordernden Gegenwart bieten. Dafür widmen sich ab dem 18. Februar 2024 an fünf Sonntagen der Fastenzeit mehrere Predigerinnen und Prediger aus... Das Gefühl der Überforderung in der wissenschaftlich-technischen Welt, der drohende Zusammenbruch der natürlichen Lebensgrundlagen und weitere Herausforderungen für die Gesellschaft bilden den Anlass für die Predigtreihe, im Sinne der biblischen Forderung nach Umkehr grundlegenden Alternativen nachzuspüren, wie eine solidarische Gesellschaft aussehen kann und wie jede und jeder Einzelne in wesentlichen Lebensfragen Orientierung erhalten kann.

Den Anfang macht am Sonntag, 18. Februar, die evangelisch-lutherische Regionalbischöfin Dr. Petra Bahr aus Hannover. Ihre Predigt ist mit dem Satz überschrieben: „Kinder des Zorns. Über die Entmachtung giftiger Gefühle.“

Am 25. Februar predigt der Hildesheimer Weihbischof und Domdechant Heinz-Günter Bongartz unter dem Titel „Weg der Tapferkeit: Leben in der Hingabe“. Die ehemalige Bundesbildungsministerin und ehemalige deutsche Botschafterin beim Heiligen Stuhl, Annette Schavan, spricht am 3. März über den „Weg der Versöhnung: Leben im Dissens“.

Pater Abraham Fischer OSB aus Meschede widmet sich am 10. März dem „Weg Abrahams: Aufbruch ins Nichts oder Näher mein Gott zu Dir?!“. Den Abschluss der Fastenpredigt bildet am 17. März der Beitrag von Dr. Frank Ronge aus dem Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz in Bonn. Er lautet: „Weg der Freiheit: Leben in der Krise“.

Die Reihe der Fastenpredigten endet mit einer kirchenmusikalischen Andacht zum Palmsonntag am 24. März. Hier erklingt die Kantate „Himmelskönig, sei willkommen“ von Johann Sebastian Bach (BWV 182).

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news-35781 Thu, 01 Feb 2024 10:08:25 +0100 Bischof lädt zu Lesung in der Dombibliothek ein https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-laedt-zu-lesung-in-der-dombibliothek-ein-1/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ lädt im Rahmen des Aschermittwochs der Künstler am Mittwoch, 14. Februar 2024, zu einer Lesung mit dem Schriftsteller Tijan Sila in die Dombibliothek ein. Zuvor feiert er im Dom den Aschermittwoch-Gottesdienst.  Der Schriftsteller Tijan Sila liest um 20 Uhr aus seinem Buch „Radio Sarajevo“. 1981 in der heutigen Hauptstadt Bosnien und Herzegowinas geboren, flüchtete Sila 1994 mit seiner Familie aus der belagerten Heimatstadt nach Deutschland. In seinen autobiographisch geprägten Romanen und Essays setzt er sich mit Kriegs- und Fluchterfahrungen, dem Alltag in totalitären Gesellschaften und jugendlichen Subkulturen auseinander. In „Radio Sarajevo“ erzählt ein Elfjähriger, wie der Krieg sein Leben brutal und unumkehrbar zerstört, weil er ihn und alle Menschen, die darin um ihr Überleben kämpfen, grundlegend verändert.

Vor der Lesung feiert der Bischof um 18.30 Uhr im Dom einen Gottesdienst mit Austeilung des Aschenkreuzes.

Der Aschermittwoch wird weltweit in vielen Diözesen mit einer Würdigung zeitgenössischer Künstler verbunden. Im Bistum Hildesheim ergriff der verstorbene Bischof Dr. Josef Homeyer 1986 die Initiative zu einer Veranstaltungsreihe, die eine Lesung moderner Literatur in der Dombibliothek sowie eine Ausstellung zeitgenössischer bildender Künstler im Dommuseum Hildesheim beinhaltet.

Das Dommuseum wird in diesem Zusammenhang mit einer Ausstellung „Gerd Finkel. Werke“ vom 27. Februar bis 12. Mai 2024 an den 2021 verstorbenen Künstler erinnern, der schon mit seinem Triptychon „Engel der Zeit“ im Dommuseum an zentraler Stelle präsent ist.

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news-35773 Tue, 30 Jan 2024 12:40:10 +0100 Neues Angebot für alte Spiritualität https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/neues-angebot-fuer-alte-spiritualitaet/ Das Wort Spiritualität hat seine Wurzeln in der lateinischen Sprache: spirare atmen und spiritus Geist. Wenn wir atmen, sind wir permanent mit allen Geschöpfen Gottes um uns verbunden. Das dreitägige Laboratorium Schöpfungsspiritualität mit dem Titel „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“ (Psalm... Schöpfungsspiritualität ist so alt wie unsere Religion selbst. „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit geben, sie wieder zu entdecken und zu spüren, wie wir in die Gesamtheit der Schöpfung eingebettet sind“, sagt Dr.in Elisabeth Steffens. Die Referentin für Schöpfungsspiritualität bietet mit sechs weiteren Mitwirkenden aus Theologie, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Forstwissenschaft und spiritueller Praxis, das Laboratorium im Kloster Loccum an.

Auf den Wegen durch den Klosterwald gehen die Teilnehmenden ihrer Verbundenheit mit der sie umgebenden Natur durch bewusstes Atmen, Riechen und Hören nach. Waldbaden, Klangschalen und Qigong helfen dabei, die Schöpfung bewusst und in ihrer Fülle wahrzunehmen. Über die Erfahrungen und die daraus erwachsenen Themen tauschen sich die Teilnehmenden aus.

Die Seminargebühr beträgt 300,- Euro und beinhaltet auch die Übernachtungen mit Verpflegung im Kloster Loccum. Interessierte können sich ab sofort anmelden. Insgesamt können zwanzig Menschen teilnehmen. Menschen in besonderen Lebenslagen können eine finanzielle Unterstützung erhalten und sich dazu direkt an Elisabeth Steffens wenden: elisabeth.steffens(ät)bistum-hildesheim.de

Das gesamte Programm für das dreitägige Laboratorium und die Anmeldung gibt es auf: https://www.bistum-hildesheim.de/laboratorium. Die Anmeldung ist außerdem direkt bei Elisabeth Steffens per Mail elisabeth.steffens(ät)bistum-hildesheim.de oder per Telefon 05121 307-330 möglich.

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news-35763 Mon, 29 Jan 2024 16:19:32 +0100 „Woher kommt der Hass?“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/woher-kommt-der-hass/ Mit Gästen aus Kirche, Politik und Gesellschaft lud der Diözesanrat der Katholik*innen im Bistum Hildesheim am Samstag zum Neujahrsempfang ins Kloster St. Ludgerus nach Helmstedt. Dieses Jahr stellte der Diözesanrat die Frage nach Rechtsextremismus und menschenfeindlichen Haltungen in den... „Woher kommt der Hass?“ Unter diesem Titel schrieb die Hamburger Dipl.-Psychologin und Autorin Anne Otto schon 2019 ein Buch, in dem sie die psychologischen Ursachen von Rechtsruck und Rassismus untersuchte. Die Bereitschaft, fremdenfeindlichen Botschaften zuzustimmen, hat sich laut Otto nicht geändert, rechte Gesinnung habe es immer gegeben. AfD-Wähler*innen seien nicht nur weiß, männlich, älter und aus dem Osten, sondern auch jung, weiblich, mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten und aus allen Bundesländern.

Otto ging auf unterschiedliche psychologische Erklärungsmodelle ein, die den Hass begründen. Die Frage laute: „Was können wir jetzt tun?“ Grundlegend für den Abbau von Vorurteilen und Hass sei die Begegnung. Wichtig sei vor allem, sagen zu können: „Ich sehe das anders!“ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ verwies auf die Dringlichkeit, „Räume der Begegnung zu schaffen – sei es durch persönliche Begegnung, durch Städte- und Gemeindepartnerschaften, durch Schüleraustausche – um bestehende Bilder und Grenzen abzubauen und zu einem neuen Miteinander beizutragen.“

Diözesanratsvorsitzender Dr. Christian Heimann erinnerte auch an die Relevanz jeder einzelnen Person. „Jeder Christ und jede Christin kann sich einbringen und etwas in der Gesellschaft bewirken.“ Er verwies auf die Wichtigkeit dieses Themas, gerade mit Blick auf den Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar.

Dr. Andreas Püttmann begann seinen Vortrag mit an ihn gerichteten Hass-Mails. Püttmann, Politikwissenschaftler, Journalist und Publizist aus Bonn, beleuchtete aus christlicher Sicht die Frage nach dem Hass. „Der Mensch, gut geschaffen, aber fähig zum Schlimmsten. Menschen können durch negative Sozioynamiken, die den inneren Schweinehund wecken und füttern, weit unter ihr moralisches Niveau gebracht werden.“ Was ist das Wirkungsvollste gegen den Hass? „Bildung und Erziehung“, so Püttmann, Er plädiert für das Pflichtfach Mediennutzungskompetenz und eine Klarnamenpflicht in sozialen Netzwerken. Wichtig sei, als Christen etwas in der Gesellschaft beizutragen. Der derzeitige Rechtsruck gehe nicht von allein weg, so Püttmann. Dem müsse sich Jede und Jeder aktiv entgegenstellen. Anne Otto wünschte sich mit Blick auf die Demonstrationen „Ausdauer, die uns das ganze Jahr begleiten wird“.

Maren Trümper, die bis 2021 Leiterin der Begegnungsstätte St. Ludgeri war, moderierte den Neujahrsempfang. Anne Serger, Lehrerin an der Musikhochschule in Helmstedt, begleitete den Empfang an der Harfe.

Der Diözesanrat der Katholik*innen ist die oberste Vertretung der Katholikinnen und Katholiken im Bistum Hildesheim und vertritt diese in der Öffentlichkeit. Er berät den Bischof und setzt sich zusammen aus Vertretern der Dekanate, kirchlichen Verbände und Berufsgruppen sowie der Orden im Bistum. Der Bischof kann Personen in den Diözesanrat berufen und ernennt einen Bischöflichen Beauftragten. Zurzeit besteht der Diözesanrat aus 39 Personen. Vorsitzender ist Dr. Christian Heimann.

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news-35739 Sat, 27 Jan 2024 19:09:00 +0100 Bischof bei Demo gegen rechts in Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-nimmt-am-samstag-an-demo-gegen-rechts-in-hildesheim-teil/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat an der Demonstration gegen rechts in Hildesheim teilgenommen, zu der 7.500 Menschen kamen. Von katholischer Seite war ebenso der Hildesheimer Stadtdechant, Domkapitular Wolfgang Voges, bei der Demo dabei. Der Bischof begründet seine Teilnahme an der Kundgebung damit, dass ein Eintreten für das demokratische Gemeinwesen wichtig sei: „Unser Land verfügt nach dem Schrecken zweier Weltkriege über eine leistungsfähige Demokratie, die Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit garantiert und uns ein friedliches Zusammenleben ermöglicht. Deshalb ist jede und jeder Einzelne von uns aufgerufen, unsere Demokratie zu schützen und aufzustehen gegen alle Versuche, sie zu schwächen. Unsere Demokratie lebt, weil sich ganz viele Menschen in Deutschland für sie einsetzen.“

Bischof Wilmer betont, der Einsatz der Kirchen für Demokratie und Menschenrechte sei biblisch begründet: „Der Mensch ist nach christlichem Glauben Abbild Gottes. Deshalb hat jeder Mensch die gleiche Würde. Jeder ist gewollt, jeder ist geliebt, jeder ist gebraucht. Daher setzen wir uns als Christinnen und Christen, ebenso wie so viele, die in diesen Tagen demonstrieren, ein für Menschen in Not, für Vielfalt und Miteinander, gegen Hass und Ausgrenzung.“

Demo gegen rechts in Hildesheim: Was sagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer

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news-35740 Fri, 26 Jan 2024 15:10:00 +0100 Wohin steuert die Kirche im Bistum Hildesheim? https://aussicht.online/artikel/wohin-steuert-die-kirche-im-bistum-hildesheim Ob es um Mitgliedschaft, Kirchenbesuch oder Sakramentenspendungen geht – die Kirche verzeichnet seit Jahrzehnten einen Abwärtstrend. Ein Gespräch der KirchenZeitung mit Rat Dr. Christian Hennecke, Leiter des Bereichs Sendung im Bischöflichen Generalvikariat. news-35712 Wed, 24 Jan 2024 09:36:50 +0100 Performance aus Licht und Klang im Hildesheimer Dom bei EVI Lichtungen https://evilichtungen.de/Laurenz-Theinert Die fünfte Ausgabe der Licht Kunst Biennale EVI LICHTUNGEN findet vom 25. bis 28. Januar 2024 in Hildesheim statt. Im Hildesheimer Dom wird eine intermediale Live-Licht-Performance präsentiert, eine Verbindung von Licht und Klang. news-35706 Tue, 23 Jan 2024 14:52:43 +0100 „Frieden beginnt bei mir“ https://www.caritas-dicvhildesheim.de/aktuelles/presse/frieden-beginnt-bei-mir-caritas-startet-bundesweite-kampagne-in-unfriedlichen-zeiten-9a6d6d00-74fe-4 Angesichts zweier grausamer Kriege und einer Unzahl weiterer Krisen stellt die Caritas das Motto: „Frieden beginnt bei mir“ über die aktuelle Kampagne 2024. news-35691 Mon, 22 Jan 2024 08:38:21 +0100 Die Klage der Bäume https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/die-klage-der-baeume/ Mit einer Aktion vor dem Niedersächsischen Verkehrsministerium haben die Christians4Future, Aktive aus evangelischen und katholischen Gemeinden sowie Mitarbeitende des Umweltteams des Bistums Hildesheims versucht ein Zeichen zu setzen – gegen die Rodung von 5000 Bäumen für den Ausbau des... news-35663 Thu, 18 Jan 2024 16:44:48 +0100 Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt: Arbeitsgruppe erarbeitet Vorschläge für Erinnerungskultur https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/aufarbeitung-von-sexualisierter-gewalt-arbeitsgruppe-erarbeitet-vorschlaege-fuer-erinnerungskultur/ Eine Arbeitsgruppe hat für das Bistum Hildesheim Vorschläge erarbeitet, wie in der Diözese ein nachhaltiges und kollektives Bewusstsein für das Leid von Betroffenen sexualisierter Gewalt geschaffen werden kann. Die Entwicklung von Gedenkformaten soll nun unter aktiver Beteiligung von... Die Arbeitsgruppe Erinnerungskultur, bestehend aus Betroffenen, Vertreterinnen und Vertretern der Diözese und des Diözesanrates sowie Fachleuten aus der Wissenschaft, empfiehlt etwa, in einem partizipativen Prozess Mahnmale zu erarbeiten. In Gesprächsformaten sollen Pfarrgemeinden Informationen und Austauschgelegenheiten erhalten.

Eine Wanderausstellung mit Fotos von Betroffenen soll beispielsweise eine Mit-Betroffenheit erzeugen. Auch für das Dommuseum wird eine Ausstellung angeregt. Die Arbeitsgruppe befürwortet außerdem die Entwicklung einer klaren Haltung gegenüber Tätern. Als Zeichen von Verantwortungsübernahme umfasst dies einen reflektierten Umgang mit Gräbern, Ehrentiteln oder kulturellen Schöpfungen von Tätern.

Die Arbeitsgruppe strebt eine breite Beteiligung an. Betroffene, Gremienangehörige, Gemeindemitglieder und andere Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Feinplanung und Umsetzung der angedachten Gedenk- und Erinnerungsformate mitzuwirken. In drei Beteiligungsforen möchte die Arbeitsgruppe über das Konzept informieren und einen inhaltlichen Dialog anstoßen. Die Termine dazu sind:

  • Donnerstag, 15. Februar 2024, 19 bis 21.30 Uhr (Digital via Zoom);
  • Samstag, 9. März 2024, 9 bis 12.30 Uhr (Digital via Zoom);
  • Samstag, 6. April 2024, 10 bis 16 Uhr (in Präsenz – Ort wird noch bekannt gegeben).

Interessierte können sich über die E-Mail-Adresse aufarbeitung(ät)bistum-hildesheim.de für eines oder mehrere der Foren anmelden und so an der Weiterentwicklung und Umsetzung der Formate mitwirken.

„Ich möchte die Menschen in unserem Bistum sehr dazu ermutigen, sich einzubringen und die Erinnerungskultur im Kontext der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt aktiv mitzugestalten. Das kann emotional sicher auch herausfordernd sein, aber es ist richtig und wichtig, dass wir dies tun“, sagt Martin Richter, der Leiter der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim.

Die Arbeitsgruppe Erinnerungskultur war von Generalvikar Martin Wilk eingesetzt worden und hatte ein Konzeptpapier verfasst, das im Laufe des vergangenen Jahres in mehreren Gremien innerhalb und außerhalb des Bistums diskutiert wurde. Das Feedback aus den Gremien floss zur Fortschreibung des Konzeptes zurück in die Arbeitsgruppe. Nun soll mit der Beteiligung weiterer Menschen der nächste Schritt zu einer Erinnerungskultur gegangen werden, die das Leid von Betroffenen sexualisierter Gewalt anerkennt und vergegenwärtigt.

Damit soll die Erinnerungskultur zu einem wichtigen Bestandteil in der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich des Bistums Hildesheim werden. In diesem Zusammenhang soll auch deutlich werden, dass die Fälle von sexualisierter Gewalt keine örtlich begrenzten Einzelfälle gewesen sind, sondern sich in vielen unterschiedlichen Orten und Kontexten innerhalb der Kirche von Hildesheim zugetragen haben.

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news-35638 Sun, 14 Jan 2024 16:02:21 +0100 Friedensappell beim Sternsinger-Dankgottesdienst https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/friedensappell-beim-sternsinger-dankgottesdienst/ Rund 550 Sternsingerinnen und Sternsinger aus dem ganzen Bistum Hildesheim waren der Einladung von Bischof Heiner Wilmer und dem Bund deutscher katholischer Jugend (BDKJ) gefolgt und feierten am 13. Januar 2o24 im Hildesheimer Mariendom einen Sternsinger-Dankgottesdienst. Bischof Heiner dankte den Mädchen und Jungen samt ihren Begleitungen für ihr Engagement. „Ihr seid in den letzten Tagen und Wochen von Haus zu Haus gegangen und habt die Menschen besucht. Ihr habt ihnen den Segen für das neue Jahr gebracht und Geld gesammelt für Kinder und Jugendliche in Amazonien und weltweit, denen es nicht so gut geht, die arm sind. Ältere Menschen haben mir mit Tränen in den Augen erzählt, wie sehr sie sich über euren Besuch gefreut haben. Danke, dass ihr wieder unterwegs wart“, sagte Bischof Heiner.

Die Sternsinger wurden bei den Menschen, die sie besucht haben, gut aufgenommen, da ist sich der Bischof sicher. Doch manchmal würde man auch nicht so schöne Sachen unterwegs erleben, dass einem die Tür vor der Nase zugeschlagen wird. Das, so Wilmer in seiner Predigt, müsse man abschütteln, so wie Taylor Swift. „Sie hatte es nicht immer leicht in ihrer Kindheit und Jugend. Aber sie lernte, dies abzuschütteln. Und diese Erfahrung gibt sie im Lied ‚Shake it off‘ weiter“, betonte er und lud die Sternsinger ein, dies einmal mit Gesten auszudrücken. „Schüttelt es ab“, rief ihnen Bischof Heiner zu.

Zum Vaterunser lud Wilmer alle Gottesdienstbesucher ein, sich die Hände zu reichen. Er nutzte den Friedensgruß zu einem eindringlichen Friedensappell. „Ich bitte um Frieden für die Menschen in der Ukraine und Russland und für die Menschen im Nahen Osten, im Heiligen Land und weltweit“, betete Bischof Heiner.

Am Ende des Gottesdienstes bekam jeder Sternsinger einen persönlichen Segen. Und anschließend warteten vor dem Dom Hot Dogs und Kinderpunsch auf die Königinnen und Könige.

Bereits im Vorprogramm vor dem Gottesdienst, welches die Kolpingjugend organisiert hatte, gab es Bewegungslieder und Wissenswertes rund um die Sternsingerarbeit. Als Gast mit dabei war Stefan Rueben vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ aus Aachen, der die Sternsingeraktion mit vorbereitet hat. Außerdem lud der BDKJ zur 72-Stunden-Aktion vom 18.-21. April ein.

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news-35611 Thu, 11 Jan 2024 14:42:43 +0100 Neue Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/neue-ansprechpersonen-fuer-verdachtsfaelle-von-sexualisierter-gewalt-im-bistum-hildesheim/ Die Allgemeinmedizinerin Dr. Alisia Sachse und die Psychologin Meike Heier sind seit dem 1. Januar 2024 neue Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim. Sie lösen in dieser Funktion Dr. Angelika Kramer aus Hildesheim und Michaela Siano aus Helmstedt ab, die in... „Ich bin Frau Dr. Kramer und Frau Siano sehr dankbar, dass sie sich mit all ihrer Expertise für von sexualisierter Gewalt betroffene Menschen engagiert haben. Es freut mich sehr, dass wir mit Frau Dr. Sachse und Frau Heier zwei kompetente Nachfolgerinnen finden konnten“, sagt Martin Richter, der Leiter der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim.

Die neuen Ansprechpersonen Sachse und Heier stehen in keinem Dienst- oder Abhängigkeitsverhältnis zur Diözese. In ihrer neuen Rolle gehören sie auch dem Bischöflichen Beraterstab in Fragen sexualisierter Gewalt an.

Das Gremium hat zu Jahresbeginn noch weiteren Zuwachs bekommen: Die Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde Bremen-Horn, Heike Wegener, sowie Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Generalvikar Martin Wilk sind nun ebenfalls Mitglieder in dem Gremium, das mehrheitlich mit Personen besetzt ist, die nicht beim Bistum Hildesheim angestellt sind. Der Bischof und der Generalvikar sind neu im Beraterstab vertreten, um in Bezug auf Verdachtsfälle und weitere wichtige Fragen im angemessenen Umgang mit sexualisierter Gewalt direkt informiert und beraten werden zu können.

Eine weitere personelle Veränderung betrifft die Stababteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt: Anja Klose wird zum 1. Februar 2024 als Referentin für Prävention für das Bistum Hildesheim tätig werden. Sie ersetzt die bisherige Stelleninhaberin Marina Gebhard, die für die Diözese nun als Supervisorin tätig ist.

Die Kontaktdaten der Ansprechpersonen für Verdachtsfälle von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim:

Dr. Alisia Sachse, Allgemeinmedizinerin, alisia.sachse(ät)posteo.de
Meike Heier, Dipl. Psychologin, meike.heier(ät)posteo.de

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news-35597 Wed, 10 Jan 2024 12:04:46 +0100 Neue Caritasdirektorin ab 1. April 2024: Dr. Marie Kajewski https://www.caritas-dicvhildesheim.de/aktuelles/presse/neue-caritasdirektorin-ab-1.-april-2024-dr.-marie-kajewski-4c14d228-9c3a-4e8f-96f9-ae3d82a21b95 Zum 1. April 2024 bekommt der Caritasverband für die Diözese Hildesheim eine neue Direktorin: Dr. Marie Kajewski ist von Bischof Heiner Wilmer in die Position der geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden berufen worden.  news-35587 Mon, 08 Jan 2024 18:34:43 +0100 Sternsinger aus Bad Salzdetfurth beim Bundeskanzler https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/sternsinger-aus-bad-salzdetfurth-beim-bundeskanzler/ Die Sternsinger Julia (15), Theresa (13), Leander (12) und Lucio (16) sowie Begleiterin Rainhild Montag aus der Pfarrgemeinde Sankt Gallus in Bad Salzdetfurth vertraten das Bistum Hildesheim am Montagnachmittag beim Sternsinger-Empfang von Bundeskanzler Olaf Scholz zur 66. Aktion Dreikönigssingen. news-35524 Fri, 29 Dec 2023 12:38:02 +0100 „Solidarität angesichts des Hochwassers sehr wichtig“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer äußert sich zum Hochwasser in Niedersachsen. Hier die Stellungnahme im Wortlaut: „Ich bete für den Schutz aller Menschen in Niedersachsen und den weiteren Bundesländern, die vom Hochwasser betroffen sind, sowie für die unzähligen Helferinnen und Helfer, die seit Tagen gegen die Wassermassen im Einsatz sind. Ich bin allen haupt- und ehrenamtlichen Hilfs- und Rettungskräften sehr dankbar. Sie leisten Großartiges.

Mit Besorgnis habe ich zur Kenntnis genommen, dass an unterschiedlichen Orten Schaulustige Einsatzkräfte behindert haben, dass Sandsäcke entwendet oder Absperrungen ignoriert worden sind. So etwas kann unnötig Menschen in Gefahr bringen.

Ich kann Landräte, Oberbürgermeister und Bürgermeister sehr gut verstehen, die dazu aufrufen, an Silvester auf Böller und Feuerwerk zu verzichten. Ich hoffe sehr, dass sich dadurch die Anzahl an Rettungseinsätzen verringern lässt, die durch Feuerwerkskörper verursacht werden.

Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft und Solidarität sind angesichts des Hochwassers von enormer Bedeutung. Es gibt unzählige Beispiele dafür, wie sich Menschen in diesen Tagen gegenseitig nach Kräften unterstützen. Das ist gesellschaftlicher Zusammenhalt, der mich tief beeindruckt.“

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news-35497 Mon, 25 Dec 2023 10:00:00 +0100 Wilmer: Werden wir eine Hoffnungsgesellschaft! https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/wilmer-werden-wir-eine-hoffnungsgesellschaft/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat an Weihnachten angesichts der Krisen und Kriege in der Welt zu Hoffnung und Vertrauen aufgerufen. „Werden wir eine Hoffnungsgesellschaft! Bleiben wir eine Hoffnungsgesellschaft – von gegenseitigem Vertrauen erfüllt“, appellierte Wilmer während der... Der Bischof skizzierte in seiner Predigt die gegenwärtig sehr herausfordernde Weltlage mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Flüchtlingskrise, dem Klimawandel und dem Krieg im Nahen Osten. Dabei ging er auch auf seinen Besuch im Heiligen Land ein. Er habe dort die Not der Menschen, von Israelis und Palästinensern, von Juden, Christen und Muslimen, gesehen.

Dieser Krieg schüre in Deutschland den ohnehin schwelenden Antisemitismus. „Es ist ein Skandal, dass sich Menschen in unseren Städten nicht mehr trauen können, auf der Straße Hebräisch zu sprechen, weil sie Angst vor Übergriffen haben.“ Antisemitismus sei Sünde.

Vor dem Hintergrund all dieser Krisen und Herausforderungen schwinde die Hoffnung, diese zu bewältigen. Man könne verzweifeln. „Am besten, so könnte man meinen, ziehen wir uns aus der Realität des Tages in die Idylle der Heiligen Nacht zurück, und schauen auf das Kind in der Krippe und seine Ausstrahlung – und lassen die böse Welt draußen.“ Ab und zu brauche es den Rückzug ins Private, so Wilmer, „aber wir wissen auch, dass wir uns dem Leben stellen müssen - mit allem - auch dem Negativen.“

Gerade mit Blick auf das Kind in der Krippe wüssten wir, „dass aus dem Kind ein Erwachsener wurde, der als Sohn Gottes, als Wort Gottes, verzweifelten und ängstlichen Menschen Hoffnung schenkte“. Hoffnung wachse aus Vertrauen. Einer Gesellschaft könne die Hoffnung genommen werden, wenn Vertrauen immer mehr zerstört werde. Dann entstehe eine Atmosphäre des generellen Misstrauens, in der niemandem mehr geglaubt werde, weder in der Politik, der Wissenschaft oder der Presse.

Eine solche Gesellschaft drohe instabil zu werden und ins Chaotische abzugleiten, „um sich dann in einer Diktatur wiederzufinden, welche die Grundrechte missachtet“, warnte der Bischof. Deshalb sei die Kultivierung des gegenseitigen Vertrauens so wichtig, allerdings nicht unkritisch. Glaubwürdigkeit müsse auch immer wieder angefragt werden.

Nach den Worten Wilmers schenken wir Menschen uns Hoffnung, wenn wir einander Vertrauen schenken. Hoffnung wiederum führe zum Engagement, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Hoffende entdeckten in sich die Kraft zur guten und sinnvollen Tat, zu der Bischof Wilmer am Ende seiner Predigt aufrief.

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news-35490 Fri, 22 Dec 2023 09:56:52 +0100 Schutz vor Missbrauch: Mitglieder im Sachverständigenrat und Betroffenenbeirat gesucht https://www.dbk.de/presse/aktuelles/meldung/aufrufe-zur-mitarbeit Aufruf der Deutschen Bischofskonferenz: Bis zum 31. Januar 2024 können Personen ihr Interesse an der Mitarbeit im künftigen Sachverständigenrat zum Schutz vor sexuellem Missbrauch und im Betroffenenbeirat mitteilen. news-35439 Mon, 18 Dec 2023 08:53:16 +0100 Gelungene Integration: Von der Abschiebung zur Filialleitung https://www.caritas-dicvhildesheim.de/aktuelles/presse/gelungene-integration-von-der-abschiebung-zur-filialleitung-7379ddf1-c015-4a6f-8457-09fb308ff929 Wie Megi Bajramaj mit Unterstützung der Caritas ihren Weg fand news-35435 Sun, 17 Dec 2023 16:56:02 +0100 Schwerdtfeger nach Angriff auf dem Weg der Besserung https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/weihbischof-schwerdtfeger-bei-angriff-schwer-verletzt/ Der emeritierte Hildesheimer Weihbischof Dr. Nikolaus Schwerdtfeger ist nach einem tätlichen Angriff am Samstagabend, bei dem er schwer verletzt wurde, auf dem Weg der Besserung. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und Weihbischof Heinz-Günter Bongartz haben Schwerdtfeger heute am späten Nachmittag im Krankenhaus besucht und den Eindruck gewonnen, dass sich der emerierte Weihbischof auf dem Weg der Besserung befindet.

„Die Menschen im Bistum Hildesheim sind Weihbischof Schwerdtfeger in dieser Situation sehr verbunden. Wir wünschen ihm eine möglichst baldige Genesung und beten für ihn“, sagte Bischof Wilmer nach dem Besuch.

Weihbischof Schwerdtfeger war am Samstagabend in seinem Wohnhaus in Laatzen von einem Unbekannten angegriffen und schwer verletzt worden. Er erlitt eine Wunde im Gesicht, zwei Rippenbrüche und eine kleine Verletzung der Lunge, die es notwendig machte, ihn intensivmedizinisch zu betreuen.

Mittlerweile konnte der Weihbischof auf eine normale Station verlegt werden. Er hofft, Weihnachten zu Hause verbringen zu können und zeigt sich sehr erfreut über die große Anteilnahme.

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news-35412 Thu, 14 Dec 2023 14:23:32 +0100 „Das Leben finden – Spurensuche auf dem Weg Jesu“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/das-leben-finden-spurensuche-auf-dem-weg-jesu/ In seinem mittlerweile dritten Buch stellt der Hildesheimer Weihbischof Heinz-Günter Bongartz schon im Vorwort die entscheidende Frage: „Wer ist Jesus für mich?“ Auf 256 Seiten schreibt er über seine sehr persönlichen Erfahrungen und Erkenntnisse, die ihn auf seinem Weg dem Mann aus Nazareth... „Das Leben ist chaotisch geworden. In dieser neuen Unübersichtlichkeit werden Menschen ratlos, unsicher, verstört, misstrauisch“, lauten gleich die ersten Sätze auf dem Klappentext. Wie ein roter Faden zieht es sich durch die Seiten: Wie kann man angesichts der Nöte des Alltags Orientierung am Beispiel Jesu finden? Welche Facetten der Person aus Galiläa können Richtschnur sein für ein gelingendes, erfülltes Dasein?

Dafür greift Bongartz immer wieder auf persönliche Beispiele aus seinem eigenen Leben zurück. Er erzählt von seinem Elternhaus, dem kriegsversehrten Vater, seiner ersten Freundschaft, seiner Zeit als Student und Priester. Er spricht über eigene körperliche Beschwerden, wie er unter einem schweren Bandscheibenvorfall litt. Oder wie er in den Bergen Todesgefahr erleben musste und als Seelsorger in der Nähe des Todes an seine eigenen Grenzen stieß und er „tiefe Ohnmacht und Hilfslosigkeit“ empfand.

„Ich glaube, das Leben ist eine Kunst. Die Kunst, den roten Faden zu bewahren, der Sinn, Orientierung und Halt schenkt“, schreibt Bongartz. Regelmäßig streut er auf seiner Spurensuche auch Zitate anderer Autorinnen und Autoren ein. Dass sich darunter bekennende Atheisten wie der Kommunist Bertolt Brecht und der Kabarettist Herbert Feuerstein befinden, überrascht anfänglich, zeigt aber den weiten Blick des Schreibers bei seiner Jesus-Suche.

Beim Lesen wird genau dies deutlich: Das Buch richtet sich nicht nur an die Kerngruppe der Gläubigen, sondern an alle, die Interesse an der Person Jesu gefunden haben. Man muss nicht bibelfest sein oder regelmäßig den Gottesdienst besuchen, um sich in die Texte einzufinden. Sie haben ihre Wurzeln im Alltag und leben von den vielen kleinen Geschichten. Mittendrin weisen wichtige Bibelworte wie Leitpfosten den Weg und sind dabei ein wenig wie das Salz in der Suppe.

„Was müssen wir erzählen, sodass die Menschen um uns spüren, dass das Zeugnis der Auferstehung ‚Hand und Fuß´ hat?“, fragt Bongartz gegen Ende des Buches. Und er beantwortet seine Frage gleich selbst: „Es braucht Geschichten, die uns der Schwerkraft der Fakten entheben und uns in das Geheimnis des Lebens hineinziehen. Geschichten, die vernünftig sind, und doch den Himmel berühren.“ Davon berichtet dieses Buch und bietet dafür zahlreiche Beispiele.

Das Taschenbuch ist erschienen im Verlag Schnell & Steiner. Es hat 256 Seiten, kostet 16,95 Euro und trägt die ISBN 978-3-7954-3899-9. Es ist ab sofort im Buchhandel erhältlich und wird in Kürze auch im Hildesheimer Domfoyer zum Verkauf ausliegen.

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news-35409 Thu, 14 Dec 2023 12:29:03 +0100 Starkes Signal für Menschenrechte und Nachhaltigkeit in der globalen Wirtschaft https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/starkes-signal-fuer-menschenrechte-und-nachhaltigkeit-in-der-globalen-wirtschaft/ Vier deutsche Bischöfe haben die politische Einigung von Kommission, Rat und Parlament auf die Inhalte des EU-Lieferkettengesetzes begrüßt. „Mit dem EU-Lieferkettengesetz kann die EU ein starkes Signal für Menschenrechte und Nachhaltigkeit in der globalen Wirtschaft setzen“, erklärte Stephan Burger, Erzbischof der Diözese Freiburg. Gemeinsam mit dem Berliner Erzbischof Dr. Heiner Koch, dem Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier und dem Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ äußerte er die Erwartung, dass die Bundesregierung dem EU-Lieferkettengesetz noch vor Weihnachten im EU-Rat zustimmt. 

In einer gemeinsamen Erklärung mit über 200 Vertreter*innen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften und Kirchen aus Afrika, Lateinamerika, Asien und Europa hatten die deutschen Geistlichen bereits im September die Initiative zu einem EU-Lieferkettengesetz unterstützt, das Menschenrechte, Umwelt und Klima in den Geschäften und Geschäftsbeziehungen von Unternehmen wirksam schützt. Erzbischof Koch bedauerte, dass der Kompromisstext der EU-Institutionen mehrere Lücken enthalte. „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass Finanzmarktgeschäfte zunächst komplett ausgeklammert werden. Auch die Verpflichtungen zum Klimaschutz bleiben zu vage und werden der Dringlichkeit der Klimakrise nicht gerecht.“

„Dennoch ist der Kompromiss zum EU-Lieferkettengesetz ein Meilenstein zum besseren Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in globalen Wertschöpfungsketten europäischer Unternehmen und wird auch international ausstrahlen“, lobte Bischof Meier. „Wichtig ist, dass Betroffene von Menschenrechtsverletzungen nun endlich eine reale Chance erhalten, auch vor Zivilgerichten in der EU Schadenersatz einzuklagen, wenn europäische Unternehmen zu diesem Schaden beigetragen haben.“

Bischof Wilmer ergänzte: „Als Christinnen und Christen dürfen wir die Zerstörung von Lebensgrundlagen indigener Gemeinschaften durch Bergbau, Kinderarbeit bei der Kakaoernte in Westafrika und die Ausbeutung von Näherinnen in Bangladesch nicht länger tolerieren.“ Zahlreiche positive Statements von Unternehmen zeigten auch, dass die Regulierung europäische Unternehmen nicht überlaste, sondern ihre Zukunftsfähigkeit stärke. Die Geistlichen appellierten daher an die Bundesregierung, dem erreichten Kompromiss zum EU-Lieferkettengesetz im Rat geschlossen zuzustimmen.

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news-35386 Mon, 11 Dec 2023 14:39:29 +0100 Bischof ernennt Martin Marahrens zum Domkapitular https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/bischof-ernennt-marahrens-zum-domkapitular/ Der Hildesheimer Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ ernennt Regens Dr. Martin Marahrens mit Wirkung zum 1. Januar 2024 zum Domkapitular. Damit wird Marahrens Mitglied des Hildesheimer Domkapitels. Ebenfalls mit Jahresbeginn tritt eine neue Gottesdienst-Ordnung für den Hildesheimer Dom in Kraft, die mit... Marahrens ist seit 2014 Regens, also der Leiter des Hildesheimer Priesterseminars. Außerdem hat er im Bereich Personal im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim die Aufgabe des Priesterreferenten inne. Für das Domkapitel wirkte Martin Marahrens zuletzt bereits als Domvikar.

Die Einführung von Marahrens in das Amt des Domkapitulars durch Domdechant Heinz-Günter Bongartz findet am Sonntag, 7. Januar 2024, um 18 Uhr im Hildesheimer Dom statt. Dabei werden auch die bisherigen Domkapitulare Dr. Nikolaus Schwerdtfeger und Reinhard Heine (über viele Jahre Propst in Braunschweig) verabschiedet.

Die Ernennung von Marahrens zum Domkapitular verhindert nicht, dass es ab dem kommenden Jahr weniger Gottesdienst-Termine im Hildesheimer Dom geben wird. Künftig wird es montags, mittwochs und freitags um 18.30 Uhr eine Eucharistiefeier geben, dienstags und donnerstags jeweils um 7.15 Uhr eine Frühmesse. Bisher gab es unter der Woche an jedem Tag das Angebot einer Messfeier morgens und abends.

Keine Veränderung gibt es bei den Heiligen Messen am Wochenende. Sie finden wie gehabt samstags um 7.15 Uhr und um 17 Uhr sowie sonntags um 10 Uhr statt. Sonntags um 18 Uhr wird wie bisher die Vesper gefeiert.

Die Reduzierung der Gottesdienstzeiten im Hildesheimer Dom hat mit weiteren Veränderungen im Hildesheimer Domkapitel zu tun. Nach der Emeritierung von Weihbischof und Domkapitular Dr. Nikolaus Schwerdtfeger, der Übernahme des Propstamtes in Braunschweig durch Domkapitular Martin Tenge und aufgrund der Tatsache, dass Domkapitular Dr. Christian Wirz und Domkapitular Wolfgang Voges gemeindlich gebunden sind, stehen weniger Priester zur Verfügung, die die Messfeiern im Dom übernehmen können.

Erschwerend kommt hinzu, dass Generalvikar und Domkapitular Martin Wilk sowie Weihbischof und Domdechant Heinz-Günter Bongartz weniger Gottesdiensten im Dom vorstehen können als bisher, weil sie vermehrt Firmungen und weitere gottesdienstliche Verpflichtungen in anderen Orten des Bistums Hildesheim übernehmen müssen. Dies ist eine Folge daraus, dass es im Bistum Hildesheim nach dem altersbedingten Rücktritt Schwerdtfegers nur noch einen Weihbischof gibt.

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news-35382 Mon, 11 Dec 2023 08:54:39 +0100 Neuer Regionaldechant und neues Leitungsmodell in Hannover https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/neuer-regionaldechant-neues-leitungsmodell/ Pfarrer Wolfgang Semmet wird neuer Regionaldechant der Katholischen Kirche in der Region Hannover und Propst an der Basilika St. Clemens. Die Leitung der katholischen Kirche in der Region Hannover wird zukünftig in einem Team aus vier Haupt- und Ehrenamtlichen wahrgenommen. news-35341 Thu, 07 Dec 2023 08:17:31 +0100 „Ein Leuchtturm, der über das Bistum hinaus strahlt“ https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/ein-leuchtturm-der-ueber-das-bistum-hinaus-strahlt/ Plätzchenduft liegt in der Luft als Bischof Wilmer das modern konzipierte Frauenhaus mitten in der Gifhorner Innenstadt besucht. Knickwall 9 ist die Anschrift, anonym das Konzept von gestern. Vor 30 Jahre eröffnete in der Stadt noch versteckt das Vorgänger-Frauenhaus als eines der bundesweit ersten... „Es ist ein Leuchtturm in unserem Bistum und auch definitiv darüber hinaus“, unterstreicht Bischof Wilmer sichtlich begeistert beim Besuch des Gifhorner Frauenhauses. Er findet es großartig, dass der Schutzraum im Herzen der Stadt liegt und Infrastruktur biete. „Ich bin sehr dankbar für die großartige Kooperation der Beteiligten wie dem Caritas-Verband, der Egon-Gmyrek-Stiftung, dem Landkreis und der katholischen Kirchengemeinde St. Altfrid“, betont Bischof Wilmer.

Er ist gekommen, um den Ort, die Mitarbeiterinnen und das Konzept kennenzulernen, den Engagierten Danke zu sagen und ein Zeichen gegen Gewalt in unserer Gesellschaft zu setzen. Ihn berührt, dass die Mitarbeiterinnen des Hauses die Frauen unterstützen, aus ihrer Opferrolle herauszukommen, um ihr Leben selbst in die zu Hand zu nehmen. „Mich begeistert das Konzept, Frauen mit ihren Kindern aus einer gewaltbelasteten Beziehung Schutzraum zu geben und zwar so, dass die neusten Erkenntnisse aus der Pädagogik, der Psychosomatik, der Medizin, der Sicherheit und der digitalen Sicherheit mit einfließen.“

„Das neue Konzept steht unter der Überschrift, dass man weiß, wo das Frauenhaus ist, aber nicht weiß, wo die einzelne Frau wohnt, die Schutz sucht“, erläutert Ulla Evers. Die Schutzhausleiterin Evers hat maßgeblich am Konzept des Frauenhauses in Trägerschaft der Caritas mitgearbeitet. Dieser große konzeptionelle Schritt sei in Zeiten digitaler Endgeräte notwendig geworden, in der jede Person leicht geortet werden kann. „Denn Schutz bedeutet nicht das Gleiche wie sich verstecken“, findet sie. Die sogenannte offene Adresse des Hauses bedeutet, dass mit der Gifhorner Polizei ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet wurde. Außerdem werde jede Frau vor Aufnahme einem Sicherheitsscreening unterzogen. Das Frauenhaus gehört mit weiteren Beratungsangeboten zu häuslicher und sexualisierter Gewalt im Gebäude nebenan zum Schutzhauskonzept der Caritas. Ergänzt wird es durch Angebote vom Jobcenter und der Tafel, denn die Frauen versorgen sich selbst.

Der Neubau in Gifhorn war nur möglich, weil Institutionen und bürgerliches Engagement an einem Strang zogen. Vor vier Jahren stellten Politik und Landkreis fest, dass das bestehende Frauenhaus nicht mehr einer zumutbaren Wohnsituation entspricht. Gemeinschaftsräume und Büros fehlten ebenso wie ein modernes Sicherheitskonzept. Auch zu wenig Platz für Frauen mit Kindern war Grund für den Neubau. Das Projekt musste ohne Bundesmittel auskommen. Das neue Haus sei nicht luxuriös gestaltet, aber zweckmäßig und modern ausgestattet, damit sich die Frauen mit ihren Kindern wohlfühlen könnten, so Evers.

Die Egon-Gmyrek-Stiftung stellte sich als Investor zur Verfügung und schenkte der Caritas das Grundstück von über 400 Quadratmetern, auf dem sie das dreigeschossige Gebäude nach Plänen des Architekten Karl-Heinz Gödde errichteten ließ. 830 Quadratmeter des Baus sind als reine Wohnfläche vorgesehen, daneben gibt es Büros, Beratungsräume, Spielbereiche für die Kinder, Gemeinschaftsküchen und einen Bewegungsraum. Die Wohnbereiche für zwölf Frauen mit insgesamt maximal 18 Kindern kann sehr flexibel gestaltet werden. Zu den sechs Einzelzimmern kommen sechs Apartments – fast alle mit eigener Kochnische – verschiedener Größe. Eines davon ist rollstuhlgerecht, in einem weiteren ist Platz für eine Frau mit bis zu fünf Kindern.

„Zurzeit haben etwa 70 Prozent unserer Bewohnerinnen Migrationshintergrund, ein Großteil stammt aus dem arabischen Raum, 30 Prozent sind Deutsche,“ erläutert Evers. Die Frauen blieben im Schnitt zwischen drei und sechs Monate im Frauenhaus. „Wenn der Wunsch nach der eigenen Wohnung kommt, sind die Frauen schon fast so weit, auf eigenen Beinen stehen zu können“, sagt Sozialpädagogin Kaja Hermann.

Insgesamt gibt es in Niedersachsen 45 Frauenhäuser, die Frauen und ihren Kindern notwendigen Schutz vor körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt in den eigenen vier Wänden bieten. Dieser ist dringender denn je, so sind die Fallzahlen häuslicher Gewalt 2022 bundesweit um gut acht Prozent und in Niedersachsen um elf Prozent gestiegen. Die Gifhorner Polizei rückte im vergangenen Jahr in 448 Fällen häuslicher Gewalt aus (2021 war es 119-mal). Die Dunkelziffer liege beim Vielfachen.

 

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news-35325 Wed, 06 Dec 2023 08:13:39 +0100 Bescherung in der JVA Braunschweig: Jeder Mensch verdient Achtung https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/bescherung-in-der-jva-braunschweig-jeder-mensch-verdient-achtung/ Gefängnisseelsorger und Gemeinde St. Aegidien in Braunschweig bitten um Unterstützung für Weihnachtspäckchen-Aktion.