Bistum Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de de_DE Bistum Hildesheim Mon, 03 Oct 2022 19:32:17 +0200 Mon, 03 Oct 2022 19:32:17 +0200 TYPO3 EXT:news news-31581 Fri, 30 Sep 2022 12:39:09 +0200 Generalvikar Martin Wilk gibt Vorstand des Caritasrates ab https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/generalvikar-martin-wilk-gibt-vorstand-des-caritasrates-ab-31581/ Der Hildesheimer Generalvikar Martin Wilk wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 sein Amt als Vorsitzender des Caritasrates beenden. Nachfolger wird Dr. Jörg Munzel aus Braunschweig. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ entsprach Wilks Wunsch, ihn von dieser Aufgabe zu entbinden. Der Caritasrat fungiert... Generalvikar Wilk begründet seinen Entschluss zur Aufgabe des Amtes mit seiner bisherigen Doppelrolle: „Als Generalvikar habe ich eine besondere Mitverantwortung für die Caritas und führe Aufsicht über die katholischen Stiftungen. Zusammen mit meiner Rolle als Vorsitzender des Caritasrates habe ich bisher immer Aufsicht über mich selbst geführt. Unter dem Aspekt von Transparenz und Compliance erschien mir diese Tatsache seit meinem Amtsbeginn 2019 immer fragwürdig.“

Der Zeitpunkt der Übergabe ist bewusst gewählt worden. Wilk hat in den drei Jahren seiner Amtszeit die strategische Entwicklung des Caritasverbandes und der Caritas-Stiftungen aktiv begleitet. Mit der bevorstehenden Umsetzung der neuen Struktur will er nun auch seine Rolle in der diözesanen Caritas verändern. Das Ausscheiden bedeute aber keinen Rückzug aus der Caritas, diese liege ihm als Generalvikar weiterhin besonders am Herzen, betont Wilk.

Zum neuen Vorsitzenden des Caritasrates beruft Bischof Wilmer mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 den Strategieberater und langjährigen VW-Manager Dr. Jörg Munzel aus Braunschweig. Munzel gehört dem Caritasrat bereits als Mitglied an. „Ich möchte Generalvikar Wilk für das Vertrauen danken. Er hat in den letzten Jahren mit frischem Herz wichtige strategische Impulse für die Weiterentwicklung der Caritas im Bistum gesetzt. Wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Im Zentrum unseres Handelns muss immer die Hilfe für den Nächsten stehen. Das Evangelium gibt uns dafür gerade in der heutigen schweren Zeit Orientierung“, so Munzel.

Auch der Vorstand des Diözesan-Caritasverbandes bedankt sich bei Generalvikar Wilk und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Dr. Jörg Munzel in seiner neuen Funktion als Vorsitzender des Caritasrates. Dem Caritasrat obliegt neben der Aufsicht und Kontrolle des Vorstands die Entscheidung über verbandliche, politische und fachliche Fragen von besonderer Bedeutung im Rahmen der von der Delegiertenversammlung beschlossenen Ordnungen, Richtlinien und Entscheidungen. Die Delegiertenversammlung des Caritasverbandes für die Diözese Hildesheim entspricht in ihrer Funktion der Mitgliederversammlung eines Vereins.

]]>
news-31577 Fri, 30 Sep 2022 09:49:38 +0200 „Handeln, denken und reden muss zusammenpassen“ https://www.caritas-suedniedersachsen.de/aktuelles/%E2%80%9Ehandeln-denken-und-reden-muss-zusammenpassen%E2%80%9C Weihbischof Heinz-Günter Bongartz informierte sich im Caritas-Centrum St. Godehard über die Arbeit der Caritas in Göttingen. news-31561 Thu, 29 Sep 2022 15:02:17 +0200 8. Studientag Liturgie: Den Sonntag feiern https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/veranstaltungen/details/event-title/8-studientag-liturgie-den-sonntag-feiern-289922/ Seit der Zeit der ersten Christinnen und Christen hat der Sonntag eine herausgehobene Bedeutung - der diesjährige Studientag Liturgie an 8. Oktober von 14 bis 18.15 Uhr (online) stellt ihn in den Mittelpunkt.  news-31540 Wed, 28 Sep 2022 14:44:39 +0200 Wasser – Gabe Gottes zum Leben https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/wasser-gabe-gottes-zum-leben-31540/ Beim Bolivientag in Winsen mit Gästen aus dem Partnerland stand am vergangenen Samstag der schonende Umgang mit den Ressourcen der Erde im Mittelpunkt. Glasklar ist das Wasser aus dem Jordan, ebenso wie das aus dem See Genezareth in dem Fläschen direkt daneben. Ein Unterschied? Auf den ersten Blick nicht zu sehen. Und auch das Wasser aus dem Amazonas sieht den beiden Proben aus dem heiligen Land zum Verwechseln ähnlich. Ganz anders dagegen die Tropfen aus dem Pietzmoor, mitten in der Lüneburger Heide. Moorbraun, undurchsichtig ist es, sauer, aber gerade deswegen für bestimmte Arten unverzichtbar. Aber – welches Wasser ist denn nun heilig? Alle oder gar keins? Oder doch nur das gesegnete Weihwasser aus dem Hildesheimer Dom? Für die finnische Künstlerin Tea Mäkkipää zumindest ist das keine Frage: Alles Wasser ist holy water, heiliges Wasser, sagt sie beim Bolivientag des Bistums Hildesheim am Sonnabend in Winsen/Luhe. Dort ging alles um „Wasser – Gabe Gottes zum Leben“.

Doch neben den inhaltlichen Aspekten stand nach der Corona-Zwangspause natürlich ganz besonders wieder die Begegnung im Mittelpunkt. Denn diesmal waren Gäste aus Bolivien zu Besuch – insgesamt 32 besuchen im Rahmen der Bolivienpartnerschaft das Bistum Trier und Hildesheim, sind in Gastfamilien unterbracht, 14 waren beim Bolivientag dabei. Dazu gab es neben den Workshops zum Thema, die überwiegend die überwiegend von den Gästen aus Bolivien gestaltet wurden, und einem Gottesdienst in der Kirche Guter Hirt eine Fiesta zu bolivianischer Live-Musik.

Das Bistum Hildesheim unterhält bereits seit 1987 eine Partnerschaft mit der Kirche in dem südamerikanischen Bolivien, das gerade einmal knapp zwölf Millionen Einwohner hat, aber ungefähr dreimal so groß wie Deutschland. Im vergangenen Jahr erst wurde der Partnerschaftsvertrag erneuert und bis 2030 verlängert. Dabei geht um mehr als darum, Geld nach Bolivien zu schicken. „Wir wollen uns als Geschwister verstehen, als Partner auf Augenhöhe“, betont Dr. Dietmar Müßig, der Leiter des Referats Weltkirche im Bistum Hildesheim. Slogan in Hildesheim war von Anfang an „Partnerschaft statt Patenschaft“.

So geht es neben der Unterstützung ganz besonders um den direkten Austausch zwischen den Menschen hier und dort, zwischen Gruppen, Pfarreien, auch Schulen, um sich für das Leben und den Glauben der anderen zu interessieren. Denn der Austausch ist keine Einbahnstraße, „auch wir in Deutschland können viel lernen“, so die Erfahrung Müßigs. „Spontanität, Flexibilität zum Beispiel – in Bolivien gibt es immer eine Lösung -, aber auch Herzlichkeit und Unmittelbarkeit.“ Das gelte vor den Alltag, aber auch für das Kirchenleben und die Gottesdienste. „In Bolivien wird oft und gern getanzt“, nennt er ein Beispiel.

Und trotz der Entfernung von mehr als 10.500 Kilometern – das südamerikanische Land ist viel näher als man denkt, Deutschland und Bolivien haben viel engere Verbindungen als es auf den ersten Blick scheint. Genau diese Aspekte sollen im Rahmen der Partnerschaft ebenfalls deutlich werden. So ist das südamerikanische Land besonders vom Klimawandel betroffen, Dürre und Wassermangel ein besonderes Problem – umso aktueller auch das Thema des Bolivientags.

„Es ist immer noch so, dass wir auf der Nordhalbkugel vielfach auf Kosten der Menschen im Süden leben“, verdeutlicht Müßig. „Unser Lebensstil in Deutschland hat durchaus Auswirkungen auf die Partner.“ So brenne der Regenwald in Bolivien nicht zuletzt deshalb, weil die Menschen in Deutschland auch ständig billiges Fleisch kaufen wollen. Nicht umsonst gab es daher beim Bolivientag auch bewusst vegetarisches Essen, „auch wenn das für unsere bolivianischen Gäste ein wenig gewöhnungsbedürftig war“, schmunzelt Müßig. Und während in Deutschland E-Autos in Deutschland einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sollen, führt der extrem wasserintensive Abbau des dafür nötigen Lithiums in Südamerikadazu, dass der Grundwasserspiegel sinkt, angrenzende Flüsse und Vegetation vertrocknen.

Der Wassermangel spielt auch in den Gemeinden eine große Rolle, wie Pater Simon Dias im Gottesdienst deutlich macht. „Wir alle sind Teil dieser Schöpfung und so hoffen wir, dass unser Glaube an Jesu als Quelle und Wasser des Lebens dazu führt, die Heiligkeit und Notwendigkeit des Wassers für alle Geschöpfe zu erkennen und gemeinsam sowohl für die Bewahrung des Wassers, das wir täglich trinken als auch für Jesus als Quelle zu arbeiten.“

Die Impulse aus dem Bolivientag werden weiter in die Gemeinden des Bistums getragen. Dazu findet bis Sonntag eine Gebetswoche statt, zudem werden besondere Gottesdienste gefeiert, beispielsweise fand in Lüneburg ein Schöpfungsgottesdienst mit den Gästen aus Bolivien statt.

]]>
news-31523 Tue, 27 Sep 2022 16:08:29 +0200 Von A wie Asbest bis Z wie zum Schluss wird alles gut https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/von-a-wie-asbest-bis-z-wie-zum-schluss-wird-alles-gut-31499/ Der Stab ist übergeben: Anne Korte-Polier ist als Leiterin der Katholischen Familienbildungsstätte Hannover verabschiedet, Maria Hasler als neue Frau an der Spitze eingeführt worden. news-31522 Tue, 27 Sep 2022 15:50:22 +0200 Internationales Picknick In Duderstadt https://www.kirche-duderstadt.de/news/artikel/news-title/3-internationales-picknick-31519/ Im Rahmen der Interkulturellen Woche 2022 fand in Duderstadt vor dem historischen Rathaus – genau zwischen der Basilika St. Cyriakus und der evangelischen Kirche St. Servatius – das 3. Internationale Picknick statt. news-31507 Sat, 24 Sep 2022 17:00:22 +0200 Bischof Wilmer hat pastorale Mitarbeitende gesegnet https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-hat-pastorale-mitarbeitende-gesegnet-31507/ Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ hat am heutigen Samstag zehn Personen in den pastoralen Dienst des Bistums Hildesheim gesendet. Die feierliche Sendung fand während einer Heiligen Messe im Hildesheimer Dom statt. Die Mitarbeitenden erhielten jeweils eine persönliche Segnung des Bischofs, begleitet mit dem Zeichen der Handauflegung. „Ich freue mich auf Sie, die Auszusendenden, die pastoralen Mitarbeiter:innen, die Gemeinderefent:innen und die Pastoralreferent:innen", sagte Wilmer. Und er ergänzte: "Seid guten Mutes und habt Mut zu den Ritualen."

Unterschiedlicher könnten die Wege der pastoralen Mitarbeiter:innen nicht sein: Die zehn blicken auf sehr unterschiedliche Lebensläufe zurück. Eine ehemalige Ordensschwester trifft auf Psychologen und Pädagoginnen, eine Physiotherapeutin auf eine zweifach promovierte Theologin.

Ähnlich vielfältig ist auch ihr Engagement: Während einige klassische Stellen als Pastoralrefent:innen, pastorale Mitarbeiter:innen im überpfarrlichen Personaleinsatz (ÜPE) oder als Gemeindereferent:innen innehaben, arbeiten andere in der Klinikseelsorge, kümmern sich schwerpunktmäßig um Social Media oder unterstützen Menschen in der City Pastoral wie dem hannoverschen ka:punkt.

Die zehn Personen sind über das gesamte Bistum hinweg verteilt im Einsatz: in großen und kleinen Städten wie Wolfsburg und Göttingen, Braunschweig und Hannover, Buxtehude und Stade, Buchholz, Borsum oder im Dekanat Unterelbe. Einige stehen schon seit Längerem im Dienst des Bistums, andere haben erst vor Kurzem ihre Tätigkeit aufgenommen.

Seit 2021 werden nicht nur Angehörige der pastoralen Berufsgruppen (wie Gemeinde- und Pastoralreferent:innen) ausgesendet, sondern auch weitere pastorale Mitarbeiter:innen. Sie verfügen nicht zwingend über ein theologisches oder religionspädagogisches Studium und haben keine diözesane Berufseinführung absolviert. Sie bringen dafür andere berufliche Qualifikationen und Erfahrungen mit, mit denen sie die Teams und die pastorale Arbeit bereichern.

Ins Bistum gesendet wurden Dr. Dr. Flora Becker (Pastoralreferentin im Dekanat Unterelbe), Wiebke Buchholz (Klinikseelsorgerin im Universitätsklinikum Göttingen), Christine Cordes (Pastorale Mitarbeiterin im ÜPE WOB/ Gifhorn), Tanja Garborek (Pastorale Mitarbeiterin im ÜPE Buchholz/ Winsen), Petra Herberg (Klinikseelsorgerin im Städtischen Klinikum Braunschweig), Theresa Nolte (Gemeindereferentin im ÜPE Borsum/Harsum), André Jaques Pauwels (Pastoraler Mitarbeiter im ÜPE WOB/ Gifhorn, fehlte aufgrund von Krankheit), Anna-Lena Passior (Gemeindereferentin im ka:punkt Hannover), Minh Tan Vu (Gemeindereferent im ÜPE Buxtehude/Stade) und Martin Zimmer (Klinikseelsorger in den Wahrendorffschen Kliniken).

]]>
news-31491 Fri, 23 Sep 2022 09:50:12 +0200 Bischof erteilte Missio Canonica an junge Lehrkräfte https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-erteilte-missio-canonica-an-junge-lehrkraefte-31491/ 68 neue Religionslehrer: innen aus dem Bistum Hildesheim sowie fünf aus dem Bistum Osnabrück haben im Hildesheim Dom ihre Lehrbeauftragung zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht erhalten, die sogenannte Missio Canonica. Die Männer und Frauen erklären damit ihre Bereitschaft, „den Religionsunterricht in Übereinstimmung mit der Lehre der katholischen Kirche glaubwürdig zu erteilen und in kritischer Loyalität zu einer lebendigen Kirche beizutragen, die positiv ausstrahlt und für junge Menschen einladend ist.“

Die Missio canonica wird in der Regel nach dem zweiten Staatsexamen verliehen, wenn die Ausbildung der Religionslehrer:innen beendet ist. Damit haben die Lehrer:innen die offizielle Beauftragung und Erlaubnis ihres Bistums, Religion an Schulen zu unterrichten.

Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und PD Dr. Jörg-Dieter Wächter, Direktor der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat, überreichten den jungen Lehrkräften die Missio-Canonica-Urkunde während eines festlichen Gottesdienstes im Hildesheimer Dom im Rahmen des Tags der Religionslehrer:innen.

]]>
news-31476 Wed, 21 Sep 2022 14:34:36 +0200 Inmitten von Ungerechtigkeiten - heilende Konsequenzen https://www.godehardjahr.de/projekte/inmitten-benediktinische-impulse/ Am Sonntag, 25.9.22, 19 Uhr findet wieder der benediktinische Impuls mit Pater Dr. Mauritius Wilde OSB statt – dieses Mal zum Thema „Inmitten von Ungerechtigkeiten: heilende Konsequenzen“. Im Gespräch mit Pater Mauritius sind dieses Mal der Kirchenrechtler Prof. Pater Laurentius Eschlböck OSB... news-31461 Mon, 19 Sep 2022 16:24:16 +0200 Podiumsgespräch mit Bischof Wilmer in St. Michaelis https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/podiumsgespraech-mit-bischof-wilmer-in-st-michaelis-31461/ „Heilung – Erlösung – Rettung“: Unter diesem Dreiklang steht ein Podiumsgespräch am Mittwoch, 21. September, in der Hildesheimer Michaeliskirche. Hier kommen Psychologie und Theologie ins Gespräch – mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Psychologie-Professor Werner Greve von der Universität Hildesheim und Superintendent Mirko Peisert. Beginn ist um 18 Uhr, es moderiert Susanne Iden vom Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Die Themen Heilung oder Schuld interessieren uns gleichermaßen, aber wir denken darüber ganz unterschiedlich nach“ , sagt Superintendent Peisert. Das machte das Gespräch so interessant.

Für Bischof Heiner Wilmer geht es „bei der Frage nach Heilung und Erlösung darum, was uns trägt in den aktuellen Krisensituationen“.

Wissenschaftler Werner Greve ist ist gespannt auf die Gemeinsamkeiten: „Es könnte doch sein, dass wir uns bei den Lösungsansätzen treffen können.“ Im Anschluss an das Podiumsgespräch besteht die Möglichkeit zum direkten Austausch.

]]>
news-31453 Sun, 18 Sep 2022 19:27:31 +0200 Glücklich angekommen https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/gluecklich-angekommen-31453/ In der Pilgerwoche zum Godehardjahr vom 10. bis 18. September waren unterschiedlichste Pilgergruppen aus dem Bistum Hildesheim unterwegs. Am letzten Tag trafen sich alle auf dem Domhof zum großen Pilgerfest. Auch Teilnehmer:innen der großen Fahrradpilgertour von Niederaltaich nach Hildesheim waren gekommen. Vor ein paar Monaten hatten sie die Strecke von mehr als 1000 Kilometern zurückgelegt. Jetzt standen und saßen sie gemeinsam mit anderen Pilger:innen aus der zurückliegenden Woche auf dem Domhof und stärkten ihre Kräfte mit Chili con Carne sowie Kaffee und Kuchen.

Eine andere Gruppe hatte die gleiche Route in Angriff genommen, allerdings in einer Kombination aus Busfahrt und Pilgern. Zusammen mit Bischof Heiner Wilmer waren sie in Tagesetappen von bis zu 20 Kilometern auf dem Weg. Schüler:innen des Hildesheimer Gymnasiums Mariano-Josephinums pilgerten von Regensburg nach Nürnberg, einem Teilstück auf dem Weg nach Hildesheim.

Und es gab weitere Angebote: Einige waren beim „Tagespilgern“ auf dem Jakobsweg „Via Scandinavica“ auf der Strecke zwischen Göttingen und Hildesheim unterwegs. Beim sogenannten „Feierabendpilgern“ liefen Gruppen unter der Woche ab 17 Uhr auf dem Braunschweiger Jakobswegs. Ein Frauenpilgerweg führte auf einer rund acht Kilometer langen Strecke durch Hannover-Linden. Jugendliche pilgerten vom Wohldenberg nach Hildesheim, auch die Bundespolizei aus Hannover und Gemeindereferent:innen waren in eigenen Gruppen auf dem Weg. Und am Tag des Pilgerfestes selbst kamen beim „Sternpilgern“ Gruppen aus der Hildesheimer Umgebung zum Domhof. Auch Motorradwallfahrer aus Hildesheim hatten den Weg auf den Domhof gefunden.

„Es war ein tolles Erlebnis“, freut sich eine Teilnehmerin der Pilgertour mit dem Bischof. „Wir hatten eigentlich jede Art von Wetter, von sehr sonnig bis zu schauerartigem Regen.“ Letzteres hatten die Wettervorhersagen auch für den 18. September angekündigt. Am Ende konnte aber das gesamte Pilgerfest trocken und sogar sonnig ablaufen. Erst am Ende, als die Glocken zum Gottesdienst riefen, setzte der Regen ein. Zwischenzeitlich führte Weihbischof Heinz-Günter Bongartz durch den Hildesheimer Dom und erläuterte den Bau und erklärte die Kunstwerke.

In der gemeinsamen ökumenischen Feier am Ende des Tages mit Bischof Christoph Meyns von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig, der ein Stück des Weges mitgepilgert war, betonte Bischof Wilmer: „Gott wandert mit uns, er geht mit uns durchs Leben.“

]]>
news-31457 Sat, 17 Sep 2022 09:18:00 +0200 So schmeckt Solidarität https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/so-schmeckt-solidaritaet-31456/ „Gemeinsam zu Tisch“ – unter diesem Leitgedanken sind im Laufe der Mittagsstunden am Samstag, 17. September, gut 500 Menschen auf dem Platz vor der Basilika St. Clemens zusammengekommen. news-31429 Thu, 15 Sep 2022 17:39:14 +0200 Fürst trifft Bischof zum Gespräch im Hildesheimer LÜCHTENHOF https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/fuerst-trifft-bischof-zum-gespraech-im-hildesheimer-luechtenhof-31429/ Michael Fürst, der Vorsitzende des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen, und Bischof Wilmer sprechen in einem öffentlichen Podiumsgesprächs am Montag, 19. September 2022, im Tagungshaus LÜCHTENHOF in Hildesheim über Themen aus Religion und Gesellschaft. Der Dialog beginnt um 19 Uhr. Die Moderation übernimmt Dr. Jörg Munzel aus dem Vorstand des Israel Jacobson Netzwerkes für jüdische Kultur und Geschichte, das den Abend veranstaltet. Zum rund 60-minütigen Dialogformat gehört, dass auch das Publikum Fragen an die Gesprächspartner stellen kann.

Aufgrund begrenzter Plätze ist eine Anmeldung vorab per E-Mail unter veranstaltungen(ät)ij-n.de oder telefonisch unter (0178) 67 23 594 erforderlich.

]]>
news-31419 Tue, 13 Sep 2022 15:19:43 +0200 Wie schmeckt Solidarität? https://www.kath-kirche-hannover.de/aktuelles/nachrichten/artikel/news-title/wie-schmeckt-solidaritaet-31334/ Solidaritätstafel auf dem Platz vor der Basilika St. Clemens am Samstag, 17. September, von 11 bis 15 Uhr (Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover) news-31418 Tue, 13 Sep 2022 12:08:57 +0200 Brötchen und Blasmusik – Nachbarschaft angelockt https://www.caritas-dicvhildesheim.de/pressemitteilungen/broetchen-und-blasmusik--nachbarschaft-angelockt/2289848/ Solidaritätstafel der Katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie in Bad Salzdetfurth news-31412 Mon, 12 Sep 2022 12:42:31 +0200 Ausstellung über Bilder zur Bibel im Jugendstil https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/ausstellung-eroeffnet-bilder-zur-bibel-im-jugendstil-31371/ In der Reihe „Kunst im Kloster“ haben die Dominikaner in Braunschweig ihre Herbstausstellung „Ephraim Moses Lilien – Bilder zur Bibel“ eröffnet. Sie ist bis zum 2. Oktober zu sehen. news-31390 Fri, 09 Sep 2022 16:45:05 +0200 „Ich habe für Grundsatzpapier zur Reform der Sexuallehre gestimmt" https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/ich-habe-fuer-grundsatzpapier-zur-reform-der-sexuallehre-gestimmt-31390/ Nach Auffassung des Hildesheimer Bischofs Dr. Heiner Wilmer SCJ ist es während der aktuell laufenden vierten Synodalversammlung des Synodalen Wegs der katholischen Kirche in Deutschland zu einem Rückschlag für das kirchliche Reformvorhaben gekommen. „Ich habe für das Grundsatzpapier zur Reform der katholischen Sexuallehre gestimmt und hadere sehr damit, dass die Zweidrittel-Mehrheit der Bischöfe nicht erreicht worden ist. Das ist ein echter Dämpfer für alle, die sich für eine Erneuerung unserer Kirche aus dem Glauben heraus einsetzen. Ich verstehe und teile die Enttäuschung vieler Katholik:innen über das Scheitern des Textes in der Abstimmung“, sagte Wilmer.

Der Bischof betonte: „Die Reform der kirchlichen Sexuallehre ist und bleibt ein ganz wesentliches Thema. Daran ändert die Ablehnung des Grundsatzpapiers durch eine Minderheit der Bischöfe nichts. Ich stehe voll und ganz hinter dem Text und bin mir sicher, dass er trotz der Ablehnung breit rezipiert und intensiv diskutiert werden wird. Den Gläubigen im Bistum Hildesheim versichere ich, dass ich mich weiterhin für eine Erneuerung der katholischen Sexualmoral einsetzen werde. Es kann nicht sein, dass durch die kirchliche Lehre Menschen verletzt oder diskriminiert werden. Das ist nicht im Sinne von Jesus Christus.“

]]>
news-31374 Thu, 08 Sep 2022 15:00:03 +0200 Landesregierung und Kirchen bitten um Verzeihung https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/landesregierung-und-kirchen-bitten-um-verzeihung-31374/ Erstmals haben die Landesregierung und die Kirchen in Niedersachsen Menschen um Verzeihung gebeten, die zwischen 1949 und 1975 als Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder Psychiatrie untergebracht und dabei schweres Unrecht erlitten haben. „Die Zustände waren unerträglich und grausam“, betonte Niedersachsens Sozialministerin Daniela Behrens (SPD) und nannte Schläge, Züchtigungen, Zwang zur Arbeit, Demütigungen, Fesselungen und Versuche mit Medikamenten als Beispiele: „Niemand hat sich für das Schicksal der Betroffenen interessiert.“ Das dürfe nie wieder vorkommen: „Daher erkennen wir nicht nur das verursachte Leid an, sondern bitten um Verzeihung.“

„Auch als Katholische Kirche übernehmen wir die Verantwortung für das, was Menschen in unseren Einrichtungen angetan würde“, sagte Bischof Heiner Wilmer: „Wir müssen den Menschen zuhören, die Unrecht, Gewalt und Verbrechen erleiden mussten.“ Die Betroffenen, die zum Teil erstmals nach Jahrzehnten den Mut finden, über das Erlebte zu sprechen, verdienen allen Respekt und Anerkennung. Gleichzeitig müsse die wissenschaftliche Aufarbeitung weiter fortgesetzt werden, um aus dem systematischen Versagen von staatlichen und kirchlichen Einrichtungen Lehren zu ziehen: „Wir müssen unsere Institutionen so verändern, dass so etwas nicht wieder geschehen kann“, unterstrich Wilmer. Denn auch heute gehe es um die Frage, wie Demütigungen und Diffamierungen vermieden werden und Inklusion gelingen könne.

Für die evangelische Kirche bat der Hannoversche Landesbischof Ralf Meister um Verzeihung: „Wir sind beschämt über das Leid der Betroffenen.“ Nichts entschuldige die Tatsache, dass jungen Menschen lebenslange Schäden zugefügt wurden. Umso schwerer wiege die Einsicht, dass dies ausgerechnet in Einrichtungen geschehen ist, die sich der christlichen Nächstenliebe verpflichtet fühlten. 

Behrens, Wilmer und Meister äußerten sich anlässlich der Tagung „Leid und Unrecht anerkennen“ in Hannover. Das Land und die Kirchen hatten Betroffene eingeladen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Zudem wurden Ergebnisse einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschehnisse in den stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und Psychiatrie vorgestellt.

Bereits 2017 hatten Bund, Länder und Kirchen gemeinsam die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“ gegründet. Schätzungen gehen davon aus, dass bundesweit etwa 25000 Kinder und Jugendliche Unrecht erlitten haben. Bisher wurden nach Angaben des Sozialministeriums bundesweit 222 Millionen Euro an über 21 000 Betroffene an finanzieller Hilfe zur Anerkennung des Unrechts ausgezahlt worden, davon 2568 Betroffene in Niedersachsen.

Die Tagung „Leid und Unrecht anerkennen“ am 6. September in Hannover wurde aufgezeichnet. Das Video (mit begleitender Gebärdensprache und Untertiteln) wird in Kürze auf der Internetseite des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung verfügbar sein: www.ms.niedersachsen.de/anerkennung 

]]>
news-31369 Thu, 08 Sep 2022 09:57:55 +0200 Nordische Bischöfe zur Vollversammlung in Hildesheim https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/nordische-bischoefe-zur-vollversammlung-in-hildesheim-31369/ Die Nordische Bischofskonferenz, bestehend aus den sieben Bischöfen der Diözesen Skandinaviens, hält von Dienstag bis Freitag ihre Vollversammlung in Hildesheim ab.  Neben eigenen Tagungsordnungspunkten sind auch Gespräche mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ sowie mit dem Generalsekretär des Bonifatiuswerks, Georg Austen, vorgesehen.

Die Nordische Bischofskonferenz ist die Bischofskonferenz der römisch-katholischen Bischöfe der fünf nordischen Länder Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden. In den sieben Diözesen leben rund 250.000 Gläubige, ein Großteil davon sind katholische Ausländer.

]]>
news-31357 Tue, 06 Sep 2022 15:15:39 +0200 Ausstellung "Islam in Europa. 1000-1250" https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/ausstellung-islam-in-europa-1000-1250-31357/ Große Sonderausstellung im Dommuseum thematisiert die Gemeinsamkeiten der Kulturen im Mittelalter In den Kirchenschätzen Europas und im Hildesheimer Domschatz (UNESCO-Welterbe) sind zahlreiche Kunstwerke aus vom Islam geprägten Regionen überliefert. Ausgehend von diesen Objekten veranschaulicht die große Sonderausstellung „Islam in Europa 1000–1250“ im Dommuseum Hildesheim die Gemeinsamkeiten und Verflechtungen der Kulturen im Mittelalter. Hochkarätige, seltene Leihgaben unter anderen aus Florenz, London, Paris und Wien bieten eine einzigartige Möglichkeit, dieses auch für die Gegenwart relevante Thema zu vertiefen.

Córdoba, Palermo, Kairo und Konstantinopel waren im Mittelalter glänzende Metropolen mit florierender Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst. Kostbare Bergkristallgefäße, Seidenstoffe, Elfenbeinschnitzereien und Übersetzungen von wissenschaftlicher Literatur fanden aus den vom Islam geprägten Regionen ihren Weg bis nach Mitteleuropa. Diese Migration der Objekte sowie die Vermittlung von Wissen und Technik führten zu einer engen Verflechtung der Kulturen. Über die Grenzen von Religionen und Sprachen und über geographische Entfernungen hinweg verbanden diese Objekte so die Gebiete des heutigen Irak und Iran über Nordafrika und Spanien bis nach Mitteleuropa. In den Kirchenschätzen erhalten, zeugen sie von den Gemeinsamkeiten der Kulturen in der Zeit zwischen 1000 und 1250.

Die Ausstellung im Dommuseum Hildesheim beleuchtet diesen Themenkomplex in unterschiedlichen Kapiteln, darunter etwa zur Integration von arabisch beschrifteten Edelsteinen, von Schachfiguren oder Textilien in Werke der europäischen Schatzkunst. Wenn Objekte aus vom Islam geprägten Regionen bisweilen auch ein christliches Bildprogramm zeigen oder sich Herstellungsregionen gar nicht mehr bestimmen lassen, wird offensichtlich, wie eng die Kulturen miteinander verflochten waren. Auch dem Wissenstransfer durch die Übersetzung von wissenschaftlicher Literatur aus dem Arabischen ins Lateinische widmet sich ein Ausstellungskapitel. Der Ausstellungsteil „Labor Gegenwart“ lädt vor dem Hintergrund der gemeinsamen Geschichte zur Beschäftigung mit Fragen der heutigen Gesellschaft und Kultur ein: Unterschiedliche Medien wie Literatur, Musik und Film ermöglichen hier eine vertiefende Information und Raum zur Reflexion.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden Veranstaltungsprogramm begleitet, darunter Führungen in arabischer, deutscher und türkischer Sprache. Vermittlungsformate und Workshops richten sich besonders auch an Kinder und Jugendliche, so etwa ausstellungsbegleitende Schulprojekte, deren Ergebnisse ins „Labor Gegenwart“ einfließen. Andere Veranstaltungsformate reichen von Darbietungen u. a. von „Songs of Gastarbeiter“ über Literatur-Lesungen bis zu einem Gespräch mit Thomas Bauer (Professor für Islamwissenschaft und Arabistik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster) und Felix Körner (Nikolaus Cusanus-Lehrstuhl für Theologie der Religionen, Humboldt-Universität zu Berlin). 

Zur Ausstellung erscheint im Verlag Schnell & Steiner ein reich bebilderter Katalog in deutscher Sprache mit Beiträgen von u.a. Silvia Armando, Thomas Bauer, Antje Bosselmann-Ruickbie, Stefan Heidemann, Theresa Jäckh, Lothar Lambacher, Jenny Rahel Oesterle-El Nabbout, Joanna Olchawa, Marcus Pilz und Regula Schorta.

Die Ausstellung wird gefördert von: Ernst von Siemens Kunststiftung, Stiftung Niedersachsen, Niedersächsische Sparkassenstiftung, Kulturstiftung der Sparkasse für die Region Hildesheim, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Kulturstiftung der Länder, VGH Stiftung, NORD/LB Kulturstiftung, Dombauverein Hohe Domkirche Hildesheim e.V., Landschaftsverband Hildesheim e.V., Friedrich Weinhagen Stiftung, Johannishofstiftung, Landschaft des vormaligen Fürstentums Hildesheim. 

Zitate

 „Ziel der Ausstellung ist es, die Gemeinsamkeiten der Kulturen ausgehend von den Objekten des Hildesheimer Domschatzes als historische vorzustellen. Damit soll auch eine neue Perspektive auf gesellschaftliche und kulturelle Phänomene der Gegenwart ermöglicht werden.“

(Dr. Felix Prinz, Kurator Dommuseum Hildesheim)

„Die Stadt Hildesheim und das Dommuseum sind sowohl aufgrund der heutigen gesellschaftlichen Situation als auch ihrer großen Geschichte für dieses Ausstellungsprojekt geeignet wie kein anderer Ort.“

(Prof. Dr. Claudia Höhl, Direktorin Dommuseum Hildesheim)

„Das Dommuseum Hildesheim ist aufgrund seiner Sammlung und Gestaltung ein herausragender Ort niedersächsischer Kultur mit internationaler Reputation und weltweiter Bekanntheit. Die Ausstellung „Islam in Europa 1000–1250“ des Dommuseums Hildesheim leistet einen hervorragenden Beitrag dazu, Parallelen und Gemeinsamkeiten unserer Kulturen anschaulich zu machen. Sie fördert ein tiefes Verständnis für die eigene Kulturgeschichte, die oftmals auch Teil der Kulturgeschichte anderer ist.“

(Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur)

„Kunstwerke aus europäischen Kirchenschätzen – vor allem Objekte aus islamisch geprägten Regionen – explizit zu betrachten und so Gemeinsamkeiten und Verflechtungen der Kulturen im Mittelalter zu beleuchten, ist ein äußerst gewinnbringender Ansatz! Der Versuch anhand dieser Objekte auch neue Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche und kulturelle Phänomene zu schaffen, ist ein zusätzliches und wichtiges Anliegen.“

(Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung)

„Schon im Mittelalter waren die Kulturen der Welt in vielen gesellschaftlichen Sphären miteinander verwoben. Globalisierung ist insofern kein reines Phänomen der Neuzeit, nur das Tempo des Austauschs und die Macht gegenseitiger Abhängigkeiten sind ungleich größer. Damals wie heute brauchen wir das Wissen um die anderen Kulturen und Religionen, müssen uns mit Unterschieden und Parallelen vertraut machen, um Respekt und Wertschätzung entwickeln zu können. Die Ausstellung „Islam in Europa 1000–1250“ des Dommuseums Hildesheim leistet dazu einen wichtigen Beitrag!“

(Lavinia Francke, Generalsekretärin der Stiftung Niedersachsen)

]]>
news-31346 Mon, 05 Sep 2022 13:01:30 +0200 Unter Gottes Segen https://www.malteser-hannover.de/presse/pressestelle/alle-news/news-detailansicht/news/unter-gottes-segen.html Malteser weihten ihre neue Diözesangeschäftsstelle in Hannover mit einem Sommerfest ein news-31248 Mon, 05 Sep 2022 00:05:00 +0200 Herzlichen Glückwunsch, Bischof Trelle! https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/herzlichen-glueckwunsch-bischof-trelle-31248/ Der emeritierte Hildesheimer Bischof Norbert Trelle wird heute 80 Jahre alt. Sein Nachfolger gratuliert. „Ich gratuliere meinem Vorgänger Bischof Norbert Trelle herzlich zu seinem 80. Geburtstag. Ich wünsche ihm eine gute Gesundheit und Gottes Segen für seinen weiteren Lebensweg“, sagt Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ. „Bischof Norbert Trelle hat einmal gesagt, dass die Kirche Zukunft hat, wenn sie den Menschen glaubwürdig Gottes Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zugleich bezeugt, wenn sie bei den Menschen ist und an der Seite der Armen steht. Dieser Haltung fühlen sich viele Menschen im Bistum Hildesheim sehr verpflichtet – es ist auch meine Haltung.“

Bischof em. Norbert Trelle lebt nach seinem altersbedingten Rücktritt im Jahr 2017 auch heute noch in Hildesheim. Er übernimmt hin und wieder Messfeiern, hat sich ansonsten aber weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Er stand gut elf Jahre lang an der Spitze des Bistums Hildesheim.

Nachdem Trelle am 11. Februar 2006 sein Amt angetreten hatte, setzte er die unter seinem Vorgänger Dr. Josef Homeyer begonnene Konsolidierung der Bistumsfinanzen fort. Er sorgte dafür, dass die über Jahrzehnte angewachsenen Strukturen des drittgrößten Flächenbistums in Deutschland der sinkenden Zahl der Gläubigen angepasst wurden. Damit verbunden waren eine Reduzierung der Pfarreien von 313 auf 119 sowie die Schließung von mehr als 50 Kirchen. 

Trelle initiierte einen Prozess der lokalen Kirchenentwicklung. Priester, Hauptberufliche und engagierte Christen stehen dabei in gemeinsamer Verantwortung, vor Ort Kirche zu gestalten. Der 70. Bischof von Hildesheim ordnete auch die Seelsorge neu: Pfarrer sind künftig kaum noch in einer einzelnen Pfarrei tätig, sondern arbeiten in pastoralen Teams für mehrere Pfarreien.

Gemeinsam mit dem Domkapitel trieb Trelle die umfangreiche Sanierung des Hildesheimer Doms sowie die damit verbundene Erweiterung und Umgestaltung des Dommuseums voran. Als die Bischofskirche am 15. August 2014 wiedereröffnet wurde, begannen auch die Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen der Diözese, die der Bischof in den folgenden eineinhalb Jahren auch zu Besuchen in allen 17 Dekanaten nutzte. 

Außerdem empfing er im Februar 2015 seine Amtskollegen der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) zur Frühjahrsvollversammlung in Hildesheim. Es war das erste Mal, dass die Tagung in Hildesheim stattfand.

Als erster Hildesheimer Bischof bekannte sich Trelle am Aschermittwoch 2015 öffentlich zu den Verfehlungen in der Bistumsgeschichte. Darunter fallen die Glaubenskriege und Hexenprozesse, das Versagen der Kirche während der NS-Zeit und die Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche. 

In seine Amtszeit fiel auch die Aufarbeitung von Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen und den pensionierten Priester Peter R. durch ein unabhängiges Institut aus München.

In der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) war Trelle Mitglied in der Vollversammlung und im Ständigen Rat. Außerdem gehörte er der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen sowie der Migrationskommission an, deren Vorsitz er von 2010 bis 2016 innehatte. Von 1996 bis 2010 hatte er die Beauftragung für die Auslandsseelsorge inne und war Beauftragter für die Seelsorge an Sinti und Roma. Von 2011 bis 2017 war er stellvertretender Vorsitzender der DBK.

Für sein Engagement für Flüchtlinge und Migranten erhielt Trelle den Edith-Stein-Preis und den Verdienstorden „Pro Merito Melitensi“ des Malteserordens. Er machte sich außerdem für die Ökumene und den interreligiösen Dialog stark und warnte regelmäßig davor, den dschihadistischen Terror und den Islam gleichzusetzen. In seiner Diözese gilt Trelle als besonnen, bodenständig und den Menschen zugewandt.

Ehe Norbert Trelle nach Hildesheim kam, war er Weihbischof im Erzbistum Köln sowie Pfarrer und Stadtdechant in Wuppertal. Er wuchs im Rheinland auf. Zur Welt kam er allerdings in Kassel – als jüngstes von vier Kindern am 5. September 1942. 

]]>
news-31321 Fri, 02 Sep 2022 14:05:08 +0200 Auszeit mit den Füßen auf den Spuren des Heiligen Godehards https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/auszeit-mit-den-fuessen-auf-den-spuren-des-heiligen-godehards-31321/ Für Menschen, die pilgernd eine Auszeit vom Alltag nehmen möchten, gibt es im September mehrere Angebote des Bistums Hildesheim: das Tagespilgern, Pilgern im Alltag, das Feierabendpilgern auf dem Braunschweiger Jakobsweg oder das Sternpilgern zum Hildesheimer Domhof.  Alle Angebote gehören zum Programm des Godehardjahres im Bistum Hildesheim und finden vom 10. bis 18. September 2022 parallel zur Tour der Pilgergruppe statt, die auf verschiedenen Streckenabschnitten zwischen Niederalteich und Hildesheim unterwegs sein wird.

Den Auftakt zur Pilgerwoche bildet ein Gottesdienst in der Benediktinerabtei Niederaltaich am Samstag, 10. September, um 17 Uhr. Dieser Gottesdienst mit Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ (Hildesheim), Bischof Dr. Stefan Oster SDB (Passau) und Abt Dr. Marianus Bieber (Niederaltaich) sowie den Teilnehmenden der Pilgertour von Niederalteich nach Hildesheim wird live im Internet gestreamt unter www.godehardjahr.de.

Beim Tagespilgern bietet Pilgerleiterin Christiane Müßig vom 11. bis 17. September auf dem Jakobsweg Via Scandinavica verschiedene Tagestouren auf der Strecke zwischen Göttingen und Hildesheim an. Im Angebot sind fünf Tagestouren und zwei Halbtagestouren mit unterschiedlichen Streckenlängen.

Das Pilgern im Alltag ist eine Anregung, kleine Auszeiten in das tägliche Leben einzubauen. Als Hilfe dabei dient das Pilgerjournal „Mein Weg – Ein heiliges Abenteuer“. Impulse daraus werden zwischen dem 10. und 18. September täglich neu auf der Website www.godehardjahr.de veröffentlicht und sind als Podcast auf allen gängigen Plattformen zu finden. Wer mag, kann sie sich als Audio-Datei anhören  – beim Spazierengehen oder anderswo.

Ergänzend dazu gibt es auf den Social-Media-Kanälen des Bistums Hidesheim täglich spirituelle Impulse. Außerdem findet für Interessierte vom 11. bis 17. September jeweils abends um 19 Uhr ein Erfahrungsaustausch per digitaler Zoom-Konferenz statt. 

Das Feierabendpilgern wurde von den katholischen Dekanaten Wolfsburg-Helmstedt, Braunschweig und Goslar-Salzgitter in Kooperation mit den Pilgerbegleiter:innen und dem Pilgerbüro des Braunschweiger Jakobswegs organisiert. Vom 11. bis 18. September gibt es acht Wanderangebote im südöstlichen Niedersachsen, an den Wochenenden als Tagestouren, in der Woche jeweils ab 17 Uhr als Feierabendpilgern.

Am 17. September führt ein Frauenpilgerweg auf einer rund acht Kilometer langen Strecke durch Hannover-Linden. Unter der Leitung von Diakon Samuel Elsner gibt es am 18. September eine Motorradwallfahrt von Bremerhaven nach Hildesheim. Am gleichen Tag findet das „Sternpilgern“ aus der Hildesheimer Umgebung in die Domstadt statt. Auf dem Hildesheimer Domhof wird zum Ende der Pilgerwoche am 18. September ab 14 Uhr ein Pilgerfest für alle ausgerichtet, die an den Pilgerangeboten zum Godehardjahr teilgenommen haben. 

Die Termine und Anmeldemodalitäten sowie alle weiteren Informationen zu den Angeboten während der Pilgerwoche sind auf der Website www.godehardjahr.de veröffentlicht.

]]>
news-31322 Fri, 02 Sep 2022 10:24:00 +0200 Abschied der Ehe-, Familien- und Lebensberatung aus Peine https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/abschied-der-ehe-familien-und-lebensberatung-aus-peine-31310/ Nach 33 Jahren wird die katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) in Peine Mitte September geschlossen. Ende des Monats werden dann die Räume am Amthof an den Caritasverband Peine übergeben. news-31302 Mon, 29 Aug 2022 20:12:03 +0200 Der Domhof bebt https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/der-domhof-bebt-31302/ Die Jugend des Bistums feiert nach langer Zeit mal wieder auf dem Domhof: Die Künstlerin Lotte rockt an diesem Abend die Bühne vor dem Dom. Ihrem Konzert vorausgegangen waren ein PoetrySlam-Wettbewerb, dessen Sieger von Bischof Dr. Heiner Wilmer beglückwunscht wurden, und der Auftritt des Trios um Ronja Maltzahn, die sich danach auch Zeit für ihre Fans genommen hat.

Zu diesem Abend im Godehardjahr waren die Jugendlichen des Bistums (katholische Schüler*innen und die Schülerschaft der katholischen Schulen, Engagierte aus Jugendverbänden, FSJler*Innen etc.) eingeladen und zahlreiche Jugendliche sind dieser Einladung gefolgt.

]]>
news-31299 Mon, 29 Aug 2022 14:53:03 +0200 Mariano-Josephinum startet mit großem Fest ins neue Schuljahr https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/mariano-josephinum-startet-mit-grossem-fest-ins-neue-schuljahr-31299/ Gemeinsam in die Zukunft: Zum 1. August ist aus den beiden katholischen Gymnasien der Stadt, dem Josephinum und der Marienschule, das Mariano-Josephinum geworden. Die nun größte Schule Hildesheims ist pünktlich zum Schuljahresbeginn an den Start gegangen. Ein guter Grund zum Feiern. Mittendrin und... Das neue katholische Gymnasium ist durch die Fusion zur größten allgemeinbildenden Schule in Stadt und Landkreis geworden. Die 1.698 Schülerinnen und Schülern feierten heute gemeinsam mit den 168 Lehrkräften und elf Verwaltungsangestellten sowie Elternvertretern. Auch Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Kirche wie Hannovers Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track, Superintendent Mirko Peisert und Sozialdezernent Malte Spitzer waren der Einladung zum Open-Air-Gottesdienst und zum Festakt auf dem Domhof gefolgt.

Bischof Dr. Heiner Wilmer SJC ermutigte die Schülerinnen und Schüler, auch die aufkommenden Fragen und Unsicherheiten ernst zu nehmen und verwies auf das gemeinsame Fundament: „Beide Schulen werden zu einer, damit auf der Grundlage beider Traditionen Zukunft gestaltet werden kann.“

Dr. Jörg-Dieter Wächter, Leiter der Hauptabteilung Bildung im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, zeigte sich vor allem dankbar für zwei Jahre intensiver Vorbereitungszeit: „Die Schulgemeinschaften der beiden Gymnasien, insbesondere aber die Lehrkräfte haben eine unvorstellbare Arbeitsleistung erbracht: Unter den extrem erschwerten Bedingungen von Corona haben sie in zahllosen Projektgruppen diesen gemeinsamen Start erst möglich gemacht.“

Schulleiter Stephan Speer hatte Pflastersteine mitgebracht, um den gemeinsamen Weg symbolisch weiterzubauen und zu befestigen. Doch gerade als er erläutern wollte, wie es beiden Schulen gelingen kann, zu einer guten Schulgemeinschaft zu werden, enterten zwei Schülervertreter die Bühne und erklärten, was ihrer Meinung nach jetzt auf dem Programm stehen sollte. Die Sache mit der Fusion sei schließlich klar: „Milch und Kakaopulver sind für sich genommen schon sehr gut, aber zusammen sind sie noch viel besser!“

Der anschließende Gottesdienst stand unter dem Motto „zusammenwachsen – zusammen wachsen“. Einen kleinen Schauer kommentierte der Bischof schlagfertig mit den Worten „Regen fördert Wachstum“. Er forderte seine Zuhörer auf: „Seid politisch um der Ehre Gottes willen!“

Die Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld Wünsche für ihre neue Schule zusammengetragen, die auf Karten an einen Apfelbaum gehängt und vom Bischof gesegnet wurden. Auf den Wunschlisten standen Werte wie Respekt und Solidarität, Wertschätzung und Gemeinschaft, Verständnis und Offenheit. Manche wurde auch konkreter und wünschten sich Wasserspender, Basketballkörbe und Trampoline. Laut gelacht wurde beim Verlesen des Wunsches „Pommes MaJo“ – eine kleine Anspielung auf die interne Abkürzung des neuen Gymnasiums.

Pommes wurden im Anschluss an das Bühnenprogramm zwar nicht serviert, aber auch bei Fingerfood und kühlen Getränken kamen alle schnell miteinander ins Gespräch und nutzen die Gelegenheit zur Begegnung auf dem Domhof.

Ab 16 Uhr wird heute vor dem Dom weiter gefeiert. Höhepunkt ist ab 18.30 Uhr ein Konzert der Sängerin Lotte. Als Vorband tritt Ronja Maltzahn mit ihrem Trio auf. Alle Jugendlichen des Bistums hatten im Vorfeld eine Einladung zu dem Event erhalten.

Investition in ein nachhaltig zukunftsfähiges Gymnasium in Hildesheim

Das Bistum will mit der Zusammenführung den langfristig sinkenden Schülerzahlen Rechnung tragen und gleichzeitig den Schulstandort Hildesheim stärken. Die Umstrukturierung beinhaltet gleichzeitig eine Zusammenführung der Gymnasien in die Trägerschaft des Bistums. Der Schulfusion werden in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungsarbeiten und ein Neubau am Brühl folgen. Rund 28,3 Millionen Euro wurden für das Bauvorhaben veranschlagt und bewilligt. Die baulichen Maßnahmen sind erforderlich, damit das neue Gymnasium auch baulich den Anforderungen an einen modernen Schulunterricht gerecht werden kann.

An den Planungen waren viele Arbeitsgruppen in den Schulen konstruktiv und engagiert beteiligt. In vielen Treffen und Workshops wurde intensiv daran gearbeitet, die pädagogischen Qualitäten und langjährigen Traditionen von Marienschule und Josephinum bestmöglich zusammenzuführen.

Auch die Homepage des Mariano-Josephinums ist pünktlich zur offiziellen Fusion online gegangen. Unter www.mariano-josephinum.de können sich Interessierte ab sofort über die neue Schule informieren.

]]>
news-31260 Fri, 26 Aug 2022 12:32:35 +0200 Bischof Wilmer ruft zu „anderem Donnerstag“ auf https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/bischof-wilmer-ruft-zu-anderem-donnerstag-auf-31260/ In einem Bischofswort, das in den Gottesdiensten am 27. und 28. August verlesen wird, ruft Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ die Menschen im Bistum dazu auf, einen „anderen Donnerstag“ zu gestalten und regelmäßig gemeinsam zu beten und zu essen. Glaube beginne damit, in Gemeinschaft zu beten und zu essen, schreibt Wilmer: „Das war bei den ersten Christinnen und Christen so, das ist heute so und das wird uns auch in Zukunft als Kirche stark machen.“ Der Bischof verweist dabei auf die Apostelgeschichte: „Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.“ 

Mit Dankbarkeit schaue er in die Gemeinden, in die muttersprachlichen Missionen, in die unterschiedlichen Gebetsgemeinschaften, in die Verbände, in unsere Schulen und Kitas, in die Caritas, wo Menschen die Frohe Botschaft hören und teilen, gemeinsam beten und gemeinsam feiern, schreibt der Bischof.

Wilmer wendet sich an verschiedene Gruppen im Bistum und macht konkrete Vorschläge für die Gestaltung von Treffen. Ältere Menschen könnten beispielsweise zusammenkommen, gemeinsam beten, ihre schönsten Kirchenlieder singen und anschließend Kaffee trinken und Kuchen essen. Familien sollen in die Kirche kommen, den Glauben mit Kinderaugen neu entdecken und sich der Reihe nach gegenseitig bekochen. Jugendliche könnten sich am Lagerfeuer und bei Taizé-Liedern treffen, Berufstätige nach Feierabend zum gemeinsamen Gebet und zum anschließenden Bier. Menschen, die sich für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen, könnten in der Natur Gott für die Schönheit der Schöpfung danken und Selbstgemachtes verzehren.

„Ich rufe Sie alle! Treffen Sie sich ab jetzt jeden Donnerstag: wo auch immer Sie sind, was auch immer Sie als Gemeinschaft vereint, wie auch immer Sie beten, was auch immer auf den Tisch kommt – und machen Sie mit vielen, vielen anderen, die das gleichzeitig tun, unser Bistum zu einer starken Gemeinschaft, in der wir uns alle gegenseitig tragen, zu einem Ort, an dem der Glaube wächst und an dem wir deutlich machen: Glauben geht!“ schreibt Bischof Wilmer.

Um die Vernetzung und das Auffinden von Gebetsgemeinschaften zu erleichtern, wird in Kürze die Internetseite www.der-andere-donnerstag.de freigeschaltet.

]]>
news-31253 Thu, 25 Aug 2022 16:36:30 +0200 Noch Plätze frei beim Feierabendpilgern auf dem Braunschweiger Jakobsweg https://www.dekanat-braunschweig.de/nachrichten/artikel/news-title/noch-plaetze-frei-beim-feierabendpilgern-auf-dem-braunschweiger-jakobsweg-31252/ In der Woche vom 11. - 18. September wird es an jedem Tag ein Pilgerangebot auf dem Braunschweiger Jakobsweg geben, an den Wochenenden als Tagestouren, in der Woche als Feierabendpilgern. Anmeldungen sind noch bis 7. September möglich. news-31300 Wed, 24 Aug 2022 16:14:00 +0200 Bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit voneinander lernen https://www.agiamondo.de/detail/bei-umweltschutz-nachhaltigkeit-und-dekolonisation-voneinander-lernen/ Interview mit Noelia Crespo Calatayud aus Bolivien - sie berät die Diözesanstelle Weltkirche in Hildesheim zu Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit news-31249 Wed, 24 Aug 2022 14:57:28 +0200 Energiekrise: Kirchen nutzen Steuermehreinnahmen zur Unterstützung der Schwächsten https://www.bistum-hildesheim.de/bistum/nachrichten/artikel/news-title/energiekrise-kirchen-nutzen-steuermehreinnahmen-zur-unterstuetzung-der-schwaechsten-31249/ Die evangelischen und katholischen Kirchen in Niedersachsen und Bremen werden die Steuermehreinnahmen, die sich für die Kirchen aus der Energiepreispauschale des Bundes ergeben, gezielt in diakonischen und caritativen Angeboten für die Schwächsten in dieser Krisensituation einsetzen. Darauf haben sich alle evangelischen Kirchen und katholischen Bistümer in Niedersachsen und Bremen sowie das Bischöflich Münstersche Offizialat für die Katholische Kirche im Oldenburger Land in dieser Ausnahmesituation verständigt. Die Kirchen folgen damit einer Empfehlung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz (DBK).

„Als evangelische und katholische Kirchen sind wir verantwortlich, Menschen unabhängig von ihrer Religion oder Weltanschauung in Notsituationen zu helfen. Zugleich müssen wir selbst nachhaltig wirtschaften und den Energieverbrauch deutlich senken“, heißt es in der heute von den Bischöfen und Leitenden Geistlichen in Niedersachsen und Bremen gemeinsam veröffentlichten Erklärung. Die Mehreinnahmen sollen ausdrücklich für zusätzliche und klar zur Linderung der Krise geeignete Projekte der Diakonie und Caritas sowie der Kirchengemeinden vor Ort verwendet werden. Diese Angebote sind offen für alle Menschen ungeachtet ihrer Religion oder Herkunft. 

Nach bisher vorliegenden Schätzungen belaufen sich die zu erwartenden Kirchensteuer-Mehreinnahmen durch die Energiepreispauschale für die Kirchen in Niedersachsen und Bremen auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Dieses Geld soll jenen Menschen zugutekommen, die am stärksten unter den Bedrängnissen der durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine verursachten Energiekrise auch in Niedersachsen und Bremen zu leiden haben. 

Um selbst signifikant Energie zu sparen, soll die Temperatur und Beleuchtungsintensität in Kirchen und kirchlichen Gebäuden gesenkt werden, sofern diese nicht für soziale Angebote wie Wärmestuben, Lernräume oder Essensausgabe zur Verfügung stehen. Auch ohne Heizung werde es jedoch geöffnete Kirchen für Gottesdienst und Gebet geben. Energieeinsparungen können sich überdies durch auch ökumenische Kooperationen zwischen Gemeinden oder anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen ergeben.

]]>