Evangelisierende Pastoral

Kreuz inmitten von Spielfiguren

Der Bereich Evangelisierende Pastoral initiiert, begleitet und fördert die pastoralen Optionen des Bistums im Bereich der Verkündigung.

Schwerpunkte der Arbeit im Bereich Evangelisierende Pastoral sind:

  • Weiterentwicklung einer mystagogischen Sakramentenpastoral
  • Entwicklung und Förderung des Katechumenats (www.katechumenat.de)
  • Weiterentwicklung von Wegen und Formen erwachsenen Glaubens in Glaubenskursen, Bibelarbeit und Exerzitien im Alltag
  • Entwicklung von Pilotprojekten im Blick auf glaubenssuchende Menschen

Kontakt
Bischöfliches Generalvikariat
Hauptabteilung Pastoral
Bereich Evangelisierende Pastoral
Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Fax (05121) 307-534
verkuendigung(ät)bistum-hildesheim.de

Darüber hinaus ist der Bereich Evangelisierende Pastoral zuständig für den Kontakt des Bistums mit den geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften wie auch den Orden, die im Bistum angesiedelt sind.

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt ist die Weiterentwicklung der "mystagogischen Sakramentenpastoral", wie sie in unserer Diözese im Jahr 2002 konzipiert wurde. Die Hinführung junger und erwachsener Menschen in die Begegnung mit dem lebendigen Gott im Katechumenat und die Entwicklung neuer Wege der Taufpastoral, der Vorbereitung auf die Erstkommunion und auf die Firmung stehen dabei im Blickpunkt des Interesses. Die sorgfältige Begleitung des Ganzheitlichen Weges nach Franz Kett gehört in diesen Zusammenhang.

Der Bereich Evangelisierende Pastoral ist nicht operativ tätig, sondern versucht, Denkwerkstätten und Kooperationsmöglichkeiten zu eröffnen. Insbesondere mit den anderen Fachbereichen der HA Pastoral, der Arbeitsstelle für Fortbildung und Beratung, den Ausbildern und Fortbildnern will er eng zusammenarbeiten. Durch Studientage und Veröffentlichungen will er das Bewusstsein für neue pastorale Entwicklungen schaffen und neue Arbeitsmethoden entwickeln.

Schraffiertes transparentes Kreuz

Projekt "Perspektivwechsel"

Evangelisierung aus anderen Blickwinkeln betrachten...

Von Oktober 2016 bis Mai 2017 fand das Projekt „Perspektivwechsel“ unter Leitung von Tanja Flentje, Referentin für evangelisierende Pastoral, statt.

Ziel war es, sich durch unterschiedliche und neue Perspektiven auf eine intensive und lebendige Art und Weise mit dem Thema der Evangelisierung auseinanderzusetzen.

Das Projekt beinhaltete vier fünfstündige Workshops und einen zweitägigen Workshop mit Übernachtung im Harz. Teilgenommen haben Kollegen und Kolleginnen aus unterschiedlichen Referaten der Hauptabteilung Pastoral, Gemeindereferenten/innen, Pastoralreferenten/innen, ein Priester, eine Referentin aus der Jugendabteilung und eine evangelische Pastorin.

Für die Perspektivwechsel wurden Referenten und Referentinnen aus den Bereichen Fotografie, Theater und Werbung eingeladen und besondere Orte wie der Andreasturm, ein Bergwerk und der Granetalstausee im Harz aufgesucht.

Durch den Wechsel der Perspektiven konnten neue Gedanken in „alten“ vertrauten Zusammenhängen möglich gemacht werden. Kunst- und gestaltungspädagogische Methoden halfen, Perspektiven im wahrsten Sinne des Wortes zu wechseln und neue Haltungen zu erproben. Ausgehend von einem sehr persönlichen Erleben und Erfahren wurde immer der konkrete Transfer in die jeweiligen Arbeitskontexte angestrebt. In vielfältiger Weise konnten gemachte Erfahrungen umgesetzt werden und Arbeitsweisen in Haltung und Verhalten weiterentwickelt werden.

Die Projektarbeit wurde von einem Kamerateam von media plus X begleitet und für jede Perspektive ein eigener Film entwickelt.

Fotografie

Was heißt es überhaupt, die Perspektive zu wechseln und warum ist das sinnvoll? Was verändert es in meiner Arbeit und in Bezug auf die evangelisierende Pastoral?

Verschiedene Fragen und ein Fotoapparat haben dabei den Perspektivwechsel konkret erlebbar gemacht:

  • Ist Evangelisierung weit oder fokussiert?
  • Ist Evangelisierung laut oder leise?
  • Was kommt vor der Evangelisierung?
  • Warum ist Evangelisierung wichtig?
  • Wie würde ich Evangelisierung gerne erleben?
  • Was braucht Evangelisierung?
  • Wo stoße ich mich an Evangelisierung?

Nähe und Distanz

Die Perspektiven Nähe und Distanz haben zwei Ebenen: Situationen aus unterschiedlichen Entfernungen anders wahrnehmen und wie der persönliche Umgang mit Nähe und Distanz ist. Wann wird was und warum bevorzugt.

Da Evangelisierung oft ein Wirken auf verschiedenen Beziehungsebenen beinhaltet, die Beziehung zu Gott sowie die Beziehung zu anderen Menschen, erhält der Umgang mit Nähe und Distanz immer eine Bedeutung.

Tiefe und Bewegung

Beim zweitägigen Workshop im Harz standen die Themen Tiefe und Bewegung auf dem Programm.

Tiefe steht in der Spannung zwischen „in die Tiefe gehen“ und „aus der Tiefe heraus“ leben und glauben. Das eine ist anstrengend und vielleicht erschreckend, das andere ist authentisch, kraftvoll und vor allem ansteckend. Evangelisierung wird aus dem eigenen Glauben heraus gelebt und dieser Glaube hat etwas mit unserem tiefsten Inneren zu tun. Deshalb ist die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Tiefe ein wertvoller Baustein in der Förderung von evangelisierender Pastoral.

Mit Blick auf die umfassenden Veränderungen und Bewegungen in den kirchlichen Arbeitskontexten ist es wichtig, sich auch mit Fragen zum Thema Bewegung auseinanderzusetzen: Wie viel Bewegung ist nötig, um zu evangelisieren? Was bedeuten die Aspekte bergauf, bergab, Ruhebank, Balance, Aussichtspunkt und Wegentscheidungen für meine Arbeit? Wie muss ich mich bewegen?

Theaterspielen

Durch das Theaterspiel können andere Rollen und Verhaltensweisen ausprobiert werden. Dadurch kann konkret wahrgenommen werden wie unser gewohntes Umfeld aus der Perspektive von jemand anderen erlebt wird. Außerdem kann experimentiert werden wie die ganz eigene Art und wie das eigene Tempo in der Verkündigung in verschiedenen Arbeitskontexten ist.

Werbung

Wie verkünden wir die Botschaft? In der Werbung werden auch Botschaften transportiert und verkündigt. Strategisch und genauestens aufgearbeitet und konzipiert wird ein Produkt beworben, damit es gekauft wird. Der Glaube ist kein Gegenstand, aber es kann erprobt werden inwieweit Handwerkszeug aus der Werbung auch im pastoralen Dienst eingesetzt werden kann.

Ansprechpartnerinnen

Marie-Gabrielle Ortenburg Portrait

Referentin (z. Zt. in Erziehungszeit)
Generations of Faith
Marie-Gabrielle Ortenburg
marie-gabrielle.ortenburg(ät)bistum-hildesheim.de

Symbolischer Avatar für Ansprechpartner

Referentin
Tanja Flentje
Tel. (05121) 307-312
tanja.flentje(ät)bistum-hildesheim.de

Sekretariat
Kristin Peschel
Tel. (05121) 307-358
kristin.peschel(ät)bistum-hildesheim.de