Demut – Orgelvesper II
Fortsetzung der Reihe zur Verbindung von Gebet und Musik in der Basilika St. Clemens
Orgelvespern verbinden in besonderem Maße Gebet und Musik. In diesem Jahr wird es in der Basilika St. Clemens eine besondere Reihe mit Orgelvespern geben, deren Gestaltung sich am Kirchenjahr orientiert.
Die zweite Orgelvesper am Samstag, 21. Februar, widmet sich, so der Leitgedanke, der „Demut“. Beginn ist um 18:30 Uhr (Platz an der Basilika 1, 30169 Hannover). Es singt Mika Bergman (Alt), an der Orgel Francesco Bernasconi.
Als Vesper wird in der Katholischen Kirche das Abendgebet bezeichnet. Es dient gläubigen Menschen vor allem, sich der Gegenwart Gottes zu erinnern, das am Tag Erlebte und die Hoffnung für den neuen Morgen vor ihn zu bringen. „Diese Sehnsucht nach Gott ist ein starkes Motiv in der Kirchenmusik und beschreibt genau diese Verbindung aus Gebet und Musik, die wir mit der Vesper aufgreifen“, sagt Bernasconi.
Die zweite Vesper – nahe am Palmsonntag und Karfreitag – stellt die Passion, die Leidensgeschichte Jesu in den Mittelpunkt. Doch wie lässt sich die Passion in Musik fassen? Diese Frage zieht sich in Musik, Gesang und liturgischen Elementen durch die Vesper am 21. März – dem Datum, an dem traditionell der Geburtstag von Johann Sebastian Bach (1685-1750), begangen wird. Auf dem Programm stehen Arien aus den zwei großen Passionen des Komponisten, die den Evangelien von Matthäus und Johannes folgen. Zentrale Elemente der biblischen Überlieferung zur Leidensgeschichte Jesu sind Sünde, Reue, Demut und Trost. Das spiegelt sich in den ausgewählten Arien wider: „Von den Stricken meiner Sünden“ (Johannespassion), „Buß und Reu“ sowie „Erbarme dich“ (beide Matthäuspassion) und „Es ist vollbracht“ (Johannespassion). Es singt Mika Bergman (Alt).
Umrahmt wird das Programm von der Toccata und Fuge in d-Moll (BWV 538). Nicht das die Kirchenmusik wie kein anderes prägende Stück, sondern die etwas unbekanntere dorische Toccata und Fuge. In diesem Werk tritt expressive Wucht neben sanfte, nachdenklich stimmende Töne. So geht es weniger um den Klageschrei angesichts des Leidens Jesu, sondern um dessen Annahme: in der Verheißung der Auferstehung, die die Menschen von der Sünde erlöst – in Demut. An der Orgel: Francesco Bernasconi, Regionalkantor der Katholischen Kirche in der Region Hannover.
Liturgisch wird die Vesper, das Abendgebet in der Katholischen Kirche, von Propst Wolfgang Semmet gestaltet. Die dritte Orgelvesper am Samstag, 18. April, widmet sich dem „Jubel“ in der Osterzeit. Es spielt Ivan-Bogdan Reincke (Wolfsburg).
pkh/wal
- Termin
- 21.03.2026, 18:30 Uhr
- Ort
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Basilika St. Clemens
Platz an der Basilika 1
30169 Hannover - Leitung / Ansprechperson
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Regionalkantor Francesco Benasconi
