Projektförderung
partnerschaftlich - weltweit - solidarisch
„Wie Gott im Alten Bund, so ergreift auch Jesus eindeutig Partei für die Armen und Schwachen. [...] Er will, dass wir in Gerechtigkeit zusammenleben.“ Ausgehend von dieser Option für die Armen hat die Hildesheimer Diözesansynode 1990 entschieden, dass das Bistum einen Teil seiner Kirchensteuereinnahmen für die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Menschen in den Ländern des Südens und Ostens zur Verfügung stellt.
Jedes Jahr unterstützt das Bistum Hildesheim kirchliche Partner und Organisationen der Zivilgesellschaft in Ländern des globalen Südens. Folgende Regionen werden gefördert
- im Partnerland Bolivien (ca. 50 %),
- in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien sowie Mittel- und Osteuropa (ca. 36 %),
- im Inland, d.h. weltkirchliche Begegnungen, internationale Freiwilligendienste sowie weltkirchliche und entwicklungsbezogene Bildungs- und Lobbyarbeit (ca. 14 %).
Über Projektanträge im Zusammenhang mit der Bolivienpartnerschaft wird im Finanzausschuss der Bolivienkommission beraten und entschieden. Für alle anderen Anträge ist die Kommission für kirchliche Entwicklungsarbeit (KEA) zuständig. Die Mitglieder beider Gremien werden vom Hildesheimer Bischof berufen.
Möchten Sie mehr über unsere Projektförderung lesen, dann finden Sie hier eine Übersicht und hier nähere Informationen zur Projektförderung, geordnet nach Regionen und Sachgebieten.
Grundlagen für die Vergabe der Mittel (Hildesheimer Diözesansynode 1990)
Bolivienkommission (BK) Finanzausschuss
Projektmittelvergabe Bolivien
Der Bolivianischen Bischofskonferenz werden jährlich 70.000 € für organisatorische, personelle und strukturelle Aufgaben zur Verfügung gestellt. Die Personalkosten für die Geschäftsführung der Partnerschaftskommission der Bolivianischen Bischofskonferenz und die Sachkosten für das Sekretariat werden zu gleichen Teilen von den Diözesen Hildesheim und Trier finanziert.
Daneben werden pro Jahr 50.000 € bereitgestellt, um zeitlich begrenzte pastorale Projekte von überregionaler oder nationaler Bedeutung zu fördern.
Für lokal begrenzte Projekte können Ortskirchen, soziale Einrichtungen, Schulen usw. Zuschüsse bis zu einer Höhe von 5.000 € für pastorale und soziale Aufgaben, Bildungsmaßnahmen sowie für Ausstattung und Renovierung von kirchlichen Einrichtungen beantragen. Hauptziel dieser Projekte ist es, die Menschen vor Ort in einer konkreten Situation zu unterstützen. Die Projekte können auch dazu dienen, evtl. bestehende Partnerschaften zu vertiefen, aber auch neue Kontakte herzustellen.
Das von der Fundación Jubileo in La Paz geleistete Engagement für die Befähigung von an den Rand der Gesellschaft gedrängten Menschen, ihre zivilen Rechte der Partizipation wahrnehmen zu können, wird finanziell durch die Stiftung Justitia et Participatio unterstützt
Projektmittelvergabe zur Verwendung im Bistum
Ein Teil der Projektmittel steht zur Förderung der Partnerschaft bereit.
Pfarrgemeinden, Schulen, Verbände und Gruppen können für selbst organisierte Reisen nach Bolivien, die dem Zweck dienen, eine bestehende Partnerschaft zu vertiefen bzw. neue Kontakte aufzubauen, einen Zuschuss beantragen. Das gilt auch für Gäste, die aus den bolivianischen Partnergruppen eingeladen werden.
Ebenso bezuschusst werden die alle zwei Jahre stattfindenden Begegnungsreisen, die von den Bistümern Hildesheim und Trier sowie der Bolivianischen Partnerschaftskommission organisiert werden.
Projekte beantragen
Über die Verwendung der aus dem Bistumshaushalt vorgesehenen Fördermittel für die Bolivienpartnerschaft entscheiden die Mitglieder des Finanzausschusses, die aus den Reihen der Bolivienkommission gewählt werden.
Anträge bolivianischer Projektpartner müssen mit Zustimmung des jeweiligen Ortsbischofs an die Geschäftsstelle der Partnerschaftskommission in La Paz gerichtet werden.
Nur Projektanträge, die über die Geschäftsstelle in La Paz der Partnerschaftskommission der Bolivianischen Bischofskonferenz vorgelegt werden, kommen im Finanzausschuss der Bolivienkommission zur Beratung.
Anträge für Maßnahmen zur Förderung der Partnerschaft im Bistum Hildesheim können hier gestellt werden.
Mitglieder Finanzausschuss
- Sebastian Bode, Hildesheim
- Noelia Crespo Calatayud, Hildesheim
- Thomas Fehst, Salzgitter
- Margit Hohmann, Wolfsburg/Frankfurt am Main
- Juan Leon Aparício, Winsen (Luhe)
(Stand: Januar 2026)
Kommission für kirchliche Entwicklungsarbeit (KEA)
Projektmittelvergabe Ausland
Bei der Projektmittelvergabe werden bevorzugt Projekte mit einem Bezug zum Bistum Hildesheim berücksichtigt: Missionarinnen und Missionare oder Entwicklungsfachkräfte aus dem Bistum Hildesheim oder Pfarreien, Verbände, Gruppen oder Einrichtungen des Bistums Hildesheim. Wir legen Wert auf erkennbare Eigeninitiative und Perspektiven für Nachhaltigkeit und Selbstfinanzierung. Vor einer Entscheidung wird eine Stellungnahme des inhaltlich zuständigen katholischen Hilfswerkes eingeholt. Projekte ohne Bezug zum Bistum Hildesheim oder zur katholischen Kirche im Projektland können leider nicht gefördert werden.
Projektmittelvergabe Bistum Hildesheim
Bei den Inlandsprojekten verstehen wir uns als regionaler Sponsor. D.h. die Antragstellenden müssen einen Bezug zum Bistum Hildesheim haben oder die geförderte Maßnahme muss sich ganz oder teilweise an Menschen im Bistum Hildesheim wenden.
- Bildungs- und Lobbyarbeit:
Von der Förderung ausgeschlossen sind reine Spenden- und Werbemaßnahmen. Die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche ist keine Bedingung. - Weltkirchliche Begegnungen:
Begegnungsreisen und Workcamps im Rahmen von bestehenden oder geplanten Partnerschaften. Förderkriterien finden Sie ganz unten auf dieser Seite. Eine kirchliche Einbindung ist erforderlich.
Projekte beantragen
- Für die Beantragung eines Bistumszuschusses füllen Sie bitte folgendes Formular in Ihrer jeweiligen Sprache aus:
o Deutsch
o English
o Français
o Español - Vom Projektträger wird eine schriftliche Empfehlung des Ortsbischofs oder des/der Ordensoberen für das beantragte Projekt erwartet.
- Projekte, an denen Minderjährige und schutzbefohlene Erwachsene beteiligt sind, können nur gefördert werden, wenn ein aussagekräftiges Schutzkonzept vorliegt
- Ein detaillierter Kostenplan mit konkreten Angeboten ist beizulegen.
Sitzungstermine/Kommissionsmitglieder
Sitzungstermine 2026
- Dienstag, 17. Februar, 17 Uhr
- Mittwoch, 20. Mai, 17 Uhr
- Donnerstag, 17. September, 17 Uhr
- Freitag, 4. Dezember, 17 Uhr
Mitglieder der Kommission
- Jacques Pancrace Debango, Wunstorf
- Pfarrer Matthias Eggers, Wolfenbüttel (auf Vorschlag des Priesterrates)
- Franziska Kandora, Hildesheim
- Johanna Langer, Emmerke
- David Liman, Hannover
- Angelika Löwe, Braunschweig (auf Vorschlag des Diözesanrats der Katholik*innen)
- Hedwig Mehring, Hildesheim
- Hans-Joachim Reisig, Algermissen (Vorsitzender)
(Stand: 11.02.2025)
Kontakt

Referentin für internationale Beziehungen
Dr. Sina Bierkamp
Tel. (05121) 307-351
sina.bierkamp(ät)bistum-hildesheim.de

Internationale Projektarbeit
Stefanie Scholle-Biebermann
Tel. (05121) 307-386
Stefanie.Scholle-Biebermann(ät)bistum-hildesheim.de
STUBE Niedersachsen
Ein Förderprogramm für Studierende aus Afrika, Asien und Lateinamerika an niedersächsischen Hochschulen




