Interreligiöser Dialog

Für ein gelingendes Miteinander der Religionen

„Dialog ist (…) eine Lebensweise – eine Reise des Herzens.“ 

Papst Leo XIV. – Ansprache am 28. Oktober 2025

Grundlegend für den interreligiösen Dialog ist seitens der katholischen Kirche die Erklärung Nostra Aetate aus dem Jahr 1965. Gleichsam als Fazit heißt es in dieser Erklärung: „Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern. Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, daß die Schrift sagt: "Wer nicht liebt, kennt Gott nicht" (1 Joh 4,8). So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.“ (NA 5)

Bezugnehmend auf die Erklärung Nostra Aetate betont Papst Leo XIV.: „Dialog ist weder eine Taktik noch ein Werkzeug, sondern eine Lebensweise – eine Reise des Herzens, die alle Beteiligten verändert, sowohl den Zuhörer als auch den Sprecher. Mehr noch, wir gehen diesen Weg nicht, indem wir unseren eigenen Glauben aufgeben, sondern indem wir fest in ihm verankert bleiben. Denn authentischer Dialog beginnt nicht mit Kompromissen, sondern mit Überzeugungen – mit den tiefen Wurzeln unseres eigenen Glaubens, die uns die Kraft geben, anderen in Liebe zu begegnen.“ 

Gesprächskreise und Netzwerke

An vielen Orten in Niedersachsen bestehen Gesprächskreise und Netzwerke, die sich „Rat der Religionen“, „Runder Tisch der Religionen“, „Forum der Religionen“ oder ähnlich nennen – so z.B. in Hannover, Hildesheim und Göttingen. Sie alle verbindet die Grundüberzeugung, dass für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein gutes Miteinander der Religionen unerlässlich ist.

Jüdisches Leben findet in der Gegenwart statt. Glücklicherweise auch in Niedersachsen. Synagogen, kulturelle Einrichtungen und vielfältige Initiativen zeugen davon, dass jüdische Tradition, Glaube und Kultur hier ihren festen Platz haben. Dem jüdisch-christlichen Dialog widmen sich u.a. die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das netzwerk.jüdisch.christlich sowie das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.

 

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Ansprechperson

Referentin für Ökumene und Interreligiösen Dialog

Katharina Freudenberger

Tel. (05121) 307-310
katharina.freudenberger(ät)bistum-hildesheim.de