Interreligiöser Dialog
Für ein gelingendes Miteinander der Religionen
Grundlegend für den interreligiösen Dialog ist seitens der katholischen Kirche die Erklärung Nostra Aetate aus dem Jahr 1965. Gleichsam als Fazit heißt es in dieser Erklärung: „Wir können aber Gott, den Vater aller, nicht anrufen, wenn wir irgendwelchen Menschen, die ja nach dem Ebenbild Gottes geschaffen sind, die brüderliche Haltung verweigern. Das Verhalten des Menschen zu Gott dem Vater und sein Verhalten zu den Menschenbrüdern stehen in so engem Zusammenhang, daß die Schrift sagt: "Wer nicht liebt, kennt Gott nicht" (1 Joh 4,8). So wird also jeder Theorie oder Praxis das Fundament entzogen, die zwischen Mensch und Mensch, zwischen Volk und Volk bezüglich der Menschenwürde und der daraus fließenden Rechte einen Unterschied macht.“ (NA 5)
Bezugnehmend auf die Erklärung Nostra Aetate betont Papst Leo XIV.: „Dialog ist weder eine Taktik noch ein Werkzeug, sondern eine Lebensweise – eine Reise des Herzens, die alle Beteiligten verändert, sowohl den Zuhörer als auch den Sprecher. Mehr noch, wir gehen diesen Weg nicht, indem wir unseren eigenen Glauben aufgeben, sondern indem wir fest in ihm verankert bleiben. Denn authentischer Dialog beginnt nicht mit Kompromissen, sondern mit Überzeugungen – mit den tiefen Wurzeln unseres eigenen Glaubens, die uns die Kraft geben, anderen in Liebe zu begegnen.“
Gesprächskreise und Netzwerke
An vielen Orten in Niedersachsen bestehen Gesprächskreise und Netzwerke, die sich „Rat der Religionen“, „Runder Tisch der Religionen“, „Forum der Religionen“ oder ähnlich nennen – so z.B. in Hannover, Hildesheim und Göttingen. Sie alle verbindet die Grundüberzeugung, dass für ein gelingendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft ein gutes Miteinander der Religionen unerlässlich ist.
Jüdisches Leben findet in der Gegenwart statt. Glücklicherweise auch in Niedersachsen. Synagogen, kulturelle Einrichtungen und vielfältige Initiativen zeugen davon, dass jüdische Tradition, Glaube und Kultur hier ihren festen Platz haben. Dem jüdisch-christlichen Dialog widmen sich u.a. die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, das netzwerk.jüdisch.christlich sowie das Israel Jacobson Netzwerk für jüdische Kultur und Geschichte e.V.
Projekte und Initiativen
Texte und Dokumente
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Stimmen aus dem interreligiösen Dialog
Erfahrungen, Projekte und Inspirationen für ein gelingendes Miteinander - Gemeinsam.Schöpfung.Bewahren. Dokumentation der multireligiösen Begegnung am 15. Mai 2022 in Hannover
- Gemeinsame religiöse Feiern mit Menschen verschiedener Religionen
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Anstoss zum Dialog
Handreichung für das Gespräch zwischen Christen und Muslimen -
Bausteine für den Dialog
Handreichung für das Gespräch zwischen Christen und Muslimen
- Deutsche Bischofskonferenz: Christlich-muslimische Beziehungen in Deutschland (2026)
- Bischof Wilmer: Wir haben in Deutschland ein Problem mit Antisemitismus. Stellungnahme von Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ zum erstarkenden Antisemitismus in Deutschland (2025)
- Papst Franziskus: Enzyklika Fratelli tutti über die Geschwisterlichkeit und die soziale Freundschaft (2020)
- Papst Franziskus und Ahmad Al-Tayyeb: Dokument über Die Brüderlichkeit aller Menschen. Für ein friedliches Zusammenleben in der Welt (2019)
- Zweites Vatikanisches Konzil: Erklärung Nostra Aetate über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen (1965)
Weiterführende Informationen
Ein Angebot von religion-entdecken.de (externe Seite).
Ansprechperson
Referentin für Ökumene und Interreligiösen Dialog
Katharina Freudenberger
Tel. (05121) 307-310
katharina.freudenberger(ät)bistum-hildesheim.de













