Diakone

"Mein Beruf ist das Evangelium, und das ist für mich ein großes Glück. Meine Familie und mein Freundeskreis helfen mir dabei, Diakon zu sein. Mir gefällt der Satz: Diakone machen Karriere nach unten.

Ich bin nicht Diakon geworden, um:

  • dabei mitzuhelfen, die Kirche abzuwickeln.
  • als Kleriker einer neuen Gestalt des Kircheseins im Wege zu stehen, sondern um ihr Raum zu verschaffen.
  • den Armen, Kranken, Alten und den Verlierern in unserer Gesellschaft zu sagen: Tut mir leid, um Euch kann sich keiner mehr kümmern."

Diakon Martin Wirth, Dekanat Göttingen

Das Amt des Diakons ist eines der ältesten kirchlichen Ämter und wird bereits im Neuen Testament erwähnt. Vom Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-65) wurde der Diakonat als ständige dauerhafte Form kirchlichen Dienstes neu belebt. Im Bistum Hildesheim gibt es seit über 40 Jahren diesen Dienst.

Die erste Aufgabe jedes Diakons

... ist es, auf menschliche Not aufmerksam zu machen und Christen, die sich sozial engagieren, zu unterstützen. Jeder Diakon ist und handelt solidarisch mit den Menschen in Not und bildet hierdurch die Verbindung zwischen Gemeinden und Orten menschlicher Not (Brückenbauer). Im Gottesdienst und in der Verkündigung steht er ein für diesen Dienst.

Unter heutigen kirchlichen und gesellschaftlichen Bedingungen

… entwickelt der Diakon ein gutes Gespür für den Sozialraum und nutzt und schafft darin Netzwerke und Kontakte, um die Wahrnehmung von Not und die Unterstützung von sozial engagierten Menschen gut zu ermöglichen. Hierdurch trägt er konkret (Mit)Verantwortung, dass Gemeindemitglieder Kirche an Orten menschlicher Not repräsentieren und erlebbar sind.

Lebens- und Aufgabenfelder der Diakone

… sind Beruf, Ehe und Familie und Pfarrei.

Diakone im Zivilberuf arbeiten weiterhin in ihrem zivilen Beruf. Sie bringen den Diakonat in ihr zivilberufliches Feld ein und versuchen im Rahmen der Möglichkeiten ihren Dienst dort zu gestalten. Darüber hinaus wahrgenommene Aufgabenbereiche in Pfarreien richten sich nach den Anforderungen aus Beruf und Familie und werden entsprechend in kleinerem Umfang wahrgenommen.

Hauptberufliche Diakone sind vornehmlich in Pfarreien eingesetzt und übernehmen dort vollumfänglich die Verantwortung für das diakonische Handeln (in) der Pfarrei.

Diakone im Zivilberuf erzielen ihre Versorgung aus dem Einkommen ihrer ausgeübten zivilberuflichen Tätigkeit. Hauptberufliche Diakone erhalten ein Dienstverhältnis zum Bistum in Vollzeit und ihr Einkommen vom Bistum.

Zurzeit

sind 91 Diakone hauptberuflich und zivilberuflich oder emeritiert (Altersruhestand) im Bistum.

Die Ausbildung zum Diakon

Nach einer zweijährigen berufsbegleitenden Interessentenzeit, die der theologischen Bildung und Klärung der Berufung dient, erfolgt bei Eignung die Zulassung zur dreijährigen berufsbegleitenden Ausbildung im Rahmen der Vernetzten Ausbildung pastoraler Dienste.

Weitere Informationen

Logo der Diakone Deutschland
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