Infoveranstaltung über Aufarbeitungsstudie zu sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim

Forschungskonsortium gibt am 9. Juli Einblick in aktuell laufendes Aufarbeitungsvorhaben

Das multidisziplinäre Forschungskonsortium zur Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim lädt interessierte Menschen aus der Diözese am Donnerstag, 9. Juli 2026, zu einer Infoveranstaltung ein. Damit möchten die unabhängigen Fachleute über den aktuellen Stand der laufenden Studie informieren, Einblicke in bisherige Befunde geben und einen Ausblick auf die noch ausstehenden Forschungsarbeiten geben.

Die Infoveranstaltung findet am 9. Juli 2026 von 18 bis 21 Uhr in den Räumen der Universität Hildesheim statt (Gebäude Forum; Erdgeschoss, Raum HC.N.0.06). Eingeladen sind neben Interessierten aus dem Bistum Hildesheim insbesondere Personen, die am Forschungsprojekt mitwirken. Die Medien sind ebenfalls willkommen. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis zum 2. Juli 2026 unter dem Link https://isa-muenster.events/ticket/bistumhildeshesheim anmelden.

Das Programm der Infoveranstaltung beginnt um 18.15 Uhr mit einführenden Worten von Prof. Dr. Christian Schraper vom Institut für soziale Arbeit e.V. aus Münster. Von 18.30 bis 19.45 Uhr gibt das Forschungsteam einen Zwischenstand zum Aufarbeitungsvorhaben mit der Gelegenheit für Rückfragen.

Von 19.45 bis 20.15 Uhr sind Rückmeldungen von Betroffenen sowie vom Betroffenenrat Nord und der Unabhängigen Aufarbeitungskommission Nord vorgesehen. Von 20.15 bis 21 Uhr gibt es Raum für offene Gespräche.

Die Aufarbeitungsstudie H3 („Hildesheim. Hinschauen. Handeln.“) ist nach zwei Studien in den Jahren 2017 und 2021 das dritte große Aufarbeitungsvorhaben im Bistum Hildesheim. Sie begann im April 2025 und läuft bis April 2027. Ein wesentliches Anliegen des Forschungsprojektes ist es, die Betroffenen ins Zentrum der Aufarbeitung zu stellen und das Unrecht zu benennen, das sie erfahren haben.

Es soll geklärt werden, wie es zu sexualisierter Gewalt im Verantwortungsbereich des Bistums Hildesheim kommen konnte. Ebenso sollen das institutionelle und gesellschaftliche Versagen im Umgang mit sexualisierter Gewalt und mit Betroffenen möglichst umfassend und differenziert benannt und analysiert werden.

Das multidisziplinäre Forschungskonsortium besteht aus dem Institut für soziale Arbeit e. V. aus Münster, der zur Universitätsmedizin Rostock gehörenden Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter, dem juristischen Forschungszentrum SOCLES International Centre for Socio-Legal Studies gGmbH aus Heidelberg und dem zur Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg gehörenden Institut für Staatswissenschaft und Rechtsphilosophie.