Spiritualität

Spiritualität gehört, ob bewusst oder nicht, gelebt oder verschüttet, zum Menschsein. Für die einen stehen Lebens- und Glaubensfragen im Vordergrund oder die Suche nach einer lebendigen Gottesbeziehung auch im Alltag. Für andere geht es um Sinnfragen, den eigenen Platz in der Welt und die persönliche Berufung und eine stimmige Lebensgestaltung. Unsere christliche Tradition birgt für diese Such-Wege einen reichen Schatz an Erfahrung und Spiritualitätsformen.

Brücke mit Handlauf zwischen zwei Inseln auf einem See

Angebote

Kloster Marienrode

Lebens- und Glaubensorte

An bestimmten Orten unseres Bistums verdichtet sich die Sehnsucht nach gelebter Spiritualität: sei es, dass hier eine Ordensgemeinschaft lebt und zum Mitleben einlädt, sei es, dass hier ein bestimmter spiritueller Weg besonders im Mittelpunkt steht und erfahren werden kann. An vielen dieser Lebens- und Glaubensorte findet sich auch die Möglichkeit zur geistlichen Begleitung.

Kontemplation

Die Welt ist komplex, das Leben vielschichtig. Viele Menschen suchen in ihrem Leben nach Entschleunigung, und sehnen sich nach einem einfachen Weg zu Gott. Die Kontemplation möchte zu einer Vertiefung des Glaubens führen. Sie sucht die Ruhe des Herzens. Die Erfahrung der Stille ist dabei der Weg, der Sehnsucht nach einer unmittelbaren Beziehung zu Gott zu folgen. Diese Form christlicher Meditation wird auch als Herzensgebet oder Jesusgebet bezeichnet.

Kontemplative Exerzitien

In unserem Bistum finden kontemplative Exerzitien regelmäßig mehrfach im Jahr im Kloster Marienrode statt.

Kursprogramm - Kloster Marienrode

Wüstentage Herzensgebet

In Gemeinschaft einen Tag im kontemplativen Gebet verbringen.

Wüstentag Herzensgebet - Kloster Marienrode

Besinnung

Worauf möchten Sie sich besinnen? Und wie kann das gehen? Hier finden Sie Angebote, um vom Alltag abzuschalten und umzuschalten auf das, was Sie bewegt: Wir eröffnen geschützte Zeiten und frei gehaltene Räume, damit Menschen in Kontakt kommen mit sich selbst, mit ihrer Umwelt und mit dem Grund ihres Lebens. Wer so anhält, muss sich selbst aushalten und lernen zu verweilen, bei dem, was sich zeigen will. Dabei helfen uns ganz konkrete sinnliche Erfahrungen und angeleitete Impulse mit Musik, Schrifttexten, Gebet oder Stille. Sinnerfahrungen geben Antwort nach dem Warum und Wozu unseres Lebens. Unseren Lebens-Sinn können wir nicht herstellen, aber wir können ihn entdecken. Solche „sinnvollen“ Zeiten können vielfältige Formate annehmen und heißen „Besinnungstage“, „Einkehrtage“, „Oasentage“ oder „Wüstentage“ und dauern von einem Nachmittag bis zu einigen Tagen.

Sprechen Sie uns an, wenn Sie für Ihr Team oder Ihre Gruppe nach einem Design oder einer Begleitung für eine Besinnungszeit suchen. Hier finden Sie Besinnungsangebote in unserem Bistum, für die Sie sich anmelden können.

Exerzitien

Exerzitien sind geistliche Übungen in vielfältigen Formen und unterschiedlicher Dauer von drei Tagen, acht Tagen bis zu 30 Tagen. Dazu gehören in der Grundform täglich drei bis fünf feste Gebetszeiten von bis zu einer Stunde. Das wichtigste Mittel ist die Stille (kein Handy usw.), das Schweigen und die Zurückgezogenheit, weil da die Seele zu sprechen und sich im Inneren viel zu bewegen beginnt. Es gibt darum normalerweise eine geistliche Begleitung durch die Tage. Der Sinn solcher Zeit ist, den Willen Gottes für mein Leben zu finden und entsprechende Entscheidungen zu treffen. Das geschieht meist durch die Betrachtung/Meditation der Texte der Bibel, vor allem des Lebens Jesu.

Exerzitien im Alltag

Exerzitien im Alltag finden oft in Gemeinschaft (10 bis 25 Personen) und für die Dauer von vier bis fünf Wochen statt (z. B. Advents- oder Fastenzeit), aber auch bis zu einem halben oder ganzen Jahr. Es gibt meist wöchentliche Treffen der Exerzitien-Gruppe, in der jeweils das Thema der Woche besprochen und schon eingeübt wird. Dann übt jede/r die Woche über allein im Alltag täglich in einer Gebetszeit von etwa 30 Minuten innerhalb des Tages und meist einem abendlichen Tagesrückblick. In dem Treffen der Folgewoche tauscht man sich über die Gebeterfahrungen aus und bekommt Material für die nächste Woche. Auch Einzelbegleitung kann angeboten werden. Ausgearbeitete Kursmaterialien werden von den Exerzitienstellen verschiedener Diözesen angeboten.

Digitale Angebote

Wer von „spirituellen Angeboten“ hört und liest, denkt dabei zunächst sicherlich an unmittelbare Begegnung und persönliche Erfahrung. Wir nennen das dann gerne „live“ oder „in Präsenz“. Aber es gibt noch eine andere Art von Unmittelbarkeit und Präsenz: Spätestens die Coronapandemie hat uns notgedrungen noch kreativer werden lassen und gezeigt, dass auch das Internet auf seine ganz eigene Weise Menschen verbinden kann auf ihrer Suche nach Gott und nach einem Mehr an Leben.

Bei den Angeboten handelt es sich nicht um Streaming-Formate, sondern interaktive Formen der Begegnung und des gemeinschaftichen Erlebens.