GemeindereferentIn

Gemeindereferenten vor Kirchentor

Ein pastoraler Laienberuf

Der Beruf GemeindereferentIn ist ein pastoraler Beruf für nicht geweihte Personen innerhalb der katholischen Kirche. 

GemeindereferentInnen unterstützen den Dienst der Kirche in Verkündigung, Gottesdienst und Diakonie. Sie gestalten Kirche im Bistum Hildesheim mit ihrem theologisch-religionspädagogischen Fachwissen, ihrer Persönlichkeit und Spiritualität mit.

Dabei suchen sie nach Wegen, den Herausforderungen der heutigen Lebenswelt aus dem Geist des Evangeliums zu begegnen.

Kurzum: GemeindereferentInnen begleiten Menschen in ihrem Glauben und Leben.

Einsatzfelder im Bistum

GemeindereferentInnen sind als ReligionspädagogInnen eingesetzt, um den Menschen, die sich vor Ort in pädagogischer Arbeit und Katechese engagieren, das notwendige Wissen und die Kompetenz für deren Dienst zu vermitteln.

Die Einsatzbereiche der GemeindereferentInnen sind z. B. die Pfarrei, die Schule (Religionsunterricht und Schulseelsorge), die Justizvollzugsanstalt, die Klinik, Citypastoral und Jugendarbeit.

Der zukünftige Einsatz der Gemeindereferentinnen geschieht in einem Pastoralteam mit Priestern, Diakonen und pastoral Mitarbeitenden im überpfarrlichen Personaleinsatz.

Im Bistum Hildesheim sind zurzeit 80 GemeindereferentInnen insgesamt eingesetzt. Davon sind 10 GemeindereferentInnen in kategorialen Feldern tätig.

Ein pastoraler Laienberuf

Der Ursprung liegt in den Gemeinde- beziehungsweise Seelsorgehelferinnen, die seit den 1920er-Jahren in den Gemeinden tätig waren. Der zunächst nur von Frauen ausgeübte Dienst fand zusehends Anerkennung, unter anderem im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965). 1967 wurde die Berufsbezeichnung Gemeindereferentin eingeführt. Mittlerweile üben auch Männer diesen Beruf aus. Grundlage für den Dienst als GemeindereferentIn ist die Beauftragung und Sendung durch den jeweiligen Ortsbischof. 

GemeindereferentIn werden

Zur Ausbildung zur Gemeindereferentin/zum Gemeindereferenten gehört ein religionspädagogisches Studium an der Katholischen Fachhochschule NRW /Fachbereich Theologie in Paderborn.  

Nach dem Studium folgt die Berufseinführungsphase im Bistum Hildesheim, die mit der Zweiten Dienstprüfung abschließt. Mit der Beauftragung/Sendung durch den Bischof ist in der Regel eine unbefristete Anstellung in einem Bistum verbunden. Die Anstellung beinhaltet auch die kirchliche Lehrbeauftragung für schulischen Religionsunterricht. Die Dauer der Ausbildung beträgt insgesamt sechs Jahre.

Weitere Informationen

Erfahrungsbericht eines Gemeindereferenten

"In den Berufseinführungsjahren meiner Gemeindeassistentenzeit wurde ich aufgefordert, einen Kernsatz für unsere pastorale Tätigkeit zu entwerfen. Wenn ich ihn noch richtig zusammenbekomme, dann lautet er (früher wie heute) "Ich möchte Menschen darin begleiten, gemäß ihrer Fähigkeiten auf den Zuspruch und auf den Anspruch Gottes einzugehen." Damals waren es eher Menschen, die mir im Rahmen von Verkündigung und Sakramentenkatechese begegneten. Durch diverse Weiterbildung hat sich die Zielgruppe auf Klienten in der Ehe-, Lebens-, und Trauma-Beratung, auf Betroffene in der Notfallseelsorge, auf Feuerwehr-Einsatzkräfte und auf Strafgefangene ausgeweitet. Man könnte meinen, es ginge in diesen Begegnungen eher um den "Zuspruch Gottes", doch das stimmt nicht.

Ich habe in meinen Berufsjahren bestimmt ein großes Spektrum von Menschen in den verschiedensten Notlagen kennengelernt, was ich vor 20 Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Mit Sicherheit hat sich meine Vorstellung von einem "Zuspruch Gottes" immer weiter ausgeweitet und wurde bislang auch auf harte Proben gestellt. Ein Satz, den ich im Rahmen von einer TZI-Fortbildung kennengelernt habe lautet: "Wir sind weder allmächtig, noch sind wir ohnmächtig. Wir sind teilmächtig." Diese Teilmächtigkeit bei Menschen bewusst zu machen, darüber in den Austausch zu kommen und gemeinsam dabei weitere Schritte im Leben zu gehen ist der Grund, warum ich meinen Beruf mag."

Markus Galonska, Gemeindereferent Wolfsburg

Ansprechpartnerin

Katrin Müller Portrait

Katrin Müller
Domhof 18-21
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Tel. (05121) 307-274
katrin.mueller(ät)bistum-hildesheim.de