Geschäftsbericht des Bistums Hildesheim
Liebe Leserin, lieber Leser,
mit dem Jahresabschluss legen wir Rechenschaft darüber ab, wie die dem Bistum Hildesheim anvertrauten Kirchensteuermittel eingesetzt werden. Zugleich vermittelt er einen Überblick über die zahlreichen Aufgaben und Tätigkeitsbereiche, in denen unsere Diözese und ihre Einrichtungen Verantwortung übernehmen. Den größten Anteil an den Aufwendungen hatten im Berichtsjahr die Ausgaben für Mitarbeitende. Weitere bedeutende Mittel flossen in die Unterstützung der Pfarrgemeinden sowie in die vielfältigen Dienste der Caritas.
Die finanzielle Grundlage des Bistums ist stabil. Durch eine verantwortungsvolle Haushalts- und Vermögenspolitik konnten bestehende Risiken in den vergangenen Jahren weitgehend abgesichert werden. Gleichzeitig wurde die Eigenkapitalausstattung gestärkt und damit die Fähigkeit verbessert, auch zukünftigen Herausforderungen verlässlich zu begegnen. Darüber hinaus entwickelte sich das Kirchensteueraufkommen im Jahr 2024 günstiger, als ursprünglich erwartet werden konnte.
Dennoch richten wir den Blick bewusst nach vorn. Die Folgen des demografischen Wandels werden sich in den kommenden Jahren noch stärker bemerkbar machen und zu rückläufigen Kirchensteuereinnahmen führen. Daraus ergibt sich die Aufgabe, die vorhandenen finanziellen Ressourcen künftig mit noch größerer Sorgfalt einzusetzen. Unser Anspruch bleibt dabei unverändert: Wir möchten den Menschen in unserer Diözese auf der Grundlage des Evangeliums verlässlich zur Seite zu stehen und kirchliches Leben wirksam zu gestalten.
Um diesen Weg erfolgreich zu gehen, orientiert sich das Bistum Hildesheim an einer Strategie für die kommenden Jahre. Sie soll ein gemeinsames Verständnis darüber schaffen, welche Ziele wir verfolgen und welche Entwicklung unsere Diözese künftig nehmen soll. Auf dieser Grundlage wollen wir Entscheidungen nachvollziehbar gestalten und Kräfte bündeln.
Im Fokus der Strategie stehen die Kirchenmitglieder ebenso wie die Menschen, die sich haupt- und ehrenamtlich in den Dienst der Kirche stellen. Ihr Engagement ist unverzichtbar und erfordert zugleich passende Rahmenbedingungen sowie Möglichkeiten zur Qualifizierung. Daneben werden auch die Bereiche Finanzen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe sowie das gesellschaftliche Engagement der Kirche berücksichtigt.
Aus diesem strategischen Prozess sollen konkrete Zielsetzungen und Schwerpunkte für die Zukunft hervorgehen. Dabei werden wir nicht umhinkommen, Prioritäten zu definieren und sorgfältig zu prüfen, welche Aufgaben besondere Aufmerksamkeit verdienen und wo Einschränkungen notwendig werden. Durch eine solche Konzentration der Kräfte wird es gelingen, die Handlungsfähigkeit des Bistums langfristig zu sichern und gut in die Zukunft zu gehen
Mit freundlichen Grüßen

Martin Wilk, Generalvikar im Bistum Hildesheim (Foto vom 09.07.2019). Foto: Jens Schulze
Domkapitular Martin Wilk
Bischöflicher Generalvikar

Finanzdirektorin Anja Terhorst
Ökonomin

