Dommuseum Hildesheim kauft wichtige Arbeit von Alice Creischer und Andreas Siekmann an
Zwei Stiftungen unterstützen den Ankauf des zeitgenössischen Kunstwerks
Das Dommuseum Hildesheim erwirbt die Installation "Druckerei" (2022) von Alice Creischer und Andreas Siekmann. Großzügig unterstützt wird der Ankauf durch den Verein "Ausstellungshaus christliche Kunst e. V." in München und die "Karin und Uwe Hollweg Stiftung" in Bremen.
Mit der Anordnung von Reproduktionen historischer Gemälde auf einer schwarzen Metalltür nimmt die Installation Bezug auf den "Mnemosyne-Atlas" von Aby Warburg aus den 1920er Jahren. Die Grafiken thematisieren die Verbreitung von Bildmotiven aus Europa nach Südamerika, die Silbergewinnung in Potosi (Bolivien) sowie die christliche Mission. Dergestalt kontextualisiert sie die seltene Darstellung der ‚Kirche als Spenderin der Sakramente‘ auf dem Gemälde des Wrisberg-Epitaphs (vor 1590) aus dem Hildesheimer Dom mit aktuellen Themen wie Extraktivismus, Ökonomie und Kolonialismus. Das Kunstwerk von Alice Creischer und Andreas Siekmann war Teil der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung „Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette“ und wird künftig gegenüber dem Wrisberg-Epitaph präsentiert.
Dr. Felix Prinz, Direktor des Dommuseum Hildesheim sagt: „Wir danken den Stiftungen für die großzügige Unterstützung und Ermöglichung des Ankaufs. Die Installation ‚Druckerei‘ hat im Dommuseum Hildesheim den perfekten Aufstellungsort gefunden. Dass neben dem MoMA in New York und dem Museum Ludwig in Köln nun auch das Dommuseum Hildesheim eine Arbeit von Alice Creischer und Andreas Siekmann besitzt, steigert die Qualität unserer Sammlung weiter.“
Die Künstler Alice Creischer (*1960 in Gerolstein) und Andreas Siekmann (*1961 in Hamm) arbeiten seit Jahrzehnten gemeinsam an künstlerischen Projekten, die sich ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen widmen. Creischer/Siekmann wurden seit den frühen 1990er Jahren international zu Einzelausstellungen eingeladen und sie waren an renommierten Gruppenausstellungen beteiligt, darunter die Documenta XI (2002) und XII (2007), die Skulptur Projekte Münster 07 (2007) sowie die 13. Istanbul Bienniale (2013). Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen der renommiertesten Museen für Gegenwartskunst wie dem Museum Ludwig, Köln, dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (Spanien) sowie dem MoMA Museum of Modern Art, New York (USA).
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