Ergebnisse bistumsweite Umfrage zur Mobilität der Mitarbeitenden
Die zentralen Fragestellungen waren: Wie kommen Mitarbeitende zu ihrem Arbeitsort? Welche Wünsche haben Sie zur Verbesserung ihrer Mobilität? Und welcher Handlungsbedarf lässt sich daraus ableiten?
Die Mobilitätsumfrage unter den Mitarbeitenden liefert wichtige Erkenntnisse über das Mobilitätsverhalten innerhalb des Bistum Hildesheim und zeigt gleichzeitig Handlungsfelder für eine nachhaltigere Mobilität auf. Die Befragung fand vom 03.09. bis 24.09.2025 als anonyme Online-Umfrage statt.
Insgesamt haben 302 Mitarbeitende an der Umfrage teilgenommen, der Großteil davon aus dem Bischöflichen Generalvikariat (45 %), rund zwei Drittel der Teilnehmenden waren weiblich.
Ziel der Umfrage war es, herauszufinden, wie die Kolleginnen und Kollegen ihren Arbeitsweg gestalten, welche Bedürfnisse und Erwartungen sie hinsichtlich Mobilität haben und wie hoch der damit verbundene CO₂-Ausstoß ist. Darüber hinaus sollten Ansatzpunkte identifiziert werden, um nachhaltige Mobilitätsangebote weiter auszubauen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Auto weiterhin das Verkehrsmittel der Wahl ist – insbesondere in den Wintermonaten ist die Nutzung höher als im Sommer. Gleichzeitig erfreut sich das Fahrrad vor allem in der warmen Jahreszeit großer Beliebtheit:
- knapp 30 % nutzen im Sommer das Fahrrad für den Arbeitsweg
- 40 % wohnen maximal 5 km vom Arbeitsplatz entfernt
- 57 % wohnen maximal 10 km entfernt
Für Mitarbeitende besteht damit theoretisch die Möglichkeit, den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückzulegen.
Auch bei der dienstlichen Mobilität dominiert weiterhin das (Privat-)Auto beziehungsweise der Dienstwagen/ Fuhrparkwagen.
- 52 % bevorzugen dieses Verkehrsmittel für dienstliche Fahrten (Grund: Dienstliche Fahrten können am Wohnort enden)
- 32 % nutzen den Öffentlichen Personennahverkehr
Die Mehrheit der angegebenen einfachen Fahrtstrecken liegt zwischen 20 und 30 Kilometern beziehungsweise zwischen 50 und 80 Kilometern. Im Vergleich zur letzten Mobilitätsumfrage aus dem Jahr 2019 ist der CO₂-Ausstoß zwar gesunken, jedoch nicht in dem Maße, das für die angestrebten Klimaziele erforderlich wäre.
Die Ergebnisse zeigen spezifische Handlungsbedarfe und Entwicklungsansätze auf.
- So wird die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut, dies passiert am Domhof für die Fuhrparkfahrzeuge, als auch im Rahmen des Zukunftsräumeprozesses in den Pfarreien vor Ort.
- Die Fuhrparkfahrzeuge am BGV werden ab dem Jahr 2027 sukzessive auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden – aus den Angaben der Fahrtstrecken sind alle Fahrten ohne Zwischenladen möglich.
- Auch Priester und alle, die einen Anspruch auf einen Dienstwagen haben, erhalten ab 2027 die Wahlmöglichkeit für ihren Dienstwagen, ein Elektrofahrzeug zu leasen.
- Darüber hinaus wird die Einführung eines Jobtickets im Rahmen der Kommission zur Ordnung des Diözesanen Arbeitsvertragsrechtes erneut geprüft.
- Verbesserungen für Radfahrende – etwa zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten – sind bereits im Zukunftsräumeprozess verankert und können von den jeweiligen Pfarreien nach Bedarf umgesetzt werden.
- Auch am Domhof werden die Abstellmöglichkeiten für Radfahrende weiter ausgebaut.

