H3-Aufarbeitungsstudie: Forschungskonsortium gibt Einblicke in den aktuellen Stand
Wie weit ist die H3-Aufarbeitungsstudie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim? Antworten auf diese Frage gab Donnerstagabend das Forschungskonsortium bei der öffentlichen Informationsveranstaltung „Zwischenstand & Ausblick“ an der Universität Hildesheim.
Im Mittelpunkt der Präsentation vor etwa 70 Teilnehmenden standen die drei Leitfragen der Studie: Was ist seit 1945 im Bistum Hildesheim geschehen? Wie leben Betroffene und Co-Betroffene mit den Folgen? Und welche Strukturen und Kulturen haben sexualisierte Gewalt ermöglicht?
Um diese Fragen zu beantworten, wertet das Forschungskonsortium Akten und Archivbestände aus, führt Interviews mit Betroffenen, Co-Betroffenen, Mitarbeitenden, Klerikern und weiteren Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und bezieht die Ergebnisse von Befragungen des Kirchenvolks und der Kleriker ein. Die Auswertung der verschiedenen Quellen dauert an; der Abschlussbericht wird für das Frühjahr 2027 erwartet.
Im Anschluss an die Präsentation hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, Fragen an das Forschungskonsortium zu richten. „Die Veranstaltung hat einen guten Einblick in die Arbeitsweise des Forschungskonsortiums gegeben und deutlich gemacht, welche Fragen die Studie derzeit beschäftigen“, sagte Martin Richter, Leiter der Stabsstelle Prävention, Intervention und Aufarbeitung des Bistums Hildesheim. „Nun gilt es, die weiteren Ergebnisse abzuwarten.“

