Meisterwerk von Fra Angelico ist wieder im Dommuseum Hildesheim zu sehen
Triptychon aus dem 15. Jahrhundert war nach Florenz ausgeliehen
Nach dem Ende der großen Ausstellung ‚Fra Angelico‘ in Florenz ist ein Meisterwerk des Künstlers ins Dommuseum Hildesheim zurückgekehrt und wird dort ab dem 17. Februar 2026 erstmals seit zehn Jahren wieder präsentiert: der sogenannte Fiesole-Altar aus dem 15. Jahrhundert mit der gemalten Verkündigung an Maria.
Mit über 250.000 Besuchenden war die Ausstellung ‚Fra Angelico‘ eine der erfolgreichsten, die je in Florenz präsentiert wurden. Kuratiert von Carl Brandon Strehlke, einem der renommiertesten Kenner des Malers, waren 140 Werke aus internationalen Museen und Sammlungen im Palazzo Strozzi zusammengetragen worden. In dieser Ausstellung war auch das aufklappbare Bildobjekt aus dem Dommuseum Hildesheim zu sehen gewesen. Erstmals wurden die Gemälde auf den Außenseiten des Triptychons dem Künstler Fra Angelico zugeschrieben.
Nach seiner Rückkehr wird das Werk nun dauerhaft im Dommuseum ausgestellt. Dr. Felix Prinz, der Direktor des Dommuseums Hildesheim, sagt: „Die Sammlung des Dommuseums Hildesheim umfasst einzigartige und weltberühmte Werke der Kunst des hohen Mittelalters. Dass nun ein Objekt der Sammlung als Werk des Malers Fra Angelico erkannt wurde, ist ein großer Gewinn. Denn nur sehr wenige Museen verfügen über Gemälde dieses großen Meisters, und das Hildesheimer Objekt ist auch unter diesen einzigartig, denn es wurde gemeinsam mit der Werkstatt des Baldassare Ubriachi hergestellt.“
Fra Angelico zählt zu den bedeutendsten Malern der Florentiner Frührenaissance und ist besonders für seine Darstellungen von Engeln berühmt. Vermutlich um 1440/45 malte er die Verkündigung an Maria und Christus als Schmerzensmann mit den Werkzeugen der Passion. Die Reliefs aus Rinderknochen im Inneren und die Einlegearbeiten wurden bereits zwischen 1400 und 1425 in der Werkstatt des Baldassare Ubriachi hergestellt. Dort sind Szenen aus dem Leben Jesu zu sehen.
Für wen das Kunstwerk einst hergestellt wurde, konnte bislang nicht ermittelt werden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erwarb es der Hildesheimer Bischof Wedekin, und so gelangte es in das Museum.

