„Catcalling" im Fokus

Auffrischungsschulung zur Prävention von sexualisierter Gewalt für ehrenamtliche junge Erwachsene

Catcalling verletzt, verunsichert und erniedrigt – oft beginnt es mit Worten. Der Workshop macht sichtbar, was hinter sexualisierter Belästigung steckt, stärkt persönliche Grenzen und zeigt konkrete Handlungsoptionen. Gemeinsam reden wir darüber, wie wir Betroffene schützen und Haltung zeigen können.

Es sind Sprüche wie diese, die Frauen auf der Straße hören: 
„Hey, bleib stehen, guck doch mal her, zeig uns, was du hast“
„Hey Süße, geiler Arsch“
„Willst du ihn mal anfassen?“ 
„Eine Hübsche wie du sollte nachts nicht allein unterwegs sein.“ 
„Darf ich mit dir aussteigen, Prinzessin?“ 
„Lass mich dein Hengst sein, Mamacita!“

Abfällige Kommentare, die verunsichern, verletzen, den Schritt schneller werden lassen. „Catcalling“ ist eine Form der Belästigung im öffentlichen Raum, bei der sexuell anzügliche Bemerkungen, Pfiffe, Rufe oder Gesten gemacht werden. „Catcalling“ ist immer wieder auch die Vorstufe zu sexuellen Übergriffen. Hiervon betroffen sind meist Frauen, immer wieder auch minderjährig. Es sind Belästigungen, die Betroffene erniedrigen oder bloßstellen. Denn Worte haben Macht.

Aktuell ist das Thema sexuelle Belästigung wieder verstärkt in den Medien, weil es eine politische Initiative gibt, „Catcalling“ als eigenen Straftatbestand aufzunehmen. Denn bisher haben solche Vorfälle nur selten strafrechtliche Konsequenzen. Taten mit anzüglichen Worten und Gesten werden auch in der Gesellschaft noch oft verharmlost, Täter kommen mit der Schutzbehauptung eines „missglückten Kompliments“ davon.

Wir haben engagierte Menschen in unserem Bistum, die sich aktiv gegen „Catcalling“ einsetzen und darüber aufklären: Gemeinsam mit Lisanne Richter, Mitbegründerin der Initiative „Catcalls of Hannover“, die Vorfälle aktiv im öffentlichen Raum „ankreidet“, sprechen wir über „Catcalling“ und die Möglichkeiten dagegen etwas zu tun.

Der vierstündige Workshop beinhaltet die Erarbeitung von Definitionen, schärft das Bewusstsein der Teilnehmenden für ihre persönlichen Grenzen und die Grenzen anderer und erarbeitet Handlungsoptionen. Auch die Bewertung der rechtlichen Lage und die Veränderung des Diskurses werden thematisiert.

Die Veranstaltung am Samstag, 18.04.2026, richtet sich an interessierte jüngere und junge Erwachsene und kann als Auffrischungsschulung „Prävention von sexualisierter Gewalt“ für Ehrenamtliche angerechnet werden. Der Workshop findet in den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde Hannover, Leibnizufer 17, 30169 Hannover, statt.

Das Angebot für junge Erwachsene ist eine Kooperation des Referenten für die Begleitung und Vernetzung von Glaubens- und Lebensfragen im Bistum Hildesheim, der Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt, der Katholische Hochschulgemeinde Hannover und des Caritasverbands für die Diözese Hildesheim e.V. Ein vegetarischer Mittagsimbiss ist enthalten, um vorherige Anmeldung bis zum 31. März 2026 wird gebeten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie nur eine Bescheinigung erhalten, wenn Sie die gesamte Zeit an der Veranstaltung teilgenommen haben.

 

Termin
18.04.2026, 10:30 Uhr
- 18.04.2026, 15:30 Uhr
Ort
Katholische Hochschulgemeinde
Leibnizufer 17
30169 Hannover
Zielgruppe

Junge Erwachsene ab 16 Jahren

Referentin / Referent

Lisanne Richter & Magnus Wurm

Veranstalter

Bistum Hildesheim: Magnus Wurm, Referent für die Begleitung und Vernetzung in Lebens- und Glaubensfragen im Bistum Hildesheim; Stabsabteilung Prävention, Intervention und Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Hildesheim
Katholische Hochschulgemeinde Hannover
Caritasverband für die Diözese Hildesheim e. V.

Anmeldefrist
31.03.2026
Kosten

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Information
Magnus Wurm, Referent für die Begleitung und Vernetzung in Lebens- und Glaubensfragen, Abteilung Dialog und Solidarität
Domhof 18-21
31134 Hildesheim
Tel.: 0160-2059084
magnus.wurm(ät)bistum-hildesheim.de

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