Klimafasten

„So viel du brauchst ...“ Klimafasten 2018

Papst Franziskus weiß es und Sie wahrscheinlich auch: Verhalten ändern, Gewohnheiten ablegen – das ist eine Königsdisziplin. Eigentlich „müsste man ja mal“. Etwas anders machen, achtsamer sein. Für sich, für andere, für die Schöpfung. Aber aus Routinen ausbrechen und das auch noch durchhalten? Sich wirklich zu fragen: Was brauche ich eigentlich? Und das Leben ist anstrengend genug: Dann auch noch auf Schönes verzichten? Also fasten? Kaum vorstellbar.

Aber Fasten ist nicht gleich Verzicht. Im Gegenteil: Gönnen Sie sich etwas.

Zum Beispiel an schönen Tagen Bewegung, statt mit dem Auto zu fahren. Gönnen Sie sich eine wirklich gute Tasse Kaffee - mal aus fairem Handel und ökologischer Produktion. Gönnen Sie ihrer Küche Kreativität und denken Sie sich für den Fleischplatz auf dem Teller etwas anders aus. Genau dazu möchten neun evangelische Landeskirchen und der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Hildesheim einladen. Zum Gönnen. Zum anderen Blick auf das eigene Leben. Und genau davon hat auch die Schöpfung etwas – das macht die Aktion Klimafasten 2018. Leitgedanke: „So viel du brauchst.“

Kernstück der Aktion ist eine kleine Broschüre, die Interessierte mit Ideen und Anregungen dazu anleitet, in den sieben Wochen vor Ostern den Klimaschutz in den Blick zu nehmen. Denn jede und jeder von uns hat die Möglichkeit, im Kleinen wie im Großen, alleine oder in Gemeinschaft das eigene Leben klimafreundlicher zu gestalten.

Jede Woche steht dabei unter einem anderen Thema: vom „achtsamer Kochen“ und „anders unterwegs sein“ bis zur Woche „für mich, für Einkehr und Umkehr“. Aber noch einmal: Es geht dabei nicht um einen dieser Nerv tötenden moralischen Appelle. Es geht nicht um Verzicht. Es geht eher darum, das eigene Leben zu entrümpeln, wie den Keller, die Garage oder den Abstellraum.

Sie kennen doch den Spruch: weniger ist mehr. Das trifft es eigentlich nicht so ganz: Weniger ist nicht mehr, sondern weniger ist besser. Oder anders: bewusster ist besser. Eben: „So viel du brauchst ...“

Werbeplakat, Fastenbroschüren etc. zur Aktion Klimafasten 2019

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Radiobeitrag Klimafasten für Montag, 26.Februar 2018

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Die Fasten-Broschüre gibt Ihnen Anregungen für Ihre Fastenzeit.

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Ideen, Materialien, Impulse, Tipps ...

www.klimafasten.de

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Diözesanrat der Katholiken 

So viel Du brauchst... Erhalte jeden Tag einen Impuls zum "Klimafasten" direkt auf Dein Smartphone.

Digitaler Fastenbegleiter

In Kooperation mit einer Hildesheimer Gemeinde werden die Impulse zum „KlimaFasten“ per E-Mail-Versand von „St. Maximilian Kolbe, Mühlenberg“ angeboten.  Wer mitmachen möchte sendet einfach eine E-Mail an:

KlimaFastenSt.MaxKolbe(ät)gmail.com

Betreff: KlimaFasten

Zu jedem Wochenbeginn wird ein neuer Impuls per E-Mail zugesandt. Ausdrücklich gewünscht ist die Weiterleitung der Mailadresse!

Eine Woche Zeit ... für mich. Für was?

Gibt es eigentlich Deinen Lieblingsort von früher noch? Wo wärst Du jetzt am liebsten?

Einfach mal raus.

Wie und was auch immer.

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. (Prediger 3, 1)

Du, mein Gott, die Woche beginnt, eine Wegstrecke liegt vor mir mit ihren Aufgaben und Anforderungen.
Gib mir deinen Geist, dass ich mich bewähre vor dir.
Die Woche beginnt; was sie mir bringt, ist verborgen.
Gib mir Hoffnung in den Niederlagen und Demut in den Erfolgen, durch Jesus Christus. Amen.

Heute nehme ich mir Zeit…

Mit dem Rad kommt man in der Stadt oft viel schneller durch als mit dem Auto.

Statt „Taxi Mama“ mal zu Fuß zur Schule: Das fördert die Selbstständigkeit der Kinder und bringt neue Erfahrungen.

Zum Ausprobieren: Für Bus und Bahn bieten viele Verkehrsverbünde ein spezielles „Fasten-Ticket“ an.

Hältst Du es durch, eine Woche ganz aufs Auto zu verzichten?

Ich habe mir meine besten Gedanken ergangen und kenne keinen Kummer, den man nicht weggehen kann. (Søren Kierkegaard)

Straßen sind nicht nur für Autos da. Wie wär’s mit einer temporären Spielstraße?

Keine Lust selber zu strampeln? Bequemlichkeit muss nicht die Luft verpesten: E-Bikes gibt es sogar als „Kirchenrad“.

Einfach mal wieder Selber-Kochen und genießen.

Heute mal kein Kistenschleppen: Leitungswasser schmeckt und ist gesund.

Ein bewährtes Hausmittel gegen unnötige (Spontan)Einkäufe: der gute alte Einkaufszettel.
Gibt’s heutzutage sogar als App

Loch in der Hose? Klamotten ausbessern spart Kohle und gibt den alten
Lieblingsstücken den individuellen Touch.

Wie wär’s mit einem Experiment: 24 Stunden lang ohne Geldbörse und Einkäufe
leben?

Den Lebensmitteln auf den Grund gehen: Woher kommt eigentlich die Möhre, die ich da grad esse?

Wenn mal was übrig bleibt: Eintüten statt wegwerfen… Übrigens: In Frankreich sind Reste-Tüten in Restaurants sogar Pflicht.

Krummes Obst und Gemüse ist genauso lecker und genauso gesund.
-> www.nachhaltiger-warenkorb.de

Weniger Fleisch ist mehr Klimaschutz.

So geh hin und iss dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem Mut; denn dein Tun hat Gott schon längst gefallen.
(Prediger 9,7)

Leihen statt kaufen. Nachbarschaftsnetzwerke sind die Lösung.
Z.B. http://www.leihdirwas.de

„Wie zahlreich sind die Dinge, derer ich nicht bedarf.“ -Sokrates

Hochwertiges ist auch Second-Hand noch gut.

1. Karton rausholen
2. Ausmisten
3. Verschenken, spenden oder verkaufen

Ab an die Leine: schont die Wäsche und spart jede Menge Energie.

Vielleicht gar keine schlechte Idee: ab und zu mal die Profis ranlassen.

Ganz schön helle: LEDs halten lange und schonen den Geldbeutel.

Wer selbst Hand anlegt, spart Energie und so manche Stunde in der Muckibude.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das
Licht. (Psalm 36,10)

Schon ein Grad weniger kann Wunder wirken. Optimal: 7 Grad im Kühlschrank und -18 Grad im Gefrierfach.

Augen auf beim Einkauf: Elektrische Geräte unterscheiden sich oft stark in ihrem Energieverbrauch

Heizung runtergedreht? Spart nicht nur Energie, sondern auch bares Geld.

Muss es echt noch das 15. Paar Schuhe sein?

Weniger ist mehr: Auch beim Essen. Lieber Klasse (Eier vom glücklichen Huhn) statt Masse(ntierhaltung).

Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme. (Markus 10, 25)

Wie wär’s: Einem Bettler heute mal ein freundliches Lächeln und 2 Euro schenken?

Schon mal drüber nachgedacht, den CO2-Ausstoß der nächsten Urlaubsreise zu kompensieren?

Erzähl anderen von den Erfahrungen, die Du in der Fastenzeit gemacht hast.

Lad Dir zu Ostern nette Menschen ein, mit denen Du klimafreundlich kochst.

Was kann Deine Gemeinde für den Klimaschutz tun? Wenn Du schon Mitstreiter hast: warum nicht gleich durchstarten?

Welche Tipps haben Dir in den vergangenen Wochen besonders gut gefallen? Kannst Du sie beibehalten?

Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. (1. Korinther 15,20)
Wir wünschen euch allen frohe, gesegnete Ostern!