Glaubenswege

Den Glauben bezeugen - das Evangelium verkünden

Glauben gibt es nur im Werden, Glauben braucht Gemeinschaft.
Unser Motto: Gemeinsam im Glauben wachsen!
Wir begleiten Sie auf Ihren Glaubenswegen; wir unterstützen Sie bei Ihrer Glaubenssuche.

„Kurzpräsentation für Eilige“:

  • Hier geht es um: glauben, fragen, hoffen, zweifeln, sehnen, ringen, vertrauen – in unterschiedlichen Stadien: anfangen, vertiefen, weitergeben.
  • Fokus: Wie kommen Menschen zum Glauben? Wie kann (der) Glaube zeitgemäß vertieft, gelebt, weitergesagt werden? Wie verkünden wir heute fruchtbar das Evangelium?
  • Außerdem: Wie kann die Bibel als Wort Gottes das (Glaubens-)Leben bereichern?
  • Im Fachbereich „Glaubenswege“ begleiten, unterstützen, beraten, ermutigen und vernetzen wir all diejenigen, die im Bistum Hildesheim mit diesen Fragen unterwegs sind, die neue Wege erproben, die sich für Glaubenswachstum, Glaubensweitergabe und Glaubensvertiefung einsetzen.
  • Wir fördern und begleiten Kirchenbauer:innen in ihren Aufbrüchen und neuen Initiativen.
  • Begrifflich auf den Punkt gebracht: Alles rund um Katechese, (Erwachsenen-)Katechumenat, Segensorte und Bibel/Heilige Schrift ist hier angedockt.

„Woran glaubst du?“, „Worauf vertraust du?“, „Worauf baust du dein Leben?“ … – Diese Fragen werden uns im Fachbereich Glaubenswege im Alltag selten gestellt, und wir stellen sie uns auch nicht permanent selbst, geschweige denn anderen. Eigentlich schade, denn was sonst ist von lebensentscheidender Bedeutung, wenn nicht diese großen Fragen nach dem Sinn des Daseins, nach einem tragfähigen Grund für das eigene Leben. Es geht um nichts Geringeres als um Glaube, Hoffnung, Sehnsucht.

Dass  wir uns diese Fragen nur ab und an selbst stellen und auch andere damit nicht permanent behelligen, hat einen einfachen Grund: So lebenswichtig diese Fragen sind, so schwierig und herausfordernd ist die Suche nach persönlichen Antworten bzw. sie kann dies sein. Denn sofort kommen Zweifel, Ängste, Unsicherheiten mit ins Spiel. Und der hehre Anspruch von 1 Petrus 3,15 kann leicht überfordern: „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt“. Da mag man sich bei Markus 9,24 besser aufgehoben fühlen: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Glaube(n) ist, so zumindest unsere Erfahrung, ganz oft „Abenteuer(reise)“ und „Baustelle“. Selten „fertig“. Manchmal fest, manchmal schwankend. Das ist gut so – biblisch sind wir damit bei Jakob und Thomas in guter Gesellschaft. Der eine, Jakob, ringt am Jabbok in der Nacht mit Gott und ringt Gott den Segen ab – geht aber auch bleibend gezeichnet und verletzt aus dieser Gottesbegegnung hervor (Genesis 32,23–33). Der andere, Thomas, glaubt erst, als er „handfeste“ Beweise vorgelegt bekommt (Johannes 20,24–29). Ihn dafür lapidar als „ungläubigen Thomas“ abzustempeln, finden  wir nicht fair, nicht angemessen. Immerhin bringt Thomas seine Schwierigkeiten mit dem Glauben klar ins Wort; „leichtgläubig“ ist er zumindest nicht.

Für uns gehören das Ringen mit dem Glauben (und auch mit Gott) sowie das ehrlich-ernsthafte Zweifeln elementar dazu, genauso wie das Be- und Hinterfragen des eigenen Glaubens. Nur so, meinen wir, bauen wir unser „Glaubenshaus“ auf Fels und nicht auf Sand (vgl. Matthäus 7,24–27).

Das ist manchmal anstrengend. Das erfordert Mut, Ausdauer und irgendwie auch (Gott-)Vertrauen. Aber anders geht es nicht. Und die Mühen lohnen sich: „Du stelltest meine Füße in weiten Raum“ (Psalm 31,9) – Würze im Leben – Tiefgang, der erdet und erfüllt.

Genau das macht das Herzstück hier im Bereich „Glaubenswege“ aus. In Frageform gepackt:

Wie kommen Menschen (heute!) zum Glauben? Wie kann Glaubenswachstum unterstützt werden? Wie können wir unseren Glauben (zeitgemäß) vertiefen, feiern, leben – und vor allem auch: weitergeben? Wie kann der Glaube, wie das Evangelium heute fruchtbar verkündet werden? Wie werden wir sprachfähig in Glaubensdingen? Wie finden wir eine Glaubenssprache für unsere heutige Zeit? Wie kann die Bibel als Heilige Schrift, als Wort Gottes in unser Leben hineinsprechen und zum stärkenden „Glaubensfutter“ werden?

Diese Fragen treiben uns hier im Bereich „Glaubenswege“ um und an. Diesen Fragen widmen wir uns leidenschaftlich – mit theologischer und vor allem auch biblischer Expertise. Und diese Fragen tragen wir ins Bistum hinein, halten sie wach und drängend. Es gilt: „Denn wovon das Herz überfließt, davon spricht der Mund.“ (Lukas 6,45)

Unser Anliegen: Alle, die vor Ort GlaubensRäume und GlaubensWeiten eröffnen, die mit Sinnsucher:innen und Glaubenszweifler:innen auf GlaubensWegen unterwegs sind, die Gotteskünder:innen und begeisterte Glaubenszeug:innen begleiten – alle diese zu unterstützen, zu beraten, zu ermutigen, zu stärken, und auch zu vernetzen. Gemeinsam geht vieles leichter, gemeinsam macht vieles mehr Freude. Und: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“ (Matthäus 18,20) – das sagt uns Jesus zu.

Zum Schluss noch ein für uns handlungsleitender Grundsatz: „Aber muss es nicht das Ziel jedes pastoralen und kirchlichen Handelns sein, Getaufte und Gefirmte in ihrem Glauben zu ermächtigen und in ihrem ‚Christ-sein‘ zu selbstverantwortlichen Persönlichkeiten zu machen? […] Dabei werden pastoral Handelnde heute nur anders, innovativer, begleitender und anstiftender gebraucht – als Begleitung der Begleiter und Begleiterinnen.“
(A. Biesinger/M. Karrer, Werdet endlich erwachsen, in: HerKorr 74,9 (2020) 29–32, 31).

In diesem Sinne: Auf geht’s! – mit dem Zuspruch Gottes an Josua im Gepäck: „Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“ (Josua 1,9)

Alle, die sich um zeitgemäße Wege der Glaubensweitergabe und (Glaubens-)Verkündigung mühen, alle, die ihre Energie und Leidenschaft im Bistum Hildesheim im Feld „Katechese“ einbringen – v. a. in der Begleitung, Unterstützung und Fortbildung von Katechet:innen –, sind hier goldrichtig.

Alle, die sich mit Menschen auf Glaubenswege wagen – sei es im Rahmen von Glaubenskursen oder Glaubensgesprächen oder … –, alle, die im Bistum Hildesheim im Bereich „(Erwachsenen-)Katechumenat“ aktiv sind, sind hier goldrichtig.

Alle, die Menschen dabei unterstützen und begleiten, in der Bibel das Wort Gottes für mich und dich für heute zu entdecken, die Heilige Schrift als Grundlage und Quelle des eigenen (Glaubens-)Lebens zu erfahren und zu erleben, sind hier goldrichtig.

Sie fühlen sich angesprochen? Herzlich willkommen!

Was brauchen Sie zum Durchstarten?
Was können wir für Sie tun?

Und alle, die an Vernetzung in Sachen Glaubenswege (Katechese, Katechumenat, Heilige Schrift, Segensorte) im Bistum Hildesheim interessiert sind, mögen sich gerne melden: glauben(ät)bistum-hildesheim.de  – wir freuen uns auf ein Kennenlernen!

Ansprechbar

Christian Schramm Portrait

PD Dr. Christian Schramm

Telefon: 05121 307-312
christian.schramm(ät)bistum-hildesheim.de

Zur Person

"Glauben heißt für mich, wie Jakob mit Gott zu ringen und trotz aller Widrigkeiten und Herausforderungen nicht von GOTT zu lassen, bis der LEBENDIGE mich segnet."

Dr. Julia Niemann

Tel. (05121) 307-311
E-Mail: julia.niemann(ät)bistum-hildesheim.de

Kathrin Vockroth

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kathrin.vockroth(ät)bistum-hildesheim.de 

 

Bischöfliches Generalvikariat
Bereich Sendung
Abteilung Kirchenentwicklung / Kirchliche Transformationsprozesse
Fachbereich Glaubenswege
Katechese | Katechumenat | Heilige Schrift
Domhof 18 – 21
31134 Hildesheim