Benediktinerinnen OSB

Herkunft und Selbstverständnis

Als Benediktinerinnen leben wir nach der über 1400 Jahre alten Regel des hl. Benedikt von Nursia. Sie ist der Niederschlag einer langen Mönchstradition, zugleich aber auch persönlicher geistlicher Erfahrung. Sie wurde geschrieben für Menschen, die sich auf den Weg machen wollen, ihr Leben in Gemeinschaft unter die Führung Jesu Christi und seines Evangeliums zu stellen. Ihr zentrales Anliegen ist es, der Ursehnsucht des Menschen nach Gott einen Lebensraum zu schaffen. So steht die Gottsuche am Beginn und im Mittelpunkt dieses Lebens. Ausgangspunkt und zugleich Rückbindung dieser Gottsuche sind die tägliche Feier der Eucharistie und des Stundengebetes, zu dem wir uns sechsmal am Tag versammeln, und die Zeiten des persönlichen Gebetes und der geistlichen Lesung.

Aufgabenbereiche

Unser Gottesdienst setzt sich fort in der praktischen täglichen Arbeit und im Dienst an den Menschen. Um Beständigkeit und Präsenz zu gewährleisten, binden wir uns in unseren Aufgaben an den Bereich unseres Klosters. Neben den alltäglichen Anforderungen in Küche, Verwaltung und Garten leisten wir Küster- und Organistendienste in der Kirche, die zugleich Pfarrkirche ist. Wir führen eine Buch- und Kunsthandlung (mit Weinerzeugnissen und Dinkelprodukten aus der Grün-derabtei St. Hildegard) und arbeiten im Exerzitienhaus der Diözese Hildesheim mit, das dem Kloster angeschlossen ist. Gastfreundschaft ist Benediktinerinnen ein besonderes Anliegen. Klostergäste, die Stille, Besinnung, einen Raum des Gebetes und Austausch suchen, sind herzlich willkommen. Wir möchten mit denen auf dem Weg sein, die ihren Glauben vertiefen und verlebendigen wollen.
Nicht zuletzt wissen wir uns als Gemeinschaft, die in einer Kloster- und Pfarrkirche betet, der Gemeinde Marienrode-Neuhof verbunden.

Kontaktadresse
Schwester Maria Elisabeth Bücker OSB
Kloster Marienrode
31139 Hildesheim-Marienrode
Tel: (0 51 21) 9 30 41-0
verwaltung(ät)kloster-marienrode.de
www.kloster-marienrode.de

Aufnahmevoraussetzungen

Eine gläubige Grundeinstellung, physische und psychische Gesundheit, Selbstständigkeit und Gemeinschaftsfähigkeit

Ausbildung

Die Ausbildung zum benediktinischen Leben in Marienrode vollzieht sich neben den für das Klosterleben grundlegenden Unterrichtsstunden wesentlich im Mitleben und im Hineinwachsen in diese konkrete Gemeinschaft. Wie es in der Benediktusregel heißt, soll im Hier und Heute “erprobt werden, ob der Neuling wahrhaft Gott sucht.”

Bindung

Nach einer sechsjährigen Zeit reiflicher Prüfung, die die Stufen des einjährigen Postulats, des zweijährigen Noviziats und der Gelübde für drei Jahre umfasst, bindet sich die Benediktinerin endgültig an diese Lebensform durch die Ablegung der drei benediktinischen Gelübde. Im Gelübde der Beständigkeit (stabilitas) verspricht sie, ihre ganze Existenz in Gott zu verankern und dies durch das treue Ausharren in der einmal gewählten Gemeinschaft zu vollziehen.
Durch das Gelübde des klösterlichen Lebenswandels (conversatio morum) will sie sich in täglicher Umkehr und Hinkehr zu Gott im Geist des Evangeliums von ihm umgestalten lassen.
Im Gehorsam weiß sie sich in und mit ihrer Gemeinschaft an Christus gebunden, der gesagt hat: “Ich bin nicht gekommen, meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.”